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Wiener Morgenzeitung · 1927-08-14 · Heft 3038 (14.8.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3038 (14.8.1927)
Date
1927-08-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien. Sonntag Wiener MorgenzeiLung 14. August 1927 Nr. 8038 Vom Zage. W i c n. 14. August. •StGSflt Feiert -ze» Amtliche Wettervorhersage: Vcränderlicb, zeitweise viclteid^t noch regncrisck. Andauer der Gewitterneigung, kühl. Später wahrscheinlich Besserung. »Kubc.trand am Alsergrund. Am 12. d. M. mn 11 Uhr nachts sah der Raponsposten Wachmann Dun kl, daß ans den Fenstern im Erdgeschoß des phhsikalischen Instituts, Währingerstraße 40, Rauch aufsteigc. Feuerwehr und E^ktrizitätsroerfc wurden verständigt. Es wurde sestgesteltt, daß im Transsoruratorcnhaus drei Kabel in Brand geraten waren. Der Schaden war nach einer Stunde behoben. Durch den Kavekbrand war auch eine cinstündigc Störung der Befeuchtung in etlichen Häusern der Umgebung verursacht »worden. Motorradunsall eines Wiener Mchwrsk>ogen. Tre Grazer „Tagespost" meldet: Der Wiener Meteorologe Tr. Roschkott erlitt gestern in der Nähe von Kvittelfeld einen Motorradunfall. Er wurde mit einem starken Bluterguß im Knie, seine Frau mit einem Bruch des Schlüsselbeins und einem Overarmoruch in das Knittelselder Spital überführt. ©in ststiertes Begräbnis. Ter Gastwirt Johann Spieß stürzte über die Treppe ins'Erdgeschoß, erlitt eine schwere GehirncrsäMterung und starb im Krankenhaus. Tie Leichenfeier war bereits anberaumt, als der Verdacht ausgesprochen wurde, daß Spieß nach einem Streit die Stime hinabgestoßen wurde. Tie Beerdigung wurde behördlich "inhibiert und die gerichtliche Oefsnung der Leiche ungeordnet. Der Unfug der sogenannten „Extra-Ausqalren". Tie Vereinigung der österreichischen Tageszeitungen teilt mit: Es wurde in der letzten Zeit wiederholt die Beoviachtung gemacht, daß an Sonntagen gedruckte „Extra-Ausgaben" feilgeboten wurden, di.e bei den Käufern große 'Enttäuschung auslösten, da sie nichts Aktuelles entlstelten. Nach den gesetzlichen Bestinttnungen und den besteheirden .KolleMvverträgen können in der 'Nacht vorn Samstag zum Sonntag keinerlei Preßprodukte nach s-enem Zeitpunkt noch hergestellt werden, zu dem die Tagesblätter normal schließen müssen. Demnach kann es sich bei gedruckten Extraausgaben. die anr Sonntag erscheinen,. niemals um Presseeyeugnisse handeln, da sie nach den obigen Ausführungen nichts biängen können, was nicht schon in den Sontagsblättern veröffentlicht ist. Ern Wrener Mesfedampftr aus Ami-rika. Die Leitung der Wiener Muffe hat seitens einer der größten nordamerikanischen Schifsahrtsgesellsä-aften soeben ern KaVeltelegrantm erhalten, laut lr^idjcm der Dampfer ,-President Roosevelt", der in den Bereinigten Staaten als „Wiener Messedampser" propagiert wurde, anr 26. d. M. Neinchork mit einer sehr bedeutenden Anzahl von .amerikanischen Kauflenten und Jndristriell-en verlassen und 'am' 4. September in Bremen eintrpfsen wird. Unter beit Passagieren befinden sich die Einkäu'.lw der größten amerikanischen Warenhäuser. Aujuahmssperrc bet der Wirrwr TeiMüP-entdireltion. Die Tclegraphurdirektion Wien teilt «ns mit: Da auf längere Zeit hinaus im Telegraphen- und sprechdienst ein Bedarf an neu aMuntchm^ndem Personal nicht besteht, können Ansuchen von Ausnahmswerbern nicht in Vormerkung genommen iverdeu. Es ist daher vollkommen zwecklos, derlei Gesuche einzureichen. Tek Königsberger Biindenk^ikrrkongrrtz. Der 17. Blindenlehrerkongreß und 2. Blindemvohlfahrtstag fand, wie wir bereits Vericlfctzen, in der verflossenen Woche in Königsberg unter großer Beteiligung auch namhafter Reichs-, Staats- und Kommunalvehorden statt. Für das Reichsarbeitsministcrimir leitete Geheinrrat Dr. K c rs che n stein er (Berlin) die Tagung ein. Der blinde Dozent Dr. Steinberg (Breslau) Welt ein Referat zur neuen Grundlegung der Blindenerzichung, das zu den gleichen Richtlinien führte, wie die auf den: soziokogischcir Wege gewonnenen Resultate im Bortrag des Direktor Altmann (Wien) für die völlige Unigestaltung der Blindenfürsorge. Oberinspektor Müller (Barbh) und Dr. Mittelsten (Marburg) behandelten das Begabten- und Bemfsproblem, Studienrat Niepel (Berlin) sprach über Sehschivacheucrzichung. Die Sclbsthilfebewcgung der Blinden, deren wichtigsten BehandlungSaegenstände die Blindeirrcnte, die Organisation aller ioirtschafstlichen dlngelegenheiten und die Erschließung neuer Blinoenberufe bildeten, behandelten Dr. S.tr ehl (Marburg), Pr. Hern er (Berlin), Direktor Bauer (Halle) und Direktor Rainer (Nürnberg). Der unter so schwierigen Verhältnissen fortschreitenden Blindenarbeit in Oesterreich wurde vollste Anerkennung gezollt. Das Bureau ves 15. ZionistenklMgressicS teilt uns nrit: Kongreßteilnehmer, die ihre Post nach Basel dirigieren wollen, ntögen folgende Adresse verwenden: X. 8)., per 15. Zionistenkongreß, Basel 21,' Schul-iz. Das Postamt 21 befindet sich im Kongreßaebäude (Mustermesse). Es ist daher die - Bezeichnung „hauptpostlagernd" nicht anzu-wenden, da sonst Verzögermtgsn entstehen. Aus demselben Grund ist die Bezeichnung „Kongreßbureau" bet Privatpost zu vermeiden. — Das offizielle Reise.» vureau des 15. Zionistenkongresses ist Kaiser u. Civ-, Basel, Ettsabctbenstraße 58-60; TebegraiNliiadhesse: Starli Basel. — <Tte 'Jury des Kangreßvureäns hat den ausgesehten Preis dent von Dr. Erich Brauer, Berlin, entworfenen Signet zucrtännt, das mithin als offizielles Mzeichen auf allen Veröffentlichungen des Kongresses erscheinen wird. — Anmeldungcit für den Beamten- und Ordnerdienft, mit welchen das Kongreßbureau überschwemlmt ward mögen unterbleiben, da sie längst zwecklos sind. Abjchwdsfcter in Alland. Alan schreibt uns aus der Heilanstalt Alland: Aus Anlaß des Scheidens des Herrn Kapellmeisters Max Blume n s ch e r n,' welcher hier als Obmann des Tempelpevetnes fungierte und sich großer Wertschätzung erfreute, wurde am 8. August eine musikalisch-deklamatorische Akademie veranstaltet, an welcher die .Herren Schüller (Violine), Aranhosh (Cello), Gießkann (Rezitationen), Hannak (Gesang) sowie der gefeierte Kapellmeister Vlmnenschein selbst am Harmonium mitwirkten. Konterrevolutionäres Gemüse. Bci einer Tagung der Moskauer Agronomischen Gesellschaft hielt ein Vertreter des Kommiffarnts für Landwirtschaft, /der Kommunist Lobe dem, eine lange Red«, d>ie den „konterrevolut'onären Benennungen verssnedener Gemüsesorlen" g:w:dmet war. Lebedcw protestierte dagegen, das; c>'ne gewisse Sorte Bohnen nach Wilhelm il. „W:lheln,'sbohnen" genannt würden, und daß eine Tomateirsorte den Namcn der „Bonvgeoistochter" Alice Roosevclt trage. Außerdem gebe es ja M'kadotomalen, Kaiserkartoffeln ulw., wa4 gleichfalls im Prolctarwrstaat nicht gednidet werden dürfe. Der Vorschlag Lebedews, diese Benennungen durch revolutionäre und proletarische Bezeichnungen zu ersetzen, wurde trotzdem be' der Abstimmung abgelehnt. Stenographie tm klassischen Altertum. Ä Schon vor 2000 Jahren war die Stenographie im Gebrauch — behauptet Oberst Melin, der Erfinder von Melins Kurzschrlftensystem, das in Schweden am meisten angewandt wird. Der Oberst, der schon jkifc vielen Jahren in Schweden als Piönier der Kurzschrist angesehen wird, hat neulich eine Oieschichte der Stenographie veröffentlicht. In dtesein Buch erzählt er auch von einer Marmorplatlse dre im Jahre 1883 auf der alten Akropolis in Grieche Irland gefunden wurde und eine Beschreibung eines griechischen Kurzschristshstems enthält. Dieses sogenannte Akropolis-System weist einige Abkürzungen auf, die seitdem auch von den Erfindern moderner Stenograp'hieshstemp gebraucht werden. Der Verfasser hebt auch das Faktum hervor daß die Kurzschrift bet den Römern vor Christi Geburt bekannt war und daß die großen. Reden der römifchen Redner auf diese Weise der Nachwelt erhalten wurden. 6 Me Fox.Film-Corporation New Aork verfilmt die „Dollarprinzessin"! Der Vizepräsident und Generaldirektor der Fox-Film-Corporation New Fork, W. R. Sheehan, weilte in der letzten Woche in Wien. Wie wir erfahren, hat über (eine Veranlassung der Anwalt der Fox-Film-Corporation, Doktor Paul Koretz, die Weltfilmrechte an der berühmten Operette „Die Dollavprinzessin" von Leo Fall, Grünbaum und Willncr für die Fox-Film-Corporation erworben. Es hat daher wieder eine der ^bekanntesten Wiener Operetten den Weg zur amerikanischen Filmproduktion gefunden. E' Entfettungskuren mit pflanzlichen Präparaten! Ein voll entsprechendes und äußerst wirksames Enlfettungsmittel sind die sehr M >beurte-ilten Fucabohnen, von denen man 4 Deka in jeder Apotheke erhält. E Für den heißen Sommer Crepella, Etamine und Voile, große Dessin-Ausivahl, per Meter S. —.98, bei der Restenverkairfsgesellschaft, 6. Bezirk, Mariahilserstraße 3. E " In der Ferienkolonie Vöslou des Humanitätsverernes für die westlichen Bezirke sind für die Zeit vom 17. August bis 14. September 1927 nach einige Plätze für Kinder von 8 bis 14 Jahren frei. Auskunft beim Sekretariat des Vereines, Wien, 6. Bezirk, Mollardgasse 85, Telephon 91-65. E Bei Erkältungen. Grippe, Halsentzündung, Nervenschmerzen, Gliederreißeit tut man gut, mit einem halben Glas natürlichen „Fra-nz-Jo(ef"-Bitterwassers für tägliche Tarmentlleerung zu sorgen. Nach Urteilen der Universitätskliniken zeichnet sich das Franz-Josef-Wasser durch sichere Wirkung bei angenehmem Gebrauch aus. Es ist überall erhältlich. E Heilbad Tatzmannsdorf im südlichen Teile des Burgenlandes steht unter den österreichischen Kurorten als F rauew- Heilbad zweifellos an erster Stelle und nimmt als H e r z - Heilbad den ersten Rang ein. Illustrierter Prospekt auf Verlangen durch die Direktion ldes Heil'bades Tatzmannsdorf, Burgeuland. fihiffmann II., (Sabovstv&ße Jlw. rüiiMirf um feden Preis das Sommerlager Serie I: Serie II . f Voile, modernste Bordüren, 80 cm breit, per Meter S t Marocains, modernste Bordüren, Ia-Qualität . . S ( Dirndl-Cottone, gute Qualität, per Meter . . . 8 \ Wäsche-Batiste, in allen Farben, per Meter . . S Serie HI: Modemst dessinierte Voile, per Meter -85 -98 125 « . v< j Pepita-Stoffe, für Schoßen u. 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