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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-27 · Heft 2992 (27.6.1927) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2992 (27.6.1927)
Date
1927-06-27
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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AM?? Montws! Wiener Moraenzeitnng 27. Jim? 1927 tft. ZE;gTf Var Kabinett Bratianu. (Von rulsaenl Bukaresder M. R.-Korrespoud-enten.). MM' Briaud gibt es wohl kaum einen europäischen StEsUunru, der so viele Male mit der Regieruugsbü'duiitg betreut rm»rde, >me Ionel Brvtickuu. Dies kann diejenigen, welche in die politischen BerhLltirisse Rumäuiens eingeweiht find, nicht wundern, denn Ionel Bratiamv ist b'er Chef der mächtigsten Partei Rumäniens, die im Finanzstrnol' Wirtschaftsleberr des Reiches die bedeutendste Rolle spielt. GA wvr für jedermcrmr klar, daß nach idem schmählicheit Mgang Avereseus, der gemeinsam mit seinem Jnnennmrister Goga einen Staatsstreich in dem Sinne plante, dvh er die Beschlüsse vom 4. .Jänner, welche die Thronfolge regeln, Umstürzen nwllte — kein anderer Mann von der Krone nnt der Mission der Kabinettsbildlkng betraut »verdien rönne <cks Ionel Bratianu. Das Kabinett Stirbey uvar nichts anderes als eine Treppe für die ^Regierung der liberalen Partei. Obzwar es ausdrücklicher Wunsch des Königs »vor, daß ein nationales Kabinett gebildet werde, koimte ein solches nicht zustande kommen, weit die übrigen Parteien des Reiches M beKrg Ärf die Dhronf-olgefrage eine andere Stellung «innahmen. Äs die Krone imd Ionel Bratiann. Es war daher klar, daß die Regierungskrise il>re Lösnug erst» nnt der Betromung der Kabmettsbildung durch Bratianu fsnöot werde. l Für die Jläen Riunräuiens erscheint mit dem Kadi mit Brptimru keineswegs eine neue!Aera, noch.weniger abxr ej^e Lösung der Judenfrage ü-berhailpt. Es ist tvahr, daß die LLberÄcn jetzt viele Sympal himr arrch in jüdischen Kreisen erworben haben, dies aber nur destvegeu, uscif nach eincr Regierung sAverescu-Goga jede and«? Regierung d^u Juden willkommen sein rUußte. So ist «es auch nwglich geworden, daß viele jüdisch-politische Parteien sich den Liberalen anbiedern um» mit ihnen verhandeln, uttt^Mandate in Äe gefetzg<Lenden Körperschaften zu erlangen. Ern ewheüliches Vorgehen der Juden Rumäniens war nicht zu erzielen, da die Zeit zu ausführlichen Besprechun- gen Und Verhandlungerl zu kurz tvar. Die Unioir der Rumänischen Juden steht mit der liberalen Partei in VerhaMimg, ohne daß bis jetzt über die Art des Zusammengehens und über die Llnzahl der von der Regierung angebotenen Mandate ettvas Bestimmtes gesagt tverden kann. i Die Juden in Transylbauten sind in zwei Lager gespalten. Die eine Gruppe — die nationalbewußte — geht mit denNatronal-Zaramsten und die andere, die assimilierte,^ mit den Magyaren. In Bessarabien dürften auf der national-zaranisüfchen Liste zwei Juden in die Kammer mrd auf der liberÄen Liste ein Jude in den Senat kandidieren. Interessant ist |bie Tatsache, daß die Juidenschaft von Kischinew dem: gewesenen jüdischen Deputierten Tr. Mayer Ebner das Kammermandat angeboten hat und.daß die Annahme dieses iMarHatF vmr der politischen Ztellungnahme der Bukowinaer Advrfchaft abhängig wird. l -Die SituÄion in der Bukowina ist noch ungeklärt. IM den LiberÄen dürfte die Bolkspartei gehen. Hingegen steht die Eiuheüspcwtei mit den NationÄ-Zaranisten in Verhandlungen, wobei ihre Mandate im Wege eines WahlkmMls aygeboten wurden. ~ybit StMungnahme der liberalen Partei zju den Juden ist so allgemein bekannt, daß sie keimr weiteren Ausführungen hedarf, immerhin wird es die Leser im Ausland interessieren, wie sich diese historische Partei im Laufe der Zeit zur JudenftWe im allgemeinen,' gestellt hat. Man kann offen sagen, daß sie ste t s j u den fein dl i ch v r i e ntiert war. Die Liberalen haben immer einen offenen StaatsantisemrtisMus betrieben, haben Judenausschreitüngen inszeniert oder solche geduldet, die Numerus clausus-Bewegunggefördert, die Bestimmmtgen des FriMnsvertrages von SaiM-Germain in die neue Verfassung nicht ausgenommen. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Saue! Beer. Uebererresbarkeit bei Säuglingen. Dis fürchterlichsten Augenblicke erlebt eine Mutter, mnn ihr scheinbar gesunder Säugling plötzlich von Muskel?' zuckungyn und Krämpfen befallen wird, die sich nretst an längeres Schreien des Kindes anschließen. Das Kind hat eme große, tiefe Ausatmung gemacht, ohne wieder enne Einatmung zu vollziehen- Der Blick und der Geslchtsausdruck sind starr. Anne und Beine geraten in zuckende Bewegungen, bisweilen wird der ganze Körper erschüttert!. Schaum tritt bisweiten aus dem Mund. Die Mutter hält scheinbar ein totes Kind in den Armen und weiß sich nicht zu helfen. Die Situation wiird für ste noch schwien'ger, wenn sich gerade sonst niemand zu Hause befindet. Der geschilderte Zustand dauert glücklicherweise meist nur ganz kurze Zeit, das Bewußtsein des .Kindes kehrt bald zurück und nach kürzerem oder längerem Schlaf ist das Kind wieder wohl. Das vezeichnete Ereignis wirkt bei der Mutter nocklange nach, denn sie fiirchtet das Auftreten neuerlicher Anfälle. D«se Krampfzustände sind ein Zeichen der Ueberrogbarkeit des kindlichen Gehirns und können entweder als Folge einer rachitischen Erkrankung des Schädels auftreten oder sich als Teilerscheinung eurer schweren Gehirnentzündung darstellen. Fieberhafte Krankheiten, besonders Darinstörungen, können bei Kindern ebenfalls mit solchen Krampszustünden tau senden Inden das Staatsbüvgcrrecht genoinm e n, verivalttkugstechnische Gesetze geschaffen, »relct^ den Einfluß der Inden in Handel und Industrie beschränken und, last not least, ein Wahlgesetz, das die.Minderheiten becinträcl-tigt. i Diese Tatsachen lasseil sich nicht ays der Welt schaffen, aber es ist zu hoffen, baß bas neue Kabinett, in ivelchmn Männer wie Dstca wd Nieolcke Lupu sitzen, Mt der - Vergangenheit tvenigstMs zuck 'Teil brechen Und in bezug Mif die Jicken die Bestinimuugetr attwenben tverden.die ihnen als Bürgeril Rumäniens zukommen. Eines soll noch vermerkt tverden, daß daS Kabinett Bratianu einen großen Schönl-eitsfchler auftveist, da der bekarrnte Antiseniit Stelean Popescu, der Herausgeber des „Universul", das I il st i z po r t e fe Ni l l e inne hat. Ob er es zulassen wird, daß die Staatsbürgcrrechtssragc eine Regelung erfährt und daß die Tausende jüdischer „Staatenloses ihr Bürgerrecht erhalten, wird die Zeit lehren. Mzu großes Vertrauen bringt die Jildeiiscbast Rumäniens der neuen ^Regierung nicht entgegen. Konferenz der Union Wischer Frone« in London. Unter dem Vorsitz von Frau Model begann am 20. Juni in London eine Konferenz dar Union jüdi« fchor Frauen. Frau Modes führte in twr Eröffnungsansprache aus, die Konferenz habe darüber zu beraten, tvelche Rolle der jüdischen Frau im Rahmen der allgemeineii Frauenbewegung zufällt, und welche fhalttmg die Vertreterinnen der jüdischen Frauen auf allgemeinen Frauenkongressen einzunehmen haben. Obwohl die Union Nichtzionistinneir rvie Zionistinnen in sich vereinigt — schloß die Vorsitzende — soll in dieser Konferenz den Z ion i st i n n e n Gelegenheit gegeben werden, über!das Palästina von heute zu sprechen. Miß Carric Wise (Föderation jüdischer Frauenvereine Newyorks) überbrachte die Grüße von 122 Organisationeir und schlug die BUdung eincvWeltiiiiionjÜdis ch e r Frauen vor. Frau Solomon, Bizeprästdentiir des Nationalrates jüdischer Frauen Amerikas, überbrachte die Grüße ihrer Organisation. Die Sejmdeputierte Frau M e l z e r sprach im Namen der jüdischen Frauenvereine Polens, Frl. Pqppenheim im Namen der jüdischen Frauenvereine Deutschlands, Frau Bush t im Namen der jüdischen Frauen Südafrikas. Frau M. A. Spielm an sprach über die Politik der Union in Fragen außerhalb der jüdischen Gemeinde. Die Union erstrebe freie Entwicklung für Frau und Kind. Dies könne ohne Einfluß auf die Gesetzgebung nicht erreicht werden. Miß Lucie Cohc n sprach gegen die Ausdehnung der Arbeit der. Union auf nichts üdis che Gebiete. In öffentlichen Angelegenheiten ist nur dann ein Votum abzugeben, wenn die Regierung vder eine repräsentative Körperschaft ^ine Stellmsgnahme der jüdischen Gemeinde verlangt. Es entspann sich über diese Fragen eine lebhafte Diskuffion. Zu einer Abstimmung kam es nicht. Frau I. H. Hertz, die Gattin des Reichsrabbiners, führte während der Aussprache über P a l ä.stiua den Vorsitz. Frau Eder skizzierte die Ergebnisse deS jüdischen Aufbauwerkes und die Rolle der Frau in der lüdischey Arbeit in Palästina. — Frau Jrwell referierte über die Tätigkeit des Weltverbandes zionistischer Frauen (Wizo) und über die von diesem Verband in Palästtna begrün- , deten Schulsarmen für Mädchen. — Lady Herbert Samuel, die Gattin deS früheren^ Oberkommissars für Palästina, führte aus, die Union jüdischer «Frauen könnte von einer Zusammenarbeit mtt der Wizo viel lernen, die in Palästina ein Zentrum für Mutterschutz und Kinderwohlfahrt schafft. Frau Eichhvlz sprach übor Frauenarbeit in London. > beginnen. Besicht keine Tnuperaturerhöhung des kindlichen Körpers, dann stellt ein Griff des Arztes aus. den Schädel des Kindes meist sofort die Ursache der Ueberregbarkeit in der Schädelrachitt's fest. Die englische Krankheit ist beim Kinde bisher ziemlich shmptomlos versaufen, die Mutter hatte keine Ursache, ihren Säugling dem Arzt vorzustellen- Das aufregende Ereignis mit den Zucsimgen des Kindes hat erst dessen Untersuchung herbeigeführt. Durch Aüssragen erfährt erst der Arzt, daß schon gewisse verdächtige Zustände vorausgegangen sind. Beim Kind ist es bisweilen Mnl „WegVleiben" gekommen, wie die Laren hie Unterbrechung der Atmung bezeichnen. Der beritchtigte Stimmrihenkrainpf, der eine Verengung der Stimmritze durch Zusairrittenzrohen der. Kehltopfnmskeln darstellt, ist wohl ausgetreten, doch führte die Mutter da- Atmkhindernis aus zu langes Schreien des Kindes zurück. Bel Untersuchung des kindlichen Schädels tastet der Arzt emen, weichen Hinterkopf, fast pergamentarttg knistert das Schädeldach an einzelnen Stellen, die FontalteUen, besonders die Lücken zwischen den Schädelknochen am Borhechaupt sind groß und haben sich noch nicht geschlossen, was im allgemeinen am Ende deersten Lebensjahres stattfinden sollte. ( Man erfährt dann auch von der Mutter, daß das Kind nicht gut schläft, daß es viel mit dem Kopf« herumwälzt, seine Lage zu verändern sucht. Meist schwitzt da« Kind auch, stark am Kopfe, was »licht nur Kahlheit am Hilüerhaupte, sondern meist auch einen lästigen HautauSschlag (Ekzem) zur Folge hat. Diese kleinen Kinder, die mit der Gchüdelrachitis behaftet sind, sind überhaupt sehr erregbar und schreckhaft, zmkeil beim geringsten Geräusch heftig zusammen. Sie sind zieuckich ungebärdig und große Schreier, geraten schon bei der ärztlichen Unterstlchung in tom gefürchteten Krampfzustand. Ser Anteil der Sra« am PalSftlna-Ausba«. In der letzteir Nimmrer der in Jerusalem erscheine«^ den MmratAfchrist ,»Hct Jscha" (Die Frau) wirft I. R abinoivitz die Fmyo mif. worin der Anteil der aus der Cialuth eingelttm-detten ürtelligenten Frau am Aufbau des Landes besteht. Er bÄianptet. daß der vielfach vorkommeuve TypnS der derlvöhnteu, Vevivcichlichteu und prätentiösen Europäerin, die nur au ihr eiigeueS Vergnügen und cigone Bequemlichkeit denkt und ihr Leven in Palästina als großes 5>pfer und Verzicht ans die angeiiehincren Dascinsbedingungen in ihren: fri'chcreil Vaterlan'dc betrachtet, einen kläglichen Eindruck in Ercz Israel macht. Das neue Land, welches Gebende, Allfopferndc braucht, kann init diesen nur ans Fordern und Nehmen gewöhnten Kulturpflanzen nichts anfangen.. Dttrch Unkenntnis der helbrädschen Sprache, die sie sich aus Bequemlichkeit auch nicht an eignen wollen, leben diese Frauen ohne innere geistige Verbindung mit dem Lande und seinen Problemeic. Diesem Typus stellt Rabinowitz die Ch aluzah, die Mitschöpferin der palästinensischen Mltuttverte enjgegeil und fovdert die von ihm ge/schilderte tittelligente Frau auf, ihr Fremldseiu aufzugebcn, ihr Interesse dem Leben im Lande zuzuwenden, tvahre rmd nicht vermeintliche Opfer zu b r i n g c n und auf diese Weise ihr leeres Dasein in ein inhaltsvolles zu vevivandciln. Die KnrorteaMon de» Mischen Rationalfoad» ln der Tschechoslowakei. Die in den ischechrswwalischen Kurorten eingeleitete Kurorteaktion verspricht einen guten Verlauf zu nehmen. Am 29. Juni l. I. findet in Karlsbad im Grand-Cafe Stadt» park eine JubilänniSwohltiätigkeitstombola statt, deren Erltrag deml Keren Kajemeth Lejsrael zufließt. Eine große Anzahl wertvoller Gewinste kommen bei dieser Tombola zur Verlosung. In Marienbav und Franzensbad finden dieselben Beransicltungen Mittwoch, dm 6. Juli, und Dienstag, den 12. Juli 1927, statt. Den jüdischen Ktirgästen wird den west böhmischen Kurorten zweimal monatlich «in neuer Palästinafilm gezeigt, der die Entwicklungsgeschichte der Kolonisation ln Erez Israel darstellt. Während des Monates Juli fiuden anläßlich des Herzl-Tages in der Zeit voin 16. bis 23. Juli in Tepl I tz- Schön a u, Karlsbad, Marienbad und Franzensbad sowie in den slowakischen Bädern Trcncin,- Teplitz, Py stan icnd Luhacovlee Herzl-Bedentfoirrn statt. Als Redner wurde in den westböhmischen Kurorten Herr Kart ssölumeufeld, Präsident der zionistischen Vereinigung für DelUschland, für die slowakischen. Bäder .^.rr Adolf Pol last, Leiter des Burealls des Keren Kajemeth Leisrael für Mitteleuropa, getvonnen. Außerdeut suerdeu in den einzelnen Städten! Blumcntage und Konzerte veranstaltet. Die zionistischen Frmnde aus dem Auslaiide tverden ersucht, sich ,mit den Gesinnungsgenossen in den einzelnen Kurstädteu in Berbiiiduug zu sel-en und insbesondere für'die Sammeltasche'Jmi 'in Ihrm Kreisen während des Kuraufenthaltes regste Propaganda zu entfalten. Der jüdischen Oeffentlichkeit tvird tvährend der Sommernronatv genügend geboten und es ist sicher anzuirehtnen, daß sie d<M Appell, den der Keren Kajemeth Leisrael an sie richtet, ihn zu unterstützen, in reichem Maße erfüllen wird. 6etil Fltthr Ausgrabungen. Eitle 5000 Jahre alte Begräbnisstätte gesunden. Nach englischen Berichten aus Kairo hat der Archäologe Cecfl F i rih. der im Aufträge des AHerkimsministeriums der ägyptischen Regierung Ausgrabungen in Sa^larq leitet, dort ein »090 Jahre altes Grqb der drittelt Dynastie entdeckt. Das Grab hat eine runde Spitze umib Gesetze des Pharao Z o f e r, der die Swifeupyramide umgibt. Um tvesseic Grab es sich handelt, toeiß mau noch n>icht, doch ist es möglich, daß cs dasjeirige DaS wirksamste Mittel ist der Phvsphorlchertran, tvie ihn der verstorbene Kinderarzt Professor Kassowitz angegeben hat. Rebstdenl wird man solbstverständlich die bei der Rachitis» sonst übliche Behandlung durchführen. Insbesondere wird man das Kind m die frische Luft und an die Sonne bringen. In jüugster Zeit hat man auch mit der künstlichen Höhensonne gut, Resultate erzielt. Im Sommer wird mgn bei der Bchqnd lung die natürliche Höhensonne vorziehen. Tod durch elektrischen Strom. In Arrzte-- und Laienkreisen herrscht die irrige Anschauulrg, baß die gctvöhnliche Lichtstromleitnug von 110 bis 320 Volt als ungefährlich gilt. Vielfach sind Todesfälle schon bei dieser Dtromspqnnuug durch mangelhafte- Sicherungen herbeigeführt worden. Wieso die elektrische Schädigung zustande kömmt, ist nicht mit Sicherheit aufgeklärt. Während einzelne Autoren de» Tod durch elektrischen Schlag einem Sekundenheeztpd durch Kämnwr^ flimnieru zuschreiben, ist der Wiener Elekttotherapeut Dr. J«llinek der Anschauung, daß Scheiictod durch Schockwirkung vopliegt. Die Stellungnahme zu diesen theoretischen Anschauungen ist für die Behandlungsart von ivesentljcher Bedeutung. Während im erstereu Falle jeder Wiederbelebungsversuch aussichtslos ist, stellt die letztere Anschauung Dr. Jeltineks eine Wiederbelebung qls niöglich hin. Dieser Versuch inuß aber sofort einsetzen und stundenlang fortgesetzt tverden. Pettit in einer Statistik vmc 343 Unfälle» 34 Personen tviederbelebt tvurden, so ist es als schönes Resultat zu tverten. Durch den Ausbaeider Wiederbelebungsinethoden sslid noch bessere Erfolge zu erwarten. Man hat auch daran gedacht, ei«l durch Schtvachstronr getötetes -Herz durch hochfrequente Strönre, die im Körper keine zerstürande Wirknna ansüberr, zu beleben.

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