Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3047 (24.8.1927)
- Date
- 1927-08-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seit« S Men, Mittwoch Wiener Morgenzettmrg S4. «r. «D Sine jüdische Liste in Zagreb. Au§ Zagreb wird rms geschrieben.: Am 20. August bat hier eine imposante Versammlung der jüdischen Wählerschaft stattgefunden, welche die Aufstellung einer eigenen Lifte für die bevorstehenden Gemeinderatsivahlen beschloß. Spitzenkandidat ist der Präsident der Kultusgemeinde, Herr Dr. Hugo K o n, der in seiner Ansprache daraus hrnlvies, daß es der zionistischen Arbeit zu danken ist, ivenn die Juderrschast als vollwertiger politischer Faktor auftreten kann. — Die Juden hatten bisher im Gemeirrderat Kvei Sitze, und Zwar Dr. Kon und Dr. L^arko Horn. tk Stzser der ungarischen Ausweisunsspolttlk. Aus B u d a p e st wird uns berichtet: Infolge der bereits gemeldeten neuerlichen Mafsen-mrsweisungen von Juden auS Ungarn ist in den letzten Wochen eine große Airzahl jüdischer Familien heünatlos geworden, und sie. besinden sich in verschiedenen Städten des Auslandes in der verzweifeltsten Lage. Es handelt stch zumeist um Familien, deren Begründer vor Jahrzehnten aus Galizien und Rußland eingowandert tvaren, und die seither unbeanstmrdet in Ungarn lebten, Steuer bezahlten und auch chrer Militär- Pflicht entsprachen. Die meisten von ihnen beherrschen keine andere als die ungarische Sprache, haben keinerlei Beziehungen zu Galizien oder Rußland und mutzten ihren Haushalt und ihr« Geschäfte plötzlich unter großen Verlusten liquidieren und das Land verlassen. Viele dieser Opfer der magyarischen Rassenschützlerpolitrk sind in Berlin stecken gMieben und wandten fich dort an die jüdischen Organisationen um Intervention bei den ungarischen Behörden, damit ihnen die Rückkehr nach Ungarn gestccktet werde. Die jüdische Organisationen Berlins haben sich an die Dudapester jüdische Gemeinde und an die Landeskan^lei mit dem Ersuchen gewendet, sich dieser Heimatlosen, die eigentlich als Ungarn anzusehen sind, bei dm maßgebenden ungarischen Behörden anzunohmen. Obwohl die durch die grausame Ausweisungspolitick arg Betroffenm zum Teil« mit angesehenen, erbgesessenen jüdischen Familien verschwägert sind, besteht keine Hoffnung, die ungarische Regierung von ihrer bisherigen Ausweisungstaktrk aktzubringen. Es kann höchstens gelingen, durch Protektion und Hintertreppenpolitrk in einzelnen Fallen einen Erfolg zu erzislr«. Ant-ümiNsmss «Ater der wMM»«Mchen Fusesd. ErnMümbeiter der „Konmrunrstitscheskcha ^rattÄa" ftWde« in einem längeren ArtÄel das Leben der „PionLere^^ in der Moskauer Fabrik „Der rote Lieferant. Der AivtikelschLiber erklärt, daß das Leben in dieser Fabrik strlcherart sei, daß die idealistisch vevanlagten Kommunisten um den politischen Charakter der kommenden Generation schwer besorgt sein müssen. In dem Artikel wird auf Grund authentischer Daten fesstgesiellt, daß die komnrunistische Jugend von eünem abg.rnndti efen Antisemitismus erfüllt sei, wie er selbft zur Zftit des Zarismus mcht schlimmer 'gewesen sei. Bei den gemeinsamen Ausflügen in das Lager werden jüdische Genossen oder Genossinnen nicht geduldet oder so beschimpft und verfolgt^ daß ihnen Pas Verweilen im Lager verekelt wird. Ans der einen Seite, heißt es .in'dem Aufsatze, wird durch Resolutionen und Brandreden ein nationalpatriotischer Chanvinis<nus erzeugt, aus der anderen Seite verbringen die Müder ihre zarteste Jugend in einer geradezu verfaulten Atmosphäre imb weiden bnchftäblich zum Judenhaß erzogen. Diese jungen Menschen, die Pioniere des Kommunismus werden sollten, werden so Ein Mitarbeiter der „Mimunsstitscheskaja Prawda" schllder weißterrvriftischen Gegenrevolution erzogen, die mit derselben antisemitischen Taktik zu Pvgwmen hetzt, mit der dieser kommunistischen JugerLdie Meinung beigchracht wird, daß die Juden die Blutsauger des russischen Volkes seien.. Die Zentralregierung sei dieser Erscheinung gegenüber offenbar machtlos und läßt sie gedeihen, ohne zu bedenken, daß sie sich hierdurch di e BvEengräche.r de-r eigenen Macht züchtet. Em neuer jüdischer Friedhof in Leipzig. Die 2eüp^ ziger Kultusgemeinde schafft geaenwärtig eine neue Jriedhofsanlage im Norden der Stadt, die inÄesondere durch den sie begrenzenden monumentalen Bau bemerkenswert: sein rvird. Die Friedhosshalle wird nämlich durch eine gejwaltrge Kuppel gekrönt. Die Kuppelhalle hat eine Grundfläche von 18maU8 Metern, Wer der sich achteckig die Kuppet erhebt. Einschließlich des unteren Teiles der Halle beträgt die Höhle der Kuppel 21 Meter. Die Kuppel wird aus Eisenbeton hergefteM, und zwar nach einem neuen Verfahren, das bei der kürzlich vollendeten Planetanumskuppel in Mannheim zum ersten- 7nal in Deutschland angewendet wurde. Die ganze Frtedhofsanlage ist nach neuzeitlichen Grundsätzen durchgesiihrt und wird von der Fachpresse als vorbildlich bezeichnet. Palästinensische Mittelschüler auf Arbeit int Emlek. In den ersten Tagen des August hat sich eine Gruppe von 30 Schülern und Schülerinnen der oberen Klassen der hohexen Schulen in Palästina zur Arbeitsaufnahme während der Ferien in die landwirtschaftlichen Siedlungen des Emek Jefroel begeben. Die Schüler werden einen Monat lang in den Siedlungen Ein Charod, Tel Josef, Beth Alpha, Chefzibah, Gew-ah und Jindjar arbeiten. Eine andere Gruppe ninrmt die Arbeit in Nahalal und Da« ganiah A. auf. Es ist dies der erste organisierte Versuch, die lernende Jugend mit den Arbeitern und dem Leben der Arbeit in Verbindung zu bringen. Die jüdischen Handelskammerräte in Serajewo. Me uns aus Serajewo berichtet wird, wurden bei den vor einigen Tagen durchgesührten Wahlen in den Vorstand der Handelskammer unter anderen auch drei Juden gewählt, und zwar Dr. Bita Al e a l a y, Silvio A l e a I o b und Jejchuah Mr. Israel. In die Gewerbekammer wurden Awram Levi Sadic un>d AVrt D. K a j o n gewählt. Bühne und Kunst. Ae Wiener Ausstellung englischer Malerei. Der Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Lorrdonr Für die anfangs Septenrber beginnende GemäldeauSstellung in Wien haben englische Sainnrler eine stattliche Anzahl berühmter Bilder zur Verfügung gestellt. Davunter befinden sich sechs Reynolds, mehrere Romneys, femer Bilder von GaiilSbororrgH, Lawrence usw. Außerdem wird eine gute Anzahl von Bildern der englischen Präraffaeliteu, die in Mdteleuropa wenig bekannt sind, nach Wien gesandt werden. Lord BeauchampS wird mit seiner berühmten Sam!m>- lung von Miniaturen auf der Ausstellung vertreten sein. Die Bilder werden in besonders sicheren Eisenbahnwagen verfrachtet, in Lorrdon Von einenr Beamten versiegelt und erch wieder in Men geöffnet werden. Das kostbarste Bild dürste das Porträt beer Frau Davenport von Romueh sein, das seinerzett der Kunsthändler Duveen fitr den RekordpveiS von 1,218000 Mark erstand. Lemberger Lheaterbrief. (Die „Wilnner" in Leinberg., Di« ,Milnaer Truppe", auch jden Wienern in bester Erinnerung, ist nach mehrjährigem Aufenthalt i» RmnÄnen, wio sie gvoße künstlerische Erfolge hatte, wieder nach Lemberg gekommen. Leider nicht das ganze Ensemble: Die unvergeßliche LareS wurde vom unerbittlichen. Tode frühzeitig httSvoggerafft, einige Mitglieder des Ensembles haben sich von den Lockungen Amerikas verleiten lassen und Europa den Rücken gekehrt. Aber die besten, di« Stützen des Ensembles, {tob geblieben. Die schöne, zur vollen Knnstlerschaft gereifte Mirjam Orleska, der hochintelligent«, seelenvolle We i s l iz, der vielseitige Käme n, unter den jüngeren jüdischen Schauspielern wohl der talentvollste. Abraham Morewski, nicht nur bedeutender Schauspieler, sondern auch begabter Regisseur, äst zurückgekchrt. Das in Wien bekannte Ehepaar Nato.« ist in Rumänien zu den „Wilwaern" gestoßen und ihnen treu hiieher gefolgt wtie noch einige jüngere Koaste-, „Nun genug des Wanders," hat sich der nimmermüde, energische, seinem Ideal treu dienende Direktor Mazo gesagt. Lemberg, die Stadt, in welcher di« Wrlwaer so tMe Triumphe gefeiert haben, soll zum ständige« Siitz der „Wilnaer" werden, zur ständigen Arbeitsstätte, wo sie in rastlosem Streben zu äußerster WoMommenlMt der jüdischen Kunst dienen wollen. . # Zunächst galt es nun, das Ensemble zu ergäben, «kno moderne, auf der HKHe der Aufgabe stehende Regie zu sichern und das Repertoire cmHugpstaltru. Ein« unter den gegebenen BevlMnifsen schier unmöglich zu bewältigende Aufgabe. Was aber unmöglich schien, wurde in kurzer Zeit zur höchst erfteullMn Tatsache. Mazo hat sich mit dem auf dem Gebiete des jüdischen Schulwesens verdienstvollen Dr. Israel Münzer gsfundon. Diese zwei Mürmer haben &tt sehr kurzer Zeit Bedeutendes vollbracht. Zunächst wurde der hervorragendste jüdische Regstssenr David He r man gewonnen, idier erste, welcher (in eigener Fafstnrg) dar „Dybuk" auf die Bretter gebracht hat. Das Ensemble wurde durch junge Kräfte ergänzt^ Unter diesen besiüden sich eintze, die sich durch ihr hervorragendes Talent schon jetzt bemerkbar machen nnd für die Zukunft zu großen Erwartungen berechtigen^ So das überaus sympathische Fräulein Holze r/ ferner die Damen H. Lumenow und Frenkvw. Der Monat Juli.war dem Studium gewidmet. Die Rogi-ßvure Herman und Movewfki haben mit vollem Eifer gearbeitet, nicht minder die Künstlerschar. ttnd am 2. August wurde die Gakso« mit As chS ^Lwnd snvatum" (Regie Movewsitz eröffnet. Seitdem wird alüabendlich im Mwischen „Teatr Nowosci" gespielt. Bisher beherrschen „Palästina €4 Monatsschrift für die Entwicklung Palästinas Herausgeber: Zion. Landeskonrftee für Oesterreich Redaktion: Adolf Böhm X. Jahrgang Das einzige wissenschaftliche und objektive Organ für die Atifbauprobleme Erez Israels. — Authentische Berichte der offiziellen Institutionen in Erez Israel Rundschau: Politik. — Jewish Agency. — Landwirtschaft. — Geistiges Leben. — Arbeiterbewegung Nachrichten und Daten: Politik. — Oefientliche Verwaltung. — Außenhandel — Verkehr. — Wanderung. Landwirtschaft und Kolonisation. — Städte. — Kreditwesen. — Arbeiterschaft. — Bevölkerung. — Kulturelles Leben. — Sanität. — Ponds nnd Institutionen. — Bücher und Zeitschriften Abonnement: Oesterreich: Jährlich S 8 —, halbjährlich S 4*50. Au s lau 3: Jährlich S IO’—, halbjährlich 8 6 — Bestellungen: 1., 3f£&mtnewstvaße JJfr. ES Erfolgreichstes und billigstes Insertionsorgan 3ns iüdisdke Maus das jüdisdke Matt pa» Repertoire: Dy«o«s SiSOgsr s»tner Drausr^ mü> Pragers ^8srsUchu«A». Dymvws Bühnendichtung, dk bereits tu Rumänien snge wöhulichen Erßolg hatte, wurde «ach hier in der Bearbettung beS bekannte» Misch« DichttrS Starnberg aufgeführt. Das löbliche Strebe» der MÜnar» «qch dem abgetönten Ensimblespiel ist hier zur voKm Geltung gckomnrnr. Ts war eine Ensemble leistung im besten Sänne des Wortes. Doch müssen die Gestaljungen WeiSliz' und KamenS hervorychioben und die Damen Rata« und Orlestka sowie Harr besonders genannt werden. Preger, der ^Verfasser der Versuchung*', ist ein Reulmg auf der jüdischen Bühne. Der Stoff das Dramas ist einer Legende entnommen. Die Liebe der jmtgen, «äugigen Tochter eines allmächtigen polnischen Fürsten zu dem tvämmattschen, kunstsinnigen jungen Mischen Schmiderfohn überwindet alle Hindernisse. Dev Fürst willigt Endlich .in die Ehe ein, wenn der Jüngling die Taufe anznneh-men sich entschließt. Dawtid bleibt Jude — trotz Folterpein und trotzdem er Weiß, daß all« Juden des Städtchens der Rache des Mrstea —> dem Märtyrertod — verfallen werden. Die Fürstin bittet den Vater, sie Jüdin Werden mrd mit Dawid ziehen zu lassem Dadurch wird der Zorn das Fürsten noch heftiger entfacht. Die Tochter läßt er in den Turm sperren, sämtliche Juden des Städtchens auSvotten. Die Treue zu seinem Glau, ben büßt Dawid, indem er lebendig begraben wrrd. In diesem Moment aber Mrzt sich die Fürstentochtev vom Turm in die Tiefe. (Dieselbe Legende behandeü der bekannte Film „Jskor".) Der neue Autor vtzvrÄ in fefttem Stücke dramatische Gestaltungskraft. Der erste AÜ äst besonders gelungen. Der gerade-« vorzüglichen Exposition folgen aber drei viel schwächere Anflüge (Der vierte müßte gekürzt wlevdeu, was der dvamatischen Spam nung zugute käme.) Da kam aber das >hervorrageude Mgiebaleqt Dawid $^i>. manS dem Dichter zu Hilfe. Seine Leistung ist über alles Loij erhaben. Jede Einzelheit ist tief dirrchdacht, der Stil wird kom fequent gewahrt, die Massenszenen find außerordentlich geglückt, das Ensemble ist der Höchstleistung zugeführt. Die wunderschönen Bühnenbilder hat der Maler Balk Vorq städtischen Theater geschaffen, di« Enttoürse für die stilgerechten Kostüme der Maler Lille entworfen So kam eine Vorstellung von Wirklich eurvpäischem Niveau zustande, deren sich ein Renr-, Hardt wahrlich nicht zu schämen hatte. Besonders ettoähnektswert die Orleska (Fürstentochter), die enizückenL anssieht und herrlich spiell, die Holzer (Dawid, dev Schrreidersfohn) ihr würdiger Karttver. Käm e ns bedeutendes Talent bewährt sich neuerdings, Herr. Weisliz und Frau Rata« (Eltern Daioids), ershsver besonders erschütternd ttn Vien ten, letztere tief ergreifend ttn ersten AL, sowie H. Mvrewskt Wirst) müssen noch gesondert genannt werden. Me rnrderen Mit, wirkenden mögen sich diesmal mtt dem allgemeinen Lob begnügen. Irr der nLchsien Zeit wird ,/Aeonge Daudin" mij Kanren in der Titelrolle herausgebvacht.' Unter Hernrans Regi« wird Leiwiks „Golem" (mit Worewiskt in der Titelrolle) vorbeWlibet. Auch ein Stück von Ptrande-llo ist unte, die nächsten Premieren aufgenonrmen., In der polnischen Presse haberr di« ,Mllrravr^' eine fchv freundliche Aufnahme gefunden. Ihrer Kunst wird großes, manch mal enthusiastisches Lob gespendet. — Und die jüdische Gesellschaft? Sie muß erst den Beweis ihrer Reffe liefern. Sie muH beweisen, daß sie die künstlerisch, Hingabe und Energie einzelner zu würdigen und sich ein Thealei — ein solches Theater — zu erhalten versteht. Die Existenz und weitere Entwicklung^ des Theaters dev ,MLnaer" muß die ernste Sorge der ganzen jüdischen- Ge« sekkschast bilden. Hoffen wir, daß sie bereits die nötige Knltwrveife schm erlarvgt hat. Jona Rosten zweig. > Ms de« Theatern. Tche-a-ter an der Wien. Die nächste NovWj Mefer Bühne ist die Operette „Die goldene Meisterin" von Emnund EYSler, die beretts geprobt wird. Deutsches Volkstheater. Das Gastspiel d'es Berliner Theaters mit Max Adalbert endet Mimvoch, den 31. d. M. Bis dahin werden die Lustspiele „Klubleute" nnd „Müllers" abwechselnd gespielt. Donnerstag, den 1. September, wird die neue Spieltest des Deutschen VoMtyeaters mit der ErstauMhrung des dreiaktigen Schauspieles „Der Pfarrer von Mainz" von WilhMn Schmrtdtbvnn eröffnet. Boulevardtheater. „Hallo! Hier Grünbautzn^ ist der Tttel der neuen RÄ-ne, mit der das Boulevardtheater 1. Be-., Annagasse 3, unter der neuen Direktion Fritz Grüübanm und Julius MeSner am Montag, den 89. d. M., wieder eröffnet wird. Antor der Revue ist Fritz Grüuvan'm!, Musik von Mchard Fall. Mtwirkender Maria Ley, Clalre Bauroff, Vera Molnar, Jrwe Seid wer sowie die Herren Fritz Gr Änbanm, Tibor v. Halmah, Armin Berg, Ladislaus V. Be re ff i, Fritz Schrecket und Paul Gerhardt. Der tapfere FriMer. Der Opernsärmer Hernmnn Frifchler, gogeuwärtig Direktor der PoMopier, untere ntntmt üS nun auch, das Carl-Theater in Betrieb zu setzen, als Letter der AÄbxttSaemernschaft der Mnstlee und BühnenangesteMen des Carl-Theaters, die ihm mih erdrückender Majorität das Vertrauen veseugt haben. Er hofft, durch die Bereiniwrng dieser beiden TheatergeMeinschafteu, die der Beschäftigung an beiden Bühnen zugestrmmt haben, diese zwei Wiener Theater lebenSMig! zu erhalten. DaS Carb-Theater wird am 16. Septernver mit dem Singspiel „Ich Hab mein He« in Heidelberg verloren" eröffnet. Es ist nicht beabsichtigt, neue Kräfte zu engagieren, weder für d«S Carl-Dhieater, rwch für die Volksoper. Aber das Unternehmen FrischlerS ist schon dann eine Großtat, wenn es ihnt gelingt, oaS vorhandene Ensemble, das übrigens durchaus den Aufgaben einegroßstädtischen Theaterbetriebes gewachsen ist, Materiell zu erhalten. Den wackeren Direktor Frischler begleiten Ätz guten Wünsche aller Theaterfreunde. Der Salzburger internationale Kongvetz Mr Theatev» und Musilkrittk, über dessen Eröffnung ,vir gestern nckldeten, behandelt folgende Tagesordnung: 1. Vereinigung der Theater- und Musikkritiker in den verschiedenen Länd?rn, Schaffung von Verbänden in jenen Ländern, ws i