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Wiener Morgenzeitung · 1927-08-30 · Heft 3053 (30.8.1927) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3053 (30.8.1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr,SV88 Men, MenStag Wiener Mvrgenzettnng HO. August T&27 VMk t lÜJOISCHES LEBEN | a , Sott der Mischen Wanderung. Die Wirksamkeit der Berliner Hauptstclle für jüdische Wanderfürsorge. Die Haupt stelle für jüdische Wanderfürsorge in Berlin, die am 1. April 1025 ihre Tätigkeit ausgenommen hat, gab in ihrem ersten RechenschaftAberrcht Anskunft über die Rich tl i n i e n, nach welchen dieses moderne Fürsorgern sti tut seine schwere Aufgabe zu erfüllen trachtet. Grundprinzip ist, daß bei allen Durchwaudcrern nichtdeutscher Staatsangehörigkeit eure Beförderurrg nur dann in Frage kommt, ivenn sie sich n a ch w e i sba r a u f eine A r b e i t s st ä t t e b e g e b e n oder zur Erledigmrg von Paßangelegenheiten zu ihrem z u st ä n d i g e »» Konsulate reisen. In alleil anderen Fällen mutz den Petenten die Rückkehr in ihre Heimat nahegelegt werden und man ermöglicht sie ihnen, indem man sic bis Mir Landesgrense schafft... Die Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge beschränkt sich natürlich nicht auf diese Jnstradiernngen. Sie hat stets die Möglichkeit der Produktivierung der jüdischen Wanderer im Auge und hat zu diesem Zwecke dem Arber t s n a ch w e i s w e s e n sich ganz besonders gewidmet. Es besteht bereits eine vereinigte Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise, die -bemüht' ist, eine Reorganisation und B c l e ü u u o der jüdischen A rb e i t s n a chw e i s b e tv e g u n g in Dentschland durchzuführen., Das Problem der A r b e ii s st ä t t e ' und Arbeit erkolonie konnte bisher leider nur theoretisch behandelt werden. Aber die bedeutendsten Fachleute haben mitgearbeitct, und es liegen ernste Exposes vor. Material zur Gründung einer jüdischen Arbeitcrkolonie ist in dem soeben erschienenen erstell Heft der „M i tt e i lu n g e »»" der Hauptstellc enthalten. Das Problem der Herauziehu »» g ö f f e u t - lich er Mittel kommt bei der Neuorganisation der Wanderfürsorge sehr in.Betracht. Das Ziel, welches die angegliederten P r o v i n z i a l k a s s e »» verfolgen, ist, die Abfertigung der Wanderer m ö g l ich st i it ih rer H and zu behalten und mit den städtischen Behörden blotz ewe Abrechnung der Ausgaben vorzrmehme»». Der Bericht gibt ferner Auskunft über das eingeführte Meldes y st e m unter Benützung der Wanderkarte sowie über die Anlegung von War n u n g s liste n, die »»icht den-Zweck verfolgen, die darauf Vermerkte»» von jeglicher Fürsorge' aüsguschlietzen, .sondem die ei»»Ael»ren Kassen zur Vorsicht und UeberprüflNlg der Fälle anzuhalten. Von besonderem Interesse sind die st a t i ft i s ch e n U e b e r s. i ch t e n,.- welche über Umfang, Gliederung, Gründe und Kosten der jüdifcheil Wanderung, soweit sie Deutschland 'Betreffen, Auskunft geben. Wenn .mail erfährt,-daß im zweiten Halbjahre 1925 dieses neue Institut für Wanderfürsorge mit 6933 Fällen befaßt wurde und, rm Jahre 1926 mit 18.076 Fällen, wenn man die-Fußnoten nicht übersieht, die aufmerksam machen, daß bezüglich einzelner Provinzialkaffen r»ur T e i l b e r i ch t e verarbeitet werden konnten, so erhält man Einblick in den Umfang der. jüdischen Wandernot, zumal' doch erwogen werden mutz, daß nurein Prozentsatz der Bedürftigen dieses Wanderfürforgeamt, in - Anspruch nimmt. ' * Wir erhalten folgende Zuschrift: Herr Rabbiner Bela Fischer hat mit seiner Notiz überjüdische. Wmrderfürsorge in der Nummer Ihres geschätzten Blattes vom 21. August 1927 zweifellos ein Problem zur Diskussion gestellt, das allseitige Beachtung verdient. Aus der Formulierung der Ausführungen des Herrn Fischer köimte aber leicht die Vermutung entstehen, daß die jüdische Wohlfahrtspflege in Deutschland an dieser Frage achtlos vorübergeht. Dies trifft aber nicht zu, 'denn gerade die. jüdische Wanderfirvsorge in Deutschland ist sehr gut organisiert, und das Problem einer produktiven Fürsorge fiir die jüdischen Wanderer wird sowohl von der Unterzeichneten Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge wie auch von den einzelnen Grotzgemeinden mit größtem Interesse verhandelt. Richtig ist, daß es in Oesterreich an einer Organisation für die Wanderfürsorge fehlt, was zur Folge hat, daß die Wanderer, die aus Deutschland »»ach Oesterreich, bzw. über Oesterreich reisen, an der deutschen Grenze hilflos bleiben. Um dies zu verhindern, ist bereits auf Grund der Initiative der Hauptstelle für jüdische Wmrderfürsorge vom Verband bayrischer israelitischer Gemeinden eine Hilfsstelle in Passau errichtet, die den Wanderern nach Linz, also zur nächsten jüdischen -> Gemeinde, tveiterhilft. Die Verhandlungen mit der Gemeinde Wien über einen, ähnlichen Ausbau der Wanderfürsorge in Oesterreich unter engster Zusammenarbeit mit der Wanderfürsorge in Deutschland sind seit längereL Zeit im.Zuge und dürften schon in den nächsten Dagen zur mündlichen Besprechung führen. Für die Hauptstelle für jüdische Waudersürsorge Berlin S. Adler-Rudel. Julius Rysenwalü 65 Jyhre alt. Der bekannte amevikauischtüdische Philanthrop Julius Rosenwald, der als der reichste Jude der Welt gilt, beging in diesen Tagen seine»» 6V. Geburtstag und erhielt bei d-iesim Aullatz Glückwünsche aus mehreren Ländern. Julius Rosenwald ist in Spriugsield 'geboren. In den Jahren 1920 und 1921 führte Raienwald neben Herbert C. . H-oover d'.e große Ki nd e rh»l f sa k ti o n durch. Die Zuwendungen' Rosenwalds für charitative Zwecke gehen in die Millionen. 1916 spendete er eine Million Dollar für die Opfer der Kr'.egsnot in Osteuropa, 1925 gab er eine Million Dollar für die United Jewrsh Campcn'gn >des Joint Distribution Committee. Die in den Vereinigten .Staaten bestehenden soziale»» jüdischen Institutionen wurde»» von Rosemva>l.d oft mit großen Schenkungen bedacht. Er ist ' Chrenprästdeirt des jüdischen Wohlfahrtszentmms in Chicago, Ehre »»Präsident der amerikanischen Gesellschaft für Sozialhygiene, Vizepräsident des Chicagder Hpbräischen Instituts, der Union amerikanisch-jüdischer Kongregationen und des American Jewish Committee. gm Sttober Eröffnung der Mendele-Mnfeum». Aus Moskau meldet I. - T. Ai.: Die Eröffnung des nach dem Klassiker der jiddischen Literatur, .Mendele Mochor Sfgrim, benannten jüdischen historischen und Kulturmufiums wird im Verlauf der RevolirtilMsfeiern im Oktober d. I. statt-- finden. Das Museumskomitee hat eine ^Exkursion «ach mc(j* reren Städten und Städtchen iin der»! Provinzen Wolhynien und Pcdvlien unteriwmmen und 130 Wertvolle historische Objekte für das Mettdele-Museuin gesammelt. Nene Lpern. Die jetzt beginnende Spielzeit bringt eine große Anzahl neuer ^rrmsikcrlischcc .Bühnenwerke.. Eugen d' A l ü e r t hat eine neue große Oper „Die schwarze Orchidee" soeben vollendet, die. einer» außerordentlich originellen, in der Gegenlvart spielenden Stoff behandelt. Von Franco Alfa n o erscheint der reizende Operneinakter „Madonna Jmperia" zunächst ii» Wien und. Wiesbaden. Mario Ca fielnouvo-Tcdescos Oper „Mandragora" wird vorbereitet, Die jüi».gftc Schöpfung von Los Ia»» ace k, dein erfolgreiche!» Autor der „Jenufa", „Die Sache-,Makropulo§", wird in der B e rlin e r Staatsoper aufgcführ^.' Eil» neuer Name aus der , Opernbühne . ist Ignaz Lilieni Seii»e Oper „Beatrijs", nach einen» flämischen Lcvgendenispiel,. behandelt einen. Stofs, der mit Vollmöllers. ,,Mirakel" verwandt, ist. Die Uraufführung dieses Werkes, findet in Brüssel statt. Von Frm»cesco Mal»Piero, lverden drei Werke aufgeführt: „Der schlaue Harlekin", „Philomela und ihr Narr" und „Merlino, Meister, der Orgeln". Auch E. N. v..N eznicek wird mit einer neuen Oper „Satuala", der. ein moderner..indianischer Stoff von - Rolf Lanckner zugrunde liegt, am Leipziger Neuei» Theater erstmalig aufgeführt. Von Kurt W eill, der oben erst mit seinem Songfpiel „Mahago»»ny" beim Mufikfest in Baden- Baden großen Erfolg hatte, liegt ein »»euer Opcrnei»»akter, ' Text vor» Georg Kaiser, vor: „Der Zar läßt sich. Die Oper „Sva»»da, d^r Dudelsackpfeifer" des jun-' gen tschechischen Komporliste»'» Jaromir Weinberger, die i>» Prag starke»» Erfolg hatte, wird zurzeit von Max B r o d für die deutsche Bühne bearbeitet.. Egon W e ll e s z. hat ein Singspiel „Scherz, List^ünd. Rache", nach Goethe, vollendet, das, in Stuttgart hcrauskoinmen wird. 1 Theater des Grauens. Der Saisonschluß in. Thorn. Aus Warschau wird gemeldet: Sonntag kam es bei der Schlußvorstellung' der Sommerspielzeit im Stadt- - thcater in Thorn zu einer furchtbaren Panik. Der Schauspieler P i s a r s z k i brach im letzte»» Akt bcivußtlos zusammen, so daß die Vorstellung unterbrochen tverden mußte. Der Dheaterarzt konstatierte de»» Eintritt des Todes durch Herzschlag. Als sein Freund Leosanski. vor die Rampe trat, um das traurige. Ereignis mitzuteilen, bekam er plötzlich eine»» Tobsuchtsanfall, zog einen Revolver und gab fünf Schüsse ins Publikum ab. Gleich darauf ra»»ute der Schauspieler Popovics blutüberströrnt-vom Theater auf die Straße und stürzte si ch i n d i e W e i ch s el. Die Rettungsversuche tvaren erfolglos. Airs deu Theateru. D.eul s ch«s Bolkstheater. Donnerstag gelangt das Schauspiel ,De r Pfarrer von Mail» z" von Wilhelm Schmidtbonil zur Uraufführung. Mit dieser Vorstellung wird d'.e Herbstspielzeit eröffnet. Für Freitag ist das Lustspiel „Der Garten Eden", für. Samstag die Detektiv ko niödie „Der Hexer" angesetzt. I oha nn-Strau tz «Theater. Smmtag geht als erste Nachrniitagsvorstellung die Revuoaperette „D 4 e Lady vorn Lido" in Szene. Theater in der I o s e f st a d t. Freitag, werden die Vorsbelluiigeu des Scha»t^P'.els „Peripherie" vou Frantisek Langer wieder ausgenominen. Richard Mayr Ehrenmitglied des „Mozarteums". Aus Salzburg »vtrd berichtet: Die ' internationale Stiftung' .Mozarteum" hat dem Kammersänger Richard Mayr, der dem Institut seit -vielen Jahren in uneigennützigster Weise seine - künstlerische Unterstützung hat angedeihen lassen, zum 25jährigen Bühnenjubiläum an der Wiener Oper vie Ehren- Mitgliedschaft - verliehen. "Ein Columbus-Draina von Paul Claudel. Der französische Dichter Paul Claudel, Autor der auch in Wen gespielten „Verkündigung", bereitet ein Bühneruverk über Christoph Collumbus vor. Die deutsche Uraufführung soll i»n Berliner , Deutschen Theater statifinden. Gerichtssaal. Ser Prozeß gegen Lecian. Der schweigende Wgeklagte. Aus O l m ü tz wird uns berichtet: Martin Lecian, der Jahre hindurch die derschmdensten mährischen Gegenden durch seine Raub- und Mordtaten unsicher machte, hat sich sitzt vor dem Olmützer Divistonsgericht wegen einiger Morde, 72 Diebstählen und öffentlicher Gewalttätigkeit, Desertion und boshafter Sachbeschädigung zu veranttvorten. Eine Verbrecherlaufbahn größten Stils scheint ihr Ende gesunden zu haben, denn zuveifache Todesstrafe erwartet den „schweren" Burschen. Einmal vom Staytsamvalt beantragt und ein zwcitesmal durch die schlvere Tuberkulose, die ihre Todesmale in das Antlitz des erst 28jährigen Verbrechers eingebrannt hat. Stundenlang dauerte die Verlesung des Sündenregisters Martin Lecians, der immer, wenn die Gendarmerie ihn bei einem Einbruch ertappte, die Hand auf den gespannten Hahn seines Revolvers hielt. Nur allzuleicht gingen die Schüsse los und mehrere Gendarmen mußten ihre.Pflichterfüllung mit dem Leben büßen. Nach einem großen Einbruch in bcr Kasse einer Papierfabrik in der Nähe von Okrisko, bei der er 70.000 tschechische Kronen erbeutete^ ereilte Lecian in Oderberg sein Schicksal. In' Begleitung seines Komplizen Emanuel D e d e k würde er in einern Gasthaus bei einer Razzia erkannt und verhaftet, ehe er noch seinen schußbericiten Ndvolver in Anschlag bringen konnte. Wahrend der Berlesun-g der Anklageschrift hatte Lecian wiederholt Hustenanfälle. Er hat sich zu seiner Verant-. Wortung die Taktik-des Schweigens zurechtgelegt., Auf alle Vorhalte des Vorsitzenden sagt er stereotyp, er könne sich an »richts erinnern oder gibt überhaupt keine Antwort. Als ihm sein Verteidiger Dr. Srot die Nachteile dieser Vcrantwortungsmethode : erklärte und ihn fragte, ob er seine Tat bereue, sagte Lecian leise: I a. Auf eine Frage des Vorsitzenden, ob, er den Wächter eines Grfängnisscs mit Kobbensch lägen betäubt habe, antwortete Lecian mit eisiger Ruhe: Das muß doch e r wissen. Der, Vorsitzende verlas sodann einen Brief Lecians an Mei Gefängniswärter, in denen diesen mit dem,. Tod gedroht wird. Auf alle Fragen antwortet Lecian: Ich kann mich nicht erinnern. Vermutlich verfolgt er die Absicht, mit seinem Verhalten eine n e u e r l 'i ch e P s y ch » a t r i er u!N-g zu erreichen. Die Einvernahme des Angeklagten schloß nachmittags. Die Verhandlung wurde bieraus auf Dienstag früh vertagt. Unglaublicher Roheitsexzeß eines Schaffners. Eine unangenehme Wendung für einen Straßenbcchnfchaffner nahm gestern beim Strafbezirksgericht I eine Verhandlung, in welcher der Photograph Fritz H r a b wegen Am tsch renbeleid i gung an geklagt war. Nach Inhalt einer vom Schaffner-Franz D o b u sch erstatteten Meldung soll der Beschuldigte kurz, nachdem er am Neuen Mavkt in die Straßenbahn eingestiagen war, den diensthabenden Anzeiger beschimpft und durch einen Stoß in die Brust, tätlich angegriffen halben. Der Beschuldigte erklärte •in einer Zuschrift an das Gericht, da!ß er sich keiner Schuld bewußt fühle.,Er sei mit einem Bekannten in die Elektrische eingestiegen und habe, eine witzige Bemerkung , über den - Donnerbrunnen, gemacht, die der- Schaffner - irrtümlich auf sich bezogen habe. Dobusch sei aus ihn zugekommen, habe ihn vom T r i t t b r e t t g e st o ß e n, fei ihm dann nachgelaufen und habe ihn auf der Straße m >i ß H a n d e l t., Der^ vom dem Bezirksrichter D-r,? I e l I i n e k als Zeuge vernommene Oberinspektor der Zentralspavkasse Franz Schade! bestätigte die Angaben. des Beschuldigten und erzählte, daß der Schafs»»er grund- - los auf Hrad mit beispielloser Roheit losgeschlagen habe. Der Schaffner habe ihm mindestens zchn Faustfchläge auf den Kopf und ins Gesichtversetz t. Der Mann habe sich gar nicht gewehrt, sondern sei vor dem Schaffner wie ein Soldat „Habt-, Acht" gestanden. Was der Mann immer verbrochen Habens inöge, dieses widerliches Vorgehen des Schaffners habe alles genügend gesühnt. Dieselben Angaben machte der nächste Zeuge Franz Stockinger, weshalb der staatsanwaltschaftliche Funktionär gegen den Schaffner, der es ' vorgezogen hatte, den Gtzrichtssaql zu meiden, die Anklage wegen P f l i ch t v e r l e tz u n g i m D i e n st e erhob, über , die demnächst verhandelt werden wird. ' Wie unmt die Einhaltung eines Re»»dezvous erzurirrgen kann. Karobine D. war vvr dom Bezirksgericht Fünfhaus ' (LGR. Dr. Rock) »vegen Ehre!»bejeidigui»g airgetlagt, lue.-l sie bei der Polizei, als sie den Verlust ihrer goldenen Armbaldduhr anzeigte, Mutmaßmlge»» gegen Fmnz H. geäußert hatte. Richter: Wie war d.e Sache? A»»getl.: Ich bin mit »neiner Schn>sster und drei Burschen spazieren gegangen. Ich war in He-rr»» Franz eingehänglt und er hat sich väbei mit meiner Armlra»»duhr gespielt. Bald darauf war:,die Uhr weg. Richter: Sie »varen mit ihm per Du? Haben Sie ifin denn schon so lange gekqilnt? Angokl.: O ja, acht, Tage. Richter: Das geht etlvas schnell. . Kläger: Bei der VevhaMung bin ich freigesprochen worden. Angekl.: Meir»er Schwester hat er auch die Uhr ' heru»»tevgenomme»», oh,»e -daß sie es bemerkt hat. Richter: - , Glauben Sie vielleicht, daß er sich einaeübt hat? Auge kl.: Gr; hat da»»n gesagt, er nimmt die Uhr meiner Schwe« . ster zum Pfand, daß sie bestimmt zum Rendezvous kommt. So haben wir kommen müssen und dann hat . er meiner Schwester die Uhr gegeben. LGR. Rock sprach Äe Belchuldigte frei »nit der Begründung, datz es jedermal»»», freiAhe, begründete Anzeigen zu machen und h-:ebe'. der Wahrheit entsprechende Berdachtsgründe vorzubringen.

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