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Wiener Morgenzeitung · 1927-04-08 · Heft 2914 (8.4.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2914 (8.4.1927)
Date
1927-04-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Men, Freitag wifnfV w(9V9VlljftlUng 8. April 1927 2914 HM 6 -■ ■ --.--.. ■ -. ., - ■ - ■ - 7 ...... BtvckdSchettl befinden sich viele einzigartige Se-tenheten. Das mervvürdigste „Buch", das hier bewahrt wird, ist aber eine Anzahl von groben Eisenplatten, die von einem starken eisernen Ring zusammengehalten iverden. aer mit einsrn Griff versehen ist. Es sind fünf „Seiten" aus dickem Eisen, jede 9 ZM hoch und 3 Zoll breit, auf denen ein HymMS an eine indische Göttin «Mgeritzl ist. Gin anderer Schatz, dieser Bücherei ist ein Steinblock, der in den Ruinen von Babylon gefunden wurde; er enthält eine Lobrede aus König NebiuDädnezar den Großem, der 596 b. Mr. Jerusalem ^^rte und die Juden in die babylonische Gefangenschaft Das Glenb der Diamantonsucheri ' Während' man gewöhnlich nur von den lvenigen Glückspilzen hört, die auf den Diamantenfeldern Reichtümer gewinnen, verdient daS düstere Bild viel mehr Beachtung, das das Schicksal der Tausdnde Mm Abenteurern schildert, die jetzt auf den neuen Diamantfeldern in dem Lichtenbiirg-Zebiet im tvell chrn Traust vaal ihr höchst zweifelhaftes Glück suchen. Nach Meldungen aus Kapstadt sind die Lebensbedingungen „geradezu jänunertich". Die Leute sterben wie Ratten an Verdauungsstörungen, besonders viele Kinder. Tausende von Suchern und ihre Familien. sind dem Hungertod« nahe oder können sich nur eine einzige Mahlzeit am Tag leisten, die aus Mais besteht. Auch die beschiedensten hygienischen Maßnahmen fehleru Das Wasser, das zum Waschen der Diamanten unbedingt notwendig ist, kostet 50 Pfennig das Liter, weil es auf Kraftwagen von weither herbstgeschafft werden nmß Tarnende dieser Glücksucher haben, gebrochen an. Geist. und Körper, ihre Arbeit eingestellt. >; Der Mann, der nicht arm werden konnte. Von dem^englischen KupfermillionLc John Evans wird erzählt, daß er, seines Reichtums überdrüssig, mehrere Versuche macht«, arm zu werden, ohne daß es ihm gelungen wiire. Er stiftete zuerst fast sein ganzes Vermögen, 'drei Millwnen P.uud, verschiedenen Wohltätigkeits instituten und zog sich mit einer Jahresrente von. 400 Pfund in ein Landhaus zurück. Zehn Monate spater wurde ihm mitgeteilt, daß ein ihm gehöriges Stück Land in Bcitisch-Guy.ana, das er fllr wertlos hielt, reich an Kupfer sei. Er verschenkte cs an den Entdecker des Kupfers. Zwei'Monate'später erbte er 100.000 Pfund, die er sofort einem Waisenhaus überwies. Eine neue Erbschaft, von 30.000 Pfund verschenkte er an Krankenhäuser. Schließlich gewann er in einer Wohltatitzkeitslötterie den Hauptpreis von 5000 Pfund. Das wär züvrel. Einige Tage darnach starb der arme Mann. Todesstrafe für «rbrecherische Tiere. ■ Ein Amsterdamer Student hat für seine Doktorarbeit, einen höchst originellen Stoff gewählt: er behandelt die Verurtei.ung und Hinrichtung von verbrecherischen Tieren im Mittelalter durch die höchsten Gerichtshöfe. Wir erfahren durch diese Doktorarbeic einig« Daten, die weiterer: Kreisen zugänglich gemacht zu iverden verdienen. Im Jahre. 1480 wurde zu. Amsterdam ein Sch nein, das überführtwurde, ein Kind gebissen zu haben, vom Richter zum. Tode, durch Henkershand verurteilt. Im Jahre 1571 wur^e in MDdleboNvg ein Stier, der ein junges Mädchen auf seine HÄmeb' gespießt hatte, ebenfalls vom Henker zu Tode gebracht und der Richter ordnete an, daß das Haupt des Stieres auf eine Stange gesteckt und an der Richtjwtte ausgetzellt werden sollte, um künftigen Verbrechern ähnlicher Art zur Warnung zu dienen. Im Jahre 1476 wurde in Longuevitle eine Katze, dre den Tod eines vier Monate alten Kindes auf dem Gewissen hatte,"'feierlich gehangen. Aber das Komischeste war wohl doch die' ' Hinrichtung eines Muttetschwemes in Falaise, Es hatte ei« Mnd angegriffen und wurde für dieses Kapitalverbrechen zum Tode verurteilt. Ter Richter zu Pferde und angetan mit allen Insignien.seiner Würde wohnte persönlich der Hinrichtung bei. Die Uebeltäterin war aber zu' diesem Zwecke extra eingekleidet worden: sie trug ein Wams, Strümpfe, Handschuhe und Spitzenmanschetten. Jns jüdische Maas das jüdische (Blatt Austrilte ans dem Judentum. Hans 'S chw e s e l, 31. Jänner 1899, Wien, led., 2. Bez. Malzgaffe 9; Josef Pachtmann, 27. Juni 1Ü0LY PrzÄnysl, Schüler, 9. Bez., Salzergaffe 8; Adrienne B re che r, 15. Februar 1904, Mürzzuschlag, led., 9. Bez. Pichlergaffe -1; Marie Lederer, gev. Ptetka, 7. September 1890, Wien, ger. gesch., 2. Bez., Aübsstraße 23: Sidonie Arnberg er, geb. Rufeisen, 26. Februar 1904, Men, verh., 14. Bez., Süßgaffe 1; Josef Zuckermann 9. Mat 1903, Wien, led., 2. Bez., Stmverstraßo 47: Margit Fl e t s chm o n n, geb. Trampler, 3. August 1901, Wien verh., 5. Bez., Bachergasse 3a; Frieda Oesterreicher 3. Jum 1893, Wien, led,, 16. Bez., Sportplatz 12; Frmzksffr Phllippine Jolan B i tt n e r, 23. April 1921, Wien. 16. Bez. Sportplatz 12; Friedrich Desi, 8. Juli 1899, Wien, led. 7. Bez., Kirchengasse 19; Karl Desi, 11. April 1908, Wien verh, 7. Bez.,' Kirchengasse 19; Katharina Weiß, geh. Goldschmidt, 24. Jänner 1886, Preßburg, 31. Bez., Frömelgaffe 28; Wolf Kanner, 12. Mai 1888, Janow, AutoleMer, 9. Bez., Lustkandlgaffe 48; Peter Heinz Weil, 24; Mnner 1921, Wien, 18. Bez., Währingerstraße 80'; Richard Ziffer, 20. Dezember 1892, Lari, led., 13. Bez., Preindlgäffe 40; Josef Schulhof, 14. Jänner 1855, Meceriz, verh., 13. Bez,. Müllevgaffe 6; Mawlcha Bassin 8. ' 'Dezember 1887, Moghelew, erh, 13. Bez., Glorliettegasft 10; Paul Tänzer, 27. Äug "r nz lugust 1895, Wien, verh. L3i B., Penzingerstraße 16; s r nz l" er"iert T ä n z e r» 12 September 1921, Wien, 13. B., Penz ngerstraße 16; Felix Klein 11. April 1887, Wien, verh, 1L Bez., Hietzinaer Haupti'traße 20; Gustav Hans Herrmann, 6. Juni 1903, Men, verh., Schriftsteller, 1. Bez., Bauernmarkt 22; Anna Ernst, 18. September 1867, Seelowitz, led.. 13. Bez., Bchtnergaffe 3; Palonie Arm uth, gev. Morberger, 14. März 1882, Men. verh, 18. Bez.. Währingerstzra-r Ar. 170 A; Heinrich R o s a u e r, 1. Juni 1863, Nausnitz, aer.gesch, 15.B., Kriemhildenplatz3; Richrrr Baumann K .Dezember 1900, Wien, led., Wachtmeister. . 9. Bez. Roßaüerkaserne; Else B en e di kt, 13. Jänner i918, Wien, leb., Schülerin, 6. Bez., Gatbergaffe 7; Oswald Straichorv, 25. April 1882, Prag, led., 8. Bez., Joseft'tDterstraßeM -Rudolf Skutezky, 3.Juni 1905, B.ü.n led. 6, Sö'ej,; Hirschengaffe 15; Max Schuster, 15. Jänner IM, Wien, leb., 15. Bez.. Eberthof, 13. Stg. 1/5; Margaeeche Schöychal, 3. Februar 1906, Wien, led., 7. Bez. Burggaffe 98; Frauz Steiner, 26. September 1907, MhMst, led., 7. Bez., Westbahnstraße 46; Gertrude N e u- 14 AtWst 1900, Wien, led.. 2. Bez., Untere Aitga t:n- Maße 10; Mtz Fleißig, 26. Juni 1M7, Wien, led., MBkL, Permsdorferftraße 78; Ghana Huppert, 25.Ok- Wrr lSA, Krakau, leb., 16. Be»- Siedlung Frohe Zuftmft, ParzeM 167. JÜDISCHE WEIT ------. - , .■. 6itt Ienkmal für Sfroel gangwill. In der letzten Rümmer des „Jewish Chronicle" befindet sich die Anregung, dem verstorbenen Dichter des Ghettos Israel Zangwill im Londoner Ghetto ein Denkmal zu errichten. Die Ausführung des Denkmals soll dem berühmten jüdischen Bildhauer Jacob Epstein übertragen werden. „Jewish Chronicle" nimmt an, daß die jüdische historische Gesellschaft von England, deren Präsident Zangwill zur Zeit seines Ablebens war, diese Anregung durchführen werde. Die nächste Sitzung der historischen Gesellschaft wird sich mit dieser Angelegenheit befassen. Der Prozeß der Montrealer Kantor» «m die Insel Labrador geht weiter. Das „Jüdische Journal" in Toronto (Kanada) berichtet: Der britische Privy Council hat bekanntlich die Insel Labrador, um deren Besitz mehrere Staaten gestritten haben, Neufundland zugeurteist. Damit ist jedoch d'e Besitzfrage dieser vielmnstrittenen Insel noch nicht endgültig erledigt, da der Montrealer jüdische Kantor Jsak de la Pen ha, der, wie wiederholt berichtet wurde, einen Familienanspruch auf diese Insel erhebt, nunmehr seinen gleichfalls beim Privy Council anhängig gemachten Prozeß gegen die ■ Regierung von Neufundland weitersührt. Der Rechtsanwalt Jsak de la Penhas, Sa^omon Elias a w, hat bereits die erforderlichen Schritte em^e'eitet. In vier verschiedenen Ländern hat Advokat Etia'aw alte Akten und Staatsdokilttiente ausgeforscht, aus denen nicht nur hervorgehen soll, daß König William d'e Insel seinerzeit Josef de la Penha, dem Vorfahren Jsak d; la Perchas, urkundlich geschenkt habe, sonderrr, daß später di'se Schenkung auch anerkannt wurde, indem die Insel erbrechtlich an den Sohn des Josef, an Daniel de la Penha, übergogangen war. Der Rechtsanwalt weist auf Grund einwandfreier Dokumente nach, daß Daniel de la Penha im Jahre 1732 einen Schadenersatz gegen holländische Bürger angestrengt hatte, weil diese durch Jagdstreifungen auf der Insel Labrador großen Schaden zugefügt hätten, wobei Daniel de la Pcftrha als alleiniger Besitzer der Insel auftritt. Ebenso wird durch Gerichtsakte nachgewiesen, daß dieser Daniel de la Penha die Insel Labrador von seinem Bruder David geerbt habe. Die Rechtsansprüche sollen auch durch Akten, die in den Archiven von Holland, Kanada und.Eng and sestgestellt rvurdm, bestätigt werden. ' ' Im übrigen wird darauf verwiesen, daß in einem im Jahre 1849 erschienenen Werke Jsak de la Eossas Israel und die Christen" auch auf das historische Faktum hingewiesen'werde, daß König William die Insel Labrador der "jüdischen Familie de la Penha in Anerkennung der Beröienste des Josef de'la Percha für alle Zeiten geschenkt habe. Die Notlage der hebräischen Schriftsteller in Rußland. Aus Jerusalem ,wird uns berichtet: „Dawar" veröffentlicht einen Brief der hebräischen Schriftsteller in Leningrad, in welchem diese die Gesamtheit der hebräischen Schriftsteller in der ganzen Welt zu einer neuen Protestbewegung gögezr die Verfolgung der hebräischen Sprache durch die jüdischen Kommunisten in Sowjetrußland aufrufen. Die Jewsekzie verfolge jede Regung zur Belebung der hebräischen Sprache in Rußland mit solch blinder Wut, daß den in Rußland noch lebenden hebräischen Publizistm und Dichiern jede Möglichkeit genommen ist, ihre Werke herauszugeben oder Vorträge und Vorlesungen in hebräischer Sprache zn halten. «mtrfndisiium de» Prediger« Meffiuger ln Pekll«. Aus eine 25jährige Amtstätigkeit im Dienst des Judentums konnte Herr Josef Messing er, Prediger, Lehrer und Kantor der.israelitlschen KuktuSgemeinde Bern am am 1. April zurückblicken. Auf der ungarischen Jeschiwa in Hethars vorgevildet, kam er mit seinen Ellern im Jahre. 1897 nach Frankfurt a. M., wo er Volke drei Jahre als ordentlicher Hörer der Jeschiwa angehörte. Hieran? besuchte er zirka zwei Jahre das Rafssche Konservatorium und wurde musikalisch und stimmlich von Professor Maximilian Fleisch herangebildet. Am 1. April 1903 Bant er, kaum Wjährig, als erster Kantor der Synagoge Leffingstraße nach Berlin. Hier bildete er sich weiter Und bebesuchte auch das, Sternsche Konservatorium. Sechs Jahre später kam er als, Kantor' und Lehrer an die Religionsgesellschaft nach Zürich. Auch hier blieb er Volle sechs Jahre und kam dann am 1. Mai 1914 an die Kultusgemeinde in Bern, wo er nün' Volle 13 Jahre in den erwät-aten Aenrtem tätig ist. ..... Er ist auch vielfach gegen dis antisemitischen Hetzlüaeu hervorgetreten und hat unter anderem seinerzslt von Henry Ford, die Bestätigung echrlten, daß das unrMnlich bekannte Buch „Der internationale Jude" nicht von Ford selbst versaßt worden ist. PIlsubflk' Karl» Michael!» and die Faden Im Zusammenhang mit dem letzten Besuche der dänischm Schriftstellerin Karin Michaelis w'rd jetzt in Warschau folgende Anekdote kolportiert. Die Dichtcrin ivar, nne berichtet, im jüdischen Literatcn-erein zu Gaste, von wo sie sich zum Marschall Pilsudski begab. Sie bat den Marschall wegen der Verspätung um Entschuldigung, sie habe sich im Kreise der jüdischen Literaten so wohl gefühlt, daß sie gar nicht merkte, rvie spät es geworden jvar. „Wie konnnt es übrigens," fragte Frau Michaelis den Marschall, „daß man bei Ihnen in Polen von der polnischen Gesellschaft boykottiert wirb, sobald man einer Einladung von Juden Folge leistet?" Marschall Pilsudski antwortete läche'nd: „Sie sind im Irrtum, Madame! Nehmen gleich nnch selbst als Beispiel. Ich bin kein Jude, und doch könnte ich Ihnen manches über das Verhältnis gewisser Kreise zu mir erzählen. Das liegt eben in der Natur der Menfrhem " 6itt blinder Fnde fßr feine Leidensgenoffen. Der Grünoer des jüdischen Blindenheims in Nenryork. Aus Newyork wird uns geschrieben: In nächster Zeit wird hier das von der hiesigen Gesellschaft zur Unterstützung der Blinden in Amerika ins Leben gerufene jüdische Blindenheim eröffnet werden.Der Begründer dieser Gesellschaft und auch des neuen ersten jMschen Blindenheims in Amerika ist Scheftel Needlem an, der vor etwa 23 Jahren mcs. Rußland nach Amerika cingewaudert ist. Er war schon in Rußland, wo er sich zum Rabbiner ausbi den wollte, vom vie'en Studium kurzsichtig geworden, sein geschivächtes Augenlicht litt, noch mehr durch die schlechte Beleuchtung auf dem Zwischendcck des Auswandererdampfers und verursachte seine volle Erblindung, nach ehe es chm gegönnt tvar, sein neues Heimland zu erblicken. Orthodox erzogen, enthielt er sich im allgemeinen Heim für Blinde, in welchem er Aufnahme gefundru hatte, jeder Fleischnahrung, und hier erwachte in ihm die brennende Sehnsucht, auch den jüdischen Blinden, seinen Leidensgenossen, in Amerika ein Heim zu errichten. Nachdem er das Blindenheim verlassen hatte, gründ.te er einen Zeitungsverschleißder trotz seiner Blindheit so prosperierte, daß er eine Druckerei erioarb. Immer sein Ziel vor dem geistigen Auge, sparte er sich so viel von den Erträgnissen seines Geschäftes ab, daß er vor vier Jahren das H a u s kaufen konnte, welches nunmehr durch ihn mit Hilfe einiger Freunde als modernes jüdisches Blindenheim eingerichtet werden konnte. Einer der ältesten palästinensischen Juden gestorben. In Jerusaleni starb vorige Woche in hohem Alter Jizchak > Ltpkin. Der Verstorbene kam noch als Knabe mit seinen Eltern nach Palästina, gehörte zu den ersten jüdischen Kolonisten von Hebron und zog dann nach Jerusalem, wo er sich hauptsächlich um die Besiedlung von Jerusalem außerhalb der Stadtmauer große Verdienste erwarb. Zwei große Vorstädte, deren Schaffung hauptsächlich ihm zu danken ist. wurden nach ihn benannt. Kfar JecheSkiel. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: In der „Official Gazette" der valästinewst'chen Regierung wird die offizielle Benennung von Kfar Jecheskiel verzeichnet. Der Keren Kajemeth hat diesem Kle i n'sied le rdors aus seinem Boden bei Nnris hr der Jüsreel-Gbene diesen Namen nach dem Wuwche eines Spenders, der 36.000 Pfund Sterling für die Erwerbung des Bodens gewidinet hat, gegeben. ES ist der Name eines verstorbenen Verwandten des Spenders, der immer imaenannt zu bleiben wünschte. Die Siedler von Kfar JecheSkiel haßen vom Keren Hojessod die Kredite für ihre Wirtschaft schalten. ' Professor Gnmpert in Palästina. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Professor August Gampert von der cheolo- Iischen Fakultät der, Universität in .Ge ns weilt.jetzt in Palä- Äna. Er will die neuen archäologischen Funde in Pailästina be« chtigen und das jüdische Aufbauwerk im Lande kennen lernen: Prof. Gampert bat der Zionistischen Executive em Einführungsschreiben von Pros: Rappard vorgele-gt, dem Rektor der Universität in Genf und dem früheren Leiter der Mandat-Soktion des Bövkerbundes. In diesem Brief schreibt Prof. Rappard: „Ich beneide Herrn Gampert sehr, daß er Palästina besichtigen 'kann, wohin ich persönlich nach meinem unve: glichen Besuche vor zwei Jahren, gerne wieder fahren nröchte." Auszeichnung eines jüdifchm Richters in Budapest. Wie das ungarische Amtsblatt meldet, wurde der gegenwärtig, dem Budapester königlichen Gerichtshof zuaeteilte Tafelrichter Dr. Ludwig L t ss a u e r mit dem Tire! und Charakter töniglid^en Kurialrichters ausgezeichnet. Die königliche Kurie ist das oberste Gericht in Ungarn. Dr. Ludwig Liffauer ist seit längerer Zeit Vizepräsident der jüdischen Kultusgemeinde von Neu-Pest. DK Predigt des Grotzraobiners Hertz in der St. Patrick« Kathedrale. Aus.London wird uns berichtet: Letzten Sonntag , hatte die Londoner große Gesellschaft ihre große Sensation. Auf Einladung der oversten Leitung der angmanischen Kirche hielt der GroßraMner des briMchen Reiches, Dr. I. Hertz, von der Kanzel der St. Patrick-Kathedrale eine Predigt litber das Thema: „Die Bibel als Buch." Die groß« Kat'hedvale war von Vertretern der höchsten englischen Aristokratie, der Kirchen, der Wissenschaft und Kunst.gefüllt. Die Negierung war durch mehrere aktive Minister vertreten. Großrabbiner Dr. Hertz behandelte sein Thema von historischen, ethischen und auch politischen Gesichtspunkten und kam zu dem Schluß, daß die MHel. richtig gelesen, ein unenibchrlicheS Buch werden kann, das in jedem Menschen das Gefühl der Völlerversöhnung und der Menschenliebe be-festigen muß. Es ist das der erste Falh. daß ein Rabbiner in einer Kirche in England einen Kanzel« Vortrag hi^t.

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