Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2991 (26.6.1927)
- Date
- 1927-06-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982079--30477-3018703- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
M. SM «. Fw«r m? 'Mrie t r i jaiwmwwiaiiwiimnimiwwwm»wimwim»i^^ 0 Anläßlich des XV. ZiOltlStenlCOVigreSSeSy «sicher am IG« August 1927 llt Bassi seine» Anfang nimmt» werden wir hnRahmen unserer Hauptausgabe eine 9f erscheinen lassen. Die Kongreßausgabe der „Wiener Modenzeitung* wird eine ausfßttrllche, zusammenhängende proftOkOllarftlge Darstellung der Verhandlungen und Vorgänge am Zionistenkongreß enthalten. Verwaltung und Redaktion der „Wiener Morgenzeitung'* treffen alle Vorbereitungen, um die Berichterstattung aufs verläßlichste und rascheste durch« zuführen. Diese Vorkehrungen machen es möglich, daß der Leser ausführliche berichte Über den Kongreß in der jedem Kongreßtage folgenden, in der Früh erscheinenden Ausgabe vorfinden wird. Durch rascheste Expedition mit Flugzeugen wird Sorge getragen, daß die Bezieher die Kongreßausgabe der „Wiener Morgenzeitung*' vor allen Ist Betracht kommenden Organen erhalten werden. die Kongreßausgabe wird zirka SO Nummern umfassen. Ais erste Nummer wird am Vortage des Kongreßbegirmes eine KONGRESS - FESTNUMMER erscheinen, welche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kongresses und aktuelle zionistische Probleme enthaltet wiEö Ite2iiä$K»rei$e edler Koiagrefl«eis£i«al»e: Oesterreich: 8 3» Deutschland: GM. 4» SHS: Dinar 60» CSR: Kc 22, Polen; Zloty 6» Holland: fl. 2# Schweiz: Pranken England und Palästina: sh 4. Italien: Lire 20, Amerika: Dollar 1, Frankreich und Belgiern Frcs 35, Rumänien: Lei 170, für das übrige Ausland; Schweiz. Franken 8. Bestellungen werden von den Verschleißstellen sowie von der Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung**, Wien, II, Taborstraße 1, unter glÄChLsitiger (Jeberweisung des entfallenden Betrages entgegengenommen. Der Geschäftswelt bietet die KOftgrefiausgabe eine besondere, nicht bald wiederkehrende Gelegenheit, erfolgreich zu Inserieren und neue, wertvolle Auslandsverbindungen zu erreichen. Bef Anfragen wollen Größe und Erscheinungstage des gewünschten Inserats angegeben werden, worauf äußerste Offerte erfolgt Normaler Anzeigentarif Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung**, Wien, 11« Taborstraße Nr. 1—3 Telephone 44*0-38 und 43-3-19 Bühne und Kunst. Sperntheoter. Gastspiel Mrta Geinemeyer. Die Dresdener QpsvnfLngevin, deren Kunistgefang sich in .WeutschllaM besonderer Wertschätzu-W evfreui, Hot auch irr Wien fer allen Ehren Seftonbeu. Ihre ansehnliche Stimme tragt, Mtteilage, ein seltenes Gut der Sopranistinnen, Ist vorzüglich MSgMLet nutz warm llmbrievl, die Höhen läge mutz erkämpft werden, <Än> Kampf, der meist zum Erfolg führt. Meiftechalft ist drü SprachbehamNuNg. Eine starte.. von Temperament durch» glühte Psrfönl'chHeit ist Frau Sernemeyer freilich nicht und schon gar nicht eine Aida nach unserem Geschmack: Keine rassige afrikanische KünlgÄochter, sondern eher eine fürsovgVichv 'deutsche Hausfrau, die in foniderkichem, goldbefranstem Kostüm Mt hauSbackenstr Geisten >Hverr Kumstgesang vor dam Publikum aÄÄbwitet. Äebechaupt biesv Trachten, diese oeientalkfch sein wollenden Gesten und Vorbeugungen, viese Mtzgeburtvn von afrikanischen Harfe», dieser Nnzug, diese Tänze, dieses ganz psendü-orientelisches Gepränge! Diesem ganzen Klimbim .täte wieder einmal eine Auffrischung not. Sehr gut hielt sich, wie stets unter dem eminent musikalische», von VöranlwovbUttgsgesüHl erfüllten Kapellmeister Robert Heger, bas aus Substituten bestehende Orchester. Herr Piccavor als Rhadames hatte prachtvolle Momente, Herr I erg er erfreute durch sein intelligentes Spiel und Fräulein Anbay als Amnerte berauschte förmlich durch die Äeuchlkroist ihrer herrlichen hohen Töne. Leider wird die Mm ihr forcierte Höhe immer heller, st« ^lichtet sich" auf Kosten des Mchavaiktors >der Stimme, namentlich in der Tiefe. Wir wüten iFvLulem Anday, mit ihrem koMawn StimmLaPital nicht tzu verschwenderisch unMgehen. Wb. „Warbetk." DentschÄ Ein Trauerspiel von Viktor Hahn., frei mach Schillers Fragment. Fünf lange Mte lang. Bei allem schuldigen Röspeikt vor dem Fragmient, vor dem Fleiß des von Schillers Vorwurf angeregten Jamben» Ächters, der stilgerecht die Monologe und Aktschlüsse in pccunjpte, entsetzlich prompte Reimpaare ausklingen laßt; bei allerhand Hochachtung vür dermühseligen MeinorievUNgSarbeA der Darsteller Und den Wegietatm Pros Beers» l Mcht durchzrchültett! Aber möglich, daß ich dem neuen Werke nicht gelvttch-! ten Mn. Der Dichter kriegte doch Vvtt der „Evncordia" einen LorbeerLwnz, un>d das Publikum hat doch Beifall geAkktscht. Ich sÄr meinen Teil fand nur, daß das Opus etzliche lang ist, SM, .MsttlmmUcherr Mercmtworten Mare. Ob auch jeder Vers die richtige Silben-- zahl habe und auch sonst alles nach den Grundregeln der Parterei richtig cm göfertige-t sei. Erika Wagner ist eine schöne, temperamentvolle Herzogin von Aork, die dem interessanit ausfehendctt, aber recht fahrigen und femininen Wavbeck FeMnaNd O n n o s trotz dieser hemmenden Eigenschaften die Rolle eines Kron«- prätendenten auferlegt. Dcr aber ein echter Dort aus dem Tower entflohen ist (dargestellt von Otto Soltau, der zur Hebung der tristen Stimmung mit einer Moissi-Jmitation nuistwartet), hat die Herzogin den Schiwtnbel nicht mehr nötig und intrigiert gegen den armen Wavbeck, der schon hoch oben in der Gunst des Volkes ist. Er bezahlt mit Edelmut, rettet den legitimen Thronerben Englands vor dem dräuenden Mordstahl und räu'mt sich selbstlos aus dem Wege. Nach einer Mschtedsode. Mit einem Dolchstich ins brave Herz. Sehr spät. Gegen 11 Uhr nachts. — Herr Forest erheitert durch die humorvolle Gestaltung eines cchgefeÄnten Mordbuben, Herr Ziegler hingegen dadurch« daß er: justament einen Bischof Mimen muß. r A. „Rosenaus Schiraa". Rairmmdthoater. Sie Mihen jetzt im Narmrmdtheater, gleich sechs an der Zahl und eine schöner als die andere. Ein junger Lovd wird der glückliche Erbe eines halben Dutzend persischer Schönheiten, die ihm mit einer materiell noch zweifelhaften Erbschaft zufallen. In schtwüler Operettennacht akzeptiert der junge Mann das Testament, wobei er sich allerdings nur mit dem Star des exotischen Blumengartens begnügt. Da ihn aber sein Wort und die Entscheidung dsS Ehrenvates cm die Tochter eines reichen Engländers binden, kommt es zu dem notwendigen Finale im zweiten Mt. Der drastische dritte Mt löst schließlich alles in Wohlgefallen auf, befimderS, als sich zur persischen Favoritin noch Ge entsprechende Valuta einstellt. Das konventionelle, aber, tvre inaner von Grü»-- baum und Gterk, gefällige, glatte Buch tritt diesmal hinter die .Musik zurück. Der neue Mann, Frank Staffovd, ein Deutschamerikaner, hat sich mit seinen Melodien gut eingeführt. Er beherrscht alle Register und verficht sich auch aufs Orchester. Gin Könner, der Stimmungen gut musilkMfch zu untermalen versteht. Black Bottom, Tango, orimtalische Motive, Offenbach-Ulke, alles ist da. Die Darstellung war gar nicht sommerlich. Liszt Natzler greift keck zu und macht schon alles so geschickt und routiniert tote eine «kotze, rvuKgewachsene Soubrette. Berta Siklosys güschulte Stimme erntete verdienten Beifall. Manfred K o e m p e l ist ein sehr sympathischer Bonvivant, die dvasöffche Komik des Herrn Brod sowie der trockene Hw- AlL Li-MhuzMA tztel HMerkätte Die Re hb erg er, Straßberg, der auch für die geschickte JnszonievuNg zeichnet, und der anmutige Damenflor des Hauses wirkten an deMj unbestvittevLN Efplg deN Operette ve-vdienstlich mit. .<\y Älr. ----- Aus de« Aeatem. '! Burgtheater. Montag, halb 8 Uhr ,^V><svUfe"; lDienStag, halb 8 Uhr, zu:m 2h. Male „D-e» G-pwji von.Cha-- r»l>a i s**^ : i Operntcheater. Morgen Montag, halb S Ulst „Die vor kan ft« NraU't^ DltenMg, Wb 8, Wv „TftruTivMtbadouir*. ' Volksaper. MobeMkch, halb S irn Heidelberg verloren". i i Deutsches Volkstheater. Morgen Montag, ferner Mittwoch und Donnershag Leopaldme Kom-- stan tin. ■ ' '.! Rol Urrd b rk hu e. Fveitag gelapgtFÄix F -i fche r S neuestes Stück „Die weiß« Sklavin" unter der'MrstkepisÄMLLei^ tmtfl twö Karl MMW p» 1 t' ■ '1 '.Vr Die nächste Premiere des Burgthoaters. MI NüvWt der Sommerspielzeit gelangt im Burgtheater Samstag, den 2. Juli, di« Komödie „Adam und Eva" von Guy Bolton und George Middleton, deutsch von Luise Marte Mayer, gUr ersten Ämp fsthrung. Die Besetzung der Rollen ist fomendü: James Mug Arndt, Cotinchia — Retty, Clinton de Mtt — Hemrings, Julie de Witt — Mayen, Eva King ■— Seidler, Tante Rocker — Witt, Dr. Delamater —. Pranger, Horace Pigrrm — Hcrwffer^ mann, Adam Smith — Wlan, Äoä> Gordon — Albach, Die Regie führt Hans Brahm; Bühnenbilder: Remigius Geyllng. Lustspieltheatrr. Zum Lü. Male ging di« Revue „D-de eilige Johanna" trt Szene, die ebensogut wieder den Mel „Rund um die Riefe" führen könnte.^ Denn die Garnierung ist Wenn sie em Lied von der internationalen „Tanzmefst" fingt und alle moderne« Tänze parodiert, muß man ihr zuMbeln. Neben Frau Riefe, die durch Blumenfponden und tejcht endenwollenden Beifall ausgrgeichnet wurde, sind die Damen Wa§vner und $is{$£««* fottte der TÄtzM beMdcrö zu erwähnen. MM8OHL8 KllNSL^LK-KALAKLM II., Praterstraße 60. --,JSm * 1 H ■ ■ IMll.-ü-"tlLlLJIllrJ_n |J Ll O. Dienstag, 28. Juni, Bhrenabend der Frau K. Meiseis. nr Aufführung geFaügti Nee! Der ßcncjföt Nent (Der Mysdümyt.) Nack elnei^Uegende bearbeitet w>n^A. Meißels, ki der TtteiroBei Herr HMinhwil gtttteifi. 1441514