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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-27 · Heft 2902 (27.3.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2902 (27.3.1927)
Date
1927-03-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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•Seite 4 Men,;Srmnt<wr- Wiener Morgerrzettrms ^Das Verbot wurde zurückgezogen; offenB-ar, eil man höheren Ortes cinfah, daß-die Vergehen des GoÄerneurs Piznrro uicltt falsch gedeutet oder gar auf Zustände im damaligen Oesterreich bezogen werden köuntenchLeider fiel ja da.nn das Werk bei seiner Nransfnhrnttg dnvch — das Theater um* fast nur von französischen OfsizieWi besetzt, die kein Wort "Deutsch verstanden und .als MWärs -auch mit der Musik Beetboveus wenig anzu sangen wnMn —; erst eine spätere Zeit anerkannte das Genie.des Schhtzfers des „Fidelio". Srelhoven-AASftellMg. D<ic Ausstellung in: Wiener Rathaus will ein Führer t nrch die Kultur der Beethovenzeit sein. Alan sieht hier die.Stadt und ihre Landschaft, die alten winkeligei: Gassen, i.ie vielen Beethovcnschen Wohnhäuser, -die alten Tore , und Glakis und die Promenaden auf der Saftet. Natürlich auch die.rUiUgebllng Wiens mit ihren reicheit Ratnrschönheitrm, eie in Veethovcrts Werken Klang teereeu. In der Landschaft!eöen: die Nienscheu in ihrer Freude an Festlichkeiten, die in e hem „Wiener Kongreß" gipfeln, in Wort und Bild. p-Dann folgt die geistige Umwelt des Tonheros. Sönnern fels erb Blnmaner, Bauernseld uitb der junge Raimund, Perner Grillparzer, der eine von Beethoven nicht vertonte Oper ..Melusine" für den Tondichter schrieb. Auch ans die Beziehntgen zn Goethe, zu dessen „Egmont" er die M::sik beisteuerte und mit dem er in Briefwechsel stanh, ist hingewieset:. Sohr reich ist das Schaffen Beethovens - vertreten - in vollendeten Werket: und in Skizzen, ans denen ersichtlich ist, wie unablässig Beethoven m: beit Ideen und Motiven seilte :md änderte. Unter den Liedern fällt das Lied „Gegenliebe" ans, dessen Thema itt die Chorfantasie op. 80 übernommen wurde. In einer Vitrine liegt eine Originalkompvsition seines Schülers Erzherzog Rudolf mit verb-otenen „offenen Quinten", welche von Beethovens Hand korrigiert sind. In einem Briese, der: er drei Tage vor seinem Tode unterschreibt, kant: er, wie mim sieht und fühlt, kaum mehr die F^er führen. Noch ein anderer Hinweis auf die Vergänglichkeit : Beethovens letzter Wäschezettel, auf dem unter anderem sechs Hemden itttb drei Tischtücher notiert sind. Erschütternd toirkt Beethovens Totenmaske, die einst Franz Liszt gehörte. Das Antlitz ist hier eingefallen, durch Schrumpfung kaum mehr kenntlich. Nach dem Tode des Künstlers forderten seine Aerzte ganz ansehnliche Beträge von der Verlassenschaft,. worüber die Honorarnoten über Hunderte von Gulden vorliegen. , Froher stimmen persönlichste Erinnerungen .an Beethoven, wie sein Taufhäubchen, sein Spazierstock, sein Kompaß, .seine Musikinstrumente und seine .WohnnnZseinrichtung, darunter eine trauliche alte .Hängeuhr und ein schöner, gut erhaltener Sekretär. Bilder seiner Freunde und Mäzene, Beethovenvorträts und eine noch, niemals .ausgestellte Zeichnung, den Tön- 51 ««»«««& »ae w&w der am meisten gefürchteten Alterserscheinurig', durch Verwendung von SBs SeroBs qg ir tut 5» nach Univ.-Prof. Dr. MIadejovsky. Sie fördern, damit den Blutkreislauf und vermindern die Beschwerden. ln allen Apotheken erhältlich. Haupt-Depot: Apotheker C. Brady, Wien, I., Rotenturmstr. 18. dichter im Kaffeehaus darstcllettd, sind ebenso lehrreich für den Laien tvie die mannigfaltige Sammlimg von Abbildungen der Becthovenzsit und von Werket: von Mozart, L>aydn itttb Schubert bis §it kleineret: und kleinsten Meistern. Und am Ende der langen Wanderung durch die Ausstclltmg lernt man noch die bildende Kunst jener Zeit kenneit, den Klassizismus Fuggers, die: Vorläufer der Nazaräner tvie Auerbach tmd bett allmählichen Ueberg«g zur Romantik.. - So hat die vot: det: Fachlettten Or e l. Bi b e r ho fer und Wagner mit Liebe und Sachkenntnis zusammengetragene Sammlung, ihr Ziel, eit: lebendiger, aufklarender Führer durch die Kultur der Beethovenzett zu sein, vollauf erreicht. ftb. Ae Bedeutung der Tuberkulinprobe. Von Dr. Sänel Beer. Die Oeffentlichkeit ist jüngst durch eilte Mitteilung ans dein städtischen Gesundheitsamte überrascht worden, die große Besorgnis in den Elternkreiscn hervorgerufen hat. Bei der allgemeinen Untersuchung der neueintretenden sechsjährige!: Schulkinder haben die Schulärzte festgestellt, daß die Hälfte dieser Kinder bereits urit Tuberkulose infiziert ist. Das ist selbstverständlich eine erschreckende' Tatsache, die die Ausmerksantkeit aller maßgebenden Kreise verdient. Die Beunruhigung der Eltern ist auch völlig begreiflich. Aber ich glaube, daß trotzden: die Besorgnis etwas , übertrieben ist, da die Laienwelt über die Bedeutung der festgestellten Tatsache, der sogenannten Tuberkuloscinfektion, iricht genügend aufgeklärt ist. Daß ein so großer Prozentsatz der untersuchten Schulkittder eine positive Tuberkulinreaktion aufweist, bedeutet noch iricht, tvie die meistct: etwa glauben, daß die betreffenden Kinder auch an Tuberkitlose krank sind. Es tvnrde tlicht etwa durch eine genaue allgcmeitte körperliche Uttterfuchnng der Kinder festgestellt, daß sie an einer Lungen- oder Drüsentttberkulosc leiden, sondern es wurde ihre Empfindlichkeit gegenüber den: Tuberkelbazillus, den: Erreger der Tuberkulose, untersucht. Es würde, wie dies jetzt nteist der Einfachheit halber geschieht, eilte Einreibung mit einer Tuberkulinsalbe durchgeführt. Bei posittvent Ausfälle treten nach 24 bis 48 Stundet: auf den: kleinen Hautareale, wo die Einreibung stattgefuttdet: hat, kleine, erhabene, gerötete Kttötchen ans, die mehr oder tveniger dicht beisammen liegen. Das Auftreten dieser Knötchen besagt nur, daß das Individuum eittmal sich mit Tnberkelbazstlen infiziert hat, aber nicht, daß es unbedingt krank sein muß. Es ist klar, daß es besser ist, wenn ein Kind negativ reagiert, das heißt, daß es noch keine Tuberkulosoinfektiot: durchgemacht hat. Wir wissen aber gerade aus solchen Mafsetutntersuchungen, daß die nreisten 'Menschen mit. 14 Jahren aus Tuberkulin, der künstlich gewonnenen Substanz der Tuberkelbazillen, reagieret:. Jeder Mensch ist zur Tuberkulose disponiert. Denn es gibt fast kernet: Erwachsenen, auf den das Tuberkulin keinen Reiz ansübt. Die Tnberkuloseinfektion muß aber nicht offenkundige Erscheinutrgen hervorrufet:, sondern sie kann ohne 1 jegliche Krankheitssymptome verborgen verlaufen, sie kann ausheilen, aber das betreffende Individuum reagiert weiter positiv. Im Gegenteil, wir scher: sogar, daß die erste Tnberkuloseinfektion eilten getoissen Schutz gegen neue Infektionen hervorruft. Nur die erste Infektion macht die Krankheitsherde. Diese bestehen bei Kindern, bei denet: Hartnäckiger noch betreiben ihre Verfolgungen die „Gitänos", die Zigeuner. Im Wahrsagen, Betteln, Stehlen. sind sie vollendete Meister. Ihre Zahl in Spanien wird auf über 40.000 geschätzt; in manchen Städten, nie in Granada, haben sie ihre eigene:: Stadtviertel. Gleich Kaninchenlöchern ziehen sich ihre HöhlenwohnutMN, die in den' weichen Felsen gegraben sind, die Hänge des „Monte Sacro" hinauf. Von Kaktushecken überwuchert, gleicht der Berg von weitem eher einem verwilderten Hügel als einer bewohnten Stadt. Die Wandim Innern der Höhlen sind sauber und weiß getüncht und der Neuzeit entsprechend — elektrisch beleuchtet. Blankgeputzte kupferne Pfannen hänget: an der Wölbung, uuter der eine angenehme Kühle herrscht. Jetzt tritt aus dem grellen Sonnenlicht, die Kastagnetten schlagend, eine junge Zigeunerin herein.. Langsam beginnt sie mit erhobenen Armen die Sevillana zu tanzen, die geschmeidigen Glieder dehnend wie eine Katze. Ihre Blicke fallen wie gezückte Dolche über uns her. Das rote Büschel Mohnblumen in chrem Haar tanzt über ihrem Haupte wie eine kleine züngelnde Flamme. Di-e Liebe Gwites. Hörst du/ die Seele des mechanischen Klaviers donnern? Hörst du das Tamburin, die Gitarren? Es ist zehn Uhr nachts, die Stunde des höchstei: Lebens in Sevilla. In der Verlängerung der „Sterpes", der belebtesten Promenade, die wie die Gassen Venedigs für Wagenverkehr verboten ist, durchschneidet die „Calle Amor de Dios" die Stadt, die „Straße der Liebe Gottes". Aber es ist eine sehr weltliche Liebe, denn an ihr liegen die meisten Singfpieleafes (cafe cantante), Tanzbühnen und öffentliche Ballsäle, weltlich, wie Gott nur in Spanien sein kann,'wo bei allergeistigen Unduldsamkeit der Kirche Maskenscherze und Stierkämpse die religiösen Feiertage erfüllen, Priester im Ornat aus dm Redaktionsstühlen der Zeitungen sitzen und in Männergesellschast beim Wein hett-re Gassenlicder singen. „O Jüngling," sagt ein Spruch, „was bist du für em Tänzer, tanzend gehst du zur Hölle." Itt bunten Pfützen.glänzt das rote Licht aus dem Pflaster. Für den Preis eines Glases Kaffee kannst bn drei Stundet: lang den.Fandango oder die Sevillana genießen. Weder bei den meisterhaft geschulten Tänzerinnen in den Theatern Madrids noch bei den Zigeunern von Granada habe ich das gleiche Feuer, die gleiche Ursprünglichkeit gesunden wie hier. Mit seine:: aufregenden Verdrehungen, die alle Elemente des arabischen Bauchtanzes enthalten, verrät der Tanz ans jeder Bewegung seinen orientalischen Ursprung. Es gibt keinen Tanz der Erde, der ihm an erotischem Reiz gleichkommt. „Anda hija! Viva la gracttr! Viva tu mare!" ertönen die Schreie. Die Bühne ist von Zigarettendampf umwogt. Hände Katschen ineinander. Stöcke rammen sich in den Boden im Takt des Zigeunerrhythmus. Eine junge Tänzerin im Faltenrock tritt nach vorn. Die Hände, die sich über ihr wie erschrockene Schlange:: bewegen, scheinen irgend etwas aus - der Luft zu greifen. Zitternd hebt und senkt sie sich wie der Wasserfall einer Fontaine; man fühlt, sie würde zu Boden stürzen, schwiege plötzlich die Musik. Eine kleine dämonische Gestalt folgt ihr, gleich einer Panterkatze aus dem Winkel schneller^. Einen Augenblick kauert sie zwerghaft auf der Erde, nur mit den Schultern zuckend, springt von neuem in die Höhe, die Haare fallen ihr in die Stirn, die Btttmen vom Kopfe, mit wildem Schrei stürzt sie auf die Erde, sich mit der Hand bald andie Stirn, bald auf den Boden schlagend, daß der Staub wirbelt. Ihre Schultern entblößen sich, ihre Hände zucken vot: Fieber geschüttelt, als wollte sie sich tvie rasend den Kopf, alle Kleider vom Leibe reißen, in dem Ausbruch eitles plötzlichen und vollkommenen Wahnsinns und bricht erschöpft unter dem Schweigen der Musik zufammeti. Junge Männer trommeln auf ihren Ströhhütten wie mit Kastagnetten den Takt weiter. Zttrufe, Schreie, Mützentverfen. Keuchend erhebt sich die Tünzerii:, und mtt blitzenden Augen, den Hut eines ihrer Verehrer schief auf dem Kops, beginnt sie den Tanz ihrer zügellosen Ekstase von neuem. n. mn 4927 Sk. 2902 Gegründet 1 1UFBU Telephon L. ff Lift «-* " Wien, I., Kdrntncrslrafte 27 Herrengarderobfln u.Herrenntoden feinstem Genre ♦♦♦♦♦♦♦♦ die Infektion meist durch Einatmen der Bazillen erfolgt, in einer Erkrankung der Bronchialdrüfen und in einer reakttvet: EntzütÄung der zugehörigen Lungenpartie. Diese Primärinfektion ist es, die die Erscheinungen des Fiebers, der Mattigkeit, der Abmagerung, des chronischen bellenden Hustens hervorrnst. Dieses Anfängsstadimn kat:n, wie bemerkt, sogar symptomlos verlaufet:, tvobei 'solche Kinder nur eine geringe Gewichtszunahme anfweisen, schlecht essen und blaß sind, oder es kann völlig ausheilet:. Nach bestimmten Erkrankungen, die den jugendlichen Organismus geschwächt habe::, sieht man oft eit: Aufflackern des überwundenen Krankheitsprozesses. Solche Krankheiten sind Masern, Keuchhusten und Grippe. Aber auch ungünstige hygienische Zustände, Unterertrährung, Mangel an Licht und Sonne, Uebcrarbeitung erhöhen die Neigung zu Rezidiven (Wiederkehr der Krankheit). Je friiher das Kind infiziert tvird, das heißt je früher die positive Reaktiot: auftritt, umso eher treten offenkundige, sichtbare Krankheitszeichen auf, während eine später erfolgte Infektion nie ohne Krankhettssymptome verläuft. Die Tuberkuloseinfektion erfolgt somit meist in: Kindesaltcr durch eine lungenkranke Person der Umgebung. Diese Person ist bei einem kleine:: Kinde, das nur mit tveniget: Menschen in Berührung kommt, leicht festzustellett, während es in: späteren Alter viel schwieriger ist Meist sind der infiziernde Teil die Mutter, der Vater, die Großeltern oder das Dienstpersonal. Diese Personen müssen keineswegs als l::ngenkra::k bekannt sein, sie haben vielleicht nur einet: Lungenspitzenkatarrh oder hatten einen solchen, sie hustet: vielleicht nur, ■ stets im Herbst und Frühling, sie haben angeblich einen harmlosen Bronchialkatarrh. Alle diese harmlosen Krankheiten entpuppen sich bei germuorer Beobachtung. stets als eine Tuberkulose der Lungen. Solche Personet: tversen entweder bazillenhaltigen Auswurf aus oder infizieren bloß dein: Sprechen oder Anhuste:: durch unsichtbare Tröpfcheninfektion. Die Lungentuberkulose, die uns geläufiger ist, ist erst eine Folge der überstandenet: kindliche:: Infektion und tritt erst im Pubertätsalter oder später auf. Die Kinder erkranken also fetten an Lungentuberkulose, sie leiden meist an Drüferttuberkulose oder die Tuberkulose dokumentiert sich in Form: einer Augcnerkrankung, einer Hüftgelenkscntzündu'ng, einer Wirbelsäulenerkrankung, einer Gehirn- Hantentzündrurg oder Brnstfellinfektion. In den erste:: Lebensjahre:: ist die Tuberkulose also eine gefährliche Krankheit, weshalb man solche Kinder unbedingt von Lnngenkratcken, chronisch Hustenden, fernhalten muß. In det: späteren Kinderjahren ist die Fer::- haltung von Schaülichkeitet: und die Verhütung von Rezidiven tvichtiger, denn diese erhöhen die Disposition. Mat: tvird also gefährdete Kinder vor Masern und Ketlchhustet: schützen, wird ihnet: eine natürliche Lebensweise, möglichst auf den: Lande, in frischer Luft, mit ausreichender Bewegung und reichlicher Ernährung gewähren. Solche Kinder brauchen einet: großen Reservefonds an Gesut:dhett. Man wird also nach diesen Prinzipict: die Kinder nnt positiver Tuberkulinreaktion behandeln. Sie sind in: gewissen Sinne Sorgenkinder, die einer beständiget: Kontrolle bedürfen. Für die große Zahl der positiv reagierende:: Pvoletarierktnder muß die öffentliche Fürsorge zahlreiche Latckerholungshenne zur Verfügung stellet:, wem: es ihr ernstlich um den Schutz der Kinder vor der Tuberkulose zu tun ist — und nicht allein um eine statistische Feststellung Verregnete „Khe-Ferien". Gerade vor einem Jahr erregte eine bekannte ameri-fa» nische Schrtftffte'llerin, Thyra Samter W i t: s I o w, dadurch Aufsehen, -daß sie die Mnführung der „Ferie-n" in ihrer Ehe ankundigte. Sie gab gemeinsam mtt ihrem Manne, dem Besitzer eines Atmotrcenbureaus, einer Anzahl hervorragender Schriftsteller ein lustiges Diner in ihrem Landhaus und hielt am Schluß eine Rede, in >der sie verkündete, sie und ihr Ehepartner hätten sich ans Ehe-Ferien von der Dauer eines Jahres geeinigt. „Das Hauptunglück der Ehen ist", so sagte sie, „daß Eheleute immer beisammen sind und ‘ sich dadurch langweilig werden. Mister Winslotv und ich habet: uns dahin geeinigt, uns gegenseitig einet: Urlaub zu gewähren. Ich betrachte meine Ehe durchaus nicht' als gescheitert, aber ich glaube, daß sie für eine Frau, die ihre Selbständigkeit sich -bewahren will, nur durch zeitweilige Ferici: erträglich ist." Diese Ehoferieu sind aber sehr rasch „verregnet". Schon nach zwei Woche:: kehrte Frau Winslow in ihr Hei>m zurück, dem: es tvar ihr zu Ohren gekommen, daß mit ihrem Atanne allerlei Verändernngon vor sich gingen. Einmal hatte er seinen Berus aufgegeben und eine Zeitschrift gegründet, die >beu Titel führte „Die moderne Ehe"; sodann fand sie noch allerlei anderes bei ihm, tvas ihr nicht gefiel. Diese unliebsamen Eirtdeckungeil schilderte sie itt aller Ausführlichkeit vor dem New Norker Obergericht, hei beut sie beantragt hatte, die Eheferien zn einer -dauernden Emrichtu-ng zu erheben. Die Scheidung ist vorilinfig :toch nicht ausgesprochen worden.

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