Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2968 (2.6.1927)
- Date
- 1927-06-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite« SNe», Dvimertzroy S. Jsiüi 1lte7 Der Sohn des Moses Mautner Ein Wiener Romen JopjrcLgat IM bj R. Löwit Verlag,Wien - Uipslg ,^Jch Mach' das ganz anders, als die Vorschrift lautet — oder — tvie's die jungen Herren machen würden, die — kaum Mgge geworden sind! Na! Danken sie den« lieben Herrgott! Wemr Sie so einen: jungen Herrn in die Hände gefallen wären, der hätte Sie mit allem möglichen belastet! Ich nicht! —Ich bin ein alter Schulmeister! — Sie brauchen nur das Wesentliche, dieses aber gründlich. — Und Nüssen 2 k,. >vas ich tue?" Wieder huschte der Sonnenschein des Uebernrutes Wer sein Gesicht. „Wissen Sie, was ich tue?!" —'Gustav erwiderte mit Ueberzeugung: „Nein Herr Professor." — „Ich streiche! Ja. Ich streiche!" rief der alte Herr mit Nachdruck, fast schreiend, als hätte Gustav etwas emzuwenden. „Ja, ich streiche!" Er lächelte. Das Lächeln ruhte teils in der nachgenießenden Freude des guten Einfalls, teils in der wärmenden Sonne des Ungehorsams, dah er einmal gegen die Vorschrift handeln könne! Und dann erklärte er Wetter: „Ich belaste Sie nicht mit Ueberflüssigem! Nur das Nottvendigste wird lgenonrmen, dieses aber grüMich! — Ich 'nehme auch jetzt keine P^)srk. Wozu? — Es wäre zwecklos. — Erst bis Sie die Trigonometrie beherrschen. Dadurch gewinne ich auch Zeit. - Das ist wieder ein Vorteil. Verstehen Sie?" Gustav erwiderte pflichtschuldig: „Ja." Er hätte auch das Gogew, teil besaht, denn er hatte kerne Ahnung. Der Herr Professor rief aber holl Freude: „Na, sehe,: Die!" — — Gustav aber strebte zum eigentlichen und fragte deshalb bescheiden: „Wann — Herr Professor, kann ich die erste Stunde haben? — Vielleicht morgen?" — „Die erste Stunde?" — — Der Professor blätterte in seinem Kalender. Rot« Strichtein, schwarz« Strichlein standen dort, kunterbunt wie die Rekruten am ersten Tag im Hof der Kaserne; aber Professor Nicklitfcheck — so hieß der alte Schulmeister — brachte OrdNlMg in die Mannschast, und während er auf einen roten Rekruten den Finger legte, rief er: „Ja, es geht. Morgen um sechs Uhr abends!" — „Welche Bücher soll ich mitbrrngen, Herr Professor?" — „Bücher? Gar keines. Denn ich . . Ein sehr respektlosen Mick begleitete diese Worte ■■■■■■«»■■■■■■■■■■■•■■■■■■■■■■»■■mm Bühne und Kunst. „Das blaue Auge." Deutsches Bvlkstheater. Diese wienerische Watschengeschichte von Hans S a tz m a n n trägt sich Mischen einem Hausherrn und einem Hausmeister zu. beide vom alten Schlag, beide ihrer MachtvoMommenheit bewußt und sie innerhalb ihres WirkungÄreises nach Kräften ausübend. Der des Hausherrn mit den fünf unbelasteten Eckhäusern (Vorkriegszeit!) ist natürlich bedeutend großer, als der des Hausmeisters und erstreckt sich auch auf letzteren. „Zu einem Menschen nach meinem.Gusto will ich ihn machen", erklärt er und seckiert Lhn weidlich. Bis eine Ohrfeige knallt. Der Hausmeister hat nämlich einen Terno gezogen, worauf er eben einen Doll des Gewinstes in einer fürchterlichen Watschen investiert. Des Hausherrn Wange schwillt von Stunde zu Stunde hoher an — und im gleichen Maße vergrößert der VoÄsmund den Losgewinn des Hausmeisters. Alsbald ist aus dem winzigen Terno ein gewaltiger Haupttreffer geworden und die Wirkung der Fama ist überraschend. Den Hausherrn erfüllt allerhand Hochachtung vor dem kleinen Mann, der, kaum er was geworden war, auch unveMlglich und schlagkräftig zeigt, daß er jetzt wer ist; wenn auch mit einem schmerzhaften Atteirtat auf die hausherrliche Wange. Der HauÄneister aber, ein passiver Michael KoHaas, besteht auf seinem Recht, für die Ohrfeige behördlich bestraft zu werden. Für ihn war die Watschen, wie er sagt, „keine Geldcmgelegercheit, sondern eine - Herzensangelegenheit". Die Sonne, die alles an den Tag bringt, hilft ihm. Sie zerreißt das Lügengespinst vom großen Losgewinn, die Bewunderung des Gezüchtigten für seinen Züchtiger schmW dahin, kurz, es kommt zur strafrechtlichen Austragung der Affäre. Nur, weil alles hübsch in der Familie bleibt — die Hausmeisteristhe kriegt den Hausherrnsohn — verzichtet der Angeklagte großmütig auf die Verurteilung. Der erste Akt bunte, frische Milieuschilderung; der Motte spr-^ett m einigen Charakterfiguren Stadt, Menschen mtzl> Aeitgeist; doch der dritte, ach, der dritte ist eine jener fadenscheinigen, witzlos krawallierenden Gerichtspossen, von den«: zwvkf auf ein Dutzend gehn. Zwei Pvachtleistungen: Der Hausherr Eduard Loibirers, haV „Mir san mir", halb „Goldenes Wiener- Herz", eine Gestaltung aus dem Vollen, wie sie nur dem Mitschaffenden Bühnenkünstler gelingt. Und der Hausmeister Kurt Lessens, ein pfiffiger Schottenfelder, ein Gerechter cmS dem Botte, der sehr auf fein Arrsehn und gar sehr auf seinen Vorteil bedacht ist. Lessen weiß mit beintrokenem Huuwr seine Poirrten zu fetzen, daß die Lachsalve': im Publikum nur so losspritzen. Der Komödie im Wiener Bottston, von Herrn Forest inszeniert, kommt ferner zustatten, d«tz di« Domen F ö r h und A n s i o n. die Herren Böhm, K r o n t S, Brad h, Kutschers und der junge Herr GichberGgsr als Typen vorn Grund vortrefflich sind. "nvc Ler ck ne r übernimMt sich im Bähmakeln. Fräuilem zon Leopold Richter. (49. Fortsetzung.) — er Mt der Oberbchörde. — ,/JchAh* mchlt nach dem Büchel vor! Nein, mein Lieber! Sie sind ein exzeptioneller Fall? — Das muß ganz anders behandelt werden! — Sie bringen morgen bloß ein Heft, ein unliniiertes Heft uwb einen Bleistift, aber..." Plötzlich! Wie ein Gewitter die heiterste Gegend verdunkelt, so huschten finstere Wolken über das Gesicht des alten Herrn. Die Lust des nahen Unterrichtes riß der: Mantel des Weltnrannes ab iittb der Schulmeister stand da: Unverhüllt. — Drohend hob er den Zeigefinger der rechten Hand und rief: „Mer — einen gut gespitzter: Bleistift! Sag' ich Ihnen!" — „'Ja, Herr Professor!" Gustav verbeugte sich und woltte gehen. — — Der Professor reichte ihn: die Harrd und hielt Gustav einen Gugenblick fest. „Also, morgen, lieber Herr Mmrtner. — Und Gott gebe Ihnen Glück und — die Hauptsache: Gesundheit, daß Sie es leisten können; denn Me wissen noch gar nicht, womit Sie sich belastet haben, Herr Mautner! — — Das ist ein ungeheurer Stoff!" — „Ich Null lernen, Herr Profeffor! Ich will lernen!"- Lernen, Lernen, Lernen! — Wo immer' Unser Volk ist: In der Großstadt, im kleinsten ostjüdischen Nest: Lernen, Lernen, Lernen! Das ist die Frucht der Stadt. Wir kleben an der Stadt, wir leben in der Stadt und sind dadurch von der Natur abgeirrt. Nicht durch eigene Schuld. Jahrhunderte haben sie uns ins Ghetto gesperrt, und als wir frei tvurden, hingen die ererbten Lebensgewohuheiten wie Blei an Uns. — Der durch Mauern getrübte Blick scheute die freie Sonne und — wir zogen wieder hinter'Mauern, nur in ein größeres Ghetto, in das frei gewählte der imeisten Menschen: in die Stadt!- . Hinaus ins Grüne, unter den freien Himmel, auf die Miesen,, Al den Blumen, in die Wälder — dorthin, Brüder, müßt ihr, wenn ihr gesunden wollt! >Mrf den Acker, zum Bauern, zum Pfttlg. — Dort,ist Weisheit! Nicht in den Büchern! — — (Fortsetzung folgt.)' HIIIIIIIBiHIIHUIBIIIIIlllBIBHIIIIIIII Jäkels ist noch zu schuftig (insbesondere im Sprechen), aber spielfreudig und anmutig. Saßmanns sehr beifällig aufgenommene Komödie, gewiß für die „Wiener Festwochen" tauglich und zur geeigneten Zeit dem Spielplan einverleibt, wurde durch eine musikalische Einlage bereichert, -ein Quodlibet von Wiener ,Liedern,. als wohlein studierte Improvisation gesungen von fast sämtlichen Akteuren. Dieses Duliöh-Finale des zweiten Aktes ist recht, recht ausgewachsen. Die Schlierseer pflegen die landesübliche Musik in den Zwischenakten zu bringen und nicht das Stt'cck damit zu belasten ... O t t o A b e l e §. Sommer-Revue im Bürgertheater „Miß Fregoli", Buch von Paul Ollop, Musik von Karl M. May. Siebzehn Bilder, die nicht immer völlig zueinander passen, ergeben nach alter Väter Sitte eine Revue, deren sommerlicher Charakter schon dadurch angedeutet ist, daß so ziemlich alles, was an Rovue-Situationen während des Winters wirksam war, in neuem Ausguß geboten wird; überdies sind zwölf Girls sommerlich wenig bekleidet und im Theater ist es warm. Was der für den Text verantwortliche Herr Paul Ollop aus eigenem zugegeben hat, ist mehr für den Geschmack des Publikums der „Budapester" berechnet; es operiert mit der primitiven Eindeutigkeit in ihrer jargonesken Nuance, unter anderem mit dem einigermaßen abgebrauchten und weiß Gott mehr als einigermaßen unappetitlichen Mittel des Radetzky-Marsches als Begleitmusik für eheliche Konsumtion. Auch die Mustk fft im oben angedeuteten Sinne sommerlich, geschickte Instrumentation kann ihr nicht abgesprochen werden. Der „rote Faden" des Ganzen ist Frau Jda R u ß k c, die sich manchmal konventionell, inanchmal et-was darüber hinaus, singend, konferierend und wirklich gut tanzend „betätigt". Neben ihr bemühen sich mit Eifer und mancherlei Fähigkeit Hans Norden, Joses Bictora, Alexander Herrnfeld und Mitzi Zampa um die Sache. Die reichlichen Tanzeinlagen werden von der stilbegabten Trude Schön selb und von Rose d'Orena, die weit lustiger ist als ihr Name und mit Freude bei .der Sache ist, dem Publikum zu Dank gehracht. Es gah viel Beifall der Jnteresiiexten. iS, S, Aus de« Theatern. . Burgthe ater. Morgen, halb 8 Uhr, „Tr-r'esHübe?" (Dheatrrgemeinde Serie F). Kammerspiele. Lily Hatvany, die Autorin des Revertroirestückes „Duell ter Sieße“ wird der morgen stattfindenve» 25. Aufführung ihres Stückes beiwohnen. Burggarten. Das Bolksopernensemble bringt morgen, 8 Uhr, als nächstes Gastspiel Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt" zur Aufführung. Deutsches Bolkstheater. Sonntag nachmittags, halb 4 Uhr „Der FÄdherrnhügel", abends „Zaza". Montag nachmittags, halb 4 Uhr, „Der reiche Aehnl", abends „Der Garten Eden". Theater in der Josefstadt. Als nächste Novität gelangt, das Schauspiel „Maske und Antlitz" Von Ehiaretljl zur deutschen UrAusiührpntz, ' Rosa Roth spricht heute im Wnbßwl der Urania D'chtungeu von Attenberg, Hosmamrsthal, Ritte und Werfel. Begmn 548 Uhr <rbem>s. Die Prager Mozart-Gemeinde. Dieser Tage fand in Prag die erste Generalversammlung der „Mozart-Gemeinde" statt, die-gegründet wurde, um die ,Mrtr<mrka" zu errvevben und zu erhalten, die später in ein Mozart-Museum umgewandelt tverden soll.. Die Geme'n-d«, in deren Ausschuß auch Angehörige des staatlichen Denkmalamtes gewählt wurden, setzt sich Deutschen und T-sche che n zusammen. Gerichtssaal. Me sympathische Patientin. Frau Lilli Gassenheim er ist ihr Name, und sie hat die angenehme Eigenschaft, ihre Zcchrmrztrechrmngen schuldig zu bleiben. Wenn sie nach Jahren darum genmhut wird, tvirb sie kotzengrob und irracht aus ihrem antisemitischen Herzen keine Mördergrube. Im Jahre 1922 erstellte ihr der Zahnarzt Dr. Gustav Kurz für zahnärztlich« Arbeiten eine Rechnung in der Höhe von 32.000 Kronen, die die Dame beanständete und bis heute noch nicht gezahlt hat. Dagegen erschien sie am 7. Oktober v. I. im Atelier des Dr. Kurz und verlangte die Rückstellung einer ihm vor vielen Jahren übergebenen Goldbrücke im Werte von etwa 30 Schilling. Während Dr. Kurz in seinem Ordinationszimmer mit einem Patienten beschäftigt war, .schlug Frau Gassenheimer mehrmals an die Türe des Ordinationszimmers, riß diese schließlich mit Gewalt auf und erging sich in einer Steche. der unflätigsten Beleidigungen, die man von einer Dame rricht zu hören gewohnt ist. Wie in der Klage des! Arztes angegeben wird, soll Frau Gassenheimer zur Türe des Ordinationszimmers irr schreiendem Ton« hineingerufen haben: „Hier geht's zu wie in einem Beisel im zehnten Bezirk. — Ich werde gegen diesen Menschen die Anzeige wegen Erpressung macherr! — Das will ein Doktor fein! — Das soll ein Arzt sein! So etwas kann einem nur bei einem Juden passieren, diese verpestete Rasse! — Skandal so ein Vorgehen, gemeiner Raub, gemeine Erpressung, ich werde bei der Wrrtschaftspolizei die Anzeige macherr!" > In der gestern über diese Klage vor dem Bezirks^ richter Dr. Narz durchgeführten Verhandlung stellte die Beschuldigte alles glatt in Abrede. Sie habe den Arzt nie beleidigt, ganz im Gegenteil, seine Assistentin habe ihr inoch die Finger eingezwickt. Das Beweis verfahren ergab jedoch durch die Zeugenaussage eintvandfreidie Richtigkeit des Klageinhaltes. Der als Zeuge vernommene Privatkläger Dr. Kurz erklärte, daß Frau Gaffenheimer durch längere Zeit bei chm in zahnärztlicher Behandlung gestarrden fei> daß seine Behandlung eine vollkommen sachgemäße und korrekt« war mrd daß auch die Rechnung, die er im Jahre 1922 präsentiert habe, vollkommen angemesserr war. Im Vorjahre Hab« er, da Frau Gassenheimer rreuerlich eine Rechnung verlangte, die sernerzett geleisteten Arbeiten nach dem herrtigen Tarif angestellt, es.jedoch der Dame freigestellt, ob und wieviel sie chm zahlen wolle. Er habe schließlich der Dame den Betrag der Rechnung geschenkt. Als die Beschuldigte am 7. Oktober von chm die Rückgabe der Golddrücke verlangte, habe sie chm di« Rechnung mit 3L0 Schilling Honorieren ivollen, was er abgelchnt habe. Der Anwalt des Zahnarztes Dr. Teirich beantragte mit Rücksicht auf die Schtvere und die Häufung der Beleidigungen über die Beschuldigte eine angemessene Arreststrase zu verhängen. Der Richter fand di« Arrwendumg der äußersten Milde für angemessen und verurteilte die vornehm« Dame zu einer Geldstrafe von 100 SchilliuA ev-eutuell z-u fünf Tagen Arrest. Wohnbausteuerfreiheit für mrbenützte eingerichtete Nämne. In einer kürzlich erflossenen Entschsrvcrirg hat bet ÄenvcUiungsgerichtshos ausgesprochen, daß für unbe,cützto Mume, auch wemr sie vollstiäridig zum Zwecke der Vermietung eirrgerichtet sind, reine Wohnbausteuer zu zahlen ist. Mese für die Geschäftswelt äußerst wichtige Entscheidung blicht sich auch auf votlstäudisi eingerrchtete Geschäft slokale Md Ffl^ briksräumlichkerteu, die unvermietet sind. >, Eine Schadenersatzklage gegen einen Priester. Em Senat des Zrvillandesgerichtes unter Borsitz des Hoftatos Dr. Eng«lbogen Hatte sich gestern mit einer Klage zu beschäftigen, di« di« Private Marie Schieferd ecker gegen den Pater Josef Peschek, Rektor des Nedemptoristenkollegrums, eingebracht hat re. Die Klägerin begehrt die Zahlung von 15.000 Schilling wegen verminderter Heiratsfähigkeit und Gftoerbsunfähigkeit, wett sie Pom Beklagten auf den Stnnhof gebracht worderr sei. Wie sie in derl Klage ausführt, war sie das Beichtkind des Paters Friedrich H e g e n b a r t h. Meser habe durch die Abnahme der Beichteir einen derartigen Einfluß auf sie genorrrmen, daß er sie zu bestimmen wußte, mit ihm ein Liebesverhältnis einzugehen, umt so mehr, als er ihr di« Ehe versprocherr haberr soll. Als nun Hegenbarth von Wien versetzt wurde, erstattete di« Klägerin die Aryeige bei der Nunziamr. Sie wurde zunr BeNagten geschickt, dev ihre Jnterrrierung arrf denr Steinhof veranlaßt habeir soll, Sie! brachte auch gegen Pater Heaenbarth ein« Klage aufSchadewi ersatz ein, die aber wegen Verjährung abgMiestn ivurde. Gleichzertrg erhob sie gegen Pater Hegenbarth wegen Berftchrunjg unter Zusage der Eye, die aber mit dem Freispru ch des Angeklagtm endete. Aus der Jrrenarrstalt Steinhof wurde sie nach kurzer Zeit ohne Revers gesund entlassen. Der Beklagte erklärte, daß die Anhaltung der Klägerin in der Irrenanstalt auf Grund eines Ärztlichen Gutachtens erfolgt sei. Er traue dein Pater Hegenbarty eine derartige Handlungsweise nicht zu: Dia Klägerin sei als Querulantin in atteir Wiener Klöstern bekannt. Sv habe sie im Zusammenhang mit dieser Maro auch eins Klage gegen den KardirrabErzbrschos Dr. Piffl eingebracht, derr sie mit Anzeigerr belästigte und für di« NichtuntersuGrM des Falles verantwortlich «rächte. Bevor es noch zur DrrvchWhrung der Berharidlrmg kain, suchte der Arnrerrvettretor de«. KlägertU rvegen vollständiger Aussichtslosigkeit des Falles um Enthebung an. Der Senat beschloß, das UrteQ im! schvWWn Wege bekannt zu gebe,». -H-» " Vtß’"