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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-20 · Heft 2895 (20.3.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2895 (20.3.1927)
Date
1927-03-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sette i;i<ieit, .StMtttag Wie«« MSrgdA-ettHMS 20. März 1927 Nr. 2895 clib äes eie ^antSn Herr VII., Kaiserstraße 123 iX., Alserstraße 6 lllllllllllllllBBBIIigEIHaifllliNIBII Qualität dieser Mazzoth gerühmt und auch festgestellt, daß ihre Herstellung muf rikiuell durchaus einwandfreie. Weese erfolgt. Die Paläftina-Mazzoth, welche durch den Generalreprüscrntan de >l siür Oesterreich, .Herrn Nathan Brodetzki, 2.. Bezirk, LeopaldSgasse 43, zu beziehen sind, haben, wie voramszuiselhen »var, in dear n>e«itesten Kreisen der. üsterreichisthsn. sMischen BevMermrg Anklcmg geftMem. Da die Schmackhaftigkeit der Mazzoth aus Erez Israel erwiesen ist und hingchMch des Kaschrout auch vom orthodoxesten Gesichtspunkte ans lein Zweifel MWg ist, kann mit- Besdimmcheit angenoittunen werden^ daß die' Palästi-na-MaHzoch nicht mir anjätzlich des bevorstehenden Pessach-Fostes reichen Absatz finden, sondern sich auch vielmehr wie in aperem Landern auch in Oesterreich stLMg e-inDürgern werden. k SrSder Schissmau» bringen in »der kommenden Woche „sensationelle Frühlingsangebote" in allen Mteilungen. Auswahl, Qualität und Preis können kaum unterboten werden. la Modekleider-Schotten;u 2. 2.90, laSchafwollriPse und Popeline, doppelbreit, T. 3.90, Gerbe, schwarz und weiß, per Meter nur S. 0.98, Seide-Ottomane S. 4.90, Rohseide S. 3.90, Crepe de Chine für Kleider S. 5.90, Blaudrucke, Boile, Marocaine und Etamine, la Kleiderwäre nur S. 0.98, la deffin. Moberipse und Marocaine zu S. L29, Seidenbinder nur S. 1.—, Knie-Unterhosen S. 1.98, Herrenhemden, w-eiß, S.2.90, Herrenpyjamas S. 9.80, Damenhemd oder -Hose S. 1L5, Hosenkombinaston, gestickt mit Llfour, aus farbigem Madapolan. S. 3.90, Jumperleibchen, gestickt und ajour, S. 1.49, MadraS-Halbstores mrr Klöppelspihen und breiten Einsätzen 3.90, Flanelldecke, kompl. Gr., S. 3.98, Damenstrümpfe, Seiden slor, alle Farben, nur S. 0.49, Modesocke»,. Seidenflor, nur S. 0.89, Taschentücher, Batist, gest., S. 0.20, Damenmöbeschirme, .HaWs., elog. Griff, S. 7.90, Gchwedisch-Lü»erhandschuhe, alle Größen und Farben, S. 4.80, „Mem"-Toiletteseifen, norm. Gr., fein pars., alle Gerüche, nur 40 Groschen, 1 Flakon feines Kölnertvasser 80 Groschen, „Mayami"-Eau de Cologne S. 1.—, „Mayami"-Cremeseife. S. 1.—, Eau de Cologne Russe „Mem" gr. Kristallflakon, S.2.—. Bei -jedem Einkauf ein wertvolles Geschenk. Besichtigen Sie die neu dekorierten 38 Schaufenster! E Stosseinkaus ist Bertrauenssache. 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Aerztliche Prüfungen bei Erkrankungen der Unterleibsorgane haben festgestellt,, daß das Franz- Josef-Wasser sicher.lösend und immer gelinde ableitend wirkt. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. E Magen- und Darmleidende nehmen mit besten: Erfolge „Bolucarbon", zusammengesetzte T i e r k o h l e-Tabletten. Die Bolucarbonrabletten sind bestbewährt bei chronischen und akuten. Magen- und Darmbeschwerden und Verdauungsstörungen. Sie^ sind von ersten ärztlichen Autoritäten warm empfohlen. So schreibt Hofrat Prof. Dr. N. Ortner, Vorstand der zioeitou medlzinischen Klinik in Wien: ,Lsch bestätige Ihnen auf Fhren Wunsch gern, daß ich mit den Boluoarbontabketten Brcvdh, namenmch bei. abnormen Gärungs- und Zersehungsprozessen tm Verdauungskchnale, ■ sehr süfriedenftellende Erfolge erzielt habe." Hauptdepot Apotheke C. Bradh, Wien, 1.' Bez., Roi'entuvmstraße 18, Ecke Flerschmarkt. Täglicher Poswersand. E Abgespannt und matt fühlen sich ältere Leute, die an Verkalkung der Mutgefaße leiden. Ein vortreffliches, ärztlich erprobtes Mittel gegen Kalkaiblagermigen ist Radiosklorin, das das Mut auffrischt, geistige und körperliche Arbeitsfähigkeit stärkt und Kavkablagerungen vorbeugt. Der Radiumgehalt wird amtlich überprüft. Depot: Apotheke Bayer, Wien, 1. Pez., Wdllzeile 13. E Biel besprochen und bestaunt werden die neuer nHettvAnen FrühijahrSmodelle der Firma De l^fa zum Preise von Schilling 21.90. Inserat Sette 16. E Krupniks genialer Modemeisterschaft, der durchwegs hohen Qualität, der verblüffenden Vielfältigkeit seiner Artikel und dem konsequent befolgten Grundsatz des kleinsten Nutzens zugunsten großer Umsätze, war wieder einmal ein beispielloser Erfolg beschieden, zweifellos und unbestritten wie die längst anerkannte Führerschaft dieses Hauses, ^as in stetem Aufstieg 'atsächkich oft unmöglich Scheinendes an Güte, Eleganz und Mittigkeit zustandebringt. > umnjQc NNMwnwll m Ipi ®ff€tlH|PfW Wanten. New Yorker „The. Day" finde« wir eive interqsante Stüble von Mrtvam Jvnais, der wir kne folgenden Daten entnehmen: In den Bereinigten Staaten existieren 15 Städte und Distrikte, die nach 11 Juden benamrt sind. Es handelt sich um'jüdische PevsörMchkeiten, die im amerikanisHen Leben eine führende Rolle gespielt haben. Es gibt aber außerdem noch Ortschaften mit jüdischen Nanren, deren ursprüngliche Träger verschollen sirck». Andere Städte gibt es, deren Nomen zwar nicht an JWen evinnern, die aber von Juden bogrümdet und von diesen Gründem ihre Namen erhalten haben. Besonders der Staat Texas hat viele Städte und Bezirke,, die die Erinnerung an jüdische Bürger bewahren. Der Bezirk Castro «ist nach dem naturalisterteu fvanzÄstschen Juden Henry Castro benannt, der der Bahnbrecher in der Besiedlung des südwestlichen Texas war. 1842 kam Castro nach Texas und trat mit dem damaligen Präsidenten der Republik Texas, Sam Houston, in Verbim>rmng, der -ihn zum Konsul für Frankreich ernannte. Der Distrikt K a u f f m <tn n in Texas ist nach David Ka u s f m a n n, einem ausgezeichneten Politiker und Staatsmann aus der Frühzoit von Texas, benannt. Kaufftnann war das erste Kongreßmitglied, das Texas im Repräsentantenhause der Vereinigten Staaten vertrat. Außer dem Distrikt Kaufmann gibt es in Texas auch, eine S ka d t K a u f f m a n n, die nach Davi-d Kauffmann benannt ist. Die Stadt Waco in Texas wurde vom Juden Jacob Cordova erbaut, der ein führender amerikanischer Äergbaningenieur war und während des inexikani-schen Krieges 1845 als führender Mrtschaftsmann. hervortrat. Im Staate Florida Mt der Distrikt Levy die Erinnerung an David Levy Pulee wach, der 1845 den Anschluß Floridas an die Bereinigten Staaten durchsetzte und vollzog. Als er später eine Nichtjüdin zur Frau nahnr, legte er sich -den Namen Dulee zu, wps eine Verdrehung des Namens Levy ist. Die Stadt Mlee im Bezirk Nassau ist ebenfalls nach ihm benannt. Nulee war der erste Vertreter Floridas im Kongreß, der/Bereinigten Staaten; 1851 saß er im Senats der Vereinigten Staaten, als erster Jude, der in den Senat gewählt worden ist.' Der größte? Bezirk im Staate Georgia, dex Bezirk E m a n.u e l, trägt den Namen von David Em ü.v u e l, ^em sechsten Gomerneur von Georgia. Emanuel.lpar dev^rste Jude, dH,die Melle eines. Gouverneurs in.den Bereiyigten Staaten^bekleidete. Der große Emanuel-Bezirk trug früher den Namen „The State of Eman-uel". Während der Revolution war Emanuel eine führende Persönlichkeit im Staate Florida. Aaronsburg im. Distrikt Centre im Staate Pennsylvania wurde von Aaron Levy 1786 begründet. Die Stadt Frankstown in Pennsylvania tragt die Erinnerung an die berühmte patriotische PionierfamMe Fxanke.^^ Im Staate New Dork gibt es zwei jetzt mit der Großstadt vereinigte. Städte, die-nach Judm-benannt sind:.Be lmont Park auf Long Island ist nach August Belm.on t benannt, der vpr dem .Bürgerkrieg ein führendes Mitglied des Diplomatenkorps und amerikanischer ^Konsul in Oesterreich war; HartSdale im Bezirk Westchester ist nach -dem bekannten, demokratischen Politiker und Philanthropen^Emanuel B. Hart benannt. Die Stadt.Se.ligman .in Arizona, erinnert an Joseph S e l i g m a n, Änen der berlchmten. Brüder Seligman, die hervorragende.Kaufleute und Bankiers waren. Sie sind die Vorfahren der noch heute hochangesehenen Familie Seligman. Solomo.n.ville in dem glichen Staate ist nach Edward S o l o m o n, einem chemaligen Goldgräber in Arizona, benannt. Die,Stadt Ehrenburg tzn Arizona wurde 1873 von Mchael G oldwater begründet und ist nach Hermann Ehrenburg benannt, besten jüdische 'Zugehörigkeit jetzt angezweffelt wird. Die Stadt Al e xa n d e t im Staate Idaho, ist nach. Moses Alexander, dem jüdischen Gouverneur von Idaho, benannt. Die Stadt San Francisco erhielt diesen ihren Namen von Washington B.a r t l e t t, der der Sohn eines Juden aus Charlestanmit Namen Rodriguez war. Bartlett lvar 1849 Richter von San Francisco und 40 Jahre später gewählter Gouverneur von Kalifornien. Henry Castro aus Texas hat etn,e Stadt in Kalifornien begründet, -die seinen Namen trägt: Castro ville. Der Mississippi-Staat hat den jüdischen Philanthropen- Leopold Marks durch Benenn-ung der Stadt Marks nach ihm geehrt. Die Stadt Saddler in Illinois ist nach dem Juden Morris B. Saddler benannt, der 1890 Bürgermeister der Stadt, lvar. Der prominenteste jüdische Bürger der Südstaaten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Judah To uro. Nach seinem Tode wollte die Bevölkerung von New-Orleans ihm ein monumentales Denkmal setzen. Seine orthodoxen jüdischen Genossen aber setzten es durch, daß das Denkmal nicht aufgestellt und das auch keine Stadt und kein Bezirk nach ihm benannt werde, indem sie darauf hinwiesen, daß die Errichtung von Denkmälern und Benennungen von Orten nach einem Menschen mit den orthodoxen Glaubensrcgeln nicht vereinbar ist. Einige'seiner christlichen Verehrer setzten aber die Benemiung einer Stadt nach ihm durch. Es ist dies,die Stadt Toro. Um die orthodoxen Juden nicht vor den Kopf zu stoßen, wurde der Name Touro in Toro abgeändert. Die Städte E m an ue l in Kentucky, Kaplan in Lousiana, Levy in New Mexico, F e l d m a n ijn Arizona, L e v y s in Süd-Carvlina, Edelstein in Illinois und Gold mann in Arkansas erinnern an Juden, es ist aber nicht mehr sestzustellen, nach lvem sie benannt worden waren. Kim Wische LheosslchengrmeWe in Fudiea. In Indien, dem Lande der vielen Setten ist, wie uns aus London berichtet wird, nunmehr auch eine tkiisdisch-theosop hische Gelellsckaft mit dem Hauptsitz in Ajdar entstanden. Die Gesellschaft erklärt einen Bestandteil der allgemeinen theofophischen Bewegung zu bilden und nennt sich „Verband jüdischer Theosophen". Ihre Aufgaben erblickt diese Gesellschaft in der Ersorschunq des Judentums im Lichte der Theosophie und der Theosophie im Lichte des Judentums, ferner die Verbreitung der thcosophischen Lehre unter den Juden und schließlich die Förderung der Ziele der theosophischen Bestrebungen. iChaxakteristisch ist, daß der Verband jüdischer Theosophcn vor allem daran ging, eine jüdisch-theosophische Synogoa» zu erbauen. Jubiläum VeS Kttltmlv-orsteHers Josef Stein in Zwittam Leute begeht der Vorsteher der Zwittaner jüdischen Gemeinde, Herr Josef Stein, seinen 70. Geburtstag und wird aus diesem Anläße Gegenstand zahlreicher Ehrungen sein. Herr Stein ist das sicherlich seltene Exempl«ü>r eines Gemeindevorstehers, der seit vierzig Jahren — seit der Gründung der jüdisch. «Gemeinde Zwittau, ununterbrochen an der Spitze seiner Gemeinde steht. Sämtliche Eimrichtungen der Gemeinde, so auch der vor 25 Jahren erfolgte Bau der Synagoge sind seiner Initiative zu danken. Als Herr Stein sein 25jähriges AmÄjn'bilckum feierte, wurde oieses Datum durch die Anbringung einer Gedenktafel zur Ehrung des beliebten Vorstehers in der Synagoge ge feiert. idl-Manoth* sind doch fn Geachomck uqd Qualität unübertroffen und werden unter streng orthod. Aufsicht des Rabbinaftes der isr. Kultusgemefnde Wien hergestellt. Oie Mszzoth werden aus dem feinst e.n Mehl der Budapester OlseiamÜlne erzeugt. Feit vielen Jahren genießen die MSchmid!-MazzothN das beste Renommee und sind als die besten bekannt. Ueber Herkunft upd des Mehles erliegt, bei mir zur freien Einsichtnahme der -Utfsn des Ebrw. Herrn Jescnaje LI Iberstein, OberrabWners der aut orth. Qemefnde Waltzen. MU«»ee' »EeM«aWWW'-U»lNes sd«W»MEa t zentrale: n. Brodetzki, ifl.v LeopoldS9asse43 Generalvertreter; Albert Körner und Jakob Weiss Filialen; IL, Qlookengasae 22— II,, Untere Augartenstraaee 26

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