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Wiener Morgenzeitung · 1927-07-28 · Heft 3021 (28.7.1927) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3021 (28.7.1927)
Date
1927-07-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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?r. 302t Men, Donnerstag litt Amerikakredlt der deutschen Solvdlrkontbauk. Wie bereits berichtet wurde, hat eine amerikanische Bankengruppe ans Anregung des Reichsbanlpräsidenten Dr. Schacht der deutschen Golddiskont'bank e'nen Kredit von dreißig Millionen Dollar cingeräumt. Dazu wird uns ans Berlin mitgeteilt: Di« Golddiskontbank hatte fich in früheren Jahren durch gelegentl'chc Abmachungen Bereit st ellungskredite in New Fork verschafft, da sie es nicht für richtig hält, lediglich auf die Reichsbank angewiesen zu sein. Anläßlich der Amvesenheit des Re-chSbankprätstdenten in New Dark wurde eine Wiederaufnahme der alten Abmachungen angeregt und von der GolddiSkontbank akzeptiert. Danach ist für die Golddiskontbank ein Kredit von 30 Millionen Dollar, zunächst für ein Jahr gültig, -n ähnlicher Form wie die früheren Abmachungen abgeschlossen worden, mit einem aus den gleichen Firmen bestehenden Konsortium. Die Möglichkeit «in« Verlängerung 'st dabei vorgesehen. Ob und in welchem Umfange der Kredit in Anspruch genommen werden wird, läßt sich in keiner Weise Vorhersagen. Der frühere Kredit ist mir ganz im Anfang vorübergehend und auch nur zu einem kleinen Teile ansgenutzt worden. 8«teniatio«ale Berstündkgum in der Kohle«« luduftrie? Der Verein für die Interessen der Rheinischen Bvaunkohlenindustrie in Köln legt jetzt feinen Bericht Wer das verflossen« Geschäftsjahr vor. Darin wird der Versuch einer internationalen Kohlenverständigung der europäischen Länder folgendermaßen beurteilt: Angesichts der schlechten Lage des Ausfuhrgeschäftes und des anhaltenden Tiefstandes der Konjunktur ans dem europäischen Kohlenmarkte Überhaupt dürfte dieses Problem, >das naturgemäß durch den englischen Streik evvas in den Hintergrund getreten ist, wieder aktuell werden. .Wenn auch die bisher In dieser Richtung hin unternommenen Schritte n«r informativen Charakter hatten und positive Vorschläge noch von keiner Seite gemacht worden sind, bessern sich doch die Voraussetzungen für das Zustandekommen einer solchen Verständigung, mit der vielleicht eine planmäßige Verteilung der Kohlenausfuhr unter Vermeidung des groben Unterbietüngskampfes auf dem Weltmarkt« erreicht würde. Tteuerkalender für August. Bundes steuern. 16.-August: Effektenumsatzsteuer für Juli. 30. August: Warenumsatz st euer für Juli. Wiener Gemeindesteuern. 10. August: Plakatabgahe, Wasserkraftabgabe, Nahrungs- und Genu ß m ii te labgab« für 1. bis 31. Juli; Lustbarkeiisabgabe von regelmäßig wioderkehrenden Veranstaltungen für 15. bis 31. Juli. 13. August: Fürforgeabgabe,Fremdenzimnl«rabgabe, Wahn bau ste u e r für 1. bis 81. Juli. 20. August: Anzeige nab gäbe (End termi n für die Bekanntgabe der Inseratengebührensumme), Lustbarkeitsabgabe von regelmäßig wiederkehreuden Veranstaltungen für 1. bis 15. August. 25. August: A nzeige na bgab e -für 1. bis 31. Jul:. OLfterke^chssch-türkische Finanzbeziehungen. Der türkische Finanzminister, der gegen-wärttzl rn Paris weilt und„ von dort nach London und Paris fahren wird, wird ans ferner Rückreise auch Wien und Budapest besuchen. Er wird mit den Führern der österreichischen, bezw. ungarischen Großbanken Verhandlungen zwecks Vertiefung der Finanzbezrehungen zwischen Oesterreich, Ungarn und der Türkei führen. Bor einer Erhöhung der Schrchprsise. Infolge, des steten Ansteigens der Lederprerse ist, wie der Schuhfabrikantenvereiu in seiner letzten Vollversammlung festgestellt hat, die Schuhindustrie «nötigt, die Sch>uhpreise zu erhöhen, was sich in kürzester Heit auch ans den Schuhhandel auswirken wird. Valorisiernngskonvention Jugoslawiens mit den Nachfolgestaaten. Aus Zagreb wird gemeldet: Im Zusammenhang mit der Durchft'chrung des jugÄlawischen Bilanzen-Aufw 'e r t n n g s a e s e tz e s, vom August 1926 bezüglich der Aktiengesellschaften bat. stich die Notwendigkeit ergeben, Valorisierungsabkommen mu anderen Nachfolgestaaten zu schließen, und zwar mit Rücksicht /darauf, daß oie Aktien und Obligationen der größten jugoslawischen Unternehmungen an verschiedenen ausländischen, hauptsächlich sukzessions staatlichen Börsen kotieren. Es handelt sich -in erster Linie um d:e Fälle, in denen im Auslände die Taxen- und Steuerfreiheit von Valoriisierungsopera gogenjeitiM Steuer- und Gebührensreiheit für die erwähnten Valorisierungen^ Versteigerungen. Am 29. Juli 1927, nachmittags 3 Uhr, 1. Bez., Stephansplatz 3: Ampel und Luster. In der gerichtlichen Auktioushalle, Jakobergasse 1. am 29. Juli 1927, nachmittags 3—7 Uhr: Wohmmgs- und Buraueinrichlung, Klavier, Schreibmaschine, Ueppiche, Bilder, Btzcher, Pretiosen, ReiserequlsUen usw., ferner Dextihvaren, Knopfloch- und Nähseide, Wolle, Zwirn usw. Zusanstnenschluß in der deutschen IMemudustrie. Aus Berlin wird aerrreldet: Drei der größten deutschen Uhrengesellschaftkn haben sich zu einer Vereinbarung zusamweugeschlossett. Der Jnteressengemeinschaftsvertrag besteht für dre Dauer von 30 Jahren. Diese drei Fabriken umfassen etwg 65 Prozent der gesamten deutschen Produktion. Infolge des Zusammenschlusses wird eine Preis re gelung erfolgen, Hle etwa unter den jetzigen Preisen liegen wird. . Ablehtzung des amerikanischen Bauangebotes durch, die Stadt PMg. Me das „Prager Tagblatt" meldet, habe das Bauamt der Stadt Prag die Vertreter des amerikanischen EhaMan-Konzerns, die in Prag Tausende von Wohnungen batzen wollen, ekngeladen, alle Details vorzntragen. Doch Tei man sich darüber ziemlich eiwtg, daß' das Projekt ggteftt« M-rgerr-erAms nicht angenommen wird, weil eine Verzinsung der Häuser von über neun Prozent garantiert Mrden müßte, da die amerikanisch Bauweise nur eine Dauer von fünfundzwanzig Jahren garantiert, die Häuser also in dem .Augenblick der Uevernahme durch die Staat völlig entwertet wären. Startes Pafsivum des polnifthe« Außenhandels. Aus Warschau wird gemeldet: Die polnische Handelsbilanz im ersten Halbjahr 1927 endet mit einem bedjeutenden Passivum. Die Einfuhr betrug 890,966.000, die Ausfuhr 780,523.000 Zloty. Somtt beträgt das Pafsivum der Handelsbilanz rund 110 Miktionen Ziloty. Im ersten Halbjahr des Vorjahres betrug die Ausfuhr 573,652.000 Zloty, die Einfuhr <152,880.000 Zloty, somit das Attivum rund 220 Millionen Zloty. DaS heurige Defizit ist zum großen Teile mit der vorjährigen Mißernte zu erklären, da um 160 Millionen Zloth mehr Lebensmittel eingeführt wurden. Standarisierung des Eierhandeks in Polen. Aus Warschau wird gemeldet: Das Landwirtschoslsministerium hat an die Handels- und Landwirtschaftsorganisationen zur Begutachtung einen Verordnungsenbwurf betreffend den Eierexport ergehen lassen, der die Einführung der Staudari« siemng «des Eierhandeks bezweckt. Das Projekt stützt sich auf Vorschriften, wie sie in anderen Ländern mit einer gut entwickelten Eierinhustrie Anwendung finden, sieht jedoch keine Ausfuhreinschränkungen vor. Die Errichtung einer Naphthabörse in Bukarest geplant. Aus Bukarest wird berichtet: In der rumänischen Petroleumindnstrie wurde die Errichtung einer Petroleumborse in Bukarest angeregt. Diese.Absicht wird von der Regierung grundsätzlich gebilligt. Durch 'die Errichtung einer derartigen Börse erhofft man eine Konsolidierung des rumäniiicben Petroleummarktes und sogar einen Einfluß auf die ausländischen Märkte. Einfuhrecnschräntungen in Rumänien. Aus Bukarest wird berichtet: Anläßlich der Schaffung des neuen rumänischen Zollrarises hatte die Regierung in einer besonderen Liste alle in Rumänien nicht erzeugten Waren zusammenstellen lassen hinsichtlich deren ein Schutz der nationalen Produktion nicht notwendig ist und bei denen entgegen den außerordenrlich hohen Zöllen des autonomen Tarifes minimale Zollsätze festgesetzt wurden. Seit dem Inkrafttreten des Zolltarifes erhielt die Regierung von Importeuren mtunterbrochen Gesuche um Erweiterung dieser Liste und um Zollbegünstigung für Waren, die irr Rumänien angeblich nicht erzeugt wurden. Der Verband der rumänischen Industriellen machte die Regierung darauf aufmerksam, daß es sich bei diesen Gesuchen in zahlreichen Fällen um den Versuch von Mißbräuchen handle, da für solche Waren Zollbegünstigungen verlangt werden, die in Rumänien erzeugt werden können. Die Regierung überzeugte sich von der Richtigkeit der Stellungnahme der rumänischen Industrie und beschloß, die Zollbegünstigungen für die begünstigten Waren außerordentlich stark einzusch ranken. In der Zukunft werden Zollbegünstigungen erst dann gewährt, wenn die Importeure, die um Zollbegünstigungen ansuchen, den Nachweis erbringen, daß dre Ware, für die sie die Zollbegünstigung verlangen, in Rumänien tatsächlich nicht erzeugt wird. Gegen diese Beschränkungen werden sich nun die rumänischen Importeure» die erklären, die geplanten Beschränkungen dienen wohl denr Interesse der rumänischen Industrie, bieten aber der rumänischen Industrie die Möglichkeit zu Mißbräuchen und dienen dazu, die Einfuhr ausländischer Waren nach Belieben zu beschränken. Wiener Börse- Anhaltende Gefchäftslosigkeit. Die Grschäftslvsigkeit der letzten Zeit hielt auch an der gestrigen Börse an und die Veränderungen der Kurse bewegten sich in den engsten Grenzsr. Einige Lebhaftigkeit zeigte sich nur ber den Elektrizitätsiverten und A. E. G. Union sowie Siemens konnten ihren Kurs erhöhen. Gegen Börsenschluß zeigte sich einiges Interesse für ungarische Montanwerte. In Salgo wurden größere Prämienabschlüsfe vollzogen. In den anderen Kulissen war das Geschäft ganz belanglos. Auch im Schranke» herrschte wenig Verkehr, d ie meisten. Schrankonwerte blieben vhue Notiz, Portois u. Fix, Tarbouches, Galicia, Neusiedler waren gebessert, dagegen verloren Schrauben über 4 Schilling. Aus dem Anlage mar kt notierten MdolfSbahn Schuld 2.30, Rudolfbahn Prioritäten 12.30, Oestrrr. Eisenbahnanleihe 5.20, Wiener Verkchrsanleihe 1.80 Schilling. Aus denr Geldmarkt herrschte ebenfalls geringer Verkehr, der Privatdiskont stellte sich aus 6'/, Prozent. Die Sätze für Taggeld und Report zeigten keine wesentlichen Veränderungen. . Kassakur se: Bankverein 31.25, Bvdeucredit 126.50, Oest. Credit 64, Nationalbank 236, Donau-Dampfschiff 114, Nordbahn Genuß 593, Braubank 26.75, A. A. G. Unrmr 40.40, Stcweag 25, Trifaiter 54.40, Ungar. Kohle 902.50, Askva 20, Prager Eisen 255, Kabel Draht 23.75, Rima 149, Waffen 27.25, Styria Dürkopp 15.30, Waagner 7, Fanto Genf 8.80,, Karpathen 31.60, Floridsdorser Mineralöl 21.50, Semperit 16. Wiener Holzbörse. Der JniandLlonfum hat sich etwas ab- >geschwächt, hingegen Hält die Nachfrage 'des Auslandes weiter an. Deutschland ist aufnahmefähig für hobelsähige Bretter, Fichte und Tanne. Die Lieferungen nach Ungarn, die auf ein'ge Bezugspreise der „Wiener Modenzeitung": Monatlich Wien und Oesterreich. 8 5 — Tschechoslowakische Republik......... Kö 22*-- Jugoslawien.Dinar 60— Polen .. Zloty 6 — Deutschland.. . Goldmark 4'— Palästina .. sh 4— England.sh 4 — Frankreich, Belgien .Fr cs. 35*— Italien Lire 20* Rumänien . Lei 170 — Bulgarien . .. Lewa 100*— Amerika. Dollar 1-— Schweiz und das übrige Ausland . . . . . Franken 5'— Oesterr. Postsparkassenkonto 150.693. E Post nach Polen befördern Sie am sichersten und schnellste,: als Luftpost. Ein Brief kostet 6 0 Groschen. Die Luftpost kann bei allen Postämtern und am Abflugtage bis 7.20 früh beim Hauptpostamts aufgegeben werden. Bisher 305.000 Briefe befördert. 28. Mi 19S7 Tage sistiert waren, wurden auf dem Wasseaveye wieder ausgenommen. Interesse bestand für alle NadelhMHstten, t»fl> und geschnitten. Die Preise verblieben nnverämert «is tem Stande der VorbSche. Wwaer Börse für km-MirtfchtMche PesvMe. g» Weizen ist das Angebot wenig Vtzlanmeich. Ungarische August- Derschiffung wurde mit 1.87 tschech. Kronen ex BraMava gchandeit, ung. Theiß, Wien schwimmend,, zu 1.94, L95 tfchech. Kronen ex Wien. Hase r Negt ruhig. ^Jnt LoEv- Handel wurde rumänischer mit 29.80 bis W.75^ bezaM. MaiS tendiert sehr fest, besonders neue Ware ist gesucht. DaS Geschäft in Brotnrehl ist klein. Die Grundtendenz des Marktes ist weiter fest. Die Preissteigerungen Hatzen tzlotz aus einigen Gevketen weitere Fortschritte gemacht. Das Hauptinteresse konzentriert sich auf R o g a e n. Marchfekder Korn wurde mit 37.25 Schilling und oarüber bezahlt. Pester Boden, erste Hälfte August, erzielte 36 Schilling, promptest 37 Schilling. Kleie findet bei unveränderden Preise leichte Aufnahme. Budapester Getreideterminmarkt. Weizen war nachgiebig, Roggen daa«!en hat sich fest behauptet. Die Notierungen lauten in Hen^: Oktoberweizen 30.54, Märzweizen 82.88, Oktoberrogg^i 26.76, Märzroagen 26.66. Der Budapester MaiS-Terminhandel. Laut Mtteikungen des Vizepräsidenten ber Budapester Börse. Koloma» Frey, Über die bevorstehenden Reformen und Neuerungen an der Budapester Börse handelt es sich in erster Linie um die Ausdehnung des Getretde-TerminVerkehrS auf Mals. Die Untsatzsteuer verhinderte dies bisher. Nunmehr hat die ungarische Finanzverwaltung dem Vorschlag zugeftimmt, daß ber Terminabschlüssen die Umsatzsteuer 2 Prozent vetrage und diese sters nur den Verkäufer belassi'N soll. Di« Börsenleitung beabsichtigt, mit dem neuen MoiS-Termlngeschäft am 1. September zu beginnen. Auswärttge Börsen. Prag. Die Börse trug dasselbe Bild wie Dienstag. Der Geschästsumfang war eher noch etwas kleiner. Die Spekulation verhielt sich passw und die kleine Klientel beteiligt sich gegenwürttg gar nicht am Geschäft. Es fehlte an jeglicher Anregung. Die Berliner Tendenznachrichten verstinrmten eher noch. Die Börse nahm daher gleich zu Beginn einen schleppenden Verlauf und die Kursentwicklung war Überwiegend unregelmäßig mit einer sichtlichen Neigung zur Mschwächung. Die Differenzen hielten sich aber rn engen Grenzen. Nach Erledigung der wenigen Aufträge stagnierte das Geschäft vollkommen bis zum Schluß. Die noch gehandelten Werte veränderten ihren Kursstand gegenüber oer Eröffnung nur um Kleinigkeiten. Bankpapiere behaupteten ihren Kursstand. Am Anlagenrarkt ist im Vergleich zu gestern eine behauptete Stimmung zu bemerken. Nur Staatspapiere setzten ihre Mwärtsbewegung fort. Am Devisenmarkt waren nur kleine Kursdifferenzen zu beobachten. — Berlin. Meldungen Über gute Nachfrage für Kunstseide, die angeblich beabsichtigte Kapitalserhöhung bei Bemvera, Gerüchte von schivebenden weitgehenden internationalen Verhandlungen in der Frage der Kohlenverflüssigung und andere hielten das Interesse für die betreffenden Spezialwerte rege und führten ber Beginn zu ansehnlichen Kursbesserungen bei Bembera, Glanzstoff, Fapben, Rheinstahl, Rhein. Braunkohlen und Desiauer Gas. Ferner setzten Zellstoff Waldhof unr 14 und Ostwerke um 6 sowie Schultheiß um 7 Pr^ent höher ern. Auch Schuckert und Siemens u. Halske gewannen etwa 3 Prozent. Am Maschinenmarkt zerchnete sich Löwe mit einer Besserung um mehr als 3 Prozent aus. Bauwerte waren gleichfalls gebessert, insbesondere Schlesische Portlandzement und Julius Berger. Der von diesen Steigerungen ausgehende günstige Einfluß war aber nicht nachhaltig genug, um der Gesamttendenz einen Sdempel aufzudrücken. Es zeigte sich bald, daß Aufträge der Privatkundschaften vollständig fehlten, und die Spekulation ganz auf fich selbst angewiesen war. Zudem herrschte noch recht lebhafte Nachfrage nach Geld, namentlich für längere Frist und auch Taggeld war gesucht. Die Sätze blieben allerdings unverändert. Das Geschäft nmrde daher außerordentlich träge. Die Krrrse gerieren ins Weichen und die anfänglichen Gewinne gingen zum größten Zeil nicht nur verloren, sondern sie senkten sich noch weiter. Am Montanmvrkt nahnr das Geschäft Überhaupt keinen größeren Umfang an. Auch Bankaktien lagen sehr still. Ayleihen verkehrten gleichfalls sehr still mit leichter Neiguyg rur Schwäche. Trotz offenbarer Luftlosigkeir erfuhr jedwch oer Kursstand keine wesentlichen Verschiebungen. Bembera konnte die Bessenlna^ von 10 Prozent vchanpten. Auch Zellstoff Waldhof stellte sich um mehr als 11 Prozent Sen Dienstag höher. — Budapest. Tie Börse wjar lkommen ereignislos. Die Anfangskurse blieben zwar bchauptet und vereinzelt konnten im Verlaufe sogar geringe Besserungen Platz greifen, doch als^ die Meldungen aus dem Auslände eintrafen und verstimmend wirkten und es der Spekulation an jeglicher Anregung fehlte, stagnierte das Geschäft vollkommen und jene Papiere, die sich zu Beginn leicht bessern konnten, nmßten die Gewinne fast vollkommen wieder hergeben. Das Endergebnis das TaM hielt sich auf dem letzten Schlußniveau. Der Vermehr war bis zum Schluß eng begrenzt. Sebifenlntfe. Zürich, 27. Juli. (SchluUu'rse.) Paris 20-32 (20.31), Lonhon 25.2lYi (25.20%), New York 519% (519.31 %), Belgien 72:18 (72:16), Italien 28.24 (28.23), Spanien 88.65 (88.60), Holland 208.08 (208.03), Berlin 123.46 (123.45), Wien 73.08 (78.10). Stockholm 139.10 (13605), Oslo 134.20 (134:10), Kopenhagen 138.9« (1^8.85), Sofia 3.75 (3.75), Prag 15.38 (15.39)4), Warschau 58— (58.—), Budapest 90.50 (90.60), Belgrad 9.13^ (9,13), Athen 680.— (680.—), Konstanttnopel 262.50 (266.—), Bukarest 3.17 (3.15), Finnland 13.10 (13.10), Argentin'cn 220K (220%), Japan 244.25 (244.25), Prvvatdiskonl 3% (3%). Prag. 27. Juli. Anrstevdam 1851.50 (1351L0), Berlin 800.37)4 (800%), Brüssel 466.25 (468.26), Zürich 649.25 (648.50), Oslo 871.— (871.—), Kopenhagen 901.35 (900.35), London 163.325 (163.325), Madrid 574.— (574.—), Mailand 183.175 (183.175). New Yor» Kabel 33.60 (33.60), Paris 131.70 (131.70), Stockholm 901.50 (90160), Belgrad 59.21 (59.31), Budapest 588.— (567%), Bukarest 20.60 (30.40), Koustantinopel 16Ä) (16:80), Sofia 24.325 (24.325), Warschau 376.— (376.—), Wien 474.25 (473.375). Budapest, 27. Jul'. Amsterdam 229.40—230.10, Belgrad 10.06—10.10. Berlin 136.10—186.50, Bukarest 3.47—3.53, Brüssel 79.60—79.85, Kopenhagen 153.125—163.575, O-Io 147.85—14850, London 27.7975-27.8775, Mailand 31.075- 31.275, New York 572.55—574,25, Pari) 22.3875—22.4875, Prag 16.965—17.015, Sofia 4.126-4.165, Stockholm 163.#- 153.80, Warschau 63.65-64.45, Men 80^55—80.80, Zürich 110.0375—110.562Ö. Warschau, 27. Jul . London 43.30—43.58, New Hör! 8,91— 8.05, Paris 34.98—35.10, Schweiz 171^0—172^6, Prag 26:44— 26.56. Wien 125.57—126.19, Italien 48.52—46B0.. ' Belgrad, 27. Juli. Paris 322.00—234.00, Sorten 27LS0- 276.60, New York 56.68-66.88, Mailand 3O0.OQ-6lQ.OQ, Ppaß 168^0-160.00, Wien,799.00-802.00, Kerlur 1354X»-1«54.(», - .J,' ■älUtMaamaaam

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