Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2970 (4.6.1927)
- Date
- 1927-06-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 2970 Wien, Samstag Wiener MorgenzeiLrritg SMe-5 tam» MWI« '•**«' 4 Die 75jährige Pfründnerin Rosa B o ch a n, Vokkertstraße, wurde vorgestern in der UniversitätSstratze von einem Motorrad ntedergestoßen. Im KrankerchauS ist sie an den erlittenen inneren Verletzungen gestorben. Den Fahrer des Rades trifft nach Zeugenaussagen kein Verschulden. Fnnd einer KindeSleiche. Gestern vormittags wurde im Haus Doroiheergasfe 3 die Leiche eines neugeborenen Knaben gefunden. Der Tod deS Kindes dürfte schon vor einigen Tagen eingetreten sein, da die Leiche bereits BevivesungSflecke aufwies. Die Nachforschungen sind eingeleitet. Die Leiche ohne Kopf. Gestern früh wurde am HandelSkai die Leiche eines Mannes in den mittleren Jahren aus dem Donaustronr gezogen. Als die Leiche aus dem Wasser gehoben wurckne, löste fld) der Kopf vom Rumps und verschwand in den Wellen. Der Mann rvar nackt mtb dürste mindestens zwei Monate im Wasser gelegen sein. Großer Kasseneinvruch. Gestern nachts wurde in den Bureaurüumen der Holzindllstricfirma I. Eisler u. Bruder in der Rathausstraße ein Kasseneinvruch verübt, bei dem eine eiserne Kasse erbrochen, drei weitere angevohrt wurden. Erbeutet wurden 29.000 Schilling und ein größerer Betrag in Valuten. Bemerkenswerterweise erfolgte der Einbruch in demselben Zimmer, in dem anr 30. Juli 1923 der Eyef der Firma von seinem Vetter erschossen nmrde. Ausforschung der Diebe «us der Kolingasse. Wie gemeldet, wurde vor einigen Tagen in der Krankenkasse der Handlungsgehilfen in der Kolingasse ein Einbruch verübt, bei dem den Dieben 30.000 Schilling Bargeld in die Hände fielen. Nun hat die Polizei unter dem dringenden Verbackt der Täterschaft die wegen Diebstahls bereits vorbestraften Hilfsarbeiter Viktor Oval Und Emil P e sch ak sowie den Schlossergehilfen Friedrich R e sch verhaftet. 10.000 SchiMng wurden bei ihnen zustandegebracht. Au tobusnachtverkehr. Anläßlich der Wiener Festwlochen werden von heute bis einschließlich 19. Juni ab Grinzing Autobusse in dje Innere Stadt mit Anschluß an die übrigen Nachtlinien gefirhrt. Die Wagen werden von 1 Uhr nachts bis halb 4 Uhr früh in Abständen von je 30 Minuten Verkehren. Die Strecke Grinzing—-Stefansplatz wird in vier Teils zerlegt; Fahrpreis für eine Teilstrecke 20 Groschen. Ferienhonorare für Privatlehrer.. Die Freie Privatlehrergewerkschast Oesterreichs gibt bekannt, daß ihre Mitglieder berechtigt sind, während der Somnlermonate ein Ferienhonorar zu verlangen. Die Ehefrau hat keinen Anspruch auf Taschengeld. 'Nach dem Gesetz hat jede Ehefrau Anspruch darauf, Von 'ihrem ^Ehemann unterhalten zu werben. Ist danfit aber auch der Anspruch auf ein Taschengeld begründet? Ein weiser Gerichtshof in der englischen Stadt Will esd eit hat dies verneint. Vor den Richtern war nämlich eine Frau erschienen, die sich darüber beklagte, daß ihr Mann ihr keinen Pfennig Geld in die Hand gebe. Bares Geld bekomme nur seine Mutter, die der Frau Nahrungsmittel aushändigte. Ohne sich in eine Untersuchung darüber einzulassen, -> ob sich der Ehemann über eine besondere Verschwendungssucht seiner Gattin zu beklagen hatte, erklärte der Gerichtshof, daß kein Gesetz dem Ehemann die Art und Weise vorschreibe, in der er seine Frau zu unterhalten habe. Solange sie sich sattessen könne und Kleidung erhalte, sei gesetzlich alles in Ordnung. Selbst Fahrgeld und kleine Beträge für ähnliche Ausgaben seien von keiner Ehefrau zu beanspruchen. Es ist zu erwarten, daß viele Memänner mmmehc nach Willesden überstedeln werden. Der schwimmende Modesalon. Sonntag ftüh kam mit der Morgenflut ein unbekanntes Fahrzeug in den Hafen von Deauville gesegelt. Es machte ungeniert neben den pompösen Lustjachten fest, da, wo die Straßen von Trouvillo und Deauville aneinanderkommen, imd wo alles entlangpromeniert. Als die Badegäste ausgeschlafen hatten und der Betrieb in vollstem Gang war, legte das Fahrzeug Flaggengala an. Gleich daräuf stieg aus den Kajüten eine Anzahl hübscher Damen, die nobel angezogen mären und nach Art der Mannequins einherwlppten. „Was ist denn das?" fragte die Jugend der Badegäste. „Das ist mein neuer Modesalon!" brüllte ein Herr mit dem Megaphon vom Deck herunter. „Bei mir bekommen Sie die neuesten Modelle für Strand, Nennen und Kasino!" Die eleganten 'Damen waren begeistert; aber die Männer waren es weniger. Nachmittags setzte ein großer Betrieb an Bord ein und die Mannequins wippten 'in einem "fort. Zum Abend sah man viele Herfichaftedr mit Paketen an Land gehen. In der zehnten Abendstunde verließ das Fahrzeug den Hafen. Die Mannequins gähnten und machten sich zum Schlafengeyn fertig. Und nur in der separaten Kajüte saß ein Herr neben dem Megaphon und zählte Gelfischeine, bis die Lichter Von Deauville nickt mehr zu sehen waren und noch eine volle Stunstir hinterher. Merkwürdig« KrantheitsÜberttagung.' Das Trachom, die körnige Bindehautentzündung, in West- und Mitteleuropa glücklicherweise selten, dagegen im Orient sehr häufig, wird in China auf eigentümliche Weise verbreitet. In all«: öffentlichen Lokalen, Wirtshäusern, Theatern, Eisen- Ägen werden heiße, stark parsumrerte Handtücher ten, mit denen der Gast sein Gesicht abwischen soll. Das ist "bei schlechter Lnft schr erfrischend, aber äußerst gesundheitSheitSschädlich; denn die Handtücher werden nach Gebrauch nur eine Weile in einen großen Topf mit warmem Wasser getaucht und dann dem nächsten Gast gereicht. Durch dies« Handtücher werden die Trachomparasiten auf gesunde Augen übertragen, wie der in Chirra lebende Schwede Ä n d e r s so n in seinem kürzlich erschienenen Buche „Der Drache und die fremden Teufel" mitteilt. Nach chinesischen Reinlichkeitsbegriffen gehört es zum ^tenl Don, sich nach beendeter Mahlzeit oder mehrmals während eines Theaterabends das Gesicht abzuwischen. Der Brauch wäre gutzuheißen, wem: er nicht aus Mangel an Vorsicht oft so üble Folgen hätte. Der rauchende Süugllng. * In dev „Müllchnev Medizinischelt WochensGrift" Mrd berichtet: Die Neugeborenen rverden bei den Jakuten mit Fett eingerieven. Die Kinder erhalten die Mutterbrust zwei Jahre laug, zuweilen auch viel länger, bis sechs bis acht Jahre. So beschreibt Arssenjew in feinem Buch „In der Wildnis des Ussurigevietes" folgende von ihm beobachtete Szene r Eine Mutter trieb ihren sechsjährigen Knaben, der nach der Brust verlangte, von sich. Dem beleidigten Jungen traten Tränen in die Augen, er entfernte sich ans Feuer, stopfte Tabak in seine Melke WÄ,Landete sie mit Kohle an. 4. Juni 1927 Der »DEorstock" war in alten Zeilen ein Symbol der ärztlichen Weisheit, sehen wir doch auf allen Darstellungen stets einen Stock — zumeist mit kugeligem Kopf — in der HarO der Aerztze. Menfo wie das Zepter de- Königs ein Machtsymbol war, so sollte der Stock des AerzteS dessen Willen und Macht über Krankheit versinnbildlichen, daher denn auch der Schlangenstav des Aeskulap oder in ähnlicher Bedeutung der Zauverstav der Zauberer. Interessant ist noch die Bedeutung des kugeligen Kopfes beim „Doktorstock". Er war nämlich innen auSgehöhlt und wurde so mit Ammoniak gefüllt, welches durch feine Löcher austrat und so die Hand des Arztes „desinfizieren" sollte. E Dauerndes Glück erreichen Sie durch sofortige Bestellung der für Sie 'bestimmten Glücksnummer der österr. Klassenlotterie! Sie gewinnen eventuell S. 760.000 bei der Geschäftsstelle Brüder Beermann, Wien, 1. Bez., Rotenturmstraße 13. Beachten Sie genau den diesem Blatte boigelegten Prospekt und füllen S'.e noch heute die Bestellkarte aus! E Die SfterrÄchffche Tabakregle bringt in ihrer Muster trafik in der Ausstellung „Wien und die Wiener" ob Samstag, den 4. Juni I. I., für die Festwochen ein neues Auslagen- Arrangement. E Del-Ka-Kinderschuhe, Lack, grau, braun, beige, Boxcalf, 5. 11.80, 18.60, 10.00, b. «»'-<,vazgualktät, S. 6.90. Siehe Inserat Seite 7. Ras machen Sie; ' übend? „Ich lasse mich mit Diana-Franzbranntwem massieren!“ „Warum gerade mit D l a n a - F r ä n zbranntweln?" „Weil ich mich überzeugt habe, daß nur Massage mit DIANA- Franz branntwein mit Menthol «o solche Schmerzen lindert, welche» von Ueberanstrengung und schwerer Arbeit herrühren. Eben darum kaufe ich nur Diana-Franzbranntwein und nichts anderes." Uc:B»«roll «rlftthlrfBficla. oexxxxxxxxxxxxxxxxx3000Qooo<xxx>oooooocxxxxxxx)oooooooo:xxxxxxx»cooooooooooooocöa □ JÜDISCHE WEIT Ae wlffenschaftliche Erforschung Palästinas. Wie der Jüdischen Telegraphen-Agentur aus autoritativer Quelle mitgeteilt wird, sollen Palästina und andere britische Mandatsterritorien laut Beschluß der letzten Londoner Kolonialkonferenz zum Gsgensianld wissenschaftlicher Erforschung nach allen Beziehungen hin gemacht werden. Cs ist wahrscheinlich, daß in Palästina eine Station zur Erforschung des Mittleren Ostens errichtet werden wird. Das Koloniemninisterium wird eine Kommission einsetzen, die einen detaillierten Plan für die FovschungsarLeiten zwecks Unterbreitung an die betreffenden Negierungen auszuavbeiten haben wird. Hierzu wird eine Summe von 176.000 Pfund Sterling zur Verfügung gestellt werden. Anstellung der Einwanderung In Kanada. Aus Danzig wird berichtet: Nach hier eingelangten amtlichen Meldungen hat die kanadische Regierung im Hinblick auf die letzte Ueberschwemmungskatastrophe und der Mißernte plötzlich die Grenzen des Landes für die Ein>- wanderung gesperrt. Wegen dieser unerwarteten Verfügung sind etwa tausend Emigranten aus Polen, die sich auf dem Wege nach Kanada befinden, in größte Not geraten. Die meisten dieser Auswanderer haben zu Hause ihr gesamtes Vermögen liquidiert, alles zu Geld gemacht, um in Kanada sich eine neue Existenz gründen zu können. Sine Konferenz zionistischer Mandatare in Seutschland. Auf Einladung der Ge-meindekonunission der Zionistischen Bereinigung für Deutschland versammelte sich in Frankfurt a. M. eine große Anzahl aus Rheinland- Westfalen, - Hessen-Nassau, Baden und den angrenzenden Gebieten stammende Vorsteher und Nepräserrtanten jüdischer Gemeinden, die der jüdischen Volkspartei angshören. ^Zum Vorsitzenden der Tagung wurde Rechtsanwalt Dr. Klee- Berlin gewählt. Das Präsidium bestand ferner aus der: Herren Justizrat Bodenheime r- Köln, Rechtsanwalt Dr. Pfälzer -Wetnheim, Fritz Sondh eim er -Frankfurta. M., Rechtsanwalt Baum» Lehrer Steinhardt - Magdeburg, Direktor Kareski- Berlin und Frau Loew- Dachauer - Würzburg. Auf der Tagesordnung standen Referate der Herren Dr. Klee und K a r e s k i über das Verhältnis zu den anderen Organisationen, des Rechtsanwaltes Dr. Köllens cher Aber „Reichsberband und Judengesetz" und des Rechtsanwaltes Dr. Emmerich - Frankfurt a. M. Aber Frankfurter Fragen. Die sehr eingehenden Debatten ergäben eine Uebereinstimnrung in einer Reihe wichtiger Fragen. Es wurden Resolutionen angenommen, in denen die Schaffung einer Reichsorganisation verlangt wird, die eine auf demokratischer Grundlage gewählte Reichstagung als Bundesversammlung besitzt. Ferner wird die ständige Unterstützung der zionistischen VoUsfonds aus den Budgetmitteln verlangt. Ae Anzahl der Juden in Deutschland Die Sektion für Wirtschaft und Statistik des Jüdischen wissenschaftlichen Instituts zu Berlin veröffentlicht sehr interessante Ziffern über die jüdische Bevölkerung in Berlin. Danach zählte die jüdische Bevölkerung BeMnS am VoMszählungstage 1928 im ganzen 172.678 Seelen, d. h. bloß um 28.697 Seelen oder 20 Prozent mehr ctfö im Jahre 1910. Sie beträgt demnach 4.8 Prozent der GesamtbevMerung gegen 3.9 Prozent im Jahre 1910. Die Gesamtzahl der Juden in Deutschland beträgt 660.000 Personen, hat sich also gegen 1910 vermindert. In Preußen leben etwas mchr als 400.000 Juden. Mar M. Marburg 60 gahre alt. Morgen, den ö. Juni, wird Herr Max M. W a r b u r g, der Chef des Hamburger Hauses Marburg, 60 Jahre alt. Er gehört zu jenen Persönlichkeiten in Deutschland, die sich der Tagespolitik sernhalten, ccker nnt ihrem Geiste und ihrem sachverständigen Rate alle jene Aktionen begleiten, die das Reich nach innen und außen zu stärken geeignet sind. Erst aus den Verhandlungen in dem Prozeß gegen den Leipziger Mntis emiten Fritsch erfuhr die breite Oeffentlichkeit, was das Hamburger Haus Marburg für Deutschland im Kriege, während der Liquidation des Krieges und in den nachfolgenden Aufbaujahren getan hat. Max M. Marburg wurde in ^Hamburg als der Sohn des Bankiers Moritz M. Marburg geboren, der eine der größten Privatbanken in Hamburg, die zum RotHschildschen, Konzern gehörte, leitete. Das Deutsche Reich bediente sich seines Rates in den wirtschaftlichen Fragen im Kriege. Herr Marburg hat auch beim Frieden von Versailles mitgearbeitet. Vor politischen Entscheidungen hat er sich stets zurückgehalten. Im Leben der deutschen Juden spielt Herr Marburg eine große Rolle, obwohl er auch hier nicht gern in den Vordergrund tritt. Er ist Mitglied des Zentral-Kormtees Und , Vorsitzender des Hamburger Qokalausschnsses des H i l f s v e r e i n e s d e r D e U t's che n 'I u d e n. 'Mitglied des Paläftina^Aufbanfmtds,Keren Hajesso-d, ist er ein Freund der Besiedlung Palästinas vpm. Kultur- und Ko< lornalstandpUnkt. i Zwei Juden ins Parlament von Ourwek gewählt. Aus Montreal wird uns geschrieben: Be'i den Letzten Wahlen in die gesetzgebende Körperschaft der Provinz Quebek wurden zwei Inden, und zwar der bisherige Deputierte Peter B e r >ko - w i c z und Josef Cohen, auf der liberalen Liste gewählt. Louis Peech, der, w'e wir berichteten, auf rein jüdischem Programm mit der Forderung der Errichtung und Erhaltung jüdischer Schulen durch die Regierung kaudid:ert hatte, -ist nicht durchgedrungen. Die jüdische Schulfrage in Kanada w'rd übrigens in der nächsten Zeit wieder dadurch aktuell werden, daß das höchste britische Gericht der Privy Council in London sich mit einem Rekurs der Montrealer Judenschaft gegen eine abweisende Entscheidung des Obersten Gerichtshofes von Kanada in v'eser Angelegenheit zu befaßen haben wird. Jüdßchcs Zentralmusoum und Zentralarchiv in Warschau. Laut einem Beschluß des Vorstandes der Warschauer jüdischeu Gemeinde wird das alte Gemeindomusoum, bas bisher, wie wir. seinerzeit dargetan haben, stark vemachlässigt und überhaupt unzulänglich war, reovgmüsiert und allmMich z,u einem jüdischen Zentralmuseum ^ousggstaltet werden. Gloichzeitig wurde beschlossen, in Warschau ein jüdischgs Zentrjalarchiv zu schaffen, in welchem die wichtigsten Dokumente zur Geschichte der Juden in Polen hinterlegt werden sollen. Die Lehrsrekbeit im ^tzckentmn. Aus Kaschau wird uns geschrieben: Der Prediger der hiesigen Neologengemeinde, Rabvmer Dr. Euumuel Enten, hatte eine Feiertagspredigt den: Spinoza-Problem-gewidmet. Er verglich den Philosophen mit dem Gesetzgeber Moses und verherrlichte ihn als nachahmenswertes Beispiel. Die Folge war, daß ein ansehnlicher Teil der Gemeinde die Einberufung einer außerodentlicheir Vorstandssitzung durchsetzte und dort die Disziplinierung des Rabbiners forderte. Nach einer langen, erregten Debatte wnrde dev DifzipliniexungSantvag mit 31 gegen 10 Stimmen verw o-rfom, wobeö zum Ausmmck kam, daß oas Judentum keinen KLeruS und keine Dogmen kenne und daß der Rabbiner Vas Recht,habe, von der Kanzel herab das, ivas er für wichtig halte, zu verkündigen, während seinen Zuhörern das Recht zustehe, das zu akzeptieven, Was ihrer Weltanschauung entspricht. PropaAmmg paläftimnsischer Produkte in Polen. Aps Lodz wird uns geschrieben: In den letzten Tagen hat sich hiev ein jüdisches Frauenkomitee aus den bester jüdischen Bürgevfamilien gebildet, -es den Zweck hat, im Sinne der von dem Dichter Biasik und anderen führenden Persönlichkeiteit in Palästina ins Leberr gerufenen Gesellschaft „Lemaan Erez Israel" sür Palästina die Verbreitung palästinensischer Produkte, sowohl landwirtschaftlicher als auch industrieller, propagieren. Mwe große Zahl wohlhabender jüdischer Frauen ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und haben palästinensische Waren aller Art fiir den eigenen Haushalt bezogen. Das gute Ergebnis dev Aftion hat zu dem Darre geWrt, sie auf ganz Polen zu 0