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Wiener Morgenzeitung · 1927-08-25 · Heft 3048 (25.8.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3048 (25.8.1927)
Date
1927-08-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeitung 25. August 1927 Sette b "fit. iK)46' JÜDISCHES LEBEN s Ser XV. zioWenkongreb. Bortonterenaen. Die Herren Oberrabbiner Dr. LhajeS, Louis Lipsky und De. Schmarja Levin haben für Montag, den 29. August, mittags 1.2 Uhr, eine Delegiertenkonferenz der Ällgems'tnen Zionisten nach Bafel «inberufen. Am gleichen Tage, nachmittags 4 Uhr, findet in Bafel eine Fraktionssitzung des Linken Zentrums statt. Die gudttSumsfeler. Aus Bafel tvird uns berichtet: Eilte feierliche Versammlung zur Erinnerung an den ersten Zianistenkomgreß, der im Stadtkasijno zu Basel vor gen.au 36 Jahren eröffnet wurde, findet am 1. September vormittags im selben Hause statte Mehrere Teilnehmer des Gründungskongrssses werden Ansprachen halten und es gelangt ein interessantes EriirnerungSabzeichen zur Ausgabe. Me Daucrgastkarten haben für diese Veranstaltung keine WktigLit. Ae Mustersahuvgeu sSr die bayrischen gndeugemelnden. Der Verband der israelitischen Kultusgemeinden Bayerns hat nach langjtyierigen fruchtbaren Beratungen ein seit mehr als hundert Jahren vergeblich angestrebtes Werk vollendet. Er hat durch einstimmigen Beschluß feines RateS und BerfafjungS. ausschusseS die Mustersatzungen für die dem Verband angehörigen Gemeinden beschlossen. Die Gliederung der Gemeinden^ ihre Ausgaben, die Beziehungen zwischen Rabbiner und Gemeinden, Materien, die heiß umstritten waren, das Wahl.verfahren, Frianenwahlrecht und Mu-S lü n der wah lrecht Kurden durch freie jEntschlleßung Wer BeteiAgten geregelt. , Endlich... Eine Aufforderung an die offizielle Kirche, gegen die Schändungen jüdischer Friedhöfe einzuschreiten. Mir lesen in her Berliner Zeitschrift „Christliche Welt" (Nr. 12).s 1 „Unheimlich häufen sich die Nachrichten von Verwüstungen jüdischer Friedhöfe. . . . Es sind doch überall Christen, getaufte und konfirmierte, die so etwas tun, inö gen sie nun zum Glauben stehen, wke sie wolleir. Und insbesondere die deutschkirchlichen Kreise Hütten alle Ursache, dagegen aufzutreten. Vielleicht tun sie es. Woran uns liegt, wenn, wir hier davon reden: die offizielle Kirche in Presbyterien, Synoden und sonstigen Organen soll gegen -solchen lästerlichen Unfug laut tund vernehmlich fihre Stimme erheben." Längst hätte die gesittete ,Welt gegendiese Kulturschmach protestieren, längst hätten die Whrer der Katholiken und Prviestanten die Friedhosschänder laut und eindeuü^ verurteilen müssen. Auszeichnung e»nes jüdischen Studenten in Korvno. Der erste Absolvent des biologischen Instituts der litauischen Staatsuniversität ist der junge Jude Abraham Kiß. Er wurde wegen seiner Studienerfolae durch Verleihung der goldenen Medaille der Universitär ausgezeichnet. Die neuen Palästina-Post marken im Verkehr. Die ganze Seme der vor kurzem hcrgestellten neuen PalLsKna-Postmarken ist bereits im Verkehr; die alten Marken stnd mit Ausnahme lder lEllieme-Marken aus dem Verkehr gezogen worden. Me neu ausgegebenen 2-, 3- und lOMilllome-Postmarken tragen als Zeichnung das Rahel-Grab, die 4», 6-, 8- und 13-Millienre- Marken -derr Felsendom, die 5-, s- und 20-MÄkieme-Marken die Zitadelle, Re 56-, 66-, 166- und 200-M:llieme-Marken den Diberiassee. Sht. Wittketon (ßeiget ADVOKAT IN HAIFA, PALÄSTINA (früher Rechtsanwalt in Wien, I.» Helfersdorferstr. 5) hat sich in Haifa als Advokat niedergelassen Jtdvcsse: 3f€aAfn, &**!&ättma, &. C. Ä2. 454 Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische Jugendorganisation Prater, Jungstraße 8. Jene Mitglieder, die noch nach Basel fahren wollen, melden sich heute Donnerstag Ami sichen halb 10 und 10 Uhr km BeremslvLal. » . Dereinignng technischer SchrffffteNer. Vor Nutzem fand die gründende Versammlung oieftv Vereinigung statt, welche zunächst die technischen Schriftsteller des deutschen Sprachgebietes Ausammenfassen, das technische Schrifttuim und vor allem die technische Berichterstattung heben und beratend und fördernd au allen' genteinnütziaen technischliterarischen Arbeiten teilmÄrten will. Die Geschäftsstelle der Bereinigung befindet sich Men, 1. Bez., Urrwersitätslstraße 11. f e-brAischer Kindergarten Wien IX. Die Einschreibung en unter der bewährten Leitung Von Ruch Rückhaus stehenden hebräischen Kindergarten im 9. Bezirk sowie für den Hebräischkurs für Volrsschüler finden täglich von 11 vis 1 Uhr 9. Bes., Hahngasse 24, Tür 7, müt. Die Aufnahme bann nach Wahl für ganz-, oder halbtägige Bchchäftigungszeit erfolgen. Jüdischer Kindergarten, M. Bez., Othmargaffe 46. Die Einschreibungen finden am Donnerstag und Freitag von halb 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags statt. Ausgenommen werden Kinder im Alter von drei vis sechs alchren. JmpstzeugniS des Kindes ist mitzuvrmgen. Die erpflegung ist streng rituell. Regelmäßiger Unterrichtsbeginn am Montag, den 5. SePteinHer, um halb 9 Uhr Bühne md Kunst. „Hallo, hier Grünbaumtt. Ein neues Nevnethoater in Wivrr. Aus den Ruinen des. TheaterkrackF sprießt wieder, «Es Leben, In der jAnnagasse wird Montag/ in den Räumen - der ehemaligen Max und Moritz-Bühne, wv sich dann das Robert Stols-Theater etablierte, ein neues Theaterchen «vöffnet. Der treffliche Librettist und Kabarettiep Fritz G r ü nbaum figuriert als Direktor; er hat sich für die Amtsgeschäste seinen alten Mlatus Julius W ie 's Ne v auserwählt. Der Theätersaal wurde neu adaptiert und präsentiert sich bereits im Glanze der roten Draperien sowie Prunklichter überaus vornehm, Air der technischen lAusfikhrunA dev Bühne wird noch fieberhaft gearbeitet, was, aus der Nähe besehen, nicht sehr einladend erscheint. Biel anziehender wirken die ziemlich aus gezogenen Girls, die zwischendurch herumhopsen und sich mit ihren tadellosen. deinen wirklich sehen lassen können. Direktor Grünbaüm hielt gestern so eine Art Stegreif-Pressekonferenz, in der er die Erschienenen in unvvrbereiteter Rede ans die kommenden Darbiehrngen seiner Mhne vorbereitete. Das Programm heißt „Revue", die aber gemäß dem vorhandenen Milieu mehr intimen Cha-, rakter besitzen wird und ohne den dekorativen Glanz der' französischen Richtung dieses Genres gedacht ist. Dem Wort uNd dem Gesang soll ein größerer Raum gewährt irrenden. Unter den Akquisitionen figurieren drei Ungarn: H a l ma h, ein neu entdeckter Tanzkomiker, seine Partnerin Bera Mo lnar ans Berlin und der in Ungarn sehr bekannte Schriftsteller Bekeffy, dessen satyvvsche Szenen von geistsprühender melancholischer Philosophie durchsetzt sind. Maria Lay wird die wienerische Anmut in Sang, Tanz und Spiel verkörpern, Claive B auro ff die stilisierten Tänze, Grünbaum und sein Leibmusiker Richard Fall empfehlen sich für das Kabarett. Fritz Schvecker und Armin B-erg vervollständigen das Ensemble. Ms ReMeur fungiert Robert Nj äst Werg er, dev die Premierenrevue Hier Grünbaum!" inszeniert. Das Theater itt Craiova abgebrannt. Wie ans Bukarest gemeldet wird, hat eine Fouersbrunst das Nationaltheater in Craiova samt der Einrichtung und den De» Novationen vernichtet. Der Schaden wird ent? 50 MW» r^omen L^i geschätzt. Aus den Theatern. . T-heat-e-r in der JofeWadt. Heute 3 Wr „Die Kameliendame^ Mit Elena PvCewitzOa-j'm in der Titelrolle. ...... D eut sch es VD lkstheate-r. Das Gaftsprel des Berliner Theaters endet >äm 31. August. Die Herbstspleltzeft ivird am 1. September-mit der Uraufführung von Mt- Helm Schmrdrbouns Schauspiel „Der Pfarrer, von Mainz" eröffnet. Schntdtbomr hat sein Erscheieen zu dieser Aufführung in ÄNssicht gestellt. Der Salzburger Kritivevkorrgreß übertrug dem Pariser Kritikerverbano die.r Vorarbeiten Kr die Bildung eines internationalen Kritikerverbandes. Man beschloß, nur solche Schriftsteller in die KritlkerUerbände austzUnehine«, die in Zeitungen und Zeitschriften regelmäßig gegen Honorar referieren, Mer die nötigen Fachkenntnisse verfügen und sich als unabhängige, einwandfreie Vertreter ihres Berufes erwiesen haben. Raoul Auer'nheiMer hielt die Schlußrede und sagte n. a.r „Sie sind hier mit dem Salzburger Theater in nähere Verbindung getreten, das in gervissem Sinne das Theater Oesterreichs ist. Auf die Oertlichkeit bezogen, ist es eine Verbindung des volkstümlichen österreichischen Theaters mit jener Burgthvateridealität, die höfisch-gesellschaftlichen Ursprungs ist. Beides znsmnMengefaßt und gesteigert durch eine die Dichtrmg nachschaffende Phantasie unv einen unVorgleMicheN Geschmack, die Reinhardts^ Geheimnis sind. In diesem SaWurger Theater laufen die Vesten österreichischen künstlerischen Traditionen zusammen: MMozart und Grillparzer." — Der nächste Kongreß findet in London statt. Gechart HauptmannS „HaMlefi^Ansfafsung, Me Mr bereits gemeldet hüben, beschäftigt sich Gerhart Haupt- Mann nnt einer neuen Bearbeitung von Shakespeares „HaMket", die noch in diesem Winter zur Aufführung gelangen soll. Dem Vertreter einer Berliner KorMpondenz hat der Dichter ein Interview über seine Bearbeitung gemährt. Er habe sich streng aN die neueren Ergebnisse der „Hamlet"-Forschung gel-alten und sehe in dem Dänenprinzen das Haupr einer gegen das Königshaus gerichteten republikanischen Offiziersrevo kre. Im Sinne dieses Konfliktes habe er Hamlets Schicksal in den Mittelpunkt der Handlung gerückt. Dre erste Konzertreise des rnWchen StaatSchiors nach Westenropa. Der vertchmte russische Staatschor, der aus mehr als 100 Sängern und Sängerinnen besteht, «vird unter Leitung von Prof. Kltmoff, dem Direktor der Le- :ringrad«r Musikakademie, im nächsten Winter zum erstenuml seit seinem Bestehen in den westeuroMschen Ländern konzertieren Der Chor, frWrr unter dem Namen Kaiserliche Hoftiapelle bekannt, sicht auf eine fahrhiunderto- TxadWm MvÄS. Settchtssaal. Ne „rote Schönheit" unv ver galante BmUdirettor. In Kaschau steh: ein Prozeß hwvr, dessen SubstM fllnle KvmödieMchter ehestens verarbeiten bürsten. Der Herr Varckbircktor, ein bekannter Verehrer b^s schönen Geschlechts, erhielt ein buftendes Billett, in welchen: ihm die Frau eines kleinen Bankbeamten anvertraut, was sie «ihrem Manne miizuteilen nicht wage, nämlich, peinliche Spielverlustx erlitten zu haben. Die Unterzeichnete Lilly R. bat um ein Darlehen von 3000 tschechischen Kronen, versichert« 'ojett Bankdivekbor der üblichen „unbegrenzten" Dankbarkeit und sah postlagernder Antwort cirtgegon.- Es entwickelte sich eine «immer lebhafter, aber auch «intimer werdende Korrespondenz, ohne daß sich bis dphin die Korrespondierenden gesehen hätten. Der allmählich recht heiß g^vordeng Bankdireitor tub die Dame —• «dix so nebenbei in einem der Briefe bemerkt hatte, ein Maler ihabe sie gemalt unp das Bild habe unter dem/ -Titel ,^kvto Schönheit" großen Erfolg gehabt ,|iu einem sehr herzlich gehaltenen Schreiben ein, nicht Nur!tya$ Darlehen zu bestimmter Stunde bei ihin zu beheben, smrdern auch den Posten einer Privatsekvetärin bei ihm anzutretcu. - , * Statt der erwarteten roicn S h>'ürheit trat ein jnng!er Mann in das Bureau des Bankdireitor^ mit einenr Päckchen sorgfältig gebundener Briefe, eben jener Briese, die der Herr Bankdirektor an die rode Schönheit ,gerichtet hatte, und bot sie ihm gegen den Kaufschilling von 3000 Tschechenkronen an. Da der besuchende Herr Vevficherte, er habe die Absicht, die Photographien bewußter Briefe «in einer Zeitung An veröfssntlichen, aittschloß sich der Bankdirektor gum Ankauf. VerbiMsch lächelnd strich der junge He!rr das Geld ein und meinte: „Jetzt steht nichts im Wege, daß Sie die Dame kamen lernen." Sprach's, öffnete M Tüve und eine JÄnszigerin, recht robust «und alles eher denn anmutig, trat ein, allerdings mit roten Haaren auf dem Haupte. Da War nun der Bankdirektor so erbost, daß er von seinem Diener das Paar hinjauÄversen ließ und die Erpressungsanzcige ershatteie. Nun sieht die Stadt «K-aschch: in froher. Spamnmg der Gerichts-' Verhandlung entgegen. i i « 11 :h, „Servus Rvserl!" Ein eigenartiger Wahlschwiii.del kam vor dom «Bezirksrichter Dr. Appel ^Favoriten) zur Sprache. Am 24. Apr«i>!, am Tage der Nationalratswählen, erschien inr «WahlloLÄ «in der Hasenleiitengaffe unter anderen auch Frau G. Sie «legitimierte sich mit einem Trauungs-schein; da dieser aber einen anderen Vornamen aufwies, als die Frau angab, wurde sie sofort «beanständet und um Aufklärung ersucht. Frau G. Inen es aber nicht so weit «kommerr, sondern sioh unter Zurücklassung des Trauungsscheines. "Sie wurde;edoch ausgeforscht und vor das Bezirksgericht gestellt. Hier verantwortete sie sich «folgendermaßen: „Herr Richter, ich bin das unglückliche Opfer einer DoPPeHängeviu. Es ist sogar schon einmal vorgekommen, daß mein Mann mich mit dieser verwechselte und in der Tramway zu ihr gesagt hat: ,^Servus Rek.erL!" Erst als die Frau rvicht antwortete, hat er gemerkt, daß die Angesprochene nicht ich war, sondern eine mir äußerst ähnelnde Person." Der Richter hatte die ganze Wahlkommrssion, insgesamt fünf Zeugen, - mt Konfrontierung vorgeladen. Von diesen erklärten drei mit Bestimmtheit, in der Person «der Angeklagten die Frau, die am «Wahltage 'beanständet wurde, zu erkennen. Verteidiger: Der ganze große Apparat steht'doch gar nicht dafür. Man weiß ja genau, daß auch für Tote gewählt wurde, was ehemals gang und gäbe war. Der Richter «vertagte die Verhandümg M-r Herbeischaffung des Wahlaktes «ich Einsichtnahlme in den diesem beiliegenden Trauungsfchein. Wenn man sich an ehr Haus anlehnt. Wn alter Mann Mt zittrigen Bewegungen und langem, schlohweißem Bart erscheint «vor dem Richter. Es ist -der 72^'äh-rige ehemalige ' Mdvokatursbeamte Josef L. Während seiner langen Dienstzeit arbeitete er 20 J a h r e lang in ein >nnd derselben RechtsanwaLtsranAlsi. Gegenwärtig bezieht er von der. Aivwalts- Lrmmver eine .monatckrche Pemsihom« «von 74 Schilling. Eines Tages war L. in der Schwarzfpanierstraße dcchingetrottet, «indem er in der Hand einen Topf mit Gemüse trug. Der Greis hat eine Gönnerön in der Qiechtenstemstraße, die ihm e'-imcrl in dvr Woche ein Mttagessen gibt. Am kritischen Tage l-at er sich das Gemüse in einem Topf nachhause mitgenommen und sich dann auf dem Wege ermüdet an ein Haus gelehnt. PlElrch trat ein Wachmmrn auf ihn zu und verdächtigste ihn der Bettelei. Der alte Manm Mviet «in große Ausreg ung und fragte den Gicherheitsbeamteu, ob er ein ausgelernter Taschendieb sei. Da er sich gegen die Abführung mit aller Gewalt sträubte, wurde «gegen den 72jährigvn Mann sogar beim Landesgericht die Voruntersuchung.wegen Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit und Bettelei eingsleitet. Das. Verfahren wurde nach einiger Zeit eingestellt und -die Aipgelegonhert dem Bezirksgerichte wegen Uebertretung , der Amtsehrenbeleidigung und «der Bettelei überwiesen. Bore der Anklage wegen Bettelei wurde L. freigesprochen, doch wegen Uö8er-retuuV der AmtSeh renbeleidigung zu «fünf Schilling verurtei-ilt. Der Greis erklärte sich bereit, das Geld zu erlegen. Er kann nicht in jede Wurst Meinsehen. Sehr unappeittliche Ergebnisse lieferte ein« Kontrolle in der Restauration de? Gastwirtes S. in Favoriten. Die Marktorgane fanden vollkommen verschimmeltes Schweinefleisch und total verfaulte Würste. Nach Angabe des MarktkommissärS seien beide Lebensmittel zur Verarbeitung, bzw. zum Verschleiße bereitgelegt gewesen. Der airgeklagte Gastwirt verantwortete sich damit, er 'habe gewußt, daß das Fleisch verdorben war, und habe es deshalb in der Küche beiseite gelegt, damit es das Küchenmädchsn wegwerse. Dafür, daß das Mädcheir vergessen habe, körvne er nichts. Bezügkch .der beanständeten Würste .meinte er, 'er könne nicht in De «Wurst HineinfeHeu, ob siq gut oder schlecht sei. QGR. Dr. Appel hielt ihm entgegen, daß die Wursthaut bereits gvau gefärbt war, woran er die emgetretene Fäulnis unbedingt hätte erkennen müssen. Das Küchenmädchen, als iZeugin vinvevnommen, bestätigte, sie habe vevgeßeir, -aS verschimmelte Fleisch wogzuwerfen.. So sprach der Richter den Angeklagten wegen des elften Faktums .fick, wage« der Wüche verurwMe-er-LhL^M cknsr GMstrafe von * -k! 'mmbhmmhmmmJ i r; J 'l ---- '' ^*^-^^.3«j(|Ti||f j |

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