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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-04 · Heft 2939 (4.5.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2939 (4.5.1927)
Date
1927-05-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wiener Msrse»settn«s 4 m* rm 4smt Nr. AEÜdvch Wie«. 4 Mai. D as «etter. Die Aufheiterung der WekkettaW hat gestern Mite« Fortschritte gemacht. Nach der Vorher? age wird die Temperatur weiter zunehmen; dabei schwache Winde, wechselnd wolkig, ohne wesentliche Niederschläge. Sammeltag für die MndertettungSwoche. Als Abschluß der Kinderrettungswoche finden SanAtag» den 7. o. M., nachmittags und Sonntag, den 8. d.M., vormittags Stratzensammlungen statt. 35 Musikkapellen werden Platz ko n zette veranstalten. Schulschlnß am 8. Juli. Der Stadtschulrat der Stadt Men teilt nrtt, daß »er letzte stundenplanmäßige Unterttcht Freitag, den 8. Juli, abgehalten wird. Die Zeugnisverteilung erfolgt am 9. Jnli vormittags. Für das kommende Schuljahr werden dip Schülereinschreib ungen vom 27. Mai bis 3. Juni von 8 bis 12 Uhr und am 1. und 2. Juni überdies Ivon 8 Vis 5 Uhr in den Schulkanzleien vorgenommen. Die Einschreibung der Schüler, die eine öffentliche Volksschule in Wien nicht besucht haben, in die Bürgerschule, erfolgt am 14. September zwischen 8 und 11 Uhr. Die Anmeldungen für den einjährigen Lehrkurs der Bürgerschulen (4. BürgerschuMasse) sind am S. und 7. Juli sowie am 20. und 21. Septeinber in den Kanzleien der in Betracht kommenden Bürgerschulen von 8 bis 11 Uhr vorzunchmen. Am 16. September haben sich die Schüler um 9 Uhr vornrittagS zur Einteilung in die Klaffen und zur Empfangnahme der Lermntttel in ihren Schulen einzufinden. Der regelmäßige Unterttcht beginnt am 17. September um 8 Uhr früh. Feuer. AM 2. d. M. brach im Geschäft der Leinenfirma Simon Schön selb, 1. Bez., Fischerstiege 3, ein Brand aus, der einen Schaden Von 10.000 Schilling verursachte. ( Großer Hoteldiobstahl. j In einem Hotel in der Leopoldstadt wurde gestern nachts dem Bildhauer Fred Hollasek eine braunlederne Aktentasche mit 57.059 tschechischen Kronen gestohlen. Ein verhafteter Taschendieb. Sonntag nachmittags wurde der bereits wiederMV vorbestrafte 30jährige Reisende Anton Reznicek wegen Taschendiebstahls verhaftet. Er machte sich in einem dichtgefüllten Straßenbahnwagen der Linie 6 in der Wallensteinstraße an den Schlaffer der Bundesbahnen Ernst Ecker heran, zog ihm feine goldene Doppelm-anteliuhv samt Kette aus der Tasche und suchte im Gedränge zu verschwinden. Der Bestohlene merkte jedoch sofort den Diebstahl und schlug Lävin. Der Zufall wollte es, daß eine ältere Dame, die Witioe eines Bundesbeamten, zu gleicher Zeit an ihn anstreifte, so daß auch der Verdacht aus sie fiel. Zur größten Ueberraschung wurde die Uhr bald darauf auf dem Sitz, den die Dame verlassen hatte, geftinden. Auf denr Polizeikommiffarlat, wohin die Dame und Reznicek gebracht würben, stellte sich heraus, daß dieser die Uhr, als er seine Entdeckung befürchtete, auf den Sitz der Dame gelegt hatte, um sie itt den Verdacht des Taschendiebstahls zu bttngen. Reznicek leugnet, der Täter zu sein, wurde jedoch von zwei Zeuginnen des» Diebstahls überwiesen. Ein flüchtiger Kautionsbetrüger. Beim Polizeikommissariat Favoriten erstattete dieser Tage ein Kaufmann die Anzeige, daß er das Opfer eines Kautionsbetrügers geworden sei. Auf Grund eines Inserates in einer Wiener Tageszeitung fei er mit b*ir 37jährigen Franz Rudis aus HaMoum. in Verbindung getreten und habe ihm, um eine Anstellung zu erlangen, als Kaution 4000 Schilling übergeben. Rudis gab sich dabei als Motorradsabrikant aus und führte sein Opfer in eine Werkstätte in der Gudrunttratze, die er als sein Eigentum bezoichnete. Die Polizei stellte fest, daß dem Mann auch ein zweiter Kaurionsbetrug mit einer Schadenssumme von 2000 Schilling zur Last fällt. Rudis ist geflüchtet und konnte bisher noch nicht ausigeforschä werden. Ei« Schuß i«S Sitzungszimmer. Während einer Sitzung des Verbandes der Arbeit ersportler Oesterreichs, die im Bahmgebäude Mickelbeuern Montag abends stattfand, wollen Teilnehmer plötzlich eine Schußdetonatton vernommen haben. Das Polizetkommiffattat Alsergrund, den: die Anzeige erstattet wurde, entsandte Beamte und es wurde festWtellt, daß außerhalb des Lokales bei einem gegen die Waggonhalle der Stadtbahn gelegenen Fenster ein Stückchen Mauerwerk avgebröckelt mar und daß in dev Oeffnung drei kleine Bruchstücke, anscheinend von Metall, staken. Diese Stückchen werden von Sachverständigen unters»lcht werden. Die Erhebungen wurden eingelcitet. Das Bubikopffchneiden an Samstage» teurer. Die Sektion der Damenfriseure hat den Beschluß gefaßt, an Samstagen ebenso wie die Herrenfriseure für das Bubikopffchneiden einen höheren Preis zu verlangen. Diese Preiserhöhung tritt jedoch nur in den Fttseurläden der äußeren Bezirke ein, weil diese Friseure haisipksächlich an Samstagen statt zu tun haben, während gerade Ln den Inneren Bezirken an Samstagen der (Sw* lchästsgang ein schwächerer ist. Die Kartoffelrochnung statt deö Stimmzettels. In Neukirchen gab ein Wähler anstatt des Stimnrlettels eine unbezahlte Kartosfelrechnung in das WaMkouvett. Zu Haufe angekommen, suchte er fieberhaft nach.der Rechnung,.um sie zu begleichen, fand aber statt dieser nur den — Stimmzettel vor. Die WE.- konunission hat nun dem Zerstreuten seine Rechnung wiedergegeben, um seiner ZMungsmilligkett keinen Abbruch zu tun. Sechzehnte österreichische Klaffenlotterie. Bei der gestern abgehgltenen Ziehung des 11. Tages der ö. Klaffe gewannen: 10.000 S. das Los Nr. 46.371; 8000 S. das Los Nr. 63.984; 7000 S. das Los Nr. 96.783; je 6000 S. die Lost Nr. 30.135, 9U05; je 2000 S. die Lose Nr. 14.106, 20/335, 63.038; je 1000 S. die Lose Nv. 80,026, 78.816. Außerdem wurden 1990 Gewinne zwischen 600 und 160 S. ausgelvst. Der Propagator des Pyramidons gestorben. In Benzheim an der Bergstraße ist im Acrer von 83 Jahren der Breslauer Universitatsprofessor Gchttmrat Dr. Wilhelm Fi lehne gestorben. Professor Mohne hat sich um die EinMrung des Antiphrlns und des Ptzrapridons in den Ärzneischatz besondere Verdienste erworben. Selbstmord eines Bvdupester Aduvkate«. Aus Budapest ivird gemeldet: Gestern mittags hat der Advokat Dr. Julius Halasz Selbstmord verübt. Er jagte sich in seiner Kanzlei eine Revolverkugel in die Schläfe und war auf der Stelle tot. Die Umstände des Selbstmordes laffen darauf schließen, daß der 42 Jahre alte Advokat seine Tat im Zustand einer nervösen Ueberrcizung verübt hat. Kurz vor der Tat forderte er seine Maschtnschreiverin auf, einen Brief zu schreiben. MS sie vor der Schreibnmschine Platz nahm, hörte sie hinter« ihrem Rücken die Detonation eines Schusses und sah noch den Advokaten zusammenbrechen. Die Maschinschreibettn wurde durch den Anblick ohnmächtig. Ntesewbetkug eines TabakhändlerS. Konstantinopler Zeitungen bettchten über einen Millionenbetrug eines TavakaroWäNdlers, dem mchrere Banken, darunter angeblich die Filiale der Deutschen Orient- Vank in Konstantinopel, zum Opfer fielen. Der ^'ndler llch sich bei den Banken gegen Waren rund 1.6 Motionen Mark. Die deponierten Tabaksäcke wurden nicht gründlich untersucht, weil der Händler bisher als gut bekannt wgr. Als die Schuld am Verfallstage nicht bezahlt wurde, untersuchte man die Säcke und stellte fest, daß sie größtenteils mit Erde gefüllt waren. .Der Wert des vorhandenen Tabaks beträgt etwa ein Zehntel der geliehenen Summe. Der Händler ist verschwunden. Sein Name wird geheim gehalten. Das historische Schloß von Grodno in Gefahr. Aus Warschau' wird gemeldet: Das uralte Schloß von Grodno, in welchem Stefan Bathory gestorben ist und wo König Stanislaus August den Thron Verzicht Unterzeichnete, befindet sich in großer Gefahr. Auf dem Berg oberhalb des Njemenfluffes, auf denr das Schloß steht, begann plötzlich ein mächtiger Erdrutsch, es entstand ein tiefer Erdriß von fünf Meter Tiefe. Von Warschau wurde eine Spezialkommission an Ort mrd Stelle entsendet, welche sofort die Rettungsarbeiten in Angriff mhmsi soll. Sollte der Erdrutsch nicht zum Stillstand kommen, st» das wertvolle Schloß unrettbar verloren. Der Heuler, der bei der Hinrichtung weint. Ein junger Manir, JameS Stratton, hatte, fo tqjäfit eine englische Zeitung, aus Eiftrsucht seine Braut, die StenotypMrr Daisy Mayes, umgebracht. Miß Mayes hatte außer ihren: Bräutigam auch andere Bekanntschaften, womit der eifersüchtige JameS nicht einverstanden war. Eines Tages geriet er während einer Fahrt auf der Stadtbahn mit seiner Braut in Streit und erschlug sie mit einer eisernen Stange, die er zufällig im Abteil fand. Er meldete sich sofort bei der Polizei und wurde nach einer Beratung der Geschworenen, die nur siÄen Minuten Lauerte, für schuldig erklärt und zum Tode durch den Strang verurteilt. „Stratton war ein ehrlicher Mensch, wenn auch ein Mörder", sagte sein Gefängniswärter. In der kurzen Zeit, die der Delinquent in der Todeszelle verbrachte, gewann er die Herzen sämtlicher Gefängniswärter. Und noch mehr: bei der Hinrichtung wemte der Henker bittere Tränen, während er die Hände de Verurteilten fesselte. f Eine geniale Sparmethode. Sowjetrußlanbs Behörden haben eine durchaus neue und geniale Methode entdeckt, Geld zu sparen. „Es wird erwartet," veröffentlichen sie, „daß nächstes Jahr eine halbe Million Marl dadurch erspart wird, daß ein jedes Zündholz um einen Biertelzoll am Ende beschnitten wird." Das ist sicher eine sehr viel bessere Idee, als die des türkischen Sparministers, der aus jedem Zigarette,rpalet zu zwanzig Stück eines herausnehmen wollte, um damit die Pensionen der Luftschiffer zu bezahlen. Denn, wenn in einem Zigarettenpaket ein Stück fehlt, so merkt das jeder und ärgett sich, wenn aber ein Streichholz uml «inen Biertelzoll verkürzt ist, so Wird das gar nicht wahrgenommen. Kaum eines von tausend Streichhölzern wird vis zunr letzten Zoll niedergebrannt. Zigarettenvaucher sind mit die Hauptkonsumenten von Streichhölzern heutzutage, sie verbrennen l selten/ mehr als ein Achtel des Streichholzes. Die russische Sna,-- 1 Methode erscheint einleuchtend und sogar nachahmenswert. «XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXZXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX. JÜDISCHE WEIT U Masaryk «nt Brandeis. Die Aufnahme, welche der Präsident der tschechoslowakischen Republik, Masaryk, bei der Wischen Bevölkerung von Palästina gefunden hat, machte nicht nur iu. Palästina selbst sondern auch im ganzen Orient einen tiefen Eindruck. Die ägyptische Zeitung „Al Siassa" wandte sich unter diesem Eindruck an den in Begleitung -des Präsidenten reisenden Sekretär mit der Frage, warum Präsident Masaryk den Juden so freundlich gestimmt sei. Der Gefragte antwortete, wie das Blatt berichtet, daß Präsident Masaryk von jeher den Antisemitismus bekämpft habe und u. a. den unschuldigen Hilsner aus fteien Stücken verteidigt habe. Aus diesem Anlaß erzählt der Sekretär auch noch folgende interessante Geschichte: Im Jahre 1916 war er zusammen mit Masaryk in Washington. Sie suchten nach Mitteln und Wegen, wie am besten auf den Präsidenten Wilson zugunsten der Tschechoslowakei eingewirkt ivevden könne. EineS TageS kam Masaryk in heller Freude nach Hause.. Er hat endlich den ttchtigen Weg gefunden. Man braucht nur ■— sagte er — den angesehenen Richter am Oberston Gettchtshof, den Juden Louis Braudeis, einen intimen Freund Wilsons zu Hilfe zu nehmen; hat man ihn gewonnen, dann hat man alles gewonnen. Es dauerte nicht lange und wir statteten Brandeis einen Besuch ab, der den Erfolg hatte, daß Brandtts die Mission auf sich nahm und, wie man weiß, erfolgreich durchführte. Als wir das Haus Brrndeis' verließen, sagte mir Masaryk: Jetzt hat das jüdische Volk mir das Honorar.für meine Verteidigung des armen Hilsner bezahlt..." kl« Lavier Senge im Schwarzbart-Prozeß. Aus Lodz wird uns berichtet: Der gegenwärtig hier ansässige Kaufmann Jehuda Pfeffer erhielt dieser Tage eine Zeugenvorladung zum Pariser Gettcht. Herr Pfeffer war seinerzeit Mitglied des Stadtrates von Berditschew und wurde in dieser Eigenschaft zu Petljura entsendet, um von ihm di« Erlaubnis zu erwirken, daß Me Leichen von 29 Jude«, dia von den Petljnra-BirnLen ermordet wurden, nach jüdischen: Ritus begraben werden. Herr Pfeffer soll nun darüber ernvernommen tverden, wie sich Petljura zu diesem Ansuchen verhielt und welche Stellung er gegenüber den Juden- Metzeleien seiner Leute überhaupt eingenommen hat. Me Mische Kindertragödie ans dem Weltkrieg. In der Kownoer „Jüdischen Stimme" lese» w« di« folgende Kindertragödie. Zur Zeit der deutschen Okkupation, als die Hungersnot aufs höchste gestiegen tvar, verließen die zwei Brüder Moses und Jtzig Hurwitz aus Mbm, der GrsPonannte sieben Jahre, sein Bruder neun Iah« alt, das Elternhaus, um Brot zu suchen. Sie' kamen auf ihrer Wanderung über die litauischen Straßen bis nach Gelwany-Wardislawischok, wo die Kinder voneinander schieden. Der neunjähttgo Junge setzte seine Wanderung fort, während der siebenjährige Moses in Gelwany zu einem Bauern kam und bald darauf getauft wurde. Moses, der bei dev Taufe den Namen Josas Eurwitz erhielt, arbeitete auf dem Felde des Bauern, bis er eines Tages vors die Tür gesetzt tourde und jetzt als Knecht für einen Jahveslohn vor: 200 Lat schwere Arbeit leiste:: muß. Durch einen Zufall erfuhr eti: Jude aus Kowno von diesem Fall. JÄsas- Moses Hurwitz, der jetzt 19 Jahre alt ist, strebt eins Rückkehr zum Judentum an. Sein älterer Bruder Jtzig ist verschollen. Sein Vater, Abraham Hurwitz. der Schuster in Wilnat toar, ist im Kriege gefallen ... Re Legende von Freimaurerei und Judentum. Ein Vortrag von W. Strojerv in Berlin. Der ruffische Historiker und ehemalige Archivar an der Zarenkanzlei Profeffor W. Strojew hielt vor kurzem in Berlin einen Vortrag über den Ursprung der Legende von einer Verbindung zwischen Freimaurerei und Judentum. Nach .der französischen Revolution von 1789 suchte man in den Kreisen der französischen Emigranten und Jesuiten nach verschiedenen Sündenböcken. Der erste Anlaß, die Juden zu beschuldigen, bot sich nach dem Bekanntiverden des Planes Napoleons I., das Shnhedrion zusammenzurufen; die Kundgebung erschien bekanntlich am 17. September 1806. Unter den glühenden Haffern Napoleons ragte besonders Joseph de Ma ist re hervor, der damals berühmte Schriftsteller, der zusammen mit dem sardinkschen Offizier Michot die Legende von der „Judeo-maconnette" erfand. Beide hatten in Petersburg Unterkunft gefunden. Am 15. November 1806 schreibt de Maistre an Alexander I. anläßlich jener Kundgebung von Napo? leonr „Wie weit erstrecken sich die verbrecherischen Plane des frechen Gendarmen von Korsika! Jetzt hat er ein jüdisches Shnhedtton zusainmenverufen, um ein Bündnis zu schließen zwischen den Feinden Chttsti und den verbrecherischen Banden der Jlluminaten, die schon längst bemüht sind, die Grundlagen der bestehenden Ordnung z« untev- Üoühlen. Mt ihrer Hilfe hvfft er, hie ÄSeNi M beherrschen." Unter dem Einfluß dieser Denkschrift verfaßte Me russische Shnode sogar ein Sendschreiben an die westliche Geistlichkeit, in dem diese austzefordett roujctfc, Napoleon, der im Begttff stche, sich als Messias äuszurufen, noch rechtzeitig M entlarven! Nnn gttss aber auch Mchot die Jnsinuatton MaistreS auf. 1811 richtet er an Barruel einen zweifellos auch von den Jesuiten inspirierten Brief, in dem er darauf aufmerksam macht, haß alle Juden Freimaurer seien mrd daß die Freimaurerei ihre Waffe sei. Die Giftsaat er- Relt sich und trug eine spätere Frucht in den „Protokollen der Weisen von Zion", verfaßt von dem russischen Gutsbesitzer Nilus (oder richttger nach einem fmnziffMÄn Pamphlet gegen Napoleon M. abgeschrieven). Profeffor Strojew schloß seine Ausfühningen mit foem Hinweis, daß Geschichtsforschung das beste Wttel gegen Lügen ist. Jer Srodnorr «adttat für MM Salturzwecke. Im Groim-oer Stadtrat wurde dieser Tage das Budget für bas Geschäftsjahr 1987/28 zu Ende beraten. Der Voranschlag enthält mehrere Posten für jüdische Schul- und Kultur^ zwecke, fo auch eine Subvention von 1600 Zloty <tn die jüdische Gemeinde zum Ankaufs von Büchern für die jüdische Gemeindebibllothek. Außerdem wurden 1000 Zloty als Jahresbeitrag für das Misch-akadomische Heim in Warschau bestimmt. Eins Herhert-Samuel-Borstadt in Haifa. Die von der Herbett-SamuelliGeftllschaft in Rumänien -nach Haifa entsandte Kommission hat die Vorarbeiten zum Ausbau der noch Sin Herbett Samuel beuauuten Borstadt beendet. Die Konttttiffivn ist von dem Fortgang dxr Arbeiten ungemein befriedigt. Kt diesem Jahre werden in der Herbert-Samuel-Borstadt öffenttiche Arbeiten zur Ausführung gelangen, für di« 20.000 ägyptische Pfund ausgegeben werde«.

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