Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2881 (6.3.1927)
- Date
- 1927-03-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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6. März 1927 Seite Men, Sonntag Wiener Msrse«-rtt»»s Rr. S8SI Wagncr-Jaurc>gg x>al io Pc 3 Werk der beiden großen jüdischeu Syphilis-forscher Ehrlich und Wassermann gekrönt. Während' deren Methodik die Heilung der Syphilis inaugurierte, war man den Folgekrcnkhenen der Syphilis, der Paralyse und Tabes, doch nicht gewachsen. Bis vor wenigen Jahren galt scher Paralytiker al-s verloren. Heute kann man geradezu von der Heilbarkeit der Paralyse sprechen, wenn diese rechtgerng in die ärztliche Behandlung kommt. Über dieser neue Veha>ndlungZweg hat auch auf den Ausbau der therapcur.schen Technik auf andere Gebiete befruchtend gewirkt. Noch von seiner Grazer Tätigkeit her datieren die bodeu- :enden wissenschaftlichen Arbeiten Professor Wagner-Jaureggs über den Kretinismus, der in Steiermark bekanntlich endemistisch auftritt. Auch hier hat der Gelehrte Curch die Jnaugurierung der Schilddrüsenbehandlung bahnbrechend gewirkt. Ihm ist auch der Gedanke der systematischen Joddehank-- iung der Bevölkerung zum 'Schuhe gegen den Kropf zu verdanken. To kann Professor Wagner-Jauregg als Gelehr:er auf große wissenschaftliche Erfolge zuvückblicken, <Ler man würde seiner Persönlichkeit nicht gerecht werden, wollte man den Arzt und Menschen in Wagner-Jauregg nicht berücksichtigen. Als ausgezeichneter Mensch war er seinen Aerzten un» Schülern ' st eis das'Vorbild eines hilfreichen Menschen, der seine Schüler stel-Z gefördert hat. Durch und durch gcr ' t denkend, kennt er keine raffen- und konfessionellen Unterschiede Bei der Förderung seiner Mitarteitr, von denen viele läNgst'üc kannte Namen aufweisen, wie die Professoren Reimann, Pilrz, Sträußler, Ma.'touschek, Schilder» Pöhl, Stransky, Gerstmann, Herschmann und Econoino. Große Verehrung genießt cr bei den Patienten, auf die das ruhige, bescheidene Wesen seiner markanten Persönlichkeit stets wohltätig einwirk:. Groß ist das Kontingent seiner jüdischeu Patienten denen er stets viel Geduld und großes Verständnis für ihre Eigenheiten und Gebräuche cntgegenbringt. Professor Wagner-Jauregg gehör: auch zu den wenigen Professoren der Wiener Fakultät, die stets Schritt halten mit den modernen Fortschritten. Er verschließt sich deiner Neuerung. So hat er wiederholt Stellung zur Frage des Okkultismus und Meöizinismu-s genommen, und hat sich durch wissenschaftliche Untersuchungen redlich 'bemüh:. Licht in dieses bisher dunkle (Wbiet zu bringen. Trotz seiner vielfachen beruflichen Ueberbürdung findet er die Zeit, auch zu den sozialpolitischen Fragen Stellung zu nehmen. Er findet cs nicht unter seiner Würde, dem herrte so schwer bedrängten wirtschaftlichen Stande der praktischen Aerzte mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Palästina als die Schweiz des Sklevts. Ein Bortrag des Professors Basch in Gens. ÄuS Genf wird uns geschrieben: Vor einigen Tagen toetlte hier der bekannte Professor der Pariser Sorbonne und Politiker Viktor Basch. Die hiesige zionistische Organisalion veranstaltete zu Ehren des Gastes ein Bankett, an welchem nicht nur Zionisten, sondern auch Vertreter der Behörden tti-inahmen. Nach ' den Begrüßungsreden des Oberraböiners A alitzer, des Präsidenten der zionistischen Organisation Adler und'des Präsidenten 'der Keren Hafessod-Kommiss-ion. Dr. Manczik, sprach Professor Basch. Die dramatischeste Periode' seines Lebens — sagte 'der Redner — war die Affäre Dreyfus, die chn wachgerüttett und ihn: die Pflicht ausgedrängt habe, aus seiner Einsamkeit. 'hervorzutreten und unter die Menschen zu gckhen, um dort für die Emanzipation der Menschen zu arbeiten und für die Wiederherstellung des Rechtes und der Gerechtigkeit zu kämpfen. Den Kulminationspunkt der Affäre Dreyfus bildete >der Prozeß in Renees, dem eine große Anzahl ausländischer Journalisten mit Spannung gefolgt war. Unter , diesen Journalisten befanden sich der Vertreter einer Wiener Zeitung, Theodor Herzl und ein Berliner Korrespondent, der spitzigste Schriftsteller jener Epoche, Max Rordau. Basch wurde mit beiden bekannt. Herzl drückte ihm gegenüber feine unendliche Verwunderung darüber aus, 'daß im Lande der Revolution um die Menschheitsrechte ein Antisemitismus erstehen konnte, der selbst in den barbarischen Ländern, wie Rußland usw. kaum verständlich gewesen wäre. Dieser Prozeß war es, der Herzl, diese Personlsizievung der Humanität, so stark inspirierte, daß er alles im Stiche ließ, um für alle den Pogromen ausgesetzten Inden eine Zufluchtsstätte, ein Heim und sin schützendes Dach zu schaffen. Er hat gleich Moses die Erfolge seines wunderbaren Unternehmens nicht mehr sehen können. Nordau, von ganz anderer Wesensart alz Herzl, wurde von einem phrophetischen Enthusiasmus ergriffen und zusammen mit dem großen Gelehrten Marmore! haben diese drei Männer das jüdische Volk zu dem ersten Ziomften-Kongreß in Basel gebracht. Der Enthusiasmus dieser bizarren Versammlung. von Iuderl aus aller Welt wirkte auf Juden und Nichtjuden fast wie eine göttliche Inspiration. Das Bild von der Größe des Ergebnisses dieser Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Palästina wird erst in der künftigen Generation vollständig abgeschlossen sein, in der Zeit, da die Kinder bereits die Schulen, in denen sie nicht vorwurfsvoll zu hören bekommen, daß sie Inden sind, bereits verlassen haben und ins '"fort hmausgetreten sein werden. Schon, stellt. sich der politische Friede in Palästina allmählich her und'dke arabische Opposition ist auch eine sttedlicheve geworden. Was, die Zukunft Palästinas und ihre Verfassung betvUt, meinte Professor Basch, daß in Palästina eine Art Schweiz j geschehen werden müsse, dessen Kantons .'-»m; nach ihrem historischen Uvsprmdg, sondern nach ihrer religiösen Zusamnrensetz-urrg, einen jüdichen-, eitlen arabischen und einen christlichen Kanton mit einem gemeinsamen Parlament bilden sollen. Die nächste Aufgabe des Gesamtjudentu ms der Welt ist jetzt das begmmenr Werk mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu fördern, seine Entwicklung möglich zu machen, denn wir haben auch eine seelische Verpflichtung gegenüber jstnen, die leiden. Die Rede Baschs, die auch sonst «ich an persönlichen Erinnerungen war, wurde mit großem Beifall ausgenommen. Sa» Massenmeeting de« Misrachi. Anläßlich des 25jährigen Misrachi-Jubiläums fand anr Mittwoch, den 2. März, abends, im überfüllten großen Festsaal des „Bayrischen Hofs" ein Massenmeeting statt. Fast alle Gemeinde- und Bereinsrabbimr Wiens waren anwesend. Die zionistischen Körperschaften und bei 30 Tempel-- und Bethausvereine entsandten offizielle Vertreter zu dieser Veranstaltung. Nach einer hebräischen Begrüßungsansprache des Vorsitzenden M. D. Groß, hielt Herr Rabbiner Dr. H offmann (Frankfurt a. M) seinen großzügigen Vortrag über das Thema: „Thora, Volk und Land". Er schilderte einleitend die große Bedeutung des Aufbauwerkes in Erez Israel, kennzcichnete den Anteil des Misrachi au biefetn Ausbcuttmrke und führte u. a. aus: „Was die Zionisten wollen, wollen auch die Mrsrachisten, sie wollen nur weit mehr. Der Zionismus erblickt in der Schaffung der nationalen Heimstätte in Erez Israel die Rettung aus der jüdischen Not. Die Misrachisten fühlen auch, und dies vor allem, die religiöse Not. Sie sehen den religiösen Niedergang im Westen und auch im Osten. Sie ersehnen daher die ncttional-e Heimstätte als Hort für den bedrohten jüdischen Volkskörper und die bedrohte jüdische Volksseele. Der Misrachi fordert und fördert daher den Ausbau Erez Israels iin Geiste der T h o r a u n d d e r j ü d i s ch e n T r a d i t i o n. Dsr Misrachi hat nicht allgemein zionistische und spezifisch religiöse Aufgaben; er hat nur ein.' einzige und einheitliche Aufgabe zu lösen: die restlose Verwirklichung des zionistischen Gedankens." Der Misra-ckK wurzelt vm Vollju l' «ntu m, ttn geschichtlichen JudsutuE-.n, u::d von dar Pflöge dieses Judentums hä.n:ni des Aufbauwerks Gsdeihm und Blühen ab. Dar Re-öner schilderte taim fcte kulturellen und religiösen Leistungen des Misrachi in dorn Vieoleljahehnudert seines Bestarides und ovtvähift dceboi, daß seit dom letzten Zicm>i>stenton>greß ein namhafter Betrag für rcbi veligiöse Zi recke in dorr Etat eingestellt wu.röe. In religiöser Hinsicht bleibt noch viel zu wünschen übrig. Allein nicht durch Klagen und Anklagen könunn wir die Uebel beseitigen, sondern durch hingebungsvolle Mitarbeit unb durch das eigene Beispiel. (Stürmischer Beifall.) — Nachher erfreute Oberkantor M a r g u l i c s durch seinen eindruckt'vollerr Vortrag hebräischer und jiddischer Volkslieder. Wer alle mB glichen HL et es et te A «a m m V m ßn onflMi i m m m H m ourchgemacht har und troy großer diüttscher Enrbehrungen keine Äewicktsabnahme erzielen konnte, versuche Dr. Hoffbauer^ Entfettunqstabletteu, die vor allein keine Aenderung der gewohnten Lebensweise verlangen und in kürzester Zeit Gewichtsverminderung bewirken. — Depot- Apotheke H. Bayer, Wollzeile Rr. 13 m m m m Sr» Kirchenskandal um BrauSrr. Aus Kopenhagen wird berichtet: In der Dom-' kirche in Roskilde, in der sich die Königsgräber des dänischen Herrscherhauses besinden, ist es am letzten Sonntag zu einem äußerst peinlichen Auftritt gekommen. Der Domprobst M a r t e n s e n - L a r s e n hatte gerade im .Rahmen seiner Predigt auch dem verstorbenen Georg Brandes ein paar Gedenklvorte gewidnwt. Er. sagte: „Neulich ist ein Mann gestorben, der auch zu den Großen des Geistes gehörte. Er war zwar ein Gegner des Christentums, aber darum dürfen wir uns doch nicht zum Richter darüber auswerfen, ob er Christi Feind war." Kann; hatte der Geistliche diese Worte geäußert, als sich ein älterer Mann erhob und laut schrie: „Er hat den Heiligen Geist verspottet, diese Wahrheit wufj einmal bekannt werden!" Der Ruhestörer war selbst ein' früherer Prediger, dessen Worte ungeheure Aufregung erzeugten. Trotz der Unterbrechung setzte der Domprobst seine Präsigt fort, als wäre nichts vorgefallen. Aber fanm hatte er geschlossen, als Pastor Heide r g — so hieß der Ruhestörer — sich wieder erhob und die Geinieinde zum Zeugen dafür auftief/daß das Urteil des Propstes allzu milde gewesen sei. Gott habe ihm die Zunge fünfzig Jahre lang gebunden, aber jetzt müsse die Wahrheit bekannt werden. Unr dem Sküttdal ein Ende zu machen, forderte ein anwesender Polizeioffiziec den Pastor Helberg auf, mit ihm zusammen , die Kirche zu verlassen. Der Störenfried war aber nicht dazu zu bewegen, sondern begab sich schließlich unter Protest in die Sakristei, wo er nach Schluß des Gottesdienstes dem D/)mprobst weitere Vorhaltungen für seine allzu milde Beurteilung des Heiden Brandes machte. LITHA60N Vorzügliche? Präparat gegen alle durch Gallensteine tesär Bestens bewährt auch gegen Magendrück, Aufstoßen u. Uebelkeiten infolge Magenüberladung. Aerztlich erprobt und begutachtet Erhältlich in allen Apotheken! Preis pro Flasche 4.80. — Erzeugung Alte Feldapotheke, Wien, I. Stephan splats 8 ®os Rett Rottet Schachturnier. Aus New York wird gemeldet: Von den vier Hängepartien des Sechsmeisterturmers, die nunmehr der Erledigung zugeführt wurden, halte Marsh-all drei zu absolvieren; davon verlor er .das Spiel gegen, A l fo ch i n und gewann gegen V i d m a r. N i e m z o w -i t s ch, der bei Abbruch seiner Partie gegen Marshall besser gestanden war und durch einen Gewinn Capablanc-a überflügelt hätte, ließ sich seine Gewinnchancen entgehen, wodurch 'das Spiel remis wurde. Dadurch, hat Niemzowitsch den. Cubaner oingeholt. D've Partie A l j e ch i n — V i d m a r ward'.' remis. Der Stand des Turniers ist also nach vollstänidiger Erledigung von neun Runden: Capablanca, Niemzowitsch je GA, Aljechin 4J/2, Bnnar 3/2, Marshall, Spialmann je 3. Wo noch der Schleiek herrscht. Wenn auch die türkische Negier-ungsform mit Harenr uuS Schleier gruiid'Iich aufgeräumt und die Frau aus dem vielhU'Nidertsährige'N Schatten ihres bisherigen DasÄns ins Helle Licht der Oeffentlichkeit gezogen hat, so herrschen doch in den größter; Gebieten 'des Jslatns die alten Sitten die die Frau in strenge Abgeschlossenheit verdammen. Bai den arabischen N o m a d e n v ö l l e r n werden die von 'dem Propheten befohlenen Gebräuche in aller Schärfe ausrechterhalten, aber auch in Ländern, in deiren die europäische Kultur bereits recht »veit vorgeschritten ist, wie in Indien und Aegypten, ist die Herrschaft des Schleiers noch nicht gebrochen, und es zei-gen sich hier die merkwürdigsten Gegei'^ütze in der sozialen Stellung des weiblichen Geschlechts. Der Reisende Auriol Par ras nrocht darüber interessante Angaben in einer englischen Zeitschrift. In Indien überwiegt noch das sogenannie „Purdahsystem", das die Frauen in der Emsamkeit des „Zenana", des Frauen-- hauses, begrübt. In vielen 'indischen Staaten habeir die Frauet;« Häuser keine Fenster nach der Straße, sondern nur-enge'Schlitze' wie Schießscharten, die nach dein kleinen Jmrenhofe zu lieget;'-' und spärliches Licht durch die bunten Glasscheiben durchlasson. Ter Hof dient als Garten und Aufenthalt für die Frauen des Maharadscha und ihre Dienerinnen.' In die Oeffentlichkoit kommen sie mir in dicht verhängten Magen. In anderen Tei'len ' Indiens aber erschei'neu die -Frauen in der Oeffentlichleit ruck»' dürfen auch die Gäste ihrer- Gatten e mp sangen. Es gibt Inderinnender jüngeren Gerwration, die ihre Männer auf der; Jagden begleiten und m>lt ihnen selbst nach Europa reisen. Aber wenn sie in das von EunuchAlbewachte Zenätm zurück-' lehren, dann müssen sie das alte Leben wieder aüfitehmen. Selbstverständlich erscheint viner Dame, die die Freiheiten europäischen Lebens gekostet, bas abgiCschloffene Leben im Hävean besonders furchtbar, und so kommt es zu numchvn tragischen lkonflikten. Vollslündige Freiheit haben sich nur wenige Inderinnen evläinpft, und das „Purdah" wird'wohl noch aus larvtz Zeit foribestehen. In Aegypten hat das Purdahsystem niemals existiert» aber die Gesetze des Jslatns werden noch immer aufrecht-' erhalten, und trotz der starken Freiheitsbewegung unter den Frauen ist es bezeichneitd, daß König Fuad die Reformen Mustafa Lkemals ablehnt und das -Trägen des Schleiers für Frauen a u s d rü ck l i-ch b e sohl-en 'hat.' Die Aogtzpterm führt noch imnwr ein abg:schlossen>es Lvben.'-Wohl mag die elcgLnl'e Dame in Aegyptst; Pariser ToHletten tragen und sich ein-en Schleier aus dünnstem Chiffon w-ählem, durch den die GesichtSzüge hindurchschimmern, dem Schwier entriimt sie doch tiicht, deu-n die Macht der Besterr.fcheriuuen 'des Harems ist -groß, u-nd die Getvalt liegt in - den Händen der alten - Frauen. In Aegypten gibt es Scheidung, und die geschivdone Frau kan-u wieder 'heiraten, ebenso die Wittve. Die indische Witwe aber muß für ihr Leben einsam bleiben, darf keine schönen Kleider mehr tragen und ist lebendig' begrabet;. ' Die Mörderin Wassietta Korser«. In der 9Lacht zum 31. Dezember wurde -bekanntbich die 72jähriige Leiterin der Filiale der Vereinsmolkerei in der Liechtensteinstraße, Marie Lustig, erschlagen und' beraubt. Als' Täterin wurde bald darauf die 28jähvige Bedieneri'U Wassielka K o c s e r'a aus' Ezernowitz ' verhaftet. Das Sicherheitsbureau hätte die Polizeiidirektion in Ezernowitz ersucht, die Angaben dsr Kocsera bezüglich ihrer Herkunft zu überprüfen, und aus der Antwort der dortigen Polizeipräfektur geht hervor, daß' vor 'dem Kriege in der kleinen Ortschaft Selisten N'oua Sulita ein Holz- 'crrbeiter Costin Cucer gewohnt hat, der sechs Kinder, darunter auch Wasselena (es ist die Wassielka Cucer, recte Kocsera)'hatte. Der alte Cucer war ein Trunkenbold. Die Famikie lebte in Armut: Wasselena tvar nach. Czernoloitz' in den Dienst gegangen, wo sie als leichtsinniges Mädchen bekannt war. Als im Jahre 1916 der Einbruch der Russen erfolgte, sind ihre Eltern mit vier Kindern' t:-') Astrachan abtranSportiert worden. Die Wasselena blieb in Czemowitz. 1919 sind 'die Eltern in Astrachan gestorben. Ihr Bruder J o h a n n lvürde von den Bolschewiken ermordet. Die Schwestern sind in Rußland geblieben. Die Mitteilung «der Verhafteten, daß ihre Mutter eine I ü d i n war, bezeichnet die Gendarmerie als u n w a h r.