Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2983 (18.6.1927)
- Date
- 1927-06-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982071--30387-3018605- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 2983 Wien, Sam^ag Wiener Morgenzeitung 18. Juni 1927 ©rtte 5 SokumentensSlscher und Brkelkaftendiebe. Eine Organisation unter Leitung einer Fra«. Tas Londoner Kvtmnralgericht Heu dieser Tage die Mir« gl.eder einer wohlorganisierten Bande von Urkimdenfälschern und Dieben zu langen Freiheitsstmfen verurteilt. An der «p'-tze der Berbrechergi-sellichast stand eine schöne, 26jährigo Aventeuer-n, die unter dem Namen Jose sine O"D a t c in der Londoner Gcsellschasr bekannt war, :n Wahrheit aber Agnes Skirmer heisp. Sie ist die Tochter eines Bauern, die schon in jungen Jahren Verkehr in.il D'cbe» und fragwürdigen Gestalte u der Londoner Verbrecherniertel unterhielt, um schließlich einen gewissen Davis zu heiraten, der sich durch seine Jntcll-genz und sein ungewohNi-icheS Geschick, jede Unterschrift riachzuahnlsn. bald zum geistigen Führer der um ihn vereinten Ve obre che r ba nde a ir.ff chwa ng. Agnes Skirmer hatte in einem eleganten Haus des vornehmen Londoner Viertels Quartier bezogen und führte dort e-in merkwürdiges Doppelleben. Im ersten Stock chres fürstlich eingerichteten Hauses empfing sie alles, war zur besten Gesellschaft Londons gehörte, während sie in den Dienerräumen des Souterrains die Mitglieder chrer Vevbrecherbande zu ihrer Verfügung hielt. Sie h-atte mehrere Luxusautomobile und glänzte in den Salons der großen Hotels wie auf den großen Sportvevanstältuugen. In der Gesellschaft galt sie als steinreiche Erb'n, der mau daher die Aufnahme ln den „Quorn", den aristokratischen Reitklub, dem auch der Prinz von Wales angehört, nicht verweigerte. Kurz, diese angebliche Josefine O'Darc war das Idol aller jungen und alten Lebemänner. Während diese dafür sorgten, daß sic ihr Luxusleben fortsetzen konnte, bett'cben ihre Spießgesellen die Plünderung der Post-b r:e fkäste n als Gewerbe. Sie untersuchten die Briefe auf Schecks, die sie mit gesälschten Unterschriften bei den Banken präsentierten. Aber im Lause der Zeit begannen doch die Geldquellen zu versiegen., und da die Abenteuerin ihr üppiges Leben nicht aufgab, wurde ihre Lage immer prekärer. Als sich die Gläubiger nicht mehr vertrösten lassen wollten, wurde schließlich der Konkurs über das Vermögen der Josefine O'Dare eröffnet. Dabei kamen ihre Betrügereien zur Kenntnis des Gerichtes und Agnes Skirmer wurde schließlich unter dem Verdachte des betrügerischen Vanlerotts verhaftet. Ihre der Führung beraubte:: Spießgesellen wußten nichts Besseres zu tun, als einander in die Haare zu geraten, so daß sich die Polizei zur Ginmischung genötigt sah. Damit war der Stein ins Rollen gekommen. Agnes Skirmer wurde zu vier Jahren schweren Kerkers verurteilt, während ihr Gatte Davis luf zwölf Jahre ins Zuchthaus geschickt wurde. Der Geklingene von Sorrent. Besuch bei Maxim Gorki. I Maxim Gorki ist ein geschworener Feind der Jr>- terviews. - Nur wenigen Auserwählten gelingt es, dem berühmten russischen Schriftsteller näherzukommen. Umso se'- selnder ist der Bericht eitler dänischen Zeitung über Go - PiS Leben in Sorrent, wv es einem dänischen Maler gelairg, längere Zeit bei Gorki zu verbringen. Der Maler Viktor Haageni-Müller, der sich auf einer Kunstreise durch Italien befindet, hatte die günstige Gelegenheit, Gorki zu malen. Ueber seine Erlebnisse in der Villa des SchriftM>- lers erzählt er folgendes: „Es ist schtver, bei Maxim Gori: vorgelassen zu werden. Er lebt, von der ganzen Welt abge»- schieden, in eiirer Villa mn Campo di Sorrento, die den: Herzog von Sorrent gehört. Die Villa liegt inmitten eines herrlichen Parks, dicht an der Meeresküste. In diesen: Park inacht Gorli seinen täglichen obligaten Spaziergang; :nan sieht ihn auch manchmal Gartenarbeit«n verrichten >Er verläßt aber me die Parkmauern, in denen er gewissirt- Maßen als Gefangener lebt. Ich malte Gorki in einen: Züumcr, das ihn: zugleich als Arbeit'- und Schlafzimmer dient. Er benutzt nur dieses einzige Gemach. Es ist ein großer und schöner Raum mit einem Altan, von dem mar: das Meer sehen kann. Än den Wänden stehen hohe Bücherregale. Gorki hat eine Sekretärin, eine russische Baronin. In der Villa wohne:: außerdem Gorkis Sohn, seine Schwiegertochter inu seine kleine Enkelin Marsa. Gorkis Sohn, der den rick-- tigen Namen seines Vaters: Pjeschkoff führt, ist ein Mann in den Dreißigern und von Beruf Zeichner. Das obere Stockwerk der Villa wird von den beiden jungen Töchtern des Herzogs von Sorrent bewohnt. In Dieser Umgebung arbeitet Gorki mit unermüdlitchem.Fleiß von morgens bis abmds. Er unterbricht seine Arbeit nur, um einen Spaziergang im Garten zu wachen oder vom Altan den Ausblick aufs Meer zu genießen. Sem jLeben ist geradezu spartanisch einfach. Ich habe ihn nie anders gesehen als in einen: grauen Pullover und alter: grauen Hosen. Gorkis Gesicht behält noch immer seiner: wilden, mongolischen Zug. Sein Schnurrbart hängt auf der einen imb sträubt sich auf der anderen Seite. Das hat tzur Folge, daß Gorki zwei verschiedene, überaus chara> tcristische Profile zeigt. Bon der einer: Seite betrachtet, hat Gorki einen strmgeu, mcm kbnnie sagen-: unbarmherzigen Ws dr uck in: Gesicht, tvährclü) er von der anderer: Seite gesehen, die philosophische Milde selbst ist. Der letzte Eindruck ist woU der richtige, da Gorki freundlich zu allen ist, die 'mit ihm in Berührung kormnei:, ur:d besonders an seiner: Kindern mit einer geradezu abgöttischer: Liebe hängt. Go> lis Tag vergeht mit der Niederschrift seines neuesten Weri'cs, im Lesen und in der Erledigung verschiedener literarir-' scher Angelegenheiten in: Auftrag des sowjetvnssischsnStaati> '.ckages. Er bereitet zurzeit eine Arrsgabe von Bilder«- sichern für die russischen Kinder vor. A!n: letzter: Tag, > ei: ich bei Gorki verbrachte, fühlte er sich n i ch t w o h l. Seine Gesundheit ist überhaupt sehr schwach, so daß er öfters tagcidas Bett hüten nmß." HolorrDder der weltberühmten Marke Httf»lfty*Dairicl§oit in Luxusausstattung All« Raucher unserer Zigarettenhülsen und Zigarettenpcipiere O l l e s ch a u „D a s Beste von Allen" und A l t e<s!s e erhalten bekanntlich für mindestens hundert Büchelumschläge «ine Rancherprämie. Außer dieser Prämie erhalten jene drei Personen, welche uns bis zur nächsten Prämienverteilung die grüßte Anzahl von BüchelumlschMgen einsenden, als Superprämie je c-i n fabriksncues Motorrad der amerikanischen Marke „Ha rieh-Davidson", sy2 PS, Modell 1927, in Luxusausstattung mit kompletter Beleuchtungsanlage ober aus Wunsch den Gegenwart in bare m. Die nächste Prämienverteilung findet an: 10. N ovember 1927 statt. Die Personen, auf welche die d re i S u p e r p r ä n: i e n entfallen, und die von ihnen ein geschickte Anzahl von Büchelumschlägen werden am 24. November 1927 in den Tageszeitungen bekanntgegeben werden. Nähere Erklärungen sind aus den Einlagen jeder Schachtel unserer Ollesch a u - und Altesse- Marken ersichtlich. „Altesse" AktierrseiseAschast, Wien, 111., Rennwcg 79/81. Letzte Nachrichten Bratianu will Mnisterpröfident werden. Neuerliche Regierungskrise ln RumSnien. B u k a r e st, 17. Juni. Die Verhandlungen zwischen der: Liberalen und der nationalen Bauernpartei zum Ülbschluß eines Wahlpaktes haben sich heute endgültig zerschlagen. Bratianu fordert nunmehr die Regierung für sich, um selbst die Wahlen durchführen zu können. Daher werden die liberalen Minister der gegenwärtigen Regierung morgen ihre Demission geben, um Prinz Stirbey zum Niederlegen der Regierung zu zwingen. Wie 'cs heißt, soll dann ofort Bratianu mit der Neubildung der Regsierung betraut werden. Der Wische WaWloa. Bukarest, 17. Juni. Ter bisherige Abgeordnete Dr. Filderinann, Führer des Verbandes eingeborener Juden in Rumänien hatte in den letzten Tagen mit dertt Ministerpräsidenten Prinzen Stirbey sowie dem Chef der liberalen Partei Bratianu und anderen Politikern eingehende Beratungen. Den: Korrespondenten des „Czernowitzer Morgenblatt" erklärte Tr. Filderinann als Ergebnis dieser Besprechungen, .daß die Liberalen den Juden f ü n f M a n d a t e für die K a n: m e r uüd zwei Mandate für den Sermt konzedieren. Dr. Fildermann gehe nur: daran, eine Einigung zwischen Dr. Strauch er und Dr. Mayer- Ebner in Czernowitz herbeizuftihren. Sollte eine Einigung nicht erzielt werden könne::, dann dürfte der Verband der rumänischen Juden in der Bukowina eine Bnkarester führende jüdische Persönlichkeit als Kandidaten aufstellen. Doktor Fildcrmanu selbst wird in Bukarest kandidieren. Der jüdische Wahlblock in Siebenbürgen hat eiustimn:ig beschlossen, mit der nationalen Bauernpartei ein Wahlabkonrmen zu schließen, da sie die einzige wirklich demokratische Partei sei. Brkands Erkrankung. Paris, 17. Juni. Außenminister Br: and mußte Wegen einer G ürt e ilfI echt e am linken Auge die Arbeiten des Völkerbundes vorzeitig verlaßen. Sein Augenleiden wivd von den Aerzten auf 11 Überarbeitung zurückgeführt und der Minister wird einige Tage das Zimmer hüten müssen, um wieder zu gesunden. MinisterpräsidentPoincarc besuchte heute Br: aud, mit dem er eine Unterredung Über die Arbeiten des Völkerbundes hatte. Dir britischen Heeresausgaden in PalSftina. London, 17. Juni (I. T. M.) Inder heutigen Unterharissitzung fragte Sir Frederick W i s e dei: Kolonienminister, wie hoch sich die Msgaben des Kolonialamtes für die Erhaltung des Heeres im Irak und in Palästina in ideni Jahren 1926 und 1927 beziffern. Minister »Amery erwiderte, daß in den Jahven 1926 und 1927 in Irak und in Palästina im ganzen ungefähr 260.000 Pfund für die Erhaltung der dortigen HeereSteile ausgegeben worden sind. Eia Goldmann-Sabotiasktz-Abend in Prag. TuS Prag wird m:S geschrtebrn: Dr. Nahm:: A o: dntaittt sprach am Man tag, den 13. d. M., über Einladung der I. U. P. „Barissia" zu der: Problemen der Borkongreßü-i-- kusston. Er behandelte fast ausschließlich PalLstinafragen und erörterte eingehend alle Wege um> Möglichkeiten zur Behebung der Krise. Nach den etwas pessimistischen Ausführungen, die man vor einigen Wochei: hier 'von Herrn Robert Wvltsch zu hören bekommen hatte, wirkte Goldmatms Red« wahrhaft erfrischend. Wladimir Jabotiltsky, der eh«: seine Tonriteo durch die tschechoslotvakische Republik bega,-l:, war zufällig auch in Prag antvesend. Er folgte gleichfalls in liebenswürdigster Weise dev Einladung der „Barissia" und sprach einiges über die prinzipielle Auffassung der Revisionisten. Ueber Jnterpeltatwu aus dem Publikum stellte Dr. Äoldinamr in «Mgehender mw überzeugender Art das Programm dar radikalen Fraktion und ihre Einstellung -um „linken Zentrum" dar. Obwohl die Versamnr-- luitQI binnen weniger Stunden improvisiert werden mußte, kvemty dar Vorsitzende, Herr jV. Fritz %onbcv, weit über 100 Personen bearüßM. GRATS * Wien, 18. Juni. Das Wetter. Die sckMue heiße Wetterlage hält an. Aus den: Nordwesten dringt jedoch schon eine kalte Ströinung nach Mitteleuropa näher. Nach der Vorhersage wird ' das Wether weiter sehr warn: und föhnig bleiben.' Gcrtngck Rücktzang der Arbeitslofigkrit. Der Stand der Unterstützten ist ln der ersten Hälfte des Monats J:m: 1927 in Wien um 1692 auf 79.273 zurückgegangen. Damit ist der Stand uw 6121 niedriger als im Vorjahr. Die Zahl der unterstützten AngesteMen ist um 90 auf 14.110 zurückgcgangen. Im Baugewerbe ist die Zahl der Unterstützten bei nur langsamer Besserung der Beschäftigungslage um 831 auf 6830 zurückgegangen. Zn der Tertil-, Hut- und Bekleidi'.ngSindustrie zeigt sich :n fast allen (Gruppen ein Nachlassen der Beschäftigung, der Stand der Unterstützten ist un: 509 ati| 6064..gestiegen. Leinen.;rv«ng für Hunde auf den Wiener MnrAcn. . Der Wiener Magistrat wird in den nächsten Tagen "hs Kund'inachung erlassen, der zufolge auf allen offenen A.arkten die Hunde an der Leine zu führen sind, um dadurch den wiederholt erhobenen Klagen über die durch Hunde hervorgerufenen sanitären Mißstände zu begeanen. Uebertretungen werden mit Geldstrafen bis zu 200 Schilling oder Tlrrest bis zu 14 Tagen geahndet. Für die diesjährige Badesaison. Ab 16. Juni d. I. gelangen besonders ermäßigte Fahr- und Badekarten für die Strandbäder Baden und BöSlau zur Ausgabe. Diese Karten werden für die 3. Ktasß: Personenzua mit eintägiger Gültigkeit ausgegeben und l>aben be: allen Pcrsonenzügen an Werktagen Gültigkeit. ' Der beiondevs ermäßigte Preis dieser Fahr- und Badekarten beträgt für die Strecken Wie::—Baden und zurück, Bad n::t Kleidersach 3.80 S., mit Kabine 4.60; Mcidl:ng-Baden «und zurück, mit Kleidersach 3.20 S., mit Kabine 4 S.: Wien—Vöslau und zurück, Bad mit Kabine 4.10 S.; Meid- ,ltng—Vöslau und zuriick ,Bad mit Kabine 3.70 S. Seit 15. Jun: verkehren auch besonders beschleunigte BäderZüge von Wien-Südbahnhof nach Baden und Vöslau, und zwar wird der Personcnzug 937 (Wien nv 14.25 Uh'/, Meidling ab 14.32 Uhr, Baden an 15 Uhr, Böslau an 15,11 Uhr), der an Samstagen bis Gutenstein verkehrt, an den übrigen Werktagen bis Böslau-Gainfarn geführt und nimmt an dreien Tagen nur in Meidling, Mödling und Baden Aufenrhalt. An Samstagen wird der Personenzug 1017 a (ab W:en-Südbahnhof 13.45 Uhr, ab Meidling 13.62 Uhr, an Bader: 14.20 Uhr und an Vöslau-Gainfarn 14.27 Uhr) verkehren. Für die Rückfahrt steht der an allen Werktagen verkehrende Personenzng 1022 a (ab Vöslau-Gainfaw 19.06 Uhr, ab Baden 19.12 Uhr, an Meidling 19.39 Uhr und an Wien-Südvahnhof 19.46 Uhr) zur Verfügung. SchutzaSzekchen für schrverhorige Kinder. Auf Einschreiten der Leitrrng der Sonderschule für schwerhörige schulpflichtige Kinder hat der Stadtschulrat W:en gestattet, daß das auf Grund einer Eingabe des Schuhverbandes für Schwcrhiörige ,,Vox" von der PolizeidrreMon Wien anerkannte internationale Verveyrsschuhabzeichen für Schwerhörige von den schwerhörigen Kindern den: Schulweg getragen werden. Das Abzeichen besteht, aus einer gelben Armbinde ntit drei schwarzen Punkten. Die Armbinde wird entweder auf beiden Armen oder nur auf dem rechten Oberarm getragen. W hat den Zweck, allgemeine Hilfsbereitschaft zu erzielen und insbesondere die VerkchrsmittMenker und die Berkchrswachcbeamtcn auf die Wirkungslosigkeit von Hörsignalen aufmerksam zu nwche::. Die Polizeidirektion hat :n dresen: S:nn ihre Organe belehrt und sie angewiesen, den so gekeecnnzeichneten Personen nach Möglichkeit ihre Unterstützung angederyen zu lassen. ' Ern Doppeljubikrium. , Morgen begeht Herr A. M. Ehrlich, der Präsident des Gremrums der Handelsvertreter, seinen 50. Geburtstag und zugleich sein 30Mr:ges Berufsjubiläum als Kaufmann. Herr Ehrlich genießt in den Kreisen der jüdischen Kaufleute hohes Ansehen. Er ist einer der eifrigsten Ver> fechter ihrer Jntereffen und die OrAanisationsbestrevungcn, d:e sich rnnechalb dieses Standes zeigen, sind, auf die Jnitiattve des Herrn Ehrlich zuriickzufMren, der inttnvr wieder für eine erhöhte Aktivität des jüdischen 65ewerbotreibenden eintritt. Herr Ehrlich ist aber auch ein hllssvere:ter, guter Mensch, der sich mit rührender Sorgfalt ferner engeren Landsleute, der Juden aus der Bukv' wrna, anninrnck und der jedem Hilssbedürfttgcn gerne mit Rat und Tat beisteht. Sein nwrgiges Jubiläum wird' geww zeigen, wie sehr sein selbstloses und vornehmes Wirte:: anetkannt wird. Borttag Dr. Hugo Herrmanus über Kougreßfrageu. Auf Einladung der Arbeitsgenreinschast zionistischer Juaendbünde spricht heute prüz. 8 Uhr in: Roten Olylnpiasaal, Notgaffe, Herr Dr. Hugo Herrsann aus Brünn über Kvngreßsragcn. Dr. Herrnrann ist der Initiator des linken Zentrums und es wird Gelegenheit geboten, das Programn: dieser Gruppe von autoritativer Seite kennenzulernen. Der verlorene 3->Zentner»Mami. Der Buchdruckereibesitzrr Charles Kimb er in London, der den Ruf genießt, mit "-.inen 286 Pfund der schwerste Mann Londons zu sein, ist vor kurzen: verschwunden. Seme Nachbarn sahen ihn me!hrere Tage lang nicht und d:e Wohnung :var verschlossen. Da niemand annehrnen konnte, dag eine so umfangreiche und allgemein bekannte Persönlichkeit überschen :verden könnte, wurde schließlich d:e Polizei bonachrsthtigt, die lne bekannte fieberhafte Tätigkeit entwickelte. Sie ließ den Verschwundenen auch per Radio suchen und auf diesen: Wege erfuhr Mr. Kimbcr, der friedlich und rvMbebalten auf seinen: kleinen Landsitz sich ausruhtc. welche Sorgen n:an sich uv: ihn machte. Er verfehlte nicht, der nächsten Polizeistation telephonisch von seiner nach wie vor drei Zentner schweren Existenz Nachricht zu geben. E Die Tabakegie bringt in den Schansensteri: ihre: Rtusterttasik in der Auöllellntig „Wien und die Wiener" ab Samstag, den 18. Juni I. I.. neue Anslagen-Arrangcments für Nrkmo und Wechnachten. _KUig RAi^KALKR ZIONISTEN. Dienstag, den 21. Juni 1927, um 8 Uhr abends, im Lasst »Weiße Rose", 11., Ausstellungsstraße (Restaurant Richter Versammlung Tagesordnung: 1. Was wollen wir Zionisten? 2. Her kommende Zionisteu'Kongreß. Referenten: Obecbaurat S. fttartoker, Dr. J. Waldiuan«.