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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-01 · Heft 2967 (1.6.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2967 (1.6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sekte 8 Men, Mittwoch Wiener Mergeirzeiturrs L. Juni IW7 Nr. 2867 Zer Ultimo an der Berliner Börse. Zahlreiche Exekutionen. — Starke Kursrückgänge. Ter Ultimo zeigte starke G e l d i n s p r n ch n a h m e, so datz Toggeid und Privatdiskonte, die in den letzten Tagen schvn angezogen hatten, eine weitere Mfwärtsbowogung erfuhren; für sie hat auch die Reichsbank den Satz auf 6 Prozent erhöht und damit ist der Ausgleich mit dem Pvivcitzinsfnß hergeftellt. In Zusamurenhang mit diesem Vorgang der Rcichsbank betrachtet die Börse sehr ernsthaft die Möglichkeit einer Diskonterhöhung, die nach dem Monatsanfang entschieden werden dürfte. Die Geldvertenerung war mit ein Grund an einem gestern sich ergebenden neuerlichen Schwächeansall der Börse. Der Geldmarkt zeigte starke Anspannung, der Satz für Geld auf einige Tage über Ultimo bewegt sich zwischen 7 und 8)4 Prozent. Am Devisenmarkt hält das schon Montag zu beobachtende Angebot im Zusammenhang mit der Geldverknappung an. Unter solchen Umständen war der Ultimo an der Börse kein günstiger, der Aktienmarkt sah zahlreiche Exekutionen, die für Rechnung von Provinzkunden vorgenommen werden mußten. Daraus ergaben sich stärkere Kursrückgckwge. Auch die Prämienerklärung brachte ziemlich viel Prämienware auf den Markt. So eröffnete die Börse mit Knrsabschwächungen von 2 Pis 7 Prozent, in den führenden Werten von 8 bis 10 Prozent. Im weiteren Verlaufe traten neue RückgänM von 1)4 bis 2 Prozent, boi den führenden Papieren auch von 3 bis 5 Prozent ein. Den stärksten Rückschlag erhielten Glanzstoffaktien, die 29 Prozent einbüßten. Deutsche Maschinen, Stollberger Zink, Ludwig Löwe, Zeltstoff Waldhoff, Ostwerke, Schultheiß und Spritaktien erfuhren Ibbschläge von 10 bis 15 Prozent. Sehr schwach lagen auch Schiffahrtsaktien, die angeblich für Hamburger Rechnung.in größeren Posten migeboten wurden. Ter allgemein schwachen Tendenz vermochte sich auch der Renteunrarkt nicht zu entziehen; Auslandsrenten, Gold- •tmb Sachwert cm leihen gaben durchwegs im Kurse nach. Baukgründmigssteber in PalaMrm. (Von unserem Jerusalemer Berichterstatter.) Eine eigenartige Erscheinung: die Wirtschaftskrise im Lande, macht sich bei den Banken sehr stark fühlbar, indem ihre Depositen sich immer mehr verringern, ihr Ueberweisungsgeschäft abnimmt und die Kreditansprüche, zu deren Besriedignng teures Geld: herangezogen werden muß, stetig wachsen; doch gerade in dieser Zeit herrscht ein wahres Bankgründungssieber rmd eine Reihe neuer Institute beginnen jetzt ihre Tätigkeit. Die von der Zionistischen Exekutive begründete Industrie-Bank eröffnet demnächst ihre Bureaus in Tel Awiw. Außerdem lvird jedoch ungefähr gleichzeitig die von der Jndustriellenvereiuigung begründete „National Bank for Jndustry" unter der Leitung von N. Werdenfeld in Tel Awiw zu. arbeiten beginnen. Haben diese beiden neuen Institute hauptsächlich die bankmäßige Finanzierung der Industrie im Auge, so beabsichtigt die mit einem Kapital von 1 Million Dollar begründete Bankfirma Direktor, Bloom & Cohen- Bau k of Pale ft ine (von ihren Eigentümern sind zwei, die Herren Direktor und Bloom, amerikanische Juden, der dritte ist Herr S. Cohen, der Gatte der bekannten Organisatorin der sozialen Fürsorgeinstitutionen in Wien, Frau Anitta Müller-Cohen) in .Handel, Industrie und Bauwesen, also in allen Zweigen städtischer Kolonisationsunternehmungen, mit langfristigen Krediten — die bisher in Palästina nicht zu erlangen waren — zu arbeiten. Es ist nun bezeichnend, daß dieses Institut, das in Palästina und den Vereinigten Staaten registriert werden soll, sein Hauptaugenmerk auf Tel Awiw richten will, das. eigentlich der von der Krise am schwersten berührte Punkt sst, so daß man häufig schematisch die Krise in Palästina als „Krise Tel Awiws" bezeichnet. Außerdem stehen jetzt in Tel Awiw drei neue Jmmodiliarkreditinstitute vor .der Eröffnung: die Hausbesitzer von Tel Awiw haben eine Bank für die Eigentümer von Immobilien errichtet, ferner werden zwei private Hypochekarkroditinstitute, eines von H. Kaplan, einem Mitglied der amerikanischen „Kehilich Zion", und eines von Dr. Miller mit Unterstützung der amerikanischen Gesellschaft „Binjun-Hajrschuw", begründet; diese beiden Institute sollen sich aber auch mit allgemeinen Kreditoperationen befassen. Es ist rchneweiters zu verstehen, daß die Tendenz besteht, die durchaus nicht zulängliche Tätigkeit der zionistischen Hypothekenbank durch starke Privatinitiative auf dem Gebiete des Hypothekarkreditwesens zu ergänzen; schließlich hilft sich jede Wirtschaftsschichte selbst, wenn die Institutionen, die den Anspruch darauf erheben, in dem betreffenden Wirtschaftszweig regulierend und kontrollierend zu wirken, dies nicht tun können; aber ob dieser Zustand gerade angesichts der Verhältnisse aus dem Palästinensischen Hypothekenmärkt der erwünschteste ist, mag dahingestellt bleiben. Die neuen Hhpothekenbankgründungen bedeuten eine weitere Schwächung der Position der von der Zionistischen Exekutive begründeten Hypothekenbank, zugleich aber cmch eine Verstärkung des freien Spiels der Kräfte, w; gerade auf diesem empfindlichen Gebiet eingeengt werden sollte. Die anbereit Bankgründungen ftfft zum Teil sicher als günstiges Zeichen aufzufassen; sie zeigen, daß die vielgelästerte Privatinitiative auf dem Gebiete der städtischen Kolonisation §tt!u*mi«beftea beweglich rmd sPtirmWch ist. AndererHritsaöer. Jiinuut diese vermehrte Banliätigreit iu Palästina mit den auch anderwärts beobachteten Erschein ungen überein, daß das private Bankgeschäft sich dort stark vermehrt, wo die abnormale Lage des Geldmarktes schnelle Gewinne, wenn auch bei vermehrtem Risiko, verheißt; ob diese in schnellem Tempo vor sich gehende Expansion freilich jähen Ilmschwüngen gewachsen ist, müßte nach den mrüerwärts gemachten Erfahrungen bezweifelt werden; hoffen wir nur, das; es in Palästina mit der Fundierung der netten Barrkett besser bestellt ist als in Mittel- und Osteuropa mit den Bankgründungen der abnormalen Geldstandepoche. Jedettsalls wird eines aus den Gründungen deutlich: in den Reihen der am Palästinaatlßbau interessierten Juden beginnt man schon die Ursache der Krise im Lande richtiger zu erkennen als bisher; sic ist ttichk durch die vierte A-lijah und nicht durch die „sozialistischen" Tendenzen (andere vertuenden eine ebenso falsche, aber noch mehr furchterweckende Bezeichnung) der Arbeiterschaft hervorgerufen, sondern durch die schwach materielle Fundierung, die von äußert her nicht in vollem Ausmaß behoben wurde. Und so bleibt weiter, allen Phrasen zum Trotz, nur ein Mittel: man ßbaffe Geld, produktives Geld nach Palästina! Ne PalöNna-ArbetterbM. Aus Jerusalem wird berichtet: Am 15. Mai fand in Tel Awiw die Geiteralversammluug der Aktionäre der Palästina-Arbeiterbank statt. Die schwere Wirtschaftskrise im Lande blieb nicht ohne Einfluß auf die Tätigkeit der Bank. So sind die Depositen im Lause des Jahres 1926 von 43.000 auf 26.000 ägyptische Pfund heruntergegang.cn. Auch der Geldüberwoisungsverkehr aus dom Auslände nahm ab. Die eigentliche Banktätigkeit dagegen hat noch zugenommen. Der Umsatz stieg von 338.858 Pfrmh im Jahre 1925 auf 378.919 Pfund im Jahre 1926. Darlehen wurden um 10:6 Prozent mehr als nn Vorjahre erteilt, rmd zwar 424 in der Höhe von 183.666 Pfund, davon zwei für öffentliche Arbeiten (61.244 Pfund), 82 für landwirtschaftliche Zwecke (20.123 .Pfund), 132 an Kooperativen (46.304 Pfund), 36 an verschiedene Institutionen (52.281 Pfund) rmd 172 cm Einzel- ,personen (3810 Pfund). Die Krünte für öffentliche Arbeiten sind erhöht worden, während die für Einzelpersonen heruntergesetzt wurden, da diesen Bedürfnissen die Arbeiter-Spar- und Leihkasse nachkommt, zu deren Gründung die Arbeiterbank Leigetragen hat. Die Generalversammlung hat beschlossen, vom Reingewinn in Höhe von 4100 Pfund 500 Pfund für die Bedürfnisie der Histadvuth (Arbeiterorganisation) und 1400 Pfund für den Reservefonds zu bestimmen. Aus dom Rest wurde ein Sonderfonds gegründet, der der Leitung für besondere Bedürfnisse zur Verfügung stehen wird. Was den Antrag auf Zuwoisungen an den Keren Hajessod und Keren Kcrjemeth betrifft, so wurde darauf hingewiesen, daß laut den Statuten Zuweistmgen nicht erfolgen. dürfen, bevor nicht die Inhaber der Vorzugsaktien 5 Prozent Dividende erhalten haben. Die Leitung wurde beauftragt, einen Weg zu suchet:, wie dem Ansuchen der beiden Fonds doch irgendwie nachgekommen worden könne. An Stelle des ausgelosten Bloch-Blumenfeld trat Brudny in die Leitung ein. Der ansscheidende Vertreter der Aktienbesitzer, Rososif, wurde wiedevgewählt. I. .<5 a f t wurde zum amtlichen Kontrollor gewählt. Die neue Luxus- und Umsatzsteuer. Die neue Luxus- und Umsatzsteuer ist vor kurzem in Kraft getreten. Die Steuer beträgt 10 Prozent für Luxus-, 2 Prozent für importierte und 1 Prozent für exportierte Ware. Diese Steuer wird für Jnrportwaren am Zollamte und für Waren inländischer Produktion am Orte der Produktion eingehoben. Sie übergeht demnach auf die Importeure und Produzenten. Geschäftsleute, Inhaber von VergniMmaslokalen, Hotels und aller einschlägigen Kategorien zahlen diese Steuer nicht. Oesterreichische Nationalbank. Samstag, den 4. Juni d.J., bleiben sämtliche Bureaus und Kassen der Bank geschlossen. Bloß für Wechselzahlungen wird die Hauptanstalt Wien einen Schalter von 9 bis 12 Uhr offen halten. — Das soeben erschienene Heft Nr. 5 der Mitteilungen des Direktoriums der Öesterreichischen Nationalbant' enthält unter attderent eine Ueoersicht über das Koinmerzbankwesen in Oesterreich, ferner genaue Daten über die Eimommensteuer in Oesterreich nach der Veranlagung für das Jahr 1923. Bemerkenswert sind ferner die Tabellen über die Einlagenbeweg-ung bei den einzelnen Banken und FinanFinstltuten Oesterreichs, welche in erster Linie zufolge des Emlagenrückganges beim Dorotyertm diesmal einen Rückgang von rund 16 Millionen Schilling aufweist. Neue Prätnieuemlagebücher der Postsparkasse. Die Direktion der Oesterreichischen Postsparkasse teilt iilit: Da die Ende April von der L^sterreichtschen Postsparkasse atifgelegten 10.000 Prämienernlagebücher der 1. Reihe (Serie) i: h vor dem Beginn des Pramienjahres dieser Reihe (1. Juni) vollständig vergriffen sind, hat sich die Notwendigkeit ergeben, noch vor dem 1. Juni die Ausgabe einer neuen Reihe dieser Pränrieneinlagebücher zu eröffnen. Der Verlosungsplcm der neuen 2. Reihe stimmt im wesentlichen mit dem der 1. Reihe überein; die Zahl und die Höhe der Prämien ist die gleiche wie bei der 1.. Reihe. Das erste Prämienjahr der 2. Reihe beginnt am 16. Oktober 1927 und end t am 15. Oktober 1928, an welchem Tag die Prämienauslosung stattsindet. Protokollierte Handelsvertreter und Kommissionäre. Im Gremium der Wiener Kaufmannschaft fand Montag abends eim zahlreich besuchte Plenarversammlung der Fachsekncm der protokollierten Handelsvertreter und Kommissionäre statt. Das Gremialmttglied Herr A. M. Ehrltzch übte au der Leitung des Gremiums wegen ihrer UiULngkest eine schr scharfe Kritik und teküi mit, daß die gesamte Fachsektion ihre Unzu friede.check gegenübev dem Gremium einstimmig rundgegeben habe. Es wurde auch konstatiert, daß die Hairdelskanuner nnd der Jubiläums- Darlehevsfonds in allen ArrgeGegenhecken der Handclsck-rtretz-r und Kommissionäre versagen. Verband MEfcher Saufteute und Gewerbetreibender. MchWtt aSE, tot 7 Wh Met ‘(ha-■■S&tgpmfa-Sitzung des Propoin'liteniomite?. statt, in welcher die Einberufung der konsttnicrenden Generalversammlung und die Einrichtung der. Bezirks- und B r a n ch e n g r u p p e n beraten und beschlisssen werden wird. In diesem Lokale wiro auch jeden Donnerstag! abends über Stellennachweis sowie Warewanaebote »krK -Nachfragen Auskunft erteilt, ebenso im BerbanbSlokal (2. Bezirk, Rembrandtstraßc 16) täglich von 1 bis 3 Uhr mittags. Auf die Verlautbarungen in der „Wiener Morg-an-zertung" wird besonders aufmerksam geinacht. Ocsterreichifch - tschechoslowakisch * russisjche TarifveryLUv-» langen. Wie verlautet, sollen im Hevbst in Moskau Ver-- bandlutrgen.zwischen den Vertretern der wwjetruMchetr, tschechoslomarischen, irnd österreichischen Eiseubalmministerien! stattfinden, welche die Regelung des dtrekten VerbehrS und die Einführung direkter Tarife zwischen Sorojetrußlatrd und der TschechosloiMkei ciitcrfcft© und Svrojetrußland llnd Oesterreich andererseits zum Zweck haben. Die Errichtung einer Effektenbörse in Bratislava geplant., Die führendeit lvirtschaftlichen Kreise der Slowakei befassen sich, wie atrs Bratislava berichtet wird, ernstlich mit dem Ge-, daitkerl, die Schaffung einer Effektenbörse mit den: Sitze tot Bratislava bei den zrtiftändigcn Prager Steilen ehestens zu erwirken. Leichte Besserung der Lira, dtachdem die Lira, schon Montag, nachbörsl.ch nach den Tagen fast völliger Ruhe sich ein wenvgj gebessert hatte, setzte sie gestern djese leichte Aufwärtsbeweguirg fort und hob sich i» Zürich von 28.30 auf 28.G1M. Devise Madrid uxtr bei 91.32'A Parität Zürich dueitig nach aufwärts verändert, Bukarest bei 3.15 auf gleichem Stand wie Montag. Auch tot den übrigen Zahlungsmitteln ergab sich keine .nennenswerte Veränderung. Rumäniens Anleiheverhandlungen. Ans Berlin wird gemeldet: Montag ist der rumänische Fiuanizmmister L^Ped a t u hier eingetroffen. Er wurde vom Mußenminifter Doikwr! S t r e s e m a n n empfangen, worauf die mehrfach unterbrochenen Fitlanzverhandlungen wieder ausgenommen wurden.. Die Verhandlungen wegetr Ausnahme einer Anleihe von zehn. Millionen Pfund in England zum Zwecke der Kon'oU-i dierung der rumänischen. Staatsschuld sollen, wie aus L o n d o u offiziös verlautet, vor dem Abschluß stehen. Verschärfnug der polnischen Einsnhcbestimmungen. Aus Warschau wird gemeldet: Die Zentraleinftthrwnrnnffion hat mit Rücksicht auf die passive Gestaltung der Handelsbilanz int Monat April ihre Eiufuyrreglemeutierungsmethoden geändert. Von nun an werden nur solche Firmen, welche eine dauernde Einfuhr aus dem Ausland nachwei-» sen können, Elnstchcerlattbnisse erhalten? auch die Zahl der Importeure wird stark herabgesetzt. Diese Maßnahme zielt insbesondere gegen sogenannte Gelegenheitsimporteure sowie gegen neue Firmen. Polens GetrcrLLauSfuh'kzölle und Gelrei.vreinkäufe. AüS Warschau wird telegraphiert: Nach einer Meldung des ,/Przeglad Meczornh" bleiben die Ansftthirzölle für Getreide bis zum 1. September in Kraft. Die RMerung hat in den letzten Wochen 1000 Waggons^ Getreide in Amerika und 200 Waggons in Rußland angekauft. ObwickW das ausländische Getreide in Polen noch nicht einaetrofftn ist/ sind bereits die Roggenpreise auf 81 dis 53 Zloth je 'Doppelzerftner 1'olo Verladestation.zurnckgegatrg'en. .Ziemlich schnell sind noch allerlei Jnlandsvorrate auf dem Markt aufgetaucht. Von privater Seite werden daneben noch bedeutende Mengen russischen 'und amerikanischen Weizens importiert. Auch die Eittsuhr von rumänischem! MaDi hat einen wesentlich stärkeren Umfang angenomNten. Schaffung eines ZnckersabriWspeFialfotrdS j» Polen. AuÄ W a r s ch a n wird berichter: Der Zuckerindustriellenverband Ostpolens hat mit der Zuckerorganisation in Warschatt ein Abkommen Kr mehrere Jahre getroffen, welches die Schafsitng eines Fonds Kr die Reorganisierung und Rationalisierung der Zuckerindustrie bezweckt, um auf diese Weise die Produktionskosten herabzusetzen. Zur Erreichung dieses Zieles wollen die Zuckerfabriken der beiden gertannten Verbände, dereir Jahresproduktion 80.000 Tonnen jährlich übersteigt, von jedem - auf dem inländischen Markt verkauften Zuckersack eine bestimtnte. Suntnre Kr die Schaffung dieses speziellen Fonds verwenden, dessen Verwaltmrg oenc Verwaltungsrat der polnischen Zuckerindustrie übertragen werden soll. Die Subventionen aus diesem Fonds werden nach -einem bestimmten SchlüM verteilt und durch den Verwaltttngsrat bestimmt. DaS Erdöl im vorderen Orient. Die Anglo-EMckian Oilfields Comp, hat vom'Sultan von Jdrisi die Konzession zur Erbohrung von Erdöl auf der Insel F a r s a n erhalten und zur Ausnutzung! dieser die Red Sea Petroleum! Comp, gebildet. Die ägyptische Erdölgvwinttung nimmt langsanr ab, 169.200 Tonnen in 1936 gegen 17L800 in 19V, und neue Oelfnnde haben sich nicht ergebnen. Der palästinensische Zigaretten-Eiusuhrzoll vermindert. Wie „Commercial Bulletin" Gerichtet, wird in Zulun ft in Palästina ein Abzug von drei Prozent als lAequivalsnt Mr das Gewicht des Zigarettenpapiers von dem ZigarettewJmPorto' zoll gemacht werden. Jerusalems Wassernnd Eiektrizitätsoersargmtg. Me bekannt, soll der Bau einer Wasserleitung in Jerusalem nnd dle Versorgung der Stadt mit Elektrizität für Licht und Kraft lauf Grund der lange Zeit rcmstrittenen Konzession der griechisch^ Firma Mavromatis erfolgen. Bor kurzem hat auch öin arabisches Blatt die Nachricht gebracht, daß der Konzessionsinhaber Mavromatis mit der bekatmten englischen Bauftvma Jackson, die jetzt den neuen Nil-Staudamnt baut, bereits einen Vertrag abgeschlossen habe, toonäch die Firma Jackstm beu Bau der Jerusalemer Wasserleitung und des MektriKÄSwerkes übernimmt uiw in kürzester Zeit bedienisn soll. Demgegenüber stellt jetzt das Jerusalemer hebräische Tagblatt ^lävez" fest, daß die Baufirma Jackson ihr Bureau ln J-wrMsalem aufgelöst mü> die Beamten nach Äeyhpten! transferiert habe. Der Leiter des Jecufaienrer BureauS der Firma erklärte, daß mau für die ncichste Zeit nicht mit der Durchführung des Baues der Wasserleitung und deö Elektrizitätswerkes auf Grwrd der MavromatksM)onzesswn rechnen rönne. schacherallee 8, geriirgstes Gebot 28B00 S. — Beim Bezirksgericht Hernals, Zimmer 3, am lä. IM, vormittags 10 Uhr, Haus 16. Bez., GMistrergasse 9, geringstes Gebot 16.300 S.; >Haus Ganstrergasse 11, geringstes Gebot 16.600 <I.; Haus Ganstrevgaffe 19, geringstes Gebot 16.660 «S.; Haus Gawstrergafle 1b, geringstes Gebot 20.546 S. 60 Gr.; alle vier Liegenschaften zusammen («Fabrils!o^>iex), geringstes Gebot 81346 S. 60 Gr. — Bezirksgericht Hernals, Ztmmer 3, am 31. August, vormittags MIO Uhr, Haus 17. Bez., Ferchergasse Nr. 16, gerirtgstes Gebot 16.600 G. — Beim Bezirksgericyt Ravelsbach, Ztmmer 2, am 6. Juli, vormittags 9 Uhr, Stegen« schaft tyit dopcpMnrMgem Wohnhaus, Ziegelwer! mit zwei Ziegelöftn und fünf Ziegel'trnckenfchtrppen, geringstes Gebol 6604 S. 25 Gr. — Fahruifse. Am 2. Juni, nachmittags b Uhr, 4. Bez., Stavhem-berggasse 28, Wohnungseinrichtung, Klavier, diverse B'Lder usw.; nachmittags 4 Uhr, 19. BorMickagcksje .18, nachher 6. Bez., Spitalgasse 31, diveM

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