Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2950 (15.5.1927)
- Date
- 1927-05-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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5 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung 15. Mak 1927 Nr. 8980 Das Schiösal der Seit. —y, Wien, 15. Mai. Den Patrioten aller Länder gibt die neueste französische Hceresvorlage Stoff zu sehr nachdenklichen Er- Mgungen. Was für Frankreich gilt, ist auch auf alle anderen Länder anzuwenden, die sich an dem großen Krieg beteiligten, und darum sind eS sozusagen Weltsorgen der schlimmsten Art, die aus dem Mottvenbericht über die Fricdensgliedenmg der französischen Annee abzuleiten wären. Die Situation Frankreichs, heißt es dort, wajbc in den Jahren 1935 bis 1940 kritisch tverderi, iwnt in diesem Zeitraum der starke Geburtenaussall der Kriegsjahre das Rekrutenkontingent bis auf die Hälfte des normalen Standes herabdrücken iv^rde. Die französische Kriegsverwaltnng ficht die Zukunft sehr düster. Sie besorgt Gefahren für die Verteidigung. Wie denn nicht? Sie ist ja auf den Frieden und nur auf den Frieden eingestellt, aber sie muß das Vaterland nick die Kultur, das Volk, die Industrie, die Arbeit rechtzeitig warnen und Schutzmaßregeln treffen. Zu diesem Zwecke wurde schon vor einigen Monaten ein Gesetz beschlossen, das für den Mobllmachungsfakl alle potentiellen Kräfte Frankreichs in den 'Dienst stellt. Cs besagt nicht mchr und nicht weniger, als daß alle .Altersklassen uiü> Geschlechter, Männer, Frauen und Kinder, nach ihrer Eignung für den Krieg zu vertuenden sind. Die neue Vorlage sieht die Aufstellung einer besonderen Berufsarmee vor, di« in dem kritischen Zeitraum sogar auf das 30. Lebensjahr für die Präsenzdienstpflrcht zurückgreifen kann. Die Vorlage tut also so, als tväre nur Frankreich durch den Weltkrieg betroffen worden. Da ober dasselbe Unglück auch in der übrigen WeÜ emtzetreten war, so werden sich ebenso gute militariKsche Rechner auch außerhalb Frankreichs finde,!, die chw respektiven Vaterländer mit der gleichen Argumentation beglücken. Es ist also wieder eine Weltsorge zu verzeichnen, und sie befaßt sich mit dem Schicksal der Kinder von Heute, die die Lücken des Krieges auszufüllen haben werden. Unsere Generation ist von den Ahnen mit Schulden belastet worden. Sic hat dieses negcüive Erbe vermehrt und gibt es weiter. Aber sie sorgt auch dafür, daß es nicht bei Schulden allein bleibt. Sie baut Heute schon die Schützengräben und weist der Jugend den Platz zu. Im Namen und mit der Mtorität des Staates, wobei jede Partei nnd jede Strömung unter Staat etwas anderes, meist aber sich selbst versteht. Me Hoffnungen, daß die Erfahrungen des Krieges eine neue Organisationsform der Gesellschaft fördern würden, sind überall enttäuscht worden. Es war viel guter Wille vorhanden, aber schließlich siegte doch nM>er der Herdentrieb, der Drang, sich unterzuordnen und sich befehlen zu lassen, und das kam denen zustatten, die sich das Recht des Beschleus arrogierten und denen die Massen auch Weiter vertrauten. Me alten Parteiformen und -firmen, die längst inhaltslos geworden sind, sind geöüeben und mit ihnen sogar die alten Personen, die sich samt und sonders kompromittiert hatten. Es sind neue Verhältnisse entstanden, die eine Reform des politischen und des srtzialen Lebens erheischen. Wer die erstarrten ParteiLegriffe nehmen auf sie keine Rücksicht, und sie ziehen es vor, sich mit den ebenso starr gewordenen politischen Systemen zu vertragen/ Sie suchen keine neuen WeM für die Regekmg der Beziehungen der Völker, ja sie mißachten es geflissentlich, daß sich die alten ausgefahrenen Geleise als schädlich erwiesen haben. Die Gehekncholitik blüht, und mit ihr ist der Militarismus verschwistert. Er gibt sich als Staatsautorüäi und als letzte Ewundlage alles staatlichen Seins. Er ist der feste Halt der Senilität, die nicht abdizieren will, eines menschherLsfeindlichen Konservativismus, der an den Mordinstmkt appelliert und ihn romantisch färbt, der der Jugend sagt, es war immer Krieg und es muß Krieg», geben. Deshalb rechnen heut« schon die Regierungen und die Politiker und die Nationalökonomen sorgenvoll an dem Geburtenausfall herum. Sie können es ungestraft tun und sogar mit Gesetzesaugen Ln das Ehebett lugen; ja es wird zu strahlendem Patriotismus, den Eros mit Paragraphenzäuneu zu umhegen. Und dies um fo mehr, als ja alle Patrioten eS als Pflicht ansehen, sich und ihren Staat als bedroht zu erklären. Sicherlich studiert jetzt der deutsche, der englische, der italienische Generalstab die französischen Tabellen, und der russische wird es an Eifer und Sachkrmdigkeit nicht fehlen lassen. Sie alle kommen zu den gleichen Schlüssen und sind selbstverständlich bestrebt, sich auch ür der Führung der Politik bemerkbar zu machen. So wird dann wieder alle Verivaltung, alle Arbeit und jeder Zweig des Staatslebens von der Idee der Gewalt durchsetzt, und es gibt nirgends eine ernstliche Gegenwehr. Auch der politische Sozialismus übt sie nicht, da er doch selbst das mMavistische Prinzip zur Erreichung der Macht adoptiert hat, also logischer, veise gegen die Kasernenpolitik nicht nachhaltig auftreten kann. Der VAkcrbundgedanke der friedlichen Schlichtung von Strntigkeiten wird auch von dieser Seite hör nicht gefördert, mrd so ist der Völkerbund in die Isolierung geraten, die ch« akkonSunfähig macht. Gr hat freilich selbst die Hauptschuld an der Vereinsamung, weil er den Weg zum Herzen der Massen nicht gesucht hat und nicht gegen die BorufMplomatte, gegen die Gefchäftspolitik, gegen das Partei - wesen und den Kriegsgeist an die Völker appelliert, die ihn sehr wohl verstehen würden. Ueber eLsttz gewisse sehr dünne Oberschicht der Nationen reicht dßr 'Hyyrtnis vom Völkerbund nicht hinaus, und nur die Wer all t msgiieyen durch,emacht hat und trotz großer diättscher Enibehrungen keine Gewichtsabnahme erzielen konnte, versuche Dr. HoffbaiierS EntfettunaStablette«, die vor allem keine Aenderung der gewohnten Lebensweise verlangen und in kürzester Zeit Gewichtsverminderung bewirken. — Depot - Apotheke -4 Bayer, Wollzeile Nr. LS jüdische Oeffentlichkeit tritt für den Fricden ein. Sie teilt deshalb auch das Geschick der Isolierung, aber nur politisch und sozial. Wenn die Tendenzen, die unsere Zeit beherrschen, nicht eingedämmt werden, wird auch dio jüdische Jugend bluten und hierin das Schicksal ihrer Altersgenossen erleiden. Ration and Rattonalitöt. Von Dr. Leo Goldhammer. In den Staaten, in denen mehrere Volksgruppen züsanlmenwohnen, wie z. B. in Rnßlcnck, in der ehemaligen Oesterreichisch-Ungarischen Monarchie, in der Schweiz und in Belgien tvurde lange vor dem Weltkriege d>as Problein der ,Mcrtiost" «und ^Nationalität" lebhaft diskutiert, da man das begreifliche Bestreben hatte, das Zusammenleben h>er verschiedenen Völkerschaften Uw glichst reibimgslos Kn gestalten. In den anderen LäMrn tvurde diese Frage durch das soziale Problem in den Hintergrund' gedrängt, d. h. durch die Erforschung jener Mittel und Wege, durch welche der arbeitenden Menischheit ein größerer Anteil an dem Gesamterträgnis der Volkswirtschaft verschafft tverden könnte, dkach dem Weltkriege wurde das zuerst genannte Problem neuerlich akut, tveil durch die Frieldensverträge Staaten vorgesehen waren, tvelche nur eine einzige,Nation zusaimnenfc/sien durften. Man mußte daher notgedrungen zunächst den Personenkreis bestimmen imb ab grenzen, fcter der Träger jener Rechte und Pflichten sein sollte, die man unter dem Begriffe Souveränität zusammenfaßt. Man mußte sich fragen: ist eine Nation jene Gruppe von Menschen, die innerhalb der als notwendig geforderten historischen »oder natürlichen Grenzen lebt (Staatsnation) oder jene Gemeinschaft, die sich durch gewisse objektive Merkmale, wie Sprache, Rasse, Kultur und Charakter, von anderen Gruppen unterscheidet, ohne daß gewisse Territorialgrenzen z'n berücksichtigen wären (Sprach- oder Kulturnation), oder beruht schließlich dick Nation lediglich im subjektives Merkmal des freien und unbeeinflußten Willc»? c!d>rr Bekenntnisses eines jeden großjährigen handlungsfähigen Menschen («Willens- oder Gefühlsnation)? Eines stand von! vornherein fest, daß man nämlich unter Nation-jedenfalls eine Menschheitsgruppe oder bestimmte Eigenschaften uttb Funktionen einer Menschheitsgruppe zu verstehen .hat; man hat es somit bei der Analyse des Begriffes Nation mit einem gesellschaftlichen Phänomen zu tun und es war, daher klar, daß die Soziologie, welche speziell in!blvit NachkriegSjahren einen besonders starken AMckMmg'genommen hat, sich der Behandlung dieses Problems werbe benrächtigeu müssen. Ein Schüler Franz Oppenheimers, Professor Doktor Gottfried Salomo» in Frankfurt a. Main, der die auch in diesen Blättern bereits gewürdigten Jahrbücher! fiir Soziologie herausgibt, hat einen Ergänzungsband*) der Oeffentlichkeit übergeben, -in welchem von hervorragenden Soziologen ausschließlich das Problem „Nation und. Nationalität.^^ behandelt wird. Bon besonderen, Interesse fliv den Oesterreicher, aber auch für uns Zionisten ist die Arbeit des durch sein Werk über „Rasse-und Kultus und durch seine zahlreichen gründlichen Arbeiten auf volkswirtschaftlichen Gebiete bekannten österreichischen Gelehrten Hofrat Friedrich Hertz über „Wesen und Werden der Nation". Nach einem erschöpfenden und fast die gesamte vorhandene Literatur berücksichtigenden Ueberblick der Entrvicklung dev Worte'u,id Begriffe „Nation" Und „Nationalität" wird von Hertz das Wesen dieser sozialen Kategorie einer ungemein tiefschürfenden Untersuchung unterzogen, wobei sich ergibt, daß sich Hertz den Ansichten Gumptowicz' Und O'ttol Bauers sehr stark nähert. Mir Evsteren ist nämlich die Nationalität eine durch ein gemeinsames Staalswesen hervorgebrachte und geförderte Kultur- und geisttgje. Interessengemeinschaft; für Letztereu eine Charakter- und Knllurgemeinschaft, die durch die historische Schicksalsgemeinschaft erzeugt wird und deren Züge sich selbst fortwährend im geschichtlichen Flusse befinden, vor allem bedingt durch sozialwirtschaftliche WaMuugen. Nachdem Hertz diese Theorien einer scharfen Kritik unterzogen hat, stellt er fest, daß eiid konstituierendes Prinzip einer jeden Nativ» in dem mehr oder weniger „bewußten und ausgeprägten" Gemeinschaftsgefühl liegt, das sich in der Regel zu einem von Zweckmäßigkeitserwägungen unabhängige» Willen zur umfassenden geschichtlichen Lebensgemeinschaft in einen, eigenen Staate fortentwickelt." Wesentlich ist also nach seine« Ansicht die Irrationalität, da es nicht Möglich sei, blaß „eine Anzahl vioju Memlscheu sich zufaU,mentut, um aus rationalen Erwägungen eine Nation zu bilden";... auch bei den Zionisten spielen ja historische irrationale Motive eine große Rolle. Die Zwecknläßigkeit hätte viettelcht eher geraten, den Jrchenstaat in einem afrikanischen Gebiete zu flrüHkn, das die britische Regierung anbot. Eben jetzt bekämpfen die Zionisten heftig die absichtsvollen Versuche, im Süden Rußlands jdöe jüdischen Ansiedlungen zu schaffen, obwohl die Wirtschaftlichen Voraussetzungen hier viel . *) Verlag G. Brau« in Karlsruhe. günstiger liegen. Gefühl und Wille müssen also stets in der Geschichte rvürzcln, so daß mit diesen Historisten Ersahrnngen sich Ideologien verbinden, wie z. B. die nressianischc Ideologie der Inden. Meses Moment ist wohl nicht absolut unentbehrlich, um die jüdische Nation zu bilidien. „I>< Kombinationen mit den anderen Momlenten erhält der Gemeinfthastswille erst seine volle Kraft Und Weihe." Ist also ein bestimm es GemeinschaftsMühl für die Existenz einer Nation entscheidend, so muß aber iwch ein zwecks Moment nach Hertz hinzukommen: nämlich ein Territorium, ohne ein solches handelt es sich nur euttveder unr den Schatten einer gewissen Nation oder möglicheinverse unr den Keim einer neuen. Beides trifft auf die Juden von heute zu. Die Ziouifteu sind vielleicht eine lverdende Nation, aber neben ihnen gibt es zweifellos Juden, die sich national nur dbv deutschen, französischen, englischen oder einer anderen Nation zugehörig fühlen; die starke Bezogenheit auf ein Territoriun, ist überhaupt eines jener Momente, die das nationale Gemeinschaftsgefühl von ähnlichen Gefühlen tremtt... Von einer Nation kann aber nur dort die Rede sein, wo sich ein bestimnttes Gemeinschaftsgefühl mit einem bestiurmten A, sprach auf ein Territorium verbindet^ .j Viele Juden bekennen sich schon heute zur jüdischen Nation, aber diese ist derzeit noch inchr ein (Mal als Wirklichkeit.: In Osteuropa gibt es sogar manche Gebiete, wo die Juden die Mehrheit der Bevölkerung biAeu, aber es sind dies keine großen geschlossenen Gebiete. Immerhin nähern sich diese Ostjuden fefcnt Begriffe der Nation, oder besser dier Natiormlität. Hertz schildert dann die Entstehung der Nation als das Produkt von Kämpfen zwischen Herrscher, Kirche, Adel und Volk einerseits uitlö des Kanrpses von Dynastien: und Staatm mit anderen Dynastien Mid Völkern andererseits. Mit den von Herz auf Grund seiner Ancchyse gezognen Schlüssen werden wir uns unbedingt auseinanderzusetzken Haben, wenn wir in unseren Reihen eine Klärung dieser für uns so brennenden Probleme Herbeiführien wollen; von dieser bängt es ab, ob, und in welchem Ausmaße wir die natronaljen Minder heit s rechte gjeltend Machen sollen. ' Die in dem Sammelheft noch vorhandenen weiteren Arbeiten von Professor Sebald R. Steinmetz „Die Nation und ihre Wille", von Dr. Max Hilbert Böhm „Die Nationalitätenfrage," von Dr. Gaston Ro ffenstejrn „Zur Soziologie des Nationalismus" und von Pwf. Elemer von Karmen „Psychiologie des Nationalismus und Internationalismus", di« sich ebenfalls mit der begrifflichen Erklärung von Nation und Nationalität, mit der Rolle der Religion nnd Sprache, sowie dbr Kultur und des Willens für die Bildung dieser sozialen Kategorie, ferner nnt der Frage der Entstehung des Nationalismus Ms KosMopolstisMus und Liberalismus beschäftigen, sind zweifellos Ansätze für «ine soziologische Erfassung des Wesens Mch der jüdischen Nation ustd daher jedem m diesen Problemen! Interessierten wärmstens zu empfehlen. Die hier ausführlich besprochene Arbeit von Hertz allein nrüßte schon Aulaß geben, für di« Anlslprüche auf die nationalen Miujdevheitsrechbe der Juden, gegen ^>LN sich die vielfach' von Hertz beq rämipflß Natio,mlität«nth«se von Otto Baüer mit, wie! oben dargetan, ziemlich schwachen Argumenten wendet, die! theoretische Fundiermrg Mszubauen. Gegen Hie Gerüchte von Uniilmmlgkelten. I o ach im s t ha l, 14. Mai. (Tsch. Pr. B.) Heiutej fand die zweite Sitzung der Konferenz der Außenminister der Kleinen Entente statt. Das ansgegebene amtlichja Komln'unique besagt u. a.: Nach Beendigung des allgemoincknl Situationsberichtes gütgen die Außenminister der drei Staai ten der Kleinen Entente nach»' ndev zu den Spezial-t fr a^i-r nj, die ihr« Staaten interessieren, über. Sämtlich« Minister konstatierten mit aller Entschiedet heit, daß jeder Gedanke über Unstimmigkeiten rü>ev über ein Ende der internationalen politischen Sendung ihrer Gnvppierung gejgenstandSlos und eitel ist. Alle drei Staaten der Kleinen Entente erachten es als ihre PflW, die Kleine Entente unerschüttert stark und beständig zu erhalten und verfolgen innnersort ihr Ziel; Jntevnatio-, nale Einigung, loyale Zusammenarbeit mi t den Nachbarn Und politische Konsolidierung im Sinne der ^Jdeen und Prinzipien des Völkerbundes^ Die letzt« Sitzung der Konferenz der Kleinen Entent« findet Sv'Nntag vormittags statt. Sie wird sich mit den speziellen Fragen befassen, tvelche die gegensditi'gckn Beziehungen der drei Staaten der Kleinen Entente unterer»cncher betreffen. ' Nach der Beratung fuhren die Außenminister und die anwesenden Gesandten der Kleinen Ententestaaten lln Auitos trach Karlsbad, wo nach einem gelneinsamen Dejeuner die Stadt unjd das Badeviertel besichtigt wurden, wormcf die Herren nach Malvionbad wertersichrm. Dort Öe* grüßte sie die jugoslawische Königin Maria, die jncognitoj in Marienbad zur Kur weilt. Hierauf kehrtest bie Gäste wieder nach Joachimschal zurück. Die ungarische Frage. Budapest, 14. Mai. Wie der SonderberichtevstattM des „Az Est" aus Joachimschal meldet, steht di« Frag« der Annäherung der kleinen Entente an Ungarn im Vordergründe der Beratungen der drei Außenminister. Wenn Ungarn auf die an getragene wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der kleinen Entente eingeht, dann wird dieses Land automatisch aus dem Kreise Mussolinis gezogen, nnd dev italienische Einfluß iu Ungarn iväre damit ausgeglichen. Die kleine Entente ist bereit, Ungarn allerhand Begünstigungen auf zollpolitischem Gebiete zu gewäh-vem Die n«- f