Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2994 (29.6.1927)
- Date
- 1927-06-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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■-VJ Kl k.M. r V.. n 4 v v \wf»:•>-'■■ ,vv. «AKViri -*F,- Nr. 2904 Me«, MMvvch Wirme Morgenzttt««- SV. ZM I9S7 Gektr? Bühne und Knnft. Betrachtnnge« zum Rubens-Lag Ins Beathoven-Jahr fällt auch eine Rubens-Keier. Gestern war der 350. Geburtstag des Malergenres, das in der bildenden Kunst auf der Höhe des Musiktitanen Beethoven steht. Aber während die Beziehungen der Mensthenfeele zu Beethovens Schöpfungen in Tönen vom „Zeitgeist" nicht gelockert werden können, ja die Sehnsucht nach Erlösung durch Beethoven — das hNt die Zentenarfeier gezeigt — in dieser gar nicht erquicklichen Gegemvart gewaltig wischst, steht das heutige Geschlecht der Schöpfung in Farben, die Petrus Paul Rubens hinterließ, in arger.Verlegenheit gegenüber. Was fängt diese Gegenwart der Gertenschlankheit, erzielt durch abmassiertes Fett, Sporttechnik und gedankenlose Hingabe jan Augcirblicksmode mit der „Rübensscheu Fülle" des Fleisches an, mit den strotzenden Brüsten und iveitausladenden Hüften seiner Frauengestalten, mit den zyklopenhaften Männern, die durch- «NS Mmmyuntaugliche Schwergeimchtsathleten sind. Diese Bilder schuf ein Barockmensch, dem sich der Begriff Grotik noch Nicht'von der Lust'an dem blühenden, üppigen Fleische losgelöst, noch nicht in die Egalisierung von Mann und Weib zu dem.dürftigen Knäbenkörper pervertiert hatte.' Die Welt der' Männer von heute seufzt erleichtert auf, wenn sie vor seinem berühmten Bilde im Wiener KunfHistorischen Museum, dem „Pelzchen", steht, dem Porträt 'seiner zlveiteir'Gattin Helene'Fourment, der nackten, massigen Blondine mit.der Pelzboa, seufzt erleichtert, weil heutzutage bedauernswerte Besitzerinnen solcher Formen fi'rt keinem Sommerbad es tvagen, die „Schmach" ihrer Leiblichkeit zu enthüllen. Und die Frauen empfinden es beim -Anblick-dieses Bildes mit großer Genugtuung, daß . unser Geschmack-,^elä!utert" ist, daß lvir es so herrlich weit gebracht haben. Aber daß man den leuchtenden Glaiiz dieser Schöpfungen, ihre Lebenskraft, Genußseligkeit und Bejahung der Freude mit allerhand Hochachtung zugibt, gleichzeitig aber die Fasson der davgestellten, recht sehr unbekleideten «Menschen als unästhetisch, ja unappetitlich empfindet — das ist nicht das Werk geläuterten, durch Revolutionen.'des Geistes- und EmpfindungÄvestns gewandelten „Schönheitsideals", sondern das »Helotentum durchaus unpersönlicher, durchaus kleiner Menschen, die sich bis zu ihrem Urtrieb, dem geschlechtlichen, von der Modo versklaven lassen. Das neue Zeitalter besteht schlecht vor Meister Rubens, es weiß nicht mehr, was Schönheit ist, Lust und.Freude. Es läßt sich's sagen, anordnen, einbläuen, was ihm zu gefallen, Woran es sich zu entzünden hat. Es hüllt die Spazierstöckchen-Beine der Jünglinge in die schlotternde Oxfordhose und macht das Monokel zum Schönheitspflästerchen des blutleeren Etonkopfes. ' Wem: ein großzügiger Reklamesachmann von Durchschlagskraft. auch mir sechs Monate vor dem RÜbensgedenktag mit einer durchgreifenden Aktion in Wort und Bild „erwiesen" hätte, daß man jetzt wieder Busen und Hüft-eti tragt,' so würde sich das Exterieur der Großstadtfrauen in den Somnterbädern am 350. Geburtstag voil Meister Rubens jenem Bilde seiner Helene, die ihm bekanntlich auch sonst immer wieder als Modell diente,' gar seht 'nahem — Und die Mageren' müßten ihre BadetrikottS mit Gummieinlagen füttern. - . '! . > ': Dann Ware wahrscheinlich ReWoffer der Fipanzietr des supponierken Reklamegenies getvesen. 'O. lAj.. Aus den Theater«. B u r g th e a t e r. Morgen i/a# Uhr „Das Kä th cheu vo n Hei 1-6 r o n ic". — Montag i/z8 Uhr „L e o n i e". Operntheater. Morgen außer dem Abonnement als Veranstaltung des Bundesministeriums für Unterricht (Volksbildungsskelle) für die studierende Jugend „Der fliegende Holländer". Anfang 7 Uhr. Kein . Kartenverkauf. - . Deutsches Bolkstheater. Morgen verabschiedet sich Leopoldine Konstantin als „Zaza". Freitag setzt der Sommerspielplan mit „Der Musikant Gottes" ein. Wiener Kammersp iele. Heute Uraufführung des Lustspieles „Zwölf Mädel lern en heiraten" vor: Alice Duer Miller mid Robert Mil ton, in der -Inszenierung von Franz Wcnzler, mit .Harals Paulsen als Gast. V a l k s v pe r. Heute. 60. Aufführung des Singspieles ch Hab' mein Herz in Heidelbe rg verloren". Theater a. d. Wien. Morgen, tritt, in der. ,König i n" Annh C 0 t y zum. erstenmal' als Exkönigin Helena auf. R a i m u n d t h e a t e r. Morgen Domwrstag zum letzten Male „Musik im Mai". Das Theater bleibt bis 1. September geschlossen. B'ü r g e r t h eate r. Ab 1. Juli allabendlich „Gräfin Mariza" mit den Damen Margit Peßl und Dr. Tatiana Sla via n ska als Gäste. -— Das Revneensemble dieser Bühne beginnt ab 2. Juli im „Srpheum" in Margareten mit der Revue „Mi ß F re g ol i". - sein Gastspiel. Rolandbü h ne. .Freitag, den 1. Juli,«abends8 Uhr, als Abwehr gegeic den Mädchenhandel Felix Fischers „Die we iße Sklavin". . A p o l l o t he ater. Morgen Abschiedsvorstellung des Kurfürstendamncthoaters mit „Uschi". Wiedereröffnung vesApollotheaiers am 30. Juli mit prnem linternationaleU Varieteprogramm. Andreas Aman gestorben. Jmi Alter von 84 Jahren ist der langjährige Direktor des Carl-Theaters Andreas Äiiran gestorben. Er war ein hervorragender Dheatersachmann und wußte als Leiter dieser Operettenbühne ein ausgezeichnetes. Ensemble um sidj zu scharen, das er vvn Erfolg zu Erfolg führte. Sein Alter war von mate-. rtellen Sorgen getrübt. Jetzt wurde, er .von langer schwerer Krankheit erwst. Das Leichenbegängnis findet in aller Stille statt. Schmßproduktion der Akadernte. Freitag, den 1. Juli, 7 Uhr, findet im Großen Musirv er einssaal die Schlußproduktion der Akademie für Musik und darstellende Kunst unter Mitwirkung des AkademieorchesterS statt. Auf die Vollendung der SchubertMn H-Moll-Sinfon»e setzt eine amerikanische Gesellschaft einen Preis vvn 10.000 Dollar aus. Konzert Grete Deutsch-Else Krämer. Dieses jüngst absolvlerte Schülerkonzert im Kaufmännischen Verein bewies die Hoheit pädagvgischelt Fähigkeiten des Lehrkörpers »nd"7reß auch einzelne Talente, wie Erika Lutwak sowie Edith Knapp und Martha' B erg er, hervortreten. Als besonders begabt erwies sich die zwölfjährige Trude Stern, -.eren Anfänge vielversprechend sind. Bereine. BorttSge nnd BersamMnnge». Klub radikaler Zionisten. Heute, halb 9 Uhr abends, Int Cafe Atlashof, 1. Beiz., A-sipermplatz (Müblokal), KlubVeffanMlung. Geg-Atstand: ,Hevzl ails Jndewstaaner." Referent: Dr. N. M. Gelber. — Jwgendbmtd „Trmnpelbor, Wien, 20. Bezirk, Denisgasse 33. Mittwoch, den 29. Juni, um 7 Uhr abends spricht Vladimir Jabotinsky zur Jugend in der ToynbeeHalle, 20. Bez., Denisgofle 38. — Verband zionistischer Jugendorganisationen. Morgen, 8 Uhr abends, im Jüdischen Zentrum, 2. Bez., Untere Äugovtenstmße 35, Diskuss io nsa bend über K ongre ßfra ge n. Reserentin: Frau Anitta Müller-Cohen. — Verband Jüdischer Kansleute und Gewerbetreibender. Movgeti, 8 Uhr abends, Plenarvers Bürgen orieitalischen Handelskammer in Wien. — Madmonioes-Jastituh Hetzgassc 10. Heute, 6 Uhr, Ra-bbiner M» Horowitz: „Miorasch raMa.^ Für die Tagung des Korttknentalbundes zionistischer MädHen-Vereinigungen in Men sind Delegationen aus Dentzschlaird, Schweiz, Polen» Dschechoslowalkei, 'Holland und Oeisterreich a«-gemeldet. Die Tagung selbst -beginnt mit der Teilnahme 'am.Festgot tc s-dienst Freitag, den 1. Juli, im Städttemkel, l. Bez., Seitenstet-tengasse 2, worauf der Sabvathabend gemeinsam verbracht wird. Samstag, den 2. Juli, vormittags finden diverse Führungen, nachmittags die Begrüßung der Verbände durch die Vertreter -der Jugend und der jüdischen Studentenvereine statt. Den Samstag, 2. Juli, spießt' oine Festgkad e M ie in den Künstlevspielen „Pan", 1.'Bez., Riemergässe, ad. Sonntag, den' 3. Juli, nehmen die Relegationen am gemeinsamen Herzl-Grabg.an.g teil, worauf um 3 Uhr nachmi-btags -die Tagung im Festsaal des Jüdischen Zentrums, 2. Be-z., Untere Angartenstraße 35, beginn-!. Montag, den 4. Juli, 8 Uhr abends im Fe-stsaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines, 1. Bez^, Eschenbachgasse 11, Vorträge: Anitta Müller-Cohen und Rabbiner DMor Feu chtwa ng über:,„Die.jüdische Frau im jüdischen Leben." Hebräische Ferialstrrse des Jüdischen Zentrums. Ab Juli werden hebräische Sprachkurse unter der Lei-tnng -des Herrn Dr. N. Menage«ch mit sokgeude-m Programm stattsinden: 1. Anfänger: Konversation; 2. Fortgeschrittene A: Konversation, Chermasm: 3. Fortgeschrittene B: Konversa-bion, Literatur: New nm, Achad Haam, MeNdeli mocher ffavin. Einschreibungen tägllich von 6 bis 8 Uhr abends in der Kanzlei des Jüdischen Zentrums, 2. Bez., Untere Augavtenstraße 35. Predigten in den israelitisch« Grme-indetampelrr. Samstag bei dem um %9 Uhr beginnenden Morgengotiesdienste exegetische Bor-träge, und zwar: 16. Bez„ Schopenhouerstraße 39 (Näbbiner Dr. D. Feuchtwang); 21. Bez., Holzmeistergasse 12 (Nabbiner Dr. M. Rosenmamr). Das Ehrengericht der Zionistischen Organisation (1. Instanz) teilt uns mit:Am 30. Juni d. I. nm 10 Uhr vormittags findet in Warschau (M-arjanjiLa 10) die Hauip-tverhandlung gegen Barlas u. Gen. statt. Zu dieser Verhandlung wurde unter anderen Herr -Oskar' vel Osias Horowitz aus Tornopol, ehemaliger Leiter dsr Transport-Gesellschaft ,^Zidon" in Warschau, geladen. Die Ladung zur Verhandlung konnte ihm nicht.zugestellt werden, da sein Aufenthaltsort unbekannt ist. Herr Oskar veil Ostäs Horowitz wird somit auf diesem Wege aufgesovdert, sich dem Gerichte zu stellen. — Dr. Silber schein, Vorsitzender des Gerichtes. l Soeben erschien:! ä _ j g Das erste große g B hebräische I M ' ' H S . von ■ s : 8 8. M. Laser und H. Torczyner g S Umfang 734 Seiten B g In Ganzleinen gebunden 8 20 — g 8 8 g Der unter mannigfachen Schwierigkeiten durchgeführte ■ B Druck dieses Werkes hat sich durch mehr als fünf 5 J Jahre hingezogen. Gleichviel glauben die Verfasser g ■ in diesem Werk, dem Ergebnis langjähriger Arbeit, ■ B. das Hebräische in seiner Entwicklung zur modernen B ß Vollsprache nicht unwesentlich gefördert und all ß ■ denen, die am Wiederaufbau der hebräischen Sprache { B interessiert sind, ein brauchbares Hiifsbuch an die » ■ Hand gegeben zu haben, dessen Fehlen seit langem S 2 schmerzlich empfunden wurde. £ B B ■ Buchhandlung ■ j R. LÖW1T, WIEN, I. [ 2 Rotenturmstraße 22. 2 illlllllllMINIIIII|||R|||||||||||l4 Serichtssaal. Ser „Laternvlwitt" vor de» Seschworenen. 5MM «nhl »a zvelelndaw z,»r« lchmn» Kttku «ermttllt. Mm zweite» Tag« des Mordprozesses gegen beit Ätft. Wirt Josef K raßl wurde das Zeugenverhö« fortgesetzt, gu. nächst sagte ein Oberkellner die Erklärung aus, daß der IMgeklagte allen Stammgästen des Lokals als sehr nervös bekannt war. Getrunken hat «bcr. Angeklagte ziemlich viel. Ein anderer "Zeuge, ern Stammgast des Lokals, sagt« «ms, 8aß der Wirt ihm als „narrisch" bekannt war. So oft er berauscht war — und das war ermindestens viermal in der Woche — führte er die unglaublichsten Dinge auf. Zwei Vettern der Getöteten bezeugen, sie hätten dem „Laterndlwirt" wiederholt geraten, sich wegen Trunksucht untersuchen zu lasseir. Der Kellner des „Laterndl", Karl Alpfe l- Veck, sagt aus, daß Der Mgeklagte am Abend der Tat schon furchtbar betrunken in das!Lokal gekommen sei. Nichtsdestoweniger Hobe der Ehef noch drei Viertel Sturm getrunken, worauf er plötzlich verschwand. Ms er wiederkam, war nichts Besonderes an ihm zu merken, doch hatte der Zeuge den Eindruck, daß Kraßl nicht wußte, waser eigent l ich tat. Nach Geschäftsschluß.seien sie alle gleich^ , zeitig aus dem Geschäft gegangen, doch sei der Chef mit der Grubmüller dann vorausgegangen. Plötzlich, hörte der Zeuge mehrere Schüsse, lief zurück und fand die Grubmüller am Boden liegend tot. Der' Wirt kniete vor ihr irnfcschrie fortwährend. In der Nachmittag'sver'handlnng erstatte!« der'Gerichtspsychiater Dozent Dr. Großsieiu Gutachten, in dem er'den Angeklagten als chronischen Trinker bezeichnet. Die Aussage Kraßls, daß ihm 'die Erinnerung der Ereignisse des Abends gänzlich fehle, bezeichnet er als unglaubwürdig. Es würde sich da um eine Erinnerungslücke von sieben Stunden handeln, eine solche ist aber mir bei krankhaften Musnahmsznständeii möglich. Alle Zeichen, die diese Angccke erhärten sollen, fehlen. Anerkannt wird, daß der Angeklagte zur Zeit der Verübung der Tat berauscht und in diesem Zustand eine Störung des Henmmngsapparates vorhanden war. Ueber Befragen des Staatsanwaltes erklärte der Sachverständige, daß ihm die Tat nicht so unerwartet erscheine. Das Problem eines Doppelßekbst'mord es war zwischen beiden wiederholt erörtert worden. Auch sei Kraßl sehr eifersüchtig gewesen und habe gerade ani letzten Tage der Gruvmüller wegen eines Spazrerganges, den sie allein unterrwur- - men Chatte, große Borwürfe gemacht. DÄc -zweite Psychiater schloß sich diesem Gutachten an. : - Nachher hielt Staatsanwalt Dr. S chm i d das Plaiboyer, in dem er jdie Geschworenen aufforderte, nicht die Schuldfrage auf Totschlag, sondern auf Mord zu bejahen, da. der Angeklagte in vollem Bewußtsein gehandelt habe. Hierauf ergriff der Verteidiger Dr. Unger das Wort, in-, dem er auf Totschlag pilaidierte. . Die Verhandlung wurde erst in später NachtsturÄe zu Ende geführt. Nach zweistündiger Beratung verneinten die Gefchwornen die Hauptfrage auf Verbrechen des Mordes mit 10:2, erkannten dagegen den Angeklagten des. D o t s ch l a g e s. e ln st i m m i g 's ch u l d i g. Die Zusatzfrage auf V o l l t r u n k e n h e i t zur Zeit der Tat- »vturde mit 8 Nein und 4 Ja beantwortet. Unter'Anwendung des außerordentlichen Milderungsrechtes verurteilte hierauf der Gerichtshof den Angeklagten zu Jahren schweren Kerkers, verschärft durch emsame Absperrung in dunkler Zelle an jedem Jahrestag der Bluttat. Der Angeklagte, der sichtlich gebrochen war, hielt sich Bedenkzeit offen. Das Eheversprechen des „Löwenbändigers". Vor de« Bezirksgericht Margareten war gestern der 34jäh.tge Edua.ro Mohr wegen Verführung unter Zusage der Ehe airgeklagt. Aus die Frage des Richters, wo er geboren fei, blickte der Angeklagte den Richter verständnislos an. Auch aus die Wiederholung gab er keine Antwort, legte nur die eine Hand an die Ohrmuschel und deutete mit der anderen, daß er nichts verstanden habe. — Richter: Sie verstehen sehr gut, ich habe von anderer Sette gehört, daß Sie ganz gut hören und daß Sie nur simulieren. — Da der Angeklagte auch weiterhin aus die Fragen des Richters keine oder aber verkehrte!Antworten gab, wie sehr auch der Richter schrie, sah sich dteser schließlich veranlaßt, die Fragen auf einen Zettel Papier auszuschreiben und dem' Angeklagten vorzuhalten. Schließlich konnte er dennoch zu einer zusammenhängenden Aussage veranlaßt werden und gab dann an, oaß er mit einem Bekannten im Prater spazieren gegangen sei, ziemlich mrgeheitert, als zwei Mädchen ihnen entgegenkamen. Der Freund sprach die beiden an und stellte ihn selbst als einen Löwenbändiger vor. Das hatte die Mädchen sehr interessiert und in der Folge sei er wiederholt mit der Leopoldyre P. zusammengekommen. Es ist richtig, daß er ihr die.Ehe versprochen habe. Leopoldiire P. gibt als Zeugin an, daß sie mit dem Angeklagten vier Jahre lang fast täglich zusammengekommen sei. Sw selbst meint, daß der Angeklagte schwerhörig ist. Ihre Freundin dagegen, die ebenfalls als Zeugin einvernontmen wurde, sagt aus, vaß er immer.ganz gut gehört hat. Er selbst habe sich als Löwenbändiger vom Zirkus Hagenbeck ausgegeben und hat auch sonst alles Schöne von sich erzählt. Ihre Freundin war ganz entzückt, daß sie mit ihm gehen konnte. Auch mehrere andere Zeugen bestätigen, daß der Angeklagte ganz gut höre. Der Richter vertagte daraufhin die Verhandlung, um Mohr aus feine Schwerhörigkeit hin ärztkich untersuchen zu lassen. rTTTWWWWWWWWWWTTHfWWWWW? I AA A ik Jk Aik A ik ii A A AnAik AA A. A Aik A<k Jns iüdische Maus das iüdisdke 0$tatt WUWMMEMMMMMWWS«