Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2969 (3.6.1927)
- Date
- 1927-06-03
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gelte 0 Dck-en, Freitag Wietiee Morsenzeitung 3. Funk Ri27 Nr. 296© t JÜDISCHE WEIT Aegypten und das Wische Palästina. In Warf chau weilt gegenwärtig in besonderer Mission ein Mgeordneter deS Königs von Aegypten, Duaschi Pascha. In einer Pressekonftrenz äußerte sich der ägyptische Emissär über die Lage der Juden in Ägypten und das Verhältnis deck ägyptischen Regierung zum Aufbau Palästinas. In Aegypten, führte Duaschi Pascha aus, gebe es keine Judenfrage, da dort tv^-ev im Gesetz, noch in der Praxis ein Unterschied nach Kon?- sessionen und Nationalitäten gemacht wird. Eine große Zahl JtSen haben hohe Posten, sogar als Minister, Gesandte nsw., inm Auch in der ägyptischen Presse finde man keine Spur von Antisemi tismus. Die Juden leben in Aegypten wie alle anderen! Mirger des Landes, und es gibt keine besonderen Symptome eines spezifisch Mischen wirtschaftlichen Lebens. Die Einwanderungsmöglichkeiten für Juden nach Aegypten bilden allerdings ein recht schwieriges Problem, weil Aegypten industriell iitzch schwach entwickelt ist und die Landwirtschaft in Aegypten ganz anders geartet ist als in Europa oder Amerika. 'Aus diesem Grunde ist das Menschenmaterial, das Osteuropa Aegypten liefern könnte, für dieses Land kaum geeignet. Deshalb haben auch die aus Osteuropa eingewanp derten Juden sich in Aegypten mit geringen Ausnahmen nicht durchsetzen können und bilden dort gesellschaftlich und zum Teil auch moralisch die unterste Schichte der Bevölkerung Die Frage des füdischen Journalisten über die Beziehungen Aegyptens zum neuen Palästina bereitete dem hohen ägyptischer Funktionär offenbar eine Verlegenheit. Er sagte doch schließlich: „Ich muß offen bekennen, daß Aegypkien kern besonn deres Interesse an der raschen Entwicklung Palästinas hat. Wir sind Nachbarländer und stehen miteinander in wirtschaftlichem Kontakt, doch die Aegypter halten es nicht für nötig, mitzuhelfen, daß Palästina wirtschaftlich rasch aufbkühe unh sich rapid entwickle. Unsere politischen Beziehungen zu Palästina sind übrigens vou denselben Gefühlen der Sympathie getragen, mit denen alle europäischen Regierungen die Wirheckbelebungsarbeit in Palästina verfolgen. sas Gesetz über die Wischen Gemeinde« in Palästina. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Die schon -lange yerbeigewünscht« Veröffentlichung der Regierungsverordnung ist bekanntlich bisher hauptsächlich aus dem Grunde noch nicht erfolgt, weil bezüglich der Bestimmungen dieser Verordnung unter den einzelnen Mischen Parteien selbst keine Einigung zustande gebracht werden konnte. Während der Waad Leumi für eine einheitliche, ungetrennte Mische Gemeinde eintrat, forderte die agudistisch orientierte aschkennsische Gemeinde in Jerusalem für ihre Richtung eine selbständige, autonome Gemeindeverfassung. Die Zentralleitung der Agudah hat erst vor kurzem an di« Mandatskommiflion des Völkerbundes ein Memorandum in diesem Sinne gerichtet. Gleichzeitig find aber, wie I .T. A. erfährt, Besprechungen zwischen Agudah-Dertretern einerseits und dem Waad Leumi sowie dem jüdischen Kommunalvat andererseits eingeleitet worden mit dem Ziele, in der Angelegenheit der Verordnung über die jüdischen Gemeinden Palästinas zu einer Verständigung zu gelangen. Sollten die Besprechungen, wie man auf beiden Seiten hofft, zu einem Resultat führen, so wird die Regierung sofort die Verordnung über die Organisation der Mischen Gemeinden in. Kraft fetzen. Ae Anrgralmngen in Palästina. Aus Jerusalem meldet die I. T. A.: Eine der für die. antike Geschichte des.Landes wichtigsten Ent--, deckungen ist anläßlich der Ausgrabungen geschehen, die von der Expedition der Pacific School of Religion, unter Leitung Professor William F. Bade, ungefähr zehn Mometer"nördlich von Jerusalem im, judäis.chen. Bergland unternommen werden. Die Entdeckung geschah rn Del en Basbeh, das ungefähr fünf Kilymeter nord-nordöstlich von Nebi Sanwil liegt, das nach lokaler Tradition als die Begräbnisstätte des Propheten Samuel gilt, und bisher als das in der Bwel in der Richterzeit oft erwähnte Mizpah.im Lande Benjamin angesehen wurde, wo der Prophet Samuel gelebt hat. Die Ruinen, die gefunden wurden, deuten aus eine uralte kanaanitische Stadt. Die Stadtmauer, von der ein Teil freigelegt wurde, ragt etwa acht Meter über die Grundsteine empor und ist bis sechs Meter dick. Ursprünglich muß diese Mauer noch sechs Meter Häher gewesen sein. Ihre Konstruktion uttb die vollendete Ausführung ver Arbeit find bewundernswert. Sie stammt wahrscheinlich ans dom Jahre 1800 v. Ehr., die gefundenen Töpferwaren deuten aber noch auf eine frühere Periode. 6i« palästinensisches Musen«. A«S Tel Aw:w wird uns berichtet: Vor zwei Jahren wurde hier durch die Gesellschaft „Mifchar W'Taasfia" das Museum für heimische Produkte begründet. Es ist, w'e den aus einer Feswersammlung anläßlich seines zwei» Mrigen Bestandes erstatteten Berichten zu entnehmen ist, während der zwei Jahre von 45.000 Personen -besucht worden und hat sich zu einem wichtigen Faktor für die Wirtschaft Palästinas entwickelt. Zum Zwecke der Erweiteruug und Vervoll» WMDM^des WljezrM hat sich n Tel MM eine Bo.^e l lr schaft der Freunde des Museums.für heimische Produkte gebildet, welche es übernommen -hat, d?m Museum einige Abteilungen, wie Flora, Fauna und Geologie Palästinas, Gentndheits- und Unterrichtswesen und soziale Jnst'tutionen, einzugliedern; es soll auch ein I n f o r m a ti o n s b u r e a u dem Mnsenm angeschloffen werden, das über olle Fragen deS Palästina-Aufbaues AuÄunft erteilen soll. Die Gesellschaft will das Museum zu einem palästinens'schen Museum ausbauen. Sie geht jetzt daran, auf einem ihr zu diesem Zwecke von der Stadrverivaltung Tel Awiw zur Verfügung gestellten Grundstück einen Neubau für das Museum zu errichten. Antisemitische Umtriebe sranzSAscher Mönche in Kanada. AuS Montreal wird uns geschrieben: In der letzten Zeit haben katholische Mönche aus Frankreich wieder eine verschärfte antisemitische Hetze, die eine lange Zeit geruht hatte, begonnen. Besonders in den Provinzstädten werden in Zeitungsartikeln und Flugblättern! alle bekannten Verleumdungen gegen die Juden aufgetischt und die Bevölkerung gegen jüdische Einwanderer gehetzt. Bor kurzem fand hier ein vom hiesigen B'nei B'rith-Orden veranstalteter Mend statt, an welchem auch -das Parlamentsmitglied und Bürgermeister von St. Hyacinth Bvnchav als Gast teilnahm. Douchar, der auch Herausgeber einer großen Tageszeitung in französischer Sprache ist, erklärte in seiner Begrüßungsansprache, daß er der Einladung hauptsächlich aus dem Grunde gefolgt sei, -u-m öffentlich gegen die von französischer Seite in Kanada geführte antisemitische Hetze Stellung zu nehmen und das Ansehen der Verwaltung der von ihm geleiteten Stadt, wo die Juden infolge dieser Hetze besonders gelitten hätten, zu retten. Die Geschichte der Stadt St. Hyacinth und anderer kanadischer Städte beweise, daß Juden die Pioniere dieser Städte waren, denen ihr Aufbau und ihre Entwicklung.zu danken sind. Me französische Bevölkerung der von ihm vertretenen Provinz fei gegen jede religiöse und nationale Unterdrückung und werde mit aller Kraft gegen den Versuch, Antisemitismus in die Bevölkerung zu tragen, ankämpfen. Konflikt zwischen den Wische« Koionifte« ln Argentinien and der Der in R ive.ro abgehaltene Kongreß, der Mischen Kolonien Argentiniens erörterte die Beziehungen zwischen den Mischen Kolonien in Argentinien und der Jewish Colonisation Association in Paris. Es wurde eine Resolution angenommen, in der zum Ansdrück gebracht wird, daß die Jca durch ihr Verhalten klar -beweise, daß sie die Rechte der Kolonisten nicht anerkennen wolle, weswegen der Kongreß Maßnahmen zur Bekämpfung der Polit'k der Jca empfiehlt. Das Exekutivkomitee der Föderation der Mischen Landwirte wird ersücht, die jüdischen Institutionen in Europa mrd Nordamerika zur Entsendung einer Kommission nach Argentinien gemäß dem Plane des verstorbenen Leon Lhasan v w i t s ch zwecks Prüfung 'der Lage der Kolonisten und des Kolonisationssystems der Jca zu veranlassen. Es wurde ferner die Entsendung einer Kolonistenabordnung nach Paris zwecks Besprechungen mit der Jca beschlossen. Die Jca ist -nsbesondere zu ersuchen, die Bedingungen der Ansiedlung in der Montesiore-Kolonie. in Ue-berernsti'mmung mit den Forderungen der Kolonisten zu regeln oder die Kolonisten auf geeigneteren Boden zu bringen. StaatrbeihUfe für die prentzisch-Mischea Gemeinden. Mn 20. Mai erledigte der- Preußische Landtag in dritter Lesung den Haushalt für 1927. Hierbei wurde auch die Staats-- : beihilfc für die Synagogengemainden verabschiedet. ES wurde diePosition ,^9>würfniszüschüsst an Syuagogengemeinden! zur Besoldung ihrer Rabbiner und Urr Versorgung ihrer RuhestandSrabbiner und der Hinterbliebenen ihrer Rabbiner" (äks Kapitel 123a, Titel 70) wie im Vorjahre mit 200.000 Mark bewilligt. Dagegen wurde die Position ,Beihilfe an leistungsschwache Synagogengenreinden behufs Erfüllung ihrer Berpflichttrygj zur Sorge für den Religionsunterricht" (bisher Kapitel 47a, letzt 118 d, Titel 90) von 250.000 Mark auf 400.000 Mark erhöht, so daß die Gesam tbewilligung für die Sy» nagogengemeindenj im Etat 1927 sich auf 600.000 Mark beläuft. Dte neuen Palästina marken. Am 1. Juni wurden, wie aus Jerusalem gemeldet wird, die ersten von der Dalästinaregiernng ausgegebenen Briefmarken (die ersten hatte noch die Heeresverwaltung im Jahre 1920 ausgegeben) in Umlauf gesetzt. Ihr Schristtext ist in drei Sprachen, arabisch, hebräisch und englisch. Ableben eines berühmten Sammlers. In Hove starb dieser Tage m Alter von 73 Jahren der bekannte Sammler Markus David Ezekiel. Der Verstorbene wurde in Bombay geboren unb wurde in jungen Jahren Mtglied -der Wettsirma E. D. Sassoon and Co. und lebte über 20 Jahre lang in China. Ezekiel war ein sehr erfolgreicher Sammler von chinesischem Porzellan, auf welchem Gebiete er als Autorität anerkannt war. Das vor nicht langer Zeit errichtete Museum kr Hove besitzt eine Anzahl von Geschenken Gzenels vou äußerst wertvollen Porzellanmrd Silbergeaenftänden. Auch se'ne Sammlung von aktttalienischen und flämischen Gemälden und Zeitungen ist berühmt geworden. Besonderes Interesse widmete der Verblichene der jüdischen und biblischen Ges ch i ch t e, über welche se'ne überaus reichhaltige kunsthistorische und Misch-Hfftorische Bibliothek sehr viele Seltenheiten austveist. Bühne und Kunst. Berliner Sperette a. S. „Uschi" von Jean Gilbert im Apollotheater. Die Wiener Operette, besonders ihre magyarvsierend» Spielart, ist gewiß reichlich öde; aber ihre Berliner Schwester — also schon der Titel „Uschi", ist ein Jammer! Das Theater am Kurfürstendamm (Akzent, bitte, aus „Damm"!) bringt ,,'ne Sache" nach Wien, in der Humore solchen Schlages Vorkommen: Ein Diener (der aber ein sind. jur. ist, vastehste?!) eilt auf den ihm unsympathischen Bräutigam seiner Erwählten zu und ruft: „Ha, da ans Ihrer Schulter sitzt 'ne Fliege!" und mit graziösem Schwung drischt er auf des Rivalen Schulter los. Da bleibt kein Auge tränenleer. Besagter Diener also will jene Uschi, Tochter eines Ballin oder so, erringen, und sie möchte wieder, da sie ,,'ne scharfe Sache" ist, ein ihrer Scharfsachlichkeit ad äquales Erlebnis haben; und hat es prompt; denn da in einem angeblich verruchten Kabarett die Darstellerin der Pantomime „Die göttliche Astarte" nicht auftreten will, astartet Uschi alias Fräulein Else Müller mit Riesenerfolg, ihre Weiblichkeit freigibig offenbarend. Da riß ich aus. Dazu wird von Jean Gilbert eine Musik geliefert, in der allerhand Znstrumentalmätzchen etwas Vortäuschen sollen, was nie kommt: den musikalischen Einfall. Die sogenannten Schlager, die „Reklame" und ,/Stimmung" malen sollen, sind mehr geräuschals schwungvoll. Das „Leben" das sich auf der Bühne tummelt, wirkt nicht nur fremd, sondern zumeist befremdend (da sind mir selbst die Wiener „Rollensager" lieber). Bleibt als Gewinn ein guter, gut aussehendcr Tänzer, Harald Pauls« n, in Wien übrigens nicht unbekannt, und eine sympathisch junge Anfängerin, Eva Held. Die weiblichen Besucher der Premiere erhielten rote Rosen, die nach dem zweiten Akt — Geschenke* verpflichten — zum größten Teil den Weg auf die Bühne nahmen. S. S. kartztzthmische Kunst. Vorführung im Modernen Theater. Anthroposophie als Kunstanschauung — unter dieser km ausgesprochenen Devise brachten jüngst Emica Fränkl-Senft und Olga Samyslova im Modernen Theater Darbietungen eurhythmischer Kunst zu vorkl?.sst.a)er urrd nachklassischer Musik, in anmutiger Leichtigkeit und Vollendung, die das Programmatische dieser Art Tanz in den Lintergrnnd treten ließ. Die Wiedergeburt seelischen Erlebens aus dem Geiste der Bewegung bildet eine übercnls fruchtbare Aufgabe. Sie ist noch neu in einer Epoche, die von der Entmaterialisierung der Form noch weit entfernt ist und mit expressionistischen Tanzgebilden ihr Anslangen zu. finden sucht. Die beiden. Darstellerinnen, unterstützt durch vortrefflich modulierte Rezitationen Käthe Hackers, verstanden! ihre auf musikalischem, seelischem und sprachlichem Rhythmus aufgebaüten Tanzideen zur Geltung zu bringen und durch das absolut Schöne, als Offenbarung geheimer Naturgesetze, ein! empfängliches Publikum zu fesseln. or. Aas den Lheatera. Burgtheater. Morgen, halb 8 Uhr „Paulus unter den Juden". Akademietheator. Morgen, halb 8 Uhr „Die Welt, in! der man sich langweilt" (Abonnement sechste Gruppe). . Operutheater. Morgen, halb 7 Uhr „Lohengriin" mit Margit Airgerer a. G. — Wegen Indisposition des Kammersängers Piceaver ivird heute, halb 8 Uhr statt „Andre Chenier" die Oper „Boheme gegeben. Deutsches Volkstheater. Morgen Erstaufführung der Komödie „Zaza" von Verton und Simon mit Loopoldin« Konstantin in der Titelrolle. Sonntag nachmittags „Der Feldherr nhügel", abends „Zaza". Montag nachmittags „Das blaue Auge", abends „Der Garten Eden". Theater in der Josefstadt. Hans Pepp ler von den Wiener Kammerspielen wurde für die nächste Spielzeit verpflichtet. Johann-Strauß-Theater. Während der Festwochen gelangen! täglich 8 Uhr dw Operetten „Märchen im Schnei und ,^>er Hofbankier" zur Aufführung. Theater an der Wien. Al§ (vierter) Präsident Tontschefs in der Operette „Die Königin" trat gestern zum erstenmal Kammersänger Ziegler auf. Hat sein Vorgänger Aslan die Rolle als Schauspieler genommen, kommt ihr Ziegler nur als Sänger bei. Sein prachtvolles Sttmm-- material läßt jedes Lied zur Arie werden. Da aber ein Operettenheld nicht nur singen, sondern auch tanzen muß, bliöb er immerhin vieles schuldig. Das zahlreiche Publikum spendete ihm und seiner Partnerin Betth Fischer — deren Spiel in letzter Zeit sehr zu ihrem Vorteil an Natürlichkeit gewonnen hat — nach jedem Akt reichlicher: Beifall. TaS tsichechoslvwwkische Gastspielverbot für österreichische Schauspieler. Eine Abordnung des Vühnenvereilles erschien gestern unter Führung des Abg. S e v e r beim BundeAkanzler Dr. Seipel und brachte vor, daß durch die Schwierigkeiten, die wegen der tschechischen Gastspiele in Men entstanden sind, der österreichischen Schauspielerschaft Nachteile erwachsen, da es ihnen unmöglich gemacht wird, in der Tschechoflorvakei zu gastieren. Die Abordnung bat die Regierung, dahin zu wirken, daß es den österreichischen Schauspielern wieder nröglich gemacht wird, in der Tschschoflowakei auszutreten. Der Bundeskanzler sicherte seine volle Unterstützung zu. Fritz von Osttni geflorben. In Pöcking am Gtarnbergersee ist der frühere Herausgeber ber „Glgend" Fritz von Ostin'i im 66. Lebensjahr öinem Schlaganfalr erlegen. Bon« jüdischen Staatstyeater in Rigq» Das Kontttee des von der lettlündifchen Regierung subventionierten jitdischen Staatstheaters, welches bisher unter der Leitung d«S Regisseurs Abraham Morewski stand, hat, einer'Meldung der I T. A. zufolge, den Publizisten W. Latz kt- Bertholdi für die Mchste Saison als literarischer Letter des Theatevs berufen.