Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-05-14 · Heft 2949 (14.5.1927) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2949 (14.5.1927)
Date
1927-05-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2982037--30035-3018219
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 2949 Wien, Samstag Wiener Morgenzeitnng 14. Mai 1927 Sekte 5 Da« einem yeravsatten-en Ftemenfchtkgetroffen. Gestern wurde vor dein Hause Mariahilferstmße 62 der pensionierte Arzt Dr. Karl Löwh von einem herastfallenden Firmenschild am Kopf getroffen und erlitt mehrfache Verletzungen soivie eine Nerdenerschttttentng. Gasexplosion in einer KaffeeHnisMche. Die Eigentümerin de- DolkScafeS „FrüyVauer" in der Steingasse 28 verspürte, als sie morgens in das Lokal kanr, in dem Raum einen intensiven Gasgeruch. Sie machte die Kaffecköchin Marie Schönpflug darauf aufmerksam. Diese ging nrit einem vrennenden Zündholz in die Küche um nachzuschen, als plötzlich eine heftige Detonation erfolgte und eine Stichflamme durch den Raum schoß. Die Schönpflug ivnrde zu Boden geschleudert und Mehrfach schwer verletzt. Die Feuerwehr wurde berufen und fand, dass in der Gaslusterarmatur die sogenamrte Wendkugcl der Lusterachse beschädigt war, fo daß GaK entweichen konnte. Durch die heftige Explosion wurde der Türstock zwischen Küche und Lokal auSgeriffen. Das vermißte Mädchen zurückgekehrt. Wie berichtet, war seit vorgestern früh die 17jährige Tochter eines hiesigen Hochschulprofessors spurlos verschwunden. Die Angehörigen'befürchteten mit Rücksicht auf einen zurückgelasienen Abschiedsbrief, daß das Mädchen Selbstmord verübt habe. Gestern vormittags kehrte das Mädchen, das etwas schwermütig veranlagt ist, in das Elternhaus zurück. Der Tempeldieb von der Landstraße verhaftet. Wie berichtet, wurde in der Nacht zunr 7. d. M. das tm ersten Stock des Hauses 3. Bez., Erdbergstraße 13, -elegene jüdische BethauS von einem Dieb heimgesucht. Der Täter war vom Gang aus in den Kamin eingestiegen, hatte die Mauer durchstoßen und im Bethausraum mehrere Kasten und Laden erbrochen. Er erbeutete zwei Tyoraaufsätz e, einen Becher, einen GennirzveWlter und eine Zciaerhand, durchwegaus Silber, zusammen 700 Schilling wert. Als Täter wurde nun der 20jährige, wiederholt vorbestrafte Handelsangestellte Artur Ackermann verhaftet. Nach anfänglichem Leugnen gestand er den Einbruch ein. Ackernrann hat die Silbergeräte, die er für ilnocht hielt, weggeworfen und zertreten. Sie wurden auch bis auf den Becher und den Gewürzbebälter hinter einer Planke gefunden. Ackermann iv-urde gestern dem Landesgcricht ekngeliefett. Diebstahl in der AnSfirKung „Wien und die Wiener". In der Ausstellung „Wien und die Wiener" im Messlepalast wurde vorgestern ein Meßmikroskop der Firma Reichert mit Okular Nr. 68.801 gestohlen. Ein mysteriöses Attentat auf zwei Schwestern. Aus Steinamanger wirb uns gemeldet: In der Gewelnde Naghvastmonhr lKomitat Eisenburg) drang nachts ein unbekannter Täter in die Wohnung des Landmannes Karl Adanl ein und Dach die eine Tochter des LandmanneS mit einem Messer in den Hals und der anderen schgritt ' er die Nase weg. Hierauf ergriff er die Flucht. Die Gendarmerie leitete die Untersuchung ein. ,Lch -in der Sohin des' Kronprinzen Rudolf." Aus Ocdenvurg, 18. d. M., wird uns gemeldet: Auf dem hiesigen Südoahnhof wurde gestern ein etwa Mjähriger, gut gekleideter Mann, der ohne Reisevapiere nach Wien fahiren wollte, angehalten. Vor dem Polizeirichter wies der Mann durch ein Personaldokunrent nach, daß er der ZAjWrige Wiener, Kriegsinvalide Felix Polsck> bek fej. Im Weltkrieg erlhielt er einen Kopfschuß. Volschbek' gab dem Polizeirichter zu dessen nicht geringer Ueverraschnng an, daß er der Sohin des Kronprinzen Rudolf und der Baronin Marie Vetsera sei. Sodann erzählte er, daß er vor einigen Tagen olme Reisepapiere nach Ungam kanr, llm auf den ungarischen Königsthron Anspruch zu erheben. Der Mann, der Franz Josef als seinen Groß? vater vezeichnere. wurde vom Polizeiarzt Dr. Kund als geistesschwach erklärt, worauf der Polizeirichter den Mann der österreichischen Behörde übergeben ließ. Sechzehnte österreichische Klassenlotterie. Bei der gestern avgehaltenen Ziehung des 19. Tages der 6. Klasse gewannen: 8000 S. das Los Nr. 35.121: 8000 S. das Los Nr. 23.916; je 1000 S. die Lose Nr. 44.426, 74.675, 81.201. Außerdem wurden 995 Gewinne Mischen 600 und 160 S. ausgelost. E Jahr- und Adreßbuch der Land- und Forstwirtschaft, Ausgabe 1927. Die Heuer unter der Mitwirkung des Bundesminvsteriums für Land- und Forstwirtschaft und der landwirtschaftlichen Hauptkörperschasten Oesterreichs erschienene zwecke Auflage dieses Wertes hat schon wegen seiner Vollständigkeit und fachgemäßen Bearbeitung das größte Interesse wachgerusen und mußte, um allen Ansprüchen zu genügen, eine Neuauflage erfolgen. Um sich noch rechtzeitig die Anschaffung dieses für alle Landwirte, für Handel, Gewerbe und Industrie unentbehrlichen Nachschlagewerkes zu sichern, ist es notwendig, umgehend die Bestellung an den Verlag M. Dukes Nachf. A. G., Wien, 1. Bez., Wollzelle 16, oder an den Scholle-Verlag, Men, 1. Bezirk, Bavenibergerstrahe 5, zu erteilen. Preis 25 Schilling. Bühne und Kunst. Nene Mus». Mn Kompositionsabend Otto Siegl vermittelte die Bekanntschaft neuer Werke des satztechnisch gewandten Tondichters, dev noch immer unentschieden zwischen musikalischem Alt- und Neuland hin- und herpendelt. Ein Klaviertrio plaudert liebenswürdig, unterhaltend, ohne heikle Probleme aufzuvollen, „schlichte Marienlleder", deren Schlichtheit' die vielfach stachelige Harmonik widerspricht, plaudern aus der Schule Max RegerS, das eigenartige Kyrie einer Messe erhebt sich turmhoch über daö Niveau einer musikalischen Plauderei und überrascht durch die klangreiche, lebensvoll fortschreitende, kunstvolle Polyphonie. Mn von Felix M. Gatz geleitetes Orchesterkonzert, welches von einem Komitee zur Pflege reichsdeutscher Kunst — Was ist das?! — in Wien veranstaltet wurde, brachte neben anderen dynamisch und agogisch unzulänglich wiedergegebenen Werken eine „Musik für Orchester von Rudi Stephan, tvelche noch ganz in der Romantik, Chromatik und Schicksalsmotivik Richard Wagners steckt. Sie ist jedenfalls eine ganz starke Talentprobe de« in sehr jungen Jahren im Weltkriege gefallenen Tondichters. Im gleichen Konzert trug Karl Stiegler mit reifster Virtuosität das Hornkonzert von Richard Strauß vor, ein »roch in klassischen Forine»» gehaltenes Jugondiverk, dessen Entstehung tvohl dem Einfluß vo»r Richard Strauß' Vater, einem » Aviso für Feinschmecker! ■" Sie speisen vorzüglich und billig in den Wiener Grand-Restaurants „National", ll.. Taborstrafie Nr. 18 „ZitahofVII., Marlahllferstrafle 88a rn | i j i K AD Telephon 5S-S'3S 1 eiepnon 44-o-UD Schöne schattige Gartenterrasse. — Angenehmer Aufenthalt Erstklassige Wiener und I. orientalische KOche Speisen Natur, am Rost und Spieß — Beste Getränke NeuelnfUhrung: Balkanplatte Leitung: W. Spritzer seinerzeit berühmten Hornisten, der die Freundschaft Richard Wagners genoß, zu banken ist. — Am letzten diesjährige^ Kammerniusikabend der „Internationalen Gesellschaft für neue Musik" spielten Christa Richter und Walter Bricht eilte gutgearbeitete, empfundene Violinsonate von Paul Frankl; Oskar Jölli sang mit warmem Ausdruck stimmungsreicho Lieder voir Walter Klein. flb. Paläftinn auf der Frankfurter Mustk- Ausstellung. Aus Jerusalem meldet I. T. A.: Der jüdische Komponist Grad wurde eingeladeu, bei der in Frankfurt vom 11. Juni bis 28. August stattfindenden Internationalen Musikausstellung mitzuwirken. Herr Grad verhandelt mit der Gesellschaft palästinensischer Musiker hinsichtlich einer offiziellen Vertretung Palästinas bei der Ausstellung. — Bekanntlich finden im Rahmen des „Sommers der Musik" auf der Jnternattonalen Aussiellung „Musik im Leben der Völker" zu Frankfurt am Main vom 26. bis 28. Juni 1927 Veranstaltungen statt, die der historischen Entwicklung des Synagogengesanges und dein jüdischen Volkslied gewidmet sind. Es sind Konzerte und Borträge unter Mitwirkung von in- und ausländischen Chören und Spezialsolisten vorgesehen. Ans den Theatern. Burgthsater. Morgen, nachmittags halb 3 Uhr „De r Kaufmann von Venedig". Abends halb 6 Uhr „Paulus unter den Juden" (Abomwment 5. Gruppe). Akademietheater. Morgen, nachmittags 9 Uhr „Die Lokalbahn". Abends, halb 8 Uhr „Weiberfeinde". Operntheater. Morgen, halb 8 Uhr, neueinstudiert „Samson und Delila". Theater in der Josefstadt. Morgen, nachmittags halb 4 Uhr „Frau Warrens Gewerbe. Apoll otheater. Morgen, nachmittags 3 Uhr Nach- »nittagsvorstellung mit dem vollem Abendprogramm bei Heineu Preisen. „Die besondere Nuance." In diesem Jahr der Bectlhovenfeiern begab sich folgendes-: Adolf Busch sollte das Violinkonzert spielen und Richard Strauß dirigierte. Bei der Probe meinte der berühmte Kmnvonist: „Wir wollen heute abends das Konzert recht schön spielen, lieber Busch, ohne Tüfteleien, so wie es Beethoven selbst geschrieben bat."' Busch war damit völlig einverstanden. „Nur," so äußerte er. „wird uns dann die Krittk bemängeln und seststellen, daß :oir das Konzett ohne besondere, Nuance vorgetragen hätten." — „O nein," beschwichtigte Strauß schlagfertig pie Bedenken seines gefeierten Solisten, „wenn wir das Konzert genau im Sinne Beethovens und ohne viel dazu zu tun, spielen, st» ist das schon eine ganz besondere Nuance." anaaanaanannaanBnaBnanaaaaannniaaaananaaBnnnanaaananBaenBanannnnnnnnnaeaBnaBraBH JÜDISCHE WEIT A Bor dem Schwarrbart-Prozeß. Aus Paris meldet I. T. A.: In Gerichts kreisen vorlautet, daß der Untersuchungsrichter im Falle Schwarzbart, Herr Peyre, das Ergebnis der Untersuchung bereits dem Staatsanwalt übermittelt hat, der gegen Schalom Schwarbart die Anklage Wegen überlegten Mordes erheben wird. Die Untersuchung dauerte knapp ein Fahr. Der Mord an Petljura geschah am - 25. Mai 1926. Bor einigen Tagen hielt die Organisation der ukrainischen Emigranten in Frankreich unter der Leitung von Schumitzky und Komenko eine Beratung ab und nahm eine Resolution an, in der der Mord an Petljura als -eine bolschewistische Tat bezeichnet ivird, darauf berechnet, Feindschaft zwischen Ukrainern und Juden zu weckeu. Es wurde auch gegen die jüdische Presse protestiert, die es versucht, Petljura und die Ukrainische Nationalpartei für die Pogrome verantwortlich zu machen. Das Präsidium der Konferenz legte auf das Grab Petljuras einen K r a n z nieder und sandte an den Vertreter Petljuras, Andrej Levitzky, eine Begrüßung. 3Cu8 Prag trifft die Meldung ein, daß das dortige Petljura- Gedächtniskomitce unter dem- Vorsitz Prof. Dchulgins Versammlungen abhält und Material für den Pariser Prozeß vorbereitet. Die Finanzkommission des Komitoes berichtete, daß Geldspenden zur Bestreitung des Prozesses befriedigend einlaufen. Die Redaktionskommission bereitet ein Werk zum Gedächtnis Petljuras vor. Petljuras Schuld an den Pogromen. In der Kicwer Zeitung „Proletarskaja Prawda" erschien vor einigen Tagen aus der Feder des gewesenen Ministers für jüdische Angelegenheiten in der Petljura-Regierung in der Ukraine, PinchaS Krasny, ein aufsehenerregender Artikel, in welchem der Autor die bisher noch nicht veröffentlichten Beweise für die Schuld Petljuras an der direkten Organisierung der Pogrome bekanntgibt. Krasny weist nach, daß Petljura und sein Ministerrat die Pogrome nicht nur passiv duldeten, sondern sie direkt begeistert förderten. So habe Petljura im Jahre 1919 an daS Militärkommando iin Pr 0 S - kurow den kategorischen Befehl erlassen, „in keinem Falle zuzugeben, daß die Eisenbahnarbeiter die Macht an sich reißen, selbst wenn hiezu die Niedormetzelung der Hülfto der ganzen jüdischen Bevölkerung erforderlich sein sollte". Die Befreiung Falenkos, des Organisators der Pogrome in Bordyezew und Schitomir, erfolgte auf persönlichen Befehl Petljuras, der auch anordnete, daß Falenko das gesamte belastende Aktenmaterial ausgefolgt werde. Der Artikel enthält auch sonst zahlreiches Beweismaterial, das die Behauptung, Petljura habe die Pogrome mißbilligt, völlig zunichte macht. Ermordung eines Schon:ers in Machaney Israel. Ans »Jerusalem ivird uns berichtet: Dieser Tage wurde der Wächter (Schomer) Jizchak Findler in der Kolonie Machanch Israel ermordet au^efunden. Findler kam vor nicht langer Zeit als Chaluz nach Palästina. Des Mordes verdächtig wurde ein Araber, der früher ln derselben Kolonie als Schomer. angestellt war, in Hast genommen. Die Wandlung des Missionars. In dem hebräisch-literarischen Wochenblatt ,Icthuboth" in Tel Awiw veröffentlicht der Rewyorker Schriftsteller Dr. M. S. Reise n eineir sehr interessanten Aufsatz über ein Buch des gewesenen Missionärs Samuel Freu der, der die Geschichte seiner seelischen Wandlung und Rückkehr zum Judentum schildert. Freuder stammt aus einer kleinen jüdischen Gemeinde in Ungarn. Cr hat als Sohn eines Borbeters die traditionelle Erziehung gossen, kam mit zwölf Jahren an die Preßburger Jeschiwah und ging später nach Berlin, Wo er die Universität und das Hildesheimersche Rabbinerseminar besuchte. Da ihr: religiöse Zlveifel heimsuchten, Warf er das Studium von sich und wanderte nach Amerika ans. &ti brachte sich zuerst in New York als Hausierer und Fabriksarbeiter fort, ging aber tvieder an das Rabbinerseminar zu Cincinnati. Hunger und Not trieb den jungen charakterschwachen Menschen der Mission in die Arme. Er ließ sich taufen und begann als' anglikanischer Prediger eine glanzvolle Karriere. 17 Jahre lang diente er seiner Kirche und predigte bald in Newyork, bald in Philadelphia. Sein Gewissen war versunken. Es erivachte wieder in dem Augenblick, als Freuder die höchste Stelle in der anglikanischar Hierarchie erreichen sollte. Er sprach in dev alten Kirche in B 0 st 0 n vor ' einem großen und vornehmen Publikum. Viele hoho Geistliche waren erschienen, um den berühmten Fronder zu hören. Mitten in der Rede faßte ihn eine geheimnisvolle höhere Kraft und er hielt vor seinem aufs höchste Überraschten Auditorium eine glühende Anklage gegen sich selbst, ein aus der tiefsteu Seele quellendes Bekenntnis zu. dem verleugneten, verlassenen und verratenen jüdischen Volke... „Die Missionäre," rief er seinen christlichen Zuhörern zu, „glauben selbst nicht an das, was sie anderen predigen. Sie dienen der Mission nur um des Geldes und des Geschäftes Wille«; Ich habe niemals einen Juden getauft, und ich habe das Weihwasser auch als Rektor in Philadelphia immer nur auf Christen gespritzt. Aber Ihr könnt niemals verstehen, tvas eS für einen Juden heißt, abtrünnig zu tverden. Ein Riß geht durch seine Seele. Er tvird losgerissan von der Familie, von seinen Freunden und Bekannten, er verliert das Empfinden für Ehre. . . Kein Jude kann vergesse,:, daß die Worte „Christ"^ und „Christentum" lange Zeit verbunden waren mit Verfolgung und Unrecht, mit der Erinnerung' an Leiden und Plagen. Ich warne Euch, verfiihret keine jüdischen Kinder aus dein jüdischen Elternhauso! . ., * Die Rechte soll mir abfallen und die Zunge im Gaumen verdorren, ehe ich noch einmal irgendwo das Christentum predige!" Freudev hielt seine Rede, verließ die Kirche und ging wieder in die Not und den Hunger hinaus, aber befreit von einer schweren Last auf den: Herzen. ' In seinen: Buche schildert er, den Augenblick seiner seelischen Uiukchr: „Ich schloß die Augen, Da sah ich die lange Reihe jüdischer Männer und Frauen, die ihr Leben für ihren Glauben geopfert hatten. Ich sah den großen ZUg unserer heilige:: Märtyrer. Sie kan:en durch das große Tor in die Kirche und standen längs der Wand. Einer von ihnen, ein Greis mit einem würdigen Gesicht, setzte sich mir gegenüber auf einen Stuhl. Auf seiner lichten Stirn lag ein Strahl von Verzeihung und Erbarmen. Es war mein Vater . . ."

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.