Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2885 (10.3.1927)
- Date
- 1927-03-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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«ncm* vi9f0fn|i mng 10. Mürz 102? Seite 6 Mrder uad berühmte Lrarnalikr. An einem NoveMberabend 1860 wurde harter dem Moskauer Stabtwall die Leiche einer jungen Fmu gefunden. In der Leiche wurde die Französin Louise Simon-Dimanche, die Gebiebte des Gutsbesitzers Alexander Snchowo- Kobylin, erkannt. Die Durchsuchung «im Hanse Snchowv- Kobylins förderte belastendes Material zutage. Suchowo- Kobyttn wurde festgenommen und unter Anklage gestellt. Nach einigen Tagen wurde er jedoch auf freien Fuß gesetzt, da vier seiner Leibeigenen ein angeblich freiwilliges Geständnis abgelegt hatten, die Ermordung der Frairzöstn sei von ihnen auSgesÜhrt worden. Die vier Leibeigenen wurden öffentlich durchgePSrischt, mit glühendem Eisen gebrandmarkt nnd noch Sibivken verschickt. Der Fall gÄt einige Zeit als erledigt, doch mutzte bald die Untersuchung von neuem aufgenommen werden, da die verurteilten Laiibeigenen behaupteten, das Geständnis sei chnen erpreßt worden und der eigentliche Mörder sei Suchowo-Kobylin gewesen,. Ans persönliche Anordnung des Zaren wurde der reiche Lebemann zum zweitenmal in Haft genommen. Die Sache begann eine fatale Wendung für ihn zu nehmen. Da kam chm aber feine Famölie zu Hilfe. Seine Schwester und Mutter intervenierten in den Hofkreisen, das Gold floß in Strömen, und -dos Ende war, daß Suchowo- Kobylin Wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Die Angelegenheit wurde ad acba gelegt. Die spätere Forschung hat einwandfrei fesbgestellt, daß Suchowo-Kobylim in 'der Tat der Mörder der Simon- Dimanche gewesen ist. Er war im Begriff, eine reiche Moskauer Aristokratin zu heiraten und wollte daher seine Geliebte loswerden. Da sie sich aber weigerte, freiwillig Moskau zu verlosten, so wurde sie van ihm beseitigt. Das war der Hergang des Vorfalles, der merkwürdigerweise für die weitere Entwicklung des russischen Dramas von großer Bedeutung war. Suchowo-Kobylin war bereits am Ende der Vierzigerjcchre als Verfasser geistreicher Theaterstücke in den Moskauer Gesellschaften bekannt. Von Liesen früheren Werken Suchowo-Kobylins ist nichts erhalten geblieben, was hmlänglich davon zeugt, daß der von aller Welt verhätschelte Salonlöwe seinen literarischen Hebungen keinen Wert beimaß. Die Erlebnisse während seines Prozestes haben jedoch sein Gemüt vertieft und sein Talent gereift. Die auffallendste Erscheinung, die seine Aufmerksamkeit erregte, war die allgemein« B e st e ch l i ch k e i t, die damals in Rußland herrschte. Daneben hatte er reichliche Gelegenheit gehabt, den langsamen Trab deS rustischen Amtsschimmels, die unnötige Quälerei, die den Opfern der amtlichen Zwickmühle verursacht wurde, und die allgemeine Gebrechlichkeit des russischen BerwaltungSapparates vor der Aufhebung der Leibeigenschaft aus eigener Erfahrung kennenzulernen. Das Ergebnis dieser Erlebniste und Beobachtungen waren die drei berühmten Sittenkomödien „Der Prozeß" („Delo"), „Kre cinfkij s Hochzeit" und „Tarek'kins Tod". „Kreeiirflijs Hochzeit" ist noch zu Lebzeiten des Derfasters ein Repertoirstück der besten russischen Bühnen geworden, die anderen zwei Komödien wurden erst nach seinem Tode berühmt. Diese Stücke, die zusammen eine Art Trillogie bilden, sind bühnen technisch glänzend montiert, sprühen van Geist und Witz und reichen in ihrer Wirkung weit über ihre Zeit hinaus. Das russische Theaterpublikum ergötzt sich heute an diesen Stücken mit der gleichen Begeisterung, wie vor 2V und 30 Jahren. Mehr noch als dies: das theatralische Moskau macht zur Zeit eine wahre Suchowo-Kobylin-Renaissanoe durch. Gegenwärtig werden seine Komödien in zwei Theatern en suite gespielt. Großer SInbruch in der Fnnere« Stadt. Biele wertvolle Pretiosen gestohlen., Gestern nachts sind unbekannte Täter vom Kanal aus nach Durchbrechung der Mauer in den Keller des Hauses Seilerstätte 11 gedrungen und sind dann in die Räume der Autobestandteilniederlage Julius Klein gelangt. Die Täter erbrachen zuerst im Kassenraum eine eiserne Kasse, in der sie einen Barbetrag von 1300 Schilling, sowie eine Sammlung von 17 überaus wertvollen goldenen Dosen und andere Schmuckgegenstände vorfanden. Dann sprengten sie im Cheszimmer einen Schreibtisch auf und fanden hier sieben weitere Zigarettendosen vor, sowie andere Schmuckgegenstande, wie Borlenkrawattennadeln, mit Brillanten besetzte Dosen, Brustknöpfe mit Perlen, Silberfeuerzeuge ufw. Dann'drangen die Einbrecher in das Schretbzimmkr bes Ingenieurs der Firma, sprengten hier eine ziveits Kasse auf und erbeuteten 663 Schilling. Dann versuchte» sie eine dritte Kasse auszusprengen, was ihnen aber nicht gelang. Der Schade wird vorläufig auf etwa 18.000 Schilling geschätzt. Morgen wird der Ralhanekeller wieder eröffnet. Die gestrigen Verhandlungen «c«s Besitzers der Pamher» brau ' am Judenplatz, Otto Kaser er, mit dem bisherigen Pächter des RalhauskellerS Hübner und dem Bizebürger- «leister Emmerling und Stadtrat K o k r d a führten zu einem befriedigenden Resulta:«. Der formell« Abschluß ee» Pachtvertrages erfolgt heute. Die Wiedereröffnung de» Rathauskellers erfolgt Freitag nachmittags. Der neu« RaihauNkellerwirt Kaferer hat in den Jahren 1018 bis 1832 >den GastwlvtschaftSbetvisb im Kriegsministovtmn, später den Konstantinhügel betrieben. Wie». 10. Mär». Das Detter. Me Berschüechwrang der Wetterlage datiert weiter an. Hetzer Oesterreich sind gestern lebhafte Westwinde einyAllen. Die Vorhersage lautet: Veränderlich, westliche Winde, keine wefentliche DemperattlrverSnderung. 32.876 Fremde im Februar. Im vergaivgenen Monat waren 32.876 polizeilich gemeldete Fremde in Wien, gegen 33.060 i.m Februar 1926. Die Besucherzahl in diesem erfahrungsgemäß schwächsten Fremdenverkehrsmonat ist also nahezu unverändert geblieben. Steigerungen gegen das Vorjahr weifen folgende Länder auf: Oesterreichische Bundesländer 13.383 (12.577). Amerika 77b (652), Deutschland 3156 (2965), England 422 (324), Polen 1414 (1196), Schweiz 317 (181). Telephonoerkehr. Am 14. März werden die Telephonämter Daumgarten an der March (politischer Bezirk Gänserndorf) und Groß- MeinhartS dem Verkehre übergeben. Die LustbarkeltSabgabe für Kinos. Eine Abordnung des Bundes der Lichtspieltheater sprach gestern bei Stadtrat Breitner vor, um auch für die mittleren KinoS (B-Detriebe) di« Steuerermäßigung zu erwirken, die den kleinen Kinos (C-Betrieben) gewährt wurde. Stadlrat Breitner erklärte, daß der Magistrat bereit sei, die Verhältnisse in den 28 mittleren Kinobetrieben zu überprüfen und dann zu entscheiden, ob eine allgemeine Begünstigung,, für die im Gesetz die Möglichkeit besteht, durchführbar sei. Hingegen müsse eine allgemeine Herabsetzung der Lustbärkeitssteuer für die Kinos aögelehnt werden, »veil die großen Betriebe auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen als gutgehende Geschäfte bezeichnet wemeu können und die Steuer in der jetzigen Höh« durchaus angemessen sei. E Personalnachricht. Herr Ludwig Dato hat sich mit Frl. Grete Vogl (Brünn) verlobt. Ein Eifersuchtsdrama. Der 25jährige Waffenmeister der 3. Schtvadron in Stockerau, Robert Chmel, hat gestern feine Braut, die 28jährige KaffeebauAassierin Rosa Bayer, angeschossen und schwer verletzt. Eifersucht ist das Motiv der Tat. Ein vergessener Hakenkreuzprediger gestorben. Auf dem Heiligenstädter Friedhof ist am Dienstag der Rsgierungsrat Dr. Katt Hussuagl bestattet worden. Zn dem Begräbnis hatten sich nur schr ivenigv Leidtragende eingeftmden. — Dr. Husfmgl ist der eigentliche Name des deutschradikalen Schriftstellers, der als Karl PafnmgartteN die aiftigfk Pogromhetze betrieben hatte. Unter dem Pseudonym Nithart Stricker hatte er in früherer Zeit auch an der „Muskete" mttgeavbeitet. Zionistischer Kulturabend in Banska Bystrira. Man schreibt uns aus Banska Bystrica: Di« neu«, gegründete Ortsgruppe des Zionistischen Frauen-Weltverbandes „Wtzo" veranstaltete einen Abend, dessen offizieller Teil geistiger Kultur gewidmet war. Die Präsidentin Fr. Rabb. Dr. Schönfeld hielt die Begrüßungsansprache, Frau Milka Weiß referierte über den Roman „Jud Süß", Rabbiner Dr. Aron Schön selb sprach geistvoll über das Thema „Der Cherem des Rabbi Gerschom", Massenvergiftung durch Spiritus. In einem ostgal-izifchen Dorfe kein es, wie aus Lemberg berichtet wird, zu einer Massenvergistung durch den Genuß von ungereinigtem Spitttus. Eine aus ungefähr 50 Köpfen bestehende Hochzeitsgesellschaft erkrankte an schweren Vergiftungserscheinungen. Zehn Personen sind inzwischen gestorben. Zwei Kaufte»!« wurden verhaftet. Vogelfedern, die nicht waschecht sind. Der in Afrika heimische Turako aus der Gattmrg de, Pisangfresser darf sich des Glückes erfreuen, daß sein buntes Feoerkleid in der Putzmacherei nicht verwendet werden Kinn, da es im Wasser nicht die Farbe hält. Ein besonders schönes Stück der Gattung ist am Senegal heimisch und dort als Glockenvogel bekannt. Er trägt seinen Namen wegen seines eigentümlichen RufeS, der in so regelmäßigen Zwischenräumen erschallt, daß er den Eingeborenen als Zeitmesser dient, nach dem sie ihre Arbeit regeln. Die Drrakos haben ein weiches Federtleiv und Keine Köpft, die einen bunten Federbusch tragen, in dem die Farben Rot und Grün vorherrschen. DaS merkwürdigste ist, daß, wie die Versuche bewiesen haben, die Farbe der Federn im Wasser löslich ist. Jnfolgodessen ist der Vogel auch nicht wie andere exotische Arten der Verfolgung ausgesetzt. Die Dame, die es sich einfallen ließe, den bunten Schopf des Turako als Hutschmuck zu benützen, würde in der Tat, wenn sie im Regenwetter ausginge, eine ärgerliche Ueberraschung erfahren. JÜDISCHE WEIT Priifideut Mafaryks PaMinareife. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Der Ankunft tes Präsidenten der tschechoslowakischen Republik, Pros. Th. E. Masarhk, in Palästina, obgleich er inkognito reist, wird mit größtem Interesse entgegengesehen. Präsident Masaryk, der auf seiner Reise von feiner Tochter und einem Becrmtenstab seiner Präsidialkanzlei begleitet wird, hat in einem Jerusalemer Hotel für sich und sein Gefolge zwölf Zimmer bestellt. Die Ankunft in Palästina erfolgt am 6. April. 15-000 jüdische Waisenkinder in Warschau. In Warschau fand vor einigen Tagen im Verband 'der Zentralstellen für jüdische Waisenversorgung eine Pressskonferenz statt, in welcher die Direktoren Schneurfon und Neustadt sowie Sej'mdeputievter Levinsohn Mitteilungen über jüdische Mai'senvrziehunMragen machten. Dem Verband obliegt zurzeit die Aufsicht über mehr als 15.000 jüdische Waisenkinder. Unter den Kindern, die während der KriegSjahre geboren wurden oder ihre erste Kindheit verlebten, ist ein erschreckend großer Prozentsatz , nervöser oder psychisch kranker Kinder anzutrefftn. Diese Zöglinge können weder in Anstalten zusammen mit gesunden Kindern erzogen, noch auch zu Handwerkern in die Lehre oder kn Handwerkerschulen ausge bildet werden. Der Verband mußte in Otwock eine eigene Erziehungsanstalt schasftn. Gegenwärtig hat er mit einem Jahresbudget von sechs Millionen Zloty zu rechnen. verband hebrSWsvrechender Aerzte in Amerika. Vor einigen Tagen fand in ..Netvyork die erste Versammlung des Verbandes hebräischsprechender Aerzte in Amerika statt. Eine sehr große Zahl von Aerz'en wir erschienen. Es wurden mehrere Referate über Palästina und die hebräische Universität gehalten. Sämtliche Anwesenden traten dem neuen Verbände bei und über Wunsch einiger Gäste wurde beschlossen, als außerordent'iche Mitglieder auch solche jüdische Aerzte aufzuuehmm, welch: Freun'e der hebrci'ch n Literatur und Fachbildung find, wenngleich sie selbst der hebräischen Sprache noch nicht mächtig sind ffltfWtaec Kosfowsky mit der Herstellung einer Talmud« Konkordanz betraut. Das Institut für jüdische Studien an der Hebräischen Universität zu Jerusalem hat den bekannten Gelehrten Rabbiner Kossowskh. Verfa'.fer der Mischnah-Konkordanz, beauftragt, eine Konkordanz des Talmud Mufasien. Die Arbeit ist für eine Dauer'von fünf Jahren berechnet. Ein jüdisches Massenmeeting in Zagreb. Man schreibt uns aus Zagreb unter dem 7. März; AIS Anstatt der Werbeaktion für den Keren tzajeffod wurde am 6. d. M. tm dicht gefüllten Makkabi-Saale ein Meeting veranstaltet, an dom Juden aller Richtungen und Repräsentanten aller jüdischen Institutionen und Vereine Zagreb» teilnahmen. Der Präsident der Kultusgemeinde. Gemeinderat R.-A. Dr. Hugo Kon, wies in seiner Eröffnungsrede auf die Ä kulturelle und allgemein menschliche Bedeutung des naauftaueS hin. Nach ihm sprachen der Großrabbiner von Jugoslawien Dr. Zsak Alkalay, der Präsident der Belgrader jüdisch-sepharoischen Kultusgemeinde Dr. Salo- .non Alkalay und die Präsidentin des Betzrader Frauenvereines Frau Jelena De Maho. bemerkenswert waren noch die Ausführungen des Vorsitzenden der Belgrader B'nei B'rith-Loge Dr. Bukic-Pttade, der namens dieser Loge alle Juden ohne Unterschied der Gesinnung aufforderte. an der Errichtung der Heimstätte fiir das jüdische Voll in Palästina mitzuwirken. Den Höhepunkt des Meetings bildete die großangelegte einstündige Rede des Delegierten des K. H.-Direktoriums aus Jerusalem Herrn Professor Pazi-Golomann, der die Probleme und die Lage des Judentums in der Verstreuung und im neuen PMstina Milderte. Die Zentralkommission des Keren Hajessod für die Tschechoslowakei hat sich, wie uns aus Prag berichtet wird, am 6. März im Jüdischen Rathause konstituiert. In das Präsidium wurden die folgenden Herren gewählt: Dr. Ing. Armin Weiner, Brünn, als Präsident; Herbert Fuchs-Rob eltin, Prag, Oberfinauzvat Dr. Friedrich Katt Pick, Prag, Oberinspektor Hugo S'lonitz, Prag, als Vizepräsidenten; Ernst Freud, Prag, Ing. Max Singer, Brünn, «Äs Revisoren; Dr. Arthur Bergmann, Dr. §u«o Herrmann als Schriftführer. Herr Dr. Ing. Armin Weiner erklärte, er werde sich bei seiner Arbeit nur von einem Leitmotiv lenken lassen: Angestrengteste Arbeit für Palästina. Herr Dr. Hugo HerrmaNn erstattete ein kurzes Referat über die feit der letzten Konferenz geleistete Arbeit, worauf noch einige Angelegenheiten erörtert wurden, welche in nächster Zeit in Angriff genommen werden. Eine Alltogrammsaminlung für die Jerusalemer Universitätsbibliothek. Dr. Abraham Schwadron aus Galizien, der im Laufe von 31 Jahren eine einzigdastehende Sammlung von 2700 Autogrammen und 1300 Photographien bekannter Persönlichkeiten angelegt hat, hat seine Sammlung der Hebräischen Universitätsbibliothek in Jerusalem übergeben. Ein Schriftstellerheim in Palästtna. Der Stadtrat von Tel Awiw hat der Gesellschaft palästinensischer Schriftsteller ein Grundstück zum Aufbau eines Schriftstellerheimes zur Verfügung gestellt. Die große JeWiwah in Jerinfalem. Die Eigentumsurkundeu über den Boden für Die auf Initiative des Oberrabbiners A. I. Köok in der Jerusalemer Vorstadt Beth Hakerem zu erbauende Welt-Jefchsiwah wurden bereits dem Jeschirvah-Komitee übergeben. Der Boden umfaßt 20 Dunam. Die erste Bluttransfusion im Jerusalemer Hadassa-Spital. Aus Jerusalem wivd uns berichtet: Im hiesigen Hadassg- Spttal stand ein jüdischer Arbeiter in Behandlung, der laut Ansicht der Aerzte nur durch eine Bluttransfusion am Leben erhalten werden konnte. Es meldeten sich dreißig gesunde Männer, die bereit waren, das erforderliche Quantum vou ihrem Blut zur Rettung des Arbeiters abzugeben. Die Transfusion wurde erfolgreich durchgeführt und der Kranke befindet sich auf dem Wege der Besserung. Filmaufnahmen deutscher Siedler in Palästina. Wie mi£ aus Jerusalem berichtet wird, begibt sich dieser Tage. eine deutsche Gruppe von Fil-moperateuren nach Palästtna, um dort im Auftrag« einer deutschen Filmunternehmung Mfnahmen aus dem Leben und die Kolonffattonslätigkeit deutscher Siedler in Palästtna aufzunchmen. Der Völkerbund im Film. Ein bekannter fmnzöfischer Filmautor, Henry Dupuy Mazuel, der u. a. auch das Manuskript des FibM „Das Wunder der Wölfe" geschrieben hat, will den Bölkerbuud zum Gegenstand eines neuen Films muihen. Das Manuskript ist bereits geschrieben und trägt den Titel: „Die kleine Schreibmafchinistin 'des Völkerbundes." Auch dieser Film soll, wie die übrigen Filme Mazuels, von dem Regisseur Raymond Bernarp inszeniert werden. Die Leiden Künstler wollen aMßlich der Septembertagung des Völkerbundes das Milieu genau studieren; doch rst Mazuel bereits jetzt für kurze Zeit in Genf eingetroffen und hat dort auch schon Briand besucht, dem er feine Pläne auSeinandergesotzt hat. Karlsruher Aussterlung für Friedljvsdkjunst. Aus Karlsruhe wird uns mitgeteiltr Die Geistlichkeit der beiden christlichen Konfessionen und der Oberrar der Jftaeliten haben der großen Ausstellung für Friedhofskunst, die erstmals in Karlsruhe veranstaltet rvird, ihre Unterstützung zugesagt. Der Oberrat der Israeliten veranstaltet mährend der Ausstellung durch den Kustos der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmaler in Frankfurt einen Vortrag Wer jüdische GrcchmarkunL