Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2977 (12.6.1927)
- Date
- 1927-06-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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«5TCOCT MVrAeNAVHVKNA 12. Juni 1927 Nr. 3977 dfee W§en, GomMy Le Pinedos RSlkflua. Rom, 11. Juni. De Pn:<do ist gestern von Hort« auf d<n AK reu nach dcmt Punkte 41 Grad 11 Minuten nördlicher Breite und 34 Grad 54 Minuten westlicher Länge zurückgeflogen, wo ihn seinerzeit die Witteru-ngsverhMniste truf denr Ozean zu einer Notlandung gezwungen hatten. Hieraus ist er wieder gestartet und hat die ^lzoreuinseln der Reihe nach Mcrftogen, rmr wach SV2 Stunden in Pont a D e 4 g nd a <ntf der Insel Sao Miguele zu landen. Er lh-at .1200 Kilometer mit einer -durchschnittlichen Stundengeschwindigkei't von 125 Ki-lmnetern zuruckgelegt. Heute ist de Pinedo nach Liffab-ion ausgestiegen, wo er um 5 Uhr nachmittags -landete. Tranrozeanslug eines „Rennerbuben". Berlin, 11. Juni. Wie der ,^okalcmzeiger" -aus New Park ^berichtet, beabsichtigt jetzt der dort ansäßige, aus Graz g e >b!ü r t i g e Anntol Renner sder müt seinen: Bruder, bekannt als „Rennerbulben", im Jahve 1909 -mit einem selbstgGanten Leukballon Flüge in Wien veranstaltete), einen Flug New Piork— Berilin 11 mb zurück mit einem zweiwöchigen Ruheausenthalt Zu unternehmen. Dieser Piban wird von den vereinigten deutschen Gesellschaften bekanntgegsben, die auch erklären, dag innerhaM einer Woche 25.000 Dollar für den Flug bereitstchen werden. Ms Passagier will der frühere Direktor des New Parker Deutschen Theaters, Galle, mitsliegen. Außerdem wird von den vereinigten deutschen Gesellschaften ein Plan vargeRgt, wonach der frühere deutsche Marineflieger Otto Brinkmann zu einem Flug New dorl — Los Angeles — T0lkio bereit sei, für den gleichfalls die Finanzierung lbvreiW gesichert sei. N» vermißter pottugiesischer Flieger. M-ailan d, 11. Juni. Wie „Corriere della Sera" auZ Rio de Janeiro meldet, fehlt von dem Flugzeug „Argus" des portugicstschon Fliegers de Ba i r0s seit seinem Start in Golem d-i Pare jede jSpur. Er befand, sich auf dem Rückflug nach Norden. Lzeanfahrer, die nicht mkamen. Unaufgeklärte Geheimnisse des Atlantic. M^*Berschwrnden der französischen Ozeanflieger Nuncf^fls-e'r''Nnd Grnli, die auf chrem Fluge nach Paris irgendwo im Ozean verunglückt sind, lenkt die öffentliche Aiufmerkstmckert auf die vielen niemals aufgeklärten Gcheinr-- rrkste be^ Mlarrtic. Unzählige Opfer haben die Stürme des JFMneeres' schon gefordert, Schiffe sind verschwunden, ohne daß Mml jemals von ihnen wiÄrer etwas gehört oder gesehen! .hätte. Schrffstrummer, gestrandete Rettungsboote und Flaschenposten waren die letzte Kunde. ß Bott den Tragöd-en auf hoher See hat das Schicksal des! großen englischen Dampfers „President", der zwischen Liverpool und Newyork verkehrte, überaus große AnteilmHme Kertwrgerufen. Er hat dtewyork am 11. März'1841 verlassen. Ws er bis zum 31. März noch nicht in Liverpool gNgekommen war, wurde man aufgeregt. Am 13. März Halle-ein Orkan mrf dem Ozean getobt, doch sagten die Sachverständigen, daß dem damals besten Dampfer nichts ge- Modenhaus Symg Wien, II., TaborslraBa 1 Telephon 40-4-97 Telephon 40-4-97 verkauft infolge vorgerückter Saison our erstklassige Modelle in Klefdera and Mänteln zu Spottpreisen! 6 Mloiaciie KredU Einführtmgsprelse zu Kassapreisen. in Crepe de Chine, Ia Kleiderware. 8 8 5V Crepe de Chine, imprime.. , . . . 8 8 5V Foulard (feinster Lyoner Drude)..8 9*20 Crepe Georgette (Kleiderware) in allen Farben . 8 1180 Die neuesten pariser Mantelstoffe eingelangt 1 Günstigste Einkaufsquelle für Besucher der Festwoche. r Echte Spitzen, neu und antik, Vorhänge, Decken Atelier für Spitzenausbesserung ^Ostler’ fce» Spitzenindustrie Julie David L, Seilergasse Nr. 14 : schchen tömic. Der Dampfer aber blieb verschollen und nieürals wieder hat^ man etwas' von ihm gehört. Das Geheimnis seines Verschwindens wurde trotz detr gewissenhaftesten -Nachforschungen der englischen ^Admiralität nienrals aufgeklärt. Auch der Dampfer „Glasgow", der für damalige Begriffe als Ozeanriese galt, verließ am 1. Mai 1854 Liverpool mit Kurs auf Boston und wurde nie wieder gesehen. Mit 480 Passagieren ist er verschollen. L Mm 10. Mai desselben Jahres verschwand ein anderes englisches Schiff. Es war der Transportdanrpfer „Lad.) Nugent", der Madras verließ, nur 350 eingeborene Soldaten nach Rangoon zu bringen. Das Schiff.hat ni e - mals seinen Bestimmungsort erreicht. Man erzählte sich die phanlastischesten Versionen über diesen Dampfer, sagte, die eingeborenen Soldaten hätten sich der Absendung widersetzt und den Kapitän gezwungen, aus einer einsamen Insel anzulanfen, wo sie den Dampfer in die Luft sprengten. Authentisches über das Schicksal des Dampfers hat rnan nie erfahren. Im Jahre 1856 wurde der große Prachtdanrpfer „Pacific" mit zahlreichen Passagieren und der für damalige Zeiten starken Besatzung von 150 Mann von den Wellen des Ozeans verschlui'.gen. Das Schiff )var für die danwls ungeheure Summe von zt^ei Millionen Dol- ' lar versichert. Die Versicherungsgesellschaft weigerte sich anfangs, diese Summe auszuzahlen, doch gewann der Reeder den Prozeß. Vielfach wurde damals ein Verbrechen vermutet, doch gab das Meer nie das Geheimnis preis. ' 120m 28. Jänner 1870 verlieh der große Dampfer „City of Boston" den Hasen von Halifax.. Niemals wieder wurde von ihm das geringste gesehen. Abergläubische Seeleute erzählten später häufig, das verschwundene Schiss als gespenstische Vision eines „fliegender Holländers" auf dem Meer wiederholt gesehen zu haben. V In der Neuzeit sind solche Unglücksfälle ganz selten geworden. Zufuhren sein, die, solange es ging, die Juden sich zu erhalten suchten, weil sie ihres Kredites für die Erhaltung ihrer landesherrlichen Machtposition, die damals viel Geld kostete, Immer wieder bedurfte. Als die höheren Stände allmählich sich von der Geldwirtschaft der Inden emanzipiert Hallen, waren diese nach und nach genötigt, ihre Geschäfte bei den Bürgern und Bauern zu suchen; sie arbeiteten mit dem kleinen Schuldner, der nicht Prcidüktivkredit^ sondern reinen Konsumtivkredit suchte, das ihm gewährte Darlehen nicht nutzbringend verwendete, sondern aufZehrte und dadurch in stöbere Notlage und die damit verbundenen Folgen geriet. Dies führte mit dazu, «daß die Stände in der Steiermark Heu Kampf gegen die Juden eröffneten, aber die Ursache für diese Kampfstellung lag surrt überwiegenden Teil darin, daß die städtischen Bewohner selbst in das Goldgeischäft mit dem Bauern eindringen wollten und die unliebsame jüdische Konkurrenz aus dem Wege zu schassen suchten. Die Juden in der Steiermark waren im wesentlichen Schutzbefohlene des Landesherrn, tvurden von der: Landesfüvsten, die aus diesen Steuerträgern eine vorzügliche Einnahmsquelle hatten, mit einer Reihe von Privilegien individueller Natur ausgestattet. Es ergäbet: sich im Laufe der Zeit allmählich zwei Schichten von Inden in Steiermark: privilegierte und nichtprivilegierte, zwischen denen eine ziemlich starke Kluft sozialer Natur lag. Die Beziehung zur christlichen Bevölkerung ivar eigentlich auf den Geschäftsverkehr und den amtlichen Verkehr beschränkt, wem: auch A'bspervungsmaßnahmen für diese Zeiten der Steiermark nicht nachweisbar sind. Die Juden bewohnten allerdings bestimrnte Stadtviertel, jedoch freiwillig, ihren eigenen, durch die Tradition gebotenen Lebensformen entsprechend. In einer Reihe steiermärkischer Orte gibt es noch die Bezeichnung „Judeirgasse". Bei dieser Gelegenheit sei besonders das Judenviertel von Juderrburg erwähnt, das die Bezeichnung „Im Gehag" fiihrt, aus der einige mit philologischer Kühnheit begabte Historiker den Ursprung des in seiner Ableitung unbekannten Wortes Ghetto herausfinden toollen, das sie als eine mit italienischer Endung versehene'Kormnpierung des Wortes „(Lehag" deuten, lieber die^ geschäftliche und amtliche Beziehung hinaus, dürfte das Verhältitis zwischen der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung der Steiermark keine nennenswerten Berührungspunkte gehabt haben, und so läßt es sich auch erklären, daß der Kanips der Stände gegen die Juden, der besonders heftig nn 15. Jahrhundert einsetzte und bereits zu dessetr Beginn zu vor- Wergehendetr Ausweisungen Mrte, in der Bevölkerutrg detr von senren Drahtzieherti getvünschten Widerhall fand. Er hatte endlich den Erfolg, daß auf dem Landtag zu Graz im Jahre 1496 zwischen Maximilian I. und dem Lande Steiermark ^>ie Vereinbarung getroffen wurde, das Lcurd habe SNaximiliatr ebne Entschädigung von 38.000 Pfund Pfennig in drei Terminen zu bezahlen, wogegeit die Juden für ewige Zeiten aus Steiermark, Wiener-Netlstadt und Neunkirchen zu beotocisen feien. Die erste Rate (14.000 Pfund Pfenrrig) wurde im Jäarnor 1496 bezahlt, worauf am 18. Marz 1496 der Auswersungsbefehl gegen die Judetr in den Steiermark ausgefertigt ivurde. Er stellte die Frist zur Ausivanderung bis zum 6. Jänner 1497, ohire jedoch, ioas besonders hervorgehobert werdetr soll, detr materielletr Rechten der Juden wesentlichetr Emtrag zu-tun. Bis zu diesem Termin hatte auch der größte Teil der Juden das Land verlassen, die übrigen folgten in den trächsten Jahren und seit dieser Zeit blieb bis zum Inkrafttreten der Schwarze nberglschen Verfassung im Jahre 1849 die Steiermarkk „judmrein", sie blieb es, da die Schwarzenbergsche Verfassung eigentlich nie recht in Kraft trat und schon im Jahre 1851 aufgehoben tourde, im Ivesmtlichen bis zum Jahre 1867. Die Austvastderung der "Juden erfolgte, wie selbstverstänidlich, zumeist itach benachbarteit Ländern, also rtach Italien, nach Niederösterreich und dem Burgenlatt>d. Die jüdische Bevölkerung der südlichen Steiermark, hauptsächlich aus der Judeugemeinde Marburg, ist w'oh'l zum. größten Teile nach beu italienWetr Gebieten ausgewandert, -urkundlich ist eine Reihe von Emigranten aus Marburg, die. sich in Triest ansiedeltetr, nachzuweisen, und die Bezeichnung der Herkmrft vo>ir Marburg tourde in diesen Gebieten zum Familieunmnen „Marbuvger", der sich später in das italianisierte „Morpurgo" verwandelte, das noch heute ein toeit verbreiteter jüdischer Name ist. Nach Niederösterreich tvanderten viele Juden aus der Steiermark durch die Einslußncihnte desselben Maximilian I. ein, der seinen steierinärOischen Ständen Halle nachgeben und die Austvoisung der Juden verfügen tnüsseit, aber auf ihre Sterterkraft nicht verzichten konttte und Ivollte uird deshalb ihre Ausiedluitg Baffer als Sprengstoff. ES gibt gewisse Fälle, in denen man znr Beseitigung von festem ,Mntie.. terk oder Beton die üblichen Sprengverfahrcn nicht anwenden kann, weil die damit verbundene starke Erschiitterui-i, deck Bodens benachbarte Gebäude in Mitleidenschaft ziehen könnte. In solchen Fällen war matr daher direkt genötigt, zuin Brecheisen zu greisen, tun das zu beseitigettde Bautverk in langer, Mühevoller Banarbeit abzntrogen. Neuerdings wird zu diesem Zwecke nach der „Schtveizerischen Techtrischetr Zeitung" ein mit Druckwasser arbeitendes Verfahren angcwendet. Handelt cs sich beispielsweise mn die Beseitigung einer Brücke, so werden in die Brückenpfeiler Bohrlöcher von etwa 80 Zentimeter Tiefe gebohrt, die man mit einem, am hinteren Ende mit ZcmUU «beichteten Stahlzylinder panzert. In dicsetn Stahlzytinder beftnden sich ringförmig angeordnete Druckslempel, die beim Einsetzen eingezogen werden. Jeder Druckzylinder ist mittels eines etwa drei Zentinteter starken Rohres atr eine Truckwasserptiiape «ngeschlassen, die von nur einem Arbeiter bedient iverden sann. Sobald die Pumpe betätigt wird, tverden die Druckstetupcl durch den im Innern der Stahlzylindcc erzeugten Wasserdruck allmählich nach außen geschoben. Das Mauertverk wird dabei auseinandergeschobett ntü> zerrissen, so daß ein Block nach dem anderen hechurterfällt. kln Mevikamentenichwindter. BlutreinigtUtgssalz gegen alle Krankheiten. Aus Prag toivd uns MschmMu: Im Jach rc 1925 crfdjitene'ti in Mährisch-Ostrau FluMchriftcn über ein - Utliivevsaühc!iil>urittel „D r. H eile r s ch e s S asl z", später „Dr. Emüacher BirrtremignugSsaiz", mtd es g>ab Line KranGeit, die nach den im Prospekt eni>hakten>em -Aaproisurvg'en mit dichein U n i v e r sä lpräparak tpcht gcheiHt werden konnte. Diese Flrugschrift«t hat d>.>r seit dem Jcchr 1921 in Mächvisch-Ostrau wechtchaste pensioniiiorte öfter wich ische BachuctÄsimkt NuidMf Ratzka fycricm&giegchon, tuoldjicr -mit dem ang-epirksen-en Wr.i:.ider- HMniktisl schwu'N'gchaften Hau-del trieb und es mn teueres GM verkattfte. Laut Angabe irt dem ProsPeAe sollte ein HauptbeftanÄdcA des angepviefenen Sirlizes auZ Hall . in Dir-oi ümgefüh-rt und das ganze Präparat nach einem Nezept des verstorbetlen NkUDr. Enrlbacher, Arztes in Sdeozing -i>u Divo>l, in der DschechoHow-a>keii erzeugt lveuden. Nun hat d>as Wucher>a»nt in Mährisch-Ostrnn festgoftellt^daß Riatziva kein Salz aus Hall be^egeu, fortdern g i: -to ö h n l i ch e s G l a at b e r s a 15, lvellchies in den chemitschen Fabriken bei der Erzeugung von Salzsäure ' als MsallÄpr-odnkt gewonnen lvird . und im. Großhandel zu 75 Heller dlas KTogramnt erhältlich i-st, clhne jede Zubereilltng in kleinen Piackun-gen >du>rch zahtloise Agi.'nton das .Wogran!»u zu 80 tschechische Kronou vevkauson Hieß. Das Satz imiitte nicht nur in der Tschechoslowakei, sondern fast t.n allen Sdaaten Eur-vpais vertrieben. Das Wucheralmt hat gleichzeitig är Ersaihrtinig gebracht, das; Ratzka -bei einer inländischen chentilsichen Fabrik seit dem Jahre 1925 mchr als 150 Me-terzenttrer Gbanblerlsakz b>oz>ogen hn-!i>e, tvobei er bei dieser eiug>igen Sendung nicht tveniiger nls 850.000 tschiechische Kronen verdiente. Als Ratzka vor kuirzrir Zeit erfuhr, daß die Behörden Erhebung'en einigeleitet haben, ließ er von in verschiedenen Ortet: Niedervsterreichs ttnd des Burgenrandcö, so M a r ch e g g, Zistersdorf, Eis c n st ad t, G ü tr s, M a t t e r s d 0 r f uck.d K 0 b c r s d 0 r f gegen den Willeu der Laudstäirde verfügte. Es ist auch anzunchmen, daß die aus der Steiermark ansgewauderterr Judetr mit den ihn eit ivohlbekaimtcn Gebieten mrd Bewohitcrir auch später in Geschäftsverkehr blieben, bis schließlich nach der im Jahre 1783 erteilten Erlaubnis, die Jahrmärkte zu besuchen, allmählich -Nachkommen der drei Jahrhunderts vorher ausgewiefeneu Juden in die Steiermark zttrückfanden. Diese Jahrmärkterlatibnis gab ihnen die Gelegenheit, einen Teil des Jahres ans Haudelsreiseir in der Steiermark und den anderen Alpentätidern zu verbriitgen, ivo die Bevölkerung gerne mit ihnen in Handelsbeziehung trat. Später bildete sich, tvettn auch die Ländesbehörden oft mtd oft Einsprüche erhoben, eine geduldete A n s i c d I u u g von Juden in verschiedettetr Ortetr der Steiermark heraus, und bereits 'int Jahre 1856 gab es mehrere hundert Judon in Graz, die als Durchrci-seitde oder für zeibiveiligeit Aufenthalt geduldet wareir rntd .denen die Behövdeir verschiedeue Zugeständnisse (Errichtuitg e irrer rituelle tr Gastwirtschaft, Anstellttug eines Schächters, Mhaltmtg des Gottesdienstes) machten. Arn 9. Oktober 18.63 konnte sich in Graz, von der Statthalterct auerkamtt, eine Israelitische Korporation bilde», die im Jahre 1864 einen Friedhof anlegte und im selben Jahre die ersten -ztvei Essen der ttoch jetzt bestehenden jüdische tt Volksschule eröffn etc. Im Jahre 1865 wurde am Rosch-Hafchanah-Festc nach fast 400 Jahren tvieder eine Synagoge in Graz eingewei-ht. Die gesetzliche Lösung <der Judenfrage brachte das Jahr 1867 rntd gab dantit die Möglichkeit zur Errichtung der Grazer Kultusgenreittde. Dieser kurze UeberMck über die Geschichte der Jttdeit -in der Steiermark ist dem eotvähnten Ro-fenbergschen Bmhe errttromnren; er zeigt eine, durch äußere Ereignisse zeitweilig geiva'ttfam zerriffene, «aber nmerlich zum großen Teile unverändert gebliebene Kette historischer Traditiotr in -einem ertgett Gebiet Mischer Siedltmg. Das Bewußbseiit fo'lcher Kontinuität gibt den Juden, die heute in der Steier- 'mark ihren wahrlich nicht leichten Existenzkampf führe», 'etlvas von dent Geft'chl des Zusammenhanges mit den Jahrhunderten eigenen vergangenen Lebens und damit ein Sttick oigerrer Sicherheit um ihre Zukunft. Deshalb ist darauf hvilgewieseu. Siegfried Schmitz.