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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-19 · Heft 2984 (19.6.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2984 (19.6.1927)
Date
1927-06-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Serk 6 mm, Mtznor Morgenzettung Ms im Winter 1650 eine Rabbinersynode in Lublin Mnnmrentrat. wurde der Tag des ersten Gemetzels in Nemirow (20. Siwan) auf Anregung des SMxrtai Kohen (schach) als allgemeiner Fasttag eingesetzt. Polnische und deutsche Rabbiner haben auch Solichoth (Bnßgebctc) für diesen traurigen Gedenktag gedichtet. Im Frühjahr 1661 brach wieder ein Krieg zwischen den Polen und Kosaken aus. Die Opfer tvaren neuerlich Juden. Diesmal siegten die Polen und die Kosaken mutzten den ihnen diktierten Frieden annehmen (11. September 1661). Chmielnicki begann von neuen: zu rüsten, und mm verband er sich mit Rußland. Auch der <Äywedenkönig Karl X. Die Stadt Wilna wurde im Juli 1656 durch das Gemetzel seitens der Russen vernichtet. Die Gemeinden von Posen bis Krakau wurden aufgericden. Das traurige Ergebnis des Kosakcnausstandes unter Chmielnieki. der Kriegswirren in den Jahren 1618 bis 1668 war: eine halbe Million e r s ch l a g e n e Jude n. Aber das jüdische Volk mutz am 20. Silva-', nicht nur an Ehmielnicki, sondern auch an seinen Volksgenossen Petljura denken. Für die Judengemctzel in der Ukraine unter Petljura waren mir zugänglich: T. Goldclman: „Im Galuth bei den Ukrainer::" (jiddisch), Wien 1921, dann A. R ewu ck'i: „In den schweren Tagen auf Ukraine", Memoiren eines jüdischen Ministers (jiddisch), Berlin 1921. An der Spitze der ukrainischen Nationalüefrciung im Jahre 1918 steht Simon Petljura. Nach Rewucki ist cs ein psychologisches Rätsel, lvarum der Name Petljuras die ganze ukrainische Bewegung kennzeichnet. Teilweise wäre es damit zu lösen, datz Petljura, nach Macht strebend, kein Mittel scheute.- Seine Person wird durch folgende Tatsache charakterisiert: Er mißbrauchte die Militarisierung des Radiotelegraphcn, um vor seinen Kollegen im Direktorium die günstigen Frie'densbedingungcn Rußlands zu verheimlichen. Mit diesem Radiotelegramm in der Tasche sprach er in entscheidenden Beratungen von einem aufgezwungenen Kampf gegen Rußland, das die ukrainische Selbständigkeit nicht anerkennen will. Durch diese Fälschung führte er die lveiteren .Geschehnisse herbei.. Das allein, behauptet Rewucki, ist Grund genug anzunehmen, daß Petljura, dem kein Mittel zu schlecht loar, auch Judenmetzeleien zugelassen hat, um seinen Zweck zu erreichen, ohne daß er selbst ein blutiger Judenfeind gewesen sein mutz. Simon Petljuras Heimat ist Pulrawa. Vor dem Krieg War er journalistisch tätig. Im Sommer 1917 war in Kiew eine Zusammenkunft der ukrainischenMilitärorganisationen; Petljura -wurde ins Zentralkomitee gewählt. Einige Monate später war er dort Sekretär für militärische Angelegenheiten. Bon diesem Zeitpunkt an datiert seine „Berühmtheit". Goldelman, ehemaliger jüdischer Minister in der Ukraine und Kenner der Zaporoger Kosaken, schreibt in seinem erwähnten Buche: Es ist »ine Tatsache, daß Pogrome aus Juden r^rr dann möglich sind, wenn die Führer Pogrome wollen. Der unkultivierte Zaporoger Kosak ist nur eine Mordwaffe des Pogromdirigenten. Fünf Fakten zählt New u c ft in seinen zitierten Memoiren auf, die. für die Schuldigkeit Petljuras an den Massenmorden in der Ukraine sprechen. Wenn auch e i n Faktum nicht ganz stichhältig ist, so beweisen die übrige,:, insbesondere seine Aeutzerungen in einer Offiziersvevsammlung: „Es ist zwar schade, daß Pogrome veranstaltet werden, aber sie erhalten die Disziplin in der Armee ausrech t", die Schuldi^eit Petljuras zur Genüge. Wenn der 20. Siwan das jüdische Volk an die blutigen' Verfolgungen unter Chmielnicki in den Jahren 1643 bis 1658 erinnert, so gedenke es an diesem Tage auch der ukrainischen Pogrome in Proskurow, Pelschtin, Zytomir ^rnd Berdiczew in den Jahren 1919 und 1920 unter ^etljurck. —er. Jas Wesen des Leben». Das HAsz durch dis Zelle entthront. Seit der Mensch denken gelernt hat, sieht er im Herzen das Zentrum seines, des tierischen Organismus. Jahrtausende sind vergangen, und niemals hat cs jemand gewagt, an der dominierenden Stellung des Herzens zu rütteln. Wie fest der Glaube an die überragende Bedeutung des Herzens ist, das beweist ja die Tatsache, daß die Menschen früherer Zeiten das Herz auch zum Mittelpunkt der Gefühlswelt machten. Wenn der Berliner Professor Dr. Martin Mendelsohn jetzt den Versuch macht, die Theorie von der Funktion des Herzens als Saug- und Druckpumpe der jBlutgefaße umzustürzen, dann wird das wohl einen harten Kampf geben, der nicht von heute auf morgen entschieden kwird. Vielleicht werden spätere Generationen über die Väter und Urväter lachen, die einen einfachen Muskel die Grenze zwischen Tod und Leben hüten ließen. Jedenfalls aber ist die Anschauungswelt des Menschen viel zu sehr mit dem überragenden Begriff „Herz" verbunden, als 'daß sie sich sang- und klanglos von ihm losreiße:: könnte, l Prof. Mendelsohn gibt an, daß ihn eine rein physikalische Betrachtung dazu angeregt habe, an der Zentralgewalt des Herzens zu zweifeln. Ein einfacher Muskel von der Größe einer menschlichen Fan st könne unmöglich den gesamten Kreislauf des dickflüssigen Blutes durch Millionen allerfeinster Aiedercheu bewerkstelligen. Und tatsächlich müßte die technisch,' Funktion des Herzens, das ein so kompliziertes Röhrensystem, wie es das der Blutgefäße ist, von eurer Stelle aus beherrschen und betreiben sollte, auch den Ingenieur zu Zweifeln Sic haben nicht nötig, starb zu sein! Versuch«! Sie Dr. Hoffbauers f ntlettundStablCtteil, die Keine Aenderung der gewohnten Lebenswege verlangen und In kürzester Zelt Gewichtsverminderung bewirken. Keine SchilddrflBe, Kein Abführmittel t Garantiert unsoh&dllch! Depot: Apotheke „Zum römischen Kaiser“ Wien, I.. Wollaelle 13. veranlassen. Solche Zweifel sind ja auch schon vor Mendelsohn laut geworden. Ader man begnügte sich damit, zu erklären, daß ja auch die Hauptschlagadern Saug- und Druckwirkungen auszuüben vermögen, und daß demgemäß Überall auf de:: „Strecken" Hilssstationer: verteilt lägen, die gemeinsam mit den: Herzen die ungeheure physische Arbeit wohl bewältigen kötmteu Nun kennt der Arzt aber Herzkranke Persoiren, deren Herzmuskel bereits völlig schwach und kraftlos ist, er kennt Kranke, bei denen die Arterienverkalkung die Gefäße zu starren spröden Röhren werden ließ, und schon das Leben dieser Personen, das oft noch viele Jahre lang ivähirt, ist ein Beiveis dafür, daß auch die Gemeinschaft von Herzüitb Blutgefäßen es nicht sein kann, die den Blutkreislauf allein verursacht und unterhält. Mendelsohns neue Theorie beseht das Folgende: Das Wesen des Lebens besteht in der Fähigkeit der lebenden Körperzelle, ihren St osfwechsel zu vollziehen, Flüssigkeit in sich aufzunehmen und wieder abzUgebeu. In diesen: durch die Lebenskraft der Körperzellen bedingten Flüssigkeitswechsel sieht er die hauptsächlichsten Kräfte der Blutbewegung im Körper. Ein ungeheurer Flüssigkeitsstronr tritt ständig durch ihn hindurch. Die bewegende Kraft der Zellen ist am deutlichsten ersichtlich an denen der Drüsen, der Nieren und Schweißdrüsen, der Speicheldrüsen imd anderer. Diese Zellen scheiden Harn, Schweiß, Speichel, jedenfalls Flüssigkeiten in großen Mengen aus, andere wieder, die mit ihnen in Gemeinschaft arbeiten, nmssei: die flüssigen Stoffe an saugen und zur Verarbeitung weitergeben. Wenn titcnt sich die Flüssigkeitsmengen vecgegenwärtigt, die durch sämtliche Trüsei: in den bekannten Ex treten und weiterhin in allen Sekreten und Jnkreten bewegt werden, so kommt man zu erstaunlich hohen Zahle::, man erkennt eine gewaltige Kraft, die vonnöten sei:: muß, diese Flüssigkeits-- mengen in. Bewegung zu hallen. Dabei bilden die Drüsen in ihrer Gesamtheit nur einen geringen Teil jener flüssigkeitbewegenden Zellorganismen. Denn jede lebende Zelle in: Körper nimmt in einemfort Flüssigkeit auf, gibt in einemsort Flüssigkeit ab. Diese ungezählten Arbeitsleistungei: smnmierel: sich dann zu der 'Riesenkraft, die die stofftrageiwen Flüssigkeiten durch den Körper jagt, die Summe der kleinen Flüssigkeitsmengen wird zur großen Menge des Blutes, dadurch die Adern strömt. Demnach bliebe das Herz in der Stellung eines Hilfsorgans. Niedrig organisierte Wesen entbehren des Herzens ganz, die Blutgefäße besorgen, die ihm später zujallende lMrbeit. Beim höheren Organismus wird das Herz zum Kontrollorgan. Vernröge seines : Klappensystems vermag es den Blutkreislauf zu rege n. abzudämmen oder zu beschleunigen. Es hat in: Laufe der Jahrmilliowm eine Entwicklung durchmacht, die ihm eine wesentliche Arbeitskraft verlieh, und seine Mitarbeit am Kreislauf des Blutes unerläßlich :nachte. Aber aussch'ag gebellter, alleiniger Träger des belebenden Kreislaufes ist es nicht. Es bleibt vftlnwhr letzten Endes in:mer nur untergeordnetes Organ der Milliarden von -Organismen, die an: Blutkreislauf beteiligt sind. Die häufige dichterische Ausgestaltung, die die Homunkulus-Idee durch mannigfache Dichter erfahren hat, beweist, daß der Mensch sich selbst nur gar zu gern als Maschine sieht, als ein Produkt exakt arbeitender hydraulischer und elektrischer 'Apparate. Eine solche Erklärung der Lebensformen der Organismen hat in ihrer bestrickenden Einfachheit mich etwas ungemein Verlockendes an sich: Das Herz gleicht der Kraft zentrale der Fabrik. Um dieses Zentrum gruppiere:: sich die übrigen Maschinen. Diese Vorstellungswelt wird sich eine gewisse „Demokratisierung" gefallen lasset: müssen. Immer mehr dringt die Erkenntnis durch, dich alle Lebensäußerungen nur die Summierung der Zelltätigkeit darstellen. Nicht Zentralgewalten beherrschen die Zellen — die Zellen schassen sich Zentralorgane, um sie'zu beherrschen, um sich gewissermaßen die Arbeit zu erleichtern. Jede Veränderung des -Organs hat ihren Ursprung in der Zelle. Es gibt kerne'Erkrankungen des Orgmls an sich. Die Wurzeln der Krankheit sind in "den Zellgeweben aufzusuchen und zu beseitigen. Röutgenstrahlen gegen Krebs- Im Laufe der Erforschung der Röntgenstrahlen ist man rn der Medizin darauf gekommen, daß diese Strahlen unter Utnständen imstande sind, Neubildungen zu zerstören und zum Schwinden, soinit zur Heilung zu bringen. Für messerscheue Kranke und Acrzte war die Beobachtung sehr willkommen und manchenorts wurde das Operieren von Karzrnonren ganz in den Hmtergrund gestellt und jede KrebSneubtldüng ausschließlich der Röntgenbehandlung' unterzogen. Aber mit Unrecht. Die Zeit hat gezeigt^Mtz doch immer bie rechtzeitige Opemtion das souveränste Mttol gegen das Karzinom ist und daß tne Röntgenbestrahlung: exst in zweiter Linie zu stehen kommt. Ein operables Karzinom nicht operieren zu wollen, sonder:: es einzig, uyd allein mit Röntgenstrahlen zu behandeln, gilt heute bei den Aerzten aller wissenschaftlichen Schattienmgen als ein KunstfeWer. Die Hauptdomäne der Röntgenbehandlung, und zwar intensiven TresxnbestrMung der Neubildungen bleiben W."JM^Y27 Nr. 8984 bloß die inoperablen Karzinome aller Organe, wenn sw nicht mehr ordentlich tvegvperiert werden können. Zweckmäßigerweise sollen aber auch diese inoperablen Neubildungen vor der Röntgenbehandlung nach Möglichkeit mit dem scharfen Löffel und den: Gltkhelsen vorbereitet werden. In solchen sonst verlorenen inoperablen Füllen kann durch eine alle drei bis vier Monate wiederholte Röntgenintenfrvcheraple das Leben in erträglicher Form um einige Jahre verlängert werden. Eine zweite Indikation für die Röntgenbehandlung bilden alle auch anscheinend radikal operierten Kvebs« fälle, wo eine systematische (prophylaktische) Bestrahlung zweivis dreunal jährlich einige Jahre hindurch int Anschluß an die Operation zur Beryiitung von Rezidiven ausgezeichnete Dienste leistet. Zwcckmäßtgerweise wird heute die intensive Röntgentherapie n:it Radiumbehandlung unterstützend verbunden. „Peyotl". ein neuer Rauschgift. Ein für Europa neues Rauschgift, der „Peyotl" beginnt sich zu verbreiten. Dieses Rauschgift gewinnt man von einem kleinen, dornenlosen Kaktus, der im mittleren mrd nördliche Mexiko wild wächst. Wenn m-an den Saft dieses eigenartigen Kaktus ausp-retzt und aufkocht, dann bringt dieses bitter schmeckende Getränk einen ganz eigenartigen Rauschzustand beim Menschen hervor. Der Rauschzustand ist prinzipiell verschieden von dem, den andere Rauschgifte, wie Kokain, Haschisch, Morphium usw., her-' Vorrusen. Nach dem Genuß des Peyotlsaftes verfällt dtze betreffende Person in eine Art Wachtraum und aus dem Unterbewußtsein rollt sich eine Reihe bunter und mannigfaltiger Visionen ab. Halluzinationen d-es Gesichts und des Gehörs stellen sich ein. Töne verwandeln sich in Farven und eigenartige Figuren. Schlaflosigkeit wird überwunden und körperliche Leistungen von ungewöhnlichen: Umfang und Dauer werden beobachtet. Merkwürdig ist dabei, daß in allen diesen Halluzinationen jegliche Erotik, die doch sonst vielfach als Nebemvirkung von Rauschgiften anzutreffen ist, a u s s ch e i b c t. Nur die genaue Erinnerung an alles Geschaute bleibt zurück, und Nebenwirkungen sowie Nachwirkungen, wie sie alle anderen Rauschgifte ausweisen, sollen sich nicht einstelle::. Sein Genuß in Europa war bis heute unbekannt. Dagegen steht seit altersher bei den Bewohnern Mexikos dev Peyotl in hohen: Ansehen. Beim Peyotlfest der Hulchol-Jndianer wird 24 Stunden ununterbrochen getanzt. Den Göttern werden Teppiche mit der Bitte um' eine gute Pehotlernte dargebracht. In Paris bestehen bereits Lokale, in denen dieses merkwürdige, aus dem Kaktus bereitete Getränk ausgeschenkt wird. So interessant die Wirkungen des Peyotl sein nrögen und im Vergleich mit anderen Rauschgiften vielleicht auch relativ ungefährlich, so muß doch davor gewarnt werden und auf Spädschädtgungcn, die der Gebrauch derartiger Mittel fast stets, besonders beim Europäer, nach sich zieht, Angewiesen werden. Sine Ahr. die alles weiß. Herr Johann Ueberbacher in Brixen in Tirol hat in 17jähr:ger rastloser Arbeit eine Uhr geschaffen, wie die Welt sie noch nie gesehen hat. -Diese Uhr macht fast jede erdenkliche Angabe, die für die Zeitbestimmung möglich ist. Sie beruht nicht nur auf hervorragender technischer Fertigkeit, sondern auch auf eingehenden astronomischen Kenntnissen. Der Erfinder hatte gehofft, daß sein Wunderwerk von einer deutschen Universität erworben werden würde. Nachdem aber der finanzielle Zusammenbruch Deutschlands die Verwirklichung dieses Plmres zuschanden gemacht hat, hat er seine Uhr selbst behalten. > Dieses merkwürdige Instrument besteht aus einer kleinen viereckigen Säule nebst einem Mffatz. Letzterer ist eine Art Planetarium, aus dem die Stellung der Sterne mit ihrer jährlichen, täglichen, ja sogar stündlichen Bewegung zu ersehen ist. Me Fixsterne bis zu sülchen vierter Größe sind darauf eingetragen und unabhängig von ihnen bewegen sich Sonne, Mond, Merkur, Venns, IMars und Jupiter in der Weise, wie wip es am Himmelszelt sehen. Jede der vier Seiten der Säule ist mit einem oder mehreren Zifferblättern versehen. Auf der ersten befnid^n sich zwei Zifferblätter. Das obere zeigt die Zwölfstundenzeit. Das untere igibt den Monat, die Länge der Tage, die Mondphasen und die Mondfinsternisse an. Auf der zweiten Seite der Säule ist oben ein Zifferblatt für den 24-Stnndentag angebracht. Darunter kann man den herrschenden iPlaneten ablesen und ersähe», ob man sich in einem gewöhnlichen oder in einem Schaltjahr befindet. Noch weiter darunter auf derselben Säulenseite befindet sich ein mit fünf Zeigern versehenes Zifferblatt, aus dem man die beweglichen Feste des Jahres entnehmen kann. Diese Zeiger Ändern jedes Silvester zu Mittemacht ihre Stellung. Auf der dritten Säulenseite kann mau oben Sonuenauf- und -Untergang ablesen. Darunter ist das kopernikanische Planetensystem angebracht. Hier dreht sich Merkur in 87 Tagen, 16 Stunden, 41 Minuten und 26 Sekunden. Venus in 224 Tagen, 16 Stunden, 41 Minuten u:ü>25 Sekunden, die Erde in 365 Tagen, 48 Minuten, 46 Sekunden, Mars in 686 Tagen, 22 Stunden und 16 Minuten, und Jupiter in 4330 Tagen und 9 Stunden um. die Sonne. Auf der vierten Säulenseite schließlich befindet sich esu Zifferblatt, von dem man die genaue Zeit jedes der fünf Erdteile in der 24-Stnndeueintetlung äblesen kann. Sogar die Hauptorte der Erde sind auf diemes Zifferblatte verzeichnet. Darunter befindet sich links links eine selbsttätige Mgabe des Datums, diein SchajtnchrHu auch.deu-23. Achymp-Leigt.

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