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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-27 · Heft 2962 (27.5.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2962 (27.5.1927)
Date
1927-05-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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2062 Vbten, Frettdg Moegerrzettuvg 27. Mvi 1«27 Seite 5 alder im Jahre 1885 geborene Wiener Schauspielen Robert Riemer (Roland) agnosziert. Da- Motiv der Tat ist unbekannt, dürfte aber in Not zu suchen sein. Tod im Kino. Vorgestern abendstürzte im Kosmoskino in der Siebensterngasfe der 80jährige Cafetier Franz Trnvnieek, Penzingerstraße wohnhaft, infolge plötzlichen UiuvoMeinS «Ehrend der Vorstellung zusammen und verschied, ege die «RrttungSgeseNschaft eintraf, anscheinend an den Folgen eines GehirnschlageS. Im Traum auf die Straß« gestürzt. Aus Alland, 23. d. M., wird uns gemeldet: Der hiesige Tierarzt Dr. Josef Schee träumte heute nachts fv lebhaft, daß er aus dem Fenster des ersten Stockwerkes des Hotels, in dem er wohnte, auf die Straße sprang. Er erlitt einen Schlüsselbein-, Nasenbein- und Unterkiefetbruch und mußte in das Krankenhaus üüerfüyrt werden. Betrügerische Bücheragenten. Wie berichtet, wurden vor einigen Tagen die Büchervertreter Gustav und Friedrich Porh und Hans Treibt verhaftet, weil sie eine Anzahl hiesiger Buchhandlungen um nahezu 20.000 Schilling geschädigt hatten. AIS Mitschuldiger wurde nun der flüchtige Buckchalter Jakob Berg verfolgt. Gestern erhielt das SicherhsitSvureau die Mitteilung, daß Berg in BernhardSthai verhaftet und dem Be-irwgericht PohSdorf eingelieferr wurde. Enthaftung des Direktors der Eiseristöbter Bezirksspa klaffe. AuS Eifenstadt ivird uns gemeldet: Der Direktor der Eisenstädter Bezirkssparkasse Tompa und der Beamte MatteS, die im Laufe der Untersuchung über den Zusammenbruch der Eisenstädter Sparkasse verhaftet worden waren, wurden gestern enthaftet. Gegen Tompa wurde auch das Verfahren wegen Wechselfälschung eingestellt. Mn Bortrag Über die WeltmirtsichastSVonferenz. Am 27. Mai d. I., um 7 Uhr abends, hält Dozent Richard Dolberg an der Universität, Hörsaal 28 (Juridische Fakultät), im Rahmen des StaatSwisfenfchasltlichen Vereines einen Vortrag Mer seine persönlichen Eindrücke in Gens und die hauptsächlichsten DiSkusfionSihemata der WeltwirtschafiAkonferenz. Jubiläum der Sandwiches. Herr Dr. -Gronemann, der Verfasser des „Tohuivaboyu" sendet uns die folgende lustige Zuschrift: „Sie bringen in Ihrem Blatt in der Nuinmer vom 22. Mai 1927 einen Artikel „Jubiläum der Sandwiches", nach dem vor 160 Jahren ein Graf Sandwich diese schmackhafte Erfindung gemacht haben soll. Im Interesse. exakter Geschichtsforschung muß ich darauf Hinweisen, daß Sie sich irren und dieser Irrtum hätte gerade in Ihrem Blatt nicht geschehen dürfen. Der sogenannte Sandwich ist eine jüdische Erfindung und geht auf Hillel zurück, dessen Verdienste sonst auf anderem als gastronomischem Gebiet liegen. In der Hagadah von Pessach, die ja bekanntlich älter ist, als 160 Jahre, findet sich verzeichnet: „So verfuhr Hillel... Er nahm zwei Stuck ungesäuerten BroteS und legte zwischen diese Stücke Fleisch vom Osterlamm und das Bittevrraut und verzehrte das zusammen." Das ist unstteittg das Rezept, das später ein Graf Sandwich popularisiert hat." Die vieköegehrte Schkangerryaut. Der neueste ModeauSwuchS. in Frankreich und England heißt „Schlangenhaut". An der Riviera beispielsweise kam» - men die Damen der Gesellschaft nicht nur in Schuhen, Hüten, Gürteln, Handtaschen und Sonnenschirmen auS der Haut einheimischer oder fremder Schlangen zum Spaziergang, sondern man kann sogar schon vereinzelte ganz aus Schlangenyaut gefertigte Kostüme scheu. Der Preis eines solchen Kleides soll sich Wischen 20.000 und 26.000 Franken bewegen; Kostüme aus Riesenschlangenhaut sind etwas billiger. Besonders gesucht ist augenblicklich die Haut indischer Giftschlangen. Araber reparieren die Magemauer. Die zionistische Exekuttve und andere jüdische Institutionen haben bei der Palästinaregierung dagegen Protest erhoben, daß Araber mit der Reparierung der Klagelmauer beschäftigt werben. ES wird darauf hingewkesvn, daß die Mauet den Juden gehört und daß nur Juden berechtigt seien, für ihre Instandhaltung zu sorgen. Die Regierung hat in Berücksichtigung deS Protestes den Abbruch der Arbeit angeordnet. Nichtsdestoweniger sehen die Araber die Arbeit fort. Heimatslose Cyprioten. Die Insel Cypern gchört seit 1914 zum britischen Reich und ihre Einwohner sind Kritische Untertanen. Mtt einem gewissen Erstaun«: erfährt man Moch, daß eS in Aegypten nicht weniger als 16.000 Cyprioten gibt, di« heimatlos find. Die AnnertionSerklärung von 1914, hat sich nicht auf sie bezogen, und di« ägyptische Regierung hat ihnen-jetzt eine Ultimatum gestellt, bis Ende Mai entweder für Aegypten zu optieren oder als stfaatenlofe Elemente das Land zu verlassen. Eine Delegation dieser Heimatlosen ist' jetzt nach.London gefahren, um dort in ist Herr Ronald Storrs, früher Gouverneur von Jerusalem.) Gleichberechtigung auch bei Tische. Die Londoner Frauenwelt beginnt jetzt, sich gegen eine Gewohnheit der Speiselokale zu empören, die schon seit langer Zeit unverändert besteht. In allen besseren Lokalen Londons wird nämlich die Bestellung einer Dame vom Kellner ohne weiteres als Bestellung aus eine, halbe Portion weitergegeben und überdies meistens als ganze Portion berechnet. Die arbeitenden englischen Frauen wollten sich daS jetzt nicht länger gefallen lasten und haben die Flucht in die Oeffentlichkeit ergriffen. Sie erklären, es sei zwar nach wie vor> /ihr Bestreben, schlank zu bleiben, doch könnten sie selbst dafür sorgen durch Arbeit, Sport und Bewegung, und benötig«: dazu nicht die Hilfe des Gastwirts. Die UeVermschung in der Papierkugel. Girr französischer Eisenbahnveamter, der in den Lagerraum eines Pariser Bahnhofes einging, sah dort ein mächtige- Papierknäuel auf der Erde in Form eines Fußp balles. Als er seine sportlichen Künste daran versuchte und die Papierkugel mit den Füßen stieß, platzte diese plötzllch »uf und aus dem Innern deS Papierbündels ergossen sich auS einer offenen Kassette Perlenhalsbänder, Brillanten und Goldsachen. Der Beamte lieferte den Fund ab und erhielt eine Belohnung von 80.000 Francs. ES handelte sich» :vie die Kriminalpolizei feststellte, um Juwelen, die einer Amerikanerin im Expreßzug Paris—Nizza gestohlen worden waren. Da der Dieb bei der Eigenart der einzelnen Sclimuckstiicke es offenbar nicht gewagt hatte, sie zu veräußern, war ihm nichts anderes übrig geblieben, als sie rveosuwevfen. Der neue „Meyer«. Der kürzlich erschienene fünfte Band von Meyers Lexikon (siebente, völlig umgearveitete Auflage in 12 Bänden, Verlag de- Bibliographischen Institutin Leipzig), reicht von „Geranium" bis „tzvrnvaum" und umfaßt i78S Spalten Text mit einer Fülle von TextVildern, 63 schwakzen Tafeln, 14 Karten und Plänen sowie den vier wohlgelungenen Farbentafeln „Gistpftanzen", „Kunstgläser", „Heidelandschaften" und „Hochzeitskleider". Bei letzteren handelt cs sich allerdings nicht um Hochzcitskoftüme, sondern um die Kleider, die die Tiernrünnchen anlegen, um den Weibchen besonders zu gefallen. Der Artikel „Gewebe" z. B. ist ein kleines Meisterwerk von ivohlgegliederter, aufschlußreicher und dabei doch einen riesigen Stoff auf engstem Raum behandelnder Darstellungskunst; wie groß der Unteri' ied zwischen Buckskin und Batist ist, lernt mancher erst Sehr zu begrüßen ist der ausführliche Artikel über die „Gewerkschaften" mit Mitgliederzahlen von Ende 1926 und einer übersichtlichen Einteilung, die durch dieses schwer übersehbare und doch so wichtige Gebiet den Wey bühnt. Der Artikel „GlaS^ mit seiner achtteiligen illustrierten Textbeilage bringt über diesen» von jedermann benutzten und von so wenigen gekannten Stoff alles Wesentliche; das gleiche gilt von der Beilage „Golo- und Silbergewinnung". Beim „Artikel „Gotische Kunst" ist bemerkenswert, daß Baukunst, Malerei und Bildhauerei nebeneinander behandelt werden: eine ausgezeichnete Methode der Schilderung, die uns schon im Artikel „Expressionismus" angenchhm ausgefallen war. Meisterhaft avgefaßt und bei aller Knappheit doch erschöpfend sind die großen geographischen Artikel „Griechenland" und ..Großbritanniens DaS heiße Eisen der „Grundrente" wird beherzt angepackt und abgehandelt. Je aufmerksamer man den Band duvchsieht, um so fteudiger wird man überrascht fein, was man alles darin finden kann. Vereine, Borträge und Versammlungen. Oesterreichische politische Gesellschaft (1. Bez., Annagasse 6). Heut«. halb 8 Uhr, Vortrag deS gewesenen deutschen ReichsfinanzmmlsterS Dr. R e i n h o l d über die deutsche Finanz- und Wirtschaftspolitik seit dem KriegSschlutz. Berlnstanzeige. Anläßlich deS vorgestrigen Dortvages deS Herrn Professors Ehajes in den Olympiasälen hat ein Besuche'' — wie er uns schreibt, vermutlich nach Ankauf seines Schekels — eine Brieftasche aus Saffianleder, mit Silber eingefaßt, verloren. Da die Zuhörer Kopf an Kopf gedrängt standen, konnte die zu Boden gefallene Tasche offenbar nicht beim Verfassen des Saales entdeckt werden. Der redliche Finder möge die Tasche bei Komm.-Rat Theodor Ehrenstein, I.Bez., RegierungSgasse 1, Mezzanin, DÜr 47/48, ab geben. Siadioprogramm europäischer Stationen mm 30. Mai bis 4,Üuni. Berlin, Welle 483,9: Mo.: 17: Konzert; 10.30: Konzert. Di.: 16.30: Konzert; 21: Militärkonzert. Mi.: 20.30: Konzert. Do.: 20.10: Operette. Fr.: 20.30: Syinphoinekonzert. Sa.: 20.30: Lustiges Wochenende. So.: 10: Konzert; 20: Operetlenaufführung. Königsberg, Welle 329,7: Mo.: 21: Liederabend. Di.: 20: Hörspiel. Mi.: 20.15: Konzert. Do.: 20: Konzert. Fr.: 20: Operette. Sa.: 20.15: Orchesterabend. So.: 20: Konzert. Bratislava, Welle 300: Mo.: 17.45: Konzert; ab 18: Ue. Prag. Di.: 18: Salonmusik, ab 20: Prag. Mi.: 17.45: Sonatenabend, ab 20: Prag. Do.: 16: Zigeunermusik, ab 19: Prag. Fr.: 17.46: Konzert, ab 18.46: Prag. Sa.: 18: .'konzect, ab 20: Prag. So.: 18: Leichte Musik, ab 20: Prag. Prag, Welle 348,9: Mo.: 17: Konzert; 20: Ue. Brünn; 21.30: Konzert. Di.: 17: Nachmittagskonzert; 20: Musik. Mi.: 17: Konzert; 20.10: Symphoniekonzert. Do.: 17: Konzert'; ob 19.30: Brünn. Fr.: 17: Konzert; 20: Orchestevkonzert. Sa.: 17: Konzert; 20.10: Orchestevkonzert; 21.30: Hörspiel. So.: 17: Konzert; 20: Bunter Abend. Brünn, Welle 441,2: Mo.: 10: Musik; 20: Buntes Progr. D..r jj 19: Liederabend; 20: Konzert. M..: 19: Konzert; 20: Musikabend. Do.: 19: Konzert; 20: Hörspiel, anschl. Mtlitärkonzert. Fr.: 19: Orchesterkonzert. Sa.: 19: Symphoniekonzert. Sv.: 18: Konzert; 20: Buntes Programm. Warschau, Welle 1111: Mo.: 20.30: Kammerkonzert. Di.: 20.30: Slawische Musik. Mi.: 18 und 20.30: Konzert. Do.: 18 und 19: Konzert. Fr.: 17.40: Kammermusik; 20.15: Symphoniekonzert. Sa.: 17.15: Populäres Konzert; 20.30: Leichte Musik. So.: 17: Kammermusik; 20.30: Bunte Musik. Zagreb, Welle 319: Mo.: 17: Heitere Musik; 16.45: Vortrag. Di.: 20: Leichte Musik. Mi.: 20.30: Violinkonzert. Do.: 20.30: Lieder- und Ariencvbend. Fr.: 19.15: DheateMbertragung. Sa.: 20.30: Kammermusik. So.: 20: Konzert. * JÜDISCHE WEIT * Sine Rede fioöiibges über die Lage der gnven in Rnmiinien. Am 12. Juni findet in Newyork die Jahresversammlung des großen jüdischen Ordens Brith Abraham statt. Eine 'Abordnung der Ordensleitung überbrachde dem Präsidenten Csolid ge die Einladung zur Eröffnungssitzung. Der Präsident sagte sein bestimmtes Erscheinen zu. Gr werde in seiner Ansprache über die gegenwärtige Lage der Juden in Rumänien und die Stellung der amerikanischen Regierung hiezu sprechen. Sie Wischen Staatsbürger in Lettland. Dar bettländische Sejm hat die Aenderungen zu dem bereits bestehenden Bürgerschaftsgesetz, die von den jüdischen Abgeordneten gefordert wurden, endgültig angenommen. Diese Bestimmungen besagen, daßallo jene Personen, die am 1. August 1914 bereits ein volles Jahr auf lettländischem Derritorium gewohnt hatten und seit 1. Jänner 1925 wieder in Lettland wohnen, lettländische Bürger werden können. Somit erhalten die sehr zahlreichen jüdischen Familien Lettlands, die zu Beginn des Krieges von der zaristischen Armee ins Innere Rußlands verschleppt wurden, die lettländischen Bürgerrechte. Lermehrnng der Wischen Bodenbesttzer in Argentinien. Einer Mitteilung Zentralleitung der Jewish Cvlonisation Association (Jca) in Paris entnehmen wir, daß die Kolonisation der Baron Hirsch-Kolonie in Argentinien zum größten Teile ihre Schulden an die Gesellschaft abgetragen und daher indenuneingeschränktenBesitz des ihnen überlassenen Bodens gelangt sind. Diese erhalten nun anschließend an ihre Kolonie neue Bodenflächen im Msmaß von 600 Hektar zugewiesen. Außerdem verhandelt die Genossenschaft der vereinigten jüdischen Farmer derselben Kolonie lvegen Ankaufs von 8500 Hektar, auf welche 28 Kolonisten bereits je 2500 PesaS als Anzahlung geleistet Mwrt. Radio in Paiüftina. In vor in London tagenden Konferenz der Vertreter der Kolonien- und ManvatSlänver wurde di« Einrichtung eines drahtlosen Dended ien steS sowie eines UnterhattungSrnnvfunks in Palästina und in manchen anderen Mandats-, Protektorats- und Kolonialländern erwogen. Ferner wurden Einrichtungen erwogen, die Radioprogvamme Großbritanniens nach de» Kolonien und Mandatsländern zu senden. Speziell für Palästina wurde mitgeteilt, ’ dqß dort an die baldige Realisierung dev Pläne eines Sende- und Rundfunkdienstes gedacht wird. .(I. % m §in wirksamer Rnmerm rlansnr. Aus Budapest wird uns geschrieben: Wie »bekannt, mußte vor kurzem das ungarische Nationaltheäter von Kecskemet, der Domäne der Pogromistervfamil'.e Hejjas, infolge finanzieller Kalamitäten geschlossen werden und d-ie Schauspieler mußten sich die Mittel zur Abreise förmlich durch Straßenbettel beschaffen. Die Affäre hat begreiflicherweise peinliches Aussehen erregt. Wie man nun erfährt, hat auch sin dieser Krise der Judenpunkt eine interessante Rolle gespielt. Zu Beginn 'ber so kritisch verlaufenen Dheatersa'.sou hatten die rassenfchützlerischen Führer der Stadt in der Befürchtung, daß die Juden das Theater in vordringlicher Weise überfluten" würden, erklärt, daß sie sich dagegen wehren würden. Si« beriefen sich dabei auf d'.e Stadt Czegled, die, wie seinerzeit berichtet, im städtischen Bad zwei Judentage eingeführt hat, während an den übrigen Tagen den Juden die Benützung deS Bades verboten ist. Die Juden von Kecskemet, die bis dahin in einem ihre Zahl weit übersteigenden Maße zur Erhaltung des Theaters beigetmgen hatten, ließen es auf keine Kmstprobe ankommen. Sie «Marten klipp und klar, daß sie sich selbst einen Numerus clausus auferlegen wollten. Sie zeichneten, genau berechnet, fünf Prozent der Wonnements der Logen- und Dheatersitze; im ersten Stock ein« Loge, im Merten Stock zwei und fünf Prozent der Partervesttze. Im übrigen blieben sie dom Theater fem. Meses Vorgehen hat sich als sehr wirksam erwiesen. Me rafsenschützlerischen Macher des Theaters mußten ihre Bude schließen, und wenn auch die armen Schauspieler geschädigt sind, so hat der Fall doch die eine gute Folge gezeitigt, daß die Keeskemeter sich ihrer antisemitischen Theaterkommistion entledigt haben. \ Zionistische Tagungen, Die Landeskonferenz der Bukos wrnaer Zionisten findet am 28. und 26. Mai in Ezernowitz statt. — Me 30. JahreAonvention der amerikanischen Zionisten w:rd vom 26. bis 28. Juni in Atlantic City abgehalten. Vorher f-nden dre JahreSkonserenz der sanitären Organtsatton Hadassah und Poung Jude« statt. Adolph Ochs Prüstdent der Vereinigten Resorm-Synaaoge. Wie aus Notvyork berichtet wird, ist Adolph S. Ochs, der Herausgeber der „New Dort Times", zum Präsidenteir der vor kurzem begründeten Vereinigung der Kongregationen der Reform-Synagoge gewählt worden. Zu ViMrästdenten wurden gewählt: Lou:s Mars ha kl, Dr. Lee K. Frankel, Henry Morgenthau und Albert L. Levi. 23 Kongregationen waren vertreten. Eine neue Zeitschrift für die Geschich,te der Jupen in GlsaL»Lorhei«ge«. In Stratzburg beginnt demnächst: unter der Redaktion oeS Bibliothekars der Straßburger Universitäts- und Nationalbibllotyek Moise GinSouraer unter dem Titel „Souvenir et Science" eine VierteljahreSschrtst für die Geschichte der Juden im Elsaß und Lothringen zu erscheinen. Die Zeitschrift wird sich yauptsächlich der Grfor- S deS Entstehens und der Entrvicklung der jüdischen Gern im Elsaß, und Lothringen und Wer verschiedenm Anstalten, deren Ursprung bis wert in daS Mittelalter hineinreicht, widmen. Der AvonnementpreiS beträgt 50 FiMeS, fürs 70 Francs. v.' .

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