Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2968 (2.6.1927)
- Date
- 1927-06-02
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S Men, Donnerstag Wiener Morgerrzeitung 2. Juni 1927 Är.-L«v gegen hat das Exportgeschäft eine Besserung erfahren. Der Bedarf Deutschlands ist außergeivöhnlich groß und vr > Amu Teil tu Oesterreich gedeckt, aber auch Frankreich und Italien greifen nnmer starker in unseren Markt ein. Nach rcksich' - - - -l - - - - Ungarn können mit Rücksicht auf die yohstn Preise der rumänischeu Ware größere Geschäfte getätigt werden. Dieser Marktstinnin! entsprach auch der Verkehr der gestrigen meter rion 16 Zentimeter aufwärts 75 S., 24 Millimeter 'ägefallend 65 <S.f 3 Klaffe 18 und 24 Millimeter, 19 loufclniatciaufm. 623. pro Festmeter prompt aS TarviS oder?rsnner, 3. Klaffe 13 Millimeter, IO bis 17 Zentimeter 69 3. prompt ab Salzburg, MadrieS 72 S. und BastingS b ' M S. prompt ab Simöach. Buchenfcheiter wurden um 5 &. auf 310 S. pro 10-Tonnenwaggon ermäßigt. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Im Zusammenhang mit der Tendenzabschwächung am Budapester ^ermimnarkt, war auch in Wien die Tenderrz in Neuweizen und Neuroggen schwächer. Mais und Hafer unverändert. Marchndi scher 35.39-36, Gerste 36—41. Im er,re ö\ 100 Kilo in Schilling: Wer reichäft notierten für knland. 74—76, ungarisches 71—74, Kochmehl 69-70/Brotmehl 63—64, genmehl 63—64, Futtermehl 36—37, Weizenkleie 26—26^0. Auswärtige Börsen. Prag: An der Börse kam «S gestern zu weiteren Rückgängen. Die Einbußen erreichten stellenweise ein größeres Ausmaß, was auf die Tätigkeit der Kontermine in einzelnen Wetten zurückzuführen war. Im späteren Verlauf kam eS wohl infolge der ermäßigten Kurse zu Käufen der Spekulation und auch« die Kontermtm nahm Deckungen vor. ES kam daher zu Kurserholungen und das Geschäft wurde etwas lebhafter. Gegen Schluß trat eine neuerliche Abschwächung ein, io daß die Rückgänge überwogen. Der Anlaaemarkt zeigte ein behauptttes Aussehen. — Budapest: In der ersten Hälfte des Verkehrs war die Stimmung der Börse flau. Kurz vor Schluß trat jedoch eine freundlichere Stimmung ein, so daß ein Teil der anfänglichen Einbußen wettgenracht werden konnte. Budapester Getreidctermimnartt. Int Einklang mit den ' nen auch dre ilußkurse lan- und Oktovcrroggen 25.72 vis 35.74. Der moderne Haushalt. Sei« Teppiche, der« Weit. Erhaltung mrv Reinigang. ' Vortrag, gehalten von Fanny Freund-Mareus. Soweit wir in der Kulturgeschichte der Menschen ßtrückgreiseu, bilde ton Teppiche stets einen gewissen Maßtab für das Kulturniveau ihrer Zeit. Von der einfachen Binsenmatte des Steinzeitmenschen, bis hinauf zu den junstvollen Erzeugnissen des Mittelalters und der Neu- Lit. Denn der Teppich hat stets einen - doppelten Zweck rcfüttt. Einesteils als reiner Wertgegenstand, andererp§ als Gegenstand des praktischen Lebens. Er beinhaltet sicht nur einen' — für jede Epoche festumrissenen Wert ~ er bietet auch dem Bester praktischen Gegenwert in form von Bequemlichkeit, Behaglichkeit und Wärme, cch diese Doppelstellung ist der Teppich im Laufe der ' tausende zu einem Kulturfaktor im Leben der ifäjen geworden. Sern praktischer Wert bindet ihm IM au eine Klaffe, sein innerer Wert — beffer gesagt ^n^Oeldwert — ffchett ihm einen ehrenvollen Matz im ^oWüermögen. Wie jeden Wertgegenstand des Lebens, teilen wir die Teppiche in Klaffen ein: nach ihrem Ursprung, Schönheit und nach ihrem Geldwert. An erster stchrn natürlich die alten Perser- und Smyrnatthnche mit all ihren Abarten. Unerreichbare Schönheitsmcke^ mit prächtigen Farben und Mustern und einer jetrte fast unerreichten Solidität. Dann folgen die neueren frzerrgniffe: fie find nicht minder schön wie ihre Borflder, aber die nach dem Kriege importierten Stücke sind twas unbeständig in den Farben. Und endlich kommen je Stucke unserer heimischen Industrie, die sich trotz der Mißgunst der Verhältniffe einen ehrenvollen Ruf im Ausjind erworben haben. Der Wert der Teppiche kann in er gleichen Reihenfolge bestimmt werden. Der bedeutend öhere Wert der orientalischen Vorkriegsteppiche liegt in frer Dauerhaftigkeit mrd ihrer Qualität überhaupt. Der ßert der modernen inländischen Evzeugniffe in ihrer Fakten Ausführung und ihrer fast unbegrenzten Dimen- »onierung. Ä^n Wert eines Teppiches in Geld amsrgsben ist äußerst schwer und Sache der Fachleute. Wie jele alte, wertvolle Stücke heute noch in Oesterreich dorpnden sind, ist unmöglich zu sagen. Leider sind in der Inflationszeit eine Menge alter, wertvoller Stücke ins Ipitalskräftige Ausland gewandert; so nach Amerika, jolland, nach der"Schwetz und' in die Tschechoslowakei. Den Besitz erhalten, ist die erste Regel jedes denkenfcn Menschen, und so wirft sich von selbst die Frage auf: sie erhalte ich meine Teppiche. ES ist dies ein Gebiet, Über so vernachlässigt, wie kein zweites Gebiet des rivaten Lebens. Nirgends wird mehr gesündigt, als trade hier. Wir wollen daher das Thema von der Eraltung und Reinigung der Teppiche näher beleuchten, fer prominenteste Feind jedes Gewebes ist der Staub, fer scharfe, strukturzevstörende Staub, der in jedem iubikzentimeter Luft mehr als genügend vorhanden ist. her Staub verändert nicht nur das Aussehen des feppichs, er zerfrißt nicht nur das Gewebe, er fördert sich die Entwicklung der Motte, des größten und kblttertsteu Feindes jedes Gewebes. Wir wollen uns nun praktischen Fragen zuwenden: onnnapp m t in„Exetlsiop“i.i.i.i Eigentum der Wiener Ho tele und Sanatorien (Vien, V., fohonnaiiaase 34 Telephon 54-5-81 übernimmt jede Art Teppiche» Vorhänge und Decken zur Reinigung und Aufbewahrung aus Instituten und Privathaushalten Offerten kostenlos — Besuch aber telephonischen Anruf unverbindlich Der Staub ist aus drei mögliche Arten - aus den , Teppichen zu entfernen: 1. durch Klopfen zu Hause; 2. durch kleine handliche Staubsaugeapparate und ii „Vacuum Cleaner , Etablissement zur Reinigung und Konservierung J von Teppichen und Möbeln j Wien, III., Ungargasse Nr. 4 I Telephone: 95-405 und 95-406 -Entstaubung Wiederaufnahme: __rEntmottung Entstaubung im Hause j TEPPICH-Aufbewahrung 111 /. .. ß i -Wäscherei mitteIs unserer ^oßen j -Kunststöpferei fahrbaren Maschinen 3. durch große Apparate, das sind Klops-, Rüttelmaschinen und große Staubsaug-Anlagen, die die moderne Technik hevgestellt hat und die sich nur in den großen, besonderen Reinigungsanstalten vorfinden. Kleine Teppiche kann man mit mehr oder weniger Erfolg zu Hause klopfen, bei größeren Stücken ist dies vollständig ausgeschlossen. Ein großer Teppich hat ein zu großes Gewicht, und es ist sehr schwer, ihn so aufzuhängen, daß das Klopfen ohne Gefahr bewerkstelligt werden kann. Stellen Sie sich einmal die Sache vor: Ein großer schwerer Teppich wird von der Wohnung in den Hof oder VAMPYR der ci«l*driscl*c $doai&aS&s4A«aeg«Hr Unerreicht an Saugwirkung Am. Gu-Pautorlftcca* A. G. für elektr. Bedarf, VU., MaariahUferstraBe 62 Telephon 39-5-45 auf das Dach geschleppt. Er wird zuerst aus den Boden geworfen, dann fliegt ein Ende über den Balken und der Rest wird mit, Kraft und Ausdauer hinübergozerrt, hin- und hergezogen, bis der Teppich endlich hängt. Und die Folge? Schon das Eigengewicht des Teppichs ist so groß, daß es bedeutende Anforderungen cm die Elastizität des Gewebes stellt und nun helfen noch Menfchenkräfte dazu... Der Teppich wird gezerrt und verzerrt, sein Gewebe wird gedehnt und er verliert so seine ursprüngliche gefällige Form. Erfolgt das Klopfen im geschloffenen Raume oder im Hofe, wallt der Staub natürlich in schönen dichten Wolken auf, fünf Minuten später aber lagert er sich wieder auf den Teppich und die Sache war umsonst. Ans öffentlichen Plätzen aber, oder gar entlang des Donaukanales, ist das Klopfen verboten und' strafbar, worauf die Hausfrauen im eigenen Interesse auftnerffam gemacht werden. Es ist auch logisch. Weht ein günstiger Wind, wird der Staub Harmlosen Paffanteü in den Mund geweht, weht kein Wind, ist die ganze Arbeit aus oben angeführten Gründen wertlos. ' (Fortsetzung folgt.) Beeten Mtaitenedtuiz bietet «Ne Jiufi»en>€ximmlb Jtärer üeppidie, Iforfidftnge uml Jtlöftef&ei MUtecimz - GardemeiiMe - A. « Wien, XXI/5, Hagdebiirastraße 71 Telephon 49-WO 1>I$ 48-6-82. Küche «ch fM Sch»« IchkeMre Ziten in 8tMnt »Mm. Hiebei muß zunächst festgestellt werden, ob die 2N4 sich infolge von Schwellung, Schrumpfung oder Senkung nicht mehr leicht schließen läßt. Die erste Ursache wird mtt dvm Hobel oder auch der Raspel und Feile beseitigt, die zweite durch Ausfüllen der geschrumpften Stellen mit Hilfe dünner Brettchen, die gut aufgeleimt werden. Die dritte Ursache, die besonders bei schweren Türen, wie Haus- und Korridortüren, auftritt, läßt sich auf zwei Arten beheben. Bst die Senkung nur gering, dann genügt es vollkommen, wenn die Tür aus den Angeln gehoben wird und auf jeder Angel je ein bis zwei Eisen rin ge gelegt werden. Setzt man mm die Tür wieder ein, so wird man in den meisten Fällen den Schaden beseitigt haben. Selbstverständlich sind di« Angeln gut zu ölen. Handelt es sich aber um alte Türen, so erneuert nwit am besten die Versteifungen, die bei den meisten Türen die Türfüllungen find; um ober provisorisch das Uebel schrrell za beseittgen, schraubt man in die Tür zwei kräftige Schrauben. Eine möglichst weit unten und von den Angeln entfernt, die andere möglichst wett oben in die Nähe der Angeln. Nun hebt man durch untevgelegte HoÜßstücken die Tür in die gewünschte Lage und bindet die beiden Schrauben durch einen ziemlich dicken und haftbaren Draht zusammen. Der Draht verlaust also diagonal Aber die Tn" hinweg. Nimmt man die Holzstücken foot, so hängt jetzt bi' - Wr gewissermaßen am Draht und an den Angeln. Gestickte Borvemden und Westen zu vliltten. Mancher unerfahrenen Hausfrau macht das Platten von Vorhemden und Westen aus Waschrips mtt Weißsttckerci Schwierigkeiten. Diese fccklen fort, wenn man fölgerldes beachtet: Man zupft die Sachen gerade und in die richttge Form, bügelt dann zunächst das Bün-dchen, dann das Vorhemd, bezw. die Weste zunächst leicht auf der rechten Seite, hernach auf der linken Sette so lange, bis Le .trocken fiiV- und die Stickerei Plastisch hevaustritt.; , Verrostetes Eisen. M Rostige Plätteffen, Schlittschuhe ustv>. ÄeM man mtt feinem Sand und Petroleum ab. Am besten benutzt man hiezu einen wollenen Lappen. Eiserne Gegenstände sollte man niemals an einem feuchten Ort, als beispielsweise in der Küche oder dem Kellerraum, austbolvahven. Unbenutzte eiserne Gegenstände schlägt man recht vorteilhaft in Jef' Lungspapier oder in ein wollenes Tuch. entfenm ton zilegenmmutz nur feiten«! ernnten ftfemeo. Denn so lästigen Megenschmutz auf den Volants und Fratrsen seidener Lmripenschirme entfernt man leicht dadurch, daß man die betreffenden Stellen mtt einem in lawwarmes Essigwasser getauchten Läppchen vorsichtig ckbreibt. Der anhaftende Schmutz ist sofort verschwunden und dtz Farbe der Seide wird nicht angegriffen. „HABSBURG schönt Ihre unersetzliche Wäsche, CC tamag und machen Waschungen mit •V eefftmti-ra««uonn€Bls< (gee. gesch.) 11 Das Schönheitsmittel der Salami I Hervorragend gegen Sonnonbrand und zar Briunm üeberall erh<Ueh. Oratiaproban durch adrkwa*. Q.m. b.H., Meo»Xl Zenogaaae 11 a. Telephon 8M-W. Aus hm Reiche der Küche. Suppe a ta Frmree. Von allen Gemüsen wird ett Stückaien genommen, und zivar im Monat Juli, wo uock alles jung ist. ES genügt eine halbe Munde, um sie rveick dünsten zu lassen. Nun gibt man 60 Gramm (6 M) »Ku° nerol" (Pflanzenfett dazu, Von einem Schlegel ndmnt marr das schönste Stück eineinviertel Kilo, nne auch von zwei größeren Hühnchen die abgezogene« Brüste. Nachden alles Melasse man es WerkMen, sthuMe es ganz klein, schneide auch drei große weiße Herrenpklze in <3§Sefc Verwenden Sie nur altbewährte /uppen - WUrfel; m e (