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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-01 · Heft 2967 (1.6.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2967 (1.6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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*Rt 2G6? mm, MKmoW ——■■■■■■■■WHI———Wll—Hl Die Lese« und Redefiaite jüdischer Hochschüier in Wien gratuliert ihrem A. H. Ing. Bernhardt 8<Mvhter anlässlich seiner ^ertobung mit Erl. Anni BÄtnee. iniBlllfniMIRBIIIIDIBIIiaiMIfMIII Abbruch der gestrige« BorfteSmg l« der ReuaiffaneebUue. Dke gestrige Abendvorstellung in der RenaiffanoebiHne mutzte nach dem ersten Akt abgebrochen werden. Gespielt wurde „Totentanz" von Strindberg mit Jarno und Frl. Sann in den Hauptrollen. Frl. Sann, die gleich bei ihrem Auftreten den Eindruck einer Kranken machte und demKUfolge nur mit größter Anstrengung ihre Rolle spielen konnte, mutzte nach dem Fallen des Vorhanges nach dem ersten Akt in ihre Wohnung gebracht werden. Direktor Jarno Lerlte dem Publikum sodann die Erkrankung der 'weiblichen Hauptdavstellerin mit. Da keine Stellvertretung in der Eike herbeigeschafft werden konnte, mutzte die Vorstellung abgebrochen werden. Jarno lud das Publikum für -rine heute stattfindende Ersatzvorstellung ein, doch verlang- ^ten mehrere Leute das Geld für die Karten Zurück, wobei ','<SMt Ternen Lärnrszenen kam. Ser Mörder Mut Stoilera» Bei Rodaun auigegtfflen. Gestern nachts kormte der Gendarmerieposten Rodaun bei einer Streifung durch das Waldgebiet bei Kalksburg den 16jährigen Josef Pluhar, der Samstag mittags seinen Dienstherrn, den Grundbesitzer G o l l in Hausleithen bei Stockerau ermordet hat, aufgreifen und verhaften. In fernem Besitz wurde nur ein großes Taschenmesser gefunden, mit dem er, wie er bei der Einvernahme angab, Selbstmord verüben tvollte. Er gestand ohneweiters die Verübung des Mordes ein und behauptet, die Tat aus Rache begangen zu haben, da Goll ihm, als Hm die Arbeit Pluhars nicht gefiel, mit dem Zurückgeben in die Besserungsanstalt gedroht habe. Daher hat er Goll im Hausflur aufgelauert und ihn von rückwärts mit einer Ha ck e niedergeschlagen. Die Leiche hat er sodann in den Keller geschleift, die blutige Hacke in die Senkgrube geschleudert. Nach der Tat hat Pluhar sich gewaschen ltnb umgezogen und ist mit seiner Barschaft von nur 60 Groschen — er behauptet, nichts geraubt zu haben — geflüchtet. Mt dem Geld ist er bis Stockerau gefahren und von dort zu Fuß bis Floridsdorf gewandert, von wo er dann an der Peripherie von Wien entlang nach Kalsbnrg ging, wo er sich im Walde verborgen aufhielt. Er wurde dem Bezirksgericht Liesing eingeliefert. s Der Raubmörder des „MlbmillionSrs" verhaftet. Wie berichtet, wurde der 28jährige Waldarbeiter Josef Bodingbauer aus Eichgraben im Walde, der den Spitznamen „der Waldmillionär" führte, auf der Swmhartshölhe meuchlings evmovdet und seiner Bavschast von 280 Schilling beraubt. Die Erhebungen der Gendarmerie lenkten bm Verdacht auf den 26jährigen ftüheren Eff'enbahner Leopold S ch i l k, der nach langem Suchen in einem abseits gelegenen Gehöft nunmehr eruiert und festgenommen werden konnte. Schill leugnet die ihm zur Last gelegte Tat, doch haben sich bei seinen bisherigen Einver- , nahmen schwerwiegende Indizien, in a. auch Blutsp uvvcu au seinen Kleidern, ergeben. Unter dem Druck des Beweismateriales hat Schilk später zugegeben, dich ein. Teil seiner anfangs zur Rechtfertigung Vovgebrachten Angaben unwahr ist. Schilk wurde dem Bezirksgericht Kwkexsdorf eingeliefert. Grobfeuer aus der Landstraße. Gestern gegen 11 Uhr nachts brach in der Bavackenanlage der Hohlglas A. G. in der Leberstraße Nr. 4 ein Großfeuer aus/ das sich mit rasender Schnelligkeit auf die ganzen Objekte verbreitete. Die städtische Feuerwehr rückte unter der Leitung des Branddirektors Wagner mit drei Löschzügen nach dem Brandplatze aus, fand jedoch die ganze Barackenanlage bereits in hellen Nammen. Die Löschavbeiten dauerten um Mitternacht noch fort. Ein starkes Wacheaufgeüot rückte aus und auch die Schulabtvilung der Sichevheitswache wurde nach dem Brandplatze dirigiert. e Sie Wiener städtischen klektrizilätrwerke auf der Aurstellnng „Wien und die Wiener". Die Ausstellung der Wiener städtischen Elektrizitätswerke auf dev Ausstellung „Wien und die Wiener erregt allseits ein lebhaftes Interesse. Sie gibt nämlich ein anschauliches Bild über die verschiedensten Bertvmdungsarten der Elektrizität im Haushalt, in der Küche rmd im Gewerbe. Ftt mustergültiger Musstattung wird die Verwendungsmöglichkeit der Elektrizität und der verschiedenen elektrischen Haushaltungsgeräte in einem Wohnzimmer, in einen« Schldfrmun, im Badezimmer, in einer Küch-e und in einer Waschlund Gerätekammer gezeigt. der zweiten iAbteilung der sehenstverterr Ausstellung Mlt idem Besucher vor alleineln Grostdioramai auf, in dem an Jodellerr in Naturgröße gezeigt wird, Uwe atmosphärische Entladungen unschädlich gemacht und dadurch Störirmgeit in der StronwersorgMg verhütet werben. Bilder llber güte und schlechte Beleuchtung von>Wohn- Und Airbeitsräumerr, die abwechselnd selbsttätig erscheinen und Vtzvschwrndm, zeigen, daß die Wiener städtische!« Elekirizitälts- 'woM auch diese« muestei« Bestrebungen ihr volles Ajuge^ Mtzuer MorgerWettmkg i&e&eßSr inert' zuwenden. 'Der gegenwÄttg im Vordergrund des Interesses stehenden Aus lagenbelemchtüng sind zwei Schaufenster gewidmet, von denen das eine abwechselnd die verschiedenen Möglichkeiten der güten und schlechten -Schauftnsterbeleuchtung zeigt, rvährend das zweite die lAmvendttug von Farbe Und Bewegung im Schmlsenster, 'tvie bis heute »doch nicht die genügende Beachtung geftmden hat, in neuartiger und origineller Weise vorführt. > 1 Ein Ründgang in der ^Ausstellung der Wiener städtischen Elektrizitätswerke überzeugt die Besucher weiters vor« den Riesensortschritten, die die Verwendung der Elektrizität in der letzten Zeit gemacht hat. Graphische Darstellungen zeigen die Zunahme der Wohnungsbe lenchtung, die erhöhte Verwendung inländischer Kyhle und schließlich die Erschließung von Wasserkräften. ' W'i e-n, £ Juni, .Promotion. i i ' i Morgen um 12 Uhr mittags findet im protzen.Festsaal der Universität die Promotion des ehemaligen langjährigen Sekretärs der zionistischen Bezirkssektion Alsergrund Josef Seiler zum Doktor der gesamten Heilkunde statt. Kerne Verlängerung der GeschästLsperrv in den Festwochen. Der Wiener Hanoelsgenossenschastsverband hat an den Magistrat das Ersuchen gestellt, den Ladenschluß tm Kleinhandel mit anderen Waren als mit Lebensmitteln in der Zeit vom 6. bis 19. Juni (Festwochen) von 6 auf 7 Uhr abends zu verlegen. Der Magistrat hat nunmehr dem Handelsgenossenschastsverband mitgeteilt, daß er mit Rücksicht auf das Votum der Gehilfenschaft den Antrag ableyne. Wimpassingcr delogiert. Montag wurde die vom Exekutionstzertcht verfügte Delogierung der Habseligkeilen des Fleischhauergehrlfen Johann Wimpassinger im Hause Nr. 17 der Bolkertstraße durch Organe des Exekutionsgerichtes vorgenommen. Die Exekution war um halb 5 Uhr nachmittags beendet und ist ohne Zwischenfall verlaufen. Wimpassinger befindet sich, wie bekannt, in landesgerichtlicher Haft, da er wegen des Verbrechens der Unzucht wider die Natur verurteilt worden ist. Selbstmord eines Paters. Der Pater Paulus St ranz, der als Professor für Latein und Griechisch am Melker Stiftsghmnasium tätig war, hat sich im Stift Lambach bei Melk erhängt. Er wmde bereits tot aüfgefunden. 'Pater Paulus wurde "von 'den Stisisherren "in Melk zwangsweise nach Lambach geschickt, nachdem vor etwa zwei Monaten ein Brief bei Kardinal Piffl eingelangt war, in welchem ein anonymer Briessschreiber über das Privatleben der Melker Stiftsherren Mitteilungen machte. Der Verdacht gegen Stranz, diesen Brief geschrieben zu haben, erwies sich zwar als unrichtig, da sich der wirkliche Briesichreiber nachher meldete, aber P. Stranz konnte sich dennoch von dem gegen ihn erhobenen Verdacht nicht mehr befreien. Irr seiner Seelennot beging er schließlich Selbstmord. ■! AuS der Schachwett. i ' Als nächste internationale SchächveranstaltrtNg! beginnt demnächst ein Meisterturnier in Magdeburg, an dem folgende Spieler teilnehmen werden: AHueS (Berlin), Bogoljubow (Rußland), der Sieger des. letzten Berliner Turniers Brinkmann (Kiel), Hülse (Bremen), von Holzhausen Magdeburg), Leonhard (Königsberg), L^Hermet (Magdeburg), Machate (Breslau), H. Müller (Wien), Preuße (Schachklub Dessau), Sämisch (Tschechoslowakei), L. Schmitt (Breslau), Schönmann (Hamburg) und Spielnmnn (Wien). Ein neuer Mlstandamm. Ans Kairo wird gemeldet: Der Kostenaufwand für den an d'.e englische Firma Ialson L Co. vergebenen Bau eines Nilstandammes be' Nag Hamadi wird auf sechs Mi l l i o n e n Pfund geschäht. Durch den ireuen Damm werden 500.000 Hektar Ackerbodens.permanent bewässert, so daß er mehrere Ernten im Jahre geben wird. Die Regierung beabsichtigt, durch weitere Bauten jedes Jahr je 60.000 Hektar der Landwirtschaft zuznsnhren, so daß nach 30 Jahren der gesamte vorhandene fruchtbare Boden Aegyptens nutzbar gemacht' sein wird. Fünfmal denselben Mann geheiratet. ES wäre sicherlich nicht' zu glauben, wenn die nachfolgende Meldung nicht dem Standesamtsregister eines kleineren Ortes im Staate Illinois entnommen wäre. Nicht weniger als viermal ließ sich eine junge Dame Von ihren« Mann scheiden, um ihn jetzt zum fünstenmal zu heiraten. Die einzelnen Umstände sind in dem Register nicht angegeben, doch findet sich der Vermerk, daß bei der Vierten Scheidung der Richter sich geweigert habe, diese ouszusprechen. Aber es gibt kein Gesetz, das eine solche Weigerung zuläßt uird so mußte wohil oder übel derselbe »Richter der beiden neuerlich scheinen. Jetzt haben sich nun die Ehegatten in dem gleichen Ort zum fünstenmal vermählt. Ein amerikanischer Riesentinmer im Bau. Einen neuen Eisenbahntunnel, der der größte Amerikas zu werden verspricht, hat jetzt die Great Northern Nailwah laut „Nemhork Times" im Bau. Der Tunnel, der zwischen den Städten Scenic und Berne im Staate Washington die Cascade Mountains durchbrochen soll, wird eine Länge von acht englischen Meilen haben. Der Bau lbogann im Dezember 1933 und soll 1928 beendigt sein. Zur Bekleidung der Wandungen des 21 Fuß hohen und 16 Fuß breiten Tunnels werden etwa eine Million Säcke 'Zement verbraucht. Von Interesse sind auch die hei diesem Bau bezaUten Löhne. Der niedrigste Stundenlohn ist 60 Cents hie Stunde. Für Inanspruchnahme des Quartiers und Beköstigung zahlt der Arbeiter 1.35 Dollar täglich, so daß ihm für sonstige Lebensbedürfnisse und zum Sparen nocl) eine verhältnismäßig hohe Summe bleibt. Eine Flugzeugkatastrophe als „amerikanisches Duells Vor einigen Tagen verunglückte der amerikanische Fli ger Abraham Roggh. Er stürzte aus einer Höhe vo mehr als 1000 Meter ab, fo daß er mit zerschmetterte Gliedern tot liegen blieb. Man nahm an, daß es ft um ein Unglück handelte, jetzt aber wird bekannt, da diese Flugzeugkatgstrophe tatsächlich die Folge eines amer Panischen DneNS war, das Roggh verloren hatte. De Duell liegt eine Liebesgeschichte zugrunde, in der auß, Roggh noch ein anderer Flieger eine Rollo spielte. Beit bewarben sich um dasselbe Mädchen und durch das am Manische Duell «vurde entschieden, wer dem andern seine Platz räumen sollte. Dieses amerikanische Duell ist . ein» der merk,Erdigsten, die bisher auSgefochten wurden. Die Erfolge der kanadischen Indianer-Siedlung. Der letzte Bericht des kanadischen Eingeborenen-Departements zeigt beachtliche Erfolge in der Arbeit der Seßhaft» machung der Eingobvrenen. Dre GejamizaHl i-lt zwar {eit Ml Musikhaus ETROPHOH GRABEN SO NAGLERGASSE G TCU09422 Gramophones, Platten 454 Tanz, Oper, Revues, etc. etc. Größte Leistungsfähigkeit. Tägl. Postversand. Kataloge, Prospekte gratis und franko. Jargonauftxahmen und Kantorengesänge. nicht mehr neu festgestellt »oordeu; sie betrug damals 110.811 Köpfe und hatte gegenüber 1811 einen Zuwachs um mehr als 6000 Köpfe auszuweisen; man nimmt aber bestimmt an, daß die Zahl inzwischen noch weiter gewachsen ist. Hiervon lebt nur noch etwa ein Drittel in der alten. nomadischen Weise in den Wäldern des Nordwestens, während zwei Drittel setzhast geworden sind, und zwar überwiegend als Farmer. Allein in den sogenannten Prärieiprovinzen Mt es 2600 indianische Farmer mit ihren Familien, die zusammen über 100.000 Acres -bewirtschaften und für deren Kinder 41 Schuten, Tneist Internate, bestehen. Das Geheimnis der Bank von England. Das Londoner Gebäude der Bank .von England ist bekanntlich in letzter Zeit einer gründlichen Renovierung nnterzogen worden, be: der die einzelnen Bauvorgänge aufs sorgfältigste geheimgehalten wurden, weil sie zum größten Teile der besseren Sicherung gegen unbefugte Eintritte dienen. Man erfährt jetzt, daß u. a. ein Mechanismus eingebaut wurde, durch den sämtliche Tore der Bank in einem Augenblick geschlossen werden können. Meser Mechanismus kann durch einen einzigen Fingerdruck ausgelöst werden. Drei Knöpfe sind dafür vorgesehen, von denen aber nur einer sich im Gebäude der Bank selbst ^befindet; der zweite ist an einer geheimgehaltenen stelle in der Stadt angebracht, -der dritte sogar an einem Punkt, der mehrere Kilometer von London entfemt ist. Abnahme der amerikanische« Landbevölkerung. Nach einer Statistik über die Bevölkerungsbewegung Amerikas im vergangenen Jahre hat die ländliche Bsvölkerung um 049.000 abge^ommen. Am 1. Jänner 1927 wurde die Bevölkerung auf dem flachen Lande auf 27.8 Millionen geschätzt, gegen 38.5 MiMonen am 1. Jänner 1906. Hinzu kommt allerdings eine günst'ge Geburtenbswegung auf dem Lande gegenüber den Städten, so daß schließlich die Differenz von 619.000 bleibt. Tokio gegen BMkopf «ich Lippenstift. Tokioter Meldungen zufolge ist eine polizeiliche Akt'on gegen Bubikopf, kurze Röcke und Lippenstift im Gange. Poli- . zisten haben sich in großen Geschäftshäuiern e'ngefunden und eingehende Musterungen der Toilette der weiblichen Angestellten vorgenommen. Dort, wo die Kühnheit der Toiletten beanständet wurde, wuckeu Protokolle ausgenommen. Der Tokioter Polizeipräfekt hat eine Erklärung an d-e Presse herausgeigeben, in der er sagt, daß die großen Geschästshäuser förmliche Flirtst ä t t e n wären. Es unterliege keinem Zweifel, daß die allgemein verbreitete Ansicht, in Geschäftshäusern zwecks Heiratsabsichten Bekanntschaften anz-uknüpfen, die Moral der Nation zu erschüttern drohe. Die Antokinik Wien—Mariäzell wird am 4. Juni mit der Fahrt Wien—Mariazell, aml 5. Juni 'mit der Fahrt Mariazell—Wien eröffnet. Dev vffene Gesellsch aftswagen mit 21 Sitzen verkehrt täglich und zwar 7 Wr ab Wien, 1. Bez., Oesterreichisches Perke>hrsbureau (Friedricbstraße), Ankunft in Mariazell 13.30 Mr. Ab Mariazell 13 Uhr, an Wien 19.20 Uhr. Fahrpreis Wien- Mariazell oder umgekehrt 20 Schilling, Hin- und Rückfahrkarten mit dreitägiger Gültigkeit 36 Shilling. «Fahirkartenausgabe in Wien beim Oesterreichischjen Bev- : kchrsbureau, in Mariazell beim Postamt, unterwegs beim' Wagenlenker. ' 1 Modeschau im Modenpalais Krupnik. We Wiener Fest- - Wochen stehen vor der Türe und alles, was mit Kunst, Theatev; und Mode zu tun hat, arbeitet angcstvengt, um' die schnsüchtiA'?. erwarteten Fremden gut zu empfangen. Auch das Modehaus, Julius Krupnik läßt die Gelegenheit nicht vorübergehen, ohne ' zu! zeigen, daß es eine Pflege- und Reprästniationsstätte Wiener Geschmacks und Wiener Eleganz ist. Gestern lud dieses' großzügige Haus zu einer Modeschan ein, die die letzten SchiöpstrNgjen ausl dem Gebiete der Damenmode brachte. Es> waren wohl manche Originalmvdelle der Pariser Häuser Lelong und Worth darunter, das Meiste aber waren eigene Schaffungen des Hauses, unter ihnen einige, die geeignet sind, selbst ün einem' internationalen Kurort Sensation zu erregen. Bemerkenswert ist, daß Krupnik nebst der erklärt«: Modefarbe blau, die Töne rosa und weiß stark favorisiert. Me meisten der erlesene« Modelle m: Tages¬ und Abendkleidern waren in Rosa oder Weiß gchaltm, die letzteren über nnd über mit Perlen besät, jedes in seiner Art originell und wunderschön. Das ^Material der Kleider ist durch-- tvegs Crepe Georgette, nnr das distinguierte Kleid zum Fünsuhrtee ist aus schwarzem Crepe Satin. Als Aufputz dienen lächerte Spitzen, Stickerei und schr viel Cm'donettfvcrnfen. Die ersten > Vorboten der Herbstmode waren stark mit Pelz verbrämte Mäntel, ° die man aber auch an kühlen ‘ Sommevabenden tragen kann.; Die Mäntel waren aus schwarzem Seidenrips, mit starkem; Säumchenputz, die Verbrämung aus grauem (Natnr-Hersianer ■ oder aus grauem Fuchs. Die Modelle — speziell jene, die die bildschöne Renate Renee vorführte > wurdem mit lKhastrm Bestall begrüßt. ' E Der amerikanische Film-Magnat Mr. Artur W. Kelly hat gestern das Musikhaus ,M e t r o P h o n" am Graben besucht. Er interessierte sich besonders siür die technische Einrichtung des Konzertsalons, deren verblüffende Exaktheit ihm sehr gefiel. Sehr anerkennend hob er auch das imponierende Platteu- Lager hervor. Nachdem er noch für seine Söhne 3 Miniatur- Grammophones „Colibri" gekauft hatte, die ihm mmemein gefielen, weil sie trotz der Lautstärke nicht größer Äs eine 9X12-Ka.meva sind, empfahl er sich nach eirrstüild-igem Arrsenthalte mit einem deustch gesprochenen „Ans Wiedersehen!". i Das neue Problem: An teures Zelearmm oder ein billiger ausMllHer Lustvoftbrlesr Ein Telegramm nach Polen kostet für zehn Worte 330 Schilling, ein Expreßbvief 1.10 Schilling; der Lnftpofbbrief, dm in einigen Stunden rrach Aufgabe in Wien dem politischen Adressaten zugestellt wird, um —.60 Schilling. Ausgcche bei allen Postämtern: am WslugStage bis 7 Uhr 20 Min. morgens beim Hcüchtpost-amt. Jfns jüdische 3f€cm§ dos jüdische f&fait »wruwsro v vw v w w v Hi-vo-w w wviny A A A A si. A AW A A A A IVA.t.kiLHJL .v -C ' v v v v v v Nr xf if v v v v 'ir v ir >r v v v v v v v ', t;

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