Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2998 (3.7.1927)
- Date
- 1927-07-03
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzeitrms 6. Juli 1927 —- Nr. 2Ö98 , Wien, Sonntag fttaft mehr Milch > Ei» „Milchfeldzug". diesem Jahre nmrve in Wien eine „®>. #ut Dmverung desVerbrauches von Milch und Mimischen MolkereipvoduKett" gegründet. Sie will einen förmlich«» Mitchfeldz.ug veranstalten, um die Qualität zu verbessern und für den -ve«mrhvt-eu Absatz Propaganda zu mach«. Professor Dr. Pirquet, der an Üe Spitze der Gesellschaft steht, machte gestern dariiber nähere iMittcilmrgen. Er föhvteHaus, daß in Oesterreich ein großer Teil der üstere«ckch^ftche.n Milch für VerfütteruNg von KLlbetn N'NÄ S'chw-eünen verivendet wird, statt den Menscher» zuzu- « fließen. Bekanntlich hat Professor Pirquek ein Nahrungssty-st-em auf Grundlage der Milch auSgearbeitet, dem ei« .natürlicher Gedanke inirewohnt. Der neugeborene Mensch wird zuerst durch Milch ernährt, weshalb die Zurückführung der Hauptcrnährung des Erwachsen«» zur Grundlage der Milch anFustrebcn sei. Die Milch enthält alle den» »nenschlichen Organismus in auSgoKeichueter Weise angepaßten wichtigen Nahrungs« stoffe und ist der villigsie Eiweißträger. Me volkswirtschaftliche Bedeutung der WttlchwLvtschaft wird schon aus einigen Ziffern illustriert. Man kann aun-hmen, daß i-u Oesterreich täglich 5i/s Millionen L'ck-de-r Milch produziert werden, »md daß der Wert der Jahresproduktion an Milch auf mehr als 270 Million«,» «Nchck-lling geschätzt werden darf. Wem» der Milchertrag pro Kuh durchschnittlich täglich nur Mt einen halben Liter gesteigert tverdeu würde, so würde das das Doppelte des Wertes der im Jahre 1926 überflüssigerweise importierten Milch' l»nd Molkereiprodukte bedeute». Der Milchkousum itt Wien läßt sich durchschnittlich Wo^Kops und Tag auf 0.38 Liter schätzen. Der gesamte Wiener Milchkonsum pro Dag dürfte sich gegenwärtig zwischen 700.000 bis 600.000 Liter beivvgen. SckktionSchef Ertl Zeichnete die Haudelsspanuung zwische» dem Preise der Produzenten . und dein des Kleinhandels, die Aschen t 40 und 50 Proze»»t betragt, als zu hoch. Das Schachturnier tu Kerskemet. Aus Budapest ivird berichtet: I»» der fünften t/tmrde des internationalen Schachmeisterturniers in Kecskemet lrmrde scharf gekämpft. Niem zowitsch gewann gegen Bukovics nach einem schweren Endspiel, Steiner mit indischer Verteidigung gegen Grünfeld nach scharfem Angriffe in 46 Zügen, Dr. Vajda mit Aljechinvertcidigung nach einem fein geführten Endspiel gegen Solle in 65 Zügen, Kmoch schlug Aates in einer französischen Partie, Ahues gewann gegen.Przepiorka in einer indischen Verteidigung, da Przepiorka sich ein grobes Versehen zuschulden kommen ließ. Asztalos gelvaim eine spanische Partie gegen Brinkmann in 26 Zügen. Rernks wurden die Partien Tartakower gegen Takacs, Müller gegen Sarközl). Mjechin gegen Gilg und Szekely gegen Berndtson. In der sechsten Runde schlug Asztalos Yates, Mjechin Sarkösy, Ahnes schlug Solle, Vukovie schlug Szekely, Müller schlug Brinckmann. Die Partien Vajda—Grünfeld, Kmoch—Takacs, Gilg—Tartakower, Steiner—Niemzowitsch und Berndson—Przepiorka tour*- den remis. In der siebenten Runde gewannei» A l j e ch i n gegen Sarközy, Müller gegen Brinkmann, Vukovie gegen Szekely, Asztalos gegen Uates, Ahues gegen Solle. Nemis wurden die Spiele Itieinzowitsch—Steiner, Vajda —Grünfeld, Kmoch—Takacs, Gilg—Tartakower, Berndtfort—Przepiorka. Stand nach der siebenden.Runde: Aljechin, Aszta- ' los je 6, Steiner 'V/2 (1 Hängepartie), Nieinzowitsch, Kmoch je 41/2, Grlg 4, Vajda, Ahnes je 3 (1), Grünfeld, Tartakower, Takacs je 3, Solle, Berndtson je 2 (1), Vu- .kovic iy2 (2), Uates, Szekely je iy2 (1), Müller 1 y2, Brinkmann 1 (1), Przepiorka 1, Sarközy y2. AraelWche Kuttusgemernde Men. Z. 4474 ex 1927. Liefenmgsvergcbungen. Seitens der Israelitischer» Kultusgeineinde Wien gelangen im Laufe der nächsten Zeit die nachfolgenden größeren B a u a r b e i t e n zur Vergebung: 1. 1. B e z., I u d e n g a s s c 8: Instandsetzung. 2. 2. B e z., Floßgasse 14 (Nit. Bad): Neservoirlieferung. 3. 2. Bez., Tempel, Tempelgasse: a) Rekonstruktion der elektrischen Beleuchtungsanlage; b) Instandsetzung der Hofeingangstore. 4. 2. Bez., N a u s ch e r g a s s e 16 (Kinderspital- AMbulatorium): Errichtung eines Geräteschupfens und einer Klosettairlage. 6. 11. B e z., Z e n t ra l f r i e d h 0 f, 1. Tor: Errichtung eures DenEmäles für die Kriegergrabstätte. 6. 11. Bez., Neuer Friedhof: 6. Erweiterung (Straßen, Bewässerungsanlage, Kanalisation). 7. 18. B e z., S P i t al d e r Ku lt u s g e m e i n d e: Interne Telephonanlage. 8. 21. Bez., Friedhof: a) Instandsetzung der Zeremonienhalle: b) Errichtung eines Geräteschupfens und einer Klosettanlage. Jene Firmen, lvelche zur Hffertstellüng herangezogen werden wollen, lverden eingeladen, dies bis längstens 6. Juli 1927 dem technischen Amte der Kultusgemeinde, 1. Bez., Seitenstettengasse 2, bei welchem auch während der gewöhnlichen Amtsstunden (Samstage ausgerromnren) alle näheren Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben. Die freie Auswahl unter den sich meldenden Firmen emta 1 l#eitex'$tedßxiyftgstfiYi«eig£ f Wir geben hiemit dem P. T. Publikum bekannt, daß wir unser, seit vielen Jahren bestehendes, bestrenommiertes Konfektionshaus „R I-«k A“ KleWerhaus fflr Herren und Knaben von I!., Taborstraße 48a nach II., Taborstraße 44 verlegt haben. Wir werden nach wie vor bestens bemüht sein, auch in unserem neuen Verkaufstokal durch solide, reelle Bedienung, Lieferung nur erstklassiger Qualitätswaren und konkurrenzlos billige Preise das Vertrauen und die Zufriedenheit unserer verehrten Kunden zu gewinnen und zu erhalten. Enorme Auswahl Sn Herren- und Knabcnkleidern fertig und nach Maß aus feinsten Stoffen 1 zwecks Heranziehung zur Offertstellung für die einzelnen Arbeiten behält der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde ausdrücklich seinem alleinigen Crmesien vor. Kraft Lttbltsch in Wie«. Ernst Lubitsch, der bekannte Filmregisseur, ist bekannt« lrch vor einigen Tagen in Men eingetroffen. Er wurde von Vertretern der Behörden und von den Persönlichkeiten der Filmindustrie gestern durch die Ausstellung ,-Wien und die Wiener" geführt. Bei einem Empsaivg, der dort stattfand, jagte Lubttsch: „Man teilte mir mit, daß ich hoi meiner Reise nicht auf Wien verg essen soll. Wien aber ist die S-tadt, aus die man nicht vergessen kann. Ich habe aus meiner gangen Reise nichts Schöneres erlebt a ls Wie n." In einem Schreiben, das -Lubitsch an die FremdenverkehrsLomMission gerichtet hat, stellt er fest, daß Men »vie keine zweite Stadt der Welt gerade dem Filmfachmann Anregung gibt. Selbstmordversuch aus einer Gesandtschaft. Aus Paris wird gemeldet: Am Montag nachmittag erschien auf der schweizerischen Gesandtschaft ein gut gekleidetes junges MÄ>chen, das einem der Beamten erklärte, sie sei Medizil»studierende, habe in Nancy eine Stellung angenommen, die sie aber nur antreten könne, wenn man ihr 3000 französische Franken zur Bezahlung von Schulden leihen konnte. Als dies der Beamte ablehnte, zog das Mädchen einen Revolver unter ' ihrem Jaquett hervor und schoß sich eine Kugel in die Brust, die dicht am Herzen vorbei ging. Der Gesandte Dunant ließ eine Untersuchung anstellen, die folgendes Ergebnis zeitigte: Die 26 Jahre alte Dame entstammt einer ziemlich wohlhabenden Genfer Familie. Bor mehreren Monaten war sie nach Paris gekommen, unr ihre Medizinstudien fortzusetzsn. Da die v.u» der Fmnilie übermittelten Beträge zur Bestreitung des LeSensunteryaltes nicht ausreichten, trat die Studentin als Gesellschafterin in die Dienste einer Amerikanerin, die jedoch kürzlich Europa verließ. Unglücklicherweise stellte im gleichen Zeitpunkt die Familie der Studentin jede Unterstützung cm, so daß ihr nur noch 500 Franken blieben, um nach Nancy zu reisen, wo sie ein» Stellung als .Gouvernante gefunden hatte. In ihrer Verzweiflung suchte sü in der schweizerischen Gc'ardtschaft Hilfe, um ihre Schulde»» bezahle»» zu tonnen. Ier Derreichtm» der Well. , Als L»nne, ver große Naturwissenschaftler, jseure Werke schrieb, nah»»» er an, daß es auf d>er Erde nur 1100 lebende Tierarte»» gäbe. Diese kleine Zahl »st »»»Mische»» durch die Ergebnisse der Forschung ganz erheblich angeschwollen, den»» cs gibt heute in Luft und Wasser zirka 400.000 bekannte 'und beschriebene Tierarte»». Den weitaus größten Teil stellt die Jusekteuwelt mit 280.000 Arten, von ' denen 120.000 auf die Käfer, 50.000 aus Schuretterlinze u»»d 40.000 auf die Hautflügler fallen. Nach dei» Jusekteu kommen die Fische mit 12.000 Artei», deren weitaus größter Teil in» Meere lebt, i»ur eil» verschwinde»»!» kleiner Teil, nänilich nur 300 Arten, si»»d Süßwasserfische. Ebenso arte»»- «reich »vie die- Fische sin') die Vögel, von denen nur 4M 'Arten in Mitteleuropa vorkvnnneu, uud auch diese noch »licht alle als Brutvögel. Ungefähr 4.0.000 Arten zählt die Familie der Weichtiere oder Mollusken, ^u heuert die Schuekken, Muschel»» und Tintenfische gehören, .und zirka 80M Krebsarten gibt es. Stachelhäuter, also Seeigel, Seestrnc »md Seealge»», sind zirka 4000 Arte»» vorhanden, die Spi»»- uentiete haben es auf, 2000, die Lurche unld Amphibien auf 1200 Arten gebracht. Reptilien, zu de»»en Schlange»». Eidechsen, Krokodile und Schildkröten gehöre»», zählen 2500 Mteil, und bei»»ahe ebensoviel, nä»»»lich 2300 Arte»», hat die höchstentwickelte Klasse der Tiere, die der S ä u ig e t i e r Wie arin z»m» Beispiel Deutschlarrd int Verhältnis zu dem Tierreichtnur arrderer Länder ist, geht aus e>nre»»r Vergleich mit dem tierreichsten Lande der Erde, »»»it Anrerika, an» besten hervor. Deutschland hat uür IM ^Säugetier- und 400 Bogelarter», lvähreud Mnterika über 12M Säugetier- und über 60M Vogelarte»» besitzt, u»»d ähnlich sieht es in der Klasse der Reptilien, Älnphibie»» und der Schmetterlinge aus. Die tropische»» Länder sinid mn reichste»» an Tieren, deren Zahl an Mtel» »nach der» Polen »All allmühlichi äbninrutt; das arte»»- reichste La»»d ist Südamerika, das ännste Australien. Aber wohlgemerkt, nicht die Zahl der Tiere, sondern! die Zahl der Tierarten nimmt vo»» dem Äequatvr »rach der» Polen zu ab, Tiere, besonders ALeertiere, gibt es auch in T-’sr-^reri^ Breitogvaden yst in vrshannlicher Wenge. GMe 7 - Sie Mesner. C>r »vnröö bereits berichtet,-daß<iii54«^«Schsten Tagen in Prag wiederum ein Monsterprozeß gegen «ine Zige««erba»»de beginnt, bi« angeklägt wird, i« der Slowakei nreb-.' als »»rurrzshn Mvrve begailge»» zu haben, und »nit ihrem Anführer Filto auch Menschensieisch verzehrt habe»» soll. Die Zigeuner sind das letzte Nm,»adenwl? in Zcntrallnropa. Rnmpfungar»» hat verhältmsmäßig »trenig Zigeuner behalt«». Der größere Teil blieb im runränische»» Siebenbürgen, fcn»er in der Slotvakei. Nun ist in der Ausgabe der englischen f-olklo-- ristischen Gesellschaft eine »»»teressante Sttldie über die H »storiographie der Ztgeuner erschienen, der zu entnehmen ist, daß das Zigeunervolk aus seiner tnÄischen Urheimat auch »rach dem britischen Jnfelreich, quer durch gauH Europa», den Weg geftrnden hat und von seinen angebovemen Nouraden-- sitten nicht abzubriugen »sh In Snglanv experimentiert das Munizipium von Surrey mit einer ambulantan Zigeunerschul-e, in der die braunen Gesellen zur stabilen Handarbeit gezwungen werden sollen. „Wer dig Zigeuner hatte»»" — so führt die Studie aus — „an ihrer Lebensweise immer fest. Es ist bekannt, daß sie eine östliche Völkerschaft sind und eine eigene, „Romani" genannte Zigeuirersprache besitzen. Es ist dies ein indisches Jdionr, irnprägiriert mit persischen, armenischen, griechischen, slawischen, ru»»»änis!chen und anderssprachigen Wörtern, die sie in ihrem Sprache»»komplex im Laufe der Wanderjahre aufgesogen haben. Gege»» das Jahr 300 verließen sie ihre nordindtsche Urheimat und gingen nach Persier». Bon hier a»»S zogen ihre Stmnine durch Syrien »»ach 'Aegypten und durch Armenien in das südöstliche Europa, wohin sie gegen: das Ende des elften Jahrhunderts gekommen sein dürften. Erft im fünfzehnten Jahrhu»»dert verließen sie auch diese Heimstätten, um, in Banden formiert, die Diaspora!»»» Westenropa fortzusetzen. Solche Stoßtrupps überrennen zu dieser Zeit Westeuropa uud erscheinen »iicht später als 1505 auch auf den britischen Jn.seln. I»» der Zweiten Hälfte des letzten: Jahrhunderts »erschiffen sich sogar ganze Zigermerfamilien nack Am er ika. . , . f :! DaS Zigeunervolk wird —; 'Asien, Nordafrika!, Eurvpa uud Amerika eingerechnet — auf etwa eins Million Seelen geschätzt. Run»an»en, Uirgarn unid Amerika haben die größten Kontingente. Auf den britischen Inseln beträgt ihre Zahl etwa 15.000, von denen viele einer gemischten Abstamm»rntz si»»d. Man nennt sie in Südeugland Didikais, in Nordengland Potters und in Schottland Tiuklers. Ihre Lebensweise iir E»»gla»»d ist schon kultivierter, sie besitze» Familisnvegeln, die wohl urrgeschrteben sind, derei» Bruch jedoch wn den Stammesangehörigen streng geahndet wird. Manche leben in Polygamie, die Nebenwciber sind gewöhnlich Schwestern -oder nähere weibliche Verwandte. Cousinenehen sind gang und gäbe, aber auch Brüder leben mit Schwestern in ehelicher Gemeinschaft. Stirbt das Familienoberhaupt, so »vird fein persönliches Eigentum, auch das Zelt, zerstört, se»n Name gilt als Tabu, desgleichen auch gewisse Ur- . tikel, Lebensmittel oder Getränke, die der Verstorbene bevorzugt hat. Außer diesen Tabus haben die englischen Zigemrer auch ganz eigene Begriffe über Reinheit oder Mreinheit, d»e!vou unserer Auffassung abweichen. In England gelten die Zigeuner, die sich dort akklimatisiert Haber», als ein kluges Volk. Die Familienernährer sind zumeist die Frauen. In sAmerikck brachten es die Zigeuner sogar zu Wohlstarw, besitzen mobile und beschäftigen sich mit Autoreparaturen." Der Gorilla-Mann. Der amerrkauische FmmestMrger. Jever Die VerWturrg u»rd die VergalMNheit des'„Würgers^,'der urrter d'e»rt 'Beinamen der „Gorilla-Mann" so lange die amerikanische Polizei in Atem hielt, werden jetzt in der Newyorker Presse folgende intereffanre Ein- Lelheiten veröffentlicht. Earle Welson, der jetzt 30 Jahre alt ist, wurde in San Francisco im' Jahre 1897 geboren. Er hat bis jetzt 18 von ihm begarrgene Mordtaten zugegeben. Seine Art zu arbeiten »vnr stets die gleiche. Seine Opfer suchte er tlnter den Frauen in de»» Hotels oder JFamilienpensionen, in denen er zu »vohnen pflegte, und es. ist erstaunlich, daß er trotz seines abstoßend häßlichen Aeußeren es i»»»'»ner wieder verstand, sich in das Vertrauen von Frauen ei»r- Mschleichen. Nachdeu» er seine neue Wohnrrng bezogen hatte, »»»achte er sich air das erkorene Opfer heran, ,oobe» er besonderen Wert darauf legte, durch eure besonders stark zur Schau getragene Frönmvigkeit ittib. Gespräche über religiöse Di»»ge ei»»en guten Eindruck zu erwecken. I»»» Jahre 192o kanv die Polizei zum. ersten»»»al auf die Spur des „Frauenrviirgers". Ineiner Fanrilienpension erwürgte Welson Frau Mae Frice, die in Boston sich a»»s einer Theatertournee einige Tage auWelt. I»»» Morrat Novenlber desselben Jahres m»rde die 33 Jahre alte Frau Lena Weirrer und u»ehrere andere Frauen in Philadelphia von Welso»» erivürgt. Jur Jahre 1926 i»»»' Monat' März erwürgte Welso»» Fräulein Eda Knott in einer Fanrilienpension. Dann »mederholte»» sich in Portland in Oregon, in Seattle, in der Provinz Washington, in Los Angeles l»nd in San Francisco unter den gleichen Begleiterscheinungen verübte Mordtaten. Lange »vollte es der ainerikanischen Polizei nicht ge-- lürgen, den Mörder ausfindig zu nmchen, der zu Beginn des Jahres 1927 »n Chicago auftauchte, wo Frau Matzel Wood erivürgt in ihren» Badezimmer aufgefundm vmrde. Im April kehrte der „Gorilla-Mann" nach Philadelphia zurück, »vo er neue Mordtaten verübte. Im Monat Jm»i hielt es Welson für geraten, die kanadische Grenze zrvischen sich und seine Verfolger zu bringen» und arn! 9. Juni tra, er irr Mnnipeg ein, wo er ein 14lührlgeS Mädchen u»»d außerden» feine Harrswirti»» erwürgte. Endlich, in Killarneh, fiel er in die Hände der Polizei. Arni 86. Juli wird sich Welson wegen der von ihm begangenen >MoM taten vor den Geschworener» zu vermchomtm ÜM».