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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-03 · Heft 2938 (3.5.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2938 (3.5.1927)
Date
1927-05-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. SWS Morr, M«rMrg «Btffftf wl9V0CHgSttVllg 3. M«r 1W7 Gettev Mhne und Kunst. Klavierkonzert Leo Sirota. Der in Men wirkende ruMche Pianist verkörpert «och das dem Untergang verfallene graste Virtuosentum eines Liszt oder eines N: lbinstein. Txrrmn ist er auch dazu berechtigt, einen ganzen lang Löszt zu sptölen, ein Wagnis, welches den meisten anderen Pianisten mißlingen würde. Soll Liszts blendeni-e AmsterLichke.it in unserer Zeit nicht auf die Dauer ein (/ .-fühl der Langeweile auslösen, so bedarf es eben der berückenden Farbenpracht, des romantischen Klavievglanzes, der stupenden Technik, welche Sirota wie nur wenigen Virtuosen von heute eigen ist. Wenn er etwa den Lisztschen Zyklus „Pilgerfahrt durch Italien" mi-t seinen vomauttschen Phantasien, Kanzonen, Dante-Erinnerungen und Petrarm-Sonetten spielt, so wird er förmlich z>mn Troubadour, der in schwärmerischem Klavievgcisang seinen ritterlichen Gefühlen ungehemmten Lauf Wßt. Gang eigenartig, wie er durch -freiesten Pedalgebrauch das LWsche Passagenwevk und dessen Richard Wagner vorwegnchmende Akkordik oft in gleichsam impressionistischen Wohlklang auflöst u>wd damit neue Wege der Lilszt- Jntevpretatton sucht und findet. Sirota ist in seinem eigenwilligen Temperament, in dom ursprünglich Triebhaften seiner Kraft und Technik durchaus Romantiker. Gleichwohl, wenn er auch in seinem Spiel niemals akademisch wird, wäre er dazu berufen, der Wiener MuMcrkademie, deren Lehrkörper nicht eben reich am Pianisten-Persönlichkeiten ist, als Lehrer der Jugend neue Impulse zuKusühren. slb. Jas Sude des Staatlichen Jiddischen Lheaters in Moskau. Entziehung der staatlichen Subvention. Wir haben jüngst berichtet, daß das Moskauer Jiddische Theater eine Auslandstournee antritt, welche diese vortreffliche, in jiddischer Sprache spielende Theatertruppe auch mach Amerika führen soll. — Wie jetzt bekannt wird, ist dieser Entschluß des Ensembles darauf zurückzuführe-n, daß das sowjetrussische Bildungskommissariat beschlossen hat, diesem Theater die staatliche Unterstützung zu entziehen. Das Defizit dieser Saison wurde auf 45.000 Rubel veranschlagt. Es besteht der Plan, das Moskauer Jiddische Theater nach Abschluß der Tournee in ein stark von Juden durchsetztes Zentrum Weißrußlands oder der Ukraine überzuführen, falls der weitere Bestand des Theaters durch eine Subvention der dortigen Sowjet- Verwaltung gesichert werden kamu König Lear" «nd die Schallanakyfel Ein Vemerckenswerter Vortrag auf der jüngsten deutsche« Shakespeare-Tagung. — Die Tragödie soll von drei Autoren verfaßt sein. Anläßlich der Hauptbevsammlung der deutschen Shakespeare-Gesellschaft in Weimar machte der Bortrag von Geheünrat Prof. Dr. Eduard Siebers (Leipzig) Aufsehen. Der Gelehrte wendete die von Hm entdeckte psycho-physiologische Schallanalyse auf Shakespeares „König Lear" an und suchte durch diese Analyse, die sich auf die Erfahrung stützt, daß jeder Mensch in Sprache und Schrift seinen eigenen Rhythmus hat, nachzuweisen, daß an der Tragödie drei Verfasser beteMgt sind, deren letzter Shakespeare war. Von den beiden anderen Autoren, die das Stück zunächst abgefaht haben, muß nach der Darlegung des Forschers der eine keltischer, der andere irischer Abstammung gewesen sein. — Die Darlegungen Siebers' machten auf die versammelten Gelehrten großen Eindruck, zumal er recht deutlich den Anteil der drei Verfasser an dem Weicke zu sondern verstand. Jedenfalls ist es Sievers auf der Shakespeare-Tagung beffer ergangen als jüngst im Jürgens-Prozeß, wo die Richter sein Gutachten als „nicht verständlich" ablöhnten. Aas den Theatern. Operntheater. Morgen, halb 8 Uhr „Mrguvn". Burgtheater. Morgen, Halo 8 Uhr zum ersten Male „Paulus unter den Juden" von Franz Werfel. (Abonnement 3. Gruppe.) > Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr ,Meiberfeinde". (Abonnement 5. Gruppe.) . Theater in der Josefstadt. Max Reinhardt hat das Schauspiel ,L'amour in agieren" von H. R. Lenvrmand, in der Uebersetzung von Berta Zuckerkand!, zur deutschen. Uraufführung angenommen. Die Hauptrolle wird Helene Thimig darstellen. , I Neue Wiener Bühne. Heute Uraufführung der Komödie „Inflation, in Paris" von Felix ZÄrmann. Vereine. Bortröge und Bersammlaugeu. Zionistische Bezirkssektton 6—8, PfadfinderbmU» „Zirenu". Heute, Yfi Uhr abends, im Bereinslokale, 8. Bezirk, Bennoplatz 1 a, große Elternversammluug. Tagesordnung: Otto Hochstäldt: ,/Elternhaus und Schule"; Max Schvütter: „Unsere Sommerfahrt in Wort und Bild" (Lichtbildervortrag). Lesestube der zionistischen Sektion Innere Stadt. Die von der zionistischen Sektion Innere Stadl im Klubsaal des Cafe Habsburg, 1. Bezirk, Rotenturmstraße 83, gegründete Lesestube erfreut stch einer immer steigenden Beliebtheit. An dem Lesetage — jeden Dienstag von 6 vis 9 Uhr abends — liegen zahlreiche in- und ausländische Blätter auf. Gäste willkommen! Verband jüdischer Kaufleute, Industrieller. Gewerbetreibender und Handelsvertreter. Morgen, 8 Uhr abends, Versammlung in der Kausmannshalle dÄ Wiener Bürgeroase, 2. Bezirk, Praterstraße N. Gerichtssaal. ein Prozeß eines Agnvah-Pnblizisten. Der verantwortliche Redakteur der agudistischen Wochenlschvift „Jüdische Presse", Otto Stern, hatte in seinem Matt den Altpapievhändler Malkiel Grünwald scharf angegriffen, weil dieser angeblich den Vorstand eines Bethcrusvereines ungerecht der frauditlosen Geldgebavung bezichtigte. Grünwald amdtvortete daraus in einer Zeitungskorrespon'denz gegen Stern mit Gegenangriffen. Er nannte ihn einen ,grünen Jungen", ,Kretin", Kinderverzcchrer der Rembran-dtstraße", weshalb Stern gegen ihn die Ehrenbeleiüignngsklage anstrengte, über die Samstag ein Schwurgericht unter Vorsitz des Hosrates Dr. MaschiLa zu indizieren Hatte. Gvümwald verantwortete sich mit Ehreunotwehr. Die Geschwovensn verneinten sämtliche Schuld frage«, worauf Gvünwald frei g esprochen wurde. Der Privatankläger meldete die MchttgkeitsDeschwevde an. . Set Iollariälscher als Pornograph. Wie bereits gemeldet, wurden Sonntag der angebliche Architekt Maximilian Pressinger und dessen Schwager, der Kellner Oskar H o f m a n n als Verfertiger der gefälschten 10-Dollar-Goldzertisikate verhaftet. Pressinger wivd noch ein anderes Delikt Wr Last gelegt, nnrüber er sich gestern mit stoben anderen Beschuld'.^- - dam Bezirksgericht Fünshans (OLGR. Dr. - '.ce ver- ' antworten sollen. Bor einigen Monaten iu. . in Genj darm die Anzeige, daß seinem Bruder von einem Unbekannten auf der Straße seidene Taschentücher mit stark obszöne« Bildern znm Kaufe angeboten worden seien. Ms gewerbsmäßiger Verfertiger dieser Bilder wurde Maximilian Pressinger ermittelt, gegen den die Anzeige wegen Übertretung gegen die öffentliche Sittlichkeit evhoben wurde. Pressinger gab seinem Unternehmen den hochtrabenden Namen „kunstgewerbliches Bureau". Der Akt wurde ursprünglich dem' Jugendgericht abgetreten, weil der Verdacht vorlag, daß die Sittlichkeit Jugendlicher gefährdet gewesen sei. Schließlich wurde aber der Akt an das Bezirksgericht Fünshcms weitergeleitet. Zu Beginn der Verhandlung erschien der Anwalt des Pressinger und teilte mit, daß sein Klient wegen der Dollarfälschuing dem Landesgerichte eingeliefert worden sei. Der Richter beschloß hieraus, den Akt gegen diesen, sowie gegen sämtliche andere Beschuldigte an das Landesg e r i ch t abzutrete«. Ein aufgehobener Freispruch einer KittbeSniörderin. Me KleinhäuSlerstochter Oi/.Ii« Fisd>er, welche bereits Mutter eines unehelichen Kindes ist, wurde im Vorjahre neuerlich Mutter eines Kindes, für dessen Erhaltung der außereheliche Vater nichts beitragen konnte. Sie gab das Kind zu einer Kostfrau und mußte ihren ganzen Lohn von 40 Schilling monatlich dafür bezahlen. Am 14. Jänner' v. I. ließ sie das Kind von der Pslegefrau abholen, um es an einem anderen Koftplatz unterzNbvingen. Das drei Monat« alte Kind schrie in der Nacht unablässig und die Mutter geriet in derartige Ver- Weiflung, daß sie es mit einem Kopfpolster erstickte. Die Geschworenen bejahten die Frage auf M o r d und ebenso die trotz des Protestes der Staatsanwaltschaft vorgelegt« Frage auf Sinnesverwirrung zur Zeit der Tat, weshalb Ottilie Fischer freigesprochen wurde. Di« Staatsanwaltschaft erhob die Nichtigkeitsbeschwerde, weil die Angeklagte sich nie mtt Sinnesverwirrung verantwortet hatte, kondevn Notlage als Motiv der Tat angegeben habe. Die Zusatzfrage hätte demnach nicht gestellt werden dürfen. Der Oberste Gerichtshof schloß sich dieser Ansicht an, hob den Freispruch aus und verwies die Sache Wr neuerlichen Verhandlung an das Schwurgericht in Wels. Schadenersatzprozetz gegen Bund und Land wegen einer ungültigen Ehe. Ein interessanter Fall wird demnächst den Berfaffungsgerichtshof beschäftigen. Es handelt sich um eine Klage der Pvivatlehrerin Dominiquette G r u b e r, die gegen den Bund und gegen die Gemeinde Wien als Landesregierung als Klägerin auf Ersatz von zusammen 1348 Schilling austritt, toeil ihr durch Erteilung eines Ehedispenses dieser Schaden erwachsen sei. Die Ehe wurde nämlich von den Gerichten als ungültig erklärt, weil von dem Ehehindernis des Ehebandes nicht dispensiert werden könne. Der Schadenersatzanspruch für die gehabten Prozeß kosten stützt sich auf die Bestimmungen des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches. Das Bundeskanzleramt hätte als oberste Verwaltungsbehörde schon lange gegen die ungesetzliche Praxis der Dispenserteilung der Landesregierung einschrei ten müssen. Außerdem liege ein Verschulden des Bundes darin, daß er noch nicht das in der Bundesverfassung augekündigte Syndikatshaftung sges« tz für Verwaltungsbeamte erlassen habe. In der Gegenschrift des Bundeskanzleramtes 'heiß! es, daß den Gerichten kein Entscheidungsrecht über die Verwaltungsbehörden zustehe, weil sonst die Trennung von Justiz und Verwaltung illusorisch würde. Die Dispenserteilung sei ein Gnadenrecht, das im freien Ermessen der Verwaltungsbehörde stehe. Eine gesetzliche Bestimmung, von welchen Ghehindermssen dispensiert werden dürfe, bestehe nicht. Die Kompetenz des Berfassungsgerichtshoses kei nicht gegeben, weil kein verfassungsmäßig gewährleistetes Recht verletzt worden sei. Uebevdies sei das in Frage stehende Syndikatshaftungsgesetz noch nicht in Kraft, weshalb eine Haftungspflicht des Bundes nicht gegeben sei. Die Mörderin Stratzer geisteskrank. Franziska Straßer legte am 15. Oktober,v. I. in der Wohnung ihrer seit Jahren gelähmten Dienstgeberin Marie Arthofer Feuer, wodurch die hiftlose Frau verbrannte, und stahl dann aus der Wohnung zahlreiche Gegenstände. Sie wurde verhaftet, des Mordes überwieien und war auch geständig. Später widerrief sie ihr Geständnis. Die GerichtSPsYchrater, Hofrat Dr. Hoebel und Dr. Groß, erklärten jedoch die Frau für schwachsinnig und unzurechnungsfähig, so daß das Verfahren gegen & eingestellt werden mußte und ihre Abgabe an den teinhos verfügt wurde. Der Sohn des Moses Mautner Ein Wiener Roman von Leopold Hiohler. Copyright 1927 by B. Löwit Verlag, Wien — Leipzig Und es blickte in dem Speisezimmer, wo sich alle befanden, suchend Umher, als säßen die Schwiegertöchter nur so lvartend in den Winkeln des Zimmers, und er hätte die Wahl. — „Aber Hermann!" rief Frau Sali abweisend, als verstürbe sie den suchenden Blick ihres Mannes. „Aber Hermann! Er is doch noch e Kind!" — — Die beiden Ehegatten warm nämlich, wie in vielen Dingen, auch über die Reife ihres Jüngsten verschiedener Ansicht. — Herr Hermann wollte Gustav durchaus zum Ehemann befördern, oder degradieren — wie man will —; Frau Sali hingegen Hätte ihren jüngsten Sohn — wenn es nur möglich gewesen wäre — noch gerne mit kurzen Höschen bekleidet! — Und der, um dessen Schicksal hier -der Streit wogte, arbeitete indes Unbekümmert und vergnügt in der Fabrik feiner Schwester; für den Nutzen seiner Schwester. — Er war noch in dem glücklichen Zustande, da die Jugend aus Liebe zur Sache arbeitet. Ihn freute das Geschäft an sich gleichviel, wem es gehören sollte. Er war froh, daß ein Leben im Hause war, daß täglich recht viel Ware erzeugt und mit Nutzen verkauft wuÄe, aber — das goldene Bächlein des Gewinnes weise in seine Straße zu lenken, daran dachte er nicht. — Ihm mangelte noch die berechnende Klarheit der höheren Jahre, die jede Handlung wägt, wieferne sie den eigenen Nutzen fördert oder hemmt. — Und seine Existenz? Wenn er schon daran dachte, beruhigte er die mahnende, innere Sttmme mit den leichten Worten: „Was! Wer immer es kaufen wird, muß mich haben und kann's ohne mich nicht führen!"- Wochenlange schwankte Frau Resi in ihrem Entschluß. Sie wußte, der Rat ihres Vaters: „Zuzuwarten!" sei gut; aber wenn ein Mensch ins Privatleben will, dünkt ihm jede Arbeit eine Dornenhecke, woran seine Ruhe und sein Glück zerreißen.-Frau Resi verkaufte das Geschäft. — Gustav bot dem neuen Herrn seine Dienste an. Vergebens. Der neue Besitzer hatte bereits einen anderen Geschäftsführer. — Gustav war frei, das heißt ohne Brot. — Er wollte fort von Wien. Nach Berlin, nach Paris. Aber Herr Hermamr meinte: „Lass' dir Zeit. Sie warten dort nix af dir! — Ma wird scheu. Dawvrl bleib' M Haus'!" Gustav blieb mrd ging müßig im Elternhaus' herum. Der Müßiggang hat einen Zwillingsbruder, den Verdruß, und wie eine Seuche befällt der Verdruß sogar die Umgebiuinsz des Müßigen; denn ein Mensch ohne Arbeit ist sich allen anderen eine Last, — Sv vergingen zwei (22. Forksetztwg.) Wochen, Und in dieser Zeit reifte in Gustavs Vater ein Entschluß, den er zunächst noch.geheim Mt. — Aber eines Tages, nach Tisch' mußte der Plan geboren werden. Wie in Schmerzen lief der alte Herr Unruhig im Speisezimmer umher. „Setz' dich doch, Hermann!" rief FraU Sali. „Was'lahfst de so herum? Ma wird' ja gMrz nervös! Mer Herrn. Hermanns Unruhe war zu groß, um den Wunsch seiner Frau sogleich zu erfüllen. Eine Weile lief er noch weiter; aber plötzlich blieb er vor seiner Frau stehen Und sprach mit solchem Ernste, daß die gute Frau erschrak: ,/Sali! Ich möcht ihm e klahn Geschäft einrichten. E ktahne Fabrik. — Das will ich riskieren. Was, sagst du dazu?" — Frau Sali war dies zu plötzlich, und sie saß, stumm und starr wie Lots Gattin. Fräulein Berta bückte vom Klavier auch ein wenig wie neugeboren zu ihrem Vater hinüber, und darum wendete sich Herr Hermann zu Gustav. „Gusti! Kennst du mit fünftausend Gulden anfangen und bestehen?" Und Gustav eilig, als könnte es der Alte etwa noch bereuen uiü> widerrufen, rief ohne Bedenken: „O ja!" — Das klang mutig, wie ein Tvompetenruf, aber der besonnene Vater dämpfte sogleich den junge« Bläser: „Gusti! Ueberleg' birs gut? denn wenn du bas Geld anbrmgst: Dei Lebetag kriegst du nicht e Zall mehr von mir! Eicher kennst de Stahner kloppen! — Sag' mirs auf dein Gewisse«, Gusti: Kannst du Mit fünftausend Gulden bestehen? — Auf dein Gewissen!" — Nun — Gustav ist mein Held und die Schriftsteller schmücken meist ihr« Helden, wie einen Wagen Mn Maikorso. Ich nicht. Ich gestehe: Das Gewissen berückte ^Gustav weniger, als die Drohung des Vaters, daß er nichts inehv bekäme, wenn das Geld vertan sei. Darmn sprach Gustav Nun sehr gedämpft, und seine Stinmre klang wie ein fernes Waldhorn: „Vater! Ich wer rechnen." — Und als wäre keine Zeit zu verlieren, ging er sogleich ins Kabinett neben dem Speisezimmer, setzte sich dort zUm ^Schreibtisch, stützte den Kopf nrit der rechten Hand und — überleate — (Fortsetzung folgt.) Klub radikaler Zionisten. Mittwoch, 4. Mai, halb S Uhr abends, im KlMokal des Mlashoses, 1. Bez., Aspernplatz, B o r t r a g: Ursache und Lehre des Wa'hlergcbmfles. Eintritt frei, Gäste willkommen.

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