Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3026 (2.8.1927)
- Date
- 1927-08-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3026 Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitung 2. August 1927 «sflfe r> JÜDISCHES (.EBEN ||| b £Sggg5^s~gSSSSSSSS5S£BS5£BSS55BBBK55B55SH5S8BraE5g5iJli5gg5EH5M Privilegierte indische Aerite. In Rom ist im Verlag P. Maglion« St C. Strini, wie wir bereits berichtet hoben, ein Buch des jetzt in Palästina weilenden Dr. Giacomo B u I st ein: Stoira degli Ebrei in Roma — Geschichte der Juden in Rom — erschienen, aus dem wir eine Probe in der autorisierten lieber« setzung von Margarete Ma raffe zUm Abdruck bringen. Am 8. August 1886 setzte der Senat den Tribut, den die Wische Gemeinde zu Rom zu zahlen hatte, um 30 Goldgulden herab, solange die beiden Chirurgen und die männlichen Nachkommen des hebräischen Arztes Ä n g e l o lebten, und zwar mit der Begründung, daß diese -Männer, „ihre Dienste willig umsonst leisten, daß sie den Armen und Bedürftigen helfen, indem sie heilend behandeln und daß sie nie danach trachten, Geld zu erhalten". Wörtlich wiedergegeven heißt es im Lateinischen: «Libenter gratis serviunt et pauperbus et egentibus in meclenclo subveniunt, et pecunias exigere non curant». Bonifazius IX. bestätigte im Jahre 1390 die Immunität, welche der Senat dem Angela und Manuele, „Juden des Stadtviertels Trastevere, die dort als Chirurgen tätig sind", zugesprochen, /indem er ausdrücklich betonte, daß „sie gütig sind, daß ste Hkets bereit sind, den Armen zu dienen, und daß sie sich durch erne außerordentliche FachkcnntniZ auszeichnen". Unter den Diplomen, welche Päpste jüdischen Aeerzten üusgestellt haben, ist das folgende, hier aus dem Lateinischen Übertragen, eines der charakteristischesten: „Im Nmnen Gottes, Amen. Wir, Francesco de Panciatis, Ritter aus Pistoja und Doktor der Rechte, hochwohlgeborener Senator der Stadt Rom, Wir, Ncugestalter der Stadt und Vertvalter des römischen Volkes im Frieden und im Kriege, entbieten dem hoch- "g^ehrten Magister Elias Sabbas, Jude, Arzt, Physiker und Doktor der Medizin, Unseren Gruß und versichern ihn Unserer Gunst". „Wie entschieden man auch die Ungläubigen zurückweisen, wie scharf man ihre Hartnäckigkeit in diesem Unglauben bekämpfen muß, so erscheint ihre Erhaltung in gewissem Sinne doch nützlich, ja notwendig für die Christen, vornehmlich diejenigen Männer, die in der Medizin bewandert sind und die sich den Christen dienlich erweisen, indem . sie ihnen beistehen, die verloren gegangene Gesundheit zurückzuerobern. Da nun. Du, wie es Uns die Erfahrung lehrt, durch Deine rühmlich bekannte medizinische Kunst sowohl .früher wie auch jetzt nicht nur Unsere Mitbürger, sondern auch viele Fremde, die Deine Hilfe anriefen, geheilt hast, . Und da Wir es gesehen und in Betracht gezogen haben, das Dein Laben als Wiederhersteller der Gesundheit der Römer And anderer nützlich und heilsam sein kann, so ernnen Wir ^Dich zum römischen Bürger." Der neue Bürger mußte zunächst auf die hebräischen Bücher schwören, er erhielt das Recht, Waffen z« tragen, ein Stipendium von 20 Scudi im Jahre und die Vergünstigung, von den Steuern für das Spiel befreit zu sein. Im Jahre 1392 richtete Papst Bonifazius IX. den folgenden Brief an einen Wischen Arzt: „Bonifazius usw. 'Dem geliebten Sohn Angelo, Sohn des Manuele, Jude aus dem Bezirik von Trastevere, Jude von Geburt, Arzt und Unser Diener, Unseren Gruß zuvorI Da uns eine sorgfältig geprüfte Erfahrung davon überzeugt hat, daß Dich der Schatz der Rechtschaffenheit, der Gerechtigkeit und kraftvollen Tugend schmückt, daß Du, wie Du es längst bewiesen hast, gern und willig wirkst, mit lobesnwerten Vorsätzen und dem allerregsten Eifer, und da wir von Deinen Ruhm und Deiner Rechtlichkeit gehört . haben. Dir gewogen und geneigt sind, Dir einen würdevolleren Titel zu verleihen, so nehmen wir Dich auf als Unseren Arzt und den des Apostolischen Stuhls und als Angehörigen Unserer Hofhaltung, unter den Schutz der Heiligen. Peter und Paul, sowie unter den Unsrigen und den des oberwähnten Heiligen Stuhls. Wir wünschen, daß Du im weitesten Sinn die Privilegien der Apostolischen Gunst genießest, sowie alle Privilegien, Ehren, Freiheiten, Erlassungen von Verbindlichkeiten,' außergewöhnliche Rechte und alle die heutigen vnd zukünftigen Vergünstigungen Unserer Angehörigen und derer des Heiligen Stuhls, ohne daß Apostolische Einrichtungen und irgendwelche anderer Edikte Dir hinderlich sein können. So mögest Du Dich der Pflege der Tugend hingeben, Mir ermuntern Dich, Dir immer höhere Gnadenbezeu-; tzungen zu erwerben. Gegeben zu Rom uftv." Me MW-karalMe mm. Der vor etwa zwei Jahren verstorbene be« rühmte Moskauer Oberrabbtner Jakob Mase hat Memoiren Hinterlagen, welche jetzt veröffentlicht werden und eine Fülle interessanter Daten und Miszellenmaterials über das jüdische Leben in Rußland enthalten. Wir veröffentlichen im nachstehenden eine interessante Episode, die in diesen Memoiren erzählt wird. Im Sommer 1915 kam ein geimsser Sigismund Simsv n, auö Mitau gebürtig, in meine Amtskqnzlei und wünschte mit einem Kavaitertmädchen getraut zu werden, welches zum rabbinische» Judentum übertreten wolle. Die Braut, deren Pater bereits gestorben, entstammte einer angesehenen Karaiteusamilie, und zwar einer ^ohanimsippe in Kupatoria Buslowa. Diese Hafenstadt, too reger .Handelsverkehr herrschte und zahlreiche Fremden hinkamen, da die Seebäder als hMvästig gelten, war seit langer Zeit der von der Regierung genehmigte Hauptsitz der Karaitengemeinde. Dort wohnte auch der Hauptchacham der Karaiten und dort befand sich dakaraitische Beih-Din. Die Karaitei^-Synagoge in Eupatoria ist im Stil desalomonischen Tempels gebaut. Die Karaiten besaßen in Gupatdria auch eine eigene hebräisch« Druckerei und die Stadt war im allgemeinen «in Nest der Feindschaft gegen di« rabbinischen Juden. Der Mann, welcher da- KaraitemniÜchen heiraten wollte, hatte sie mitgevracht. Sie War eine Schönheit von spezifisch tatarischem Typ, trug übrigens auch den tatarischen Namen Murat. Ihr Vater halte Mordechai Hakohen geheißen. Ihre Mutter, die sie begleitete, betrieb seit langen Jahren in Moskau ein Tabakgeschäft. Sie war -nicht vermögend, fand aber von dem Geschäft auskömmlichen Unterhalt. Der Mutter erklärte ich, daß nach dem vüdifchen Gesetz ein Jude eine Kavaitin nicht heiraten! könne; ebenso hätten die keraitischen Chachanim schon mehrfach der Regierung mitgeteilt, daß, da die rabbinische« Juden . nicht israelitischen Stammes seien, eine Ehe mit ihiren unwürdig wäre. Die Frau antwortete mir, daß das junge Paar einander lieb habe, und wenn ihre Bitte nicht erfüllt werde, drohe Lebens gefahr. Ich versprach, mir dm Fall zu überlegen. Es gelang mir, Nachweise zu finden, daß derlei Mischehen in früherer Zeit mehrfach vorgekommm waren, und ich erinnerte mich auch, daß in unserer Literatur ein Heiratskontrakt zwischen einem Juden und einer Karaitin veröffentlicht wurde. Außer den allgemeinen Be-- stimnmngen der üblichen Heiratskontrakte enthält dieser Kontrakt noch folgendm kleinen Zusatz: Die karritisch: Frau übernimmt die Pflicht, den Lichtersegen am Sabbat zu sprechen, und dem karaitischen Brauch, Freitag nachts im Dunkeln zu sitzen, zu entsagen. Es wurde damals nicht verlangt, daß die Karaitin offiziell zum Judentum übertrete, da die Karaiten ihrer Abstammung nach als Juden angesehen werden. So beschloß ich, auch in diesem Falle zu verfahren. Doch nach einer Unterredung mit dem Rabbiner Rabinowicz und einem zweiten Rabbiner ivurde beschlossen, wie bei jedem Uvbertritt einer fremdstämmigm Frau zu verfahren. Dies geschah d.'un auch und sodann wurde die Hochzeit gefeiert. Wiener khrrnpenftonen für Künstler. : Für Tyrolt, Langmann und Streitmann. ' In der jüngsten vertraulichen Sitzung des Gemeinderates wurde Rudolf Tyrolt, der in diesem Jahre in Schönhrrrs „Erde" sich vom Publikum verabschiü>ete und leider den festen Willen kundgab, nie wieder die Bühne zu betreten, eine Ehrenpmsion von 100 Schilling bewilligt. Gleichzeitig wurde die Erhöhung einer Ehrenpension beschlossen und diese Maßnahme des Wiener Gemeiitderates erinnert an einen jetzt sehr schweigsamen, beinahe verschollenen Dramatiker und Novellisten, der es nie verstanden hat, die Ellenbogen zu benützen, und, >nach berühmten Mustern sich der jeweiligen Mode geschickt anpassend, marktgängige Stücke und Bücher zu liefern. Der überaus ivertvolle Mann und feine Geist ist Philipp L a n g m a n n, der Autor des einst viel gespielten Proletarierstückes „Bartl Turaser", dar nach diesem Erstlingserfolg noch eine Reihe von Dramen schrieb, darunter „Die vier Gewinner" und die „Herzmarke", ein Schauspiel, dem Theodor Herzl in einem seiner schönste,: feuilletonistischen Arbeiten das Wort sprach. Philipp Langnrannn hat allzu früh dem dramatischen Schaffen entsagt. Vielleicht erinnert die „erhöhte EHrenvension" (auf 100 Schilling!) die Bühnen an seine Werke. In der nämlichen Sitzung wurde auch die Ehren Pension für den rühmlichen Meister dos Operettengesanges, Professor Karl S t r e i t m a n n, erhöht. Fda Roland im Mater in der gosesftadt. Daö Theater in der I os e f st ad t hat soeben mit Jda Roland einen Vertrag abgeschlossen, demzufolge die Künstlerin die Hauptrolle in. der Komödie „The constant wife" von Maugham darstellen wird, dessen deutsche Uraufführung in der zweiten Hälfte Oktober stattfindet. Frau Roland war bekanntlich durch einen kurzfristigen Kontrakt für das Wiener Burgtheater verpflichtet und halt« an zahlreichen Abenden der beiden letzte,: Spieljahre, insbesondere in Molnars „Die rote Mühle", in Claudels „Mittagswende", als Bezugspreise der „Wiener Modenzeitung“: Monatlich Wien und Oesterreich.. ... . 8 5'— Tschechoslowakische Republik ......... KC 22'— Jugoslawien ..Dinar 60’— Polen. Zloty 6 — Deutschland ..Goldmark 4'— Palästina sh 4 - England. sh 4'— Frankreich, Belgien.. . . . Frcs. 35’— Italien .. Lire 20 — Rumänien . Lei 170 — Bulgarien .. Lewa Ivo — Amerika. Dollar 1'— Schweiz und das übrige Ausland ..... Franken 5*— Oesterr. Postsparkassenkonto 150,693. Phädra und im „Jungen Aar" außerordentlichen Erfolg. Anläßlich der Proben zu den: letztgenannten Stück kam es bekanntlich zu peinlichen Affären und die Leitung d«S BurgtheaterS glaubte, aus disziplinären Gründen auf die Künstlerin vcrzichben zu müssen, so daß ihr Burgtheaterkontrakt nicht erneuert wurde. Aus den Mater«. Deutsches Bolksthealer. Heute abends 8 Uh: findet die Premiere des Schwankes „MüllerS" von Friedmann-Fredevich mit Maz Adalbert und Max Landau in den männlichen Hauptrollen statt. Theater an der Wie». Heute, 8 Uhr abends, findet die Festvorstell'Ung der 650. Aufführung der Operette „Der Orlow" statt. Bruno Granlchstaedte'n wird persönlich dirigieren. Wiener K a nt m e r s p i e l e. Db heule spielt Oskar Huaelmonn die Rolle d«S „David Makenzio" in „Zwölf Madel lernen heiraten". I o h a -n n - S t r a u ß - T h e a t e r. Freitag, den 12. b. M., gelangt „D i e Lady vom Lido", Revueoperette von Florian und Robert Kätscher, Musik von Robert Kätscher, zur Uraufführung. In den Hauptrollen sind Louise Kartousch, Ernst Tautenhayn und die Tanzsoubrette Miei Dely beschäftigt. Shakespeare im Dialekt. Ju Italien wird jetzt Shakespeare ttt me Mundart der verschiedenen Provinzen übertragen. Eine Bearbeitung der „GezWmten Widerspenstigen" in toskanifchenl und in römischem Dialekt ist bereits vorhanden. Me die „Literarische Welt" iweldet. ist setzt der „Kaufmann von Venedig" im venezianischen Dialekt aufgeführt worden und hat einen großen Erfolg bei Publikum und Presse gehabt. Eine Skradrvariu--Geige. Ans London wird uns aeschrteben: Der ungarische Geiger Zoltan Szekery hat kürzlich eine Stradrbarius-Gelge um den Rerordpreis von 10.000 englischen Pfund käuflich erworben. ES handelt sich Hievei um jenes Exenrplar, das seiner farbenprächMen Lackierung wegen in Fachkreisen unter dem Namen „Michelangelo^ bekannt ist. Eine Schule für Kritiker. In Essen wird am 1. Oktober etn Institut für Stilkunst und Kritik eröffnet werden. Der Lehrgang des Instituts, das der Ausbildung von Kritikern dienen soll, besteht in freien Kursen und Seminavübunaen. Zum Leiter wurde der Kunstschriftleiter und Musikkritiker der „Rheinisch-Westfälischen Mtung" Ro5 Cunz ernannt. Gerichtssaal. Auch ein Betrug. Anzelge gegen die Pianistin Fanla öupoulMn. Dic bekannte russische Barpianistin Fanja Suponitzkaja hätte sich heute vor dem Bgzirksrichter Dr. N«ude? deS Stvafbezirksgerichtes I wegen Uebertratung des BetvuKis zu verantworten. Der Besitzer der Mary-Bar Hatto gegen sie die Anzeige erstattet, daß sie sich von seinem Oberkellner IM Schilling ausgeborgt habe, weiters habe sie intgrurbane Gespräche mit halb Europa geführt, wofür sie ihm 2M Schilling schuldig sei. Sie habe diese Schulden begangen, obwohl sie wußte, daß sie bereits überschuldet fei. Die zur Verhandlung nicht erschienene Aitgellagte hatte bei der Polizei bestritten, daß der Schaden eine derartige Höhe erreicht habe. Sie habe sich beim Oberkellner nur 70 Schilling ausgeborgt, die Tesephongespräche habe sie miit Zustimmung deS Direktors der Mary-Bar geführt und eS feksn De auch von ihrsr Gage für die Telephongebühren Abzüge gemacht worden! so daß sie nur mehr 119 Schilling schulde. Ueber Antrag des staatsanwaktschalftlichvn Funk» tionärs wurde mit Rücksicht auf die HW der Schadenssnmme wegen Verdachtes des BerbrechH-pjs dos. Betruges (!) der Mt dem Landesgv-rrcht icchgÄreben. Ländlich, sittlich. Aus Innsbruck wird berichtet: Bor einem hiesigen Schöffensenat hatte sichln geheimer iBerhandlung ein L e h r e r aus dem älnterkrmtal (bec Name wird in den: Berichte nicht genannt) wegen Verführung zur Unzucht zu verantworten. Wie aus der Anklageschrift zu entnehmen war, hatte sich der Lehrer nach und nach an sämtlichen seiner Obhut anvertrauten Schülerinnen sitlichschwer vergangen.. Die Mädchen wagten es nicht, ihren Mngirhöhörigen davon Mtteilung zu machen, da der Lehrer drohte, er werde sie züchtigen. So kam es, daß der Mstling monatelang seinem verbrecherischen Hai^e ftönen konnte- Er hielt immer das eine oder andere Mädchen nach Schulschluß unter irgendeinem Vorwand zurück und beging dann an ihm schwor« sittliche Verfehlungen. Der ,^Lehrer'' wurde schließlich zusechsMonatenstrengem Arrest, bedingt, verurteilt. Die schadhaften Wiener Häuser. Der Private Ott, Swobvda war gestern wegen Gefährmrg der körperlichen Sicherheit angektagt, weil am 18. Juni sich aus seiner Wohnung eine -Oberlichts losgelöst hatte und auf die Stra^ gestürzt tvar, wodurch die Glasscherberr den vorübergehenden Postamtsdirektvr Wolf Huber auf deit Rücken fielm, ohne ihn glücklicherweise zu verletzm. Ter Beschuldigte gab an, daß damals ein riesiger Sturm geherrscht habe. Der Unfall habe sich ivährend Abwesenheit der Familie abgespielt. Erst beinr Nachhausekontinen sei er iwu dem /Absturz der -Oberlichte in Kenntnis gesetzt worden. Er habe wegen des großen Sturmes nicht nur die äußeren, sondern auch die inneren Fenster geschlossen gehalten, doch seien in den: alten Hanse, in dem sie ivohrren, die Fensterrahmen derart schadhaft, daß sich bereits einmal ein ährckicher Unfall im Hanse ereignet habe. Da auch der Zarge Wder bestätigte, daß damals ein ganz nngewöhirlichev Orkan geherrscht habe, ging derKichtex.nch emem F reiM^jM voe!.