Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-07-31 · Heft 3024 (31.7.1927) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3024 (31.7.1927)
Date
1927-07-31
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2982112--30822-3019081
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

3L Ml 1SS7 mss^t - Ne. 3024 Wien, Sonntag ttS&fLMmtoMJfe <ÜWI MM >i» M»» G #ijgi fr* M 4irl0*yWiy»mP»y Israel KeWlnsli. ila Mcher 6o«mt ns Polen in «nvoleo« «m«. Von De. Ignaz Schipper. Der ausgezeichnete Historiker und Soziologe Dr. Schipper hat, wie seinerzeit mügekeilt, in einem Memoirenbuch, imS ihm der in Zieradz ansässige Arzt Dr. Ke mp in s k: zur Verfügung gestellt hat, eine Reihe wevtvouer Daten über die Teilnahme deS Verfasserdieser Memoiren, Israel Kempinski, an den Napoleon lachen Kriegszugen gefunden. Wir geben die anziehende Darstellung, die Schipper aus den Memoiren schöpft, hier wisder; sie :st in jiddischer Sprache im Warschauer „Moment" erschienen. Israel Kempinski, mit dem Vornamen auch Kasriel genannt, gehört zu dem Häuflein von Juden aus Polen, welche in Napoleons Armee dienten, ebenso wie der Kavalleriemajor K. Junghof, der Kapitän MordechaiRosenfeld, der Stabsarzt Wilhelm Lubelski, der Leutnant Notkiewicz, der berühmte Oberst Berel Josselowiez, ferner Berek Chwat, Josef Weißblum u. a. Die Familie Kempinski war in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts au§ der Stadt Kempen nach Piotrkow eingewandert und nannte sich nach der Stadt, woher sie stammte, Kempner. Im Gegensatz zu der Mehrzahl der Juden, welche damals in Piotrkow lebten, gehörten die Kempner jenem neuen Typus jüdischer Menschen an, der im Schatten des großen Moses Mendelssohn aufkam: In der Familie Kempner herrschte moderne Bildung neben kräftiger jüdischer Tradition. Unser Israel — Kasriel wurde nach seinen eigenen Aufzeichnungen im Jahre 1791 geboren. In dem patriarchalischen Vaterhaus sog er Liebe zum Judentum und zu allgemeiner Bildung ein. Eine Zeit lang studierte er in Breslau, lernte moderne Sprachen und wäre sicher, wie viele seiner Generation, ein strebsamer Angestellter einer Bank oder bei einem.jüdischen Großhändler geworden, hätte ihn nicht seine jugendliche Phantasie in die weite Welt zu farbigen Erlebnissen und Abenteuern hingezogen. ■ Die polnischen Legionen, welche in Napoleons Armee kämpften, in der Hoffnung, der große Kaiser 'werde das geteilte Polen wieder errichten, übten auf den jungen Kempner starke Anziehungskraft. Im Jahre 1808 reifte in ihm der Entschluß, sich den Legionen anzuschließen. Als Siebzehnjähriger trat er in die sogenannte „Legia Nadwislanka" ein, die sich damals unter der Führung der berühmten polnischen Legionenführer Joses Chlopicki, Josef Grabinski, Korrsigotvfli, Estko u. a. formierte. Diese Legion wurde nach Spanien für den Krieg gegen die Bourbonen eingesetzt. Und Israel Kempinfli marschierte nach Spanien, als wolle er Vergeltung üben für das jüdische Blut, das durch die spanische Inquisition einst vergasten worden war ... II. loren die Franzosen bei den Rückzugsgefechten 40.000 Mann, ein Sechstel ihrer ganzen Armee. Am 21. Juni 1813 beteiligte sich Israel Kempinfli an der Schlacht bet Vittoria, in der 68.000 Franzosen und ihre Verbündeten 80.000 Engländern und Spaniern gegenüberstanden. Die Franzosen werden geschlagen, flichen nach Pampelona und San Sebastian, um sich mit den Truppen des Generals Soul zu vereinigen. Kempinfli macht den Rückzug mit und nimmt ml der Schlacht Mischen Soul und Wellington teil, in der Soul nach Verlust von 10.000 Mann sich weiter zurüziehen muß. Wellington verfolgt ihn Schritt auf Schrttt bis es am 10. April 1814 zur Entscheidungsschlacht bei Toulouse kommt. Das ist die letzte Schlacht, in der Israel Kempinfli gekämpft hat, und sie verlauft ebenso unglücklich für die Franzosen wie die früheren Schlachten. „Nach der Schlacht bei Toulouse" — schreibt Israel Kempinfli in seinen Memoiren — „nahm ich von meiner militärischen Karriere Abschied." Zermürbt und gebrochen wandert er nach Polen zurück, das Herz von Verbitterung vergiftet. Er war erbittert gegen die französischen Generäle, welche die polnischen Legionen ins schwerste Feuer sandten und doch deren Heldenhaftigkeit und Mühsale verschwiegen. „Der Egoismus der Franzosen" — schreibt Kempinfli kurz vor seinem Tode — „verhinderte sie, den polnstchen Legionen die gebührende Anerkennung und Dankbarkeit zu beweisen, welche sie ihnen schuldeten." II. ' Nach der Rückkehr aus Spanien siedelte sich Kempinfli in Sieradz an. Seine Lebensweise änderte sich von Grund auf. Aus dem romantischen Legionär wurde ein solider Kaufmann und Unternehmer. Er heiratet, befaßt sich mtt jüdischen Gemeindeangelegenhetten und wird bald ein angesehener Bürger in der kleinen Stadt. In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet er eine Munitionsfabrik, die erste in Polen, und erhalt dafür ein Dankschreiben von dem bekannten polnischen Schriftsteller und Staatsmann Julian Niemzewicz. Die jüdische Gemeinde von Sieradz hat an Kempinski einen energischen Vorsteher und Fürsprecher. Er steuert aus seinen Mitteln zum Bau der schönen Synagoge bei, die noch bis heute in Sieradz . steht. Im Jahre 1862 beginnt er, über 60 Jahre alt, seine Memoiren zu schreibe». Cr diktierte sie seiner Tochter Annette - ein. Sie geben Zeugnis von Kempinflis rührigem und frischem Geist. Seine Liebe zur allgemeinen Bildung begleitet ihn bis zu seiner letzten Lebensstunde: er informiert sich über die Erfolge der deutschen Forschungen aus verschiedenen Lexika. In der deutschen und polnischen Literatur ist Kempinfli gleich gut bewandert. Er ist als heißer polnischer Patriot und frommer Jude zugleich bekannt. Ein OelbÄ), das im- Besitze von Dr. K. Kempinfli in Sieradz ist, stellt Israel Kempinfli als freundlichen Greis in schwarzer Biedermeiertracht dar, mit seingeschnittenem intelligenten Gesicht, ein kleines Käppchen auf dem.Kopf. Er trägt die charakteristische Backenbarttracht seiner Zeit. Der Feldzug in Spanien dauerte mehr als fünf Jahre, von Ende 18s)8 bis ungefähr Mitte 1814; es war einer der blutigsten und schwersten Kriege, welche Napoleon während seiner Laufbahn zu führen hatte. Die französische Armee hatte in Spanien nicht nur einen so geschickten Taktiker, wie es der englische Kommandant Artur Welesley, der spätere Herzog von Wellington war, zum Gegner, sondern auch das ganze spanische Volk, Männer und Fraueru die von Fanatismus beseelt waren. Israel Kempinski machte diesen furchtbaren Krieg vom Anfang bis zum Ende mit. Israel Kempinski starb im Jahre 1868, im hohen Mer von 77 Jahren. Sein Leben lrar vornehm und schön und darum soll es nicht vergessen werden. Schöneres Wetter. Wien, 31. Juli. Nach dem wolkenbruchartigen. Gewitterregen in der Samstagnacht herrschte gestern heiteres, etwas kühneres Wetter. Dre Prognose laüret: Ziemlich heiter, Gewitterneigung, Temperarurzunahme. Er kommt mtt den polnischen Regimentern im Juni 1808 in Spanien an. Die Regimentes werden dem Korps des Generals Lefevre zugeteilt. Bei Burgos kommt Kcmpmski zum erstenmal ins Feuer. Kurz darauf nimmt er an den berühmten Kämpfen in Saragossa teil und macht den Marsch nach Madrid mit, der über den Bergkamm von Somma-Siera führt. Die Heldentaten der polnischen Kavalleriegruppe, welche unter der Führung des Obersten Kosietulfli den Bergkamm eroberte, machten auf unseren Israel Kempinfli tiefen Eindruck. Er beschreibt diese berühmte Leistung der polnischen Chevoxlegers in seinen Memoiren bis in die Einzelheiten und vergleicht den Obersten Kosietulfli mtt dem griechischen Helden Leonidas... Nach Sonuna-Siera folgen lange und hartnäckige Kämpfe mtt den spanischen Partisanen. In einem Gefecht bei Leres de la Frontera wird Kempinfli von den Spaniern gefangengenommen. U0ber diese Episode schreibt mir Herr Maximilian Kempinfli, ein Enkel unseres Helden, jetzt ein Greis von 76 Jahren, folgendes: „Mein Großvater hat mir, als ich ein Knabe von ungefähr 10 bis 14 Jahren war, viel von seiner Gefangennahme bei Xeres erzählt. Als er einmal -— so erzählte er — mit anderen Gefangenen im Gefängnis saß, besuchte ein spanischer General die Gefangenen. Der Großvater hatte aus ein Blatt Papier jüdisch die Worte „Ich bin Jude" ausgeschrieben. Der General, der hinter ihm stand, beugte sich über seine Schulter. Als er die Schriftzeichen auf dem Papier bemerkte, gab er sofort Befehl, den Großvater aus dem Gefängnis zu entlassen und nahm ihn zu sich in die Kanzlei. Der General war offenbar ein Maranne." Nicht lange darauf wird Israel Kempinfli ganz frei. Er stößt zur französischen Armee und kämpft Wetter gegen die Spanier und Engländer. Am 27, und 28. Juli 1809 nimmt er an der Schlacht bei Talavera teil. Im Februar 1810 kämpft er unter dem berühmten französischen General Soul bei Cadix. Am 22. Juli 1811 finden wir ihn bei Salamanca in der furchtbaren Schlacht zwischen Wellingtons Armee und den Truppen des französischen Marschalls Mcrrmont. In dieser Schlacht erlitten die Franzosen, eine schwere I Niederlage und man mußte an den Rückzug denken. Dieser 1 war schwierig und gefährlich; im Jahre 1812 allein der- * GerreriMommissär Zimmerman in Bad Einöd. Der ehemalige Generalrommissär für Oesterreich Z immerman trifft morgen in Bad Einöd ein. Tödlicher Unfall in einem Aufzugsschacht. Ber der Firma M. Neumann, 1. Bez., Kärntnevstraße 19, geriet gestern der Tischler Kommen da, Lessinggasse 29, bei der Arbeit zwischen den Personenaufzug und den Listschacht, wurde eiMerlem'mt und erlitt Brüche säst sämtlicher Rippen. Der Mann konnte nur mehr als Lerche geborgen werden. Die Erhebungen über die Berschuldenfrage wurden eingeleitet. Vom Blitz getötet. '38ev einem Aber 'Graz und Umgebung uieoergegangenew Unwetter wurden tn Kainvach bei Grajz die auf denr/ Weg befindliche 47jährige Frau des Stationsvorstandes Amalie Kupka und der Besitzer Josef Fartek aus St. Peter auf "offener Straße vom Blitzschlag getötet. Vermißter Spitalspslegling. Seit denr 24. Juli ist der 60jährige, arbeitslose Glasschleifer Rudolf Wallner aus dem Wilhelminenspital, wo er sich infolge Lähmungserscheinungen in Pflege befand, spurlos verschwunden. Seine Angehörigen befürchten, daß er sich ein Leid angetan haben könnte. Wallner hatte sich wie alltäglich aus seinen: Krankenzimmer entfernt, unr spazierenzugehen und ist seither nicht mehr; zurückgekehrt. Von einem Lastenauto getötet. Gestern nachmittags wurde in der OÜtakrinaerstraße Ecke Wattgasse die sechsjährige HilfSatbeiterStochter Stephanie War«niea, Lienfeldergasse 63 wohnhaft, beim Ueverqueren der. Fahrbahn von dem Lastenauto A XXIV 366 niedergestoßen und überfahren. DaS Kind erlitt einen Bruch des Schädelgrundes und verschied, eye die RettungSgefellfchast zut Grelle war. Nach Zeugenaussagen trifft den Lenker des. Kraftwagens kein Verschulden, da daS Krnd durch eigene Unvorsichtigkeit in den Wagen hmeingerannt ist. Msse-nembrüche. Gestern nachts wurde von altbekannten Tätern ein Ernbruch in die Räume der Wohnbaugesellsckpst „Ge siba" m der Währingerstraße 25 verübt. Die Täter erbrachen mti eiserne Kassen, ohne jedoch Beute zu machen. — Gestern nachts verübten Einorucher nach Aussprengen deS Ryllvalkens im Hause Hernalser Hauptstraße 139 im Kolomakwarengeschäst der Firma Deutsch einen Einbruch. Sie erbrachen eine eiserne Kasse und erbeuteten 1150 Schilling, 32 Dollar, Golddukaten und Silb-rmünzen sonne zwei LS-SchiMns-Münzen in Gold. cRadioprogramm europäischer Stationen v. /. bis 6. Stugust, |j;V[||i(i üllp!!1!!:!!. Berlin, Welle 484 (566, 1250). Mo.: 17.30: Konzert; 21: Konzert (Aas der Zeit des Rokoko). Di.: 16.80: Kmizertstbertragung; 20.30: Orchcsterkonzcrt. Mi.: 20.30: Konzert; 21: Rezitation; 21.30: Konzert; 22.30: Konzert. Do.: 17.30: Schubert- Konzert; 22.30: Tanzmusik. Fr. 17: Konzert; 20.30: Symphoniekonzert; 22.30: Konzert des Mandolinenklubs Napoli 1906. Sa.: 16: Konzert; 21.15: Konzert; 22.90: Tanzmusik. Königsberg, Well« 329,7. Mo.: 1120: Konzert; 16.80: Konzert; 20.10: Kammermusik; 21.15: UMerhaitungSmusik. Di.: 11.30: Konzert; 16.30: Konzett mtt Gesang; 18.15: L'.edervortrog; 20.30: Orgelkonzert; 22: Leichte Musck. Miu 11.80: Konzert; 16.80: Konzert; 20.10: Ledervortrag; 28: Tanzmusik. Do.: 11.30: Konzert; 16: Konzert; 18.45: Das Groteske in der Musik; 20.45: Konzert mit Gesang. Fr.: 11.30: Konzert; 17: Konzert mit Gesang; 20.10: „Auf der Brücke", Einakter von Salten. Sa.: 11L0: Konzert; 16.30: Berlin, wie es weint und lacht; 20.30: Konzert mit Gesang. Prag, Delle 348,2. Mo.: 12.10: Konzert; 18.15: Deutsche Sendüng; 20.10: Mibtärkonzert; 21: Konzert mit Gesang; 22: Konzert. Di.: 11: Konzert; 17: Konzett; 18.15: Deutsche Sendung; 20.10: Bunter Abend; 21.10: Tanzmusik. Mi.: 17: Konzert; 16.20: Deutsche Sendung; 20.10: Hörspiel; 20.40: Unterhaltungsmusik. Do.: 12.10: Konzert; 17: Konzert; 16.15: Deutsche Sendung; 20.10: Lustiger Abend; 21.15: Unterhaltungsmusik. Fr.: 11: Konzert; 17: Konzert;/ 18.16: Deutsche Sendung., Sa.: 12.10: Konzert; 17: Konzert m'.t Gesang; 18.15: Deutsche Sendung; 20.10: Operettenrmrsik. Brattflava, Welle 300. Mo.: 18: Konzert. Di.: 17.45: Jazz. Mi.: 16: Konzert mit Gesang. Do.: 18.15: Klavierkonzert. Fr.: 17.45: Konzert; 21: Konzert. Sa.: 18.15: Tanzmusik. Brünn, Welle 441,2. Mo.: 17.45: Deutsche Sendung; 18: Konzert; 20: Lusbger Abend. Di.: 12.15: Konzert; 17.45: Deutsche Sendung; 19: Konzert des Hermann-Quartetts; 20: Konzert mit Gesang; 21: Militärkonzert. Mi.: 17.45: Deutsche Sendung; 19: Konzert; 20.10: Konzert mit Gesang; 21: Konzert. Do.: 12.15: Konzert; 19: Konzert; 20: Konzert mit Gesang; 21: Tamburizzakonzert. Fr.: 19: Konzert; 21: Konzert. Sa.: 17.45: Liederkonzett; 19: Konzert; 20: Lustige Rezitationen; 20.25: Lederkonzert. Warschau, Welle 1111. Mo.: 16: Jazz; 20.30: Konzett mit Gesang. Di.: 17.45: Konzert; 20.30: Konzert mit Gesang. Mi.: 17.15: Konzett; 22.30: Jazz. Do.: 20.15: Konzert. Fr.: 18: Kammermusik; 20.30: Konzert. Sa.: 17.15: Konzert; 20.30: Konzert; 22.30: Jazz. Zagreb, Welle 310. Mo.: 20.30: Konzett; 22: Tanznmsck. Dm 2ö'.30: Konzert; 22: Konzett. Mi.: 2K30: Konzett (JtaLie- . nischer Abend). Do.: 20.30: Heitere Musik; 22: Konzett, Fr.: 20.30: Konzert mit Gesang; 22: Konzert. Sa.: 20J30: Heitere Musik; 2030: Tanzmusik. Bist körperlich Du ganz am Hund, Dann bist Du, wett' ich, nicht gesund. Doch brauchst Du darum nicht gleich sterben. Mußt nur um „Herma" eifrig werben. „Herma" ist alkoholfteies GesundheitSgettank aus HETOa MAtS. Neuengagements der der Hakoah. Für die Hakoah wurde der aus' ArrlerÄa zuruckgeLeWe Rechtsaußensturmer Ernö Schwarz reengagiett und der - Tormann Zoltan Halmos vom Budapester Bivo neu-, engagiert. Starre Zunahme der Konsesfronslosigkeit in Wien. Aus dem Rathaus wird mitgeteilt: Die Zahl der Reltgionsaustritte rn Wien wächst Von Jahr zu Jahr. Im Jahre 1914 haben nur 617 Personen ihre Konftsstonsloftgkeit erklärt, im Jahre 1925 bereits 9267 und im Jahre 1926 stieg die Zahl auf 12.242. In den ersten fünf Monaten des Jahres 1926 haben 4249 Personen ihren Austritt aus ReligionsgesellschaUerr vollzogen. Vom 1. Jänner vis 30. Mai 1927 5186, also um 937 mehr. Die Zahl der Konfessionslosen in Wien war am Stichtag der Volkszählung vom 7. März 1923 insgesamt 33.^°" Seither hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt. Den Namen verloren. Einige Hitten der Alpenhütten von Re non bei Bu- Bozen horten aus der Ferne Hilferufe. Ms sie zu der Unfallsstelle kamen, fanden sie einen Mann, der sich schwebend über einem tiefen Abgrund an einem FelSabhang festhielt. Nachdem es ihnen gelungen war, den Unglücklichen auS feiner Lage zu befreien, bemerkten sie, dass er infolge des furchtbaren Schreckens sein EttmrenmaSvermögen vollständig eingebüßt hatte, so daß er nicht einmal seinen Namen angeven konnte. Versicherungsanstalt der östrrrerchischen Bundesländer. Einem Teil unserer heutige» Auflage liegt ein Prospekt der Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer bei, auf welchen wir unsere Oesier besonders aufmerksam machen. , Srpben Religionen tn einem GotteShauA. In dem Londoner „City Temple" waren dieser Tage Vertreter von sieben oerschiedienen Religionen zu einer Versammlung vereint, die ein Novum auf dem Gebiet der reliMeu Aussprache darstellt. An dem Msettna ncchme» als Redner je ein Buddhist^ ein Wist, ein Anhänger des Konfüsse, ein Hindu, ein Jude, em Mohammedaner und ein Teosoph teil. Vemustafter -er eikkenartiaen Der- Moschee und einem Inder, der eine Hymne der Hindus fang. Das Ziel der genannte» Kameradschaft gibt sich in dem I Wunsch zu erkennen, .^Frieden und Brüderlichkeit^ unten iM lammiung war me rieugevuoere ,MrmevaoiHasr oer Mauoensvewegung", an deren Spitze der Hanptgeistliche des „Etth-Temple", Rev. Dr. tz. W. Norwood, stcht. Eiugelettet wurden die Ansdrachen der verWedenen Väichonsvertreter durch den GeoetSruf deS Muezzins bev Londoner Moschee und einem Inder, der eine Hymne der Hindus fang. «

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.