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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-11 · Heft 2946 (11.5.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2946 (11.5.1927)
Date
1927-05-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. LSSS wtencv wiovijeii&d luug fl. Mai 1937 £. „.-Li:, /rrsss,:■—:— ,z.~:^:-"■:^==-:-;z:,.l.- .:.■: ,:1.;,; -,-77 ■;■ .Sin Wo« an dk iSdische Fugend". (Eure Entgegnung.) SchmevzevMi wendet fich der Verfasser des Artikels in der ,Mener Movgenizeftung" vom 5. Mai an die jüdische Jugend und wirft ihr Verrat am Mischen Volke vor durch ihren hemmungslosen Verfall an dft t>Vcfc Assimilatron". Er macht der jüdischen Jugend den Vorwurf, daß sie an die großen Aufgaben des Mischen Volkes, an Zimt, vergessen hätte und fich mit aller Begeisterung, deren nur junge Menschen fähig sind, der Sozialdemokratie veypfvichtct hätte. Die Menschen sollten aus chren Fehlern lernen, nur wir Inden machen immer wieder dieselben Fehler. Me mit Blindheit geschlagen, toppen wir immer wieder in ähnlichen Situationen im Dunkeln und können die wahre Quelle unserer mißlichen Lage nicht finden. Mcht die jüdische Jugend, wicht die Sozialdemokratie find Schuld an diesem herrschenden Zustand, den wir alle bedauern, nein, niemanden anderen als die Zionistische Organisation allein, die ja d'e vornehmste Repräsentantin des Mischen Volkes sein sollte, trifft die Verantwortung für diese Entscheidung der Mischen Jrrgend! Unser Oberrabbiner Dr. Chojes hat einmal Mischen Jugendlichen gesagt: „Der Zionismus kann Ihnen zum Unterschiede von anderen Bewegungen nur die Idee geben, nur etwas Ideelles, aber nichts Materielles.^ Das ist gewiß richtig, aber wer d-ie Psyche eines jungen Menschen kennt, der weiß, wie Ungestüm er in seinem Tatendrang ist, wie er die Größe und Auswirkung seiner Vorstellungen sehen möchte, wie er nach Betätigung und Arbeit sucht. Die Zionistische Organisation in Oesterreich hat ihm bis heute nie die Möglichkeit zu solcher Betätigung gegeben, ja, ste hat es nie der Mühe wert gefunden, 'Me Mische Jugend zu gewinnen. Wer anders als die Zionistische Organisation, als die Vovkämpferin für die Mische und hebräische Kultur, hätte dafür sorgen müssen, daß die Jugend schon von früh auf losgerissen werde von der Assimilation, ob schwarz, ab rot, und einem neuen Wege zugeführt werde- Keine Kindergärten, keine Volksschulen, nur eine Mittelschule, das ist das Kultur- und Ergiohungsprogramm der Zionistischen Organisation. Was Wunder, daß unsere Kinder zu den sozialdemokratischen Kinderfreunden kommen, daß ste naiürlich vom Sabbath als ^klerikalen Humbug" hören, was Wunder, daß sie dort bleiben, wo sie schäften und arbeiten können, wo sie Erfolg auf Erfolg ihrer Arbeit sehen. Me sozialdemokratische Organisation hat sehr bald den Wert der Erziehung eingesehen und ihn zu einem wichtigen Progrcrmmpunkt gemacht. Die Zionistische Organisation hat das versäumt. Sie war in den letzten Jahren ein Tummelplatz von ^rsönlichen Kämpfen, von Zwiespältigkeit und falscher Dogmatik. Und Palästina selbst ist weit und nicht alle können dorthin, nicht alle haben zu ihm ein so starkes Verhältnis, daß sie alle Enttäuschungen und Datenlostgkeüt ertragen können. Wohin sollte eigentlich die jüdische Jugend? Ueberall Assimilation, nirgends jüdisches pulsierendes Leben, «in der Organisation selbst keine Reinheit der Idee. Sie mußte fich abwenden und einen anderen Weg gehen, weil junge Menschen ein unerhört feines Gefühl und Empfinden haben für Größe und Stärke. Man muß vor der eigenen Düre kehren. Das ist des Pudels Kern. Die Freunde der zionistischen Jugend aber mögen an ihr nicht zweisvln. Me zionistische Jugend m Oesterreich sieht klar ihren Weg vor stch: den Weg zum jüdischen Volk, den Weg nach Erez Israel. Sie kennt den -Weg, sie breitet sich vor für ihn und sie wird das Gewissen der zionistischen Führer wachvufen. Und gerade jetzt nach den großen Kämpfen regt stch's überall wie Verständnis für diese Probleme; und jetzt, nachdem hoffentlich die Aera einer nicht systematischen LandesPoMk endgültig vorüber ist, wird die Möglichkeit bestehen für eine zielbewußte, Planmäßige Propagierung unserer Ideen im innerjüdischen Lager. Dann erst kann als Krönung dieser Arbeit die Bertrettlng der zionistischen Interessen Ersolg haben. Auf diesem Wege ist die zionistische Jugend entschlossen, der Organisation zu folgen. Und nur auf diese Weise kann die jüdische Jugend vor jeder Assimilation bewahrt werden. Mlli S ch or. Re Gelüftrase Frieds soll der Gemeinde Wien «berwlesen werden. m etaatsnntoalt gegen Bleien Selflluts. Mß die Korrespondenz „Fliegauf" aus dem Landesgerechte meldet, hat die Ratskammer des Strass laindeSgerichtes *1 unter dem Vorsitze des Bize* präsidenten Hofrat Dr. Aichinger beschlossen, die Geldstrafe des Generaldirektors Artur Fried von den Ankerbrotwerken in der Höhe von einer Million Schilling der Gemeinde Men zuzmveisen. Der Dortvstzov der Anklag ebehörde Hofrat Dr. Winterstein dürste gegen diese Entscheidung die Beschwerde an das OberlandeSgericht einvringen, da er von der Ansicht ausgeht, daß es sich nicht um eilte Geldstrafe im Sinne des Gesetzes, fonderln um einen Ersatz der Schädigungssumme handelt, der nach dem Gesetze zugunsten des Bundes verfällt. Sin Affenmensch? Ans Budapest wird gemeldet. Ans der Ortschaft Mbo ny wurde ein assenähnlicher Mensch, der 24jährige Sohn des Landtvirts Johann Acsay, zu einer ärztlichen Untersuchung nach Budapest gebracht. Dieses menschliches Wesen ist 144 Zentimeter groß und Mir ganzest Körper mit dichter» Haarwuchs bekleidet, es hat eine niedrige Stirn«, lange Beine tonb kann sich nur auf vier Gliedmaßen sortbetoegen. Sein Vater, der es bisher vor der Welt verborgest hielt, hat es Nun nach Budapest gebracht, Nm es ärztlich untersuchen zu lassest. Der Affenmensch ttfutbe auf die chirurgische Klinik ge-- bracht, wo er einer speziellen ärztlichen Untersuchung m&et* rzogen werden wird. < Verdorbenes Fleisch für die Budaprster llnivttffMsMntteo. Eine Panama-Affäre. Budapest, 10. Mai. „Az Eft" berichtet von ekner ausfthenerregenden Panama-Affäre, in die daS Wirtschaftsamt derBvdapester Universitätskliniken und der Großfleischhasrer Josef Roman verwickelt sind. Dem Großfleischhauer Roman war es vor Mi Jahren gelungen, ein Monopol für Fleischlieferungen an die Budapester Universitätskliniken zu bekommen. Roman lieferte minderwertiges, häufig sogar verdorbenes und für den menschlichen Genuß ganz ungeeignetes Fleisch, welches er Moch dem Wirtßchastsanrt dev Universitätskliniken gegenüber als Fleisch von prima Qualität fakturieren durste. Roman soll, wie die eingeleitete Untevsuchung bisher ergeben hat, insgesamt 2 Milliarden Bestechungs. gelber an die mit der Uebernahme der Fleischlieferungen betrauten Funktionäre der Kliniken bezahü haben. Darnach müssen die Gewinne, die der Fleischhauer aus den betrügerischen Geschäften! gezogen hat, ganz enorme gewesen |Y, onyme Briessq von Patienten deckten den Schwindel auf. ßin Stabsarzt als Skttmörder. Ans Amsterdam wird uns berichtet: Bor einigen Wochen starD tin Haag ein 46jähriger Jntendanturhauptinann. Gerüchte, die wissen wollten, daß dieser Tod nicht auf eine natürliche Ursache zurückzuführen, sondern Folge eines Eingriffes des den Hauptmann behandelnden Arztes sei, veranlaßten die Polizei, die Verbrennung des Toten zu verbieten und eine gerichtsärztliche Untersuchung vornehmen zu lassen. Bei dieser ergab sich, daß der Hauptmann in der Tat durch zwei Injektionen von Zyankali getötet worden war. Der verhaftete Arzt gestand, daß er, als er bei dein Hauptmann war, in eine Tasse Kakao, welche die Frau des Hauptmannes diesem, der sich nicht wohl fühlte, brachte, Skopolamin gegeben hatte; diese Dosis hatte den Hauptmann in Aufregungszustände versetzt; der Stabsarzt, der sich inzwischen nach Hause begeben hatte, wurde von der Hauptmannsfrau zurückgerufen, woselbst er bereits einen Kollegen bei dem Kranken antraf. Aus Angst, daß seine Tat ans Licht kommen werde, entschloß er sich, als sein Kollege wieder fort war, den Hauptmann zu töten, und tat dies durch zwei Zyankali-Injektionen in seine Unterarme, die den sofortigen Tod des HauptnmnnM. zur Folge hatten. Die Ursache der Tat ist darin zu suchen, daß der Stabsarzt die Hauptmannsfrau, die er seit Jahren kannte, heiraten wollte, daß dem Plan vor allem aber dadurch Schwierigkeiten erwuchsen, daß weder der Hauptmann noch dessen Frau sich bei einer Scheidung von ihrem Kinde trennen wollten. Der Arzt wollte nun durch die Anwendung von Skopolamin den Hauptmann in eine Art B etüüvung versetzen und ihn während dieser ein Schriftstück unterzeichnen lassen, daß er einer scheidung zustimme. Die DoseS Skopolmwin aber war zu groß gewesen und hatte dadurch die Aufregungszustände hervovgerufen, die dann den Arzt zu seinem weiteren Schritt, von welchem die Hauptmannsfrau eben so wenig wie von dem ersten wußte, trieben. Ier Mord des Profeffors. Die ganze Nacht über war er im Bois de Boulogne mnhevgeirrt. Sollte er sich das Leben nehmen? Sollte er fich der Polizei stellen? Was hatte er getan? Me war das nur möglich gewesen? «Sein Leben lang war er der angesehene Professor in Paris gewesen. Sein Leben lang hatte er sich vor allein Ungewöhnlichen gehütet. Sein Leben lang hatte er auf Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit etwas gehalten. Und nun? Ein unglücklicher Zufall hat in einer Sekunde dieses ganze Leben zerstört. In einer Sehnde ist der alte Professor Laville zum Mörder geworden. Er hat eS nicht gewollt. Gewiß, er hat das nicht gewollt. Gegen 6 Uhr morgens ist ein verstörter Greis ans dem Kommissariat erschienen und hat zitternd den Polizeichef zu sprechen gewünscht: ich bin Mr. Laville, den ihr jucht, seit gestern aöend sucht. Ich habe den jungen Bourdon erschlagen. — Und dann hat er sich hingesetzt, weil seine Knie ihn nicht mehr tragen wollten, und dann hat er erzählt, wie fich alles ereignet hat. Er wußte jede Einzelheit genau. Nur dann und wann juchte er er selbst zu ergründen, ob alles Mrklichkolt oder nur ein schlimmer Traum sei, aus dem er endlich erwachen dürfe. Es war kein Traum! Wenigstens nicht mehr Traum, als eS das ganze Leben ist. . So war alles geschehen: Der Coucierge im Hause des Professors war ein jüngerer, brutaler Wan«, der den Dag über als Schlosser arbeitete, und abends gewöhnlich betrunken heimkam, seine Frau mißhandelte und lärmte, daß der Streit aus der Loge bis hinauf in die ruhigen Räume des Professors krachte. Auch am gestrigen Albend tobte der Mann wieder. Laville hatte stch denn entschlossen, hinunter zu gehen und abzmvehren, wenigstens durch [eilte Gegenwart den Concierge zu veranlassen, die Frau in Ruhe zu lassen. Eingreifen? Eingreifen konnte er, der alte, schwächliche Gelehrte nicht. Daran dachte er auch gar nicht. Er wollte nur auf den brutalen Burschen einroden. Er wollte sogar versuchen, ihn smzufchüchtern, tvenn es nötig wäre. Und in golehrtenhafter Umständlichkeit nahm er ein altes japanisches Schwert von der Wand, das er als Schmuck in seiner Stube hängen hatte. Bor diesem Schwert wllte der Trunkenbold erbittern. , Er traf den Concierge richtig wieder in größter Wut. SSte, Frau schrie mn Hilft, denn der Mann hatte fle an der Gurgel gepackt tnt& würgte sie. Professor Laville redete. Er redete umständlich und eindringlich. Der Trunkene hörte nicht ans ihn, bis er ihn plötzlich entdeckte. Da kam er schwankend auf den erschrockenen Laville zu: „Ach! Sol Auch er mußte stch in diesen Streit mischen! Das sollte er hübsch ordentlich bleiben lassen! Niemand hatte ihn gernftn. Wen« er nicht sofort den Rückzug mit fernem Schwert an treten wollte, [o sollte er seine Wunder erfahren." — Schon war die geballte Faust des Concierge in bedrohlicher Nähe deS hilflosen Proftssors anfgetaucht. Laville nahm seinen ganzen Mut zusammen, hob den Säbel empor und drehte ihn zitternd und rasch im Kreise herum, um den Trunkenen von sich abzuwehren, nm ihn einzuschüchtern, um ihm... In diesem Augenblick war Bourdon gestolpert. Was war geschehen? Er schrie -kurz auf.und brach zusammen. Laville sah, daß die Spitze seines unglückseligen Schwertes blutete. Bestürzt stellte er die Unheilwaffe draußen im Gang in den Schirmständer und eilte davon, um Hilft zu holen! Ms ihm unterwegs plötzlich klar geworden ist, daß er getötet hat! Da wagte er wicht mehr heimzukehren. Da ist er umhergeirrt. Da hat er fich selbst das Leben nehmen wollen. Der Film war zerrissen, der ftine glücklichen Jahre in unzähligen frohen Bildern aneinandergereiht hatte, plötzlich, brutal. Wozu dann noch weiter spielen? — Er hat diesen letzten Schritt doch Acht gewagt. Er wird fein Mer gebeugt und zerschlagen tragen. Wien, 11. Mai. Das Wetter. Die kalte Luft, die vom Norden her hereingebrochen ist, -hat sich dem Donautal genähert und eine Abkühlung der hohen Temperatur gebracht. Nach der Voraussage dürfte das Wetter noch kühler werden, zeitweise Regen. Ernennung. Der BundespMdent hat dem Polizessanitatsvate der Polizeidireklion in Men, Dr. Jakob Rappaport, taxfrei den Titel eines Hofrates verliehen. Gesuche nm Schülerkarten für die Straßenbahn sind sofort einzureichen. Die Straßenbayndirektion Macht die Ettern fchukbefuchender Kinder aufmerksam, daß die Ansuchen um Sch ülerfakrtbegünstigungen auf den städtischen Straßenbahnen für das kommende Schuljahr schon jetzt Hingereicht werden müssen. Ansuchen, die erst am Ende des SchulMstes. (8. Juki) einlangen, können nicht mehr zeitge rocht erledigt werden. Warnung vor Auswanderung nach! Kuba. Das österreichische Generalkonsulat in Havanna lentt mit Rücksicht auf die sehr' ernst gewordene wirtfchaMche - Lage Kubas die Aufmerksamkeit des österreichischen Wanderungsamtes auf die Gefahr hin, die eine Einwanderung für jeden bedeutet, der sich nicht bereits in einer fcbr gegierten Stettung und unabhängigen Lage befindet. Das Wanderungsamt warnt daher vor einer Answand-erunh! nach Kuba, wenn diese Voraussetzumen nicht gegeben find. Verhaftung dreier Einbrecher. Gestern in den ersten Morgenstuniden konnte eine Mnbrecherbande, die in 6er Freilagergasse in der Leopoldstadt eine Mauer -durchbrochen hatte, um in eine Exportfirma eiuzubrechen, aus frischer Tat verhaftet werden. Die Verhafteten sind der 33jährige Schuhmachergehilft .Karl W a ch n tz, der 33jährige Vertreter Johann Wiest und der 38jährige Marktsah rer Frans M a t n e, alle dn» wiederholt vorbestraft. Me wurden dem Landesgerichte eingeliieftrt. Schwere Kesfelexplofion. Ein schwerer Unfall, der ein Todesopfer forderte, hat fich gestern nachmittags in der Maschinensaibrik Joschka u. Sohn in Meidling während e-'ner Kesselprobe ereignet. Während ein ftrtiggeftellter Kessel aus. seine Widerstandsfähigkeit untersucht wurde, erfolge Plötzlich cfüc heftige Detonation, die den Kesskl entizwewiß und den vor dem Kessel stehenden 49jährigen Hilfsarbeiter Alois Kubelka fünf Meter enkporschlewderte. war sofort tot. Irrtum einer Bankkassterin. Gestern nachmittags hat eine Kassierin eines Bankhauses am Schottenving einem Klienten, der 33 türkische Pfund einwechftlte, in der Meinung, daß es sich um englische Pfund handelt, um 660 Schilling mehr ausgöfolgt. Dieser Mann, dessen Beschreibung genau bekannt ist, wird ersucht, den überschüssigen Betrag öe1 der Polizei oder im Bankhaus zurückzugeben. Sechzehnte österreichischie Klafsenlotterie. ' Bei der gestern abgehüttenen Ziehung des 16. Tages der fünften Klasse gewannen: 50.000 Schilling das Los Skr. 67.479: 80.000 Schitting das Los Nr. 5487*8!; fe 6000 Schitting die Lose Nr. 7669. 62.559. 69.tt>3; 4000 Schitting das Los Nr. 36.392; 3000 Schitting das Losi Nr. 29.055: je 2000 Schitting die Lose Nr. 22.461. 39.743, 85.896; je 1000 Schitting die Lose Nr. 2951, 25.181, 43.410 51.660, 66.276. 70.908. Außerdem wurden 1984 Gewinne zwischen 500 Schitting und 160 Schitting ausgelost. Oesterrekchische Gesellschaft für BovolkerungspoUttt und Fürsorgewesen. Die neunte Fürsorgetagung findet Sonntag, de» 26. Juni 1927, im Saale der Gesellschaft der Aerzte. 9. Bez., Frankgasse 8, statt. Beginn 9 Wr Vonnittags. Berbandlungsgegenstände: .,Die Bevölkerungslage Oesterreichs." „Welches Kind ist. fürsorgebedürstig.?" „Die kulturette Bedeutung der Fürsorge." Der Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herz!", der in den letzten Jahren obdachlos.gewesen nnd dadurch in seiner Arbeit stark gehetnmt!var, hat nunmehr ein eigenes! Lokal, 9. Bez., Glasergasse 4, erhalten. Dieses wnrde Smnstag int Anwesenheit der Vereinsmitglieder und zahlreicher 'Alten Herren feierlich eröffnet. Zu der Feier hatten sich Vertretungen des Keren Haftssod und des Keren Kajetneth (der überdies in einem herzlichen Glückwunschschreiben die Hoffnung anssprach, daß der Verein seine Traditionen ernster zionistischer Arbeit fortfetzm werde), ferner Delegationen des Jüdisch-akademischen Landesverbandes, deS Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler „.Judäa", der jüdisch-akademischen Berbindmig „Jvria", dev jüdisch-akademischen Vereine „Bar Giora" und „Hechawer" sowie der Des«« und Redehalle jüdischer Hochschüler emgefnnden. Nachdem der Vereinspräsident T r o p P e r die Gäste begrüßt hatte, sprachen namens der Alten Herren Dr. Groß über die "Aufgaben des Vereines „Theodor Herzl", die durch die Erlangung 'des eigoiken Lokals sich tt&eitetnw und Alter Herr Pr-qj. Artur iswrt

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