Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2895 (20.3.1927)
- Date
- 1927-03-20
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2895 Me», Sonntag Wiener Morgenjettnng «8k 7 Letzte Nachrichten. HkSftSest -««Mttüue besucht de» eugUschk» «M. Paris, 10. März. Im heutigen Mnisterrat hat Präsi-ent Donmergue die Einladung de- Königs von England, am 16. Mai nach London zu fommert, angenommen. Die Regierung hat Seschlossen, nach Jndo-Thina eine llntersuchungskommission unter dem Vorfitz eines Staatsrates zu endenden, um das Verfahren bei her Konzefsionserteilung in Darlac einer Prüfung zu unterziehen. Ae Kümpfe iu L, London, 19. März. „Times" melden aus Haifa, daß in der Gegend von Ho ms bei einem größeren Gefecht Wischen Aufständischen und französischen Truppen die Aufständischen größere Verluste, -darunter mehrere Tote, erlitten hätten. Der M«orMe»block in Pole«. Warschau, 19. März. Wie der „Robotnik" meldet, -treffen die nationalen Minderheiten bereits Vorbereitungen zu den in Aussicht genommenen Wahlen. Die Initiative dazu gcht von den Deutschen Und Juden aus, welche die Wiederherstellung des MlnorrtätcnL.'ockes vom Jahre 1922 »nstreben. ES handelt sich ihnen vor allem darum, die Ukrainer zum Anschluß zu Setvegen. Die ukrainischen Verbände verhalten sich vorläufig ablehnend und dies hauptsächlich deshalb, weil seit der Ermordung des Ataman Petljura eine starke Spannung zwischen ihnen Und den Juden vorhanden ist. kia Urahne des Mensche« entdeckt? In der Nähe von Bilaspur (Indien) ist der Unterkiefer sowie Teile -des Oberkiefers eines fossilen Menschenaffen entdeckt worden, der nach Ansicht der Wissenschaftler vor nahezu einer Million Jahre lebte and für einen -direkten Vorfahren des Menschen gehalten wird. Dr. Pilgrim vom geologischen Vermessungsdienst -der indischen Regierung, der sich eingehend mit dem Funde besaßt hat, ist daran, eine Denkschrift über seine Entdeckungen auszuaröeiten, die eine außerordentliche Ueberrafchung für die wissenschaftliche Welt bedeuten dürfte. Der Gelehrte hält es für nicht wahrscheinlich, daß die Lösung des Geheimnisses der Abstammung des Menschen in Indien gefunden wurde. MM, wo hast du Seme Haare? In Rengw dt adria. an de: Straße ron-Messina, hat sich ein Diebstahl unter so komischen llmftäitbcn zugetragen, daß sämtliche Reggio di a>. lauer, a!S sie daZ hörten, sich schief gelacht haben. Ter einzig ernsthafte Mensch unter ■ den siebzigtausend Seelen ist die Frau, die von dein Spitzbuben heiingesucht wurde. Sogar ihr Mann hat mitgelacht, und er konnte gut lachen, tveil er ivährend der verhängnisvollen Stunde beim Kartenspiel am Stammtisch die höchsten Trümpfe in der Hand hatte. Seine Frau lag im Bett, und sie dachte beim Einschlafen darüber nach, ob er wohl heute einen glücklichen Wend haben würde. Wenn er nämlich einen glücklichen Wend hatte, kam er sehr vergnügt nach Hause. — — Da ging die Türe ihres Schlafzimmers auf, und hereilt trat der Einbrecher. , Er durchstöberte im.Dunkeln mit großer sstuhe alle Schränke. Sie verhielt sich ruhig im Bett und dachte: er wird keinen glücklichen Abend gehabt haben! Nach einer Weile sagte sie im Tone zarter Fraulichkeit: „Geh doch ins Bett, tvas suchst bat denn da!" Da hörte man, wie sich jemand entkleidete. Schwei rend stieg der Einbrecher tu das andere Bett. Die Frau streckte ihren Arnt tröstend uad) dem Heimgekehrten aus. Hub da war es nun die Glatze ■ des Einbrechers, die beit Irrtum anfdeckte. Ais die Finger, die nach denr. Wuschelhaar griffen, den kahlen Schädel sptirten, gab es einen. Schrei, der den Einbrecher im 9!u ans dein Bett und aus die Straße schleuderte, wo er entkam. Dann kanr nach einem wirklich glücklichen Wend der Gentahl nach Hause, und es war nun seine Aufgabe, tröstend den Arm auZzustreckett. Am anderen Tage lachtett, iuie gesagt, alle Reggio di Mlabrianer. Heute lacht sogar ganz Jha ieu. Denn diese Nachricht drehte sich dttrch alle Rotationsntaschinen des Landes. Aber die Lokalredakteure waren bö^ich mtd verschlvei- 'itt den Namen der Betroffenen. versichenmg gegen verregneten Urlaub. Aus Berlin wird berichtet: Das Reichsaufsichlsamt sü. ic Privatversicherung hat einem großen Berliner Bersich^- rungskonzern die Genehmigung pt Aufnahme der Regcttversicherung erteilt. Die Gesellschaft hat diesen neuartigen Versicherungszweig bereits eröffnet. Ein Beamter, Angestellter oder Geschäftsmann kann mmmchr die K o - sten seiner Urlaubsreife gegen Regen versichern lassen. Tritt während des Urlaubes Regen ein, so hat er -Anspruch auf den versicherten Betrag. Die.Prämie ist abhängig von den an den einzelnen Plätzen statistisch erfaßten Regeumertgen. In gleicher Weise ist es möglich, daß sich ein Unternehmer, der für einen bestimmten Tag. eine Veranstaltung im Freien beabsichtigt, sich für diese Zeit gegen Regen versichern läßt. Auch für eine ganze Saison, also mehrere Monate, kann sich ein Unternehmen gegen Regen versichern lassen. Wiener Modefanst durch ÜB nnüiierfFflffenen Schiel! edelste Qualität überwältigend reiche Auswahl und durch Krupniks berühmt gewordenes Prinzip des Kleinsten Hirtzensi Unsere feinen Kasha-, Fresko, Charme-laine- und englischen Mäntel, gediegenen Covercoats, unsere reizenden Complets aus edelsten Materialien, Trotteur- und Sportkostüme, entzückenden Nachmittagskleider und Riviera- , Toiletten sind bol durchwegs nur erster Qualität ungemein preiswert und daher allen erreichbar. .KAISERSTß. 20. März 1927 20, Mrz. 2as Wetter. Gestern hevchHte vxrrWös Vorhersage övueri das her Temperatur dächte Mchmon. Ein vermißter Lehrling. - < Unter selcht man Umstand«? wird «v IMHrige Selcher» lchrling Leopold Rican vermißt. Der JuE wurde am 8. d. Dt. vormitt<mS von letinoin Meister in die Grohmarkthalb' qMstckt, mn Wtrrst zu kiefern. Cr war «schon oft damit betraut worden und hat Beiträge bis zu 4060 Schilling ehrgsnommeu und richtig abqMchert. Ritan -kicherte auch daS Wurstzeug ab und bekam Ä0 CchMiiy dafür, kchr^o aW nM mehr, zu stimmt Meister zurück. ‘ v Gewalttäter. t Gestern geriet der Reisende Israel Smann in einem Gasthaus« in der Nauschürstraße mit bem HAssarbeiter Johann Bublik in cin-m Wortwechsel, in desiett VeAauf dieser ihm einen Messerstich in die rechte- Halsseite versetzte, so dos; Schubmann durch die ReÄUWsgch-ellchast aus die ImfaMati»' Tcbracht werden mußte. Schauturnen des „Makkavi 9/* Das große Repräsentationsseft dev jüdischen Turnen schüft, das an: Samstag, den 26. März d. I., 6 Uhr abends, in den Sofiensälen stattfindet, bringt außer einigen Sonderausführungen die Mitwirkung des Budapester Vivo es atlettrai Club. Anschließend an den turnerischen Teil, ab 11 Uhr, Tanz. Kapelle Ganalberger. — Karten int Vorverkauf 3 Schilling per Stück erhältlich'.im Vcreinsheim, 9. Bez., Liechtensteinstraße 20, täglich^von 7—10 Uyr abends, weiters bei BucWandluna R. Löwit, 1. Bez., Rotenturntstraße 23, Sportklub Hakoah, 1. Bez.. Wtpplingerstraße 24 (Cafe Altes Rathaus), KarterMkkeav Aida, 2. Bez., Taborstratze Ü. Sekbstmordversttch des Pfarrers von Fischau. Der Pfarrer Herinann Hilgarth von Fifchau im Burgenland, der, vor drei Tagen auf freien Fuß gesetzt, in seine Wohnung iu den Pfarrhof nach Fischau zurückaekehrt war, wurde gestern früh in seinem Bette bewußtlos aufgefunden. Pfarrer Hilgarch hatte eine große Dofis Beronal zu sich genommen und wurde nritteks Rettungsautos in das Allgemeine Krankenhaus nach Wiener-Neustadt überführt. Der Pfarrer hat keinerlei schriftliche Aufzeichnungen yinterlassen, doch dürste aller Wahrscheinlichkeit nach der Selbstmordversuch, der in dev ganzen Umgebung großes Aufschen erregt, mit der gegen ihn laufenden Untersuchung im Zusammenhang stehen,- Der Prinz von Wales gewinnt ein Rennen. Aus London wird geme-kd<-t: Der Prdny von Wäl-e4 gewann gestern auf eitlem Jagdpferd mt Rannen auf bem Regimen>ts-meeiti.ng der GardegtMtadtere m Bi-eester. Dies ist der erste Steg des Prinzen,' der -bekanMich stii! äußerst anibUonierter HinIdermsrÄter ist. Ms der. Prinz nach fehlerloser LMsolvierumy der 24 schweren Hindernisse der Rsmt- -bahn mit zwei Längen als Erster durch das IN gi-na gerieten die Jutsther auff beim Rennplatz tot einen MXf Fratldsnbauimal. . Streik der jugoslawische« Medizinstudenten. Aus Belgrad wird gemeldet: Wegerr der VerlöngetWrz der medizin-üjlcheu Studienzeit von fünf auf sechs Jahre sind die Mediziner der Belgrader Universität in «den Strerik getreten Die Medi.zmer von Agram und Laibach Haben ihre Sositzaviv erklärt. ... .. . Zirkus Adolf?.; . v; Heule Sairavla-g, 3 lüfjr uachait., FailniMeNVAvstelllnNg mit dsrq vollständigen gllänzend-em Märzprogrameni Um 8 Uhr derselbe Spiel plan, dazu als Eimage dpt Weltkamps u-m die Meisterschaften im Ri-rrg.^f Er-m-äßigte Preise! Frauenmilch —* 6 Makr? der Liter. > -, Durch die „Münchner Med. Wochenschrift^ erfahren ivir von einer neuen Rekordleistttng reichsdeuttchen Organtsatiortstalents. In Magdeburg wird Frauenmilch gesammelt. Die davon zuviel haben, geben an die ab, die Mangel daran leiden. Die Sammelstelle zahlt 5 Mark für den Liter, Solche . Sammelstellen wurden hie «und da in der Nach-« kriegSzeit eingerichtet und illustrieren als solche vielleicht mehr als alles andere das Grauen jener Jahre. Damals tnußten Frauen, weil man zu lange Zeit Gold für Eisen gegeben hatte, viel kostbaren Stoff für Lebensmittelkarten opfern. Jetzt soll natttrlichnur vom Ueberflutz und gegetr BezaMung geliefert werden. Und nicht nur von seiten der Armen. Ein Werbeplakat, gezeichnet von Käthe Kollwitz, wendet sich an die reichen Mütter, denen.Eh>renoiplome aH Entlohnung zugedacht sind. Moderne Wohnkultur. Moderne WohMckdur gehört ebeniso wie. gefällige und hygienische Midung heute schon zu den unbedingten LebenseoforderNissen. Nicht nur die Bauweise «muß diesem Prinzip Nechrmng tragen, auch die EtMichtumg der oinzelnen Wohnung, die Möblierung, ist in dort Bordevgvmtd des Jn-ieveffes getreten iirnib hat bereits seine Richblinien erhalten. Glatte, einfache, hell polierte Mste-n und Psychen harmonisieren mi-t prakttschen Messingbettett zu-m modernen Schlafzimmer; exakt gearbeitete, dunkel gchalteue SpeisM-mmer in Rem-issance-- Äer Barockstil erweüett den Eindruck e«ines diskret-vornehm gehaltenen «Salons. Schwere MGsauteuAs mit zierlichen Nanchttichchen mtd großen Bücherschränken ergeben ein sa«shio«nables Herrenzimmer. Darnt wieder lichte Küchenmöbel, den modermten Ansordernngen gerecht, tvelche die Hausarbeit um ein Viebfaches erleichtert. Kommt noch ein Lichtes, freuMicheS JmMnädchenzimmer hinzu, so muß in einem derart eingerichteten Heim, das jeden: FummewmiMed das Verweilen in der Wohmmg zur Freude macht, Glück und Zufriedenheit herrschett. DaS bGrenommierte MbÄhaus I. Wühl im 4. Bezirk in der SchÄfmHlgasia 8 hat itt seitten prächtigen A-uSstelliMgsräuimett etM große Auswahl demrbiger WoHrmugseinvichünitgen ausgestellt, von den setttstett LuxuSmöbelln bis ztt den pvgkttfchsn nno strapaMhigett MiiteGandSmöbeilit. Und wen-n man erst erfährt, daß me Träumte jeder Braut oder Hausfrau gar nicht so unerreichbar sind, daß sie insollge der billigen Preist wm» günstigen Zah- SungAbe-ingungeit recht bald reale WtvMchkei-t werden können, dann wird ein Besuch im Möbelhaus Wühl sicher nicht verlorene Zeit «sein. Wer viel bietet, bietet jedem etwas, kautet der Grundsatz des Firmenchess, der «in der gangen Branche nfa äußerst leistungsfähig und Md HeLamtt ist. Vor Pesiach. Die SchmidWelt Mazzoth, tvelche il^der von Nachau Brod etzk«! betrieben Fabrik in Ml-vridsdorf, Mengevg. Ist, hergestellt werden, haben atdch in diesem Jahre nicht nur den alten Kuiibvickreis zu haltet» sondern auch -cchlreiche neue Kunden zu erwerben vermocht. Allsei-M wird die ausgezeichnete *