Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2986 (21.6.1927)
- Date
- 1927-06-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982074--30419-3018640- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
€fefte 4 Mm, DienÄvg gBtettc? ~*^~|IW<nTVTVV?«n n. Juni W27 Nr. 8686 An ts-echosvWMWr sreanyns. Prag» SV. Juni. Di« Herste vo-n den Blätter» gebrachte Nachricht» wonach zwei tschechoslowakrsche Flie^sr-Offisiere, M^rLikowsky und PavIovSky, Ogean zu überstiegen ibeaibsichtigen, wird von der „Prager Presse" 'bestätigt. Di« 'beiden Meyer Häven sich entschlossen, hierzu einen Apparat tschecho- Kvwaki-scher Provenienz, den . Typ ,.A 3V" der Fabrik ,Llew", Al verwenden, der vorher einer Umkonstrnktion unterzogen und zum Hydroplan «msgestaltet werden soll. Das Flugzeug SSfafte noch der Umgestaltung etwa 1300 Kilogramm wiegen, nrrt voller Belastung etwa 4000 Kilogramm. Man rechnet mit einer Mugdauer von 4S Stunden. Rund trat die 8rde ohne zwischenlandnng. Rvm, 20. Juni. De Pinedo hat in einem Jnter- Eew erklärt, daß ihn die Idee eines Rundfluges umsdie Erde ohne Zwischenlandung so interessiere, daß er sich eHrst- Lch mit den Vorbereitungen zur Ausführung eines solchen Plaues beschäftige. Zur Ausführung lväre die Konstruktion ermZ Llpparates mit dem geringsten Benzinverbrauch iund nÄ einem Flugradius von 30.000 Kilometern notwendig. Es müßte sich um ein Landflugzeug handeln, bn Wasserflugzeuge nur eilten halb so gro^ - ~ ~t<ibtuS <M Landflugzeuge haben. Me in der republikanischen Wehrmacht Rekruten gedrillt werden. Die Abgeordneten Dr. Bauer und Dr. Deutsch sprachen gestern beim Minister für Heereswesen Vaugoin vor. Sie berichteten über einen Fall, der sich bei der Ausbil- Ärug der Rekruten in Hainburg zugetragen 'habe. Ein ZuZHüthrer habe drei Jungmän-nern 'befohlen, Patronen, iÄe -ihnen bei der Uebung zu Boden gefallen waren, mit den Aähnen aulfznhebc n. Die Abgeordneten fragten den Brrndesminister, wvs er in dieser Angelegenheit vorgeckehvt habe. Baugoin teilte mit, daß er schon am Freitag Erhe- «bwngen angeordnet hat, die am -Samstag durch den Sek« Äonschef General Schiebet an Ort und Stelle durchgeiführt worden sind. Diese Erhetbunge-n haben ergeben, daß sich der Bowstill wahrend der u h t"-Stellung ereignet hat. Trotzdem die Zeugenaussagen die Angelegenheit als scherzhaft darflsllen, habe er die Dienstenthebung des Zugs- Mhrers und die Anzeige gegen ihn bei der Staatsanwaltschaft anyeordnet. Der Sefnv. R o m, 20. Jurn. In den letzten Tagen ist -der V<e s uv m eine neue Eruptiv nsiperio de mit Luvaauswurs eingetreteu, der den '■.'fcrrtmb überschreitet. Sodoku Die Rattenbitzttankhoit. , Eine neue Krankheit! Richtiger gesagt: eine in Mitteleuv^ra bDher Kun erstenmal zur Beobachtung gekommene Krankheit ist SirÄ>oku. In einer kleinen Ortschaft Niederösterreichs erkrankte esr vierzehnjähriger Junge plötzlich an Fieber, das ein paar Datza dauerte, dann aufhörte, aber bald wieder iauftrat und wieder verschwand usw. Die Aerzte dachten an Malaria, an Typhus. Es fiel ihnen aber auf, daß die für diese beiden Krankheiten kennzeichnende Milzvergrößerung nicht nachzuweisen war. Später traten auch Lymphdrüsenschwellungen auf und da man sich auf dem Lande nicht mehr auskannte, gab man den Jungen nach mehreren Wochen Krankseins an die Eiselsbergsche chirurgische KMrit in Men. >' Der Knabe war mittlerweile stark abgemagert, außerordentlich blaß und matt geworden, klagte, über Gelenks- und Muskel-, Mnerzen und über eine lieberem pfindlichkeit (Hyperästhesie) der, Haut.j «Auch die Kliniker fanden die Milz nicht vergrößert. Das Zßeber war intermittierend; nach zwei bis drei Fiebertagen folgten fieberfreie Tage bis zu sechs Tagen, ähnlich wie Leimt Rückfieber (Typhus recurrens). Mit jedem Fieberanfall trat ein über den Körper ausgestreuter fleckiger Ausschlag aus, der jeweils im fieberfreien Intervall wieder verschwand. Die Wassermannsche Blutreaktion fiel positiv aus. Mittlerweile, war man darauf gekommen, daß der Knabe etwa zehn bis zwölf Tage vor dem ersten Fieberanfall von einer Ratte in den rechten Fuß gebissen worden war, welche Wunde aber ohne Behandlung ohne weiteres rasch verheilt war. Und doch muß die rätselhafte Erkrankung mit dem Rattenbiß in Zusammenhang gebracht werden; es handelte sich um den seltenst Fall von japanischem Ratten bißs üeber oder Sodoku in Mitteleuropa. In Europa war die Krankheit zum erstenmal zu Ende des vorigen, Jahrhunderts beobachtet worden, und zwar in den Randstaaten, wahrscheinlich infolge Einschleppung infizierter Ratten durch die Schiffahrt; nunmehr scheint auch das Innere Europas an die Reihe zu kommen. Hervorgerufen wird die Sodoku- Krankheit durch eine dem Syphiliserreger (Spirochaeta pallida) ungemein ähnliche Spirochaete (Spirochaeta morsus muris). Ist das Leiden einmal erkannt, so ist auch die Heilung leicht zu bewerkstelligen. Professor Dr. Herta hat im Salvarsan oder vielmehr; im Neosalvarsan ein glän^ndeö Mittel gegen die Krankheit Pfunden; das Salvarsan scheint sogar gceen Sodoku noch viel besser und spezifischer zu wirken als gegen Syphilis, indem cinp einzige Injektion zur Heilung ausrelcht. Magen--und Darmseiden werden durch eine eln-i. fache Denecin-Trinsi.fn'r erfolgreich. bekämtzft<M> ****** KLUB RADIKALER ZIONISTEN. Morgen Mittwoch, den 22. Juni 1927, um halb 9 Uhr abends im Cafg Atlashof, Aspemplatz (Kfcibfok&f) Klubversammlung Gegenstand: MINORITÄTENFRAGEN. Referent: Dr. Leo Goldhammer. Freie Aussprache. Gäste willkommen! wasmasm □ QGODn Milan - da» neue Badeparadies. Den Wienern ist die schlanke, edel geformte Frau mit dem roten Badetrikots, die ein lachendes pausbäckiges Kind in den Armen hält, wohl bekannt. Bon jeder Litfaßsäule, lacht einem dieses Bild des Vöslauer Thermalbades entgegen. Man sollte es nicht beim erquicklichen Anblick dieses Plakates bewenden lassen; es lohnt, die 45 Minuten Bahnfahrt in Kauf zu nehmen, um sich in den Thermen von Bbslau gesund zu baden. Die rührige Gemeindeverwaltung hat in ganz kurzer Zeit ein Bad erstehen lassen, das eine europäische Sehenswürdigkeit ist. 26 Milliarden Kronen wurden investiert; sie konnten, man muß es ohne Vorbehalt sagen, nicht besser angelegt werden. Prächtige Kolonnaden wurden gebaut, die Umkleidegegelegenheiten bedeutend vermehrt und überhaupt alles' Erdenkliche vorgekehrt, um den Badegästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Die terrassenförmig angelegte Badeanlage umfaßt ein Terrain von '60.000 Quadratmeter. Drei große Bassins ermöglichen alle Art von Wassersport, ein großer Badestrand mit feinstem staubfreien Sand macht eine kostspielige ReiseandieAdn'abäder überflüssig. Massageräume. Freilichtübungsplätze für Rhythmik und Gymnastik. Turn-, Tennis-, Fechtplätze und eine große Laufbahn ermöglichen das Forcieren aller Sportzweige. Die Kohlensäure-, Sauerstoff-, 'Moor- und sonstigen Heilbäder werden von Aertten bei allen Gefäßerkrankungen und Nervenerkrankungen und insbesondere bei Frauenleiden verschrieben. Die prächtigen Nadelwälder in der nächsten Umgebung, wo die „Hellerauer" fetzt ihren Sitz aufschlagen werden, gestalten das. Bad zu einem Luftkurort ersten Ranges. Bürgermeister Frimmel von Böslau lud für Sonntag die Vertreter der Wiener und ausländischen Presse zu einer Besichtigung der soeben fertig gestellten vergroßerbenj Badeanlage. Die Gäste waren voll des Lobes für die großartige, wohl nicht so bald zu überbietende Leistung der Erbauer des Bades, Dr. Dreier und Architekt 'H'a'cke. Das Thermalbad Böslau ist ein unschätzbares Mivum der österreichischen Wirtschaft. Gastein hat einen gefährlichen Konkurrenten erhallen. 45 Minuten von Men entfernt! i igrj i— Streik der französischen Sdmnafialprosessoren. Aus Paris wird mrs gemeldet: Die frcrniz-össichen Gymnasiallprofessoren stechen schon seit Monaten mit dem Unterrichisministeirmm in einem scharfen Kampf. Sie fordern eine Gehaltsregelnny, und da sich die Erledigung derselben immer wieder verzögerte, haben die Professoren zum Protest beschlossendie Reifeprüfungen nicht adzuhailte-n. An diesem Streck worden sich alle Verbände beteiligen, die dem Lehrberufe ang«chören, so daß 90 Prozent der in Frage kommenden Examinatoren in Paris und durchfchnl-vtlUch 80 Prozent in der Provinz an den SchlutzPriHfungen nicht teAnehmen werden. Der Ausstand hat bereits gestern begonnen und machte sich aber noch nicht besonders fühlbar, da die Reifeprüfungen, die Montag begannen, bisher ordnungsmäßig abgehalten werden. Lord Abinger gestorben. Dckk aurtüe ailaittt »er Ftzau StKmhM. Aus London wird uns geschrieben: Der Tod «von Lord A ib i n g e r, der soeben aus einem Spaziergang im Park seines Herrschaftssitzes in der Grafschaft Surr eh verschieden ist, ruft die Erinnerung an Frau Steinheil wach, die Gattin des französischen Malers Steinheil, die seinerzeit als „r o te Wi t w e" eine höchst fragwürdig« Berühmtheit erlangt hatte, was Lord ADinger aber nicht gehindert hatte, sie zu seiner Gattin zu machen. Madame Steinheil war, wie sich Aeltere der lebenden Generation noch erinnern, die intime Freundin des Presidenten der französischen Republik, Felix Faure, der im Jahre 1899 in den Armen der GvlkMen vom Tode überrascht worden war. Als seine Freundin und Vertraute spielte Frau Steirchell in der Pariser Gesellschaft eine große Rolle bis zu dem Tage, an dem sie unter der Anschuldigung, ihren Gatten und ihre Mutter ermordet zu haben, verhaftet wurde. Man hatte eines Tages die Leichen des Gatten und der Mutter in ihrer Billa entdeckt, während Frau Steinheil selbst bewußtlos und gefesselt im Bett ihres Schlafzimmers gefunden wurde. Es kam zu einem sensationellen Prozeß, der seinerzeit die ganze Welt in Spannung hielt. In der Verhandlung betonte die Angeklagte unabüisiig ihre Unschuld und behauptete, sie sei kn jener Nacht von drei Männern und eü n e r Frau aus dem Schlaf aufgeweckt und betäubt worden, Die Mrtzxeicher. hätten .dann den Gatten und die Mutter, die auf den Lärm hevbeigeeilt waren, erdrosielt. Die Mörder waren nach der Vermutung der Angeklagten in die Villa ein gedrungen, um sich der geheimen Dokumente zu bemächtigen, die Präsident Faure der Sicherheit wegen bei ihr deponiert hatte. Da der Angeklagten das Gegenteil nicht bewiesen werden konnte, mutzte sie von der AEage des Mordes fr eigesprochen werden. Mer -der Boden Frankreichs war Frau Steinheil zu heiß geworden. Sie ging unmittelbar nach ihrer im Jahre 1908 erfolgten Freisprechung unter den Namen einer Frau de Serignac nach Eng- . land. Dort lernte die noch immer schöne Frau Lord Abi nge r «kennen, hier die Menteuerin heiratete. Nietzsche« Peitsche. Eugen Diederichs, der Wfamtte Je-over Verleger, erzählt in seinen soeben erschienenen vLebeusdarstelluingpn" aus einem Gespräch mit Georg Brandes bas Folgende: „Wissen Sie," sagte er zu mir, „bflijj es sich mit der Nietzsche-Peitsche im Sinne ganz anders verhält, ccks wie das Wort sonst zitiert wrrd? Ich habe noch die PHMographie gesehen, von der aus der Satz in die Welt ging. Nietzsche uird Paul Nee zogen -beide an> einem Handwagen, auf dem die Lon Salome mit einer Peitsche stand, darunter stand eben jenes Wort: Wenn du zum «Weibe gehst, vergiß die Peitsche incht." Ein Gespräch mit Brandes wirkte immer fast wie ein Sektrausch. Man spürte, man war nicht in Dänemark, «sondern saß irgendwo in der Proveme bei einem guten Glas Wein oder Ehampagner. ES war, als wenn man einen Franzosen «akS Gegenüber hätte. Austritte ans dem Iuveutum. Ludwig Maier, 3. August 1882, Zaroschitz, verh, 18, Bez., Peter Jordanstraße 96; Gattin Irma, geb. Großmamr, S.März 1895,. Wien, selbe Adresse; Kind Ruth, 10, Dezember 1930, Wien, led., gleiche Adresse; Krnd Judith, 27. 1922, Wien, l«d., gleiche Mresse; Paul Stiaßny, 27. Juni 1897, Wien, verh., 18. Bez., Joh. Nep. Voglplatz 1; lArpad Czegledi> 16. Dezember 1896, Budapest, verh., ^Violinvirtuose, 1. Bez., Rudolfs- Platz 5; Gattinn Marie, geb. Hrb, 17. Juni 1894, Wien, verh, selbe Adresse; Mexander Weiß, 23. Dtärz 1869, Men, led., Möbelzeichner, 4. Bez., Margaretenstraße 50; Margarete Schuhmaier, 20. April 1907, Wien, led., 5. Bez., Zentagasse 1; Marianne Löwy, 2. September 1894, Men, led., Geschäftsleiteriir, 4^ Bez., Blechturmgaffe 12; Chaim Pinkas Gründünger, 14. Dezember 1897, Stanislau, verh, 19. Bez., Grinzinger 'Allee 13; Alice Herschkowitz, 22. Juni 1903, Wien, leb* 19. Bez., Gatterberggasse 25; Alma Winter, 28. Juni 1893, Czernowitz, led., 7. Bez., Kaiserstraße 3; Julius Buchwald, 2. 'April 1909.' Wien, led., 7. Bez., Seidengasse 43; Salomvn Duchsbaum, 25. illpril 1911, Wen, led., 2. Bez., Nickelgasse 4; Friedoriktz Bauer, geb. Altmann, 24. Februar 1897, Wien, verh, 3. Bez., Hohlweggasse 10; Hansi Lakner, 4. Mai 1908, Lemberg, .led., 9. Bez., Liechtensteinstraße 23; Moritz Schlam, 17. Sept.-1901, Wien, led., 20. Bez., Klosterneuburgerstraße 89; Leopold Fleischner, 26. Nov. 1897, Brünn, led., 20. Bez., Klosterneuburgerstr. 8; Karl Moses, 17. Oktober 1891, Wien, Verw., 16. Bez., Rankgasss 36; DrsiS Leo, 19. März, 1897, Men, 17. Bez., Frauenfeldcraasst 2/20. k zwe>m»rrlsechM«se«d Miese wurden bisher durch die Polnische Luftverkehrs-A.-G.» Wien, 1. Bez., Tegetihoffstraße 7 (Telephon 71-0-84) befördert und einige Stunden nach der Aufgabe dem Adressaten zugestellk. Ein ExpreßVrilef rmch Polen kostet <25. 1.10. Ein Luftpostbrief nur S. 0.60. Wien, 21. Juni. Das Wetter. Der Einbruch einer Westströmuna hat das schöne Wehkr rasch beendet. Gestelkn hat es wiederholt geregnet, die Temperatur sank'bis auf 15 Grad. Da mit einer Andauer der Westströmung zu rechnen ist, spricht die Wetcherbothersage Von wechselnd wolkigem Wetter, nicht sehr warm, Verein^ zelte Niederschläge. Pros. Dr. Fr»edrrch Luithlen gestorben. Samstag ist nach langem schwerem Leiden der UniversitatSprosesior für Dermathologie Dr. Friedlich Luithlen im Alter von 57 Jahren gestorben. Der Verblichene war Abteilungsvorstand im Franz Josefs-Ambulatorium mrd war hervorragend auf dem Gebiet der Dievmathologie. Der Sohn des Wiener' deutschen Gesandten verunglückt. Graf Lerchenfeld, der Sohn des deutschen Gesandten in Wien, der in Würzvurg Volkswirtschaft ftubaert ist auf der Straße nach Karlstadt mit seinem' Motormd verunglückt. Er erlitt einen Schädelbmch, einen Gchlüsselbemvruch und eine Gehirnerschütterung. Der mitfayrende Baron Beck erlitt ebenfalls eine Gehirnerschütterung. Das Motorrad ist schwer beschädigt. Die beiden Schwevdtrrletzte« wurden ins Krankenhaus nach Mirzbllvg gebracht. Aus dev Schachwett. D«aS jetzt stattfindende SechSmeisterturnier in Bad Homburg, über das vettchtet wurde, ist bis zur Absolvierung des ersten Turnus gedichen; der Stand nach Absolvierung der ersten fünf Runden ist: Dr. Tartakower und Nett je 3y», Bogoljuoow 3, Sämisch 2$, Orbach IVs, NtteS 1. Große KohlendteVstäMe. In letzten sechs Monaten wurden wiederholt größere Diebstähle aus den Kohlenrutschen der Firmen Samuel Deutsch und Armin Lenz am Nordwestbahnhof verübt, deren Täter nie zu eruieren waren. Nach unt« fassenden Erhebungen und Beobachtungen der Polizei konnten nun als Täter der 26jährige beschäftigungslose Emanuel P o k o r n y, Hellivagstraße, der 26jährige Kutscher Karl Wettenael, Durchlaufstraße, der 28jährige beschäftigungslose August Kvllmann, Hellwagstraße, der 30jährlge beschäftigungslose Franz Wiriska, Karajanaasse, und der 25jährige beschäftigungslose Karl Neubauer, Hellwagstraße, verhaftet und dem Landesgericht eingeliesett werden. Die Bande hat die 5kohlen fuhrenweise vom Bahnhof weggeführt und sie verschiedenen Parteien in der Brigittenau zugesteltt. Ber mehreren Käufern