Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2995 (30.6.1927)
- Date
- 1927-06-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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0M 00 mvm Zeit zu Zeit fragte er einen seiner Freunde, der scheinbar sein Sekundant war: „Run, Po-tocki, was sagst du dazu?" Da neigte er sich zu dem angeblichen Zeugen des Duells und flüsterte leise dem Sekundanten, den er in seiner Phantasie sah, etwas zu." In Paris wurde Guy de Maupassant in die bekannte Nervenheilanstalt des Tr. Blanche in Paris-Auteuille untergebracht. Schwere Zlnfälle hatte er in der Anstalt nicht, aber mitunter sagte er dem Aufseher Baran: „M o n s i e u r, ziehen Sic mir die Z w a n g s; a ck e an, ich fühle, daß bald der Moment kommt, wo ich einen Anfall bekomme. Sie stehen da vor mir, halten mich und es kann ein Moment kommen, wo ich Sie vor Wut ins Gesicht schlagen werde." „Aber, Monsieur Maupassant," erwiderte der Krankenwärter, „das werden Sie doch nicht tun, wir sind doch zu gute Freunde und außerdem sind Sie ein viel zu gut erzogener Mensch, um ein;,; anderen Menschen zu schlagen, nein, das können Sie nicht tun!" Maupassant beruhigt sich und sagte: ./Sie haben recht, Baran, ich werde Sie nicht schlagend" Aber oft bestand er darauf, daß man ihm die Zwangsjacke anlege und sagte: „Damit ich benrhigter bin, z^hen Sie mir die Zwangsjacke an, dann weiß ich, daß nichts passieren kann, und lege mich mit ruhigem Gewissen ins Bett." Man erfüllte seinen Wunsch, legte ihm dje Zwangsjacke an, er legte sich ins Bett, und tatsächlich bekam er dann, wie er vorauSgeschon hatte, den T o b s u cht s a p f a l l. Wenn der Tobfuchtsansall vorbei war, stand er auf, ließ sich die Zwangsjacke Hern übernehmen und war wieder normal. Der Aufsc-Her erzählt: „Während meiner langjährigen Dienstzeit im Spital Hobe ich nie einen solchen Kranken gesehen, wie Guy de Maupassant; er hatte das 'Bewußtsein sogar in 'dem Moment als bei ihm die Halluzinationen eintraten. Wenn ihm «in irrsinniger Gedanke kam, so befahl man ihm, diasep Gedanken zu vertreiben, und er gab sich dje größte Mühe, aber oft war diese Mühe umsonst. Der behandelnde Arzt erzählte, daß Maupassant oft im Zimmer herumlief, als üb er umsichtbare Gegenstände evwischen wollte, nnd dann beklag-te er sich, daß er seine Gedanken Nicht fangen könne." Eine Dame der Pariser Gesellschaft, die Guy de Maupassant sehr gern hatte und zu welcher der Dichter blindes Vertrauen hatte, sollte Gny de Maupassant in ihrer Billa unterbrmgen und dort unter Aufsicht halten. Sie bekam die Erlaubnis, ihren Freund aus einer gewissen Entfernung zu sehen. Das war a-m 4. Mai 1893. Maupassant saß im Hofe -des Krankenhauses unter dem blauen Himmel, er war sehr blaß, gealtert, geschwächt, ein Schatten seiner selbst. Seine Augen waren leicht gerötet, seine Schultern zuckten nervös und mit seiner mageren, blassen Hand streichelte er unbewußt sein Kinn, und als die Dame ihm etwas zurief, so schaute er mit irrem Blick vor sich hin und reagierte nicht auf den Zuruf. Aus diesem Grunde mußte der Versuch, Maupassant aus der Anstalt zu nehmen, unterbleiben, und der berühmte französische Dichter, der Stolz Frankreichs, mußte die letzten Tage seines Lebens in der Nervenheilanstalt des Dr. Blanche verbringen. E Post nach Pole« befördern Sie am sichersten und schnellsten als Luftpost. Ein Brief kostet 60 G röschen- Pie Lustpost kann bei allen Postämtern nnd am Ahssugtage bis 7.30 früh beim Haupftwstamte aufgegebeu werden. Bisher 305-000 Briese befördert. ab, und mitten im strahlenden Sonnenglanze entsteht dje seltsame Illusion des fallenden Schnees. Ans allen Stockwerken der ringsum aufgereckten HänserrieseN schießen unentwegt Serpentinen und Telegrammstrtzisen M.r Erdß. Was vor die Lsnse kommt, wird Me GchpMNg deß Materials von den MmoperqtkUMi rücksichtslos Medergekurbrlt. Abends wjrd mgn schyar alles im Kino scheu, und die Musik wird Lindy-Lteder spielen. Deutlich werden jetzt stürmische Juhelruse WOar, es braust uWr wie ein Hrkau, alks erhebt sich ww den Sitzen, alles reckt die Halse, aber man sieht ihn noch snicht. Man sieht nur ein Meer von Blumen aus Men Fenstern niederregnen, sieht nur die Ehrsnsufte der ihn m den Lüften begleitenden Flieger- Polizei auf Motorrädern rattert in den zwischen zwei großen Tribünen freigelqsseNeN Raum, gefolgt von solcher zu Pferde. Dahinter zwei offene Autos, ganz langsam im Schritt fahrend. Im ersten, hoch auf der rückwärtigen Kante des Verdecks sitzend: L i n d yl Im zweiten Wagen folgt seine Mutter. Mvas schüchterne Fanfarenllänge ejiner Schar weißgekleideter Mädchen tönen ihm van der Terrasse Wh Halls entgegen. Unter nicht endenwollendem Jubel de« Menge wird er die Treppen zur Estrade de« Ehrentribüne hinaufgeleitet. Mayor Walker erwartet ihn. dort, überreicht ihm den Ehrenbrief und heftet ihm die Tapfevkeitsmedgille der Stadt Rewyork an die Brust. Mayor Walker ist einer der besten Redner Amerikas. Zwischen. Blumen ist ein Radiomikrophon eingebaut;'und so Pernehmen Millionen von Ohren, bis hinauf zum 5h. Stockwerk des Wovl-- worth BuMngs, dis durch die Schalltrichter h-inausgeschienen Worte seiner Rede und hären den Satz, mit dxm er erfvischönh und wohltuend zurückftndet aus romantischen Fliegerhühen zur wahren Struktur dieses Landes: ,^ch, der Bürgermeister der grüßten Stadt der Wett, b# Sahn eines armen Immigranten, begrüße Dich, Charles Lindber^, den großen Sohn eines gleichfalls r^ch Amerika inderdn Manues." «m die Schütze der «tzedlve. Ein Prozeß Abbas Hilmis gege»r England. Vor dem Schiedsgericht in Konstantinopel spielt sich gege»ivürtig ein höchst interessanter Prozeß ab. Als Kläger tritt der Ex-Khvdive von Aegypten, Ab bas Hilmi II., auf. als Beklagter erscheint das britis che Imperium und der Streit geht um die unermeßlichen Güter und Schätze, die der Ex-Khedive in Aegypten zurückgelassen hatte, von England aber konfisziert und vor sieben Jahren auch verkauft worden ivaren. Der Ex-Khedive klagt jetzt England auf eine Entschädigung vou mehreren Dutzend Millionen englischer Pfund, eine ganz kolossale Summe, die in Milliarden geht. Der Sachverhalt dieses Prozesses, der bis in die Anfänge des Weltkrieges zurückgreift und auch politisch äußerst interessant ist, ist folgender: Der Khcdive?Wbas Hilrni II. befand sich bei Ausbruch des Weltkrieges in Konstantinopel, wo er von England aufgefovdert wurde, auf seinen Posten nach Kairo zurückzukehren. Abbas Hilmi weigerte sich jedoch und erklärte offen, daß er keine gegen die Türkei und den Sultan gerichtete Politik mitmachen könne, nachdenr er durch 20 Jahre an der Spitze der Abdul Hamid-freundlichen Bewegung stand und später ein treuer kluhänger Enver Paschas geworden sei. Auf die englischen Drohungen mit seiner Thronentsetzung erklärte Mbas Hilmi, er hoffe mit den deutsch-türkischen Truppen über den Suezkanal nach Aegypten zurückzukehren und die Engländer zu vertreiben. Als die Türkei dann tatsächlich an der Seite der Zentralmächte in den Krieg eintrat, machte England seine Drohungen wahr, es proklamierte sein Protektorat über Aegypten, setzte Mbas Hilmi ab und erklärte dessen Onkel Hussein Kemal zu seinem Nachfolger, dem auch der Titel eines Sultans verliehen wurde, um die Trennung Aegyptens von der bisher bestandenen Obevherrschaft der Türckei augenfällig zu dokumentieren. Die unermeßlichen Güter und Schätze, die der abgesetzte Khedive in Aegypten hinterlasscn hatte, lyurden jedoch von England beschlagnahmt und schon 1920 verkauft. Seit damals fordert Mbas Hilmi Ersatz und Entschädigung. Anläßlich der Lausanner Friedensverhandlungen mit der Angora-Türkei suchte JsmedPascha auch diese Frage zu regeln. Die englischen Delegierten, lehnten jedoch glatt und brüsk ab. Alle späteren Versuche, diese Frage friedlich zu lösen, scheiterten an dem Widerstand Englands. Nun hat der Ex-Khedive den Klagetveg betreten und vor dem gemischten Gerichtshof in Konstantinapel seine Milliarde n-Entschädigungsklage eingebracht. England hat die Inkompetenz des Gerichtes eingstvendet, Abbas Hilmi bexuft sich aber auf eine ihm günstige Entscheidung des Gerichtes in Alexandrien, sowie auf die Gutachten der Rechtsgelehrten Politis, Armenzone, de Lapradelle und Montebaun und der Gerichtshof selbst hat sich zur Entscheidung einiger wichtiger Vorfragen zunächst als zuständig erklärt. Jur Entscheidung dieser Vorfragen wurde bereits eine ersteTäg f a h x t ausgeschrieben, der man in allen Konstantinoftlor Kreisen mit große», Spannung entgegensieht. T»S Wetter. . 80. Sm* Die schöne Wetterlage hielt auch gestern unverändert mr. Die Sonnenfinsternis hafte entgegen den allgemeinen «Erwartungen keinen schädigenden Einfluß auf das Wette«. Die Vorhersa ge spricht von einem andauernden Schönipetter« doch find leichte Gewitterstürme nickt ausgeschlossen. Jugenderziehung in Deutschland. Aus Berlin wird uns geschrieben: Vor einigen Tagen sind 80 deutsche Mittelschüler auf Veranlassung der Liga M, Menschenrechte nach Frankreich gefahren, wo sie für Bnf Wochen bei französischen Familien untergebracht werden, die Meder Ihre Kinder nach Deutschland senden. Gpiae oer deutschen «Schüler erzählten, ihre Direktoren hätten sie von der Reise abzuhalten versucht mit dem Bemerken, sie sollten nicht ihr Deutschtum verraten, indem sie den Erbfeind besuchten, Die Schüler waren glücklicherweise klüger. &mm MtorrnMle. Der Kaufmann Leopold Z e rmtak wurde in der HmtzeSaerichWvaße von einem Auto ifiedergestyßen und erlitt sy schwere Verletzungen, daß er im Spttql bald darauf gestochen ist. Der 16jcWge Metallschleiserlehrling Johaim Bauer wurde Von einem Auto in dev Floridsdorfer Hauptstraße niedergestoßen und starb bald nach seiner Uebergabe in das Spital. Bauer soll an dem Unfall selbst schnldtragend sein, dg ex von einem fahrenden Stvatzenbatznziig qbsprang und direkt in dqs Auto hineinftef. P«M Motorrad gestürmt. Gestern vormittags sst in der Hohlweggasse der Mjährige Bundesbahnbeamte Leopold G o s ch n o wsry infolge eigener Unachtsamkeit Von seinem Motorrad gestürzt und wurd" mit mehrfachen Verletzungen quf die Unfallstation gebracht. RelsegkMckVersiche«Ung. Me österreichischen Bundesbahnen haben die Einrichtung getroffen, daß das Reisegepäck am Gepäckschalter bei der Europäischen Gitter- und yreisegepäckversicherungS-A. versichert werden kann. Du«h die Versicherung bann daß gesamte. Gepäck eistsMikßlich Handgepäck smvohl für alle Reisen qls auch M SuftnMltt versichert werben. Auf dsestz Einrichtung werden die Reisenden im Hinblick darauf, daß die PahNderwaltung Br zur Beförderung aufgegebenes Reisegepäck nur mit dem« foweils Kr je 1 Kilogramm festgesetzten Höchsthetrara haftet, besonders aufnlerMnt gemacht. Die Perficherung erfolgt bei der Aufgabe M R"IegePäcks, so daß für Pie Reisenden keinerlei ZeiMrlust eintbtt. VW «okglbahn RapprechtMeu^Greftett. Gestern morde in Anwesenheit des Bundesprüstdenten Hqinisch die Lokalvahn RuMrechtshofen—Gresten, die ein Hmck des Viertels ob deur Menerwald denr Bahnverkchr erschließt, seieMch eröffnet. PauBroPa. In einem Wener Blatte lesen rvjrd, daß die SPortfektton dsS pansuropälschen Klubs anl % Juki in Wien ein WLttreEüßballmiatch veranstaltet, das gefilmt nnd nach mit Am bmsten sind doch die C E SCH KA-HUTE EU.. KaHerrtraB# f|3 WISW IX.« AhewfraB« Nr. S ctttec Modeschau verziett wird. ES ist unerfindlich, u«S diese Vorführung mit Paueurppa zu tun hat, es sei denn, daß die Pferde und Toiletten den internationalen pazifischen Gedanken repräsentieren sollen. Das erste Gaswerk des Kontinents. Aus Brüssel wird berichtet; Am 31. Mai wurde hier an etnenr Hause des Boulevards Jaquemain eine Tafel enthüllt, welche die Inschrift trägt: „Hier wurde rm Jahre 1818 unter der Leitung des Bürgermeister- und Schöffenwllegiums der Stadt Brüssel und der .Handelsgesellschaft Mecus das erste Gaswerk des Kontinents errichtet". Infolge des Krieges hatte sich diese EMnnerungszeremonte vctzögert, die Zeugnis ablegt von der industriellen und lloiwmerziellen Weitsicht, die vor 100 Jahren in Vviffsel herrschten. Wie nm« früher atz. Daß Messer und Gabel beim Essew viel fpütev Gegen- Äto allgemeinen Gebrauches geworden find als man lich annimmt, betont neuerdings wieder Dr. Hans Meyer-Prag in seinem kostbaren Merck stber „Böhmisches Porzellan und Steingut". Noch um die Wende M 18. und 19. Jahrhunderts war das wichtigste Speisegerät der Löffel, mährend die Gabel kaum im Gebrauch, dys Messer nur zum Vorschneiden des Fleisches durch den Hausherrn diente. Einen hübschen Besieg pafur bieret das sehr Ulnfangreiche Verzeichnis des Nachlasses «von Nikolaus Weber, Mrtschaftsrat und Oberforstmeister der Grafen von Thlln; neben 28 Löffeln werden hier nur 6 Gabeln und 4 Messer, darunter zwei schlechte genannt. Ebenso s>aben sich erst im zstvttten Viertel des 19. Jahrhundetts Porzellan und Steingut als Alltagsgeschirr in bürgerlichen Kiffen durchgesetzt. „Heute wird nicht von Zinn gespeist, sondern von Fayence", heißt es in Kohebues „Deutschen Kleinstädtern", dre im Jahre 1803 geschrieben stutz. Das war die höchst^ Ehrung, die der bürgerliche Hausherr einem vornehmen Gast erweisen konnte, find rn dem Bericht der MrmstertalbrMmission über die Industrieausstellung in München 1835 imrd die Notwendigkert betont, den Preis der Vovzellam erzeugnisse herabzusetzen, da nur so die gesundheitsschädlichen zinnernen Teller, „welche nicht festen mehr bleiern find," außer Gebrauch kommen können. Bohnenbkätter gegen Wanzen. Das Problem der Ungeziefervertilgung ift durchaus ernst. Nicht nur, daß sie schwere Jnsekttonskrankherten verschleppen, «können sie einem das Leben zur Hhlle äen. Ein Verfahren, das leicht, sicher und kostenlos ln . ster Zett alle Bettwanzen in denr Zimmer vernichtet, hat darmn große Bedeutung. Zudem sst das Verfahren höchst originell und so aut wie völlig unbekannt. Es lautet: Man nehme BoWeMätter. Nichts anderes als dte Blätter der gewöhnlichen Speisevohn«. Die Blätter legt man einfach auf den Boden des Raumes, so daß die untere, mit feinen Härchen bedeckte, Seite der Blätter nach oben gekehrt liegt. Man knausere nicht, sondern lege die Blätter reichlich auf, etwa 30 Ststck auf den laufenden Meter. Dann lege man sich getrost schlafen, denn der Blatterläufer ist eine verläßliche Wanzenfalle. Ueber Nacht kriechen die Tiere auf die Blätter und bleiben da sitzen, so daß sie. mit den Blättern eptferyt /und vernichtet werden können. St. v. Bogdandh, der das Verfahren in den ^Naturwissenschaften" mitteilt, hat in stark verwanzten Zim>- rnern eine so dichte Ansammlung der Wanzen auf den Blättern beobachtet, daß sie völlig bedeckt waren. In solchen Fällen konnte er beim ersten Ausbreiten der Blätter vis zu einem Kilogramm (!) Wanzen mit den Blättern aus dem Zimmer entfernen. Die Vernichtung, ist eine gründliche; oenn bes Wiederholung des Versuches find ruit mehr einzelne Wanzen auf den Plgttern zu finden und nach drer bis vier Ausstreuungen fangen sich überhaupt keine mehr. Die auf den Blättern befindlichen Insekten scheinen in einend betäubten Zustand zu sesn, denn sie reagieren auf mechanische Reizung nur sehr ftäge, sind kaum vom Platz zu beTvegen. Drc FrackanFüge des Walzerfchrigs und der Hausierer. Folgende Anekdote gus deur Leben des Walzerkönias Johann Strauß, die so ziemlich unbekannt geblieben ist. wird jetzt exzMt: Als sparsamer Hausvater pflegte Sttauß seine Frackanzügss, irann sie nicht mehr gut genug waren, Um das helle Lnurpenlicht eines Kongertsaales ertragen zu Wnnen, bei einem Häusiever verkaufen M lassen, der aber im Laufe der Zeit mit den Preisen, die er für dre Anzüge zahlte, stets mehr und mehr zufttckging. Ueber dje Gründe dieses sonderbaren Verhaltens befragt, fuhr der Trödler unzufrieden heraus: „Wenn der Herr nur nicht inmer linÄ tragen wollte; er soll doch einmal rechts tragen." Zugleich wies er auf die (durch das Halten der Geige) abgewetzte Stelle an der sinken Schulter. „Ach wqs," sagte dpr Permittler, „der Herr, dom diese Anzüge gchören, hat in seinem ganzen Leben noch nichts getragen." — „Mir brauchen Sie nichts vorzumachen," entgssgnete der Hausierer, „als ob ich nicht wüßte, daß der Herr von den Letchsnträqern ists^ ft Für wtznjg Geld echchten Sie die besten Seidenstvfse in pen zwei bestens bekannten Soidpnhausern S- MUHeiin, 1, Bez., Tnchlaubn: 8, unh 1. Pez., Vauernmarkt sa. UoberMgen Sie sich, wie billig wir vettausen: Klekder-Fyulard, Mchtvyste Desi siuS, 9,—6-60 Schill.; Crepe de Chine imPktM 16.^-. lg.—, 9-80 Schill.» Kkider-Alpaffa-Seipe, herrliche Muster, 7.50. 4.80, 9-M Schill.; SeidenMmgttt«, all-,Mvefarben, 14.—, 19,—, stW Schill, r C«pe de Chine, alle Wovtzfarban, 13.80, 9.80. 5.80 Schill.; Original Honan Shantnng, 90 Zentimelep breit, 4.90 Schill.; Zapan^PongiS, weiß und farbig, S.90 W; PeiPkEasch-Marokams, glatt und gemustert, 90 Zentimeter breit, 4.80, 3.90 Schill.; Mde.Po1^Marqnisette, Uh Zentimeter breit, ß.50, 1.90 Schill. — Ausnahmsangebotr 180 Stüst Opiginat prieniaiische, prima handgekuüpfte Tischdecke»! per Stück 190.-- Achill, (vsesss Tischdecken werden ,mr i. Bez., Bauernmarkt 2g, pcttauft). Beachten Sie unser Prinzip: Perfaus p<N Kassa zu E»pgros>Prrisen. FjtMagqn* und Darmlelven werden durch eine ein, fjf .{fl<fje Ponecin-Trinßkur erfolgreich beuöMtzst. & "WM- ■