Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2937 (2.5.1927)
- Date
- 1927-05-02
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982025--29910-3018082- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Men, Montag Wiener Morgenzettung L Mak 1987 M. 2937 Sie Kolonisierung des Mittelstandes. Bon Charisat, Palästina. Das Problem der Verwurzelung des Mittelstandes in der Landwirtschaft ist in unserem palästincnsichen Leben vollkomlnten neu. Bis zur sogenannten vierten Mijah hatte lnan von einem solchen Problem fast nichts gehört. Und es ist in der Tat schwer, festzustellen, rvelche Ärt Menschen eigentlich den: Mittelstand zugezählt werden. Man versucht sich in Künsteleien, inan sucht nach Formeln, aber es ist sehr schwierig, deutlich zu bestimmen, toeit man damit meint. Diese Terminologie sindet ihre Gruirdlage keineswegs in der palästinensischen Wirklichkeit, sondern ist ein Erbe der Galuthdifferenzierung. Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen den jungen Chaluzim, die ins Land gekommen sind, um den Boden für ihre Eltern vorzu- ^reiten, und eben diesen Eltern selbst? Das Leben selbst hat uns viele Beispiele erbracht, daß Mit beml Ankommen der Eltern, die die vierte Ahijah ins Land gebracht hat, die Kinder, die bereits von früher her in Palästina weilten, bei der Einordnung der neuen Einwanderer in die Landwirtschaft keine geringe Rolle gespielt haben. Beide, das heißt sowohl die Eltern wie auch die Kinder! gehören dem Stande der Landarbeiter an. Die Landwirtschaft ist eigentlich das Bestreben aller, die ins Land gekommen sind, um neue Quellen des Lebensunterhaltes für sich zu finden. Auch'viele andere Kennzeichen, die den Mittelstand charaktersieren sollen, sind nicht mehr festzustellen. Nehmen mir z. B. das Hauptkennzeichen: die Geldmittel, die ganz besonders dem Mittelstand den Charakter verleihen. Auch dieses Kennzeichen wurde verdunkelt oder verwischt, sobald es nur mit dem 'Boden Palästinas in Berührung gekommen ist. Es gibt viele, die außerhalb Palästinas zum Mittelstand gezählt wurden, ja, vielleicht sogar noch reicher waren, und die, davon ausgehend, sich Pläne für ihre zukünftige Tätigkeit in Palästina gemacht haben, bei denen sich aber hier in Palästina bald herausgestellt hat, daß dies eine Täuschung gewiesen ist. Die Pläne Mit den phantastischen.Geldmitteln sind verschwunden, aber der /Name ist geblieben. So wurde der Name „Mittelstand" in die palästinensische Terminologie auch in der landwirtschaftlichen Kolonisation eingeführt. ittnb doch formten viele der Neueinwanderer auf keinen Fall auf ihre ursprünglichen Pläne verzichte»:, ohne Rücksicht darauf daß sich die früheren Bedingungen lZefür Von Grund auf geändert hatten. Diese sind es, die de»: Mittelstand bilden, von dem so viel gesprochen wird. Biele von ihnen haben begönne»:, ihre Pläne in der Stadt zu verwirklichen, und als sie auf größere Hindenüsse stießen, kam ihnen der Keren Hajessod vermittels des unlängst gegründeten Departements für städtische Kolo»:isatton zu Hilfe. Es fti wahr, dieses Departement kormte noch keine große Arbeit leisten, rveil man den Apparat erst cinord»»e»: und .ein umfassendes wirtschaftliches Progranrn: ausarbeicei: muß, das sich dem allgemeine »r Kolonisationsprogramm anpaßt. Die Arbeit ist sehr ernst und verlangt tiefe und vielseitige Stiürien, aber immerhi»: gelang es dem Departement inzwischen, dem und jenem »nit Rat u»:d auch durch Geldunterstützuug, die jenen städtischen industrieller: Untenrehmuugeu gewährt werden, die genügend Lebensfähigkeit in sich besttzen, behilflich zu sei»:. Es gab aber auch viele, die auf ihr Verlangen nach dem Dorfe keinesfalls verzichten konnten. Sie hatten sich mit der Landwirtschaft in Palästina geistig schon in jenen Tagen verbunden, als sie .zum erstenmal das zionistische Ideal kennen lernten. Das sind jene, die den Zionismus mit ganzer Seele empfinden und für die Erez Israel nur in der freien Natur bei gesunder u»»d produktiver Erdarbeit einen Sinn hat. TLesen Plan haben sie schon außerhalb Palästinas nach und »rach zu verwirkliche»: begonnen. Sie erstanden Boden in den Achusoth »md organisierten verschiedene Gesellschaften, um sich den Uebrgang vom städtffchen zum Dorfleben zu erleichtern. So entstanden die sogenannten Chassidi M-Siedlungen, über die seinerzeit so viel geschrieben wurde. Aber die Wirklichkeit hat ihnen die Adlerflügel gestutzt. Die Geld mittet waren nicht grüß genug, uns ihnen die Verwurzel»t»:g im palästinensischen Boden »md die Zuenbeführu»^ ihrer Kolonisationspläne zu ernröglichen. Auf diesem Wege zu ihrem Ziele wurden sie auch von ihren geringen Erfahrmvgeu in der Erdarbeit, ganz besonders in der palästinensischen Landwirtschaft, gestört. Diesen Menschen hätte man, selbst wenn sie nicht um Hilfe ersucht hätte»:, solche gewähren nrüssen, rveil dies ja eigentlich die Verwirklichung des zionistischen Gedanke»»s ist und selbstverständlich auch eine der wichtigsten Aufgaben der zionistische»: Bewegung. Tatsächlich hat der Keren Hajessod!»: Anbetracht all dieses die Verantwortung fiir ihre »veitere Existe»»z auf sich geirommen, nachdem Man eine bestimmte Ordnung in ihre Arbeit gebracht hatte. Außer der Fürsorge, die diese SiÄllungen von der Versuchsstation empfangen, die aus den Mitteln des Keren Hajessod erhalte»: wird (bis Ende September 1926 hat der Keren Hajessod 53.000 Pfund für sie ausgeggeben), ist ihnen das Kolonisationsu»»d Lanüwirtschaftsdepartenrcnt der Zionistischen Palästina-Exekutive mit einen: Betrage von ungefähr 18.000 Pftmd zu Hilfe gekommen. Es sind dies sechs Moschawin: (Charbatsch, Charoscheth Hagoin, Schech Abrejk, Awodath Israel, Bne Brak und Magdiel), rvelche zusammen 165 Familien und gegen 625 Seelen zählen. Auch für die nächsten Jahre gelangen sie msit einem Betrag von ungefähr 15.000 Pfund in das Kolouisationsbudget des Keren Hajessod. Mer damit allein kann man sich nicht begnügem Der Mittelstand muh einer: ehrenvollen Platz in der landwirtschaftlichen Kolonisatior: einnehmc»:, und so wurde beschlossen, noch zwei Kolonien mit 146 Familien aus dem Mittelstand der verschiedenen Länder mit einem Brrdget von ungefähr 80.000 Pfund zu gründen. Und noch in einer anderen Richtung wurden große Fortschritte in der landwirtschaftlichen Kolonisation des Mittelstandes gemacht, nämlich in der Erweiterung der Grenzen der alten Siedlungen und in der Kolvnrsierung der Kinder der alten Kolonisten, die zrveifellos dem Mittelstände zugercchnet werden müssen. Diese Tätigkeit ist ganz besonders erwünscht. Erstens kommt die Hilfe der Beratung des erfahrne»: palästinensischen Landarbeiters zustatten, zweitens bringen die neuen Kolonisten neue»: Geist irr die alten Kolonieir, und drittens sind diese Kolonistenki»:der das tauglichste Element für die landwirtschaftliche Kolonisation. Auf diese Weise wurden viele Kolonien in Judäa und irr Galiläa u»n zahlreiche neue Familien vergrößert. Die allgemeine Unterstützurrg, die die alten Kolonien außer den sechs oben erwähnten erhalten haben, erreicht ungefähr die Summe von 60.000 Pfund (gegen 465 Familien, alle aus den: Mittelstarid), und auch für die Zukunft sind für sie etwa 18.000 Pfund bereitgestellt worden. Ob u:an es »vill oder nicht, gewinnt die Frage der rationellen, intensiven Bodenbearbeitung steigende Bedeutung, d. h. einer solchen Ausnützung des Bodens, daß man auch auf einer kleinen Bodenfläche sich seiner: Lebensunterhalt schaffen kann. Dies ist mit großen Kosten für Betvässerung und mit einem klar ausgearbeiteten Plan verbünde»:, der auf de»: Resultaten wissenschaftlicher Studier: beruht. Es ist dies der im zionistischer: Kolonisationsprogramm bekarrnte „Soskin-PLan". Er ist gänzlich der Weltanschauurrg des Mittelstandes angepaßt »vorden und wird vor: diesem Standpunkt aus verteidigt. Der Keren Hajessod hat bisher der Gesellschaft für landwirtschaftliche Kleinkolonisation — so nennt Soskir: die Gesellschaft, die die technische Durchführung dieses Planes auf sich genommen hat — bereits 6000 Pfund gegeben und soll, chr in Zukunft »veitere 24.000 Pfund zur Verfügung stellen. Wenn düse Mittelstandskolonieu genügend Lebensfähigkeit und tatsächliche Anpassung an die neuen Bedingungen eriveisen, dann werden sie in der palästinensischen Kolonisation im allgemeinen und in ihrer Land- »virtschastspolitik im besonderen den ersten Platz einnchmen. kl«e Agudah'LSge gegen de« Wische« Ratlooalsoud». In einem Agudah-Bfott veröffentlicht ein Rabbiner Joses Adler in Schäßburg einen Artikel ,Mbmnenfose", in »velchcm es unter anderem heißt: „Weiß es doch jedes KNd in orthodoxen Kreisen, daß der Nationalfonds durch nichts die Sympathien der Orthodoxie sich so verscheuchte, als durch die Schenkung der Grundstücke für Schulen und die Universität, in deren Hallen täglich der Religion und «dem Väterglcruben das Grab geschaufelt wird. Der Nationalfonds begnügte sich gar nicht damit, sein Eigentum zier Erbauung der Universität hinzugeben, er »nachte es sogar zur Bedingung in der Schenkungsurkunde, zur Conditio sine qua non, daß ans der Universität Bibelkvitik, Atheismus gepredigt werden müssen." Zu dieser so pathetisch im Brustton, der Ueberzeugnng vorgetvagmen Klage ist zu bemerken, daß sie vom An* sangbiszum Endeerlogen ist. Der Nationialfonds hat überhaupt keine Schenkungsurkunde für den Boden der Universität ausgestellt, hat sich keine»: noch so kleinen Einfluß auf die innere Leitung der Universität gesichert. Der Nationalfonds hat in das Univevsitätskomitee Nicht einnwl einen Vertreter ensandt. Es gehört überhaupt ein ansehnliches Maß von Unverfrorenheit dazu, zu behaupten, daß der Nationalfonds, der für den Erwerb des Bauplatzes für die große Synagoge in Tel Awiw, für einen 10 Dunam großen Bauplatz für das orthodoxe Lehrerseminar des Misrachi, sowie für mehrere andere orthodoxe Anstalten huNderttausendo von Dollars ausgegeben hat, das Predigen von Bibelkvitik und Atheismus fordern und gar zur Bedingung machen könnte. Hat doch der Nationalfonds bloß für z»vei chassidische Siedlungen bei Haifa nicht »veniger als 350.000 Dollars investiert und ebenso große Aufwendungen .für die Misrachistedlnng Chitttn gemacht. Es stimmt heiter, daß der blumenlesende Adler bezüglich Kfar Gideon, daß doch dem Nationalfonds und dein Keren Hajessod zirka 200.000 Dollars kostet, mit dem Errichten .des Bades durch die Agudah prahlerisch tut. Sie hätte doch lieber die Anstalt in Machne Israel, in der einzigen Siedlung der Agudah fevtigstellen sollen. Auf weitere Einzelheiten einzugehen, verlohnt sich nicht. Gin Mann, dem jedes jüdische Gefühl dermaßen abgcht, daß er vom Ertverb des heiligen Bodens als von B od e n fe ti s chismus spricht, muß nicht er»:st genommen werden. Wien, 2. Mai. Neun Sel'tstrnorre am 1. Mai. Gesten: haben neun Personen sich das Leben genom-, men. Der 34jährige Kellner Johanr: Seiler hat sich wegen unglücklicher Liebe erschaffe»:; die 32jährige Private Anna Santsverger nahm, »veil der Mann seit Mo-, naten postenlos war, Lysol; die 43jährige Private Maria Schönberger hat sich wogen Familienzwistes mit Leucht-, gas vergiftet; die 31jährige Hilfsarbeiterin Leopoldine S ad c k «ahn: wegen »»nglücklicher Liebe ein Rauschgift zu sich; die 66jährige Pensionistensgattin Barbara Penka/ hat sich wegen Krankheit erhängt; die 28jährige Schasstnersgattin Marie Fiegl nahm aus unveöannter Ursache Veronal; die 27jährigo Hilfsarbeiterin Hermi»:e 58aherE trank wegen unglücklicher Liebe eine Arscnlösnng und die 21jährige Hilssarveiterin Josefinc Schneider ftaä sich wegen häuslichen Zwistes erhängt. Der 63jährige pensionierte Oberst Karl Erhard4 stürzte vorige Woche von einem Straßenbahnzug in dev Marmhllferftraße, als er sich bückte, um ein seinen Hün-, den entfallenes Paket aufzuheben. Im Spital ist er nun an den Folgen der erlittenen Verletzungen gestorben. Leuchtgasunfall. Die Hausgehilfin Juliane Hosmann wurde gestern im Badezimmer chres Dienstaevers in der Jaqumgaffe bewußtlos aufgefunden. Der Raum war ganz mtt Gas erfüllt Dre Nachforschungen ergaben, daß eftt Unfall! voriregt. Der Hausarzt. (Redigiert von Dr. Sa ne lBaer.) Arzt imfc Hebamme. In einigen Staaten, wie etwa in Holland, findet kerne Geburt, ohne Zuziehung eines Arztes statt. Jede schwangere Frau: sucht öfters den Arzt auf und steht so unter beständiger ßtou* trolle des Arztes. Es ist diesem Hierdurch die Möglichkeit gegeben, beginnende abnorme Zustände im Verlaufe der Schwangerschaft früZeitig zu erkennen und die notwendige Abhilfe zu versuche»». Sa wird der Arzt einmal gegen eine Niederkunft im Hause der Schwangeren keine Eintvendnng machen, wenn »rach menschlicher Voraussicht kein abnormer Verlauf zu erwarten ist, ein arrderesmal aber die Entbindung nur in einer Anstalt empfehlen, wenn Verdacht auf krankhafte Verhältnisse vorliegt. ES ist klar, daß kein Arzt von wrnherein sagen kann, wie dev Verlauf der Geburt sich vollziehen wird. Man muß aber immer auf Zwischenfälle gefaßt sein. Und solche schlimme Ereignisse sind im Privachause, wenn kein Arzt anwesend ist, höchst m»- angenekM. Und rnanches Frauen- und Kinderleben ist schon infolge zu spät erfolgter ärztlicher Hilfe zugrunde gegangen. In kleinen Orten auf dem Lande, wo die Zuziehung eines Arztes mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, muß die Gebärende leider oft der ärztttchen Hilft entbehren, aber in der Großstadt, wo es genügend Aerzte und Heilanstalten gibt, sollte keine löMreude ohne Arzt entbinden. Nach den Vorschriften hat die Hebamme die Pflicht, einen Arzt zur Entbindung herbeizucufeu, ivenn gewisse Anzeichen auf .bnornralen Ausgang deuten. Wohl sind die Hebammen jetzt besser, ausgebildet als früher einmal, sie »nässer: auch eine länger«' Praxis in der Hebammenschule absolvieren und es wird versucht, gebildetere Elemente zu diesem Berufe heranzuziehen, doch der Versuchung, allein die Geburt zu Ende zu führen u»:d ihre Tüchtigkeit zu erweisen, um dann weüer empfohlen zu werden, kann keine so leicht entgehen, »veshalb viele Hebammen die beabsichtigte Berufung eines Geburtshelfers, solange die Sache gut verläuft, nicht für notwendig Halten, indem sie meinen, daß sie es schon selber machen können. Aber auch die Hebamme kann den sicheren normalen Verlauf nicht wisfti:, und so sehen sich oft diejenigen, die zuerst von der Berufung des Arztes abrieten, später durch die Ereignisse gezwungen, selbst dringend nach einem Arzte zu verlangen, was dann bei der begreiflichen Aufregung dev .Umgebung zu den üblichen Ärztlichen TageSspvschftunden oder zuv Nachtzeit nicht leicht tvird. Z»m» Glücke muten sich unsere Hebauunen irr: allgemeinen im Können nicht mehr zu als sie sollen, desftn ungeachtet sollte die Oeffentlichleit genügend aufgeklärt »verden, wie Wichtig die Zuziehung des Arztes zur Entbindung ist. Die Hebammen klagen in letzter Zeit, daß die Aerzte an ihrer mäkelnden Beschäftigung insofern« mitschuldig sind, daß sie die Frauen zu viel in die Entbindungsanstalten »Peiftn. Wird der Arzt erst im Verlauft einer Geburt gerufen, so liegt meist ein abnormaler Zustand vor, dessen Behandlu»:g im Pnvathause mangels der notweiwigeu Assistenz, des Eigen Jnstrumentarinms und der Reinlichkeit auf groß« Schtoierigkeiten stösst. Es erweist sich meist die sofortige Ueberführung in eine Anstalt als dringend, was leicht de»: Unwillen der helfenden Frau hervorruft, die vielleicht die Not- »vendigkeit des beabsichtigte»» Eingriffes nicht einsicht imd meist auch von der Gabärenden de,: unberechtigten Vorwurf dev schlechter Geburtsleitung in Kauf nehme,: muß. Im, Jntereffe aller Teile wäre es somit, wen»: die Hebam»ne nur als Helferin des Arztes gälte und zu jeder Gebutt ein Geburtshelftr zugezogen »verden n:üßte. Bei der ärmeren Bevölkerung, »vürbe die Gemeinde, bei den Versicherten die Krankenkassen für die Kosten auflvrnme»:. ZweiftlloS tvürd« die Abänderung der Heutigen Zustände in ei,rer Verbesserung d«v «Geburt«, statistik zum Ansdrucke kommen, tvelche Tatsache bei der sinkendm Geburtenzahl Wohl zu berücksichtigen »väre. Nicht Mode allein, sondern die noch herrschenden schlechten WohnungSverhältnisse,. 'der Mangel an Dienstpersonal, der gerirme Vorrat an Wäsche, die für die Ntederkunst reichlich zur Verfügung stehen muh, nötige,: die Fraue»:, ein« Anstalt aufzusuchen. Schließlich ist hier für die rwtige Reinlichkeit (AftptU) gesorgt, wie sie im Privathauft nicht erreichbar ist. Die DurchsiiHrung eines größeren Eingriffes, wie etwa ,:ur eilwr Zange, stößt schon in bester Hauswirtschaft auf die größte,: Hindenrisse. Welche Aufregung schafft gar eine größere Nachblutung oder ei»: längeres Verweilen der Nachgeburt im Fruchthalter! Ausgoschalted aus dem Ängstlichen Familienmilieu, sind diese Ztvischenfälle in einer Anstalt,. wo alle Behelft zur Verfügung stehe»:, bei dauernder Antvesenheit des Arztes leicht behöbe»:. Was die Kosten betrifft, die heute gleichfalls zu berücksichtigen: sind, sind diese keinestvegs höher als bei häuslichem Aufenthalte, jedenfalls geringer, als tvenn bei äußerster Gefahr inu ätzten Augenblicke eine lieberführung ii: eine Anstalt und die übereilte Z»:ziehung eiries Arztes nottvendig wird. Auch i»r die Anstalt!a»u gleich dein Arzte die Hebamuie mitgenonnnen Werden, die das Vertrauen der Frau genießt. t**-zte.&**Mtm*«i£.MUM***-..-4Pt*a*J!.*****t**\r tuftfiüranritmrhftn" 'ntitirrr-i"“ii"ri>> f -rffter -iH» fi