Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2918 (12.4.1927)
- Date
- 1927-04-12
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzettrms Nr. 2918 Wien, Dienstag 12. April 1927 Seite 8 Mische WSHlerversammlungen. Heute Dienstag, den 12. April 1927, 8 Uhr abends, ^n-slauration Barjchak, 2. Bez., Große Schiffgasic 3. Redner: .?r. Leopold Plaschies, Löbl Taubes. 8 Uhr abends, Win-zi-gs Louisen-Säle, 10. Bez., Favoriten» str.ige IN. Redner: Dr. Josef Poilatsche-k, Dr. Deflder r i c b m a n ::, Dr. Leopold Plaschkes. 8 Uhr abends, Cafe Palace, 6. Bez., Maricchilfevstvatze 99. Redner: Erna Partai, Dr. Otto Abel es, Dr. Josef L ö w e n h e r z. 8 Uhr abends, im Saale des Währinger-Brauhauses, 18. Bez., Gentzgasse. Redner: Oberbanrat Ing. Robert Stricker, Dr. Friedmann, Prokurist Weber. Mittwoch, den 13. April 1927, 8 Uhr abends, Cafe Fe her, 2. Bez., P rat erstreike 8. Redner: Dr. Israel Waldmann, Dr. Josef Löwcnherz. 8 Uhr abends, Hotel Guth, 2. Bez., Hollandstraße. Redner: Bezirksrat P l a s ch k e s, Dr. Leopold P l a s ch k e s, Ing. N. S t r i ck e r. 8 Uhr abends, Restaurant „Goldener Stern", 2. Bez., Sperlgafse 37. Redner: Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes, David Nebenzahl. 8 Uhr abends, Cafe Dobner, 6. Bez., Getreidemarkt 1. Redner: Bezirksrat Dr. Weiner, Dr Israel Waldmann, Dr. Max Schnabel. 8 Uhr abends, Vereinsheim, 8. Bez., Bennoplatz 1a. Redner: Bezirksrat Moritz Kohn, Dr. Max Bernhardt, Professor Dr. Heinrich Glanz. 8 Uhr abends, Restaurant Gabriel, „Zum Radfahrer", 2. Bez., Ausstellungsstraße. Redner: Dr. Israel Waldmann, David Nebenzahl. 8 Uhr abends, Cafe Lovrana, 3. Bez., Löwengasse 36. Redner: Kommerzialrat Max Markus, Dr. Leo Goldhammer, Dr. Desider Friedmann. 148 Uhr abends, Restaurant Weißmann, 9. Bez., Seegasie 7. Redner: Dr. David Rothblum, Bezirksrat Dr. Weiner, Dr. Josef Löwenherz. 8 Uhr abends, Restaurant Hacker, 20. Bez., Rauscherstraße 5. Redner: Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Israel Waldmann. Mische Studenten und Studentinnen! Nur noch zwei Wochen trennen ui^Z von den Wahlen. Habet ihr vergessen, daß ihr an den Hochschulen schutzlos dem Antisemitismus ausgeliefert seid? Wisset ihr nicht, daß ein Gesetz in Vorbereitung ist, das euch zu rechtlosen akademischen Bürgern erniedrigt? Begreifet ihr, daß nur bewußt jüdische Vertreter, auf jüdisches Programm gewählt, eure Interessen vertreten können? Ihr dürft nicht untätig abseits stehen, wenn es um eure Rechte und um eure Ehre geht. Wir fordern euch auf, euch vollzählig in den Dienst der jüdischen Sache zu stellen und an der Wahlarbeit tatkräftig teilzunchmen! Werbet für die „Jüdische Liste"! Das Wahlkomitee der jüdischen Studentenschaft. Anmeldungen zur Mitarbeit werden entgegengenommen: a) Mensa academica judaica. 9. Bez., Zimmermannplatz 8, bei Frl. Braunstein, täglich von 12 bis 6 Uhr. b) In der Lese- und Redchalle jüdischer Hochschüler, 9. Bez., Türkenstraße 9, täglich von 4 bis 10 Uhr. c) Im jüdischen Wahlbureau, 2. Bez., Taborstraße 1, während des ganzen Tages. d) Im. Mischen Agiiationslcckal, 9. Bez., Glast'raasse Rr. 4a (Souterrain), täglich von 3 bis 6 ltljr: » m Ae Mische Äugend Biens! Seid ihr als Z i o n i st e n an den Wahlen interessiert oder nicht? Ueberlegt das selbst, nachdem ihr die Ausführungen eurer Freunde gehört habt. Erscheinet alle in den jüdischen Jugendvcrsammlmrgen, in welchen Studenten zu euch sprechen werden! Das Wnhlkomitee der jüdischen Studentenschaft. * Jüdische Jugendversammlungen finden statt: Heute Dienstag, 8 Uhr abends, im Saale der Zionistischen Bezirksorganisaticm, 20. Bezirk, Jägerstraße 30, 1. Stock. . Morgen, Mittwoch, 8 Uhr abends, im Saale der Zionistischen Bezirkssektion, 2. Bezirk, Zirkusgasse 33. Donnerstag, 8 Uhr abends, in der Lese- und Rede- Halle jüdischer Hochschüler, 9. Bezirk, Türkenstraße 9. Die Anstellung von Wahldruckkacheu. Die Postverwaltung teilt mit, daß infolge der bevorstehenden Wahlen vor allem bei den Wiener Postämtern s o viele Drucksachen aufgegeben werden, daß es nicht immer möglich ist, sie bis zum nächsten Zustellgang zur Gänze aufzuarbeiten und zuzustellen; sie müssen auf mehrere Zustellgänge aufgeteilt werden. Dringende Sendungen sollen daher möglichst früh aufgegeben werden. Die Postvevwaltung macht auch darauf aufmerksam, daß diese Drucfforten, wenn der Empfänger nicht unter der Adresse gefunden wird, ohne weiteres als unbestellbar behandelt werden, da die Postämter nicht weitere Nachforschungen nach dem Empfänger anstellen können. Die Telegraphendirettion hat angeordnet, daß alle mährend der Mahldauer bis zur Beendigung des gesamten Wahlverve r fahren s in Mahlangelegenheilen angemeldeten „Wahlgespräche" und ausgogebenen „Wahltelegramme" als Staatsgespräche oder Staatstelegramme zu behandeln sind, denen eine ganz besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden ist. Die Gebühren für die am Wahltage und am 1. Tage nach der Wahl von bctt Wahlbchörden und von diesen an das Bundeskanzleramt und umgekehrt ausgegebenen Wahltelegramme, resp. Wahlgesprüche, sind zu stunden. Das Leichenbegängnis des Sberlantors Kaufmann. Am Zentralfriedhof wurde Sonntag mittags die irdische Hülle des in der Vorwoche. einem Herzschlag erlegenen Oberkantors des Seitenstetten-Tempels M. B. Kaufmann beigesetzt.. Eine vielhundertköpfige Trauergemeinde füllte den Zeremoniensaal und die umliegenden Zugänge des Zeremoniengebäudes beim ersten Tor. In der Halle hatten sich die Vorstandsmitglieder der israelitischen Kultusgemeinde, die Vorstände der Gemeinde- und Verems- Leihäuser, die Angestellten aller Dienstzweige der Kultusgemeinde und die große Zahl der Freunde des so früh Verblichenen eingefunden. Die Kantoren der Wiener Synagogen brachten den Sarg aus der Leichenhalle zur Estrade. Oberkantor M a t y a s, assistiert von den Synagogenchören, trug die Gesänge des Rituals vor. Dann würdigte Oberravbiner Dr. H. P. C h a j e s den Dahingeschicdcnen als Mensch, Künstler und priesterlichen Funktionär vornehmste,'. Stiles. Der Präsident der israelitischen Kultusgemeirtdc, Generaloberstabsarzt Professor Dr. Alois P i ck, gab der Trauer des.Kultusvorstandes und der ganzen. Gemeinde anläßlich des schwerempfundenen Verlustes Ausdruck Ueberdies sprachen der Präsident des Bethcmsvorsta'ides Dr. E. Münz, der Präsident des Kantorenvereines Oberkantor L ö w i t, Inspektor Oehler namens der Gefamtorganisation der Kultusgemeinde-Angestellten, sowie im Namen des Vereines „Treue" nahm Amtsdirektor NegierungSrat Fuchsgelb von dem dahingeschiedenen 'Mitglied dieser ethischen Vereinigung Abschied. Unter den üblichen Trauergesängen setzte sich dann der Zug nach dem neuen israelitischen Friedhof in Bewegung. Ein unübersehbarer Zug von Trauernden folgte. Oberkantor Kaufmann wurde in dem von der Kultusgemeinde gewidmeten Ehrengrab an der Seite der im israelitischen Friedhof in den letzten Jahren beerdigten bedeutenden Tonkünstler beigesetzt. Ser Prozeß um dar abgehackte Bei«. Ser etnntiiinMt erhebt gegen die Freiivrllche Nichtig' keltsdesSwerde. Sofort nach ihrer Enthaftung fuhr Einil Marek mit seiner Frau und Schwägerin nach Mödling; das Ehepaar konnte jedoch nicht in der Villa, in der der Unglücksfall geschah, übernachte,:, sondern mußte iu einem Mödlinger Quartier nehmen, weil ihnen während der Haft sämtlich« Möbel gepfändet worden waren. Die Mareks sind völlig m i t te l l o s und erhielten deshalb von Bekannten Geld, Lebensmittel und Kleidergeschenke. Emil Marek will durch einen Vortrag über seine Erfindungen für die erste Zeit etwas Geld verdienen. Die Anwälte Dr. Kraszna und Dr. T e i r i ch haben sich mit Erlaubnis Anwaltskammer bereit erklärt, einleitende Worte zu sprechen. Die Versicherungsgesellschaft Anglo Dann bi an Lloyd weigert sich, mit dem- Hinweis darauf, daß Marek bei Abschluß des Versicherungsvertrages erwiesenermaßen falsche Angaben gemacht hat, den Betrag von 14 Milliarden flüssig zu machen. Marek' wich daher gezwungen sein, seinen Anspruch gerichtlich geltend zu nchen. Seian Stand dürste beim' Handelsgericht wesentlich schwieriger sein, weil ihm laut der Versicherungspolizzie die Bcweislast, daß er den Fuß durch einen Unfall verloren hat, obliegt,' während im Strafprozeß der Staatsanwalt die Pflicht hatte, die Selbstverstümmelung Mareks -zu berveisen. Die Haftpflicht trifft nur im geringen Maße die Wiener Gesellschaft, zum größten Teil sind an dem Abschluß der Versicherung eine Reihe Münchner Rückv e r s i ch e r'u n g s g e s e l l s ch a f t interessiert, die eine Haftpflicht entschieden in Abrede stellen. Der Prozeß wurde schon seinerzeit eingeleitet, doch wegen des. laufenden Strafverfahrens bis zum Abschluß desselben unterbrochen. Nun hat, wie wir erfahren, Staatsanwalt Dr. Baumann gegen die Freisprüche die Nichtigkeitsbeschwerde und gegen das Strafausmaß bei sämtlichen Angeklagten die Berufung angemeldet. Der Ziollprozeß wird demnach auch weiterhin bis zur Erledigung dieser Rechtsmittel ruhen müssen, was immerhin eine geraume Zeit in Anspruch nehmen wird. Bei Dr. Kraszna hat sich ein Interessent gemeldet, der ohne Rücksicht auf den Ausgang des Prozesses die zu erwartende Versicherungssumme bevorschussen will. Was erfährt der Arzt aus den Büchern des gofevdus Flavins? EI» Beitrag z»k WM» SeWchte der Medizi». Von Prof. Dr. Max Neuburger. 2.*) Die Hygiene der Essäer. Mit der magischen Therapie steht auch das im Zusammenhänge, was Josephus im ,h .Jüdischen Krieg" über die Sekte der Essäer (Essener) berichtet, doch berühren diese Angaben überdies die Gesundheitspflege. Die an die Pythagoräer und den P'.rsismus lebhaft erinnerte jüdische Sekte der Esscher lebte in Äütergcminschaft und Arbeitspflicht, ganz der Frömmigkeit zugewandt. In der Erkenntnis vom Ivechselseitigen Einfluß se/llischer und leiblicher Gesundheit sahen die Essäer in der Pflege ethischer wie körperlicher Reinheit ihr Hauptzk-l. „Mt Vorliebe widmen sie sich", erzählt Josephus, „dem Stndiun: der Schriften der Alten, besonders um zn ergründen, was für Leib und Seele heilsam ist.. Aus diesen Schriften suchen sie Wurzeln zur Bannung von Krankheiten und die Eigenschaften der Steine kennenzulem'en." Diese Charakteristik 'dingt unverkennbar an medizinischen Mystizisnms, Pflanzen- und Stcinaberglauben an. Die in die Ordensgmr'einschaft Aufgenommenen mußten sich eidlich verps lichtem die Bücher der Sekte und die Namen der Engel geheimzuhalten. Aus den angeführten Stellen im Zusammenhang mit anderen Argumenten ist der Schluß gezogen worden, daß die Essäer mich als Heilkünstler (magischer.Richtung) gewirkt haben, obzwar Josephus dies nicht ausdrücklich sagt. Die Krankenpflege aber siel in das Gelß.'t ihrer Liebestätigkelt. Aufgebaut auf religiös-kultischer Grundlage gipfelte die Lebensweise der Essäer in Enthaltsamk.'it, Mäßigsieit, Reinheit,. Schamhaftigkeit, Abkehr von allen Auswüchsen der Hyperkultur. Siebe „Wiener Morgenzeitilng" vom 10. April 1927. „Die sinnlichen Freuden meiden sie wie Sünde und die Tugend erblicken. sie in Enthaltsamkeit und Behnr- - schung der Leidenschaften. Oel halten sie für Schmutz, und wenn einer wider seinen Willen gesalbt worden ist, so wischt er seinen Körper ab. Denn eine rauhe Haut zu haben, gilt ihnen für ebenso ehrenvoll, als beständig in weißen Gewändern einherzugehen." Was die Ehe anlangt, so mied ein Teil der Sekte dieselbe „um sich vor den Ausschweifungen der Weiber zu sichern", ein anderer Teil hingegen ging die Ehe ein, ausschließlich zum Zwecke, um Nachkommenschaft zu erzielen, nicht der Sinneslust halber. Daher erprobten diese Essäer, welche sich übrigens sonst in Lebensart, Sitten rnrd Gebräuchen von den übrigen nicht unterschieden, die Bräute drei Jahre lang auf ihre moralische Eignung und nahmen sie zur Ehe, wenn sie ihre Fähigkeit, Kinder zu gebären, „durch dreimalige Reinigung" erwiesen hatten. Während der Schwangerschaft enthielten sie sich des Beischlafs, zum Beweise, daß sie nicht aus Wollust, sondern nur um Nachkommenschaft zu erzielen, geheiratet haben. Eine Haupteigcntümlichkeit der Sekte bildeten die gemeinsamen Mahlzeiten nach dem streng geregelten Tagwerk und nach der mit kalten: Wasser vorgenommenen Waschung. Speise und Trank wurden nur zur Sättigung und Durststillung genossen. Höchst anerkennenswert sind g'ewissp hygienische Maßregel n, welche die Essäer einzuhalten verpflichtet waren. So hüteten sie sich „vor anderen Personen oder nach der rechten Seite hin auszuspeien", und, was sonst bloß im Kriege im Interesse der Lagerhygiene eingehalten wurde, „sie verrichteten ihre Notdurft auf abgelegenen Plätzen in einer selbstgegrabenen, dann wieder verscharrten Grube". Für Kriegszeiten findet sich im 5. Buch Mose eine analoge Bestimmung mit der Motivierung: Denn der Ewige, Dein Gott, zieht inmitten deines Lagers einher, um dich zu schützen, darum soll dein Lager heilig sein, damit er nicht irgend etwas Widerliche» an dir sehe und sich von dir zurückziehe." „Peinlicher als alle übrigen Juden", schreibt Josephus, „vermeiden sie es, am Sabbat, sich mit Arbeit zu befassen und demzufolge bereiten sie sich nicht nur die Speisen zuvor, um am Sabbat kein Feuer anzünden zu müssen, sondern sie wagen am Ruhetage nicht einmal, ein Gefäß von der Stelle zu rücken oder ihre Notdurft zu verrichten. An anderen Tagen aber höhlen sie mit der einer Hacke ähnlichen kleinen Axt, die jedem Neueintretendcn verabfolgt wird, eine Grube von der Tiefe eines Fußes aus, verhüllen dieselbe mit ihrem Mantel, um den Lichtglanz Gottes nicht zu beleidigen, entleeren sich darin und scharren dann mit der ausgegrabenen Erde das Loch wieder zu; auch suchen sie die abgelegendsten Plätze dazu auf. Und obwohl die Entleerung der Exkremente etwas. Natürliches ist, ist es doch bei ihnen gebräuchlich, sich nachher zu waschen, als ob sie sich verunreinigt hätten." Der Einfachheit und Regelmäßigkeit ihrer Lebensweise schreibt es Josephus zu, daß die Essäer, welche im Kriege gegen die Römer herrliche Proben ihrer Gesinnung? treue ablegten, zumeist ein hohes Alter erreichten. Heilpersonal, Arzneien, Geburtshilfe. . Es ist unwahrscheinlich, daß di« Leviten außer ihren sanitätspolizeilichen Obliegenheit (namentlich Aussatzbegutachtung) die Heilkunst berufsmäßig ausübten. Daß dagegen den Propheten die ärztliche Kunst nicht ferne lag, geht aus den Heilerfolgen eines Elia, Elisa, Jesaja hervor. ^Vielleicht wurde sogar in den Prophetenschnlen die Heilkunst in den Unterricht einbezogen. Niemals aber lvurden die Propheten als Aerzte bezeichnet und spätestens für ihre Epoche ist die E x i st e n z e i n e K-e i g e n e n Aerztest a u d e s anzunehmen. Hält es doch Jeremia für unglaublich, daß in Gilead kein Arzt wohnen sollte. Born König Asa wird erzählt, daß er nicht bei Gott, sondern bei. den Aerzten Hilfe gesucht habe, und Hiob nennt feinte „nichtige Aerzte". Die Bezeichnung des Aerztes als Rophe wird zweifach erklärt. Nach den einen rührt sie von einem Wortstamm her, der soviel wie Lirrdern, Besänftigen bedeutet, nach andern ist die Bezeichnung von dem arabischen rapha, d. i. Nähen, abzulciten. Rophe wäre also der Näher (von der Wundnaht). Daß der Aerztestand im zweiten vorchristlichen Jahrhundert Ansehen genoß, geht ans de«