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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-04 · Heft 2939 (4.5.1927) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2939 (4.5.1927)
Date
1927-05-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 2989 fötal, MWvoch Wiener Morgenzettmts 4. Wak ISS- Wir würden aber das in uns gesetzte Vertrauen nicht rechtfertigen, wenn wir eS inzwischen unterließen, unverzüglich der Tatsache Rechnung zu tragen, daß die gegenwärtige Notlage offensichtliche Schwächen in unserem ganzen Arbcitssyftcm aufgedeckt hat. Der Kongreß, der in diesem Sommer zusammentritt, ^ird das Budget für das Jahr 1927/28 aufzustellen haben. Die zukünftige Politik wird Ln ihren Grundiinien entwickelt, beraten und festgelegt werden müssen. Budgets und Pläne werden die Grundlage zu bilden haben für einen Aufruf der Zionisten an die gesamte Judcnheit, am Aufbau der Jüdischen Nationalen Heimstätte initzuwirkcir. Es ist offenbar, daß ein Interregnum, eine Periode der Unsicherheit, in der die Krise ohne dauerhafte Gegenwirkung bestehen bleibt, in der Gelegenheiten versäumt werden, von einer verantwortlichen zionistischen Körperschaft unmöglich auf d'.e Dane? geduldet iverden kann. Aus diesem Grunde beabsichtigt die Cj;Cutiöc, den bei der letzten Aktivriskomiteesitzung beratenen Vorschlag der Aufnahme einer den Möglichkeiten adäquaten Anleihe energisch weiter zu verfolgen''und die Boraussetzungen für ein«« Kroditaufnahmeplan zu schassen, der cs der Zeitung der Zionistischen Organisation in Palästina ermöglichen soll, ihre Arbeit ohne Besorgnis um finanzielle Tagesnöte weiterzuführen. Zur Vorbereitung enrer solchen Finanzpolitik und zur Sicherung dev Möglichkeiten für die Aufnahme einer solchen Anleihe oder solcher Kredite haben wir beschlossen, eine besondere Budgetkommission nach Palästina zu entsenden, die mit der nötigen Vollmacht und der erforderlichen Autorität ausgestattet werden soll, um eine gründliche Untersuchung rmseres Berwaltungsapparates an Ort und Stelle vorzunehmen, um soweit wie möglich Ersparnisse herbeizufühven, um die verschiedenen zionistischen Institute zu koordinieren, und um Vorschläge für Richtung imd Methode der Arbeit zu unterbreiten, die uns im kommenden Jahre eine geordnete und stabile Fortführung unseres Werkes ermöglichen sollen, wobei wir dem künftigen Bericht der Sachverständigenkommission gebührend Rechnung zu tragen haben werden. Die Kundgebung.schließt: Zionisten! Die.Grundlagen des Jüdischen Nationalen Hermes.sind gelegt, und auf ihnen müssen lvir weiterbanen. Sie.find die greifbaren Erzeugnisse des Geistes Und der .Ideale des wiedererwachenden jüdischen Volkes. Der Wille.zu freundschaftlicher Zusammenarbeit mit Gruppen, die bisher die Last des Werkes nicht getragen und unsere Ideale nicht.geteilt haben, ist kein Zeichen von Schwäche oder.Müdigkeit. Gerade er ist ein Beweis Unseres Glaubens mt die wirkende Kraft der zionistischen Prinzipien, ein .Beweis dw-Zuversicht zu unserer nationalen Zukrmft in .Palästina. Wir'haben keine äußeren Feinde zu fürchten, wir haben nur einen Feind: und drr wohnt in uns. Nur jenen jBerlnst der Jugendhaftigkeit d s Zionismus müssen wir fürchten, der sich in der Fürcht -vor Neuerungen offenbaren mag. Unser Blick sei klar, unsere Entschlußkraft ungebrochen, unsere'Anpassungsfähigkeit .unbegrenzt. Mit' der gleicheil Zuversicht, die,iu der Jugendzeit der Bewegung Wege bahnte, wollen wir jetzt unser Werk konsolidieren und allen Fortschritt gründen auf die Wirklichkeit des Geschaffenen. Wir glauben^ an ,den endlichen Erfolg, und in diesenr Glaube,: schneiten wir vorwärts. Inland. Wer ist schuU»? - Larr Iud'l Unter bett Wiener Christlichsozialen herrscht wegen des Resultates der Wahlen Bestürzung. Sie werden von ihren Parteigenossen in den Ländern bezichtigt,, zu einer sehr ungelegenen Zeit nur wegen ihrer Pläne, die aus die Wiedererob-rung des Wiener Rathauses gerichtet warxN, die Wahlen zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt provoziert zu haben. Sie hatten die Dinge doch sehr schlau eingefädelt, und Herr Seipel vermeinte, wenn er die Hornik-Gruppe als Vertreter des liberalen Bürgertums in feine Einheitsliste aufnehme, auch damit die Stimmen der von den Christlichsozialen immer als In donliberale Bezeichneten zu erhaletn. Die Rechnung stimmte nicht ganz. Aus den.Ergebnissen der einzelnen Wahlsprengel glauben die Christlichsozialen entnehmen zu können, daß die Juden die Einheitsliste im Stiche gelassen haben. Das hatte zunächst zur Folge, daß in den Besprechungen der Christlichsozialen die KunschakS und Jerzabeks bittere Klage darüber führten, daß mar: nicht bei den Wahlen das antisemitische Banner entrollt habe. Eine stark antijüdische Agitation hätte der Einheitsliste weit mehr Stimmen zugeführt, als man auf Judenstimulen überhaupt hätte rechnen dürfen. In der ersten Verärgerung rieten sie, es so riasch als möglich zu einer abermaligen Auflösung des National c. zu treiben, um dann bei Neuwahlen mit H epp- Hepp-Propaganda das Wahlglück zu korrigieren. Die Hitzköpfe sind jetzt ein wenig abgekühlt, da für Neuwahlen noch nicht das nötige Geld vorhanden ist und auch in den unentwegt antisemitischen Kreisen der Christlichsozialen doch berechtigte Zweifel austmrchen, ob es unter den Juden so viel Charakte rlosigkeit gäbe, daß man für einen ausgesprochen antisemitischen Wahlfeldzug auch jüdisches Geld nebst jüdischen Stimmen fände. Wahleinsprüche in mehreren Wiener Bezirke«. Wie die „Christlichsoziale Nachrichtenzentrale" meldet, sind in den Bezirken Landstraße, Hietzing, Währing und Floridsdorf von den Parteien der Einheitsliste gegen das Ergebnis der Stimmenzählung Einsprüche an die Stadtwahlbehörde eingebracht worden. In: Lause des gestrigen Vormittags erschienen einige christlichsoziale Mandatare irr einem Bureau des neuen Amts- Hauses, weil sie gehört hatten, daß dort die Wahlakten eröffnet und eine neue Stimmenzählung vovgenommen werde. Nach dem Berichte der genannten Korrespondenz hätten die christlichsozialen Mandatare im Borraum herumliegend eine Menge-von Paketen, im Nebcnraum Wahlakten des 21. Bezirkes, darunter einige tausend Stimmzettel mit den Parteibezelchuuugen „Völkisch-sozialer Block",. „Sozialdemokratische Partei" und „Einheitsliste" völlig frei herumliegend gefunden.- In einem anderen Raum fanden sie 15 Beamte mit der Zählung der den Wahlakten des 3. Bezirkes entnommenen Stimmzettel beschäftigt. Abgeordneter K u n s ch a k begab. sich, zum Bürgermeister Seitz und erklärtse diesen. Vorgang als ungehörig^ und u n z u l ä s s i g. Der rasch herbeigerufene Magistratsdirektor behauptete, daß es sich lediglich um. eine vorbereitende Arbeitfür die Stadtwahl- Lehörde handle. K u ns ch a k betonte, daß die Oeffnung von Wahlakten nur im Beisein von Mitgliedern der Stadt- «ahlbchörde «folge« dürfe. Nach einer.Darstellung des Magistrats lassen diese Einsprüche jedes.konkrete Vorbringen vermissen. Es wurde aber di« Ueberprüftmg.des ziffenrmäßigen Wahlergebnisses verlangt. Diese Ueberprüfung wurde sofort angeordnet. Es .werden durch Beamte des Magistrats die bei den Wahlakten befindlichen Stimmzettel nachgezählt und mit den Eintragungen in den von den Wahlkommisswnenn aufgenommenen und .von sämtlichen Mitgliedern der Wahlkommffsionen unterschriebenen Wahlprotvkollen verglichen. Gegen diesen Vorgang haben nun gestern Stadtrat Kunschak und <Gemeinderat Zimmer! bei Bürgermeister Seitz protestiert. ^Der Bürgermeister zog der Verhandlung den Magistratsirektor,Dr. Hartl bei, der die Aufklärung gab, daß (sich die Ueberprüfung als eine vorbereitende Handlung darstellt, (die selbstverständlich nicht die Stadtwcchlbehörde vornehmen,kann, sondern die wie alle anderen Borbereittmgen für Pie Beschlußfassung vom Magistrat durchgeführt wird. Auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen erklärte der LMrgermeister, daß er das Vorgehen des Magistr.äts für.v o l l k o m m e n gesetzmäßig halte Und ''' - halb keine Veranlassung habe, es zU inhibieren. gln Volksbegehren für Aendernng der / Wahlordnung. Der Ständebund des Hofrates Ramsauer bereitet die UnterschriftensamNllungen für zwei Volksbegehren vor. Das eine verlangt die Beseitigung der starren Listen und die Wiedereinführung der Listenkoppelung und der Reichs-Re st stimmen liste. Weiters soll zur Erlangung eines Reststimmenmandates kein Grund Mandat mehr nötig sein. Das zweite Volksbegehren fordert die Ersetzung des Bundesrates durch eine Berufs ständ.ekammer. Von den 6960 ausgesandten Bogen, auf denen Unterschriften für das letzterwähnte Volksbegehren gesammelt wurden, sind bereits über 2000 Bogen mit je 100 Unterschriften, also die nach dem Gesetze für die Einleitung eines Volksbegehrens notwendigen 200.000 Unterschriften, zurückgelangt. 848 Lebensmüde im erste« vierteliahr. Starkes Anwachsen der Selbstmorde in Wie«. Die Zahl der Lebensmüden im ersten Vierteljahr 1927 betrug 648 gegen SIS im Vorjahre. Don den 646. Lebensmüden waren 348 Männer und 300 Frauen. -318 Personen, davon 76 Frauen, fanden tatsächlich den Tod, bei 430 Per-- sonen, davon bei 280 Frauen und Mädchen, ist es beim Versuch geblieben. Von den 246 Selbstmorden entfallen' 62 ans den Jänner, 64 auf Len Februar und 92 auf den Marz. Im Vorjahre zählte man im selben Zeitraum 175 Selbstmorde, davon 66 Frauen und Mädchen. Soweit die Ursache des Lebensüberdrusses festgestellt werden konnte, war. sie in 113 Fällen Familienzwist, Not in 198 Fällen,-Geistesstörung in 67 Fällen, unglückliche Liebe in 56?Fällen (Selbstmorde bei 9 Männern und 9 Frauen, Selbstmordversuche bei 12 Männern und 38 Frauen), /ungünstige materielle Verhältnisse (nicht unmittelbare Not)-in 21 Fällen, Kränkung über den Tod Verwandter in 16 Fällen, Furcht vor Strafe in 12 Fällen. Unbekannt blieb die Ursache in 184 Fällen. Aerliner Theater. Von Kurt Münzer. Cs ist 'schmerzlich, Prophetzu sei,:. Für alle Teil»'. Dem: ahnt, ,sieht man nicht immer nur Unheil voraus? Uns ist.es- — von: Betroffenen zu schweigen — auch für beit Scher wicht bitter, Trübes zu unken? Mer man..hat cs getan, alsim Künstlertheater I. H. Rehfischs „Skandal in ^Amerika" in berückender szenischer Pracht ausbrach.!Das sei »kein Skandal, unkte inan; (Skandale in Berlin, zumal im Mai, der sensationsfreien Zeit halten sich recht lange.) das sei vielmehr eine Katastrophe, he l sah man. Und 1mm — Knall und Fall ward das Stück abgesctzt, das Theater geschlossen, müssen die Gagen den Unbeschäftigten weitergezahlt werden. Um sich schadlos zu halten, berichtigte die verzweifelte Direktion «inen Schauspieler, großen Namens, Förster, das Drama geschmissen zu haben, indem durch sein Verschulden Einige unsterbliche' .Sätze des Textbuches nicht mitgesprochen worden waren, und indem, baß er in einem alten, voll anderen Ranrpen her bekann eu schäbigen grauen Anzug 'Ausgetreten sei, wo er doch 1000 Mark extra zu der 7000-Mark-Monatsgage nur für Kleidung erhalten habe. & r, der Förster, sei ersatzpflichtig, daß Rehsischs (roh gezimmertes, törichtes industriemäßig hergestelltes! Anmerkung des Schreibers)'Stück durchgeraffelt sei.. Der Prozeß läuft 'nun statt des' Dramas schon länger als es lies; er tvird es beschämen. «" Und das Theater — es ward geschloffen, denn man hatte nichts.auf Vorrat einstl.ldie.rt. Wer hätte auch glauben können, daß »ein Rehfisch!.... die Rettung aller Defizit-Theater! Aber — Operetten hat jede.Bühne liegen. Operetten, die Gattung, die die Direktoren mit dem Sommer versöhnt. Und man.griff nach dem Benatzky. Und man griff glücklich, weil man Rita Georg mit ergriff. Die Wienerin Gegenstück der Massary. Wie Liefe de Wiener Dame ist. so Rita das Wiener Mädel/ Sie flimmert ftirrt schloßt, funkelt, Ivo die Massary still erglänzt, königlich schreitet. Massary ist Hoheit, die Diva spielt. Rita ist Diva, die Hoheit mimt. Jeder nun wähle nach seinem Geschmack. Massary beglückt, Rita entzückt. Massary ist schwarz, Rita rot. Also: jede siegt, wo sie lächelt. „Adieu Mimik" heißt dieser Musikalische Schwank (von Engel und Horst) und hat einen zweiten Akt, in dem die Drehbühne witzig Mimis ganze Villa auftollt, vom Offiziellen bis zum Jntiinsten, von der Haustür bis zur Badewanne usw. Benatzkys Musik hat den Witz,, der dem Libretto oft abgeht, sie. bringt den Schmiß in die Handlung und fährt Rita in die schönen Berne, daß es nur so eine Lust ist, einen Zeißschen Trieder vorm Auge zu haben. Walzer im süßen alten Schwelg/'Charleston mit aller geistreichen Instrumentation.des Jazz. Lied und Couplet. Es war ein Erfolg, den noch die gesamte Provinz von Juni bis September bestätigen witd. Errungen hat die Mta Georg, Wien! ';' .'■**?• Zs * Und Paris »errang ihn dem Komödienhaus mit einem alten. Schwank. „Theodor macht alles" (von Nancay und Armont), in dem ein solcher Wimvarr von Verwechslungen, Verkleidungen (erprobt von Plautus bis Charleys Tante) durjchi Türen älnd Fenster tobt, daß nur das allwissende Publikum vergnügt klaren. Kopf behalt, während die auf der Bühne ihn alle verlieren. Wieder ist es Curt Bois, dessen. Flinkheit, Trockenheit und Drolligkeit bezaubert, ein besinnungslos schwatzendes, tänzelndes, gaunerndes Bübchen. Neben ihm der heimgekehrte Oscar S a b o, wirklich ein Komiker, »noch im Platten fein, diskret, zrvrückhaltend. Un'. neu für Berlin Maria Bard, eine blässere Orska, eine Orska -mit dünnerem Blut, kühlerem Temperament, reizvoll inr Bürgerlichen, öfseilbar eine Könnerin. Ader solche leicht getuschte Rollen sagen nkchts ttber^das eigentliche Wesen aus. ' ' " ' . ♦ .... So rüsten also die Berliner Theater für den Pfingstbesuch von auswärts und decken sich mit dein von Kunst ganz Unbeschiverten.Genre ein. Aber sie werden es sHoer hoben, denn lvnvb nicht alles eilen, stürmen, raftn, Um das Meerbad zu.sehen, zu probieren? Draußen in Haleusee, im Luttapark wird es eröffnet,' das Meer.' In rieMr Halle, deren Terrassen.viel« tausende Zuschauer fassen, -breitet' sich der Strand, der sich sanft in die wogenschlagendr See senkt. Eine See ftir sechshuudert Badende, in der die Wellen' nur so sich bäumen und überschlagen. Die Halle ist heizbar und — wenn es dies Jahr wirklich Sommer wird — ganz zu öffnen. Auf ihrem Dach, fast.dreißig..Meter-hoch, Sonnenbäder. Unten, in der Tieft, der richtige Halensee, rtww völlig umbaut. Ihre Renaissance- und Eiftnbetonvillen, deren Bewohner alljährlich klagen. Bon wegen nächtlicher Ruhefijörung. Fm Lunapark, wo die Feuerwerke prasseln, die Orchester Sy nrphonien und Jazz Spielen,' die neue Autorennbahn donnern wird und die Berg-' und Talbähn vom Kreischen der Damen hallt. Das wird das wahre Dheater im Berliner Sommer sein. * Auch das Ernsthafte stellt sich schon Um, wenn sogar die Städtische Oper Meyerbeers „Prophet" neu herausbringt, doch.gewiß nicht eine seiner besten Schöpfungen, wohl aber die, in der am meisten, szenischer Emfall Unhl Pnmk die Masse lockt. Bruno Walter hatte die Einstudierung übernommm, ließ sie. ober plötzlich liegen, und nu« sah inan, was nUr pflichtgemäß, nicht liebevoll zU Ende geführt war: eine Aufführung, von der man sagen nröchte: also auch Unsere liebe Städtische kann sich das leisten, eine ungenügerwe, langweilige ^abgesehen von der Onegin)^ stimmlich versagende, leer, laufend« Aufführung. Die Interesselosigkeit MlerGeteÄVztem ltryt . klar zu Abend. „ ' Dafür, mit Einsatz sogar des Dresdeners Pattiera, erklang , in der Staats oper Verdi-Werfels „Macht des Schicksals", wirttich italienisch aufgezogen, stilvoll und hingegeben herausgearbeitet, -in neuer Gewinn melodisch verführerischer Oper. Wie liegt doch diese Musik den Stinnnen und dem Gemüt aller Mitwirkenden! So viel Moderne auch' geschaffen wird: jvir werden nicht modern! das Herz ist sAr Verdi immer noch gestimmt. Da schlägt es Hoch Und hat Kunst nicht dort ihrm Lebenszweck am Vesten Und allein erfüllt, wo eben fie unser Herz am höchsten fchlagerr läßt? -

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