Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3055 (1.9.1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Kr. 8050 Men, Donnerstag Wiener Morgenzeltmig 1. September 192? Se«e 7 Bühne und Kunst. „Saun." Ein neues Kabarett in Men. Die Versuche, Wien ein wirkliches Kabarett zn geben, werde» immer Meder unternommen. D»e richtig« Mischung von Ervtik, Persiflage und ambitionierter Kleinkunst ist bischer zumeist Wegen der materiellen Einstellung gescheitert. Das Publikum fü r die Nacht des literarischen Schar fr ichtevtums wäre ja vorhanden, aber zu anständigen Tagespreisen. Dem wollen nun die Initiatoren der neuen „Burrten Bühne", die sich kn dem bekannte« intimen Raum ln der Rismergjasse etabliert chat, entsprechen. Unter den führenden Namen des Etablissements figuriert ein Repräsentant der alten Kabar«ttradition, Beka Laszky. Me von ihm musikalisch illustrierten EchanfonS und Singspiele sind in Wort und Dorr ohne modeone Konzessionen ganz auf den alten Stil eingestellt. Die dramatischen Szenen, Sketchdialoge und Schnurren des reichchaltigen Programms bringen jed«m etwas. Ein Ensemble l.^ite graste Namen, aber mit ausgesprochenen Begabungen ist mit großer Liebe am Werk. Im Solo fallen 'zwei Namen auf, die dvamatisch begabte jurrge Diseufe Elliiror Falk und die ausgezeichnete Chansoniere Hela Steels. Eine lange Reihe von talentierten Damen und Herren bildet eine gute Trüppe, die vom Regisseur Dr. Lukacs bereits gut eingespielt ist. Der gut« Wille rrnd Eifer des Direktors Forgo verdienen jede Unterstützung, weil hi«r für ern. Genre gcwvrben wird, nach dem unbedingtes Bedürfnis vorhanden ist. Man amüsierte sich am ersten Abend' sichtlich. AN. Ruffisches Lhealeriebeu. Das Mtionspmg-ramm der Staatstheater in Petersburg (Leningrad) für die kommende. Saison enthält eine Reihe NoviMen, ven denen zu nennen find: «Attila",, eine Tragödie von E. Samjatin, „Dzumä-Mcvshid", ein Drama von G. W e n e z i anob, „Der Mann mit der Aktenasche", eine äbomödie von A. Fajiko, eure neue Kornüdie von V. B i l l - B j e l o t s <H e r k o w s k i, ein neues Dranm von Boris Lawrenew, „Die Dämmerung" von I. B a b e l, „Die Geschichte einer StM" von M. Saltyk o itv - S ch t s ch e d r i n, inszeniert von C. Samjatin, „Uniitovsk" von Leonid Leonow. Daneben ist Ben I o n s o n s „Volpone" in der Bearbeitung von Stephan Zweig zur Anssi'chrung vovgemerkt. Die Leningrad er Staatsoper bereitet eine Aufführung des „Spielers" von S. Prokofjew vor. Im Konservatorimn-Theater wird die russische Erstaufführung der „Höhle von S ata manca" von Paumgartner vorbereitet. Von den Moskauer Staatsth e at e tu verspricht das Künstlertheater eine Inszenierung des „Panzerzuges" von Wsewolod Jvanow und eine Aufführung von Shakespeares „Viel Lärm um Nichts". Im S t a n i's l a ws k i - O p e r n st u d i o gelangen zur Aufführung: „Boris Godunow" von Musforgfki (Urfassung), „Pik-Dame" von Dschaikowski und «Die Maiennacht" von Rimskij- K o rs a k o w, die Regie führt Stanislawski selber, die musikalische Leimng übernimmt Vaclav S u k. Im Großen Theater werden die Uraufführung des Balletts „Smerc" von Golejzowski und eine Neueinstudierung der „Mlada" von Rimski-Korsakow vorbereitet. T a i r o w s K a m m e r s p i e l e versprechen eine Aufführung der in der vorigen Saison ausgebliebenen „Antigone" von Sophokles in der Bearbeitung von Hasencleder, soivie einer neuen Oper namens „Sirocco" von Polowinkin; daneben soll ein Stück von M. Le Wido w über den Aufstand von Babeuf aufgeführt werden. Aus de» Theater«. Bu rgitheaeer. Morgen, HQ Uhr, „PGilus untcc den Jude n". Ope rntheater. Heule Donnerstag um M8 Uhr erste Borßellun« der neuen Spielzeit: „Die Königin von Saba". Kein Kartenverkauf. Raimnndtheater. HeMe beginnt di« Spielzeit mit einer Ausführung des Schwankes „Der Raub der Sabi - ne rin neu" durch Mitglieder des Deutschen Volkstheaters. Morgen gehen die Einakter „Der Hund im Hirn", „Die 73 Kreuzer des Herrn Siutzelberger" und „Eine Braut nacht" in Szene. Akademietheater. Morgen, Y8 Uhr, „Die Welt, in der man sich langweilt". Rolandbüh ne. Heute bleibt das Theater wegen der Generalprobe zu dem Freitag beginnenden Gasttpiel Bert Silvings ,,D>'e Wiener Nein nette" (lebende Potpourris) geschloffen Wcdcrerösfnung des Carlcheaters am 15. September. Da zwischen idem Leiter der Arbeitsgemeinschaft Vobksoper—Carltheater, Direktor Frischler, und Stadtrat Breitner ein Uebereinkommen hinsichtlich der Steuerrückstände des Carlcheaters zustande gekiFnmen ist, wird das Carltheatcr unter Leitung Frischlers bereits am 15. September mi>t dem SingsM „Ich Hab' mein Herz in Heidelberg verloren" wiedereröffnet. Als erste Neuheit kommt die Operette „Die Glocke.« von Parts" von Knepler und Welleminsky, Mlksik von Richard Fall, heraus. Der Maler Wahle gestorben. Wie aus M ü n ch en gemeldet wird, ist dort der Maler Profeffor Friedrich Wahle im 67. Lebensjahre gestorben. In Prag geboren, kam er schon früh nach München, wo er in der Akademie die Löffh-Schule absolvierte. Auf den Münchener Ausstellung erregten seine ersten Bilder Aufsehen. Wahle gehörte der Münchener Sezeffion seit^ ihrer Gründung an und war Mitarbeiter -der „Fliegenden Blätter". Gerichtssaal. Lerian gewährt Interviews. Am dritten Verhandlungstag ließ sich Lecian das erste Geständnis abrrngen, allerdings nicht ein Geständnis eines der zahlreichen Gendarmenmorde, die ihn: zur Last gelegt werden, sondern nur ein Geständnis eines kleinen Einbruches in einem mährischen Ort. — Vors.: Ihre Erinnerung ist also doch nicht so ganz geschwunden, wie Sie bisher immer behauptet haben. Es kam sodann die Ermordung des Wächters Martschik in Jglau zur Sprache, der von Lecian durch neun Schüsse nieder geschossen wurde. An diesen Fall will sich Lecian nicht erinnern. Dennoch verfolgt er mit staunenswerter Aufmerksamkeit jede einzelne Zeugenaussage und weist auf Widersprüche hin, wenn deren Aufdeckung seiner Verteidigung günstig scheint. Auf einen Vorhalt des Vorsitzenden erwidert Lecian: „Selbst wenn ich ein Heiliger wäre, würde mir doch niemand glauben." In K o j e t e i n hat Lecian die Wohnung des Professors K a r l i t s ch e k heimgesucht, und als dieser mit feiner Gattin heimkehrte, sprang Lecian aus der Türe und feuerte zwei Schüsse ab, von denen der Profeffor in die Hand getroffen wurde. Lecian wollte sich nun auf die Frau stürzen, die ihm aber Wrief: ,-Schießen Sie nicht, ich tue Ihnen nichts." Da ließ Lecian von ihr ab und flüchtete. Nach der Zeugeneinvernahme wollte der Vorsitzende mit der Verlesung einiger Protokolle beginnen. Lecian bat jedoch um Einschaltung einer Pause, weil er sich u n- ' wohl fühle. Der Beisitzer, Stabskapitän Anton, wendet sich gegen die Erfüllung dieser Bitte, weil Lecian am Vortage dasselbe Manöver aufgeführt und dann am Gang vergnügt Zigaretten geraucht habe. Dennoch setzte auch diesmal Lecian seine Bitte durch und der Vorsitzende schaltete eine Erholungspause ein, in der Lecian eine Art „Pressekonferenz" abhielt. Die im Saal anwesenden Journalisten umdrängten Lecian und dieser gab be- * reittvMgst Interviews. Ein« Journalistin machte ihm wegen seiner schönen Haarlocken ein Kompliment und sagte, seine Locken sehen aus, als ob sie eben der Friseur gewellt hätte. Lecian, sichtlich vergnügt über dieses Kompliment, sagte: „Nein, nein, das ist alles Natur." Auch das Erinnerungsvermögen schien ihm in dieser kurzen Erholungspause wiedergekommen zu sein, denn er konnte aus jede Frage die richtige Antwort erteilen. Einer der Journalisten fragte ihn, ob er gestehen werde oder nicht. Lecian schnitt das Gespräch mit den Worten: „Ich habe n i ch t 8 z u ge ft e h e n", ab. Als man ihn nun bedrängte, doch wenigstens für die Zeitungen etwas zu gestehen, sagte er lakonisch: „Für die Zeitungen brauche ich n i ch t s z u g e st e h e n." Nach den bisherigen Dispositionen dürfte das Urtskl Samstag gefällt tverden. Durch den Konkurs wird eine Aktiengesellschaft nicht ausgelöst. Ucber die Firma Julius R ü t g e r S, Teer- »md Naphlhaindustrie A.-G. rvurde bekanntlich Zuerst die Geschäftscrnffrcht verhängt, dann das Ausgleichsverfahren und Ende September 1926 der Konkurs eröffnet. Aus diesem Ankaffe stellte der Konkursmaffeveowalter Dr. Perlen bei der Steuerbehörde das Ersuchen um Abschreibung der Kövperschaftsstcuer, da durch die Konkurseröffnung die Gesellschaft aufgelöst worden sei und keinerlei Evwerbstätigkert jbec Gesellschaft mehr stattgefunden habe. Die Steueradmimstration gab dem Ansuchen um Abschreibung der Steuer keine Folge »md die FiuanSkandesdirektion wies den dagegen ergriffenen Rekurs des Maflevertoalters ab, Werl durch den Konkurs die rechtliche Existenz der Gesellschaft nicht beendet werde, diese vielmehr bis zu ihrer allfälligen d e f i n icki v e n Auflösung, also b i s zur Löschung im Handelsregister fortdauere. Durch die Konkurseröffnung erlösche daher die Steuerpflicht nicht. Gegen diese Entscheidung brachte der Massevevivalter die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ein, in welcher geltend gemacht wurde, das Löschen einer Aktiengesellschaft sei vollständig unabhängig von der Löschung der Firma im Handelsregister. Wäre die Ansicht der Finanzlandesdirektion richtig, so!tväre ^s dem Masseverwalter unmöglich gemacht, einen Vertetlungsentwurf nach der Konkursordnung fertigzustellen. Der Vevwaltungsgerichtshof (Vorsitzender Präsident Dr. Schuster) wies die Beschwerde als unbegründet ab, weil die Eröffnung des Konkurses über eine Aktiengesellschaft für sich allem das Aufhören der besonderer: Evwerbstsuer, jetzt Körperfchaftssteuer, nicht zur Folge Habe. Zu wenig Grundbuchsrichter. Im Parlament sprach gestern eine Abordnung, bestehend ans den Herren Genevalrat Schwarz (Erste österreichische Sparkasse), Dr. Wolf (Niederösterreichischer Gewerbeverein und Schutzverband dex Grundbuchs! nie ressen te n), Dr. Hlozanek (Notariatskammer), VizeprWdeut Dr. Kantor (Advokatenkammer) und Direktor Dr. Schwarz (Zeniralfparkaffe der Gememde Men) vor, um die Wünsche der Kaüf.mannschaft nach rasche st er Wiederherstellung des vernichteten Grundbuches vorzutrageu. Es wurde Klage darüber geführt, daß die Justizbehörde nur zehn Grundbuchsrichter rnii der Wiederherstellung des veririchteten Grundbuches betraut habe, die zur Bewältigung dieser ungeheuren Ausgabe sieben Jahr« brauchen würden. Bei Indienststellung von 225 Referenten würde 'der gewünschte Arbeitserfolg in hundert Arbeitstagen erzielt werden können. Diese Referenten müßten für das Richteramt, die Rechtsanwaltschaft oder das Notariat geprüft und in einen: Spczialkurse über Grundbuchs« angelegenheiten herangebildet werden. Für d>ie Wiederhechellungsarbeiien soll ein eigenes Gebäude bereitgestellt und für di« Veruau-tbaruugen ein eigenes Publikationsorgan herausgegeben werden. (2. Fortsetzung.) ratin erster rosftag. Ans den Jngenderinnerungen des alten Professors, Von ftlnjamlBi Segel, „Nimm pich m üM, Kleiner, morgen wirst du vs bereuen. Daun, kommt die Mutter und bittet dich, nur ein Butterbrot zu essen, ein ganz kleines Stück. Butterbrot, mit Käse oder auch ohne Käse. Du widerstehst nicht; weißt du, was es heißt, den ganzen Tag zu fasten, für einen so kleinen Jungen?" „Ich bin kein kleiner Junge, und im. künftigen Fahre werde ich ja verpflichtet sein „Ganz recht, aber morgen bist du noch: nicht verpflichtet, und üvenn du so gegen ztvei Uhr kräftigen Appetit bekommst und dije Mutter fühlt es und/ bittet dich . . . Du wirst nicht ivjjderstehen, und dich mit Freuden erweichen kaffen." „Nein, das tu ,ich nichts ganz »gewiß nicht. Ich faste den ganzen Tag," rief ich» trotzig. „Sag'- doch wenigstens,Beli S-eder',"*) fiel! mein Vater ein. „Sonst gilt es ja fast wie ein richtiges Gelübde, und du mußt es einhalten, auch wenn du schwach wirst!." „Ich lverde nicht schwach, ich bin ja kein Kind. Obwohl ich nicht verpflichtet bin, werde ich bis zu Ende! fasten. MH werde x\M) nicht Überreden lassen," sprach ich' mit steig^wdem Eifer. „Ich tue «inen Neder." Das Wort war gefallen. Eine Stille entstjand. Es war ein leichtsinniges Wort. Mein Vater und mein Zehrer schüttelten mWMgend die Köpfe. Mit einem Neder war nicht zu spassen, obgleich ich noch ein kleiner Junge war. ) „Voll Neder' ohne Gelübde. Diese Formel verhindert, igift das ausgesprochene Wort als Ge>lübde gelte und verbin-de-nbe - Mf-t Hobe. Ein Neder mußte unbedingt gehalten werden, kostete es, was es wollte. Wenn einem Erwachsenen in der Hitze oder im Kirn ein Gelübde entschlüpfte, rrnd er es später bereute und rückgängig machen WoMe, gab es einen ordentlichen Prozeß mit einem Verhör vor einem regelrechten Gerichtshof; es wurde untersucht, ob neue, unvorhergesehene Um- Wnde eingetreten wären, die eine Lösung des Gelübdes rechtfertigten. Bor Rosch Häschanah und Jom Kippur saßen die ältesten und angesehensten Gemeindemitglieder in Gruppen zu je drei Und diä anderen kamen herbei und baten demüttg um Lösung der Gelübde und Bindungen, die sie im Verlaufe des Jahres unachtsam ettM auf sich! genommen haben und nicht erfüllt hatten, weil sie ihrem Gedächtnis entschwmwen waren. Sonst gab es für sie keine SündenverzeihuNg, auch Wenn die Sache keinen Menschen in der Welt etwas anging. So jung und dumm ich war, wußte ich doch ganz genau, daß es eine ernste Sache tvärsnm einen Neder. Im vorigen Jahr hatte ich' bei mir im Herzen einen Nedör getan, beim SchteibeU drei Tinte meines Freundes und Sitznachbärs Schalom, mit dem' ich mich verzankt hatte, solange nicht zu benützen, bis er mich um Verzeihnng bitten würde. Ich hielt Wort und trotzt« allen Verlockungen der schönen roten Tinte, obgleich keine Seele eine jMhnnng davon hatte. 'Auch jetzt wurde mir ein wenig bange zu Mute. Mer das Wort war gesprochen, und Äh nahm mir mNtig vor, es getreulich z!u halten. Der Sabbatausgang verlief bei gedämpfter Stimmung. Sonst erstrahlte zu dieser Stunde das ganze Hans in hellem Licht, man rüstete zum Geleitemahl. Jetzt erschollen keine Gesänge, ein paar Kerzen brannten trübselig im „Cheder^' und verbreiteten einen düsteren Schein, d«n der schwarze Vorhang vor der heiligen Lade noch erhöhte. Strohmatten wurden über den Boden gebreitet und die Bänke umgeftülpt, damit die Versammelten sich zur Erde tefcen konnten, um dH, Magelicher-dtzs vorzutragen. Diese beklomnrene Stimmung hinderte uns Knaben nicht, allerlei Unfug zu treiben. Wir versammelten uns in einer Ecke und beratschlagtm tuschelnd über einen iAusflug in die benachbarter» Gärten, Um uns mit Distelköpfen zu versehen, die heute eilte übermütige Verwendung ffstden sollten. Es bestand nämlich eine alte Unsitte, die den Knaben am neunten,Ab erlaubte, sich mitz Distelköpfen zu bewaffnen, die sie während des Vortrages der Traucrlieder aus den Taschen zogen, um sie den Erlvachsenen in die Bärte oder Schläfenlocken zu schleudern. Die Mten brummten über diese dreiste Störung des Gottesdienstes, schalten die kleinen Missetäter aus, taten dies aber nur mit halbem Munde. In den Tadel mischte sich ein gewisses beftiedigtes Schmunzeln. Es war eben ein überkommener alter Brauch, den man zu respektieren hatte; in ihrer Knabenzeit hätten sie es ja selber nicht anders getrieben. Auch wir gedachten heute, von unserem Vorrecht ausgiebigen Gebrauch zu machen. Mein Vater war jedoch anderer Meinung. „Paßt mal auf, ihr dummen Jungen," rief er zu uns herüber, „ich> ahrre, was ihr im SchWe führt. Wenn ich bei einem von euchl einen Distelkopf erwische, kriegt er auf der Stelle eine Tracht Prügel, daß ihm Hören und Sehen vergeht." „Wh, die Knaben möchten ihrer» MutwiNen treibe^" bemerkte Jankel, der Fuhrmann, nachsichtig. Er hatte eine heilige Scheu vor allem, was Sitte und Brauch war, uwd ahnt« darin einen tieferen Sinn, den sein« Einfalt sich nicht vermaß, ergründen zu wofleiu. „Ueberall, wohin G herumgekomwen bin, machen es d-e Krychen auch fo. Zuweilen beteiligen sich sogär die Erwachsenen dachn. „In mehtyn.HW^MI,^ «MM rnM VAter kürz. „Wo ntäg diese Unsitte herrühren,^ ftaK W-c, der MvNkr. lLrueffchnng Mgth