Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-04-29 · Heft 2934 (29.4.1927) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2934 (29.4.1927)
Date
1927-04-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2982022--29876-3018045
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

9?r. 293h Men, f?rcft.TtT Wiener Mergenzett««- Der Sohn des Moses Mautner Ein Wiener Roman von Leopold Hichier. Copyright 1927 byR. Löwit Verlag, Wien — L«ipilg (19. Fortsetzung.) Gustavs herrlichste Zeit war immer der Somnrer geivesen! Mit den Blumen auf den Wiesen, den Zyklamen in den Wäldern und allein tvar er, ganz allein. — Mit übervollem Herzen ging Las Kind oft tief hinein in den geheinmisvollen Wald uitd suchte — er wußte nicht was —■ nach einem Wunder, einem Zeichen von Gott. Warum sollte ihm Gott nicht erscheinen? Bloß den Propheten? — Und einmal war es — als er so planlos durch den Wald ging — da -.hing ein schlanker Zweig über dm Weg nn'd versperrte den schmalen Pfad. Er faßte' iden Zweig und wollte ihn zur Seite biegen. Jedoch das Bäumchen wehrte sich. Da nahm er lergriinmt 'den Zweig mit beiden'Händen und.wollte ihn brechen. Aber, es war, als hielte ihn eine!ni sichtbare Gervalt zurück. .Er zögerte ein wenig, betratcte das Zweiglein und dachte: „Ob es Leben Hab und etwa fühle und denke wie ein Mensch nstd ahne, daß jetzt sein Leben vertvirkt sei?!" Er bezweifelte es rmd faßte entschlossen den Ztveig. — Da schwirrten und fmNmten die Bienen und Käfer; gölidene Sonnenstrahlen leuchteten durch das Laub ’uuli) ein Erbarnren schlich in sein Herz. „Ja, es hat Leben und zittert um sein Leben!" Er ließ das Zweiglein frei und. dieses schnellte in die Luft. „Wirds nrir danken? dachte er. „Aber ich werde es nicht bersten!" — Da nickten die Sträucher und. bebten die Blätter Und sein kleines Herz umschloß in Liebe alles Leben um ihn. — Vielleicht war er selbst eine Pflanze, eine verwandelte Pflanze?!- Jahre sind seither vergangen. Gustav ist ertoachfen und das ernste Leben hat diese spielerischen Traume genommen. In der Lehre gabs für Gustav keine Ferien und im Winter' kein Nachblicken und kein Träumen. — Nur die kleine Station Rennweg ist geblieben. Das Holzhäuschen lebt und sehnt sich nach fühlenden Menschen. Jeden Sommer blickt es erwartungsvoll über die Ungargasse zur Rudolfsgasse hinüber nach den.alten Freunden., nach der Familie Mautner. Bisher war sie jedes Jahr gekommen, ohne Gustav "vd heute sollte sie wieder kommen.. — — Frau Sali war seit vier Uhr morgens munter und schwirrte in ihrer Wohnung unruhig, wie eine Schwalbe im Hausflur. „Wenn ich nur wissen möcht!" ries sie, „wo ich die Schlüssel hingelegt Hab'! Wissen Sie's vielleicht, Mizzi? Alles ist verlegt! Was ich mir aus steh'! Md altes, a l l e s -must ma allahn machen!" Dieser letzte Vorwurf galt aber dem abwesenden Gatten, Herrn Hermann, der den Dag vorher nach Karlsbad zur Kur gereist, eigentlich geflüchtct war, denn der Umzug „aufs Land" war Frau - Salis kritische Zeiü — „Mizzi!" rief sie-wieder. „Haben Sie nicht die Schlüssel gesehen?!" — „Nahu, gnä Frau!" sagte Mizzi und so bieder - und bestimmt, daß Frau Sali ärgerlich rief: „Sie finden aber auch, rein gar nix, Mizzi!" — „Jh slchrch ja eh!-" sagte Mizzi. Da blickte Fr/rn Sali zur kleinen Türe des Kabinetts und wie. ein Leuchten zog cs über ihr Gesicht: „Mizzi! Ob ich nicht die Schlüssel drin Hab' liegen lassen im Kabinett, beim Fräulein Berta?!" Und schon eilte sie ins Kabinett zu ihrer Tochter. „Was?" rief sie entrüstet, „du liegst^noch? Und vor einer halben Stund' Hab' ich dich schon geweckt?!" Worauf Fräulein, Berta'die .Aeuglein zu üffueit versuchte und mit klägliche Stimme lispelte: „Warum schon so früh, Mutter?" und sie blinzelte aus halb geöffnetem Auge liebevoll zu ihrer Mütter, die vor dein Bette stastd; aber Frau Sali war schon lange über das Blinzeln hinaus und sagte energisch: „Steh', ans, Bettele! Steh' auf! Um siebene kommt der Wägen iitub bis mr alles fertig...! Hab' ich nicht die Schlüssel bei d.ir liegen lassen?" — Sie blickte suchend in Ibfcm Kabinett umher. — Da kam Mizzi aus dein Speisezimnwr'herein,'hielt einen Bund Schlüssel triumphierend, wie eine erbeutete Fahne, in der Hand ustd rief: „Da sahn's jgnä Frau!" — „Wo waren sie?" fragte Frau Sali erstaunt. — „Am Kurv sahn's g'steckt, am Schloß." — ,,AH! Ich tveiß schon/ Ich Hab' - absperren wollen und bin weggerufcuworden; im ja; kann Ma bei uns denn bei einer Sach' bleiben! Aber jetzt wer' ich gleich den Korb absperjren.". Sie ging zur Türe des Kabinetts, aber an der .Schwelle wendete sie sich noch einmal, bevor sie ins Speise- Zimmer trat und rief: „Und du steh' auf, Berta; es is höchste Zeit!"' -—r~*. . - - - - - In der Mitte des Speisezimmers stand — umgebe« von mehreren Kisten — ein großer Korb, bis über de>n Rand gefüllt und deshalb mit hoch erhobenem Deckt. Frau Sali rräherto sich dein Korbe, zog dann mit großem Kraftaufwand den Deckel herab, hielt ihn mit der rechten Hand fest imb wühlte, mit der Linken den Korbschlüssel suchend, int Schlüsselbund. Aber es war ein kleines Schlüsselchjen, das sich bescheiden — ein Veilchen — Unter den anderen Schlüsseln verborgen hielt. Frau Sali nahm die rechte Hand zu Hilfe. Da schnellte der befreite Korbdeckel rasch in die Höhe. „So," sagte Frau. Sali uub blickte Mizzi an. Diese ivNßte nichts zu errvidern und blieb ruhig; ärgerlich ruhig. „Halten Sie ihn doch hinunter!" rief Frau Sali. Mizzi faßte nun den Deckel, aber er wollte nicht. Ein kleiner Spalt klaffte zivischeu ihm rnib dem Rand.' des Korbes. „Setzen Sie sich darauf, Mizzi!" dirigierte Frau Sali. — Dieser Getvalt ivich der Kvrbdechel, jedoch nur auf einer . Seite, dort, wo Mizzi saß, beim die andere, die freie Seite schnellte schaukelartig in die Höhe. Da rief Frau, Sali zur Türe des Kabinetts. gewendet: „Berta! Komm' heraus! Hilf uns den Korb zumachen!" — ,Hch bin noch nicht fertig, Mutter!" — „Das macht nix. Komm' nur heraus und setz' dich auf den Korb!"-Dem vereinten Druck der beiden Mädchen unterlag der Deckel und senkte sich mm knarrend, seufzend zum Schloss«, worauf Frau Sali rasch absperrte-und befriedigt rief: „So. Das Ham mr auch!" — Um sieben Uhr früh kam der Fuhrmann und lud Kisten, Koffer mkd Korb auf den Wagen. Frau Sali verteilte hernach jene Dinge, die getragen werden mußten: Meine Pakete, kleine Schachteln, Schirme, Stöcke. „So, Mizzi!" sagte sie, „Sie nehmen die Hutschachtel und das Paket mit die Eierbecherln! — Und du, Berta, nimmst das Körberl mit dem-Nähzeug und ich — was wer ich nehmen? Ich nimm den Schirm mtb die Pfeifen von: Vater! —So. Jetzt können inr zur Bahn geheil! Aber ich bitt' Sie^ >Mizzi..sagte sie mit einem mißbilligenden Blick auf. das in Mizzis Hand baumelnde Paket, „gebeil Sie mir acht aus die Eierbecherln und die Eier! Voriges Jahr haben Sie zwei zerschlagen!" — Dann blickte sie suchend im Speisezimmer' herum und fragte: „Ham mr alles?" Aber ehe Mizzi und Fräulein Berta antworten konnten, läutete es schrill an der Türe. „Nu, pohter!" sagte Frau Sali. „Wer kommt jetzt noch?! — Gehen <Sie aufmachm, Mizzi!" — „Jh kairn neht, gnä Frau. Jh Hab' die Hand' voll." — „Also geh' du, Berta!" — Zunächst ging Fräulein Berta zur Kommode, unk ihr Paket darauf zu legen. Da läutete es ein zweitesmal und schärfer. Dies verwirrte Fräulein Berta und eilig stellte sie das Körbchen mit dem Nähzeug auf bert Rand fcirr Kommode. Das Körbchen fiel herab und öffnete sich durch die Erschütterung. Ein Wollknäuel sprang munter heraus urld lief hurtig über den Boden des Speisezimmers. „Das ist zu dnmnl. Weil Sie nicht aufmachen wollen!" rief Fräulein Berta mit gerötetem Gesicht, verfolgte den Wollknäuel, nachdem sie ihn vergeblich zu haschen versucht hatte. — Nun entschloß sich -Mizzi, zu öffnen und näherte sich der Kommode, nur die Hutschachtel darauf zu stellen. „Alle gehen sie zur Kommod' statt zur Tür'!" ries Frau Sali ärgerlich. „Wer ich selber aufmachcn!" — festina lente. — Lluch sic eilte zu sehr und beachtete nicht, daß die Spitze des Schirmes den sic trug, das Paket mit den Eierbecherln streifte. Es riß die Schnur, es fiel der Inhalt. (Fortsetzung folgt.) Bezugspreise der „Wiener Morgenzeitung": Monatlich Wien und Oesterreich . . . ... . . . 8 5’—' Tschechoslowakische Republik. . . . ... . . CK 22— Jugoslawien. Dinar 60'— Polen. Zloty 6 — Deutschland . Goldmark 4'— Frankreich, Belgien ............. Frcs 35 — Italien . . . ..Lire 20'— Rumänien ... 1 . . .... .... . . Lei 170 — Bulgarien. Lewa 100 — Amerika. Dollar T | Schweiz und das übrige Ausland. Frcs 5'— Öesterr. Pöstsparkassenkonto 150.693. IBHI Oie neuen Schlager unserer Bflcherschwemme Upton Sinclair: Der Sumpf Hundert Prozent Jimmie higgins Man nennt mich Zimmermann Samuel, der Suchende Der Liebe Pilgerfahrt Der Industriebaron König Kohle Die Metropole Die Wechsler Nach der Sintflut 5 Bände in Kassette S 20,—. Maxim Gorki: Foma Gordejew Drei Menschen Eine Beichte Verlorene Leute und andere Erzählungen Die Holzflößer und andere Erzählungen Märchen der Wirklichkeit Wie ein Mensch geboren ward Der Spitzel Broschiert S 2.—, geh. 8 3— pro Band. Einzelbändo: Der Industriebäron König Kohle Die Metropole Die Wechsler Nach der Sintflut in Pappe geh. Je 8 4.—, in Halb jeder geh. je 8 S.— R. LÖW1T, W1EH, I, RotenturmstraB« 8 5 w H w « r; 29. April 1927 Seite 7 Offline und Kunst. An SchnIinptN'SasWrl in Wie«. Am 18. und 21. Mai in -er Staatsoper. Deo berühmte Bassist Schal ja pin wird <m der Wiener Staatsoper am 18. Mai den Boris Gvdunow in der gleichnamigen Oper und am 21. Mai den Mephisto in „Margarethe" singen. — Schaljapin wird das erstenml vor die Wiener treten. Es war bisher wegen der großen Horrorarsordernngeir nicht möglich, den Künstler fü« ein Wiener Gastspiel zu gewnmen. Er hat diesinal auf die Asterreichischen Verhülhrisse Rücksicht genommen und sich bereit gefunden, gegen ein geringeres als das ursprünglich geforderte Honorar an der Staatsoper aufzutrete Konzert des Wiener Wischen Gesangvereines. Für den Jüdischen Rationalfonds. Der jüdische Gesangverein veranstaltet anläßlich des 25jöhrigen Jubiläums des Keren Kajemeth Samstag, den 30. d. M., 8 Uhr abends, im großen Saale des Volksgarten-Restaurants einen jüdischen Liederabend. Es gelangen synagogale Weisen und Volkslieder zum Vortrag. Mitwirkend Pianist Adolf B a ll e r. Nachher Basar und Tanz. Während der künstlerischen Darbietungen kein Einlaß. Ans den Theatern. Operntheater. Morgen, 7 Uhr, gelangt unter musikalischer Leitung von Felix Weingartner Verdis „Fasst asf" zur Aufführung. Herr Jcrger singt zum erstenmal die Titelrolle. Burgtheater. Morgen, halb 8 Uhr, „Zu ebener Erde u n'd erster S t o a". Akadcmietheater. Morgen, halb 8 Uhr „Spiel im Schloß". Theater in der Josefstad-t. Heute tritt LmriS Rainer zum erstenmal nach seinem amerikanischen Gastspiel in „Die Gefangene" auf. Die Operntvoche. Montag, „Turandot" mit Fran Kammer- . särrgerin Jeritza in der Titelrolle. Dienstag „Schlagobers" und „Josefslegende" unter persönlicher Leitung des OompouistLn: Mittwoch „Die Fledermaus". Donnerstag „Ariadne auf -Naxos" - (Theatergemeinde Serie E), Freitag „Tristan und , Isolde", Samstag „Tosca" mit Frau Kammersängerin Jeritza in der Hztelrollc. Sonntag „Boheme" von Puccini. Spielplan der Theatergemeinde für Mai 1927. Serie A: Montag, den 2. Mar, Burgtheater: „Trieschübel"; DoiwerSi." tag, den 10. Mai, Operntheater: „Zstoubadorrr"; Freitag, den 27.; Mai, Burgtheatcr: „Das Genie und sein Bruder., Serie B: Dienstag, den 3. Mai, Burgtheater: „Trieschübel"; Montag, den 23. Mai, Burgtheatcr: „Das Genre und feilt Bruder"; - Montag, de» 30. Mai, Oper: „Die Jüdin". Serie C: Diens- , tag, den 10. Mai, Burgtheater: „Trieschübel";, -Fveittch, den 20. Mai, Opernthcater: „Der Fliegende Holländer'^ Mwntäg, den 30. Mai, Burgtheater: „Das Genie und sein Bruder". ' Serie E: Donnerstag, den 5. Mai, Operutheater: „Ariadne , aus! Naxos"; Mon-tag, den 16. Mai,, Burgtheater: „Trrefchübcl"; - Dienstag, den 24. Mai, Burgtheater: „Das Gerne w» fkM. Bruder". . - ' . ' Vortragsabend Jehuda Ehrenkranz. Das Mitglied der Wilnaer Truppe Jchuda Eh renkranz, ein Vortragskünst- - ler, dessen jüdische Abende überall, insbesondere erst jüngst rn einigen Städten der Tschechoslowakei, bei Publikum und Presse begeisterte Aufnahme fanden, gibt Mittwoch, den 11. Mar im. Kleinen Konzerthaussaal einen Abend.. Das Programm enthalt u. a. Dichtungen von Scholem Alöjchim, Perez, Anski, Rawitsch. Eine Kiinstlerkolonie für Groß-Berlin., Der Plan einer Künstlerkolonie für Schauspieler und Schriftsteller, im Vudwesten Groß-Berlins soll jetzt verwirklicht werden. Die vqn der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehörigen und dem Schutz-, , verband Deutscher Schriftsteller gegründete „Gemeinnützige ' Heimstätten-Gesellschaft m. b. H. Künstlerkolonie"' wird aM kommenden Samstag den Grundstein zu der neuen Siedlung beim Breitenbach-Platz legen. Man will vorläufig 130 Wohnungen von zwei bis vier Zimmern bauen, die mit allem modernvn Komfort ansgestattet sind. Nach Vollendung der ersten Baureihe sollen weitere 130 Wohnungen errichtet werden. Matthia Battistini, der berühmte Sänger, hat beschlossen, ins Kloster zu gehen. Er verabschiedet sich von der Oessentlichkeit mit einem letzten Konzert, - das am 2. Mai in Stuttgart stattfindet. Battistim steht im 70. Lebensjahr. Das Mschiedskonzert wird durch das Radio auch in Wien zu hören sein, da es die G-roßftationen Stuttgart, Berlin, Frankfurt, Breslau und deren Relaisstationen übertragen werden. Ein Denkmal für Alfons Petzold. Die Leiche des , Dichters Alfons Pehold wurde in KitzbnHel exhumiert' und am Heldensriedhof neuerdings bestattet, wo dem Toten ein Denkmal gesetzt nürd. Gerichtssnal. WiedereinWrung ver Todesstrafe in Zngoilawlea. Aus Belgrad wird uns gemeldet: Der gesetzgebende Arvsschuß'hat heute die Paragraphen über die W i c de r e i nfühvn n g der Todes st rase genehmigt. Die Todesstrafe wird durch Erhängen vollzogen. Das unzerreißbare Eheband. Aron S. aus Stanislau schloß im Jahre 1907 in Leipzig eine Zivilehe. Er selbst war zu jener Zeit konfessionslos, seine Braut Anna I. evangelischen Glaubens und preußische Staatsbürgerin. 1912 wurde S. aus Leipzig ausgewiesen und übersiedelte nach Wien, wo er sich seither nufhält,' während feine Frau in ihre Heimat znrückkchrte! Zehn Jahre später, 1928, versuchte ©., die Ungültigkeit seiner praktrsd) bereits nicht mehr zu Recht bestehenden Ehe gesetzlich seststellen zu lassen. Das Wiener Zivillandesgericht sollte die Ungültigkeit der Ehe wegen des Ehehindernisses der Religionsverschiedenheit aussprechen, es wies jedoch die Klage mit der Begründung ab, daß der Gatte Pole, die Gattin Preußin und die Ehe in Sachsen geschlossen sei, weshalb ein österreichisches Gericht zu einer Entscheidung über ihre Gülngkeit nicht zuständig sei. S. i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.