Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2960 (25.5.1927)
- Date
- 1927-05-25
- Page
- Seite 7 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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USB* Tl!r TW Nr. 2960 Wien, Mittwoch ltitb was ihn in feiner Zeit vielen bet B.'ften und Feinsten imverständlich bleiben ließ, ist die probleinsckpvere Leidenschaftlichkeit feiner Selbstbejahung. Schon feine Freude war 'aus dem Leid geboren, ja, er wurde früh geradezu zum Sänger der Trauer, dem Liebesglück stand der Liebesfchnrerz, das Unerfüllte und Unerfüllbare letzter Sehnsucht, cegeiiüüber. Beethoven hat tut äußeren Sinn des Wortes iveuig Glück utrb wenig Freude erlebt, aber sein Leben muß dennoch von einem kannr vorstellbaren Reichtum erfüllt! gewesen fein, der ihn alle Bitternisse körperlicher Hemmung, seelischen Leides, materieller Not und beruflicher Enttäuschung vergessen ließ. Dieser Reichtum war sein; schöpferisches Krastgesühl. Seine menschlichen Grundeigenschaften sind leidenschaftlicher Freiheitsdrang, leidenschaftliche Wahrheitsliebe und letzte menschliche Gute. Die hakeukreuzlerlschen Studenten vom „Völkischen Ring" taten: sich durch eine lächerliche Demonstration hervor. Sie verweigerten dem Reichskanzler den üblict;m Fackelzug — weil er in Begleitung des ihnen ganz und gar nicht genehmen Kultusministers Becker nach Bonn gekommen war. Allerdings hat niemand die Fackeln ° des „völkischen iWassenrings" vermißt, wo das Licht Beethovctts leuchtete. Grillparzer-Feier in Bad Tatzmannsdorf. Bor etwa 100 Jahren hatte Franz Grillparzer in dem burgenlündischen Kohlensäure- und Moorbad Bad Tatzmannsdorf Heilung gesucht. Am 16. Juni l. I. wird in Tatzmannsdorf im Rahmen einer groß angelegten, unter dem Ehrenschntze des Landeshauptmannes Joses Rauhoser stattsnidenden Feier,, die in einer Aussi'chrung oer „Ahnstau" gipfelt, ein marmorner Gedenkstein enthüllt und eine der schönsten Alleen im Kurparke „Grillparzer-Weg" genannt werden. Aus den Theatern. B urg the a U r. Morgen, halb 8 Uhr „Paulus unter, den Juden". Akadcm iethe ater. Morgen, halb 8 Uhr „Liebe". Opernt heute r. Morgen, 7 Uhr „Der R o s e n k a v a- 11 c r" mit Fr. Lldcle Kern vom Opernhaus m Frankfurt am Main als Gast. Deutsches V o l k s t h e 2 t e r. Sonntag, nachinittags " Uhr, tritt Alexander Moissi in „Hamle t" *cu.f. Für Dienstag, den 31. Mai, ist eine Neueinstudierung von Hans Satztnanns Wiener Komödie „Das blaue Auge" in Vorbereitung. Kammerspicle. .Morgen als Machtvorstellung (10 Uhr) „Die Schule der Kokotten" mit Leopoldine Konstantin. Freitag und Sainstag, .10 Uhr nachts, tritt Maria Orskai in „M eine Cousine aus W a rscha u" auf. Die Abendvorstellungen von „Duell der Liebe" beginnen morgen und die folgenden Tage bereits um halb 8 Uhr. Bü r ge rt.hcate r. Morgen znm 50. Male „C ag l i s stro in Wien". Bereine. Bortröge und Versammlungen. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute wegen des Vortrages Dr. Cha-jes kein Vortragsabend. — Zionistische Jugendgruppe Leopoldstadt, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Wegen des Vortrages Chajes (Olympiasäle) heute keine Miigliederverrämmlung. Morgen um 8 Uhr Sichah der Kwnzah' „Schwa". Sainstag ab 3 Uhr nachmittags Sichoth. —Der Pfadsinderbund „Zereinu" veranstaltet Donnerstag, den 26. Mai, im großen Saale des Vereinsheimes, 8. Bez., Bennoplatz 1a, eine I u g e n d a k a d e m i e mit ernstem und heiterem Programm. Jugendliche. Gäste sind hevzlichst willkommen! — Jugendverein „Erez Israel", 2. Bez., Zivknsgasse 33. Heilte korporativer Besuch E des Vortrages des Herrn Oberrabbiners Chajes (Olpmpiasäle). Morgen, A8 Uhr abends, Sichah der Kwuzah Teich. — Verband der Zionisten-Revisioniston. Atorgen Donnerstag, 8 Uhr abends, im Cafe Habsburg, 1. Bez., Notenturmftraße 24, Vollversammlung. — Verband jüdischer Kaufleute l,nd Gewerbetreibender in Wien. Donnerstag, 8 Uhr abends, Plenarversammlung in der „Käusmamishalle" des Wiener Bürger-Cafe, 2. Bez., Pratevstraße 11. Tagesordnung: 1. Statuten des Verbandes. Referent: Dr. Josef Golbard. 2. Mietenrechte der Geschäftsleute. Referent: Dr. Moses Reiß. 3. Angebote und Nachfragen in allen Branchen. -- Gremium österreichischer Handelsvertreter (protokollierter und nichtprotokollierter), reisender Kauflente und Kcmrnissionäre in Wien. Donnerstag, 6 Uhr abends, in der „Handelsvertreterhalle" des Mener Bürger-Cafe, 2. Bez., Präterstraße 11, Trefftag. Tagesordnung: KrankemasseMngelegenheiten, Handelsagentenkongreß in Wien, Handclsagentengefetz, Ausgleichsverwalter und Vorschlagsiliften. Predigten in den israelitischen GeKeindetempeln. Sainstag, den 28. Mai, werde-n bedem um A\) lliljr beginnenden Morgengottesdienste in nachbenannten Gemeiiwetempelil exegetische Vorträge abgehalten, und zwar: 18. Bezirk, Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang); 21. Bezirk, Holzmeisterstasse 12 .(Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Samstag, den 29. Mai, um 3 Uhr nachmittags findet der Jugendgottesd i e n st für die israelitische Schuljugend in den Gemeiudeilud Bezirkssyuagoge». statt. Sternnbende aus dc»m Sommerhoidemveg. Samstag, den 28. Mai, Ad Uhr, Versammlung in Pötzleinsdorf, Ende der ller-Lin'.e. Schluß AlO Uhr. Führung: Professor Thomas. Ein Fest in dem Merores-Waisenhaus. Am 29. Mai findet um Aö Uhr in den Räumen und im Garten des Merores- W-aifenhauses, 19. Bez., Batiernfeldgasse 40, ein Fest statt. Generalversammlung der Kleinrentner. Sonntag, den 29. Mai, Uim AU Uhr nachmittags findet im großen Saale bei Leinbacher, Landstraße, Hauptstraße 97, die 9. Generalversammlung des Vereines „Kleinrentnerschutz" statt. Eintritt nur gegen Vorweisung der Einladung. Repräsentationsball anläßlich der Festwochen. Im Rahmen der Festwochen f'.itdet eine große gesellschaftliche Veranstaltung statt, die die Fremden und Einheimischen in die Fafchingsstimmung des alten Wien versetzen soll. Den Ehrenschutz über diese Veranstaltung, die unter dem Titel „Eim Ball bei Johann Strauß" am 15. Juni in allen Konzerthaussälen stattsinden wird, haben Bürgermeister Seitz, Landeshanptinann Dr. Bn re s ch und der Vorsitzende der Frsmdenverkehrskommission, Generaldirektor Müller, übernommen. Im törojjen Saal werden Anfführnngen des S ch über tbu n des und des S ta a t s o p e r nb a l l e t t s stattsinden. Im Mittleren Saal wird ein Alt-Wiener Heurigenabend den Fremden vovgeflchrt werden. Wie »er Morsenzettmrg Gerichtssaal. Dar geistige 8rbe Popper>Ltznke«s'. Ein Streit um die Herausgabe des Nachlasses. Der am 21. Dezember 1921 verstorbene Sozialphilosoph Josef Popper-Lynkeus hatte am 11. Dezember 1921, zehn Tage vor seinem Tode, ein Testament errichtet, in dem er seine langjäihri'ge Pflegerin Frau Anna Kramer, die er wenige Stunden vor seinem Tode g e e h e l i ch 4 hatte, zur Universalerbin cinsetzte. Eine Bestimmung des Testamentes lautete: „Auch wünsche ich, daß die von mir sehr geschätzte Tochter meines langjährigen Jugendfreundes, Dr. Moses L 5 w y, Frau Margit O rüste in, der ich tief verbunden bin, formell als Herausgeberin meiner Werke figurieren soll und öffentlich aus dem Titelblatt meiner Bücher genannt werde." Eine weitere Bestimmung des Testamentes besagt, daß die int Schlafzimmer des Erblassers befindlichen Bücher, Briefe, Zeitungen, Manuskripte und Kopierbücher dem Dr. Heinrich L ö w y vermacht werden. Nun gab Frau Margit Ornstein in Erfüllung des im Testament ausgesprochenen Wunsches mit dem Testaments^ Vollstrecker, dem seither verstorbenen Rechtsanwalt Dr. Julius Ofner, gomeinfam vier Werke heraus, und zwar: „Allgemeine Nährpflicht", „Religion", „Philosophie des Strafrechtes" und ,^Bestimmte Gespräche". Nach dem Ableben des Dr. Ofners gab Frau Margit Ornstein zwei neuere Werke Popper-Lynkeus' in uneigennützigster Weise heraus. Der Rechtsanwalt Dr. Ludwig Gelber, der die Vertretung 'der Witwe des Josef Popper-Lynkeus übernommen hatte, soll nun Versuche unternommen haben, eine weitere Ausgabe der Werke des Popper-Lynkeus zu verhindern. Dr. Gelber soll im Jänner dieses Jahres sowohl an Frau Margit Ornsteiin, als auch an ihren Vertreter Dr. Karl Ornstein Briese gerichtet haben, in denen er Frau Ornstein und Dr. Heinrich Löwy Eingriffe in d a s U rheb er r ech t und Schädigung d e r Witwe Popper-Lynkeus' vorwarf. Je eine Abschrift dieses Briefes sandte Dr. Gelber an die Mitglieder des Freundesrates des verstorbenen Philosophen, an den Schriftsteller Artur Schnitzler, an Dr. Fritz Wittels und an Dr. Theodor Löwe in Breslau. Frau Margit Ornstein und Dr. Heinrich Löwy. Nagten deshalb" den Rechtsanwalt Dr. Ludwig Gelber wegen Ehrenbeledigung. Gestern hätte die Verhandlung vor dem OLGR. D r. Fuchsig stattfinden sollen. Der Richter regte mit Rücksicht auf den Rauten Popper-Lynkeus einen V e r g lei ch an, der nach längeren Verhandlungen auch zustande kam. Dr. Ludwig Gelber erklärte, daß er die inkrimierten Briefe lediglich" in seiner Eigenschaft als Anwalt-der Frau Popper und als Mitglied des Freundesrates auf Grund der ihm von seiner Klientin erteilten Informationen geschrieben habe, und daß er nach der von Dr. Löwy erhaltenen Aufklärung den beiden Klägern nicht zumuten könne, eine auf Eigennutz oder auf unehrenhafte Gesinnung zurückzuführende Schädigung der Frau Anna Popper begangen zu haben. Auch eine von Bevorstehende Stabilisierung der Le«? Wie uns aus Bukarest berichtet wiro, soll, zwischen dem Gouverneur der rumänischen Nationalbänk Bnrileanu und dem Ministerrat eine Vereinbarung über die Modalitäten hier Leu-Stabilisierung zustandegekommen sein, so daß ibereu Dnrchführung in kurzer Zeit zu erwarten ist. Die Stabilisierung soll nicht gu einem erzwungenen Kurs des Leu, sondern zu.deinem Nte'drigoren als dient gegenwärtigen Kurs vorgenonnnen werden. Eine Bestätigung dieser Nachricht bleibt abzuwarten. Erholung an der Berliner Börse. Berlin, 24. Mar. Nachdem die Montagsbörse unter dem Eindruck von Gerüchten über weitere starke Restriktion der Diskontkredite noch tiefere Kurse zu vcrzeichiren gehabt hatte, als die des „schlvarzen Freitag" gewesen tvareli, brachte der heutige Tag cin^ E r h o l u n g, die ''chcn Montag nachbörslich und auch auf der Frankfurter Abendbörse ailgebahnt worden toar. Beruhigend tvirkte die Erklärung der Reichsbank, generell I c i u e weiteren Restriktion en der Wechselkredite vornchinen zu wollen. So schritt denn die Spekulation zu Deckungen, betten allerdings Abgaben aus der Provinz und der Depositenkasseltkundschaft gegenüberstanden. Im allgemeinen lag das Kursniveatl gegert Montag nur 6 bis 8 Prozent M-er und hob sich dann, lvenn auch unter SchlvanEungen, noch um iveitere 1 bis 3 Prozent. Kursabschläge gab es nur bei einigen Nebenlverteit. Dem hevorstehenden Ultimo sieht man mit Ruhe eittgegen, obwohl sich die große» Geldgeber über ihre Ul-' timodispositioneit noch.nicht ansgespxochen haben; mal: rechnet jedoch mit normaler Abwicklung Die Börse hat auch die Möglichkeit einer Erhöhung des Reichsbankd i s k o it t e s in Erwähnuilg gezogen, zumal sie ja jede Acnderung der Schachtschen Politik begrüßen würde. Deutsche und auslättdische Renten lagen heute zientlich widerstandsfähig. Pfandbriefe zeiatsu einheitliche Ten- 26. Mai 1927 Seite 7 Dr. Gelber gegen Dr. Löwy wegen, eines beleidigenden Briefes erhobene Klage wurde durch eine Ehrenerklärung gütlich ibeigelegt. ein Nachspiel zum Steiger-Prozeß. Aus Lemberg wirb uns berichtet: Vor dem htestgen Gericht wurde setzt die Strafsache gegen K aroline Stein, die Braut .des aus dem Stei-ger-Prozeß bekannten Nikolaus M y k y 4 y n verhandelt. Die Stein war der falschen Zeugenaussage im Steiger-Prozeß zum Zwecke der Entlastung des Mykytyn angeklagt. Sie wurde zu 2 Jahren schweren Kerkers mit sünfjöhrlgom Strafaufschub verurteilt. Irr Maffeverwatter kann die Wohnung de» Schuldner» kündige«. Der Spenglermeister Heinrich L. besaß int Ha»'c '.blartahilferstraße 10 eine Wohnung. Als über sein Verniögen der Konkurs eröffnet wurde, kürtdigte der Masseverwalter Dr. Ludwig Pisk unter Berufung aus eine Bestimmung der KmtkursordnUng, tvonach der Masseverwalter in Be> standverträge des Gemeinschuldtters nicht einzutreten brauche, diese Wohnung, L. suchte nun im Wege einer Klage die Ungültigkeitserklärung dieser Kündigung zu erreichen, indem er sich auf § 5 der Konkurserdltuitg berief, taut ivelchenr pem Schuldner die für ihn und seine Fmnilie unumgänglichen Räume erhalten bleibeit müßten. Das Bezirksgericht Margareteir wies dieses Klagebegehrett mit der Begründung a b, daß der § 5 der Konknrsordnung nur herangezogen iverdeu könne, wenrr es sich Um eine Wtohinung! iw einem zur Konkursmasse gehörigen Hause handle. . Gegen dieses Urteil ergriff L. die Berufung, in der Ä ausführte, daß durch diese gesetzliche Lücke der Mieterschutz zum Teile illusorisch gemacht werden könne. Der BerufuUgssenat b'üftätigte das erstrichterliche Urteil mit ibkr Begründung, daß der Masseverwalter bei der Wahrung der Jnteressett der Glanbigerschast keiner wie immer gearteten Beschränkung unterliege und daher zur Mndigung berechtigt war, tun so mehr, als der Gemein^chttldUer für den Mietzins keme Sicherstellmtg gewähren wolle. Die Revision an den Obersten Gerichtshof wuvd>e für unzulässig erklärt. Ter Kampf gegen die Automaten. Der Wiener Magistrat hatte der AutomatengeseUschaft Gebrüder Stbllwerk u. C o. für die von ihr aufgestellten Automaten eine a.ch t p r ozentige Nah rungs- und Genutzmi'ttelav gäbe vvvgeschrieben, weil die Lage der Automaten, die auf den Bahnhöfen der Bundesbahnen und der Stadtbahn aufgostellt sind, gegenüber den Zuckermarengefchästen bevorzugt sei und weil die Mtomaten zu jeder Tages- und Nachtzett zugänglich seien, weshalb auch in mehreren Beztrbsvertretungen gegen die den Zuckevwarengeschästen durch die Automaten erwachsene Konkurrenz Stellung genommen wurde. Ueber die dagegen von der Gesellschaft cingebrachtc Beschwerde fand gestern vor dem Verwalt,mgsgerlchtshof die Werhandlung statt. Die Beschwerde bezeichttetc die Belastung für die ohnehin durch, andere Abgaben schwer belastete Unternehmung als unerträglich. Atrtontaten ntüsfen an stark frequentierten Plätzen ausgestellt werden, da sie sonst ihren Zw>eck verfehlen würden. Der Berwaltungs!- aeriichtshvf wies die Beschwerde als un b e grün d et ab. denz. Nenteitbriefe waren bis % Prozent abgesch>ivächt, Größere Abgaben waren in Hypothekengold- Pfandbriefen zu beobachten. Der Geldrnarkt zeigte unverättderte Sätze, doch wird die Erhöhung des Privatdiskontes als lvahrscheinlich erachtet. Am Devisenmarkt war das Pfund fest, Mailand und Spanien schwächer. Die v erstärkte n Anf c t b c r tt n g c it hielten an. Polen» Anleißeverhandlnnsen. Wie uns aus W a r s ch a u berichtet lvird, ist der Vizepräsident der Bank Polski, Dr. Mly n arsk i, aus Paris bereits zurückgekehrt, und nächste Woche kehrt auch der Depa-rtementsdirektor des Finanzmimsteriums Voran s ki nach Warschau zurück, wo erden Vertragsentwurf über die Anleihe vmlegen wird. Sodattn wird der Finattz- Mnister Czechowicz zurr ttnterfertigung des Vertrages nach Paris reisen. Die Anleihe soll drei Wochen nach der Unterfertigung zur Auszählung gelangen. Ueber dm gegenwärtigen Inhalt des Anleihevertrages, der, wie seinerzeit berichtet, kurz vor der Uuterfertigiurtg durch neue Vorschläge der amerikanischeu Gruppe verzögert nurde, ist von den ofsizielletr RegiaruttgssteUeu nichts Näheres bekanntgegeben worden. Dem Vernehmen nack) soll der Zinsfuß der Anleihe um ein Viertel Prozent erhöht werden. Nach Meldungen der Londoner „Financial Neivs" sind in dem neuen Anleihevertrag noch nicht alle Punkte voNständig abgeschlossen. Es bestchm noch Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Ausmaßes der au swär^ t i gen Koni rolle über die Verwendung des Anleiheertrages imb über die staatlichen Einnahmen, die zur S icherung des Zin sendi enstes bestimmt sind. Nie LerivalinagrraWtznng der Srar-Köslacher Aus Graz wird uns berichtet: In der Montag stattgefundenen Berivaltungsratssitzung der Graz-Köflacher A. G., welche einen ruhigen Verlauf nahm, wurde der Rücktritt des Dr. Wntte und der Brüder Czer- TOlKSWIRTSCHAri