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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-25 · Heft 2960 (25.5.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2960 (25.5.1927)
Date
1927-05-25
Page
Seite 8 (sequence 6)
Language
German
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Wim», Mittwoch Wiener Morgenzeirnng 25. Mak 1927 Nr. 2966 Seite 8 3* i. e n y zur Kenntnis genommen sowie di« Kvoptierun 1 der Sektionschefs Dr. Po Hak und Dr. Mayer. Mallenau sowie des Dr. Peril beschlossen. Ferner wurde der Beschluß gefaßt, von einer außerordentlichen Generalversammlung Abstand zu nehmen und Ende Juni oder An fang Juli die vrdentlicheGcneralversamnllung abzuhalten, welcher es Vorbehalten bleikben soll, die alte Bilanz der Gesellschaft zu reassumieren und die Geschäfte des Großspekulanten W u t t e sowie seiner Schwäger C z e rweuy zu untersuchen, die den Zusammenbruch des Unternehmens herbeigeführt haben. Tie Be sitzverhältnisse bei der Graz-Köslacher sind noch immer nicht geklärt, denn Dr. Wutte hat mit seinem Austritt aus der Verwaltung nicht auf seine Besitzrechte verzichtet, da er auf dem Standpunkt steht, daß den Forderungen bcu Zentralbank seine Forderungen gegenüberstchen und daher das verpfändete Aktienpaket der Graz Köflacher A, G. noch immer ihm gehöre. Es ist nicht ausgeschlossen, daß über die BesitzverhÄtnisse der Aktienmajorität der Gesellschaft das Gericht zu entscheiden haben wird. Jas Ergebnis der Weltwirtschastrkoaserenz. Die soeben beendete Weltlvirtschaftskouferenz in Genf hat das Ergebnis gehabt, das man von ihr erwarten konnte. Es war klar, daß die Konferenz die tiefe Kluft zwischen kapitalistischer und sozialistischer Wirtschaftsanschauung nicht überbrücken konnte. Aus diesen Schwierigkeiten hals man sich dadurch, daß das gesamte Material der Konferenz dem Völkerbund überwiesen und die ^Durchführung der aus den Resolutionen der Konferenz sich ergebenden Arbeiten dem Völkerbünde überlassen und als dringlich anempfohlen tvurde. Die russischen Delegierten erklärten freilich, daß Rußland» da es den Völkerbund nicht anerkenne, sich Vorbehalte, auf anderen Wegen die Durchführung der von der Wirtschcrftskonferenz angenommenen Resolutionen gemeinsam mit anderen Staaten zu sichern. Dies ist wohl nur eine d c m o st r a t i v e Geste, denn die Rüsten wissen sehr wohl, daß eine wirtschaftliche Zusammenarbeit nur von einer Stelle ausgehen kann, die gewissermaßen überstaatlich ist und auch über den zwischenstaatlichen politischen Kombinationen steht. Der Völkerbund ist noch nicht ganz diese Stelle, aber es besteht noch immer die Möglichkeit, daß er es wird. Daß die Russen ebenso wie die Teilnehmer an der Konferenz aus den anderen Staaten davon überzeugt sind, die künftige Gestaltung der Wirtschaftspolitik müsse vom System der kollektiven Verträge getragen sein, ist daraus zu erkennen, daß auch die russische Delegation, die sich sonst bei den einzelnen Resolutionen der Stimme enthielt, gerade die Resolution, welche den öbenangeführten Gedanken zum Ausdruck bringt, bei der Mstimmnng bejaht hat. Und diese Betonung des Prjnzips der Kollektivverträge an Stelle des bisher herrschenden regionalen Prinzips ist das positive Ergebnis der Weltwirtschastskonserenz. Um es durchzuführen, bedarf es noch vieler schwerer Arbeit, und es ist gerade im Hinblick auf dieses Prinzip zu bedauern, daß die Weltwirtschaftskonferenz sich nicht den Vorschlag aus Schaffung einer ständigen, mit dem Völkerbund in stetem Kontakt stehenden interstaatlichen wirtschaftspolitischen Institution zu eigen gemacht hat. Fnvnstrieberichte aus PaWina. Leder «nd Schuhe. — Strumpfwaren. — Wäfcheerzeugmrg. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Eine Anzahl von Industriezweigen in Palästina hat jetzt eine gute Konjunktur zu verzeichnen. So ist jetzt die S ch u h w a r e nerzeugung in Tel Awiw sowohl in den kleineren als auch in den größeren Betrieben reichlich beschäftigt, die Erzeugnisse finden im ganzen Inland, aber auch in Syrien flotten Absatz. Es macht sich angesichts der regen Nachfrage Mangel an Sohlenleder bemerkbar, da die palästinensischen Gerbereien nicht genügend liefern können. Die eine Zeitlang geschlossene Lederfabrik von L e w k o w i tz ist gegenwärtig voll beschäftigt. Die Schuh Importeure, die wegen der Krise mit Einkäufen zurückhaltend waren, gehen jetzt daran, größere Bestellungen in Italien und Oesterreich zu machen. Die inländischen Schuherzeuger wollen sich jedoch vor dem Schuhimport schützen und verlangen in einem Memorandum von der Negierung eine E r- Höhung des Einfuhrzolles für Schuhe von 12 auf 50 Prozent. Die Strumpfwarenerzeugung in Tel Awiw hat den inländischen Markt vollständig erobert. Die Strumpffabrik „Lodz: a", bet der Keren Hajessod einen langfristigen Kredit von 2000 ägyptischen Pfund zur Verfügung gestellt hat, arbeitet heute sehr lebhaft. Da die im Inland erzeugten Strümpfe an Qualität der Chemnitzer Ware gleichkommen und dabei um 10 bis 20 Prozent billiger sind, haben sie auch in die anderen Orient markte eindringen können und finden dort steigenden Absatz. Gegentoärtig ist ein Mangel an q u a l i f i z i e r t e n M e istern in diesem Fabrikationszweig zu verzeichnen, so daß sich für qualifizierte Arbeitskräfte aus Europa gute Unterkunftsmöglichkeit bietet. Die Wäscheerzeugung Tel Awiws weist ebenfalls lebhaften Aufschwung auf. Vornehmlich das D e l f in e r s ch e Produkt in Seidenhemden ist lebhaft im Inland gefragt, und während noch vor einem Jahr ausländische Wäsche den palästinensischen Markt überflutete, da sie viel billiger als die rm Lande selbst hergestellte war, steigt heute der Absatz der in Palästina erzeugten Wäschewaren von Tag zu Tag. Banken« und Pvstsparkasfendienst am Doimerstag. Da der 26. Mai für die Aemter nnd Anstalten des Bundes Feiertag ist. ruht an diesem Tag der Dienst bei der Oesterreichtschcn Postsparkasse. Auch bei den Wiener Banken ist dieser Tag vollständig dienstfrei. Die „bodenständigen" Banken. In der Montag in Villach aogehaltencn Generalversammlung der H a u d e l§- u n d Gewerbe bank Villach wurde der A n sg l e i ch s vo rs ch l a g, der eine 66 p r o z c n t i g c AuSglcichsqnote Vorsicht, mit 249 gegen 6 Stimmen genehmigt. Zugleich wurde die Liquidation der Genossenschaft formell beschlossen. Eine österreichische Exportstelle in China. Im österreichischen Handelsmuseum werden gegenwärtig Vorarbeiten für die Errichtung eines österreichischen Epportbureaus in Schanghais getroffen. Berichten aus Schanghai zufolge könnten insbesondere folgende österreichische Artikel am chinesischen Markt Eingang finden: Pavierwaren, Tapeten, Leldergalanteriewaren, Kurz- und Spielwaren, Parfümerie, chirurgische Instrumente, Hüte usiv. Heute Mittwoch, den 26. Mai, findet im Konferenzsaal des österreichischen HandelSniuseums, Wien, 9. Bez., Berggasse 16, um 18 Uhr, eine Aussprache statt, zu der interessierte Firmen geladen sind. Zinsenzuschüsse für Besitzer von Wiener Gemeindeanlchen. Im Stadtsenat berichtete gestern der amtsftkhrende Stadtrat Brcitner über die Aktion der Gemeinde Kr die Kleinrentner. Die Gemeinde widmet vis zum Inkrafttreten einer bundesgesehlicheu Regelung hinsichtlich der Kleinrentner jährlich eine Millron Schilliu.g. AiB diesem Betrag werden Besitzern von Teilschuldvetschreivungen der Gemeinde Wien, die diese Schuldverschreibungen vor dem 1. November 1918 erworben haben, österreichische Bundesbürger sind und ihren Wohnsitz m Wien haben, Zuschüsse zu den Zinsen der Schuldverschreibungen gegeben. Die Beurteilung des Einzelfalles erfolgt durch eine vom Bürgermeister zu ernennende Kommission. Für die Beurteilung gelten die Bestimmungen des Kleinrentnergesetzes, doch wird ein Zuschuß auch dann gegeben, wenn die Jahreszinsen weniger als dreihundert Kronen ausmachen. Die Ansuchen um Zncrkennung des Zuschusses sind unter Nachweis der Voraussetzungen Vis 31. August 1927 beim Magistrat geltend zu machen. Die Vorlage, die bereits gestern vom Finanzausschuß genehmigt worden war, wurde auch vonr Sta'otsenat nach einer eingehenden Debatte beschlossen. Am Freitag wird bereits der Gemeinderat darüber beraten. Ter Verband der Likör« und Spirituosenerzenger Oester« reichs hielt vor kirrzem seine diesjährige Vollversammlung ab. Dem Bericht, den der Geschäftsführer Hr. Schneider erstattete, ist zu entnehmen, daß dem Hauptverband zurzeit teils direkt, teils im Wege der in den verschiedenen österreichischen Bundesländern bestehenden Landesgenossenfchaften insgesamt 677 Mitglieder angehören. Die Vollversammlung nahm die Neuwahlen Des Vorstandes vor, oer denen einfttmmig zum Präsidenten des Veroandes Kommerzialrat I. R. Berger (Firma Belko), zu Vizepräsidenten die Vorsteher Direktor Hans P e l j a k (Graz) imd Ludwig Mostnh (Linz) wiedergewählt wurden. Die Devisenmärkte wiesen gestern bei geringem Verkehr keine nennenswerten Kursbewegungen aus. Die Lim blieb bei einem Züricher Schlußkurs von 28.46 int wesentlichen unverändert (Montagskurs 28.43) und auch der Leu hatte bei einem Stande von 3.16 keine Aenderung von Belang zu verzeichnen. Devise Madrid wich von 91.66 aus 91.26. Der Schilling erhöhte sich' von 73.16 auf 73.20. Russische Platinverkäuse. Platin notierte vor dem Krieg mtt 4—6 Kronen pro Gramm und ist in letzter Zeit vis auf 24 S., das ist auf den drei-visvierfachen Wert in Gold gestiegen. Der Grund dieser ganz außerordentlichen Preiserhöhung. liegt darin, daß zirka 70 Prozent der gesamten Platinproduktton in Rußland liegen und durch das russische Außenhandelsmonopol dem Markt entzogen waren. Nunmehr bringt die Sowjetregierung große Mengen Platin auf den Markt, so daß sich der Detailpreis/ bereits auf 19 S. pro Gramm gesenkt hat. In Fachkreisen wird diese Taktik auch auf den Konflikt zwischen der russischen und der englischen Regierung zurückgeführt, da die restliche Platinproduktion auf die englischen Kolonien entfällt und man der Ansicht ist, daß. dieser Preisoruck au? diesen wichtigen englischen Exportartikel eine der von den Russen beabsichttgten vielen wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen gegen England darstellt. Abschluß des Kartells der. tschechoslowakischen Mineralölrafsinerien. Aus Prag wird gemeldet: Die in der abgelaufenen Woche zwischen den Vertretern der Mine ralvl vafsinerien geführten Verhandlungen über die Verlängerung des bisherigen Kartellabkommens haben zu der Einigung geführt, daß der Kartellvertmg um weitere drei Jahre bis 30. Juni 1930 verlängert werden soll. Die Unterzeichnung des Abkommens soll nach Erledigung einzelner Formalitäten erfolgen. Eine gemeinsame Verkaufsstelle der tschechoslowakischen Stickstoff-Fabriken. Aus Prag wird berichtet: Mit Rücksicht auf das Ansteigen der einheimischen Produktion von Stickstoff- Düngemitteln, di« durch die neue Fabrik ip Marienberg bei Mähr^Ostrau noch eine Vermehrung erfahren wird, hat sich die Notwendigkeit ergeben, die Frage der Verkaufsorganisation zu regeln. Das Ergebnis der diesbezüglichen Verhandlungen gipfelte in dem Beschlüsse, eine gemeinsame Verkaufsstelle der Stickstoff-Fabriken zu schaffen, die am 1. Juli ins Lüben treten soll. Vorstand dieser Verkaufsstelle wird Direktor Tobias, der bisherige Direktor der Koliner chemischen Fabrik, fein. Ter Ausgleich Fuchs in Brünn. Der Creditorenverctn von 1870 berichtet, daß bei der gestern in Brünn statt-- gefundenen Tagfahtt der Ausgleich der Verlassenschaft nach Adolf Fuchs, Brünn, auf Basis von 66 Prozent unter der Garantie der- Frau Olga Fuchs und des Herrn Karl Fuchs mit den erforderlichen Majoritäten angenommen »vurde. Aenderungen des ungarischen Zolltarifes. Aus Budapest wird gemeldet: Nach einer Regierungsverordnung sind bis auf weiteres zollfrei zu behandeln: Fluorammouium, rohes Naphthalin fijr Naphthalinrasfineriebetriebe, Aceton zur Erzeugung von Zelluloselack, Palmöl zur Erzeugung von Stearin und Elain, Sulfit, Abfall-Lauge für Metallgießereien und Kcvbelfavriken, Zinkstearat zur Erzeugung von Kautschukwaren, Dpezialipappendecket für Papierfabriken und Afbestschieferfabriken, glänzender Strahldraht für die Erzeugung von Drillbohrern; ferner sind einzelne Waren angeführt, nach denen bis auf weiteres nur 10, bzw- 25 oder 60 Prozent der im Zolltarif enthaltmen Tarifsätze anzuwenden sind. Die Verhandlungen über das Walzdrahtkarteü. Aus Berlin wird berichtet: Die Verhandlungen über die Bildung des internationalen Walzdrahtkartells sollen am 2 4. Ma: wieder ausgenommen werden. Der Ort ist noch nicht bestimmt. Otto Niamey«: in der Bank von Englack». Aus London wird gemeldet: Der bisherige Abteilungschef im Schatzamt und Referent für Reparation- und Schuldenftagen, Sir George Otto Nie meyer, wirb vom l. August an eine leitende Stellung '.n der Bank von England übernehmen. Durch diese Ernennung wird der seit einiger Zeit bemerkbare starke Ein.ftu.tz des engliichen Schatzamtes auf die Bankpolittt auch äußerlich dokumentiert, denn Niemeyer gehört zu oen höheren Beamten des Schatzamtes, die Churchill am nächsten stehen. Nie-meyers Nachfolger im Schatzamto wird der bisherige Chef der Verwaltung der direkten Steuern, Sir Richard Hopkins. Passive polnische Handelsbilanz im April. Aus Warschau wird gemeldet: Nach einer von der „Gazeta poranna" veröffentlichten privaten Statistik über die Ein- und Ausfuhr im April (die amtlichen Ziffern sind bisher noch nicht erschienen) lu'trug der polnische Import im April 148,190.000, der Export 119,411.000 Zloty. Somit ergibt sich ein Passiv um der Handelsbilanz für den Monat April mm 28,784.000 Zloty. Das Blatt bemerkt, dies sei die ungünstigste HnndelÄ-ilanz Polens seit zwei Jahren. Tic polnische Anleihe. Wie aus Warschau gemeldet wird, ist der Vorsitzende der polnischen Delegation für die Anleihererhuildluttgen Dr. Mlynarski aus Paris nach Warschau zurückgekehrt. Die Blätter berichten übereinstimmend, daß während der Pariser Verhandlungen die Mehrzahl der mit der Gewährung der Anleihe verpmrdenen Fragen definitiv geregelt worden sei. Es bleibt noch die Frage der Kompetenz des amerikanischen Beobachters bei der Bank Polski. Man nimmt an, daß die Untevfertt- Q des Anleihevertrages entweder Ende Mai oder an-- 4 Juni in Paris erfolgen wird. Die deutsch-rnina,rischen Anlerheverhlurd langen. Aus B u k a r e st, 23. d. M., wird uns telegraphiert: Der Dip rektor der Deutschen Bank Graf Pogqi ist in Bukarest eingetroffen, um die Verhandlungen mit der rumänischen Regierung über den Abschluß einer. Markanleihe foriMssühren. Wiener Börse. Ungleichmäßig. Da zu Börscnbeginn Nachrichten von einer leichten Erholung der Berliner Börse eintrafen, »rächte sich auch hier zum Teile leichte Besserung geltend. Da jedoch die Umsätze gering blieben/ gingen diese Kurserholungen bald wieder verloren, nnd später bcloirkten Berliner und Budapester Entlastnngsabgaben einen Druck auf das Kursniveau sowohl. ln der Kulisse als auch im Schranken. Der Verkehr blieb weiter schwach nnd die Börse schloß ungleichmäßig. Unter den abgeschrvächten Papieren sind Salgo, Karpathen, Juli-Süd und Staatsbahn zu nennen.. Mit Gewinn schlossen u. a. Skoda, Felten,! Poldi, Kobnvg nni> Oesterreichische Kredit. Im Schranken überwogen die Einbußen. Der Rente nmarkt sah bei stillem Geschäfte fast durchwegs Kurs-, abschwächnngcir. Auf dein Anlagemarkte notierten Rudolf-Schuld 3.11 Schilling, Rudolf-Prioritäten 14.10 Schilling, Elisabethbahn III 43 Schilling, Oefterreichische Eisenbahiranleihe und Wiener Berkehrsanleihc 2.80 Schilling, Franz-Josefs-Blchn-Prlvj* ritäten 20.90 Schilling. j Quoten: Franz-Josefs-iBahir-Schuld 2.51, Nordwestbcchchi Schuld —.25, Franz-Josefs-Bahw-Prior. 4.10. jExot.c n, Mraznica 2.30 bis 2.40. Kassakurse: Unfall und Schäden allg. 1030/—, Meccur 6.55, Unioubank 6.90, Verkchrsbank 3.75, Bankverein 34.45, i Boden-Credit 134.75, Oesterr. .Kredit 80.90, Niederösterv. Eskompte : 26.—, Nationalbank 244.—, Donau-Dampfschiff 127.—>, Lein-! Üerg-Czern.-Jassy 64.—, Staatsbahn 42.—, Perlmooser 324—, , Univers. Ban 12.—, Lemberger Brau 122.—, Der. Drogen' —.43, Nicdcrösterr. Elektr. Wirtsch. —.76, Siemens 2540,! Oesterr. Telephon 14.40, Heid Wasch. 1.68, Mannesmann 42.80,* Waffen 740, Oesterr. Hofhcrr 14.60, .Ungar. Hofherr 25.80, Krupp 26.80, Karpathen 35.10, Etti Bergel 11^—> Semperit 18.90- Die Börse cm 4. Juni. Am 4. Juni, dem SamstitzI,. vor Pfingsten, sind, alle Bürseräumlichkeiten' sowie die AmtA-,! räumender beiden Schiedsgerichte geschlossen.! Wiener Warenbörse. Die gestrige Börse nahm «bei gutem Besuch mäßigen Verlauf. Der Ka'ffcemarkt ist ans dem Weltmarkt abgefchwächt, nachdem die günstigen^ Ernteberichte auf >die Marktlage drücken. Hier wurden infolge GeschaftÄosigkeit die Preise unverändert gelassen. Von Gewürzen setzten Pfeffer und Piment ihre Aufwärtsbewogung fort und verteuerten sich abermals um 6 S. aus 040 S., rchp. 515 S. per IM Ki'logvamm. Italienischer Glacereis ermäßigte sich im Einklang mit den Notierungen im Ursprungslande um 7 auf 155 Lire. Hier selbst wirkte sich diese Preisermäßigung nicht aus, nachdem die Lira sich im sollben Matze verteuerte. Bon Südfrüchten waren Barinmndeln nm 650 S. (— 10), Lekwar um 66 S. (4- 2) und bosnische Pflaumen 80/85 in Kisten zu 112 S. (-(- 4) per 100 Kilogramm erhältlich. Die Tendenz in Schwe i n efetten ist fester. Novdamerikanische Ware hielt sich auf dem Stande der Borbövse (Dollar 32.25), Budapester Ware verteuerte sich um 3 auf 268 S. ab Budapest und Wiener Schreinesett um 3 Es 276 S. ab Wien. Bon Chemikalien war nur für Weinsteinsäure größeres Jnteresie vorhanden, die auch um 10 S. teurer zu 560 S. aus dem Markte genommen wurde. Außerdem waren ausgoboten: Elain zu 195 S. (-4- 5), Glycerin, techn., zu 275 S. (4- 5), holl. Leinöl zu 144 S. (4 2), Leinölfirnis zu 150 S. (4 2). Textilien sowie Garne und Zwirne verteuerten sich um 2 Punkte, rohe Baumwollgewebe um je 1 Punkt. Leder und Rohhäute Msben unverändert. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Dev Budapester Terminplatz meldet wieder haussierende Kurse. Im Einklang mit diesen festen Berichten war Neuroeizen und Äteuroggen ebenfalls fester. Dagegen blieb Alttvare völlig vernachlässigt. Mais tendierte freundlicher. Hafer unverändert. Die amtlichen Notierungen blieben auf dem! Stand des Vortages. Budapester Getreidetermimnarkt. Bei sehr fester Tendenz erfuhren die Kurse sprunghafte Erhöhungen. Die Notierungen lauten in Pengö: Maiwerzen 34.36. Oktoberwei-en 30.48, Augustroggen 26.18, Oktoberroggen 26.16. Wiener Viehmärkte. Borstenviehmariöt. Aufge-, trieben wurden 8403 Fleischschweine, 4096 Fettschweine. Fleischschiveine 2—2.36, Fettschweine 2—2.40 per Kilo Lebendgewicht. Bei lebhaftem Verkehr verteuerten sich Fleischschweine um 10 Groschen und mehr, Fettschweine um 5 vG 10 Groschen. — Pfer.demarkt. Auftrieb: Gebrauchs-- Pferde 132, Schlächterpferde 480, aus dem Schlachchauts 26 und aus der Kontumazabteilung 184. Kutschpferde 600 —1200, leichte Zugpferde 300—1200, schwere Zugpferde 600 —1400 pro Stück. Schlächterpferde, Prima (Fohlen) 0.90— 1, Sekunda 0.75-0.85, Bankvieh 0.60-0.70, Wurstvieh 0Lk> —0.45 pro Kilo Lebendgewicht. Verkehr schr lebhaft. Auswärtige Börsen. Prag: Die Börse begann in vnreaelmäßiger Haltung. Während einzelne Eisen- und Mafchinensäbriksaktlen von Skoda ausgehend Befestigungen aulweisen konnten, mutzten sich die anderen MarNseviete M-

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