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Wiener Morgenzeitung · 1927-07-14 · Heft 3009 (14.7.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3009 (14.7.1927)
Date
1927-07-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 SMm, GvrmerStaq Wiener MvrgenzettnNs Nr. 3609 4 * n. J„n 1927 I W | JÜDISCHES LEBEN | £ö Georg Braode»' Abstammung. Bei dem Ableben von Georg Brandes wurde von anÜfemitischer Seite die Legende wieder aufgetischt, daß der berühmte Kritiker seinen Namen gewechselt habe, indem er in Wirklichkeit gar nicht Georg Brandes, sondern Morris Gohe^n (bezw. Cahen, Kogan usw.) heiße. In den MttkeLrmgen der Gesellschaft für jüdische Familienforschung klart Professor David S i m o n s e n, Kopenhagen, den Irrtum auf und meint, wie Brandes sich auch sonst wechselvoll gum Judentum gestellt hat, so hat er sich doch nie eines Beirates an seinem eigenen Namen schuldig gemacht. Der Ür-Urgrotzvater von Brandes ist nach Dänemark nicht, wir von mancher Seite behauptet wird, aus Litauen, sondern aus Altona gekommen. „Der Großvater von Georg Brandes", schreibt Prof. Simonsen, „namens Israel Cohen starb jung, am 16. November 1816 und hinterließ erneu Sohn Hirsch oder in dänisierter Form Hermann. Die junge Witwe heiratete in zweiter Ehe den aus dem Posenschen stammenden I. I. Brandes, mit dem sie ebenfalls Kinder hatte. Der Sohn erster Ehe nahm dann den Namen des SÜefvaters neben dem Namen des Vaters an und hieß somit Hermann Moses Cohen Brandes, und infolgedessen nannte er seinen Sohn Georg Morris Cohen Brandes. Ein Namenswechsel seitens des Kritikers hat also nie stattgefunden. Gerade im Gegenteil ist der ursprüngliche Geschlechtsname pietätvoll mitgeführt, selbst wenn es ganz verständlich ist, daß Brandes nicht immerfort alle vier Namen mitgeschleppt hat." Ser Purim Mm SaMngen. Im südlichsten Teil Badens liegt das Bauerndorf Gcnlingen, das auch von einer kleinen Juoengemeinoe bewohnt wird. Und dieses Bauerndorf steht, wie Dr. S. Heilbronn rm „Schild" erzählt, jedes Jahr wochenlang im ' Zeichen des Purim. Der Purim von Gailingen fft nicht bwß eine Angelegenheit der dort wohnenden Juden, - sondern eine des ganzen Ortes, ja sogar der ganzen Gegend; während der „Purim- Wochen" von Gailingen, die am letzten Samstag des Januar beginnen und am Morgen des 15. Aoär aufhören, werden zur Bewältigung des Fremdenzustromes Extrazüge von der Bahnverwaltuna emgelegt. An den Purim-Wochen beteiligt sich die ganze Bevölkerung des Ortes und . der Umgebung; die Gegend , ist streng katholisch und trotz der Fastenzeit wird der Purim von Gailingen von allen christlichen Bewohnern mitgemacht. Die Purim-Wochen von Gailingen, die auf eme Tradition von mehr als 60 Jahren zurückgehen, schildert Dr. Heilbronn folgenoer- ' maßen: Am letzten Samstag des Januar wird jeweils durch den PEzeidiener mit der Ortsschelle (das heißt dem rwtsüblichen, amtlichen Verkündigungsorgan) die gesamte Wüsche Einwohnerschaft zu einer öffentlichen Versammlung einberufen,, in der das aus sechs Personen bestehende NaIr enkomitee mit einem Narrenvater an der Spitze gewählt wird. Damit ist der Anfang gemacht, und nun grbt es keine Ruhe mehr im Dorf, bis der Purim vorbei ist. In endlosen Sitzungen tagt und nächtigt das Womitee, arbeitet das Programm aus, schafft die Musik herbei, bestellt Kostüme, holt die Erlaubnis zur Abhaltung des Purims, verarbeitet die Lokalchronrk des verflossenen Jahres zu einer Narrenzeitung und zu Versen — kurz ist Jber Generalstab für die gesamten Operationen am Purim. Aber die Gefolgschaft ist inzwischen auch nicht müßig. Dem Purimtaumel kann sich keiner entziehen. In allen Häusern wird geprobt, geschneidert, beraten und getuschelt. Schon laufen die Kinder die letzten Samstage maskiert auf den Straßen, schon ziehen die letzten Freitagabende Erwachsene vermummt durch die Straßen, die Schwächen ihrer Mitbürger verspottend, schon wird vom Narrenkomitee in einer Auffahrt (früher mit Wagen, jetzt mit Auto) unter Pauken und Trompeten das Programm für Purim verkündet, bis dann am Purim selbst der Gipfel aller Fröhlichkeit, aller Ausgelassenheit, aller Scherze erreicht ist. An diesen Tagen arbeitet kaum mehr ein Gailinger für sich und stzin Geschäft. Purim regiert, in seinem.Dienst steht alles. Ein Abend großes Konzert, ein Abend Maskenball, ein Mittag Kinderkonzert. Alles ist ausgelassen und närrisch, Hoch und Niedrig, kennt nur eines: Purim. Die Alten über 70 harren bis zum frühen Morgen aus, Ander von drei Jahren stehen unbefangen auf der Bühne, singen, tanzen und musizieren. (So wird das Jungvolk ganz bewußt für den Gailinger Purim yerangezogen.) Höhepunkt des Ganzen war bis zum Krieg der große öffentliche Umzug durch das Dorf. Gruppen werden unter irgendwelchem Motiv auf Wagen zusammengestellt, was nur aufgetrieben wird, muß mitmachen. In satirisch-humoristischer Art wurden geschichtliche oder gegenwärtige Begebenheiten dargestellt. Voller Farbenpracht, mit viel Laune und Witz. Der erste Umzug war 1865, drei Jahre nach der Emanzipation. Es gab zum Beispiel 1870: Napoleon. IBÄLr Prinz Karnevals Reise um die Welt. 1912: Entb-ednng des Nordpols usw. So sehr ist Purim mit dem Gemeindeleben verknüpft, daß sich der feststehende Gebrauch herausgebildet hat, daß arr dem letzten Sabbath vor Purim das Narrenkomitee i n Zylinder und weißer Rosette zum MOMO» s düardst erscheint, und ihm hier offiziell vorn Synagogenrat sämtliche Funktionen (mizwoh's) übertragen werden. Interessant ist, daß die Erlaubnis zur Abhaltung des Gailinger Purim jedes Jahr neu eingeholt werden muß; die Bestätigung vom Bürgermeister, vom Erzbischof und vom Pfarramt Gailingen wird immer erteilt, nur einmal, im Jahre 1906, sollte der Purim verboten werden; damals ging jedoch eine Erklärung'mit über hundert Unterschriften an das Bezirksamt Konstanz, die folgenden Wortlaut hatte: „Wir, die Unterzeichneten, katholischen Christen, ständige Einwohner Gailingens, erklären, daß wir keinerlei Einwand machen oder nehmen, sondern sogar empfinden, daß es unseren hiesigen Juden anstandslos gestattet sein soll und muß, das Purim-Fest nach ihrer Religion, wre seit vielen Jahren (Emanzipation) auch dieses Jahr öffentlich zu feiern, zumal auch bei den vielen großartigen Aufführungen noch nie Ausschreitungen irgendwelcher Art borgekommen sind, und überdies die Aufführungen erst nach beendetem ^Nachmittags-Gottesdienst stat-tfanden. Gailingen, Die Erklärung hatte sofort die gewünschte Wirkung und seither hat es nie mehr Verbote gegeben. Ein wichtiges Purim-Requisit Gailingens ist noch zu erwähnen, das Narrenbuch. Das letzte, heute noch im Gebrauch befindliche, stammt aus dem Jahre 1889, enthält die Purim-Statuten und schildert chronikalisch die Purim- Veranstaltungen jedes Jahres; überdies enthält das Buch Eintragungen in Wort und Bild, Vers und Prosa von sämtlichen Einheimischen und Fremden, Juden und Christen, die einen Purim von Gailingen mitgemacht haben. Der Purim von Gailingen ist ein interessanter Beleg für die Verquickung der christlichen Fastnachtsbräuche mit den Wischen Purim-Sitten. Er hat übrigens in Gailingen auf die christliche - Bevölkerung einen starken sprachlichen Einfluß geübt, da sich in der Umgangssprache, der Gailinger eine Unmenge von jüdischen Worten befindet. Als Illustration dafür, seien einige Verse aus dem erwähnten Narrenbuch zitiert: „Wenn ich auch kein Baisrol, Bin ich doch gesund und wohl, Auch Hab' ich ein Lef' zum geben, . Fünfzig. Mark spend' ich'Euch eben, Weil ich liebe Wein und Weiber Euer Golem Oswald Schreiber." Me neue« palMnmfische« Münzen. Aus Jerusalem meldet I. T. A.: Dieser Tage sind aus London in 1600 Kisten 130.000 Pfund in Silber und anderer Provenienz der.^euen palästinensischen Währung eingetroffen. Das Geld wird am 1. Oktober d. I. in Umlauf gebracht. Las SInai-Sebirgk. Die Londoner Presse beschäftigt sich mit den Darlegungen des dänischen Gelehrten Dr. Mtlef Nielsen, der soeben von einer Forschungsreise durch Palästtna, Aegypten, Transjordanien und die arabischen Länder zurückgekehrt ist und das Ergebnis seiner Forschungen dahin präzisiert, daß der in der Bibel erwähnte Sinaiberg nicht identisch sei mit der Bodenerhebung auf der Sinaihalbinfel, sondern im Gebirge von Cdom im Süden des Toten Meeres gelegen ist. Die Darlegungen Professors Nielsen finden ernsteste Beachtung in archäologischen Kreisen, wie auch uMer den religiösen Forschern. Für die Darlegung des Prof. Nielsen wird ins Treffen geführt, daß die Sinaihalbinsel, eine unfruchtbare, wasserlose Wüste, niemals zwei Millionen Seelen beherbergt haben konnte. Auch weist die Sinai-Erhebung keinen Berg auf, der so kegelartig von der Ebene auffteigt, daß er — wie es in der Bibel heißt — von dem Volke umringt werden konnte und so scharf aufsteigt, daß sein Gipfel von den am Fuße Stehenden , gesehen werden kann. Im Edomgebirge aber gibt es einen Berg, auf den genau die Beschreibung in der Bibel paßt. Ae Anden in Britisch-Jndien. Die vereinigte jüdische Emigrationsgesellschaft „Hias-Jra- Enngdiree", die ihren Zentralsitz in Berlin hat, erhielt, wie unS von dort berichtet wird, dieser Tage von ihrem Charbiner Jnformationsbureau einige interessante Daten über das Leben der Juden in Britisch-Jndien. In Indien wohne aschkeasische und sephardisch-arabische Juden. Ueberdies leben feit einiger Zeit auch einige jüdische Familien aus Rußland in Britisch-Jndien. In Singapore gibt es zwei prachtvolle Synagogen. In der Stadt wohnen etwa 300 avabische/Juden, die durch Verwandte hauptsächlich aus Bagdad Zuzug erhalten und im indischen Import- und Exporthandel eine bedeutende Rolle spielen. Bon den aus Rußland stammenden Juden nehmen mehrere höhere Beamt e n s p o st e n ein un d finden in den qualifizierten Arbeitsgebieten gute und lohnende Unterkunft. Ein großer Teil von "diesen Juden verträgt jedoch das indische Klima nicht, und so macht sich die Tendenz bemerkbar, durch Arbeit und Sparsamkeit ein Vermögen zu erwerben, um dann in ein ihren physischen und kulturellen Ansprüchen inehr entsprechendes Land zu übersiedeln. Ein jiwischer Senator in Südafrika. Aus Kapstadt wird gemeldet: Herr Franz Ginsberg wurde in den Senat Südaftikas gewählt. Er ist der einzige Jude im Senat. Die früheren jüdischen Senatsmitglieder Samuel Marks und Charles P. Robinson waren von der Regierung ernannt worden. Franz Ginsberg wurde 1862 in Deutschland geboren. Er. ist der größte ZündhoA-, Kerzen- und Seifenfabrtkant Südafrikas. Bühne und Kunst. Sie Wiener Sver im abgelaufenen Spieljahre. Es gibt nicht viel Erfreuliches zu berichten, ’&c:: den beiden Opernhäusern kommt die vormals von Felix Weingartner und Fritz Stiedry geleitete „Volk soper" derzeit als Kuns'.instUut überhaupt nicht in Frage. Sie versorgt als Arbeitsgemeinschaft ihre Mitglieder, im Winter gab es abgespielte Opern und Offenbach^Operetten, seit Einbruch der heißen Jahreszeit hat sie ihr Herz an Heidelberg verloren und damit einen Serienerfolg gewonnen. Ein Erfolg, welcher den auf der Bühne und im Orchester buchstäblich um ihr tägliches Brot spielenden und lÄmpfenden Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft gewiß zu gönnen ist, der aber gleichwohl wie ein Meilenstein auf dem Wege des Zusammenbruches der alten Musikstadt warnend emporragt. Das Operntheater, in welchem unter Gustav Mahler ein wahrer ArbeitSfanatiSnnis herrschte, schlägt unter Direktor Schalk ein immer bedächtigeres Arbeitstempo ein. Noch vor wenigen Wochen hat er uns Neueinstudierungen von Ignatz Brülls liebenswürdigem „Goldenen Kreuz" und von Franz Schmidts „Notre Dame" versprochen. Statt Lessen kam eine Serie alter Ballette und Opern in kleinster Orchesterbesetzung, da die Herren Philharmoniker vor Saisonschluß auf Konzertreisen gingen. Wäre dies — der Fall wiederholt sich — unter Gustav Mahler möglich gewesen? Die Neueinstudierungen dieser Spielzeit waren nicht nur der Zahl, sondern auch dem Gewichte nach unzureichend. Sowohl Massenets „Gaukler unserer lieben Frau" als auch Saint Saens „Samson und Dalila" sind für den Wiener Geschmack viel zu oratorienhaft, bühtienunwirksam und Adams behaglicher „Postillon von Lonjumeau" denn doch zu antiquiert. Bon Novitäten brachte es Hindemiths stets an ungünstigen Theatertagen angesetzter „Cardallic" nur zu einem Achtungserfolg mit drei Aufführungen, aber auch Strauß' „Intermezzo", verhätschelt wurde, ging es nicht viel besser, was zu denken gibt. Selbst Verdis melodisch gesegnete, freilich durch den verworrenen Text gehemmte Oper „Macht des Schicksals" brachte es zu keinem gehemmte Oper „Macht des Schicksals" brachte es zu keinen, Dauererfolg. Nur Puccmis „Turandot" wurde in seiner prachtvollen Inszenierung ein Zug- und Kasfenstück, ein Prunk- und 'Schaustück, das man gesehen haben muß. Im Zuge der Beethoven-Feierlichkeiten gab es eine interessante „Fidelio"--Neueinstudierung, an Balletten — die moderne Tanzpflege liegt in der Staatsoper noch immer brach — di« Uraufführung von Salmhofers hockendem Phantom" und eine Reprise des alten „Coppelia"-Balletts von Dclibes. Richard Strauß, der zwei Jahre mit der Staatsoper schmollte, hat den Kleinkrieg aufgegeben. Als Gastdirigent leitet er fast nur seine eigenen Werke. So ruht der Hauptanteil an der Arbeit und Verantwortung im Opernhause auf den starken Schultern von Direktor Schalk, die aber doch mit der Zeit zu schwach werden. Er kann nicht, gleichzeitig bureaukratisch mit den Mitgliedern des Hauses verhandeln, das Repertoire auffrischm, die neueingereichden Partituren rechtzeitig begutachten und nach ermüdender, vielfach unkünstlerischer Tagesarbeit am Abend mit frischen Kräften dirigieren. Neben ihm kommt nur noch. Robert Heger als erster Kapellmeister in Betracht; das Neuengagement eines ersten Dirigenten wird sich also trotz aller diplomatischen Verschleppungsversuche nicht länger hinausschieben lassen. Wie lückenhaft es um das Repertoire an älteren und neueren Werken bestellt ist, weiß Direktor Schalk, der es jede Woche unter den größten Schwierigkeiten zusammenstellt, selbst am besten. Aber mit dem ewigen Fortwursteln wird es nicht besser, es muß endlich, einmal energisch an den Aufbau des Spielplanes geschritten werden. Und auch an den Wiederaufbau des Ensembles, dessen Stars immer auf Gastspielreisen gehen und damit jede Neueinstudierung gefährden, jede gedeihliche Jnnenarbeit lahmlegen. Die Stars verlassen die. Oper tote die Ratten das .sinkende Schiff und die aufstrebenden Künstler sind sich selbst überlassen, ohne mimischen und szenischen Unterricht, ohne Stimmbildung, ohne Führung im Ensemblespiel. Noch zehrt die Oper 'von dem Kapital ihrer großen Vergangenheit, noch immer ist sie die beste, kultivierteste musikalische Bühne Europas, aber auch große Vermögen schwinden dahin, wenn sie nicht richtig verwaltet werden! Erwin 'Felder. Für die nächste Saison verspricht die Direktion der Staatsoper eine Reihs^von Novitäten und Neueinstudierungen. Wiüviel von diesen Versprechungen gehalten werden wird, kann man sich nach der Bilanz der letzten Spielzeit ausrechnen. An Novitäten werden aufgezählt: „Das Wunder der Heliane", eine dreiaktige Oper von Erich Wolfgang Korngold, „Madonna imperia", eine musikalische Komödie von Franco Alfauo, „Marus"(Der Schuster von Kairo), eine komische Oper von Henry Rabaud, „Oedipus Rex", eine Oratoriumoper von Strawinsky, ferner „Don Carlo«" von Verdi und „L'Enfant et los Sortileges" (Das Zauberwort) von Maurice Ravel. Schließlich soll ein Werk aus den jüngereir österreichischen Komponistenkreisen, dessen Wahl noch nicht feststeht, zur Aufführung gelangen. An Neuinszenierungen verspricht die Stäatsoperndirektion Glücks „Iphigenie in Aulis", Mozarts „Don Juan", Bellintzs „Norma", Tschaikotvskys „Eugen Onegin", ferner „Der Widerspenstigen Zähmung" von H. Götz, „Notre Dame" von Franz Schmidt, „Die Regimentstochter" von Donizetti u»ld eine Umarbeitung der Bittnerschen Opetr ,-Das Rosengärtlem". Ein armloser Maler gestorben. Den Triumph des Geistes über den Körper bedeutete das Leben des englischen Malers Bertram Hiles, der jetzt im Alter von 53 Jahren in Bristol gestorben ist. Hiles hatte als achtjähriger Knabe infolge eines Unfalls beide Arme verloren. Trotzdem widmet« er sich der Malkunst und lernte den Pinsel m i t d e m M unde führen. Als er 16 Jahre alt war, wurde bereits ein Bild vvn ihm von der Akademie' von Bristol angekauft. Dann erhielt or ei»

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