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Wiener Morgenzeitung · 1927-07-14 · Heft 3009 (14.7.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3009 (14.7.1927)
Date
1927-07-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeitung 14. Juli 1927 Nr. SVVV Kn Ehedrama. (Nestern nachts spielte sich im Hause Neubaugasse 63 eme E h c t r a g ö d i e ab, der der 60jährige Gustav G o l dschmied und seine Gattin Joscfine zum Opfer fielen. Goldschmied hatte unter anderem die a d n e r Kurgästezeitung" herausgegeben und schrieb auch sonst unter dem Pseudonym Waldhcim Artikel über Fremdenverkehr und Kurorte. Gestern früh nun bemerkte man im Hause starken Leuchtgasgeruch, der auZ der Wohnung des Ehepaares Goldschmied kam. Der Hausbesorger ließ die Wohnung aufbrechen und verständigte die Polizei. Man fand Goldschmied tot in her lenchtgaserfülltm Küche, im Schlafzimmer lag seine Frau regungslos in ihrem Bett. Bei Heiden war der Tod bereits eingetrcten. Man glaubt, daß eö sich nicht um einen Doppelselbstmord handle, sondern um einen Mord, den Goldschmied an seiner Frau begangen hat und darauffolgenden S e l b st m o r d. Gestern hatte ein heftiger Streit zwischen den Eheleuten stattgefunden. Für den Mord und Selbstmord spricht auch der Umstand, daß keinerlei Abschiedsbricfe gefunden wurden. Aus Wersucht den Bauch aufgeschlitzt. -Wie di« Budapester Blätter berichten, hat di« Gattin eines dortigen Zimmergefellen, die 44 Jahre alt utid lungenkrank ist, ihrem Gatten während des Schlafes ans Eifersucht den Bauch anfgeschlitzt. Der Zustand des Schwerverletzten ist hoffnungslos. Die Frau wurde verhaftet. Vater oder Sohn? Me Ulerlwürdlge BettugsaffSre. Paris, 12. Juli. Die Pariser Polizei hat jetzt, wie die Pariser Blätter berichten, .ein merkwürdiges Rätsel Fu lösen, in dessen Mittelpunkt ein hundertjähriger geachteter Bürger steht. Jean Bapttste Tourenne, ein früherer Eisenbahnbeamter, der seit mehr als 40 Jahren eme Staatspension bezieht,. feiert nach seinen Angaben jetzt seinen hundertsten Geburtstag. Er erzählt gern, daß er den Bau der ersten Eisenbahn in Frankreich erlebte und bereits bei ihr angesteM war. Er befindet sich noch bei vortrefflicher Gesundheit, hat einen grauen Schnurrbatt, aber nur leicht ergrautes Haar und sicht nicht alter als 60 Jahre aus. Die Aufmerksamkeit, die durch die Feier seines Wiegenfestes auf (ihn gelenkt wurde, sollte ihm aber zum Unheil ausschlagen. Das Eisenbahnministerium erhielt einen anonhnren Brref, in den: angegeben war, daß Jean Bapttste Tourenne nicht 100 Jchre wäre, sondern der 60 Jahre alte Sohn des alten Jean Bapttste Tourenne sei. Dieser Sohn sollte im Jahre 1900 gestorben sein. Nach den Angaben des Brieffchreibers aber hat der Sohn, der denselben Namen wie sein Vater führt, und ihm sehr ähnlich ficht, sich einfach an die Stelle des Vaters gesetzt und dessen Pension weiter bezogen. Das Eisenbahnministerrum verklagte daraufhin das Geburtstagskind wegen Betruges. Tourenne wurde verhaftet, erklärt aber feierlich, er sei der Vater und der Hundertjährige. Als der Polizeikommissär ihm vorhielt, daß er noch sehr. jung aussehe: sagte er: „Ich bin aber etwas wacklig auf den Beinen," und ttef dann aus: „Oeffnet mein Familiengrab, und ihr werdet dort die Ueverreste «reiner Frau und meines Sohnes finden". Jean Bapttste bleibt in Haft, während das Grab geöffnet werden soll, damit die dort gestrudenen Reste durch eine ärztliche Kommission untersucht werden. 6in rehabilitiert« Arzt. Krefeld, 13. Juli. (Wolfs.) Die Strafkammer hat als Berufungsinstanz den Spezialarzt Dr. Dotzel, der seinerzeit wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlicher Beleidigung einer Patientin zu 1000 Mar? Geldstrafe verurteilt Wörben war, freigesprochen. Trauerbotschaft für TitelM«. Wie-erholt haben Berufsvereiuigungen rn Eingaben an Behörden gegen die große Zahl von Titelverleihungen! Steblung genonnnen. Insbesondere hat der Mittelschullehrerverband und die Rechtsanwallskammer die Annahme von Muszeichnungstiteln überhaupt ab gelehnt. * Die Bundesregierung hat nun, wie aus einem Erlass« des Unterrichtsnrinisteriums hervorgeht, Anordnungen getroffnt, die auf eine größere Strenge in der Auswahl der «Auszeichnungen hiiizielen, damit der Entwertung von Berufs- und A«uszeichlmngsttlein Einhalt geboten werde. Zufolge des Erlasses des Bundesnriiristerimns für Unterricht wurden die Bezirks- und Stadtschulräte ersucht, Anträge auf Verleihung von MszeichnUingstiteln nur dann vvrzulegen, rvernl solche Anträge in besonderen, über den Durchschnitt und das Pflichtgefühl hinausgehenden Leistungen der betreffenden Personen ihre Begründung finden. Ungarisch-siiaaifche Lennis-WeMSmpfe. Ungarn Siegerk — Schlußergebnis 7:4 zugunsten Ungarns. Budapest, 13. Juli. (11. T. K. B.) Am heutigen Tage tvurde das gestrige Doppelsprel Juanico-Sala gegen Kehrling- Takacs zu Ende geführt. Das dritte Set ergab 6:2. Sonnt siegte hier mit 2:1 das spanische Paar. Kehrling-Juanico 5:7, 6 :4, 6 :2. Sala-Kehrling wurde bis 3:6, 7:5 gespielt, dann ivegen Dunkelheit abgebrochen und Nnrd nicht hveitevgespielt. Kirchmeier-Peteri gegen Taruella-Neblom 10 :8, 6 :4. Kleine Nachrichten. Aus Wiener-Neustadt wird gemeldet: Gestern nachmittags hat sich der Schweizer Stephan Karrell aus Pot- Lendorf im hiesigen städtischen Volkspark in trunkenem Zustand niedergelegt. Da er mit dem Gesicht dem Boden zugekehrt lag, fand er den Erstickungstod. . * In einem Betrieb in der Gumpendorferstraße ist gestern der 43jährige Buchbinder Rudolf Hammer in eine Schneidemaschine geraten und erlitt Abtrennungen der Endglieder der Hände. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn rn das Sofienspital. Vier. weibliche Angestellte wurden von Aufregungs-zuständen befallen, so daß sie durch die Rettungsgesellschaft gleichfalls behandelt werden mußten. ’ * Der 19jährwe Privatbeamte Leo Klüg-e r, Klostevneuburgerstratze 86, ist aM 8. Juli beim Baden int Donaukanal ertrunken. Gestern wurde seine Leiche bei der Rotundenbrücke geborgen. * Gestern wurde int Heu stad elwasler die Leiche einer Mjährigen, elegant gekleideten Frau geborgen. Am besten sind doch die Ceschka-hüte VII., KalstrstraSe 12S WIEN AlserstraB« Nr. 6 Wien, 14. Juli. D»en »nd PalLstrna. Ununterbrochen läutet in der Redaktion der ,,Wiener Movgenzeitung" das Telephon. Ehe noch der Anruf kommt, misten wir schon die Frage: „Ist in Tel Awtw btt dem Erdbeben etwas aeschchen?" — „Haben Sie vielleicht Pas Namensverzcichnls der Toten in Palästina?" Immer wieder kommen diese Fragen, immer wieder — denn viele jüdische Familien haben ihre Angehörigen rn Palästina und die Schreckensbotschaft hat in Wien Entsetzen yervorgerufen. Spärlich nur treffen die Depeschen und Berichte ein, aber das ist gewiß: Die Kolonien haben nicht gelitten, Tel Awiw wurde verschont, jüdische Siedler — soweit es sich vis zur Stunde feststellen läßt — wurden nicht getötet. Nur die hebräische Universität hat schweren Schaden, genommen. — Mütter fragen an, mit Furcht m der Stimme, Frauen, Männer, immer wieder: PalÄstrna? Gerade jetzt, bei dieser Katastrophe, merkt man, nne nahe den Juden der ganzen Welt das Land an' Jordan gerückt ist... Schlechteres Wetter. Das angekündigte schlechtere Wetter soll erst heute in Erscheinung treten. Gestern war es nach einer glewitkevretchen Nacht tagsüber etwas kühler. Die Voraussage lautet: Wechselnd wolkig und gewittettg. Neuer öffentficher Platz in Fünshaus. Der Mener Stadtsenat hat beschlossen, den Baublock zjwischen der Camillo-Sitte-Gasse, Walkürengasse, Alliogaste und Guntherftraße auf der Schmelz aufzulassen und dort erne bffentllche Anlage zu schaffen. ES ist die Errichtung eines schönen Patts geplant, der sich sehr zweckmäßig in die dort von der Gemeindeverwaltung in den letzten Jahren errichteten Wohnbauten einfügen wirb. Feuer am Wasftrturm der Südbahu. Gestern mittags brach im Dach des WaffertutmS der Südbahnhofwerkstätte ein Feuer aus, das etwa 80 Quadratmeter des Daches in Brand,sehte. Die Fetzevwehr konnte mit zwei Schlauchlinien nach harter Arbeit bas Feuer löschen. Der Brand dürfte durch Funkenflug von einer Lokomotive entstanden sein. Das Kind im KlosetrschloUch. Gestern nachmittags wurde eine Hausgehilfin in dev Magdalenenstraße 16 auf dem Abtritt plötzlich von Geburtsweyen befallen und das neugeborene Kind fiel in den Wortschlauch. Die Feuerwehr erschien, ttß die Mauern auf und schließlich gelang es, das neugeborene Kind leb'end zu bergen. Es wies keinerlei Verletzungen auf und wurde mit der Mutter durch die Rettungsgesellschaft in die Frauenklinik überführt. Bei der Bergungsaktion erlitten vier Feuerwehrleute erhebliche Bervetzungen. Flucht «ms dem Zug. Der 30jäyttge, aus Tebroczin gebürttge Franz Balog wurde gestern mit der Ostbayn vom LandeSgettcht dem ungarischen Gericht überstellt. Während der Fahrt sprang er hinter Göhendorf knapp vor der Grenze aus dem Fenster und zog sich schwere Verletzungen zu. Er wurde mit der Ostoahn wieder nach Wien gebracht und dem Jnquisitenspital überstellt. Er» Kunstliüvhaver. Gestern mittags wurde aus der Auslage einer Kunsthandlung auf dem Koylmattt ein Aquarells ild gestohlen. Der unbekannte Tater hat vor den Augen von zahlreichen Neugierigen die Auslage mit einem ’ Coupefchlüssel geöffnet und ist dann mit dem Bild seelenruyig davongegangem VerrchrsunfSNe. In Kagran ist gestern! die 58jäyttge Schuyntachersgatttn Anna Berger, Ertzherzog-Katt-Straße 66, von einem Motorrad niedergestoßen worden und mußte mit Anzeichen einer Geylrnerfchütterung' auf die 1. Unfallstation gebracht Iverden. — Am StevtzanSPlatz wurde ^gesterp der 27jährige Handelsangestellte Wilhelm Feh von einem Auto niedergestoßen und mußte mit mehrfachen Quetschungen in das Spital der Barmherzigen Brüder gebracht werden. Tödlicher Boots-uNM. Gestern nachmittags hatten sich der 21jährige Kellner Johann Bren und der «20jährige Schuhmachergehilfe Josef Muylener zum ehemaligen Kommunalbad bei der Ner'chsbrücke vegwen, um Boot zu fahren. In einer großen Zille trreben sie gegen die Mitte des alten Bades, schau- Berliner Kunftbrief. Wien ln Berlin. — Bom Sportpalast bis zur Volksbühne. — Der keusche Lebemann und der Fußballkönlg. — Und Alpollsl Von Kurt Münzer. In der Potsdamerstraße steht er! Jedem Jungen so wohlbekannt wie den großen Mondänen und Salioulöwen. Jeder Fremde geht dahin und alle Dienstmädchen waren schon selig darob. Das ist dev Sportpalast! Sechtstagerennen wurden dort unter Jubel, Champagner und Pfuil-Rufen ausgetragen, die Boxerstars von Paolino bis Breitensträter standen dort im Scheinwerferlrcht und entflammten« Galerien und Damenherzen. Und dazwischen läuft man dort Schlittschuh. Auf gleißender Eisfläche, achtundvierzig Meter breit, lang: unübersehbar. Ein Riesenraum, dreißig Meter hoch, mit zwei Rängen, einer umlaufenden Estrade. Rings um diesen Goliathsaal gruppieren sich Masseure und Friseure mit ihren Kabinen, Schokola^nkioske und Zeitungsstände, Bierbüffetts und Würstchenabgabe, Photograph und Andenkenhändler. Eine Art Rummelplatz. Für Volksfeste wunderbar geeignet. Und dort — ja. Sie müssen es mir glauben: dort spielten die Wiener Philharmoniker. ... Sie hatten nur einen Abend Zeit für Berlin, zwischen Hamburg und Breslau. Die Philharmonie, unser aküsttsch vollendeter Orchestersaal, faßt nur viertausend Menschen. Aber man war gefaßt, daß dreimal soviel kommen würden, um die Wiener Musikanten zu hören. Daher dieser Sportpalast. In den Pausen wurden die Abendblätter ausgerufen, Schokolade rmd Eis angeboren, Bier herumgetragen, Zigaretten, Ansichtskarten. Volksfest! Garfenkonzert! Ins „Meistersmger"-Vorspiel hirrein klapperten von den Buffets Teller und Gläser, der Friseur stand auf dem Stuhl, der Masseur kreuzte die nackten Arme. Und das Echo! Das Blech klang verzehnfacht aus der Qj&k wieder und das Holz ertrank iw IMilitärkrach der Trompeten. Alte Herren, die wankend gekommen waren, selige Erinnerungen zu beleben — am Unnachahmlichen Klang dieser Wiener Künstler, weinten hier, f tobten ba. Das schönste Orchester Europas, mit dem Sphä-; renton der Geigen, erlag dem Raum. Kleiber dirigierte. Mit Hingabe an die lMusik, die bei ihm üblich ist, aber diesmal schaltete er sich selbst aus; er verzichtete auf die Kleiber-Akzente und -Nuancen und gab das Wett aus seiner eigenen Idee heraus. Schuberts Fünfte und Tschaikowskys Vierte. Diesen Schubert, in dem Musik in absoluter.Reinheit ersteht. Und ben Russen, in dem sein Land von Trauer bisi Ekstase, von Lust bis Schmerz hinreißend ausbricht. Das Orchester — so weit man «s wirklich hörte — war vollendet. Der Tonklang, den nur Oesterreich hat, strömte zauberhaft aus Schubert. Diese Geigen, CM und Bässe sind ganz entmatettalisiert. Das Holz klingt nicht mehr nach Instrument. Und diese selben Künstler, die eben noch dik> Wiener Verklärung deutscher Musik spielten, waren im Tschaifirwsky elementar entfesselt. Das Kosackenfinale war ein Ausbruch von Urmufik. Und wie sie das Scherzo spielten, dieses berühmte Pizzikato, war von atemraubender Virtuosität. Diese Leichtigkeit, Sicherheit, Präzision hat wohl kein zweiter Orchiestettörper. Sie gaben — «natürlich — einem Strauß zu. Sie wissen schon, welchen. Den, der Wien bedeutet. Nicht den Richard. Die „Geschichten aus dom Wiener Wald". Und so siegten sie schließlich doch über den Sport- und Eispalast. Niemand trank Bier und lutschte Bonbons. Alle, vom Friseur bis zu den Gesandten, die alle, alle gekommen Goaren, waren bezaubert. Ein Jubel brach los, ein Jubel! Stundenlang. Die Damen — soweit sie nicht im Engadin, in Hermalt, La Baute, Ostende, Nordkap sind, in größten Toiletten, stiegen auf die Stühle (Gartenstühle, Eisenftühlo!) und applaudierten. Die Kellner und Zeitungsfilngen schrien Hurra! Wie liebt Berlin Wien! Einseitige, unerwiderte Liebe. Wie alle größte, >vie alle seidenschastliche Liebe. Ob Wiedettommen! schrie man. Wiederkommen! Ja! tausendmal! Aber dann in ein Kvnzerthaus. Die ^ebctü>en bitten!...!Mn anderen,Ende d«er Stadt — im Norden — int allen Scheunenviertel die Volksbühne! Und auch dort Wierr. Das Urschte. Ne stro y. ,Lu ebener Erde und im ersten 6töcE", Und derselbe Jubel. Nicht weil es ein Stück! für d>aÄ Publikum dieses Theaters ist, das aus Mittelstand, Handwerk, Jugend besteht. Sondern weil es ein Niestvoy ist. Lächeln Und Träne in Einenr, liebendes Herz und reines Gemüt, jene Einfall, die den Himmel gewinnt, feite Schlichtheit, die Krone ist. Man hat das Stück nicht einmal österreichisch gespielt — das geht im Reiche nicht, diese lAlkmosPhäre läßt sich nicht inszenieren. Und doch ein Sieg. Die Mfinachung war so hübsch, die^Spielep mit Lust dabei. Ein neuer Mann, Oskar Sima, hatte die warine Menschlichkeit, das so echt zuckende Herz, den von innen kommenden Huntor, den Nestrohsche „Helden" haben müssen. (Alle um ihn waren menschlich wahr und warm. Eins.Leine Ruth Hellberg spielte sogar Elisabeth Bergner mit täuschender Echtheit. Und die Musik! von Dhev Mackeöen! Mas tut man jetzt in Berlin? Man schreit nach «einem Operettentext für Mackeben! Er soll der neue Mann werden. Der Konrponist der Massary. Und wirklich: seine Melodien sind eingänglich, haften, fließen aus sich heraus ^Natürlich. Er instrumentiert durchsichtig, leicht rmd charakteristisch, er hat den Einfalt und den Stil. Und es ist reizend, wie er altevtüntelndeir Singsang modern schimmerir läßt, Musik aus der Zeit und schmackhaft, ja pikant nracht. «Also, Mackeben, die große Operette! Das war Freude und Germß, Heiterkeit und Seligkeit. «Aber dann! Nollendorfplatz. Ein Schwank. „Der FuHÜallkönlg". Verschweigen wir die sonst nicht unbekannten «Aiutoren. Sie komnien direkt, von Moliere der eine, von Shakespeare der andere. Sie mischen-Othello mit dem Eingebildeten Kranken, pfeffern die Geschichte mit Sport und nackten Beine», rechnen mit der Sommer-9kachsicht des PnbliknmS und -» — rechnen richtig! Denn das Mrkett bleibt, in Lachen sich

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