Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3035 (11.8.1927)
- Date
- 1927-08-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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seit? (' Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeitnng 11. August 1987 Nr. S0S5 Der Streik der Kohlenardeiter. Ruhe auf de« Rordbahnhof. Wir haben gestern berichtet, daß die K o h l e n entlad e r in den Kohlenhöfen des Nordbahnhofes, das sind jene Arbeiter, die die Kohlen aus den anrollenden Kohlen - zügen in die Nutschen verladen, in den Streik getreten sind. Die Zahl der in Streik stehenden Arbeiter beträgt ungefähr 200. Diqse Arbeiter sind k«i rr e ständig Angestellten der Bundesbahnen, sondern werden jeweils nach Bedarf ausgenommen. Ihr durchschnittlicher Tagesverdienst beträgt zwölf Schilling. Die übrigen Arbeiter, die das Verladen der Kohle von den Rutschen in die Kohlenwagen der Firmen besorgen, arbeiter weiter, weil sie Privatbedien st ete der Kohlenfirmen sind. Die Generaldirektion der Bundesbahnen hat nun angesichts des Streiks die Kohlenfirmen verständigt, daß das Entladen von Kohlensendungen im Sinne der geltenden Tarifbestimmungen den Empfängern zukommt, wovon nur mit Rücksicht auf die schon aus der Zeit der Prrvatbahnäva bestandene Uebung im Wiener Nordbahnhof eine Ausnahme gemacht wurde. Sie hat erklärt, daß die Bundesbahnen in Hinkunft die Abladung der Kohle auch in diesem Bahnhof nicht m e h r v o r n e h m e n werden, so daß die Kohlenfirmen nunmehr auch die Entladung aus den Waggons durch eigene Arbeiter durchführen lassen müssen. Nachdem aber die Firmen derzeit genügend Vorräte in den Rutschen haben und auch gegen diese Verordnung der Generaldirektion Einspruch erheben, ruht das Ausladen vollkommen. Heute vormittags haben im Bundesministerium für Handel und Verkehr Verhandlungen begonnen, die zwischen den Kohlenfirmen und der Generaldirektion der Bundesbahnen geführt werden. In den Kohlenyöfen der Nordbahn herrscht vollkommene Ruhe. Da derzeit sehr wenige Kohlenzüge einlaufen, macht sich der Streik im äußeren Bild gar nicht geltend, um so mehr, als die andere Arbeit vollständig normal vor sich geht. Bisher sind keinerlei Ruhestörungen vorgekommen, obwohl sich die weitaus größte Mehrheit der Streikenden in der Nähe des Nordbahnhofes aufhält. dMiiiootlooaeaoooeeaoeeoQeooeoeooooQooooeooa aooeooaooeeieeoooooeosoeoooeoooooeoooo Sie strenge Belgrader Polizei. AuS Belgrad wird berichtet: Der Polizeipräsident der jugoslawischen Hauptstadt hat vor kurzem eine Anzahl neuer Bestimmungen ins Leben treten lassen. So wird u. a. das Ansprechen, oder Belästigen unbekannter weiblicher Personen auf der Straße oder anderen öffeMlichen Platzen unter Strafe verboten. Ferner wurde bestimmt: Sängerinnen, Musikantinnen wrd Artistinnen dürfen in -den Lokalen, wo sie auftreten, s i ch nicht zu den Gästen setzen. Die Kellnerinnen unterliegen einem besonders strengen Reglement. Sie dürfen sich in ihrem Dienstlokal nach Mitternacht nicht mehr aufhalten, im Hause ihres Brotgebers oder in der inäheren Umgebung nicht wohnen und Weder bei den Güsten sitzen, noch während der Arbeitszeit alkoholische Getränke konsumieren. Sie müssen anständig gekleidet söru und höfliche Manieren an den Tag legen. Dies gilt übrigens auch für alle anderen Weiblichen Angestellten, .die in öffeMlichen Lokalen beschäftigt sind. Am pikantesten ist die Be- Mmmung, daß zur Haltung von Weiblichen Bediensteten unter dr e i ß lg Jahren eine polizeiliche Bewilligung erforderlich ist. Diese jKonzession wird jedoch nur Leuten mit tugendhaftem Lebenswandel erteilt. Auch die Sperrstunde, die bisher in Belgrad unbekannt War, soll zur Besserung der Sitten dienen. Die Haustore müssen um 10 Uhr. abends geschlossen werden. Mietern, die in der Nchht beruflich beschäftigt sind, muß der Hausherr einen Torsthlüssel zur Verfügung stellen. Der Aufenthalt in den P a r kamla.gen ist gleichfalls nur bis IO, teilweise sogar nur bis 8 Uhr abends gestattet. Schließlich wird noch die Abhaltung von Vergnügungsfesten, Vor- und Ausstellungen einer strengen Kont'rolle unterworfen,'nicht minder die An- und Abmeldung bim Zugereisten'. In letzterer Beziehung ist es interessant, daß die,Bor-,und Familiennamen nur in der Form vernierkt Werden dürfen, wie sie in die Geburtsmatrikel eingetragen sind. Aeuderuttgen loder Uebersetzungen der Namen sind an eine BewWgrrng des Innenministeriums gebunden. Ser Reisende in der Kiste. Vor dem Düsseldorfer Gericht hat sich jetzt der berüchtrgte Kistenrersende Monteur Ludwig Richert mit acht Helfershelfern wegen Betruges, Urkundenfälschung und Bcchndiässtahls zu.verantworten. Richert hatte eine Kiste erfunden, in die er sich mit ausreichender Nahrrmg mit ckwer Matratze imd Ver-rechierwerkzewgon entschließen und als Erfenbahngut verschicken ließ. " Gleichzeitig gaben seine Genossen stets sechs andere Kisten mit gleichem Ziel auf. Nachts kletterte Richert aus seiner Wohnkiste im unbewachten Güterzug, entfernte die Zettel der fremden Kisten mit Inhalt, klebte sie auf seine nur mit Stroh gefüllten Kisten und ließ die anderen .GütereinfachünseineAdrefsegehen. So ist ermehralsvierzehnmal durch Deutschland gereist. Er hätte noch lange auf seine Weise Kisten umlenken lassen können, wenn er sich nicht mit seinem Helfer und Schwager zerzankt hätte. Durch ein ganz zufällig belauschtes Gespräch kam die Polizei hinter seinen Trick und verhaftete alle Beteiligten. . ein Söfft gesucht i -,Jm „Berliner Lokal-Anzeiger" war dieser Tage unter den kleinen Anzeigen folgende Annonce zu lesen: - Fürstlichkeit (in- oder ausländisch), Dame oder Herr, kinderlos und Über 50 Jahve alt, wird für einen religiös-sittlichen Zweck gesucht. Der oder die Gesuchte erwirbt sich sorgenfreie Zukunft inmitten edelfchöner christlicher Verhältnisse. Post lagerkarte 11, Berlin NW. 52. Die»stellenlosen Fürsten sind nicht organisiert, sie habe« keinen WbeitSnachtoeis, man muß sie einzeln suchen. Aber wer sucht Fürsten? NietzßHe hat einmal, von der Zukunft des Adels spre cheüd, beiläufig bemerkt, man sollte die Fähigkeiten der Fürsten, NqlhßM man ihnen die politische Macht genommen, auf mi-dsgefährliche Gebiete leiten und die Gesellschaft nützlich machen. Dasi ist zum Teil geschehen, nicht gerade in Deutschland, wo der Staa-d afür sorgt, daß es den Entthrohnten wohlvrgehe. Ja Oesterreich aber, das mit Prinzen reich gesognat war, gibt es keine Abfindungen und Renten. Der Sproß aus fürstlichem Hause muß sich eine Existenz suchen wie jeder gewöhnliche Mensch. So gibt es Fürsten als 'Automobilhändler und filmende Erzherzoge - ein Bruder der Kaiserin Zita leitet ein Sanatorium, der Erzherzog Wölfling ist nach mancherlei Irrfahrten Gemischtwarenhändler geworden. Sprächen die Zeugnisse der loyalen Geschichtsschreibung die Wahrheit, wonach jeder Fürst ein Musterknabe und Talent war, dann hätte sich in dieser an. Begabungen so armen Zeit sicher noch manch andere Beschäftigung gesunden. Immerhin, es gibt Schneider, Automobilsirmen und Tanzschulen,, die für Fürsten a. D. Platz haben. ' . Ein reicher Mann des Westens hatte einmal einen verarmten. Grasen als Zeremonienmeister engagiert,- es gefiel ihm, wenn er vor seinen Gästen sagen konnte: Graf lassen Sie servieren! Die brave Seele ans NW. hat Höheres vor. Nur soll es ihr nicht ergchen wie jenen: Diener bei Tschechow, der mitleidsvoll seinen Herrn zu sich nahm und nachher täglich den Befehl vernehmen mußte: „Iwan, putz' mir die Stiefel!" Es wird wieder warnt! Die amtliche Wettervorhersage: Vorwiegend heiter, Gewitterneigung, wärmer. - Ntchttgstellnng. Im Leitartikel unserer gestrigen Ausgabe ist ein Sah durch emen Druckfehler sinnstörend entstellt worden. Es soll auf Seite % Spalte 2, Zeile 5 und 6, richtig heißen: . . besteht der Kampf, der zwischen der Wtzizmannschen Mehrheit und der Minderheit au^efochten weroen wird." Wo ist die Gemeindewache? Aus dem Radhaus wird milge teilt: In der V!ktuälieichalle des Wiener Großnmrktes ereigneten sich in letzter Zeit wiederholt Einbrüche, die infolge der geringen Einbruchsicherheit einen umfassenden Aufsichtsdienst erforderten. Da eine derartige Beaufsichtigung der Halle auf die Dauer sehr kostspielig wäre, werden nun die Fenster der Viktualienhalle einbruchsicher vergittert. Die Kosten werden 5060 Schilling betragen. Dr. Hugo Werner gestorben. Am 8. d. M. verschied nach langem, schwerem Leiben im Sanatorien Loew Rechtsanwalt Dr. Hugo Werner. Der Verblichene hat sich um die Schweryöria^enfürsorg e in Oesterreich große Verdienste erworben. Er wurde deshalb mit dem Titel eines bundesstaatlichen Fürsorger«,tes ausgezeichnet. Dr. Werner, der inr 51. Lebensjahre stand, war der Begründer des Schutzverbandes für Schwerhörige „Vox". Die Einäscherung erfolgt Freitag, den 12. d., um Uhr nachmittags im Krematorium. ZrrtusdrrMor Kluosky gestorben. In Gö rka u, seinem ständigen Wohnsitz, stavb der Direktor des bekannten Zirkus Ktudskh, Karl Kludfkh, im Atter von 63 Jahren. f Bon einem Auto getötet.r Der 59jährige, uiüerstandslose Hilfsarbeiter Ernst Schmid wollte gestern früh die Stammersdorferstraße vor einem gegen Wien fahrenden Pferdefuhrwerk übersetzen, wurde aber von einem^ diesem Fuhrwerk vor fahren dort Lastenautomobil des Fleisch- Ähauers Franz Göstl überfahren. Er erlitt Bocken- und Arm- sowie mehrere Rippeubrüche, wurde vom Chauffeur in die Unfallstation gebracht und ist dort bald darauf gestorben. Autounfall der Gattm des DrreAors Richttep-Roland. In der Mariayilferstraße bei der Sttshzasse fuhr gestern abends em zweisitziges Sportauto mit voller Wucht gegen dre Flanke eines in entgegengesetzter Richtung fahrenden Kraftwagens, den der Direktor der Roland-Bühne, Richter-Roland, lenkte. Sem Auto wurde auf der getroMnen Sette vollkommen zertrümmert. Direktor Roland selbst b'tt'eb unverletzt, während seine neben ihn: sitzende Gattin an die Vorderhand des Wagens geschleudert wurde und mehrfache Verletzungen erlitt. Die Unterirdischen. Im Bezirk Narym haben die Sowjetbehörden eine rÄigiös« Sekte festgostellt, die oen Namen der Unter-.rdischen führt. Die Anhänger der Sekte ivevden so genannt, weil sie den größten Teil ihrer Zeit in unterkrdischen Gewölben unter ihren Häusern verbr:ngen, wohin sie sich „vor dem Einfluß des bösen Blickes Andersgläubiger" zurückziehen. Da das Narymaebiet jetzt viele neue Siedler anlockt, haben die „Unterirdischen" beschlossen, sich in die E.nsamkeit der Taiga (Wüste) zurückzuziehen. ADVOKAT IN HAIFA, PALÄSTINA (früher Rechtsanwalt in Wien, I., Helfersdorferstr. 5) hat sich in Haifa als Advokat niedergelassen Adresse: Maifa, Mlistina, 9. C. ü9. 45* Unfälle der Badezeit. Die .Lei che des Druckereiarbeiters Wilhelm Schu ft er, der am 7. d. M. beim Baden n nächst der Reichsbrücke ertrunken ist, wurde am 9. d. M. unweit der Unfallsielle geborgen — Der 17jährige Schuh inache rlehrling Anton F i g l, Pr.'garkin straße 8 wohnhaft, badete am 7. d. M. bei der N o r d w e sitz ahnbrücke im Donaustrom. Beim Schwimmen geriet er unter einen Fischerkahn und ging In den Mellon unter. ■— Bei Dorf Fischamend wurde am 5. d. M. die Leiche eines Mannes in den Drcißigerjahvsn aus der Do'an rrr-‘f'\ Römische Gräberfunde in Schwechat. Beim Bau der Schwechater Wasserleitung wurde eine Reihe von Römergräbern aus dem Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts aufgedeckt. Es handelt sich dabei um vier KäsiLngräber und drei Erbbegräbnisse. Interessant ist, daß der Zu-"' stand einiger Gräber beiv-eist, daß sie schon früher ausgeraubt wurden, ungefähr sechzig Jahre nach der Beerdigung, daher wurden keine Beigaben gefunden. Hingegen förderten die Grabungen einen Topf, mehrere römische. Münzen und eine Fibel zut pp- Letztere ging infolge der mangelhaften Uebcrivachnng der Ar beiten leider in Verlust. Die restlichen Funde wurden sofort nach Einlangen der Fundnachricht für das niedoröstrrrcichische Land^- museum sichergestellt und unter seiner Leitung geborgen. GehietmitrSpottck Leichrnsund Her Meran. In der Nähe von M a'i a 'B ns s a (Untermäis) ' bei Meran wurde in einem Wildbnch die Leiche des be- Dekannten Lebensmittelkaufmannes in Bozen Eduard H e ch a t aufgefunden. An der Leiche waren schwere Verletzungen wahrzunehmen. Ein mutiger Jngeniem. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Eolumbus", der, 900 Meilen von der Küste entfernt, seine Schraube verlor, ist im New Anker Hasen eingelaufen. Ter Unfall :st auf eine Zylinderexplofion zurück^ufuhren, wobei ein Zylinderkopf ang-erissen wurde. Der vierte Ingenieur Albert Weber (xoch unter Lebensgefahr in den m:t heißem Dampf gefüllten Maschinenmum, um den Dampf abzustellen. An Bord wurde für den heldenhaften Ingenieur eine Sammlung veranstaltet, oie 900 Dollar ergab. Nadro rn den Bereinlgten Staaten. In einem Bericht des Handelsamtes befinden sich interessante Mitteilungen über den Umfang und die Bedeutung des Radiowesens in Nordamerika. Es wird festgestellt, daß es in der Union insgesamt 928 Sender gibt, während alle anderen Länder, in denen das Radio bisher erngefüyrt wurde, nur 340 Sender besitzen. Kanada kommt an zweiter Stelle nnt der Anzahl seiner Sendeapparate. Die Zahl der amerikanischen Häuser, die mit Elnpfanasapparaten ausgerüstet sind, beziffert sich mit rund fünf Millionen. Im Jahre 1925 sind in den Vereinigten Staaten Radtoappavate und Zubehörteile im Werte von 450 Millionen Dollar verkauft worden. Geöffnete Konserven sollen nicht anfbewahrt werden. Da sich kürz>lich in einem Falle durch den Genuß von Sardinen gefundhe-.ttiche Schädigungen ergeben haben, hat der Verein der am Kolonialwarenhandel beteiligten Firmen diese Angelegenheit untersucht. Er hat hiebei festgestellt, daß ötefe Kvankheitserschei nungen darauf znrückzusühren seien, daß der Konsument eine geöffnete S a r d i n e n b ü ch s e erst im Verlaufe mehrerer Tage vollständig verbrauchte. Be: den gegenwärtigen außerordentlich hohen Temperaturen sind jedoch Konserven aller Art nur dann unbedingt gegen jedes Verderben gesichert, wenn sie nach der Oesfnung des luftdichten Verschlusses auch sofort zur Gänze verwendet werden. Der Verein der am ' Koloniallwarenhandel beteiligten Firmen warnt daher das Publikum ausdrücklich, vor allem im Sommer Konserven jeder Art, insbesondere Sardinen, in geöffnetem Zustande aufzubewahren. Ein Verkauf nicht vollkommen einwandfreier Konserven ist mit Rücksicht auf die getroffenen Vorkehnmgen seitens der Verkäufer sowie auf die ständige marktamtliche Uebevwachung ausgeschlossen, so oaß Schädigungen nur durch eine eventuelle, wie oben geschilderte Aufbewahrung seitens des Konsumenten ein treten können. Was »ft d»e Gattin wert? Wie hoch ein amerikanischer Ehegatte die eheliche Treue ferner Frau in Dollars bewertet, ergibt sich aus einen: Prozeß, der demnächst vor dem Gericht von Afhevtlhe, Nord-Karolina, zur Verhandlung gelangen soll. Ein Neffe Henrh Fords, der Großindustrielle G. Wallace Brhant, hat ern anderes prominentes Mitglied der Gefettschas't von AHeville, den MiMonär und Sportsmann Henry Westall, aus 100.000 Dollar Schadenersatz geklagt, weil dieser, wie Mr. Wallace Brhant in seiner Klage ausftthrt, „die Zuneigung seiner Gatttn ihm entfremdet habe". Deut Ausgang des Prozesses steht man in den KreifenPiac ^NewhoMv ,L>beren Zehntausend mit Spannung entgegen. Das Ehepaar Brhant hat zwei kleine Kinder. Der Sknn'm'bnchwtt nsch des Wiiosophen. Jüngst lud Benedetto Croce einen indischen Philosophen, der nach Neapel kam, zu sich zum FrühstüL Nach Tssch oat das Töchterchen des berühmtttt Mannes den Gast, ihr etwas ins Album zu schreiben. Und der indischst .Philosoph schrieb: „Sei drauf bedacht, o Jugendliche, wenn Du ins Haus Deines Gemahls trittst, gerecht und menschlich auch me anderen Frauen Deines Mannes zu behandeln!" Etne Ehrung des Grafen Egmont in seiner Hrtnmt. In der kleinen belgischen Stadt Sotttvgen,-in der noch ern Teil des Schlosses des Grafen Egmont erhalten ist, und ui dessen Kirche die Gebeine dieses VorkänrPferS der Freiheit der Niederlande ruhen, wurde durch dyr Flämischen Touristenbund auf seinem Ostftämischen Gautaa eine Erumerungsseier begangen. Ein Festzug bewegte sich nach dem Denkmal und hier wurden Reden gehalten, die den Grasen Egmont feierten als eine der edelsten Gestatten der Geschichte, die einen Goethe und einen Beethoven zu unsterblichen Werken angeregt 'habe.