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Wiener Morgenzeitung · 1927-04-20 · Heft 2925 (20.4.1927) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2925 (20.4.1927)
Date
1927-04-20
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 2926 MM, Mittwoch Morg««zettrmg 20. «pril itf27 GEeS Das ändert aber nichts an der Stellungnahme. Schließlich hat auch Galiiz'ien vor dem Kriegs zu Oesterreich gehört und sind Tscheche,slowaken, Polen oder Ungarn jetzt Ausländer. Wir hielt n Herrn Dr. Ornstoin deshalb für einen geborenen Ungarn, weil er in einer Versammlung der „Union" dM Namen Paul Candor, ungarisch aussprach („Sandor Pal") und das Vorgehen der ungarischen AssimilalionSjuden gegenüber den Angriffen des OberbcmratS Stricker vereidigte. Im übrigen kann Herrn Dr. Ornstain versichert werden, daß unter fc:t jüdischen Wählersche eine scharfe Mißstimmung gegen seine Person herrs: rveil er die „Union" statt zum Kampfe gegen die An -llcn, immer mehr zu einem Angriff gegen bewußte,! .'.reue Juden benützt. Die „Union" soll nicht einer vc achten, sogenannten „demokra'.lischen" Partes auf der?r. Liste auch gewesene christlichsoztale Kandidaten sind, Zutreiberdienste leisten, und sie soll nicht dahin wirken, daß jüdische Stimmen unserer Lift: entzogen werden. Denn die 1600 Stimmen, welche d e demokratische Liste in den letzten JahrM im Wahlkreis ^ordost aufgebracht hat und die doch zumeist von Irden errühren (zu 99 Prozent), würden tatsächlich uns verloren geben. Hoffentlich sind die jüdischen, wirklich demokratischen Wähler klüger als ihre Führer inglauben nicht den Unsinn von „minderen Rechten", die angeblich im Friedensvertrage für die Inden enthalten sein sollen. Jüdische Wählerund Wählerinnen, ohne Unterschied der Parteischattierung, wählen am 24. d. M. den wirklich demokratischen Bewerber, Oberbau rat Stricker, bezw. di« »Jüdische Partei!" „Jwri." Richtigstellung. In Angelegenheit der von uns kürzlich -osprochenen demokratischen Liste stellen wir richtig, daß nicht der Unpoiltitche Beoband der Lobensmittelhändler» sondern ein frisch gegründeter, während der Wahlkampagne entstandener sogenannter „Unpolitischer WirtschaftSverband" der demokratischen Liste angcschlessen ist. Sej'rfsnt* Gftaim Selb Seiger sprengt eine Wische Versammlung. Für den zweiten Pessachtag, Montag, den 18. d. M., nachmiittags, war im> Bethaus „Ansche Dath wo zedek" eine jüdische WählerversarNrNlung mit de» beiden Rednern S. Kantor und Dr. Taubes angekündigt. Da erschien Bezirksrat Chaim Leib Selzer mit seinem sozialdemokratischen Anhang Im Bethaus, um die Versammlung zu sprengen. Dank der besonderen Loyalität der Einberufer, die ihm zusicherten, nach dem ersten Referat auch einem seiner Leute das Wort zu erteilen, konnte der erste Redner zu Ende sprechen. Als aber nach dem sozialdemokratischen Redner zur Erwiderung auf dessen Angriffe und Berleumdungen der zweite unserer Referenten das Wort ergriff, wurde die Versammlung mit Zustimmung des Herr» Selzer durch unaufhörliche lärmende Zwischenrufe gesprengt. So wird also der Burgfriede von einem verantwortlichen Funktionär der Sozialdemokraten gehalten. Die anderen jüdischen Teilnehmer gaben am Schlüsse der Versammlung ihrer berechtigten Entrüstung ob des Terrors seitens jüdischer Sozialdemokraten dadurch Ausdruck, daß sie gerade deshalb feierlich erklärten, für die jüdische Partei um so intensiver einzutrNsn und zu kämpfen. L Frühling! Jetzt, um diese selige Zeit, wenn eS Frühling wird i~— o fcw mein blauer Himmel! — wenn die uralten Kastanien in Saft kommen, den ganzen Landwehrkanal entlang, und ihre Blätter wie gespreizte Finger nach Soime greifen; wenn aus der z.hntausendjährigen Erde das neue Gras sprießt, Brautenten abends über die Herkulesbrücke fliegen und am Ufer der weißen Nymphe die Weibchen besuchen; wenn die Bänke im Tiergarten, dom Reichstag bis Charlottenhof, unter Liebe stöhnen: schlägt man da nicht selber aus? Man wird jung: schön! Wer noch schöner: man wird Kind. Einem Knabenkopf nach,steigen, der dennoch kein Knabe ist, bezaubert von einem süßen Nacken; auf Kurfürstendamm-Terraffen sitzen und seidenes Gebein taxieren: das ist Jahresgewohnh.it. Aber Knabe ist man jetzt, richtig Junge. Am Fontane-Denkmal — ach, wie wonnig fonnenstitt ist die alte Stülerstraße, vornehm wie rine schloßbleiche Marquise, verhalten wie eine Komtesse von 1900 spielen die Buben Ball. Ich fange ihn, tza geht eine Gouvernante wie eine Gans mit zwei Gänslein, und ich pfeffere ihr den Ball ins schamlose Hinterteil, daß sie hochgeht uüe ein Gaul vor platzendem Pneu und vor Entsetzen schwyzerdütsch zu schnattern beginnt. Wer schon wandle ich an ihr vorbei und kneife ihre Gänslein, die noch immer lachen. Alle lachen in Berlin, wenn diese neue Sonne sch-int, man kann das Unmögliche tun, und plötzlich verstehen es alle. Greil sinnen legen Rouge auf, und Greise lassen sich goldene Brücken bauen, um nüÄ>er lächeln zu dürfen. Ich bin überzeugt, wenn ich — in Schande und Unehren zu vierzig ergraut — mit Wadenstrümpfen und grünem Sweater, Reiftn, Luftballon, Sandkarren und süßem Kinderfräulein im Prcußenpark spielte, in Paulsborn Milch tränke: niemand tät sich wundern, tät spotten; di: Damen würdm müh tätscheln und eine Omama mich aufs Schößchrn nehmen... Hört ihr die Bestien im Zoo brüllen, tvenn der Aprilmond sie noch in itzrn duuk en Häusern beunruhigt? Piecht ihr, wie sie dunsten, vor Brunst fiebernd, bis hinein ins Birkeiuväldchen an den romantischen Schleusen- FSdische WShlerversammlungen. Heute, Mttwoch, 8 Uhr abends. Le op old stadt. Büvgeroafe, Praterftvaße 11. Redner: A. M. Ehr« l i ch, Präsident des Gremiums östcrr. Handelsvertreter, reisender Kaufleute, Oberbaurat Stricker. Restaurant „Zum goldenen Stern", Große Sperlgasse 37. Dr. Israel Wald mann, Leo Sendiowiez. Land st ratze. Cafe Lido, Dampsschiffgasse 20. Redner: Leo Sendiowiez, David Nebenzahl. Neubau. y28 Uhr abends, Restaurant „Zum grünen Baum", Mariahilferstraße 56. Redner: Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Desider F r i e d m a n n, Dr. Israel W aldm ann. Alsergrund. Cafe Weimar, Währingerstraße 68. Redner: Leo Sendiowiez, Dr. Doftder Fried mann. Rede- und Lesehalle jüdischer Hochschüler, Türkenstraße 9. Redner: Hans Kan dl, Dr. David Rothblum. B rig i ttenau. Benerthsaal, „Zum goldrmen Schiff", Treustratze 74. Redner: Oberbaurat Ing. Robert Stricker, David Nebenzahl. Marge», Donnerstag, 8 Uhr abends. Leopold st ad t. Cafe Kommerz, Hollandstraße 10. Redner: Ing. Eugen Buchbinder, Oberballrat Ing. Robert Stricker. Zipfer-Bräu, Heinestraße 34. Redner: Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes, Dr. Eugen Felix. Volksküche, Krummbaumgasse 7, Jüdisches Eltern-Wählermeeting. Redner: Vizepräsident Dr. Josef Löwenherz, Frau Franko Rittermann, Dr. Chajm Gelber, Dr. Schmerler, Leo Menczer. Meichisch Joschuah, Josef-inengasse 7. Redner: David N e b e n z a h l, Gemeindcrat Dr. Leopold Plaschkes. Restaurant B a r s ch a k, Große Schifsgasse 2. Redner: S. Kantor, Direktor Boxenbaum, Löbl Taubes. y29 Uhr abends, Cafe Dänemark, Praterstraße 48. Frauen-Ver>sammlung. Redner: Pia Klein, Dr. Desider Friedmann, Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes. Restaurant Gabriel „Zmn Radfahrer", Ausstellungsstraße. Redner: Vizepräsident Dr. Josef Löwen Herz, Dr. Israel Waldmann, Rabbiner Salomo Friedmann. Landstraße. Restaurant Littmann, Radetzkysiraße 21. Redner: Kultusrat Max Markus, Hans Kandl, Dr. Desider Friedmann. Mariahilf. TomanekS Gasthaus, Kafernengaffe 7. Redner: Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes, Frau Franko Ri tterman n, Dr. S. Schmerler. brücken, wo immer die er,cen Faulbäume in Berlin blühen und die zauberische Nacht ungestüm durchduften? Schatten schleichen am Wasftrturm, Stadtbahnen winden sich golden durch den sllber gestirnten Himmel. Ein Igel raschelt im Laub, das Dung wird für Tausendschön und ^Schlüsselblume. Die Wasserratten des Neuen SeeS erschrecken gespensternde Liebespaare. Autohupen tönen wie Sehnsuchtsschreie sagenhafter Waldtiere von der Charlottenburger Chaussee. Um vier Uhr morgens versinken die Sterne im weichen Blau des Himmels, und im Osten über unserer ungeheuren Stadt, aus dm Waldungen der Spreesven steigt ein süßes Rosa. Ich komme heim, gehe durch den engen Hof meines Hauses in mein kaltes Logis, und dieser fürchterliche Hof — ach, nach dieser Nacht deS Sechstagerennens, dieser Nacht in Bar und Kaschemme, dieser Nacht der bürgerlichen Ausschweifung — dieser schnöde Hof ist erfüllt mit Morgenrot und Opalschimmer in sonst trostlosen Fenstern, die Bäumchen, hungernd zwischen Gasröhren und Kabeln, lächeln in Grün >vie Konfirmanden auf dem Lande, die immer tote Fontäne mit dem Terrae ttalnaben scheint je.t mtc zu sch a'en, bald werden Wasser rieseln und glitzern. Und der schwarze Kater schleicht weg vom Fenster meiner ebenerdigen Stube, hinter dem mein Kätzchen sitzt, die Anmut in Tiergestallj, das weiße Seelchen meiner Bücherwände, di« einzige Beeschlingerin meiner Manuskripte. Stundenlang kann sie träumen über einer einzigen meiner Seitm, und sie liebt es sehr, einzuschlafen, das Köpfchen auf meinem neuen Buch. Sie ist eine Frau, sie ist ein Mädchen, namenlos geblieben, ein Kind des Novembers, aber schon in der Unreifen ist Suchen und Sehnen nach Liebe — jetzt im April. Auch sie, »üe alle Kinder im Frühling, wird zärtlich wie Erwachsene, ahnungsvoll, blutwärmer, indes die Großen zum Kind sich wieder knospen. Naturselig wandelt der Berliner über den keusch gewordenen Tauentzien; er sucht in den Blicken der Frauen nur den Widerschein des Himmels. Der lasterhafte Winter hat Sinne und Seele auSgefpült, nun füllen sie sich mit dem reinen Brodem noch des Kurfürstendammes. Blumenweiber. lächeln wie gute Hexen des Erdinnern, die Tulpen, Himmelschlüssel und Veilchen sprießen lassen. Zeitungsmänner stehen wie gute Geister an den Ecken I o s e f st a d t. De-Utschmaister-Schützenhaus, Albertgasse 43. Redner: Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Max Bern« Hardt, Ing. Buchbinder, Theodor Fell. Alsergrund. Cafe Metropol, Berggasse 33. Redner: Gemeiirdevai Dr. Leopold Plaschkes, David Nebe-nzahl. y28 Uhr abends, Cafe Zentrum, Rote Löwengasse 1. Redner: Dr. Taubes, Dr. Israel Waldmann. Cafe Elisabethpr amen ade, Rotzauerlände 27. Rainer.' Dr. David Ro-thblum, Dr. Josef Löwenherz. Döbling. Cafe Döbli-ngerhof, Billrothstraße 49. Redner: Dr. WeiShut, Ing. Freundlich, Dr. Kurt EPler. Brigittenau. Toynbeehalle, Denisgasse 33. Redner: Dr. Leo Gold» hammer, Ing. EugM Buchbinder. Sin Ur.eil gegen Den „Abend". Der tt/euta.t^c Reoa^cur d.o „Aoe,id" Dr. Fritz, Tau» 6er hatte seinerzeit eine Zeitschrift unt;t dem Titel „Ich kisage an" herausgegeben, in der er sich mit der Person des Herausgebers des „Abend", Carl Colbert, befaßte und diesem vorwars, daß er nicht die moralische Eignung besitze, den Sittenrichter über Wien zu spiel, n. Der Sohn Carl Colberts, der Geschäftsführer des „Abend", Ernst C albert, verbot deshalb den Kowporteuren bß „Abend" den Vertrieb dieser Zeitschrift und drohte, ihnen für di- Nichtbefolgung seiner Weisung den Entzug der „Cl be nd"-Kolportage an. Dr. Tauber, btt auf diese Weise um die Möglichkeit gebracht wurde, feilte Zeitschrift abzusetzen, iklagte nun Carl und Ernst Colbert auf Schadenersatz auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. UeberdiL wurde gegen Ernst Colbert und einen Angestellten b.r Firma Goldschmiedt, die den Vertrieb der Zeitschrift „Ich klage Mt" übernommen hatte, ein Strafverfahren wegen Verdachtes der Erpressung eingeleitet. Gestern fand mm, wie der ,L)esterreichische Pressedienst" berichtet, beim Wiener Handelsgericht die Schlußverhandlung über d'.e Schadenersatzklage Dr. Taubers gegen die beiden Colberts statt. Nach ein»m umfangreichen Beweisverfahren, in dessen Verlaufauch der ehemalige Chefredakteur des „Abend" Alexander Weih einvevuommen wurde, verurteilte Oberland sgerichtsrat Dr. Weinmann Ernst Colbert zur Zahlung eines Schadenersatzes in der Höhe von 1900 Schilling und zur Tragunig der Prozeßkosten in der Höhe von 683 Schilling. Das Ktagebegehren gegen Carl Colbert wurde abgewiosen, weil dieser von den inkrimmierten Handlung-» seines Sohnes keine Kenntnis haben mußte und nicht als Inhaber des ,-Abend" figuriert. In der Urteilsbegründung uürd auSgeführt, daß Dr. Tauber die Zeitschrift „Ich klage an" aus idealistischen Beweggründen herausgeg ben habe, um der Oeffentlichkeit nachzuweisen, daß der „Abend", bzw. der für b;ffew Richtung in erster Linie verantwortliche Carl Colbert im Hinblick äus unmoralische Handlungen seinerseits nicht das Recht besitze, sich zum Sittenrichter im öffentlichen Leben au^us^le^en. D'e Einw nd'ing d>er Beklagten, und verkünden Schieberprozesse, Explosionen, Morde und Bölkerhaß wie frohe Botschaften neuer Zeit. Im FriedrichSham sitzt die alte Schvänin auf sechs Eiern; am Lietzensee versucht sich die letzte Nachtigall berlinisch — es klingt kaum noch nachtigallifch. Im Schöneberger Stadtpark essen die Geschäftsmädchen vom Bayrischen Platz Eiswaffeln für zwanzig Pfennig, trinken Boalie, ziehen den Seidenflor stramm. In der grünen Mulde deS Olivaerplatzes fahren junge Mütter ihre BabieS in weißen Wägelchen- Schau. Aber kennt ihr den Schlesischen Busch, wo von der Köpenickerstraße bis Treptow alle Zärtlichen Kette bilden? Den Humboldhain, wo die kesse Jugend der Badstraße, des Gesundbrunnens unter rotumdunstetem Himmel lyrisch wird und in fremden Sprachen jauchzt: „I want be to happy..." Sobald die letzten Kälteschauer noch einmal zwischen Sonne und Sonne einfallen, tauchen die Eiswagen auß und was zehn Pfennig hat, vergiftet sich an Waffeltüte im Schwedischen Pavlllon erstarrt man beim Lunch im mit Sa'bneneis. Sommerwagen sausen über die Avus, und Freien. Sie stehen an den Sairdküsten des Wannsees, und das Gebein schirett nach dem Schwimmtrikot. Der Frühling ist im Anzug, und schon zieht sich der Berliner für den Sommer aus. Abends hinauf auf den Autobus, hinaus nach Schildhorn, Stadion, Pichelsdorf. Himmel verglühen wie über tropischM Steppen, Sterne flammen wie über Meer und Gletscher. In der Heerstraße hüllen sich die fürnehmen BUlen in Dunkel und Gartentiefe. O wie schön ist Berlin — so vom Rücken des Bus, die kaiserliche Straße antlang, hügelaus und -ab! Bin ich Mann, bin ich Knabe, Tier oder Gewächs? Besessen von dir, o Geist des April, sehe ich meines Hauses Hof — acht zu elf Meter — sich weiten zu Strand und Wiese, drei Bäumchen werden Wald, hnndertundzwölf Fenster zu Panoramen von TerÜtet und Wengen, Cadix und Lissabon, Helgoland und Trouvllle, Palermo und Spezia, Funchal und Port Said. Die Fontäne sprudelt römisches Wasser, arabisches und indisches, der Kater schleicht als Leopard, und Katze Namenlos schmiegt sich an meine Schulter ivie die unvergeßlicke Geliebte... O Frühling!... Berlin. Kurt Münzer.

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