Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-08-28 · Heft 3051 (28.8.1927) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3051 (28.8.1927)
Date
1927-08-28
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2982139--31115-3019401
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

«efte 8 iittt, Sonntag Wiener Morgenzeitung 28. August 1927 Ult. ÄMi mti> .-Schuhen )cniic Herrvn»- und Danrrnüväsche, Parfümericlvircn nsiv. usiv. — Nie uncfrcrFefytcitbe Kausgolcgenheit! — Jeder ‘.lut&c erhält, auch beim kleinstm Einkauf, ein praktrfche-Z Geckxenk! Besichtigen Sie dis neue Goschästspor-tal und die treu ■'‘crifricn, wirklich sehenswerten 26 Säpustnsrar! Las menschenfreffende Auto Line amerikanische Zeitschrift „The Journal of the Americain Med.-Msoc." hat eine Enquete über die Frage veranstaltet, wieviel Menschen alljährlich den tvilden Tieren und den Automobilen zum Opfer fallen. Für das Kulturinstrument „Automobil''^ ist das Ergebnis nicht sehr schmeichelhaft. Da es Ln Amerika offenbar keine menschenin erdenden Tiere inehr gibt, so hat man zum Vergleich mit den amerikanischen Bestien, den dlutomobilen, Britisch- Jndien herangezogen, tvo in den Dschungeln alljährlich vieleMenschen umkommen. Fm Jahre 1925 wurden in Britisch-Jndien 1974 Mmschen durch tvilde Tiere getötet gegen 2587 im Jahre 1924 und 3605 im Jahre 1923. An erster Stelle steht der Tiger, darur folgen die Leoparden, die Wölfe, Barett, Elefanten und Hyänen. Nicht in diese Statistik ausgenommen sind die Todesfälle durch Schlangenbiß, die sehr häufig sind, und nach dem Journal tvährend eines Jahrhunderts fast keine Zlbnahme erfahren haben: nämlich 19.398 im Jahre 1925 gegen 19.867 im Jahre 1824. Verheerender sind die Vertvüstnngen, die in zivilisierten Ländern alljährlich das Automobil unter den Menschen anrichtet. Das wird in dem erlvähnten Aufsatz durch folgende Ziffern bewiesen: Schätzt man die Bevölkerung von Britisch-Jndien mlf 320 Millionen, dann beläuft sich die Sterblichkeit durch tvilde Tiere und Schlangen mit 21.282 auf 66 zu Jahr und Million Einwohner. In einem Teil Nordamerikas, der nur 32 Millionen Einwohner zählt, wurden aber vom 3. Jänner bis 11. September 1926 allein 4162 Menschen durch das Automobil getötet, mithin entfallen auf eine Million Einwohner 130 Opfer. Auf das ganze Jahr berechnet, würden sich also 189 Todesopfer durch das Automobil ergeben, also die dreifache Zahl der ® durch will>e Tiere iu Britisch-Jndien herbeigeführten Todesfälle. Die Mehrzahl der durch das Automobil Getöteten sind Kinder. Das Journal stellt deshalb der Sterblichkeit durch Automobile (189 im Jahr) diejenige durch Kinderkrankheiten gegenüber: Diphtheritis 164, Keuchhusten 104, iMasern 90, Scharlach, 52, und bemerkt dazu, daß, auch durch solche Vergleiche noch nicht die ganze Gefährlichkeit des Automobils gebührend gebrandmarkt sei, weil in der obengenannten Verlustziffer ja woch nicht die vielen durch Automobrlunfälle hervorgernfenen Verletzungen enthalten seien, von denen auch noch ehre ganze Reihe den Tod zur Folge hat. . Nach einer von der Nationalen Automobil-Handelskammer veröffentlichten, StatWk sind in. den letzten acht Jahren in den Vereinigten/Staaten mehr Menschen durch Automobile getötet worden als amerikanische Solda ten im Weltkriege. Vom Jänner 1919 bis Dezember 1926 fielen 137.017 Personen AutomoLilünfällen zum Opfer, während die amerikanischen Verluste rm Weltkriege 120.050 betrugen. , Wien, 28. August. Veränderliches Wettzr« , •; Auch gestern war es ziemlich kühl. Aus zahlreichen Ortschaften Obersteierma^ks wird Schnee fall gemeldet. Die Voraussage kündigt veränderliches Wetter und zeitweise leichte Besserung an. Personalnachrrcht. . .Frau/Rudolfine Koch, eine in. weiten Kreisen wegen ihrer. ausgezeichneten Herzenseigenschaften geachtete Dame, Wre.nmitglied des Elterrrdereins „Pestalozzi", feiert heute ihren 60. Geburtstag. Sie ist die Mutter unseres Freundes Dr. Richard Koch. » Stechefall, Der Schwiegervater unseres, ehemaligen Redaktionskollegen Herrn Samuel Polak, Herr Philipp Salzmann, ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im 77. Lebensjahr gestorben. Das Leichenbegängnis findet heutig um y<t12 Uhr vom Zentralfriedhof (1. Tor) aus statt. Lerchenbegängnis. Vorgestern hat am neuen Friedhof das Leichenbegängnis des Herrn Anton Beck, Präsidenten des Bethausborstandes der Israelitischen Kultusaemeinde, stattgefunden. In der Zeremonienhalle hatten srch zahlreiche Freunde und verschiedene Abordnungen humanitärer Vereine eingefunden.. Der Vorstand der Kultusaemeinde war durch den Präsidenten Profi Dr. Pick und die Kultusvorsteher Kommerzialrat Max Markus, Wolf P a p p e n h e i m, Edmund H o f m a n n, Regierungsrat Amtsdirektor Guido Fuchsgelb vertreten. Nach den. Trauergesängen, die Herr Ooerkantor Fischer mit dem Tempelchor exekutierte, .hielt Rabbiner Dr. Grnnwald dem Verblichenen einen warmen Nachruf. Dann sprachen Präsident T-r. Alois Pick im Namen der Kultusgemieinde, Vizepräsident Dr. E. Münz für den Bethansvorstand, ferner Herr Hugo Weiner Irr die Vereinigung „Humanitas". '' Brudermord. Aus Salzburg wird gemeldet: In Argen hat gestern nachmittags der 25jähriqe Rudolf Weber seinen Bruder durch einen Stich i ns Herz getötet. Der Mörder wurde verhaftet. Eine aufgeklärte „Entführung". Das mhsteriöse Verschwinden des fünfjährigen Josef Ha mb erg er, der, wie berichtet, bei Tulln von einem Auto niedergestoßen und dann von dessen Insassen weggeftihrt wurde, ist ansgeklärt. Der Junge wurde von den Autolenkern in das Kl oste rnon vu rg e r Spital gebracht »wo er sich ohne ernstere Verletzungen befindet. In stedender Lauge mngstommeii. Die 37jährige Paula Markus» in Favoriten wohnhaft, fiel im orthopädischen' Spital in der Gasgasse, wo sie als . Bedienerin beschäftigt ist, in erneu Schacht voll siedender Lange. Sie erlag dxn erlittenen Brandwunden. Selbstmord eines Invaliden. . Der 50jährige Josef Tabo x, ein J>ntnTibe, bat 'ich in seiner Wohnung, Quatinp'latz, aus oioyer unöecauirter Uy^a^ß nttt einer Rebschnur erhängt. 'yxyoDOooooocoooooexiocxxxxoooaysoGooGO^ HAOMEN TREUHAND STELLE HAIFA HAIFA (Palästina) Briefadressc: P. O. B. 137. IntfecessentvaftmeAmun^ jeder Art. von Häusern, Pflanzungen, Kapitalien. Bei JTeuflnfa^en £Beratfung und auf Wunsch selbständige — Der Leiter, 3>w. £mst "Woifstietn, befindet sich während des Kongresses in Basel und steht zu mündlichen Rückspracheß am Tische der JVaomevi im Kongrengebäude zur Verfügung! Totschlag ttt Ottakring. Freitag nachts ist in Ottakring der 33jährige Drechflevgehilfe Karl D w o r a k durch einen Stich ins Herz getötet worden. Der Täter ist der Teichgräber Robert Bertazzo aus Padua, der aus Oesterreich abgeschafft ist und hier unter falschem Namen wohnte. Zwischen den beiden bestand seit langer Zeit ein gespanntes Verhältnis und schon vor 14 Tagen hat Bertazzo den Dworak im Streike mit dem Messer am Kopfe leicht verletzt. In der kritischen Nacht vergnügten sich die beiden Gegner in einer größeren Gefellschift in einem Cafe in der Wilhelminenftraße. Es. wurde viel getrunken, und nach der Sperrstunde verließen alle das Kaffeehaus. Auf der Straße griff d§r Italiener den Dworak plötzlich nach kurzem Wortwechsel an und sti e ß ihm das'Ta schen- Messer in die Brust. Dworak starb auf der Stelle. Er war verheiratet und Unterläßt ein Kind in zartem Alter. Der Täter, der geflüchtet war, wurde gestern nachmittags verhaftet. Kinderherberge Schloß MchekMnenHerg. Die künftige Bestimmung des von der Gemeinde Wien erworbenen Schlosses Wilhelminenberg ist die einer st ä b tia schon Kinderherb erge. Damit wird der Ersah für die' Kinderherberge „Am Tivoli" geschaffen. Die Kinderherberge Schloß Wilhelminenberg ivird ein Durchzugsheim bilden. Die Kinder verbleiben dort nur bis zur Zuweisung eines Dauerplatzes einige Woch°n, höchstens drei Monats. Die Adaptierungsarbeiten werden in wenigen Wochen vollendet sein. - Ile Klagemauer welut. .. Ans Jerusalem wird uns geschrieben: Als ein klassisches Beispiel, dafür, , wie Legenden entstehen und wie sie iit der modernen Zeit mißdeutet und', politisch ausgebeutet werden, sei die folgende Geschichte erzählt: Am verflossenen nationalen Tuanertag, dem 9. Ab, zur Zeit, als einige tausend Juden an der Klagemauer von Jerusalem versammelt waren und die Klagelieder sangen, bemerkte plötzlich einer der 'Awvesenden, 'daß 'aus den Ritzen der Mauer tropfenweise Wasser floß. Er machte die Umstehenden darauf aufmerksam; die. Klagegebete verstummten jäh und alles drängte ffich hin zu. jener.stelle, ioo die Wassertropfen wie Tränen Herabflossen. Blitzschnell verbreitete sich die Nachricht auch in der Stadt und es begann eine Wanderung zur 'Klagemauer, imd in der 'Stadt sagte es einer dem anderen, es fei ein Wunder geschahen: die Klagemauer weint. Zweifler meinten zunächst, daß böswillige Araber sich einen Scherz erlaubt und die Mauer n'?it Wasser übergossen hätten. Es wurde Polizei geholt, die jedoch trotz eifriger Nachforschungen nicht in der Lage war, 'sestzüftellen, 'daß fremde,Hand im Spiele sei. Anwesende christliche Gelehrte aus England gaben der Meinung Ausdruck, daß infolge der letzten Erdbeben eine Wasserader in der Mähe von Jerusalem sich den Weg bis unter die Mauer gebahnt hätte, wie ja nach großen'Erdbeben oft neue Wasserwege zu entstehen pflegen. Alle diese Versuche, die Erscheinung an der Klagemauer ans natürlichem 'Wege zu erklären, blieben jedoch auf die Massen ohne jede Wirkung, und selbst Menschen, die sonst gerne als Freidenker gelten wollen, wurden wankelmütig, weil die Wassertropfen sich gerade am Tischa-Beaw gezeigt haben. Die orthodoxen Gegner des Zionismus' nützen nun das Naturereignis für ihre Z'wecke aus, indem sie dem jungen Volke eine Strafpredigt hielten, des Inhaltes, daß selbst die Klagemauer noch weine über die Zerstörung von Jerusalem und daß die Geuläh, die Erlösung, noch nicht gekommen sei. Für alle Fälle wurde das ,-Wunder" protokollarisch sestgelegt und von tausenden Augenzeugen bestätigt. «ine krzlehungsanftalt für Mische Findellinder in Warschau. In Warschau sqnd dieser Tage die feierliche Gnmldsteinlegung für die von. der Stadtgemeinde zu errichtende Erziehungsanstalt für jüdische Findelkinder statt. An der Feier nahmen' Vertreter der staatlichen Behörde», der Stadtgemeinde sowie der jüdischen Gemeinde und Orgarrisationen teil. Ansprachen hielten Sejmdepntierter Elias Kirschbraun, Stadtpräsbdent Ing. S l o n i m s k i und .Vizepräsident Dr. B o g u e k i. Die neue Anstalt ist für die Ausnahme von 300 Kindern vorgesehen und erweiterungsfähig. Die Baukosten der dreistöckigen Anstalt, die nach den modernsten Methoden eingeriche: werde» 'oll, sind mit zwei Millionen Zloty veranschlagt. Die Baupläne ind ein Werk des Architekten Mauricy Grodzienski, der tto: einigen Wochen einen Selbsiiiwrd verübt hatte. Mit der Bauausführung wurde Architekt Stiefelmann, der Schöpfer des Mischen A'ademikecheims in Warschau, betraut. > Körperliche NeverlMe wirkt nicht nur unästhettsch, sondern behindert in dr Entfaltung der Energie und Geistesgegenwart. Es ist daher nicht zu verimrndern, daß den zahlreichen Angeboten von Entfettlingsmitteln regstes Interesse cut^cn gebracht wird. Unter diesen Mitteln rangiert eine brträüitftdjc Zahl, deren Anwendung direkt gesundheitssck:ädigcr. d ist. Es ist daher größte Vorsicht geboten. Ein gut b - nrteiltes Entfettungsmittel jtnb die bckinr!"n ^. ireldjiC nt .jeder Apotheke erhältlich sind. Tetcpston H^mttnrg—Buenos Aires. Aus Hamburg wird gemeldet: Hier . .r , : fprech'versnche mit Buenos Aires.statt, -"i Erfolg begleitet waren. Dte SePtembcr-Artiftcnvrü/ung in Verbinditrw. mit einem originellen Etniilgenvr.-- grarnm findet Samstag, den 3. September, um 3 Uyr nachinittags im Johann Strauß-Theater statt. E Wir geben hiernit bekannt, daß sich die Tochter Kirltusmies Herrn M. Scharfstcin, Frl. N.im Schars stein. Wien, 2. Bezirk, mit Horrn Salo Schürf, Konstanz am Boöensee, verlobt hat. E Entfettungskuren mit pflanzlichen Präparaten! Ein voll entsprechendes und äußerst -wirksames EntsetiruigSmittel sind die sehr gut beurteilten Fu ca bahnen, von denen man 4 De:a trt jeder Apotheke erhält. E Der Gutenberg-Verlag, Chrisbenfon L Co., Wien, 1., Strauchgaffe 1, bekannt durch leine populären, billigen Klasjiker- Mlsgaben, hat nun das Werbesystem eröffnet, durch das sich joder Abonnent die Prachtausgabe folgender Werke rollständ-ig kostenlos erwerben kann: Goethes Werke in 10 Leinenbündeii, Dickens Werke in 12 Leinenbänden (illustr.), Dumas Werke in 10 Leinenbänden (illustr.). Interessenten werden zur Besicht gnng der Bücher freundlichst cingeladen oder gebeten, ihre Adresse bekanntzugeben, worauf der Verlag sofort nnentgelllich Prospekte und Werbeschei-ne ein-sendet. E Mata-Hari im Mlm. Die schöne Holländerin, die »nt-.'r dem Namen Mata-Hari bis 1617 vierzehn Jahre lang mit ihren indischen Dempeltänzen und Klntisanenkilnstei, die Sensation der Hauptstädte aller Länder bildete, ersteht jetzt im Film zu neuem' Leben. Unter idem Titel „M a t a - H a r l — Die rote Tänzerin" bringt ab (Spieltermin und Name ihres Theaters) einen Friedrich-iFeher-Fi.i'.l der Nat-ional-Mlm Ä.-G. iy Umufführung. Die Hauptrollen werden von Mag da Sonja, Fritz Kortner, Matthäus Wiemann, Wolfgang Zitze r und Alexander Mnrfki (vom Hoftbeater in Sofia) igespielt. Die Regie führt Friedrich F e h e r. Herr I. Ochberg aas Südafrika, der vor 5 Jahren in der Ukraine 200 jüdische Waisenkinder, deren Eltern be4 den Pogromen umgokommen waren, fammebte, um sie nach Südafrika zu bringen, ist soeben mit den letzten dieser Kindergruppe nach Südafrika abgereift. Die ältesten' dieser Waiftn'kiuder, die - schon einzige Jahre in Südafrika weilen, sorgen ^beveits selbst für ihren Unterhalt. Las Erdbeben in PMstina. Aus Jerusalem -meldet die I. T. A.: Die Baubehörde ha-t, wie die Zeitung „Dawar" mibteÄt, Order gegeben, sämtliche Wiederaus-bauarbeiten an den - vom Erdbeben zerftorton Gebäuden der Wtftadt von'Jerusalem e i n z u - stellen. Die Baubehörde wünscht, daß hier keine Neubauten mehr aufgefühvt werden. Die Regierung wird den Eigentümern der Parzellen '.n der Altstadt Baugrund außerhalb der Stadtmauern von Jerusalem zur Verfügung stellen. Das Hauptbnreau der Pa'leftine Jewish Colonisation Association (P. I. C. A.) Har dem stellvertretenden Oberkomm'.ssär Ccllonel Symes eine von Herrn James >de Rothschild in Paris zugunsten der Opfer der Evdbebenkatastrophc überwiesene Summe von 500 agypt. Pfund übergeben. Der Amman-Korrespondent der arabischen Zeitung „Al Carmel" berichtet, daß in Trausjordanien eiugelaufene Fonds zur Unterstützung der Erdbebenopfer von Regierungsbeamten zu persönlichen Zwecken verwendet wurden. Einige Beamte hätten die Gelder zum Ankauf von Land, andere zu Ferie-nreisen vc-rwendot. Legat einer Christin {Sr jüdische zwecke. In Hüll (Eligland) wurde dieser Tage das Testament der jüngst verstorbenen Mrs. Mary Kennard, einer Nnitarierin, eröffnet, wobei es 'sich ergab, daß die Verstorbene für die Schulen und die Synagoge der jüdischeir Gemeinde ,in Hüll ein Legat von 600 Pfund Sterling vermachte. Mrs. Kennard begründet diese Dotation damit, daß sie die jüdische Religioir stets in ihr Herz geschlioffein. hatte, seit Jahrzehnten zu ten Förderern der jüdischen Talmud-Thoraschulen imb der Schüler derselben gehörte. Besonderes Interesse brachte He Verblichene den jüdischen .Volkseinrichtungen entgegen, und so pflegte 'sie alljährlich zur Zeit des Sukkoth'sesteS auf eigene ^Ci>ffcn eine Ueberwachllng der Laubhütten 51t besorgen, da die Sutkoth von chriffl ichem P öbe'l demo'liert und a u s g e p l ü n d e r t zu werden pflegten. An ihrein Leichenbegängnis gab fast die gesmnle jüdische Bevölkerung der Stadt ihrer christncheir Freu idin das Chrengeleite. Der Vertreter der jüdischen Minorität im ntey Stadtmt. Nach dev Verfassung des Beiruter Stadtrates bestehen die Mitglieder dieser Körperschaft zum Teil aus Gewählten und zum Teil aus ViMsten. welche' von einzelnen Körperschaften bzw. den religiösen Minderheiten in den Stadtrat entsender iverden. Wie rms nun aus J erusalem berichtet wird, wurde Herr Josef Farchi als j Vertreter der jüdischen Mindecheit in den Stadtrat von Beintt entsendet. 280 Mische Pogromwaisen nach MSasrika gebracht. ■yxxx

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.