Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2996 (1.7.1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Men» Freitag Wiener Morgenzeitung 1. Juli 1927 Nr. L9W restcßfe &rxdt übrig» »ran nicht raeae Anlechon, rvas kaum g waWchettüich ist, ober eine andauernde Steigerung der Keren- Hcheffod-Wwnahmen erreicht werden, Md dich« kleine Rest fcfofte MvldchbenS in den nächsten Leiden EtatchaHven so gut aüs ganz zur Assgahlimg der schuldig geA-ebenen Beträge an die bereM gegründeten Kr^onien verwendet werden. Für die SchnA»ny>neuer -oder die Erweiterung bestehender wirsschaftlicher Lckeruehumngev, bk sich ftlLst trugen und Arberwrn eine imecite EMeatz sichern, Werbt so gut wie nichts übrig. Dich» Erstund macht eine Neuei mvanderrmg vAiig voll der PrtvEnLtrrrtive oder der Tätigkeit zirmistffcher FLmmznnter« uehurmuge», Me «cht in das Budget einbegogen find, abhängig. Au-Mchiw <Sage. «und sicher der neuen, gvVtztenteW Mt ameriLarHkheanKapÄoL gegründeten ,,Bank ch PaLchtine", die über ei« , stxltKSagkWWes Grundkapital °van 200.000 Pfund und tmm Ncherschonds von weiteren 20000 Pftmd verfügen wäch, «ne bchondere Bedeutung Mornmen. Da sie sich MMmmvo^sih in der Hauptsache möt 'der Finanzierung 'der probierenden ErrverbWveige und nicht, wie die übrigen Iw« fliwte, mV Handelstrediten beschäftigen will, wird so ein Werbender «ld Mr^mrfere DerhAtniffe LeträchtlKher KapitcHmrdns für LKe Echchkreßung «euer, rentaAer Arbeitsmöglichteiten gesthaHm. Da aber die öffentlichen Arbeiten nicht ausveichen dürKan, nnr rrlken Erwerbslosen Beschäftigung ja geben — um achK- CS zchMruseud Arbeitslose ein Jahr lang „uitterzubrinyerr", firÄ», nrrnirnal gerechnet, allein für ArbeiÄötzne vier- W DushLnderttaufend Pfund nötig, die wohl kaum aus 'dem ©ribget bestritten weiden können —, wird sich das nicht voll in einer'parallelen SteiMrnng der Immigration auswirken können, sondern ein Teil der neugeschaffenen ArbeÄAstellen wird zur Aqnrdokron der ArbertÄosrgLeit dienen. Die H^hp odh e I em - bmn-r-Wkt i orr zur Förderung der Bautätigkeit fft für sich allein «ngerrügend. Denn es bleibt die Frage mrgelöst, wer die Mieten der neuen Häuser zahlen soll. Ms Mitglieder der ,Musineßwen Delegation" Shoolrnans während ihres Aufenthaltes im Lande darauf hmwiesen, gab man ihnen zun Antwort, bisher Vierden die 'Meten jedenfalls bezahlt, über das „Wie" vermochte man jedoch kerne nähere Erklärung zu geben. Diese etwas strmmarffche oder, wenn man will, optimistische Auslassung der Döuge ürnn man beim besten Willen nicht als genügend awsehen. Eine Neuauflage der Bampokulatio-n wäre nichts als eine Qprmchpritze; sie kann dem zionistischen Publikum eure ZeiLang angenehme Bilder vorgaukeln, aber danach käme ein fürchterliches Erwachen, wie im Mober 1925. Die anderen zionistischen Finanzunternehnrungen kommen für die Schaffung neuer, dauernder Arbeitsgelegenheiten nicht in Betracht: Die Anglo Palästina Bank nicht, weil sie ausschließlich auf Handelskrodite eingestellt ist, die mittlerweile sagenhaft gewordene Jndustviobank nicht, tveil sie ihres winzigen Kapitals wegen keine Rolle spielen kann, und die Siedlungsgesellschaften (Palestine Land Development Company und American Zion Eomminwealth) nicht, weil ihnen ihre Fmarylage bis auf weiteres keine Ausdehnung ihrer Tätigkeit gestattet. Bleibt als Ausweg nur die völlige Umgestaltung des Budgets in Verbindung mit einer Aenderung der Strategie unserer Kolonisation. Der Kongreß wird dies zu beschließen und die nach Palästina entsandte BudgeÜommission wird es vorzubereiten haben. Aber selbst wenn die zionistischest Institutionen außerhalb des Budgets diese Aufgabe bewältigen konnten, wäre eine solche Reform nötig, da auch dann a-lie zionistffchen Mittel mit Einschluß des Budgets Mr Erweiterung der Einwanderung verroendet werden müßten. Der entscheidende Strukturfehler unseres heutigen Etats ist, daß er so aufgestellt -wird, M hätten wir die erhofften 25 Millionen Pfund zur Verfügung, von denen man bei Gründung des Keren Hajeffod träumte, um im Verlaufe von fünf Jahren die Grundlagen des dritten jüdischen Staates zu legen. Der Palästina-Etat enthält alle Posten, die darin enthalten wären, könnten wir jährlich fünf Millionen ausgebeu. Nur die für sie eingesetzt« Beträge find entsprechend kleiner. Mau hat vergessen, daß em kleines Unternehmen, um erneu bestimmten Umsatz zu machest, sein Kapital schneller Umschlagen muß als ein großes. Schneller Umsatz ersetzt erfahrungsgemäß fehlendes Kapital. Wenn also statt fünf Millionen, mit deren Rückfluß in die zionistischen Kassen man gar nicht, oder ivas für den Kolonifattansetat praktisch dasselbe ist, erst nach Erreichung unseres kolonisatorischen Zieles rechnete, nur OM Millionen zur Verfügung stehen, dann muß man diese relativ winzigen Wittel so auslegen, daß sie zum größten Teil als dauerndes Umlaufskapital erhalten bleiben und schon während der Kolonisatwusarbeit möglichst »ft wieder au die zionistische Exekutive zurückgelangen, um von ihr Ä>enso oft mit den Johresemgängen des Keren .Hajeffod anss « ausgegeben zu werden. Die organische Zusammensetzung des Budgets muß daher sp sein, daß' alle nicht rentablen Posten, soweit sie nicht unumgänglich notwendig sind (wie BevwaLtu^sspesen), gestrichen werden und der Nachdruck ans die Posten gelegt wird, die einen möglichst schnellen Rückfluß der für sie anstztzworsenen Beträge ermöglichen. Statt zm Bekämpfung )m Arbeitslosigkeit 90.000 Pfund für öffentliche Arbeiten zu bestiuuneu, die nie oder, soweit sie wetterkreditiert wurden, vielleicht erst nach zehn Jahren wieder m den Besitz dm Exekutive gelangen, müßte diese Summe für Darlehen oder Beteiligungen än t<rwerbLrmternehmungvn verwendet werden, die dafür neue Arbeiter emstellen löimwt. Zwei große Gruppen solcher Unternehmungen kommen in Frage: Industrie Pflanzungen. Die Industrie konnte die MÄÄt» dnrchschnttttich in zwei bis drei. Jahren selbst Zurück-ahle». «eßLvds«. öeftcht 's« Mögttchkeit. die Darlehen vnr die VrAWsuntze.' *n Brivatirttereffente« oder andere FmaapnMutt abtzttsttchr-i. Solche find, wie die palästinensische 'Praxis lehrt, bet tm «ötige-: .Anftceugungen. die allerdings sehr mtenftv sitzr immer zu finden. Das beweisen die dere relativ so großer Objekte, )oie der Schokoladenfabrik „Raanan* und die Strumpffabrik „Lvdziah", die gerade während der Krise in andere Hände üöergingerr, und zwar obwohl sich beide damals in einem traurigen finanziellen Instand befanden und erst danach von Men jetzigen Eigentümern erfolgreich reorganisiert wurden. Man kann daher in jedem Falle damit rechnen, daß die für diese Zwecke aufgesetzten Kapitalien nach längstens Kver Jahren wieder zurückfließe«. Die Pflu nzungskredite und -Beteiligungen können wohl normalerweise erst nach mehreren Jahren aus der Plantage seAP zurückgezahlt werden, da zum Beispiel die Orangengärteu, mn die es sich in erster Linie handelt, erst nach fünf Jahren Frucht z» tragen anfangs«, dafür besteht aber eine starke dauernde Nachfrage nach Orangerien und auch die darauf gegebenen Darlehen dürften sich, da sie wegen der unangezweifvlten hohen Rentabilität dieses MrtfchaftszweigeS mit als die sicherste KapttalSanlage gelten, unschwer abstoßen lassen. Auch diese Gelder dürften daher «Nh zwei Johven wieder frei werden. Es gibt gegen alles dies einen sehr tiefsinnig und rrchig überlegt Singenden Einwand, nÄnltch den, daß man in Palästina unmöglich 90.000 Pfund in ProdNktionsnnternehmen rentabel investieren kann. Das ist ebenso eindrucksvoll wie falsch. Bor einem Jahre machte der Tel Awiwer Jndustriellenvevbanb eine StatffkS, nach der die Tel Awiwer Industrie allein für 120.000 Pfund Kredite braucht. Die Ziffer ist zwar roh, soweit es sich um wirklich dringend nötige MtttÄ zur Konsolidierung von Betrieben handelt, ist höchstens die Hälfte dieses Betrages erforderlich, aber um den Unternehmen die Mittel zur Ausnutzung aller Marktchancen zu geben, braucht man vermutlich eher das Doppelte. Dazu kamen die Kapitalien, die in einer Beteiligung an neuen Unternehmungen und geradezu in deren Jnaugnrierung angelegt werden können, um die Einwanderung vorwärts zu ^treiben, Kapitalien, deren durch das Rentabilitätspriuzip begrenztes Maximum noch nicht abz«sehen ist. Das Risiko dieser Kredtte ist keinesfalls größer als | bei Ausgabe derselben Mittel für öffentliche Arbetton, für die sie von vornherein a fonds perdu weggegeben und an Körperschaften von bekannt zwekfÄhafter Kredttfähigkeit geliehen werden. In Neupf-lanzuu-gem vom Orang-em allein sind nach dem Umfang der dafür zur Verfügung stehenden Böden einige Millionen Pfunde investierbar und die Rentabilität einwfolchen'AnIage braucht Wohl nicht erst bewiesen xn werden. (Ein zweiter Artikel, folgt.) Kongreß-Fragen. Bvr kurzem hielt in Men über Einladung zionistischer Jugendgruppen' der Mitbegründer des sogenannten „Rnken Zentrums" Dr. Hugo Herrmmm einen Bortrag, der sich mit /den Problemen des Kongresses befaßte. Einleitend' führte der Redner aus, es sei eine schnüre Aufgabe, vor Jugendlichen über Kvngreßfragen zu sprechen; denn einerseits interessierten di« Kongoetzftvgen di« Jugend /nicht, wndelvseilS berücksichtige der Kongreß zu Wsnitz die Angelggercherten der Jugend-; weil der ZiomLnus über 30 Jahre alt ist und viele seiner Forderungen schon im Erfüllirng gingen, entstand eine Kluft zwischen der Organisation und der Monistischen Jugend. Weil die Wskusswnen über Politik und Programme auf Len letzten Kongressen so großen Raum einnahinen, blieb für Kultursrageu nur wenig Zeit. Es läßt sich aber auch nicht über Jngerwfroyeui sprechen, ohne PolttS und-Mdero Dinge heran-- zuzichen. Redwr besprach dann dir Struktur des Kongresses und sagte u. a.: Was die Zusammensetzung des Kongresses anbolangt, ft konnte man auf der letzten A. K.-^itzung deutlich sehen, daß von den drei Gruppen der zionistischen Organisation nur zwei, nämlich die Misrachi- und die Arbeitergruppe, geschlossen auftreten können. Die dritte Gruppe bildet ein Konglomerat und ist die Partei der allgemeinen Zionisten. Ans Vieser Gruppe sind die Rrvifi-ontste« und Radi-- kaben hervorgegapgen. Lrpsky versuchte 'es 1926, Vieser Zentrumspartei ein einheitliches Gepräge aufzuerlegen, was an der KmnögKchkeit der Bildung eines einheitlichen Programmes scheitern mußte. Es sind nämlich in dieser Gruppe drei Strömungen vorhanden. Me Amerikaner sind von der palästinensischen und allgemein-jüdischen Front weit entfetnt. Stie sehen das zronistische Problem ausschließlich unter dem Gesichtspunkte der Propaganda. Und je nachdem, wie es diese er- ' fordert, entscheiden sie sich einmal' nach links und einmal nach rechts. Die polnische Gruppe geht ft weit, jede Schädigung der Arbeiterklaffe i« Kauf zu nehmen, wenn nur dadurch die Rentabilität der palästinensischen Siedlungen erhöht wird. Den rechten Flügel nimmt die Gruppe „Eth Liwnoth" ein, die auf kapibattsttscher Grundlage aufgebaut ist. Me linke Seite haben die allgemeinen Zionisten inne, die den Arbeitern nahestehen und für die der Zionismus eine soziale Frage bedeutet. Diese Gruppe umfaßt Deutschland, die Tschechoslowakei und andere mitteleuropäische Länder. Sie wurde vom Referenten vor anderthalb Monaten unter dem Namen „Lücks Zentrum" zuscrmmengefaßt und wird auf dem Kongreß mit einem eigenen Programine auftreten. Bon den drei Problemen, die den Kongreß beMftigen werden, ist die Politik entschieden an die Spitze zu stellen. Da wird sich wieder der Streit zwischen der ExÄutive und der Opposition entfachen. D4es« Frage aber kann und bvau-chi nicht gelüst zu werden, denn man ändert seine politischen Ansichten nicht von Jahr zu Jahr, und so wird die Opposition auch jetzt keine Aenderung herbeiMhren. Mt Anrecht wird jehoch Herr Bevtredram der WehcheUspolitÜ vorgehalten, daß sie mit dem Tun und Lassen der Exekutive vollständig einverstanden seien. Wir seheir vielmehr.in allen Zweigetr mit Ausnahme der Politik große Mängel. Diese kann man nacht ....• rr—— —•••• TA Jahren 1920 bis 192 L ein Plan ftstgelsgt WttrS», dar bfe Bvsrimmudgen über Kolontsattvn, Ankauf von Boden, im Gmck «ad die Ägencypottkik aufnahm, und diese Linie «ußte v«och «ine Reihe von Jahren verfolgt werde«. Me appofitiomüor FLHvw sind für die Ergebnisse ebenft fvraamMVttljch wie Deitznasrn^ Weil sie an ihrer Ausarbeitung nritgewtrkt habe«. Daß dm ] Krise gekommen ist, Hegt in der* Natur dev Dinge, well dm i solche Arbeit ihre Phasen haben muß; die Schuld «t der KrLL: ist weder der Exekutive noch der vierten Alyah znzrrschoeibeup Man muß in einer KvlmrifttionSarbeit in gaoisseu Zettabstüuden innehalten, um die Kousolidiurung zu ermöglichen. Ms» dann erst einen werteren Schritt vorwärts machen. Wir sind ungeduldig und ftrdern forüvöhreude Expansion^ SKÄo Engländer, die in letzter Zeit Palästina besuchter^ haben sich über die Lage KlfriedenstelleNd geäußert. Diese Krise ist Mr sie <üS kolionrfttorisch geschultes Bott ein notwendiger iAebergaug, «w bald wieder zur Offensive zu schreiten. ES wäre ab« ganz verfehlt, jetzt an eine Expansion zu denken. Wir mSsft» vn$ an die Wttcktichktzrt halten und nicht voreilig sein. Dank der Hartnäckigkeit WeitzmannS in den politischen Forderunge« Hst «S uns gelungen, eine« pvLittischem K»«L'Lt»F»a»d-S zu schaffen, ans dom wßr ja ^Zetten dev Not Kapital schöpfe» können. Das o.r-gstvrrchs.absvjlfche PvoHbvW, das de« Avngveß ebenfalls stark rvird beschäftigen müffev, wird leider rmterschiStzb und die Exekutive läßt das Problem der Propaganda avS dem Auge. Und gerade dieses würde der Jugend vm großes Arbeitsgebiet eröffnen; nur müßte sie von einer gemeinsamen Stelle ausgcheu, mit dem Gedanke» der lebendigen Durchblutung de»! zionisttschen Organisation versehen. Die Opposition ist da aridorvL Meinung. Sie will große» Zionismus, das heißt prinzipiellqui < Zionismus betreiben. Die prinzipiellen Fragst sind sicherlich viel leider Kt lösen, weil sie die Tatsache« deS Augenblickes außar acht lassen. Der Zionismus hat aber sswe vornehmstö. Aufgabe in der GrziehurLg d«Ä j-üdäfche-« WoLkos zar tziüMvan Staats Volke. Es hat vor Jahrtausenden aufgehüv^ als MaatSvoU zu fühlen, hat seither feine großen Aufgaben ' vor sich gesehen, weshalb es jetzt, wenn ei«« schwierige Aufgabe hevantritt, rasch die Geduld verliert, wenn sie nicht gleich zu verwirklichen geht. Gerade von den Engländern, welche heute die beste staatspolitischo Erziehung haben, kSmrm wir Äusdaver lernen und das BerstLndrüs dafür, daß eine große Boillsbewogung von Siegen und Niedettagen begleitet sein muß. Die Jugend versteht es, daß unsere große Sache nützt in großm Worten besteht, sondern in den Opfern, die sie verlangt. Das größt« Opfer aber ist, sich ftwst zu beKpmgen mch lne llngedww zu überwachen, * Im Anschluß an die hier im MusUtg WrdergWvÄuuv Mus fützrungen Tw. Herrmanns sendet uns Sr. Rorbett -«Wim den nachstehenden Aufsatz, welcher an den Darlegungen De. Herr» manns vom Standpunkte der ZionistmEevisionisten aus Kritik;übt und die Stellung dieser Gruppe auf deM E. Kongreß kennzeichnet. Dr. Hoffman» schreibt: Das .Programm! des sinken LerttrwnS^ das Dr. Hugo Herrmann entwickelt hat, ist bemierkenSwert unintevessimt. Die scheinbar Kr eine aussichtsreiche Lösung so emfache» Vorschläge gehen in Wahrhett au der Sache vorbei, weil rhr Autor den Kausalzusmnmerchang ignoriert, weil eben Erschernungeu, die im Gefolge der Krise des ZiorriSnmS auftreten, nicht aus der Welt geschafft werden Wunen, ohne daß die Ursache aller dieser reformbedürftigen Tatsachen behoben wird. So wurde das Referat Dr. Hervmanns statt Wege aus der Wirrnis zu weisen, zu einer Apologre der bisherigen Politik der Leitung und^ihrer Aufbaumethoden in Palästina, weil seine programmatischen Vorschläge darin gipfeln, einige SchörcheitSfehler megzwretuschierm, im übrigen aber die biAherige Leitung, der er selbst schwere Manges tu ihrer gesantten Tätigkeit vov-> wirft, durch die Reformrezepte des „linken Zentrums" wieder regierungsfähig zu machen. Deshalb müssen alle programimatischen Grundsätze, die von der revisionistischen Gruppe formuliert wurden, als 'Zionismus, der es sich „leicht macht, ge'brandmatttt und, wegen Mangel eines VerantwortungsgesÄyles als „onenxst" lächerlich gemocht werden. Diese Beschlüße haben nicht bloß das Kongreßprogramm der revisionistischen Gruppe .fejtgelegt, .sondern in ihnen sind auch die Riästlinien Kr eme Leitung vovgezeichnet, die Palästina zur HeimMte des jüdischen Volkes machen will. Von der Ursache der jetzigen ^ßrise ausgchvnd, .als tztze nur weder die natittlichen Bedingungen Graz. UraeLtz, noch etn Versagen des Jischuws als Kvlomsatol vper die angeblich Kr Palästina nicht genügend geSffneteu Gek-schtttE de« jüdischen Volkes in der Diaspoya ansche» köanen, bekämpfen wir die bisherige LettUW wegru der Planlosigkeit ihrer wirtschaftlichen Arbeit vn Palästina, wegen ihrer Tmlftmg von wirtschaftlichen Experimenten und KolonisattonStmtdenserr» die in ihrem Erfolg, dem zionistischen Fonds und den Körperschaften eme Schuldenlast aufgebürdet Hut, die auf.lange Zett hinaus jede weitere kolonisatorische Arbeit unnttiglich machen wird. Dazu kommt, daß eS als mner der Hauptschler der Leitung angesehen werden rnuß, dauernd Leistungen zu übernchmen, die in allen zivilisierten ^Staaten Aufgabe der Staatsverwaltung sind. Eine politische Partei hat nicht selbst zu ColmrOtopen, sie hat aber auch nicht dauernd die Sorge Kr Schul- und Sanitätswesen zu übernehme«. Di^ UedrrnaAire dieser Funktionen bringt emit sich, daß iv. dum klehrsr Palästina zwei Verwaltungsapparat« nrb^emonde« bestehen, daß wir künstlich der PaMiue^egierMg dm Charakter einer englisch-arabischen Bersvaltnup Mkstaüu-. ge«, unseren Bevroaltungsapparat zufolge vor Prtscksiedew« hett der einzelnen zionistischen Gruppen mch iKcklt«8hW» •okign BHtzwsM ittdchkteüer rrufernchvumgen, «Sbeft«-.^^ Kchden &t». fflaaefi. MÄkMpv,. mll ja iu dm