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Wiener Morgenzeitung · 1927-08-19 · Heft 3042 (19.8.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3042 (19.8.1927)
Date
1927-08-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seil, 4 Wien, Fveitag Shun awi*. —« ---»Af.t. WilötScoPai ife «ck-MK ty und! Fein juxifct 4’-> daß Wreßlichi Ji& B.tierschtftsi? P a pilla rs M-ens-chcn 1 Menschen i einenr KitLe genüsfe "seltene r gm.glei^n en BvwetS Äveift für die SSfe tagten <rb- ' nivUvde, Vcvs derr"K6DkgM NntEtirnintheit als ^MteDGgMLrem MzMrkchter.Do-ktov ^ai-nE W Ä^LVtzerWeS HmorrkmM Eine Kontmtstm Sekmgte ihren EM^vegen. Mrrkemvrng der OaterftKlft und begchrte für 'dM'K^eir^Mrmalliche Asinielt- ÜrSon von 45 Sch illÄa. Der Wkkwte! bestritt die Vaterschaft mit^üqm. HüüveiS, Vaßver zar krttifchetr Zeit Msi doMMxde diese 93e* ia3yerie&k. Die B lut- Mo4de - 1*>' daß W der Richter zur KevmzkWngDer Lmeüe« MützrvpiMgtschm Methode veranlaßt sich. MfW«rü>.dieses GntachbenL tmrrde der Beklagte MMtzkungv^Emenre pe^rrtrEtz-Ä t. Fn..^yem, MEchen HrKe Hawe-W das Gericht an LLS m^KMßs-MeftaMt 'zur MMe-etn^ Zfaktrltatsgut- 'Wer Lite MarvNdüng der neuen Methode gewendet, doch wurde ein solches Gutachten mit dem ^Bemerken abgelehnt, daß die Fakultät nur in Strafsachen zur Erstattung von Gutachten verpflichtet sei. j .Aeftasttze" im Bahnverkehr mit Jeutschlanv. Eins Reifterleichterrmg für a-lte und kranke Personen. Die Generalbirektion der österreichischen Bundesbahnen t»tlt mit: Die deutsch? Reichsbahn hat der Gesellschaft für Reiseerkeichterungett m, h. H. „Siesta" in Berlin-Eharlottenburg die Erlaubnis erteilt, ftn Fahrgäste der dritten Wagenk Lasse patentierte Sitze zu vermieten, die aus e-in-m ge polst e-rien SF'tz, einer Rückenlehne mit beiderseitigen Kopfstützen, ferner aus ^chtouNgriemen zum jEinhängen der Arme und einem Fußbärckchen bestehen. Diese Sitze ermöglichen ein Ruh-n in sitzercher Stellung und verhindern das Umsinken des schlafenden Fahrgastes «ach panr pder gegen den Nachbarreisenderu Diese Sitze iveÄen in 'den ^großen Hauptbahnhöfen von Organon der Gesellschaft gegen eine feste Gebühr für ein: Fahrt vermiestet und auf dem wom Reisemden .gewühlten .Sitzplatz angebracht. Zm Interesse der Belebung des Rei^everlehres von Deutschland über Kassau. nach Wien haben die österreichischen Bundesbahnen V-e^sLchSweise ein Ueberemlommen urit der genannt:«. Gesellschaft Abgeschlossen, .nach wachem der Durchlauf der. Siestasitze in Direkten Kurswagen über Passau bis Wien-Westbah.chof gesichert imrd. und es icmderftits auch ermöglicht tvL-rd:n soll, Siestafitze .in Men-Westbahnhof für die Fahrt , nach Deutschland über Passau zu lmiettrr. Der Mietpreis für einen Siestasitz ab Wien-Westbahnhof bis gizr Zielstation in Deutschland irir'o ein-- ^ütlich,sr.chs.Schilling betragen. Mit der Einführung der Westafitze im Werter Mestbatznhof pchrd am 20. August 1927 begönnen werde n. . '' Jer Rauberhauptmaun PslsW in Park verhaftet. 81» ochtsaAer Mörder und ElubreLer. Aus Paris wird uns gemeldet: Vor dreb Jahren mürbe bre Pariser Polizei durch Einbrüche in Tätigkeit gehalten, die immer auf dieselbe Weise bewerkstelligt wurden. Die Diebe befaßten sich fast ausschließlich -mit KassenschrLnken und öffneten sie jedesmal mit der glichen Methode. Die Nachforschungen ergaben, daß die dabei gebrauchten Werkzeuge aus Italien stammten. Da man damals etwa dreißig Diebe verhaftete und sie von dem Schwurgericht zu llaii-g-en Strafen verurteilt wunden, so glaubte die Polizei, die Einbrüche dieser Art würden lmshöven. Sie irrte sich. Aber sie fand heraus, daß sie es mtt mehreren organisierten Diebesbanden tun habe und setzte ihre Bemühungen fort. Es stellte sich heraus, daß ein Jia-liener di« verschiedenen Bandelt rekrutierte und führte. Sobald, infolge der Verhaftungen, eine Band« aufgelöst war, wurde sie von ihm wieder neu zusammen- { gestellt. Er stellte den Banditen auch ihre Aufgaben und versah! sie mit dem nötigen Werkzeug. Nach einem Einbruch in ein Juw-elengefchäst der Avenue de l'Opera, der im Jahre 1925 ausgeführt wurde und bei dem Bijouterien im Werte von 860.000 Fratres erbeutet wurden, gelang es der Polizei, als Hauptman-n aller dieser Diebesbanden den Italiener Polastri festzustellen. Er entkam damals nach Italien. Dort setzte er seine Beutezüge fort und mordete in weniger als zwei Monaten acht Personen. Seine Opfer waren Polizei-Offiziere, KarMwieri und Privatpersonen. Die italienische Polizsi setzte sich nvi-t der französischen in Verbindung. Trotzdem Meben die Bemühungen ohne Resultat, bis im Jahre 1936 ein Individuum, das heimlich die italienische Grenze passieren wollte, von Karabinieri überrascht wurde. Sie versuchten, seine Flucht mit Gewehrschüssen zu hindern. Der Mann erwiderte das -Feuer mit einem Revolver. Drei K a r a bi nier: fielen tot zu Boden. Es gelang der französischen -Gendarmerie, die Spur des Mörders zu finden. Er wurde schließlich schlafend -bei Nuitssous- Radiere angetroffen. In dem Augenblick, -da die Gendarmen ihm Handschellen anlegen wollten, gab er mehrere Schüsse ab und, nachdem er vergeblich versucht hatte, zu entkommen. Wiener Morgenzeiturrg rs. August iss? Nr. sv43 schoß er sich eine Kugel durch den Kopf. Bei seiner -Leiche fand Man Papiere, die ans Polastri Hon tele n. Man war überzeugt, man -habe, sich des Band-iten- HaupttnanneS entledigt undstellte die Nachforschungen ein. Uebcvd.'.es hatten KarEnrevi, die von Jtaki-ien herübergekommen waren, -die Leiche als die des Mannes-iden-tifiziert, der ihre Kanwraden erschossen hatte. Nach' kurzer Zeit erfuhr -die Polizei jedoch zu ihrem Mißvergnügen, daß Polastr-i slch der besten Gesundheiit erfreue und'i n Paris sich niede rgelassen habe. Neuerliche Feststell-nngeu ergaben, daß der Sckbstmörder nur 'sein Komplize G'.acomo Maasar-v, -Pietro genarmt, sei. Unverzüglich -machte man sich daran, Polastri zu suchen. Vor einigen Tagen trafen drei Kvimi-nalkommiffäre den so lang« Gefuchten in einem Gang -der -Pariser Untergrundbahn. Sie vergsvissevten -sich davon, daß er -8er Reihte sei, und, nachdem sie ihre Vorsorge Maßnahmen getroffen hatten — denn sie wußten, daß er bewaffnet und gesonnen tvar., seirre Harrt teuer zu verkaufen — warfen sie sich aus -ihn. . Nach einem harten und langen Kampf üderroSktigten sie Polastri. Er wurde grfesselt und entwaffnet. Es dauerte zehn volle Minuten, bis man ihm die Handschellen angelegt hatte. Man fand zwei Revolver, die mit je sieben Kugeln geladen waren, io seinem Besitz. Er erNävte, Givrdvno Radevl.'ch zu heißen und aus Triest zu stammen. Jedoch wurde mittels seiner Fingerabdrücke die Lüge wi-devlcgt und außerdem fesbgestellt, daß er im Jahve 1925 sich in den Stahlwerken von Longwy und :n -einem P-cwi-fer Hatr-se au -der Großen Oper -belveichert hatte. Es wurde weitc-rs dor'Beweis erbracht, daß er in Fmnkrvich allein über 30 Einbrüche vollbracht hat. ... Inzwischen hatte ihn auch Signor Ri zz o, «der MzegllLstor d-Ä i-talienischen Jmtenministerimns, -der sich zufällig in Par-is aufhätt, verhö-vt. Polastri ist an-geklagt, im Jahre 1921 in Tor-to-na einen Kassier und im Jahre 1926 vier Karabinieri ermordet zu -haben. Kurz nach dieser Tat tvaven einige Italiener als verdächtig verhaftet und -verurteilt worden, -i-hve Unschuld wurde aber späte-r eriv-icsen. -Ferner hat Polastri -im Jahre 1906 einen Einbruch in ein Ma-iiänder Juwelengeschäft versucht. Bei dieser GelLgen-heit ermordete er -den Juwelenhänd-ler und verwundete -den Pförtner der Hauses schwer. Einige Tage spater ermordete «r in ei-ttem -Cafe der Stad-t z w-e i P o l i z i -st e n, die rhn verhaften wollten. Die Pariser Polizei erhielt, während Polastri noch verhört wurde, -die Nachricht, daß -der Hauptkomplize -des Mörders -in Lüttich weile. Sofort triften zwei.Kommissäre nach Belgien und -es gelang -ihnen, ihn zu verhaften. Er heißt Luigi Pep-tta und wurde -im Jahre 1901 in Bincenza geboren. Er arbeitete jedoch unter dem -Raulen Giuliv Corrardi^ und sein Spitzname ist Bambo. Er soll an allen größeren Taten Polastris teillgenommen haben. Zu -gleicher Zeit -mit -ihm verhafte-ten -die be-i-den Kommissäre, denen -belgische Beamte. behi-lflich waren, Giuse.p-p e La n>d i, der -im Jahre 1889 zu Salerno geboren tourde. Beide Banditen . waren bewaffnet und es bedurfte d-er äußersten Geschicklichkeit der Poliz-ei'beamten, um sie zu verhaften uu-d nicht ihre Opfer zu wenden. Sobald die nötigen Formalitäten erfüllt sind, werden Peotto und La-n-di nach Pa-riS gebracht und von -dort vielleicht nach Italien a-usgelliefert werden. Die Polizei versucht jetzt zu ergründen, welche Rolle Land-i 6ct den Raubzügen spielte. kine Wien «in in Lstende bestohlen." -Aus Ostende tvird gemeldet: Einer Wienerin namens Wolf sind in ihrem tzotelzimtner Sch!tmcksachen im Werte vvn etwa drei Mi-llivnen Fran.cs gestohlen worden. Eine Beschreibung ber geraubten Schmuckstücke wurde an alle Polizeiftatirmen und Jutveliere Belgiens übermittelt. . ' 'T Lodrsurtell gegen eine Rkubmörderbande. Das Moskauer lGouvernementsgericht hat gestem vier An f ü h rer d-er Verbrec^rbande, die im Juni in der Umgebung von Moskmc an dem ehenlattgen Stellvertreter der Sowjet-Handelsvertretung in Deutschland, Durvw, einen Rau dm vr d verübt hat, zum Dode verurteilt. „gch «lld mel« Frennd Lludbergh. Dre Idee eitles aaneri-lmischen Photogtsaphen. Viele Leute in den Bereinigten Staaten wurden in den letzten Tagen außerordentlich überrascht, da sie von einem Bebannten leider BerWandten, über dessen Beziehungen zu Colioaiel Lindberg h sie vorher tnio etwas gehört hatten, eine Phowtzaphi-e «chielten, die ihn /sehr oft aber auch sie) neben -dem berühmten Flieger zeigte, mit einem Arm auf seiner Schulter oder auch um semen Hals, in intimer Pose also und zugleich in „spleMd isolatiow' von dem gewöhnlichen Mob, drr den Flieger nur auS achtungsvoller 'Distanz bewiunLern durste. Di« genial« Idee deS „mit Lindy Photogvaphiert-WeirdcnS" entsprang dem Kopf eines erfindungsreichen NÄoyorker Photographin, der ein lebensgroßes Bild des popu-lären Heilden auf Pappe auf-ge^ zogen hatte und nun latlzeigte, daß er jedem. (Ehrgeizigen), der es wünsche, „in beiMhe jeder Pofe neben ihm für einen Dollar" aufzunehmen bereit sei. I - Diese schöne Idee eröffnet die hoffnungsvollsten Aiussichlen». Wie nützlich wird es sein, wenn man Bilder Versenden kann, aus denen zu sehen ist, wie ungezwungen man mit einem bekannten Millionär sich -unterhält 'und scherzt, lvie imponierend, lv«nn dn Bilder versendest, auf denen zu sehen ist, wie du engverschlungen mit einer Filmdiva lim Boote den Fluß hinabsährst. Einer, der die Gelegenheit .und die Idee au Unnützen versteht, kann sich auf diese Weise eine ebenso ehreno.llr wir abenteuerliche Laufbahn verschaffen pnd .pon.irgend-rri.hen Minderwertigkeitskomplexen wird fix sicherlich verschont bleiben. Bsm Tsge. Wien 19. August. Meder -mtrm. Gestern herrschte nach der fur&crt Kälkeperiodwie- . der sonmrerliches- Schönwettcr. Tic Voraussage lautcs: Vorerst noch heiter, BcivölkungSzunahm«, Te-nperatuo anstreg, östliche Winde. Ern uttgarrfches Konsulat in Preßdurg« Die ungarische Regierung ihat in- PreWurg ei.; : r-nsusat errichtet tino mit der Leitung den BiKekonsm Tr. Lad?-SiatrS Bartok betraut. ' " ' ' . Sredzchnte Klasftnkottene, , Bei der gestern abgehalMen Ziehung 8e£ zweien TageS der 3. Klasse öeroattneiu 50.000 . 6. ba$ Los. Rr 90.806; 5000 S. das' Los Nr. 86.6M je 3000 Sdie Loft Nr. 22.143, 39.200; je 1000 S. die Lose M 1357, 95.»)33. Außerdem wurden 904 Gewinne swischcu 600 unb 128 <S ausgelost. Tod durch Sardrnengenuß? Ain Sanrstag verzehrte der 67Mrige HikssarbiZter Franz Tr noch, Wienerberg, Werks, Haus Nr. 435 wohnhaft, Sardinen, die er kurz zuvor in einem Geschäft gerauft hatte. Auch seine Tochter, die HilfSaÄbeiterin Anna Nmvak aß ein kleines Stück hievoir. Weder sie, noch der Vater verspürten, daß die Sardinen verdorben ivaren. Ant nächsten Möwen erkrankten beide an. Brechdurchfall. Während sich der Zustand der Nowak besserte, staw Trnoch in der folgenden Nacht unter Zeichen einer Fischvergiftung. Die Büchse trägt die Aufschrift „Sardines Portu« gaiseS". Bon etneui Mto getötet. Montag nachlnittags >rvurde auf-der Triesterftraße ttächst der Endstation der Straßeitbahnlinie 165 die 67Mrvv: Private Marie Lehn er, HardtmutWaffe 137 wvyuyast, von dent Badener AutotazL ^8 IM. das der Chauffeur Frtedrich Wtndisch, Baden, Mühlgaffo 27, lenkte, n;edergestotzen und überfahren. Die Frau, stavb im Spital. Wtndisch hat von Baden zwei kranke Frauen nach Wien geführt und ist schon deHalb, seiner Behauptung nach, m mäßigem Tempo gefahren. Da fremdes Verschulden an dem Unfall nicht ausgeschlossen erscheint, wurde die gerichtliche Oefsnung der Leiche beantragt. Autounprr. Gestern früh wurde der Wiährige pensionierte Postbeamte Jakob Schwarz, 9. Bez., Kolingasse 11 wohnhaft, an der Ecke der Kolingasse und Liechtensteinstraße von ement Autotaxt niedergestoßen und mußte in schmerverletztem Zustand in die Unfallstation gebracht werden. Der 30jährige (Dauffeur Otto M i k sch Meldete sich dann' selbst ber der Polizet und schob die Schuld nn dem Unshll denn allen Mann zu. Die Amtshandlung wurde eingeltzitÄ. Emo unangenehme Reisebekanntschaft. Vorgestern früh wurde der 29jährige Expedient des Bankhauses Satorh in Baden. Er»ch A. beim Tor des Hauses Mürzstraße '4 bewußtlos arisgesunden liitö fitußte, in das Wilhelminenspital gebracht werden. AIS er wieder^ zu Bewußtsein kam, erzählte er, er sei am 16. d. AÄ. in der Früh nrit einer Dame, die er schon vom Sehen her kannte, mit der Badener Elektrischen nach Wien, gefahren. Er -habe sich dann mit der Damn um 4 Uhr . nackinrttags in einem Kaffeehaus in der Wi,edner^ Hauptstraße getroffen und set mit ihr. zum Heurigen nach Grinzing gefahren. Dort hüllten sie bis 11 Wr nachts gezecht und seten dann in das Cafe „Palinhof" gefahren, wo sie bis 2 Uhr . nachts verblieben. In diesem KaAehaus gesellten stch zu den beiden zwei dem A.^völlig unbekannte Männer. Beim Fortgehen nahm die ganze Gesellschaft ein Auto und die Dante gab dem Chauffeur die Weisung, zum Allevheiligenplatz in die Brigittenau zu fahvem An die folgenden Ereignisse könne er sich nicht erinnern, da er Plötzlich eine unerklärliche MüdiMit verspütt habe und rn tiefen Schlaf gesunken sei. Al« er wieder das Beniußtsetn erlangte, . vernttßte er aus' seinem Besitz eirlle Bnestasche mit vter Noten zu je 100 Dinar, eine. Geldbörse tnit 15 Schilling Inhalt, erne goldene DoppjevmanteLuhr rnit Uhrkette, eine EisenvatznkegiitKnatiort und ein goldenes Herrenarmband. Eitle Pflegerin im Spital fand . tn der Tasche des Verunglückten eine Phiole, die nach Llussage des Spitalsarztes von Salvarfantjabl^ttev? Zerrührte, deren Besitz sich A. nicht erklären kann. Der Bestohlene konnte eine Personsbeschreib.ung seiner Begleiterin geben. Ste ist etwa 25 Jahre alt^ imttelgroß mit goldblondem Bubikopf, war elegant geÄeidet und nannte sich ,Marh". Der eine Mann ist etwa 30 Jahre alt, mittelgroß und bartlos. Dieselben Merkmale meist auch der ander« Mann auf. Dre Dame soll seit Moniateilj im' Badner Küreafe verkehren und dort mit bekannt sein. A. konnte gestern ans dent Spttal entlassen werden. Die Erhebungen zur Klärung des mysteriösen Vorfalles werden fortgesetzt. Dre erste Enropareife der Königin von. Aegi)<Pte,t. Wie ans Kairo ge'nteldrt wird, ist ditz Königin von Aeghpn«ach der französischen Riviera abgereist, wo sie längere Zeit verbleiben wird. ES handelt sich nnif die erste Reise der Königin nach Europa. Der Umstand, daß sie die Reise überhaupt unternominen hat, noch dazu allein, wird int Hinblick aus die Vorschriften deS Korans als Anzeichen der fortschreitenden Frailenem>a.nzipation in Aegypten angeschen. WenerwaldauSstellung. In der Zeit vour 13. bis 25. Septontiber d. I. findet in Mauer bet Wien eine große Au«stelluna> für Landmittschast, Gewerbe, Jnd,lstrie und Frenidenvetkehr, verbunden mit einer Weinkost, statt. Mn! EröffnutrgÄtage findet gleichzeitig die MarktechevunEier der Genreinoe Mauer und inr Rahmen der Ausstellung eine Tagung der Weinbautreibenden, ein Geiverbedag und eine Bersaniim'lung der Interessenten der „Wijenevmaldbahn" statt. Dte Ausstellung ist nicht nur für den Gerichtsbezirk Liesing, sondern für das gesamte Meewer-vuldgebiet besttnnwt. DaS Ausstellungskomitee hat seinen Sitz in Mauirr vor Wien, Menerstraße 4. * In fchlverer Notlage. Wir wiedecholen die Bitte a\ unsere Leser uni Hilft für den Wiener jüdischen Schneidermeister, der nach einer schweren Nterenoperation au« dem Spital entlassen «wurde, auf einem Auge erblindet ist und überdies an akuter Furunkulose leidet. Der vedauernswette Mann, Vater von vier halbwüchsigen Kindern, ve. darf dringender Hilfeleistung, bis er wieder erwerbsfähig ist. Die Adresse ist uns bekannt. Spenden nehmen wir gerne entgeegen, werdeit sie ihrer Bestimmung ztlfiihren und ausweisen. — ES sind uns visl>er für Sftsen Zweck "uaekommen: M. W. 6 S.; Leop. StigMp, ZM £ Ko.

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