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Wiener Morgenzeitung · 1927-04-10 · Heft 2916 (10.4.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2916 (10.4.1927)
Date
1927-04-10
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sette H Wren, Svnnkosi Wiener Mergenzeimng w. AM 1927 Nr. 2916 Bühne und Kunst. Fünf Matter. Modernes Theater. Der sechste, beste, ging voran und war improvisiert. Direktor Korner kündigte hunwrvvll imd charnnrnt an und wußte mit scineur angenehmen Borspruch gute Stirn-- nümg zü machen. Dann sah man die blutigen Eimckter: „Die Rote" und „Der Befehl". Im erstgenannten Sketch gab es auf offener Bühne einen, hinten der Szene gtoci Akorde, im letztgenannten wurden zt^i Leichen beschert, und einer, den seine Mordtaten ivtchnsinnig machten. 2lver bei solchertt Theater, für die kurze Minute berechnet, sind wirklich literarische Erlvägungen nicht angebracht. Beide Stücke sind reichlich spannend. „Der Befehl", eine Hypuotisiergeschichte, setzt sogar den Nerven verflucht zu. Er wurde von den Herren Grnber und Fürth mit Bravour, von Hilde Röllner dcgagiert gespielt. Starke schauspielerische Leistungen. Zur Entspannung der aufgeregten Gemüter gab es dmur Vernenils frisches, keckes Lustspiel „Besuch im Bett". Besucher des Bettes waren Kanrilla Weber lmd die Herren B e r st l und S in y t t, aber nur der letztere war so aufgeräumt, wie dieser Einakter. Ein recht komplizierter Spaß ist Roscnhayns „Der umgebetene Gast," von den Herren Behal, Gruber und Falkenhausen spielfreudig hingclegt. Im letzten Eütakter „Die Peitsche und..." (man keimt ihn bereits und er könnte füglich lvegfallen, das Programm.'des Llbends ist reich germg) sotvie im eiickeitenben Stück ^,)Die Rote" sah man den Direktor Und gleichzeitig besten Schauspieler seines Theaters, Herrn Körner. Nicht zu vergessen Asexwidra Hermann, die in der Rolle einer alten Kupplerin ,charakteristisch und anrüsant tvar. Dl % Sora Wstchen Theater in Moskau. Das Moskauer jüdische Kammertheater hat Ende März eine Dramatisierung des berühmten Ronrans von Mcnbete Mocher-Ssorim „Die Nein Benjannns III." ausgesührt. Die Bearbeitung stannnt von I. Dobruschiu, die musikalische Unternwlung des Spieles von Lew Pulver. Das Spiel Hatte starken Erfolg. Die nächste Novität des Kaminer- .theaters ist das Schauspiel „Der Aufstand" von Lipa Risnik. Im SomMer d. I. Unternimnrt das Kmnmertßoater seine erste Gastspielreise durch Rußland und bringt dann in der nächsten Saison seine erste Aufführung eines europäischen Klassikers, Mölieres „Der Bürger als Edelmiamr" in der Bearbeitung von Granowski. ^m November tritt das Kawinertheater seine Töurnee durch Europa und die Bereinigten 'Staaten an. «ns ven Theatern. i BurtztHeoier. Morgen Montag, halb 8 Uhr, „Der Alpenkb«40 und der Menschenkönig". — Dienstag, halb 8 Uhr „Der Diktator". — Samstag, drn 16. d. M., gelangt die Komödie „DaS Genie und s<in Bruder" -vowSrl-Bara zur ersten Aufführung. i Operntheater. Morgen, hplb 8 Uhr ^De r .Drvu-- ' badou r". Theatevgemeinde Serie B (blau). - Mkademietheater. Morgen Montag, halb 8 Uhr ,Jiebe". —■ Dienstag, halb 8 Uhr ^KvemieW« und „D a s B eit che ti". f; DvlksvPer. Morgen (Montags, 7 Uhr akenVS „R i e nzi" in der Premiernrbesetzung. Deutsches Bvlksiheater. Gegenivärtig wird die NcninsMierung von Schillers „Die Verschwörung des Fresko zu Genua" urrd die deutsche Uraufführung da ,Komvdie des Glück-s" von Nikolaj Jewrcinvw vorbereitet. Alexander M v i sZi nimmt bereits an den Proben teil. Rai mündtheater. Heute letzte „Dornrösche»"-Aufführung. — Nächsten Sonntag Erstaufführung des Märchens „Lustige Abenteuer dcS Osterhasen Schabernack". Theater in der Josefstadt. Helene ThimiV nimmt ihre Wiener Tätigkeit in dem Schauspiel „Die G ef airgvnc" Donnerstag, den 14. d., wieder ans. Nene Wiener Bühne. Dienstag, neueinstudrert, „Kausa Kaiser" mit Ludwig Stärk in der Hauptrollen Kammer spiele. Die Detektivkomödie „Nummer 17" wurde für Samstag, den 16. d. M., Ostersonntag und Ostermontag, halb 8 Uhr mit Hans Mo-ser in den Spielplan, aufgmomnlen. ^— Erika Gläßner spielt an den genannten Tagen in dem neuen Stück „Mary und die Liebe" um 10 Uhr nachts. Außerdem tritt Erika Gläßner Ostersonntag und Ostermontag um halb 4 Uhr nachmittags in ^,,M ob ellshau's Crevetie" auf. >’; ■ Bühne der Imng-en. Donnerstag, deir 14. April, halb 8 Uhr abends, in den ,Kunstspielcn", 1. Bez., Riemergasso 11, Uraufführung des Einkmerzyklus „Wved^^cpeWrVt rar Karn" von Carl JnliuS H-aidvogeck. „Schwarz und Weiß", die amüsante Komödie von Sacha Guitrh, deren letzter Akt Von dichterischer Feinheit ist, bringt bei der 25. Aufführung im Josefstädter Theater eine dankenswerte Ueberraschung: Die Episode eines FindelHaus- Verivalters spielt Hans Moser. Er ist einfach der Begriff „Findelhaus" in geschäftlich-diskreter Aufmachung; schon Frisur und Stirn dieses Moserschen Geschöpfes besagen alles, ms der Typus bedeutet, und sprechen, bevor noch der Mund ihres Trägers spricht. Kein Wunder, daft der Austritt Mosers selbst seine Mitspieler überwältigte. Me arm und gezwungen wirkt daneben die Springinkerl- Hurtigkeit von Hermann Thimig, mit der er die komischen Partien seiner „Vater"-Rolle im Uebermatz ausstattet! Erst im letzten Akt wird er schauspielerisch nröglich, allerdings bleibt er gegenüber der feinen, subtilen Art, wie Lilly Darvas die Empfindungen der Mutterschaft analysiert, stark im Schatten. Das übrige Ensemble der Rein- ' tzardt-Bühne bot gut abgetöntes Zusamnrenspiel, in dem Frau Woiwode, Herr Goestz und Egon Friede kl nürkliche französische Komödie gaben. Das Publikum unterhielt Ich ausgezeichnet. S. S. AnLSerireA« Ui rtztnmattfchen. gichtisch«« ««» ntniUn Achmer»««, zovfschmene« «nd ErKättUNgSKranKWIeN.1500 «tergte tcdlti. a nm m « n atn die hervorragend schmerzstillende, »eilende «.prompte 9 fflitfn««. Heilte schädlichen Redenwirrnnae». gragrn Sie Ihre» «rztl - - - - PreiS S 2-20 jjlitbn DuliDaZaLibt vor Antritt einer "Auslandstournee einen cknzfgen Lkcderlebend, welcher henke, Sonntag km Saal des nlederbsterrsichischen Gewevbev-erelnes (1. Bez. Cschenbachgasse 11) stattfindet. Das Progrannn cntMt Mische, hebräische, russische und französisthe Lieder. Beginn präzise 8 Wr abends. Konzert des Wiener ^Jüdischen Gesangvereines. Anläßlich ocs Löjäbrigcn J,löiläu,ns des Keren Kajenrech veranstaltet der Jitdischc Gesangverein am 30. April, 8 Uhr abends, im großen Saale des Volksgartens, 1. Bez. ^Burgring, ein Konzert. Es gelangen jüdische Volkslieder und shnagogäle Gesänge zum^Vorrrag.'"Mitmirkcnd Pianist Adolk Baller. Rilhard Grümvald, der Reformator des Zitherspiels, beging den 60. Geburtstag, aus ioelchem Anlaß er rvn der Deutschen ZitherkonzertgeseUschaft außerordentlich geehrt wurde. Grünlvald, ein Budapester Jude, ein geschätzter Virtuose und Zitherkomponist, ist der Erfinder einer vierzigsaitigeu Volltouzither, hat erfolgreich für die Anerkennung der Zitherkunst im Konzertsaal gekämpft und in Bad Honnef (Rheinisches Siebengebirge) einen großen Verlag für das Zither-, Gitarre- und Schoßgeigenspiel gegründet. Der jüdische Meister, der auch als Lehrer berühmt ist, tvird jetzt als Schöpfer deutscher Hausmusik gefeiert, die auch im Rnndsrnck verbreitet wird. Der Verleger Fritz Cohrn gestorben. Wie aus Bann gemeldet wird, ist dort der Inhaber des bekannten Verlages für Kiiltur urrd Philoisophie Friedrich Cohen, Fritz Cohen, i<m Alter von noch nicht 66 Jahren gestovben. Cohen verfchaiffte der altlbelanndcn Rheinischen VerlagSfirma Wer Deutschland hinaus Geltung. (I. T. A.) Ein Unfall Lya Maras. Me aus Hamburg telegraphiert wird, erlitt die Filmschauspielcrin Lya Mara bei cinenr Autozusammenstoß erhebliche Kopfverletzungerk und einen Schlüssel beinbruch. Synagogale alle jüdische Musik. In diesem sehr bemer-denSwerterr Konzert, welches Ch. Winawer in der Berliner Hochschule für Musik verarrstaltete, wurde, loie uns geschrieben wird, eine Fülle von selten gehörten, alten, charafteristischrl« Synagogen-Musikeil zu Gehör gebracht. Besonders gefielen die Tonschaffiurgen Dunajefskis und Gilberts, und den stärksten Erfolg hatte eine herrliche Konrpositimr M i l n c r s. Der Solist des Abends, Obcrkantor Alter (Hannover), ist ein ganz hervorragender ^Sänger. „Das Klavier der Zukunft" soll ein Flügel mit zwei Manualcil sein, das nach den Plänen des Emannel M o o r erbaut und in Berlin vorgcfnhrt tvurde. Man lvar erstaunt über die orchestrale Klangfiilte, die vollgriffigen Morde und Oktavpassagen. Insbesondere Bach klang herrlich ans diese!« Instrument, das sich als logische Weiterentwicklurkg des alten HammerNaviers darstcllt. ekne ein ümpst. » 0 |Rl flffl SlI n« i Kl 1 1 1 J&ÄliixL&c Jcfii Wir bieten nachstehende I . zn den hier verzeidmeten vWMllM billigen Preisen an: Aus unsM-erWaschwaren-Abteilung: Prima Cotton für Kleider.. . .8 --'70 Prima Marocain und Volle für Kleider . . . . 8 —'85 Per desto Marocain kür Kleider.8 1'2i> Prima Frenche und Batiste, alle Farben für Wäsche und Blusen.. 8 —*08 Aus unserer Damenwäsche-Abteilung: Hemd oder Hose, gestickt, mit Ajour.8 1*98 Hemdhosen-Kombination, gestickt, mit Ajour . 8 2*90 Batist-Kombination, alle Farben.8 3*00 Aus unserer Herrernnode-Abteilune: Seiden-Bindcr. 8 1*— Popellne-Auflage-Homd . . » ... . . . 8 4*90 French-Hemd, das beste , . .... . , ... . 8 6*90 Aus unserer Stoff-Abteilung: Kein-iVoll-Popeline, doppeltbreit,alle Modefarben 8 3'00 Woll-Pepita, doppeltbreit. 8 3*90 Kleider^cbotten, doppeltbreit . . . . . . .'. 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