Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2967 (1.6.1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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«t. 308? ««M, MMSoch SBUtKt i*-' ..—-. ..... ... ■■ ......-— ---- Bühne und Kunst. Sine Anstellung britischer Jtnnft in Me«. 170 Gemälde von Hogarth bis zur Gegenwart. — In der Sezession. Aus London wird geschrieben: Die „Times" beschäftigt sich mit der Ansicht, diesen Herbst unter den uufpizicn der Anglo-Arrstrian Society eine A n slt e l l n n g englischer Gemälde von Hogarth bis zur Gegenwart in Wien zu veranstalten, und si'chrt unter anderem aus: „Daß der Plan den knlhufiastischen Beifall und die Unterstützung aller Kunstliebhaber in England finden wird, ist zweifellos. Sein Wert als ein Mittel, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen England und Oesterreich zu vertiefen, liegt klar futage, und wir haben die großmütige Geste der österreichischen Negierung, uns die prachtvolle Gobelinsammung des Schlosses Schönbrunn, die noch nie zur Anstellung gelangt war, zu leihen, nicht vergessen. Auch die Gemälde bon Breughel und andere Kunstwerke wurden »amals für die vläm-ische und belgische KmistmrSstellung in •er königlichen Akademie zur Verfügung gestellt; ganz abgesehen aber von der Frage der internationalen Höflichteit besteht die unseres künstlerischen Prestiges. Die englische Kunst ist am europäischen Kontinent nicht so wohlbekannt als es der Fall sein könnte, und England hat hier sine glänzende Gelegenheit, diesem Mangel abzuhelfen." Die Ausstellung wird im Gebäude der Sezession veranstaltet und ungefähr 170 Gemälde umfassen. Unter bicsen werden sich eine größere Anzahl von Porträts von Hogarth, Reynolds, Gainsborongh, Romney und Reaburn, wwie Landschaften von Wilson, Gainsborongh, Turner Wffcöföfe und Crome befinden. .... •••u . i-r Fl§s ’ ehemaligen HvfburgLapelle führen am Pfingstsonntag da« Singspiel „Bastien und Bastienne" von W. A. Mvzart tmb am darauffolgenden Sonntag, den 12. Juni, die VomWe Oper „Der Torsbarbier" von Johann Schenk auf, n# rend am Pfingstmorrtag Molnats „Spiel im Schloß" vv« einem Wiener Schaufpielerensemtzle zur Darstellung gebracht wird. Karten sind in der GeneraMrektion des KrieMgefchädigtenfonds in Wien, 1. Bez., Hofburg, Marjchallftioge, inttt in der SchloßverwaUung zu Laxenburg erhältlich. Wakdkonzert tm Lainzer Tierarten. Montag, den 6. Juni 1927, findet um 4 Uhr nachmittags bei der Herneesvtlla im Lainzer TieMrten ein WaMonzett stall, das von der lmter dem Protektorat des BnndeSpstÄftbentSn PMjcttfoen Lainzer Jagdmufik unter Leitung des Professors Karl Stiegker veranstaltet wirb. Smetana-Dvsrad-Koiizert in Jerusalem. Wie uns aus Jerusalem geschrieben nfitt», veranstaltet dort der Wiener Kapellmeister Max Lampel mit dem palästinen» fischen sinfonischen Orchester am 1. Jhmi ein sinfonisches Konzert tfchechosiowavischer Mirsik unter dem Protektorat des tschechoslowaRschen Konsuls Dr. Frie. Zur Aufführung gelangen SmetanLS „Moldau", ferner Dvorakö Cellokonzett (Solist K. Schapiro) sowie DvorakS Sinfonie „Aus der neuen Welt". Das tschechoslowakische Außenministerium hat für dieses Konzert das NmemNaterial beigestelkt, der Gouverneur, der Ehikef fecretary Cs! SYmeS und das diplomatische Korps haben ihr Erscheinen zugesagt. rrwr Morgen Donnerstag, «en 2. Juni, 8 ülir abends, im »Blauen Saale“ des SopWeosaates, 1H., Marxerg. 17 v Dr. ßenzlon Mossfnsotm Direktor des hebr. Gynrnasrums in Tel Äwiw, über: „Aktuelle P&ästhta-Fragen.* , ■ iine österreichische Kunftaurstelluug in Pari». Maximklüm 1. und sei« Kunstkreis. Der französische Unterrichtsnriurster H e r r i o t hat anläß- 5cf) des Besuches der Beethoven-Gesdvoche bei wiederholten Besichtigungen der Wiener Kunstsammlungen .besonderes Interesse für Werke der deutschen Renaissance gezeigt, die mit der Persönlichkeit Maximilians I. zujammenhängen. Nach seiner Rückkehr nach Paris hat die französische Regierung die österreichische Bundesregierung eingeladeu, in Paris eine Ausstellung unter dem Titel „Maximilian I. u n d sein Kunst kreis" zu veranstalten, deren Durchführung die französische Regierung übernehmen würde. Di« Bundesregierung hat dieser Einladung entsprochen. Di« Eröffnung dieser Ausstellung von Kunstischätzen aus österreichischem Bundesbesitz findet in den nächsten Tagen in den T u i l e r i e n statt. Moderne Musik der Orient und Lkjideat. Das von der „Jnternattoualen Gesellschaft für neue Musil“ veranstaltete Konzert hielt nicht rechst, was der anspruchsvolle, klingende Titel versprach. Es stand unter Leitung von Lazare S-aminsky, einem russisch-jMschen in Newyork lebenden Tondichter, der sich als führendes Mitglied der modernen amerikanischen Kompolttstenorganisätion „League vf compdsers" stnvie alh Dirigent und Komponist jenseits des Ozeans einen Namen gemacht hat. In Wien stand er cm der Spitze eines winzig kleinen philharmonischen Kammerorchesters, dessen Führung in kleineren Piecen von Darius Mil Hand — eine geistreiche Serenade — und von Serge Prokofiew — die bekannte famose „Ouvertüre über hebräische Themen" eines Mchtjuden — seine Fähigkeiten als Dirigent nicht recht hervortreten lieh. In kleineren Klavierstücken Saminskhs, die weder sonderliche Persönlichkeit und modernes Empfinden, noch auch pianMsche Eigenart oder stärkeres Temperament bekunde», machte sich jungfranzösischer Einfluß geltend. Bearbeitungen georgischer und jüdischer, armenischer und spanischer Volkslieder gehen zwischen Volkstum und Kunstmusik ein falsches Kompromiß ein. Es ist völlig unmöglich, das uralte hebräische „Schir haschirim" mit banalen klassischen Kadenzen zu behängen und damit stilistisch M verfälschen. Die Volkslieder wurden von Drfifo Braun-Fernwald sehr schön gesungen, ebenso der Liedzyklus von Saminskh „Litanei der Frauen", der eine eklektizistische Mischung von Oxiden t und Orient, Mahler, Puccini und Operette darstellt. Sehr gut gefiel ein kleines strmmungsreisthes Kkavkerpoem des jüdischen Tondichters Alexander Kr ein. Der äußere Erfolg des Konzerts war bederltesild. ftb. .- , - ' Am den Theatern. Opern theater. Morgen „Don Juan". Deutsches Bolkstheater. Samstag Erstaufführung vou „Za za", Komödie von Berten * und Simon mit Leopoldine Konstantst in der Titelrolle. /; < 3(H)iftrtl „Wien lacht wieder!“ Mit allen Zeichen des DurchaepeitschiverdenS, ohne die sonst bei Jubiläen unvermewlichen Blumen und Kränze hat im Stadttheater die Revue „Wien lacht wieder“ die 300. AuMtzrung erlebt. Die braven Tänzerinnen, das um und auf des gartzen, hetztetc sich, schon sichtbar aygemüdet, in gecoohnten Muren Formen, allen voran der mnerikanische Tanzgast Gchsh R'houma-j«. die trotz ihrer Futzverletzuna durch ihr unae^ure» KSuue», die großen Lücken des Abend» schön c uSstillre. Sie konnte ehrlichen Beifall erringen, rväyreüd die starke Tlaqu» mufonst denr Publikum vovmachen wollte, daß „Wien wieder rächt!" Faftiftrietr in Laxenbnr». Im Rcchsne» der Mener Fest-» wicl»»vche» finden im Festsaok des Blauen Hofes ln Laxenburg drei ÄmustMägk» statt. Die Sängerknaben der «XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX» «I-vv KADWA^M AOöitSTLVl. tteute Nittrvoed, den 1. Juni, halb 9 Uhr abends, im Cafe Atlashof, l-, Aspernplatz (KlublokaDt, ,,j: Versammlung 1 Tagesordnnng: „Die gegenwärtige zionistische Lage." „Der kommende Kongress." : v" R ef e r en ten : Oberbaurat R. Stricker — Dr. L. Plasschkes. OCXXXXXXXXXXXXXXXXXXXSOOeOOOOOOOOOOOQOO Seteine. Sotttüse «nd Setfmmnlnngen. Klub radikaler Monisten. Heute, halb 9 Uhr abends, im Cafe Atlashof, 1. Bez., Ajipernplatz (Klublokal), Versammlung. Tagesordnung: Die gegenwärtige zronistische Lage. Der kommende Kongreß. Referenten: Oberbaurat R. Stricker, Dr. L. Plaschkes. — Keren-Kajemeth-Besprechung der Mitarbeiter. Die für morgen, Uhr abends, angMrndigte Sitzung findet bestimmt statt und schließt so rechtzeitig, daß alle Beteiligten noch dem Vortrag Mossinsohn beiwohnen können. — Zionistische Sektion Landstraße. Heute, %9 Uhr abends, im Cafe Lovrana, Diskussion über die Probleme des Kongresses. — Jugendveroin „Erez Israel", 2. Bez., Zirkusgaffe 38. Heute, 148 Uhr abends, Sichah der Kwuzah Teich. — Zionistische Jugenogruppe Lwpoldstadt, 2. Bez., Zirtusaafle 33. Heute, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger; 8 Uhr: Ptenarversammluug rnit anschließenoem Referat. Morgen, 6 Uhr, Kwuzah Achwah. — Wiener Beth-Hamidrasch. Heute, 6 Uhr: LÄtoc Dr. S. Gelbhaus: .Liturgie"; 7 Uhr: Lektor Dr. S. Rubin: „Moreh Nebuchim." — Maimonides-JnMnt Wien, 3. Bez., Hetzgasse Nr. 40. Heute, 6 Ahr, Rabbiner M. Horowitz: „Midrasch Ruth." Maskir-Anbachten am Schewnochfeste. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet am diesjährigen Schewuochfeste, Dienstag, den 7.. Juni, um 6 Uhr früh im Stadttempel, 1. Bez., Seitensteitenga^ 4, und im Leopoldstädter Tempel, 2. Bez., Temvelgasse 5, sowie um 0 Uhr vormittags im Saale des Hotel „Post", 1. Bez., Flerschmarkt 24 lEingang:' 1. Boz., Drachengasse 1), anläßlich der Maskir-Andachten feierliche Gottesdienste. Akademische Sektion des Verbandes der Zioaisten-Revisionisten. Donnerstag, den 2. Juni,, um 6 Uhr abends tat Casc Metropol, 9. Bez., BerWaffe 33, Diskussion Sabend. Einleitendes Referat Dr. Max K: w e: „Palästinensische Mrtschastsprohleme." Anschließend Ausschußsitzung. ru'E'" 7 Serichtssaal. Meder ein .Geisteskranker". Die Leiterin der Währmger MÄdchennnttelschnle in "der Klostergasse, Fpckn Dr. Etty Sechs, klagte beim Bezirksgjericht DÜbl-ing den penfiolmertend Mttelschiüprofessor Josef Golling ünd dessen Mttrn tvegen Mmtsehrenbeleibigürtg und gewöhnlicher Beleidigung. MriaH zu den Diffeveuzen ergab die Sittemwte ,^ntspvechend^^, die di« Tochter des Professors, Jda Gollnrg, int Vorjahre als Schiilerrn der siebenten Klasse erhallen hatte. Ihr Vater geriet über diese Qualifizierung 'seiner Tochter in hochgradige Erregung und richtete an FvaU 'Dr. Sachs ein Schreibenin welchem er, sie aufforderte, beim UnttrrichtÄninistermm! sofort lum einen Krankenurlttub «nzusuchen, dmnrt jHrv'Histerie verschivürde. Wenn sie dies nicht ivolle, möge sie schlluniigstj eine Dt^ziplinaruntersuchung -gegen sich beantragen, denn was sie treibe, sei aufgelegter. Atmtsmißbrauch, sie behandle ihre Schülerinnen parteiisch und scheue 'sogar 'vor Mßhandlungen nicht zurück. Einige Tage 'später begcch sich die Mutter der Jda Golüng zu Frau Dr. Sachs, maGe ihr dis heftigste« Borwürst und rief ihr vor Zeugen zu. i. FM mi mam „Sie hassen und vechrtzm «ein Mkid, um MMch« K i nder werden von Jhtne» g«t vehampeltitnb bevor zogt." Professor Gvllrng tern sich di- Schnlleiteriit mit Rückfichi auf den Brief »veigevte, ihm Gehör M schenken, schrie er sie an: i„SK müssen mit mir Dvechen^ dazu sivd Sie da, Sie sinÄ eine £fS$iterw, c irr^ jüdische Dir ne!"! ' I« den zahlreichen, bereits twvMSgeMMgenen Pscharü)-- üfirgen ließ sich Professor Golliny inmrer wieder zu neuert ' Beleidigungen hinreiheu, so daß ihn der RiAter, OLM. Dr. Neubaue r, aus dem "Saale weisen mußte. 'Für den ßnhalt der ÄmtsehrenbeleDigung bot Professor Gokitng Alterst den Wahrheitsbeweis an. Später überlegte es sich sein Anwalt, ein Konzipient aus der >Kanzlei des Dr. Rieht, und stellte schließlich nc»h /bewährtem Muster Rot'hstock, den Mntrag, Professor ' Gotting, der erbKch belastet sei, psychiatrieren zu lasseit. Das Gericht gab diefein Antrag auch Folge. Z«r Begimr der gestrigen Verhandlung teilte OLGR. Neubauer mit, die Gaätsanwaltschast labe da- Ver-- fahren gegen Professor Golling wegen Amtsehre >ibeleidiAmg s i n g e st e l l t, da der 'Genannte nach dems 'Urteil der Ättzte zur 'Zeit^. da er diese Delikthcntdlnng begangen Hecke, mcht znrachnungssähiz war.Frau Golling gab be züg.ich jener Äeußs« rungen, die als private Ehrenbeleüngrlngen gualifizierbar ivaren, die Erklänmg ab, daß sie dieselben als ungerechtfertigt und vorbehaltlos zurückziehe und einen Kvstenbeittag von 10 Schilling leiste, den der Anwalt der Klägerin, Dr. Kraus, der Rettungsgesettschaft überwies. Da bezügkich der AmtsehrenbeleidiOrng, deren sich 'Frau Golling in der Schule schuldig gemacht hatte, ein Vergleich Unzuläffig war, wurden einige- Herren des Lehrkörpers der * von Frau Dr. Sachs geleiteten Änstalt vernommen. Sie kckke sagte« aus, daß eine Benachtelligungj oder Zurü'cksetzung der nichtjüdischen Schülerinnen niemals vopgekommen sei. Hosmt Broun er, der Äs Referent des :StadtfchlrlrÄeS die DisziMuarsache gegen Frau Dr. Sachs 'geführt hatte, beMigte, daß sich i^i ch t der ge ring ft« AnhalrU-, pünkt parteilicher AmtsfÄhrung gegen die Schulleiterin ergeben hatte. Frau Dr. Sachs legte besonderen Wert darauf, daß der katholische Neligiorrsprvsessor ihrer Anstalt als Zeuge gehört werde. Dieser bestädtzte hie Mg-cken feiner Kollegen- «nd fügte hir^u, Jda Golling! sei auch in seinen Stunden sehr unruhig gewesen und habe ckuf ErmiahnuMen nicht reagiert, so daß er selbst den Antrag au f e,üvc schlechte Sittennate für sie gestellt hckbe. Ueber Bei fragen d es Klagevertreters gab der Zeiuge noch au, wxtt FrM Gotting einen Brief erhallen zu hcckeu, der auf ihn den Eindruck machte, als sei eine Driohuug tm Fall« ungünsti ger Z « u ge na >us sage daÄn enthaliett. Fmui Geling: Das ist eine Lstge, ich hocke nichts geschrieben. —- 'Zeugej l Der Brief war von Ihrer ^Familie, das können Sie nicht bestreiten. —'- Frau Golling: Das will ein ftäfyo? lischer Priester feilt, ich werde mich.beim P-isfl beschweven. Ihr Unterricht war absoM nichts wert/ deshalb hatte meme Tochter auch kein Interesse, zuzrchhren, obwohl sie a»S gut katholischer Familie ist. - OLGR. NeHtbauer vernrteiste schließlich Frau GvWgj zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Schilling nnt eürjähriger Bewährungsfrist. i Re Brüder Spieß zu ie 10 Andre schwere« Ke«er vernrteiit. Nach Awertägigec Verhandlung wurde gestern d^ Urteil in dem Prozeß gegen das Salzburger Brüdevpaar Spieß gefällt. Den Geschtvoren-en wurden 17 Hauptfragen vorgelegt, die auf das Verbrechen des Raub eS, Betruges, Diebstahls, auf versuchte schtvere KSrpervevletzung, öffentliche Gewalttätigkeit und Uebertretung der verbotenen Rückkehr sowie Falschmeldung und verbotenen Waffe,ttragens lauteten. Die Geschworenen bejaht e n alle Hauptfragen, worauf der Gerichtshof beide Brüder zu j e zehn Jahren schweren Kerker s verurteilte. ^_, iLt-D ■ Kein Schadenersatz sür Shebrnch. Der Private Rudolf K. hatte gegen den Restaurateur Paul D. eine Klage auf Ersatz von 10.000 Schilling für sein Lmrch den Ehebruch des Geklagten mit seiner Frau zerstörtes Familienleben eingebrächt. Den Schaden von 40.000 Schilling erklärte der Klager mit der Auflösung des Haushaltes, Wuflaffung der Wohnung und Verkauf der Möbel. Das Zivillandesgericht wies die Klage ab, weil eine positive Rechtsvorschrift, die einen Ersatz für eine derartige Rechtsverletzung gestatten wurde, fehle. Das Oberlarchesgericht wies die Berufung äb und hob in der Begründung hewor: So wünschenswert es erscheinen mag, auch bei Eingriffen in die persönliche Rechtssphäre einen Ersatz in Geld auszusprechen, so wenig läßt sich bei dem gegervtvärtigen Stande der österreichische« Gesetzgebung unter Autwendung der Rechtsanalogie der Grundsatz Meilen, daß eine Verpflichtung zmn Ersätze auch eines immateriellen Schadens besteht. Die Rechtsfolgen des Ehebruches sürd in strafrechtlicher und zivilrechtlicher Beziehung genau umschrieben, eine Vermögensrechtliche Haftung des Ehebrechers ist nirgends gesetzlich festgelegt. Eine solche besondere Regelung wäre aber nottve«- dig, rrm in dem Ehebrüche, wenn er in der Folge zu ein« Scheidung führt und dem Manne daraus loirtschaftliche Nachteile erwachsen, eine Ursache für einen Schaidenerscchanspvuch erblicken zu können. Gegen dieses Urteil brachte der Klagevertreter KoÜ« I«riS die Revision an den Obersten Gerichtshof ein. Der Oberste Gerichtshof gab der Revision <at& dem gkichyr Grmcke: wie das Oberckandesgericht keine Felge. »